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Blick von St.Peter-Lindlehoeh über den Langeckhof nach Süden ins neblige Dreisamtal am 2.11.2015

Blick von St.Peter-Lindlehoeh über den Langeckhof nach Süden ins neblige Dreisamtal am 2.11.2015

  • Auswanderung aus Deutschland: 30% eines Jahrgangs (29.4.2017)
  • Auswanderung junger, gebildeter Deutscher wird zunehmen (1.3.2016)
  • Flüchtlinge wandern ein, Deutsche wandern aus (8.11.2015)
  • Migration-Internet
  • Zuwanderer

Auswanderung aus Deutschland: 30% eines Jahrgangs
Mit dieser kleinen Exkursion wollte ich den Leser einstimmen auf das ernste Thema der Auswanderung, denn es haben sich in den letzten Jahren im Schnitt 140.000 Deutsche zum Auswandern entschlossen und da wir pro Jahrgang nur weniger als 500.000 Geburten deutscher Eltern haben, sind das fast 30% jedes Jahrgangs.
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Die Deutschen wandern meist aus in die Schweiz, USA, nach Österreich oder ins UK. Gerade Schweiz und USA stellen allerdings hohe Anforderungen an Migranten, so dass dorthin sicher keine Unterqualifizierten migrieren. Die Ärztekammer meldet eine Abwanderung von 30.000 Ärzten aus Deutschland seit 2001, das ist eine Kleinstadt nur aus Ärzten bestehend! Wenn man bedenkt, wie lange die Ausbildung von Ärzten dauert und wie hoch die Anforderungen sind, ist das ein schmerzlicher Verlust. Darüber hinaus gehen viele MINT-Absolventen direkt nach dem Studium ins Ausland, meist nach Übersee oder in die Schweiz. In der Presse finden sich vereinzelt Artikel zu dem Thema, die das Auswandern junger Fachkräfte – und Millionäre beklagen (wobei ein Blick auf Millionäre zeigt, dass dieses dem gängigen Bild nicht entsprechen, sondern bloß noch etwas erfolgreichere „Besserverdiener“ sind).
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Die Auswanderungsgründe liegen auf der Hand. Man stelle sich einen jungen Arzt oder Informatiker vor, der sich informiert, was die Politik für ihn Gutes tun will. Er wird feststellen, dass man ihn als Steuerzahler und Arbeitskraft toleriert, er aber ansonsten zu arbeiten und keine Ansprüche zu stellen hat. Wenn er dann auch noch zum „Erlebenden“ der rapide sinkenden Sicherheitslage durch einen Überfall oder Einbruch wird, mag er ähnliche Überlegungen anstellen wie ich 1985. Ein junger Deutscher wird in seinem Umfeld wahrnehmen, dass immer mehr Menschen seines Alters und jünger Migranten sind, die von seinen Steuern versorgt werden und jene, die das ablehnen, als “rechtspopulistisch“ gebrandmarkt werden.
Er kann sich mit der Lage abfinden oder gehen. Natürlich wandert nicht jeder aus, der durch die Politik unverschuldet leidet und viele Menschen werden in Gegenden Deutschlands ziehen, die friedlich sind, wo die öffentliche Ordnung noch erhalten ist. Selbst in meinem Umfeld kenne ich Leute, die in die Schweiz gezogen sind, andere schicken ihre Kinder ins Ausland und einige kaufen in Ungarn am Plattensee Immobilien als Altersruhesitz. Wieder andere transferieren Gelder oder suchen derzeit Arbeit im Ausland.

Alles zu “Ein Blick auf die nächsten 50 bis 100 Jahre Deutschland” von Dr. Jochen Heitermann vom 29.4.2017 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ein-blick-auf-die-naechsten-50-bis-100-jahre-deutschland/
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Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr.
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Dr. Jochen Heistermann hat in theoretischer Informatik promoviert. Er war dann selbstständig und lebt nun als Privatier am Bodensee.

 

 

Auswanderung junger, gebildeter Deutscher wird zunehmen
Es steigert aber auch die Bereitschaft junger Altdeutscher, lieber in einem anderen Land alt zu werden. Allein die ehemaligen Kronkolonien Australien, Kanada und Neuseeland werben bis 2050 um 20 Millionen junge Könner. Dort locken neun der zehn lebenswertesten Metropolen weltweit. Überraschen kann all das nur Träumer oder Verdränger. Wer dagegen halb alphabetisierte Menschen aus dem arabischen Halbmond holt und dann an die arme Verwandtschaft in Europa umverteilen will, spürt dort nur unangenehme historische Erinnerungen, aber keine Nächstenliebe.—-
Alles zu “Deutschland muß Arbeitgeber sein, nicht Sozialamt” von Prof Gunnar Heinsohn vom 1.3.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152777753/Deutschland-muss-Arbeitgeber-sein-nicht-Sozialamt.html

 

Flüchtlinge wandern ein, Deutsche wandern aus
Ein noch nie dagewesener Einfall in die sozialen Sicherungssysteme (durch 1 Mio Flüchtlinge allein in 2015) findet gerade statt. Ich wage zu prophezeien, dass sich die Solidarität für vollkommen fremde Menschen, die hier quasi über Nacht ihr Lager aufschlagen, sehr in Grenzen halten wird.
Ich für meinen Teil habe jedenfalls genau Null Bedürfnis für Solidarität, ganz egal, welche Bilder mir die Medien auftischen, um das evtl. zu beeinflussen.
Die Politik hat dabei das Problem, dass sie diejenigen, die den Spaß durch hohe Steuerlast finanzieren sollen, nicht festbinden kann. Je höher der Leidensdruck hier vor Ort (Abgabenlast + unerwünschte Veränderung der Gesellschaft) wird, desto stärker wird der Strom der High-Potentials anschwellen, der Deutschland den Rücken kehrt. Das ist eine gute Zeit, für intelligente Länder mit einer intelligenten Zuwanderungspolitik, die hier demnächst den Rahm abschöpfen können.
11.8.2015, M. Ulf

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