Italien

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Blick nach Osten auf Moneglia/Ligurien am 7.9.2007 – Cinque Terre weiter rechts bzw. im Osten

 

 

                             
(1) Reisfelder in der Po-Ebene südlich Mailand zwischen Casale und Allesandria am 15.9.2013

 

Italien und das Meer

Die Italiener müssen ans Meer, sie können nicht anders, schließlich umfängt das Meer (fast) das Land – und seine Geschichte sowieso. Übers Meer kam Aeneas aus den Trümmern von Troja um Alba Longa zu gründen, die Mutterstadt Roms. Übers Meer kamen die Karthager, die Sarazenen und die Amerikaner. Und aufs Meer hinaus fuhren Genuesen und Venezianer, wurden groß und reich. Das italienische Kulturinstitut Società Dante Alighieri fragte kürzlich im Internet, welche Wörter die Italiener mit in den Urlaub nehmen möchten. Haushoch gewannen: “Sole, cuore e mare”, die Sonne, das Herz und das Meer.

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Was passiert, wenn Italien aus dem Euro austritt?

In Italien sind jetzt alle Oppositionsparteien gegen den Euro. Zunächst hat das nichts zu bedeuten. … Aber in Demokratien kommen Oppositionen irgendwann einmal an die Regierung. … Berlusconi will die geldpolitische Souveränität zurückgewinnen, indem er zu Hause eine Parallelwährung einführt, die frei gegenüber dem Euro gehandelt wird. Löhne und Gehälter und natürlich auch die Preise in den Geschäften würden in dieser neuen Währung ausgeschrieben. Man würde alte Euros und die neuen italienischen Euros zunächst eins zu eins umtauschen. Danach würde die neue Währung freigegeben, worauf ihr Wechselkurs sofort einbrechen würde, wahrscheinlich um 30 bis 50 Prozent. Die italienische Wirtschaft wäre mit einem Schlag wieder wettbewerbsfähig. Für den Rest der Eurozone  wäre ein solcher Austritt Italiens das schlimmste aller Krisenszenarien. …..
Alles vom 1.12.2014 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-was-passiert-wenn-italien-austritt-a-1005904.html

 

 

 

Hans-Werner Sinn: Ordnungspolitik funktioniert immer

Haben konventionelle wirtschaftswissenschaftliche Lehrmeinungen in der Krise versagt? Ja, meint SPON-Kolumnist Wolfgang Münchau. Jetzt entgegnet ihm ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Die gute, alte Ordnungspolitik vermag auch heute noch die richtigen Antworten zu geben.

Erstens: Wie geht man mit einer anhaltenden Rezession um?
Eine anhaltende Rezession wie in Japan mit ewigen Nullzinsen und einer explodierenden Staatsverschuldung bekämpfen zu wollen, hat sich als Flop erwiesen. Japans Schulden stiegen seit dem Platzen der Blase im Jahr 1990 von 69 Prozent auf mittlerweile 245 Prozent der Wirtschaftsleistung, und dennoch gab es ein Vierteljahrhundert Siechtum. Die Hinnahme von mehr Konkursen im Sinne der schöpferischen Zerstörung hätte zwar manche Vermögensportfolios vernichtet. Doch im Gegenzug hätte es wegen der Entwertung des Kapitals wieder attraktive Renditen für neue Unternehmer gegeben, und das Land wäre wieder schneller auf die Beine gekommen. Mit ihrer politischen Macht haben die Anleger und Banken, die sich verzockt hatten, diesen Weg verbaut.

Zweitens: Wenn die Ordoliberalen jetzt keine Monetaristen mehr sein wollen, was sind sie dann?
Man muss kein Ordoliberaler sein, um zu verstehen, dass eine Geldschwemme und Staatsschulden keine Lösungen für Europas Probleme sind. Die Länder Südeuropas wurden durch eine inflationäre Kreditblase ihrer Wettbewerbsfähigkeit beraubt. Diese Blase entstand, weil der Euro die Zinsen dieser Länder senkte. Spanien zum Beispiel erhöhte seine Produktpreise von 1995 – damals wurde auf dem EU-Gipfel in Madrid das Timing für den Euro festgelegt, was die Zinsen fallen ließ – bis zum Beginn der Krise um 25 Prozent schneller als der Rest der Eurozone. Es war, als ob das Land noch die Peseta hatte und sie um 25 Prozent aufwertete. Das hat Spanien in eine Double-Dip-Depression mit einem Einbruch der Industrieproduktion um 30 Prozent getrieben. Dagegen hilft es nicht, künstliche Nachfrage nach den überteuerten spanischen Produkten mit der Druckerpresse oder durch neue Schulden zu schaffen. Da niemand mehr bereit ist, Spaniens Lebensstandard mit frischen Krediten zu finanzieren, muss das Land vom Lohn- und Preishimmel auf den Boden der Tatsachen zurück. Der wird durch die Arbeitsproduktivität definiert. Das ist bitter, aber es geht nicht anders.

Drittens: Ist es möglich, das ordnungspolitische Modell von einer relativ kleinen offenen Volkswirtschaft wie Deutschland auf eine relativ große eher geschlossene Volkswirtschaft wie den Euroraum oder die USA zu übertragen?
Ordnungspolitik funktioniert immer, bei großen und kleinen Länden. Dessen ungeachtet ist es aber nur kleinen Ländern möglich, sich durch Abwertungen Nachfrage aus dem Ausland zu verschaffen. Hier ist Wolfgang Münchau zuzustimmen. Das hat Deutschland, wenn man so will, im Euroraum getan, indem es mit seiner Inflation hinterher hinkte. Aber eigentlich hat nicht Deutschland agiert, denn die Preisstabilität war ja als Ziel im Maastrichter Vertrag verankert. Agiert haben statt dessen die südlichen Euroländer, indem sie jahrelang Inflationsraten hatten, die weit oberhalb der Toleranzgrenze von 2% lagen. EZB und Politikern ist der Vorwurf zu machen, dass sie nicht gebremst haben. Jetzt haben wir den Kladderadatsch.

Alles vom 6.11.2014 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oekonomie-kritik-hans-werner-sinn-antwortet-wolfgang-muenchau-a-1001214.html

 

 

Italien und die Schulden

Über Target2 ist Italien mit ca. 450 Mrd.€ der größte Schuldner Deutschlands.

 

 

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