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Blick vom Zionsberg in Jerusalem über die Grenzmauer zum Westjordanland am 26.10.2013

 

 

UNWRA.org
Offizielle Homepage des “Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten”. Hier finden Sie viele aktuelle Landkarten.
www.unrwa.org/index.php

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Friends of the Earth Middle East – FoEME
Friends of the Earth Middle East (FoEME) is a unique organization that brings together Jordanian, Palestinian, and Israeli environmentalists. Our primary objective is the promotion of cooperative efforts to protect our shared environmental heritage. In so doing, we seek to advance both sustainable regional development and the creation of necessary conditions for lasting peace in our region. FoEME has offices in Amman, Bethlehem, and Tel-Aviv. FoEME is a member of Friends of the Earth International, the largest grassroots environmental network in the world.

Red-Dead Conduit: FoEME ist sehr kritische gegenüber dem von der Weltbank unterstützten Projekt einer Verbindung zwischen Rotem Meer und Totem Meer (470 m tiefer gelegen) zu bauen, um Wasser heranzuführen.
www.foeme.org
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Read Dead Canal – Read Dead Conduit
Der Kanal soll pro Jahr 1900 Millionen Kubikmeter Wasser ins Tote Meer leiten. Die Entnahmestation liegt nahe Akaba am Roten Meer. Um eine Hügelkette im Hinterland zu überwinden, wird das Nass zunächst auf 220 Meter Höhe gepumpt. Danach strömt es durch das Arava-Tal über 600 Meter in die Tiefe, bis es das Oberflächenniveau des Toten Meeres erreicht.
FoEME-Chef Gidon Bromberg sieht große Gefahren für die Ökosysteme:
a) Das Arava-Tal ist erdbebengefährdet – Salzwasser würde dann ins Grundwasser gelangen
b) Im Toten Meer das einströmende salzarme RoteMeerwasser zu Algen-Blüten führen: Rotbrauner Schleim.
c) Die bei der Meerwasserentsalzung als Rückstand anfallende Lake bringt das Tote Meer zum Umkippen.
FoEME plädiert für die naheliegendste Lösung: Wasser im Jordan zu belassen, sodass sich die hydrologischen Verhältnisse in der Region von selbst normalisieren.

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Einkommens-Ungleichheit in Gaza und Westbank – Ökonomie des Hasses
Der neue Welt-Ungleichheitsbericht enthüllt: nirgends sind Einkommen so ungleich verteilt wie im Nahen Osten. Die Agitation gegen Israel dient arabischen Staaten vor allem zum Übertünchen ihrer sozialen Widersprüche….
Im „Bericht zur Weltungleichheit 2018“ gibt es eine Zahl, die den Dauerkonflikt der arabischen Staaten mit Israel plötzlich in sehr klares Licht stellt. Ein internationales Forscherteam, koordiniert unter anderem von dem französischen Ökonomen Thomas Piketty („Das Kapital im 21. Jahrhundert“) untersuchte, wie gleich (beziehungsweise ungleich) sich das Einkommen in verschiedenen Weltgegenden innerhalb der Länder verteilt. Die größte Ungleichheit fanden sie in dem am 14. Dezember 2017 veröffentlichten Report nicht in den USA oder Asien – sondern im Nahen Osten. Während in Europa die obersten zehn Prozent der Gesellschaft 37 Prozent aller Einkommen kassieren, in China 41 und in den USA und Kanada 47 Prozent, fließen im Nahen Osten 61 Prozent aller Einkommen in die Taschen des obersten Zehntels.
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Natürlich treibt vor allem die islamistische Ideologie die Feindschaft den Feind Israel an. Aber der beständig gepflegte Hass gegen den wirtschaftlich erfolgreichen jüdischen Staat empfiehlt sich auch als probates Mittel, um die Masse der Bevölkerung ruhig zu halten und ihren Hass zu kanalisieren, der sich sonst gegen die eigene Oberschicht richten würde. Würde er angesichts der schreienden sozialen Ungleichheit in die Richtung der eigenen Eliten explodieren, gäbe es vermutlich nicht nur ein paar “Tage des Zorns” wie nach der Jerusalem-Entscheidung Donald Trumps.
In deutschen und generell in europäischen Medien tauchen Bilder von Villen in Gaza und der Westbank praktisch nie auf, sondern fast durchgängig Filmaufnahmen, Fotos und Berichte, die das Bild eines generell bitterarmen Landes zeichnen, in dem die Volksgemeinschaft einmütig das Elend teilt. …
Alles vom 14.12.2017 bitte lesen auf
https://www.publicomag.com/2017/12/oekonomie-des-hasses/

 

 

EU verbietet “Made in Israel” für Landwirtschaftsprodukte aus besetzten Gebieten
Laut Beschluss der EU-Kommission vom 18.11.2015 zur Kennzeichnungspflicht für Obst, Gemüse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Kosmetika aus besetzten arabischen Gebieten. Nach Ansicht der EU sind die besetzten Gebiete gemäß internationalem Recht nicht Teil des israelischen Hoheitsgebietes. Deswegen sei es nicht korrekt, wenn Produkte von dort als “Made in Israel” gekennzeichnet werden. Der beschluß betrifft Siedlungen im Westjordanland, und auf den Golanhöhen sowie Ost-Jerusalem.
21.11.2015

 

Kriegsindex von Gaza

2013 gibt es in Gaza es 189.000 junge Männer im Alter von 15-24 Jahren. Ihnen stehen 30.000 Männer im Alter von 55-64 Jahren gegenüber (http://www.indexmundi.com/gaza_strip/demographics_profile.html). Aus der Relation beider Altersgruppen lässt sich ein Kriegsindex berechnen. Er beträgt 6,3. Um 100 freigemachte Positionen kämpfen 630 Jünglinge. In Deutschland gibt es für 100 Abtretende nur 83 Nachzügler.
Für die große Mehrheit der jungen Gazaner wird es niemals zivile Karrieren geben. Deshalb sind sie es, die nicht nur für Druck auf Israel sorgen, sondern auch jede womöglich vorhandene Kompromissbereitschaft ihrer Senioren verhindern. Was immer die unterschreiben wollten, würde der Nachwuchs als Schandvertrag zerreißen.
Auf Gazas 189.000 Zornige im Alter von 15-24 Jahren folgen 394.000 Knaben von 0-14 Jahren. Die nächste Generation wird mithin noch todeswilliger in die internen Fatah-Hamas-Kämpfe oder in die Kriege gegen Israel marschieren als die jetzt Schießenden.
Gaza springt ungeachtet aller Verluste zwischen 1950 und 2013 von 200.000 auf 1,8 Millionen Einwohner, weil die Welt es gut meint mit dem engen Landstreifen. Jedes Kind und jeder Urenkel der Flüchtlinge von 1948, der Nachwuchs von der ersten und auch von der vierten Frau wird über UNRWA von zumeist westlichen Geldgebern behaust, ernährt, beschult und medizinisch versorgt. ….

Alles von Gunnar Heinsohn vom 20.7.2014 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gazas_kriegsindex

 

 

Ferien vom Krieg: Palästinenser und Israelis
Dialog statt Krieg – das Projekt „Ferien vom Krieg – Dialoge über Grenzen hinweg“ lädt auch in diesem Jahr junge Erwachsene aus Israel und Palästina nach Deutschland ein Während in ihrem Namen wieder ein tragischer Krieg geführt wird, haben sich 100 junge Menschen aus Israel und der palästinensischen Westbank entschieden, in Deutschland mit ihren vermeintlichen Feinden zusammenzutreffen. Sie kommen aus Hebron, Tel Aviv, Jerusalem, Jenin oder Sderot. Geboren in den 1990 ‐ern kennen sie nichts außer Eskalation und Gewalt. Bisher sind sie sich nur in Rollen begegnet, die ihnen der Konflikt aufgezwungen hat: als Teil der Armee oder als potentielle Bedrohung. Dialog statt Krieg – das Projekt „Ferien vom Krieg – Dialoge über Grenzen hinweg“ lädt auch in diesem Jahr junge Erwachsene aus Israel und Palästina nach Deutschland ein Während in ihrem Namen wieder ein tragischer Krieg geführt wird, haben sich 100 junge Menschen aus Israel und der palästinensischen Westbank entschieden, in Deutschland mit ihren vermeintlichen Feinden zusammenzutreffen.
www.ferien-vom-krieg.de

 

Die Milliarden für Gaza wirken wie Brandbeschleuniger
4,3 Milliarden Euro hat die internationale Gemeinschaft für den Wiederaufbau Gaza zugesichert. Davon 450 Millionen von der EU und 50 Millionen nochmal extra von Deutschland. Mit diesen Geldern soll das wiederhergestellt werden, was die Israelis und die Hamas sich gegenseitig zerstört haben. Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind damit aber noch lange nicht beigelegt, es herrscht im Moment nur eine Waffenruhe. Menschen, die sich der ständigen Bedrohung durch israelische Raketen ausgesetzt sehen, werden diese Milliardenhilfe wohl kaum dazu verwenden, eine neue Infrastruktur in ihrem Land aufzubauen.
Vielmehr wird man versuchen die Waffenarsenale wieder aufzufüllen (Raketenabwehrsysteme), so ist die nächste Stufe der Eskalation programmiert. Diese Milliarden wirken wie Brandbeschleuniger in einem lodernden Feuer. Indirekt fließen diese Gelder in die Waffenindustrie, also zurück zu den Geberländern. Alles prima! Zurück bleiben tote Palästinenser und Israelis als Kollateralschäden einer perversen Politik der von uns gewählten Volksvertreter.
24.10.2014, Konrad Kolb, Lahr

 

Hamas wie IS sind beides sunnitisch-islamistische Terrororganisationen
Die Hamas im Gaza-Streifen ist eine Terrororganisation wie die IS in Syrien/Nordirak. So werden die Kinder von der Hamas erzogen: http://www.youtube.com/watch?v=nMmrjFZvMVQ
26.8.2014

 

Ablehnung von Israels Existenzrecht durch die Hamas
Der israelische Historiker Yaacov Lozowick gab in seinem Buch “Israels Existenzkampf” folgende Erklärung: “Es gibt keinen vernünftigen Grund (. . .) gegen Israel zu kämpfen, keine verständliche Erklärung für die massive öffentliche Unterstützung dieses Kampfes in der arabischen Welt, es sei denn die Ablehnung von Israels Existenzrecht. (. . . ) Israel kann sich nicht darauf festlegen, niemals mehr Krieg zu führen, da sich seine Feinde bereits für Krieg entschieden haben. Israel muss sein Äußerstes versuchen, keine Unschuldigen zu töten, aber das wird niemals vollkommen möglich sein. Kinder zu töten ist entsetzlich.
Die Entscheidung, jüdische Kinder nicht zu beschützen mit dem Ziel, keine anderen Kinder zu verletzen, ist unmoralisch.”
6.8.2014

Schulunterricht: Holocaust  in Palästina und al-Nakba in Israel
Der Holocaust und al-Nakba, die Flucht und Vertreibung in Palästina, lassen sich natürlich nicht auf eine gleiche Stufe stellen. Gleichwohl sollten beide historischen Katastrophen in die Lehrpläne der Schulen beider Länder aufgenommen werden. Denn: Sich in die Lage des Anderen zu versetzen, trägt zu Annäherung und Verständnis der Nachbarn bei.
Im März 2014 reisten 24 palästinensische Studenten der Ost-Jerusalemer Al-Quds-Universität mit Prof Mohammed dajani nach Auschwitz-Birkenau, zusammen mit gleichgroßen Studentengruppen der Ben-Gurion-Universität in Israel und der Schiller-Universität Jena. Der Besuch war eindrucksvoll und nicht konfliktfrei. Nach der Rückkehr erwartete Prof Dajani ein Shitstorm mit dem Vorwurf, er betreibe Gehirnwäsche mit jungen Palästinensern.
Wie weit Verständigung noch weg ist, zeigt folgendes: Die Hamas untersagt sogar den UN-Schulen im Gaza, den Holocaust im Unterricht zu behandeln, mit dem Hinweis, dies könne “die Gedanken der Kinder vergiften”.
3.5.2014
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Palästinenser in Auschwitz
Getrieben von dem Ideal des Friedens wollte Dajani wie immer nur Gutes tun, als er im Rahmen eines Projekts zur Förderung von Toleranz und Empathie mit 27 palästinensischen Studenten die Gedenkstätte Auschwitz besuchte. Dass er mit einer solchen ungewöhnlichen Aktion Kritik ernten würde, war für ihm alles anders als unerwartet. Gerechnet hat er aber mit ein paar Beschwerden, die „bald vergessen sein sollten“, auf gar keinen Fall mit einer politischen Lawine. Kaum landete aber die Gruppe zurück am Ben-Gurion Flughafen in Tel Aviv, ging schon die Hölle los. Von vielen als Verräter gebrandmarkt haben ihm seine Freunde herzlich empfohlen, schnell einen Urlaub im Ausland zu buchen. Die Uni rückte von ihm ab und veröffentliche eine Stellungnahme, nach der Dajani und seine Studenten keine Repräsentanten der Universität sind. …. Alles vom 17.4.2014 bitte lesen auf
https://www.freitag.de/autoren/dr-eran-yardeni/palaestinenser-in-auschwitz
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In palästinensischen Medien wird die Reise als „Verrat“ und „Normalisierung“ mit Israel kritisiert. Die palästinensische Al-Quds-Universität distanzierte sich von Professor Mohammed S. Dajani, der die Fahrt unter der Leitung von zwei Holocaustüberlebenden organisiert hatte. Dajani war 25 Jahre lang wegen seiner Aktivitäten für die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) im Libanon in den siebziger Jahren aus Israel verbannt. Heute ist er Professor für Amerikanische Studien an der Jerusalemer Al-Quds-Universität. 2011 beteiligte er sich an einer aufsehenerregenden Reise von Juden, Moslems und Christen aus Israel nach Auschwitz. Für ihn war das ein einschneidendes Erlebnis. Daraus entstand ein Artikel für die Tageszeitung „New York Times“ mit dem Titel „Warum Palästinenser über den Holocaust lernen sollten“. …. Alles vom 1.4.2014 auf
http://www.israelnetz.com/arabische-welt/detailansicht/aktuell/geheim-palaestinenser-in-auschwitz-87780/#.U2UAjoF_tQ8
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Versöhnung im Heiligen Land
So wollen die Forscher den Konfliktparteien das Leiden der jeweils anderen Seite vor Augen führen: Zunächst werden junge Palästinenser nach Auschwitzfahren und junge Israelis palästinensische Flüchtlingscamps in der Westbank oder Jordanien besuchen. Anschließend sollen gemischte Gruppen die Orte erneut aufsuchen und sich über ihre Erfahrungen austauschen. Die Reisen werden von sozialpsychologischen Untersuchungen begleitet und sollen in ein theoretisch fundiertes Konzept dieser Form des Perspektivenwechsels münden. …
http://www.uni-jena.de/Universit%C3%A4t/Einrichtungen/Stabsstelle+Kommunikation/Uni_Journal+Jena/Archiv/13jour06/Forschungsprojekte/Vers%C3%B6hnung+im+Heiligen+Land.html?highlight=auschwitz%2A

Friede in Nahost: Auf die Anerkennung Israels kommt es an
Der Friedensprozess im Nahen Osten reduziert sich nicht auf die Israelis und Palästinenser. Die häufig zu hörende Meinung, Israel sei durch seine Siedlungspolitik der Hauptbremser im schleichenden Versöhnungsprozess, verkürzt den Blick und blendet traditionelle wie realpolitische Vorgänge in Nahost aus. Ein heute abgeschlossener Friedensvertrag würde von den Geldgebern aus der arabischen Welt überwiegend als “Verrat an der arabischen Sache” gewertet werden. Die Palästinenser würden in der Konsequenz wirtschaftlich wie ideell schlechter dastehen als gegenwärtig. Die Katastrophe wäre nur zu verhindern, wenn die These von der “Vernichtung des jüdischen Staates auf arabischem Boden” ad acta gelegt werden würde. Dies bedeutet, dass es nicht nur auf die Anerkennung des israelischen Staates seitens der Palästinenser ankommt, sondern auch durch deren Unterstützer.
24.4.2014, Johannes Reiner

 

Jerusalem 24 Stunden

“Jerusalem 24 Stunden” auf arte www.arte.de und im Bayerischen Fernsehen www.br.de am 12.April 2014. Sehr sehenswert.  Einzelne Sendungen anschauen über http://www.24hjerusalem.tv/de .

Ein israelischer Araber (wahrscheinlich ein Druse), der bei einem Selbstmordattentat in Jerusalem seine Schwester verlor, berichtet sinngemäß:
“Das Problem ist der Terror. Terror weltweit. Den Terror mit Selbstmordattentaten gibt es überall, wo es den Islam gibt. Gibt es denn einen Juden, der sich mit einem Selbstmordgürtel in Deutschland in die Luft gesprengt hat – wo beim Holocoust über 6 Millionen Menschen getötet wurden? Solange sich Moslems überall und auch in Jerusalem das Recht auf Terror nehmen, wird es keinen Frieden mit zwei Staaten Palästina und Israel geben.” 
Dies sagt ein gläubiger ca. 40jähriger Moslem mit israelischem Paß.
13.4.2014, www.24hjerusalem.tv/de

Ochaopt.org – Koloniale Zeiten?
Es gibt in Jerusalem ein UN-Büro, das penibel alle israelischen Übergriffe auf palästinensischem Territorium dokumentiert: http://www.ochaopt.org . Aber in Israel scheint dies wenige zu kümmern. Gegen Frustration und immer neu erzeugten Hass der palästinensischen Bevölkerung setzt die israelische Führung im Bewusstsein ihrer militärischen Stärke und des ungleichen Kräfteverhältnisses auf Gewalt. So hat man in kolonialen Zeiten Sicherheit definiert.
12.2.2014, Ingrid und Dr. Michael Gugel, Freiburg

Es herrscht dort unten Krieg
Und in einem Krieg kommt es nicht auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel an. Somit besteht für die Palistinenser kein Rechtsanspruch darauf, zehn israelische Kinder in die Luft zu jagen, wenn zuvor 10 palestinensische Kinder von einer israelischen Rakete getötet wurden. Denn ein solches Recht auf ausgleichende Ungerechtigkeit würde die Hamas umso mehr dazu animieren, ihre Militärstellungen mitten in Kindergärten aufzustellen, um möglichst viele palistinensische Kinder von Israel töten zu lassen. Dann könnten in der gleichen Anzahl israelische Kinder umgebracht werden. Weil es viel mehr palestinensische Kinder als israelische gibt, wäre der Konflikt irgendwann durch Ausrottung der Israelis entschieden.
Auf welchem Land liegen heute Westpolen und Ostfrankreich? Wer besaß im Frühmittelalter Brandenburg und das heutige Sachsen? Israel ist in einem britischen Protektorat errichtet worden, welches sich die Engländer nach dem 1. Weltkrieg von den Türken angeeignet haben. Weder die Briten noch die Türken haben wegen dieser Landnahme irgendwelche territorialen Ansprüche gegenüber Israel erhoben. Wollen Sie die dem Staat Israel etwa das Existenzrecht absprechen?
12.2.2014, Rainer Brombach

 

 

Schlüssel zu einem Frieden in Palästina: Frauenrechte, Rechtsstaatlichkeit (Korruption) und Freiheit

Nationale Perspektive: Wo auch immer man sich kundig machen will über über das Palästina-Problem (in Israel, in der Westbank, im Gaza,  im Internet wie auch in Freiburg), überall erfährt man Polarisierungen: Einerseits-Andererseits, Gute und Böse, Israelis und Palästinenser, Aggressor und Verteidiger, Besetzer und Besetzter, Recht und Unrecht..

Cafe Palestine Freiburg: Vorträge und Veranstaltungen liefern zunächst plausible und in sich schlüssige Erklärungen. Gleichwohl wird die Verantwortung für fast 80 Jahre Unfrieden allein an Israel geschoben.
http://cafepalestinefreiburg.blogspot.com
Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg: Auch hier werden in sich schlüssige Argumente hervorgebracht. Doch schließlich ist an der aktuellen Misere nur die Gegenseite schuld, also Palästinenser und Araber.
www.deutsch-israelische-gesellschaft-freiburg.de/
Auch vermeintlich neutrale Intitiativen wie z.B. http://www.salamshalom-ev.de/ vom “Arbeitskreis Palästina-Israel e.V.” sind gar noch so neutral, sondern tendieren zu einer der beiden Seiten.

Seit Anfang 2012 haben sich beide Seiten recht bequem eingerichtet: Palästina wird vom Ausland alimentiert – so werden die Staatsbediensteten in der Westbank zu 80% durch Transferleistungen der EU bezahlt. Im Gaza hungert niemand. Israel profitiert von den Konflikten der arabischen Nachbarn untereinander und ist auch deshalb militärisch wie wirtschaftlich (das BIP war noch nie so hoch wie in 2013) stark.

2014 ist Gedenkjahr: Vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg und vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg. Beängstigend im Hinblick auf den Nahostkonflikt, der das Zeug zu einem Dritten Weltkrieg hat. Historiker wie Christopher Clark und Jörn Leonhard sagen, dass der Erste Weltkrieg nicht zwangsläufig war, da auf allen Seiten Akteure am Werk waren, die Machtverlust mehr fürchteten als Chaos. Ohne einfache Analogien zur Gegenwart zu ziehen, können wir aus der Geschichte doch lernen: In Nahost hilft dem Frieden nur, wenn in Israel wie den arabischen Nachbarstaaten die nationalen Perspektiven verlassen werden – die landen nur in den Kategorien Gut und Böse, Verteidiger und Aggressor bzw. Sieger und Besiegte.

Wie also kann Frieden in der Region auf den Weg gebracht werden? Dadurch, dass man nicht nur immer auf die Fehler der Gegenseite verweist, sondern selbst im eigenen Land aktiv wird. Also dadurch, dass man auf beiden Seiten – in Israel wie in Palästina – auf Schuldzuweisungen verzichtet und jeder im eigenen Land die drei grundlegenden Problemenkreise (1) Frauenrechte, (2) Rechtsstaatlichkeit (Korruption) und (3) Freiheit löst:

(1) Frauenrechte: Garantie der Menschenrechte für alle Frauen. Gleichberechtigung für Mann und Frau als Ziel. Die “Frau als Gebärmaschine” wie auch das Verstecken von Mädchen sowie Behinderten in der Westbank wird nicht mehr geduldet. Jüdisch-ultraorthodoxe Mädchen werden nicht mehr in Internate weggesperrt und dann zwangsverheiratet.

(2) Rechtsstaatlichkeit (Korruption): Aufbau korruptionsfreier Strukturen in Staat wie Privatwirtschaft. Westbank und Gaza stehen in der Korruptionsliste von “Transparency International” ganz oben an führender Position. Nur durch Aufbau einer  rechtsstaatlichen Ordnung läßt sich die Korruption ausrotten.

(3) Freiheit mitsamt Religionsfreiheit:  Israel als Staat definiert sich nicht mehr über das Judentum. Ein aufgeklärter Islam duldet auch andere Religionen. Garantie der Freiheit durch rechtsstaatliche Ordnungen. Nur durch Trennung von Kirche und Staat in einem säkularen Staat wird die Religionsfreiheit für alle garantiert.

Wenn jede Seite für sich – also Israel wie Palästina – Frauenunterdrückung, Korruption und Religionsdiskriminierung beseitigt haben, dann wird dies automatisch zum langersehnten “Frieden im Heiligen Land” führen. Vorausgesetzt, natürlich, der Terror mit Selbstmordattentaten hört auf – weltweit.

Frauenrechte sind vorrangig: Die Verwirklichung der Frauenrechte (1) sind vorrangig vor den Zielen (2) und (3). In einem Staat, in dem die vollen Menschenrechte für alle Frauen gelten, lösen sich die anderen Probleme. Friedensstiftend wäre demnach folgendes Projekt: Palästinensische Mädchen vom islamischen Shador entledigen und israelische Mädchen aus jüdisch-orthodoxen Internaten holen und dann alle gemeinsam in weltlichen Schul- und Hochschulinstitutionen zu gebildeten jungen Frauen machen. Diese junge Frauen werden gegen korruptive Macho-Strukturen aufbegehren, ihre Freiheiten einfordern und initiieren, was die Männer seit 1947 nicht geschafft haben: Frieden in Nahost.

4.2.2014

 

 

Behinderten-Nothilfe Palästina

Die Deutsche Behinderten Not-Hilfe wurde 1990 als Verein gegründet. Ausgangspunkt war die Arbeit, die Ulla und Johannes Roelofsen in Tabgha am See Genezareth in Israel mit behinderten Menschen geleistet haben.
http://www.behinderten-nothilfe.org/

Das Leben der Palästinenser ist unter den politischen Bedingungen in der Westbank nicht leicht. Das Leben behinderter Menschen ist aber unter den Vorgaben der muslimisch-palästinensisch orientierten Kultur noch extrem schwieriger und oft menschenverachtend.
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Beatmungsgerät wird dringend benötigt: Es geht darum, wie man öffentliche Mittel, eigene Finanzmittel der Familie und die Ressourcen von Sponsoren bündeln kann. Das Grundproblem ist ein gesellschaftliches Dilemma: Die Familien sind es nicht gewohnt zusammenzulegen und sich zu unterstützen. Das Sozialamt und die Krankenkassen fühlen sich nicht zuständig und sagen, es ist kein Geld da. Die Institutionen halten sich zurück, weil sie sagen unsere Statuten lassen es nicht zu, Einzelpersonen zu unterstützen. Keine der großen Institutionen haben bisher eine Art Gerätepool entwickelt, wo man für wenig Geld Hilfsmittel mieten kann.

25.10.2013, Johannes Roelofsen, johannes.roelofsen@online.de
DBNH Sparkasse Stadt Straelen Kto 134 825 BLZ 320 519 96

Geistig Behinderte im Raum Bethlehem
Johannes Roelofsen, der Leiter der Deutschen Behindertennothilfe, und Fatima Thweb aus Bethlehem haben auf Einladung von Pfarrer Bernhard Pfaff im Pfarrsaal Niederschopfheim Hilfsprojekte für Behinderte in Palästina vorgestellt. Muslimin Thweb, Mutter eines behinderten Kindes, betreut Behinderte in der Region um Bethlehem. Roelefsen gehört der katholischen Kirche an und setzt sich seit vielen Jahren in den palästinensischen Gebieten für die Belange von Behinderten ein. Renate Tebbel sprach mit Bernhard Pfaff über die Projekte…
Alles vom 4.12.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/hohberg/deutliches-bekenntnis–77437194.html

 

 

Palästina und Israel – Frieden im Nahen Osten
Anlässlich des Ersten Zionistischen Weltkongresses in Basel 1897 hatte Theodor Herzl prophezeit, dass sich binnen 50 Jahren ein jüdisches Staatswesen konstituieren werde. Er sollte Recht behalten: Am 14. Mai 1948, vor 61 Jahren, wurde in Tel Aviv die Gründung des Staates Israel proklamiert. Doch schon einen Tag später kam es zum ersten Krieg zwischen Juden und Arabern, weitere Kriege sollten folgen. Bis heute ist der Konflikt um Palästina einer der Brennpunkte der Weltpolitik geblieben. Wie der Gazakrieg zur Jahreswende 2008/9 gezeigt hat, stehen sich Israelis und Palästinenser mehr denn je unversöhnlich gegenüber – eine Lösung scheint in unerreichbare Ferne gerückt zu sein?
Wann endlich kommt Frieden im Heiligen Land? Sechs grundsätzliche Problemkreise:

(1) Geschichte
Die rein historische Betrachtung ist einem künftigen Frieden im Nahen Osten wenig dienlich, da sich – je nach Auslegung der Argumentation – jeder Standpunkt legitimieren läßt. Die Ethnien, denen nach dem 2. Weltkrieg allgemein anerkannt historisches Unrecht angetan wurde, sind die Kurden im Osten und die Berber im Westen.

(2) Frauenrechte
In Ägypten als mit 81 Mio Einwohnern (35 Mio in 1970) bevölkerungsreichstem arabischen Land sind 91% der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren genitalverstümmelt, 70 % Analphabeten und 100% der häuslichen Gewalt als “Gebärmaschinen” rechtlos ausgeliefert. Ähnliches gilt für alle arabischen Staaten, auch für Palästina. Solange der Islam bzw. die Tradition den Frauen die vollen Menschenrechte vorenthält, kann es keinen Frieden in Nahost geben.

(3) Unzufriedene Söhne
Der Völkermordforscher Gunnar Heinsohn (Uni Bremen) erklärt den Zusammenhang zwischen Demografie und Krieg mit dem Phänomen “youth bulge” als der Ausstülpung der Alterspyramide der 15-29jährigen: Sind über 30% der Männer eines Landes zwischen 15 und 29 alt sowie ohne Hunger, dann sehen sie ihre Wünsche als zweite, dritte,  vierte, …Söhne unbefriedigt und wenden sich Aggressionen zu. Fazit: “Kein Friede ohne ,demografische Abrüstung’ im Nahen Osten”. Peter Sloterdijk in “Die Bevölkerungswaffe der Islamisten” zu Nahost: “Und in einer Welt, in der immer noch eine durchschnittliche Mutter vier, fünf, sechs Kinder zur Welt bringt, ist es unvermeidlich, dass es einen ungeheuren Überschuss an sozial nicht verwendbaren jungen Männern geben wird, die ihren Zorn in politisch-religiös bemäntelten Selbstvernichtungsprojekten ausleben”. Der junge palästinensische Philosoph Muker: “Stell Dir vor, Israel gibt es nicht und um Gaza ist nur Wüste und Meer. Dann wird ein furchtbares Gemetzel einsetzen, innerhalb Gaza.” Mehr auf http://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/youth-bulges-jugend-und-krieg/ .

(4) Korruption
Beispiel: Junge Palästinenser, die ein landwirtschaftliches Projekt in der Westbank initiieren wollen, müssen sich nicht nur mit der israelischen Militärverwaltung auseinandersetzen, sondern zusätzlich – was der viel schwierigere Part ist – die allgegenwärtige palästinensische Korruption bedienen oder aber Teil ihrer selbst sein (werden). Ohne Abbau der korruptiven Gesellschaftsstrukturen kann Palästina nicht frei sein.

(5) Konföderation als Friedenslösung
70% der Einwohner von Jordanien sind Palästinenser und diese lässt die Zweistaatenlösung “Israel – Palästina” unberücksichtigt. Friede könnte eher eine Drei-Länder-Konföderation mit Jordanien bringen – Michael Wolffsohn sieht das so: “Jordanien, wo heute mehrheitlich Palästinenser leben, wird im Zuge der arabischen Revolution ohnehin “Palästina 1?. Das entwaffnete Westjordanland und der Gazastreifen als je ein Bundesland “Palästina 2 +3?. Die in Israel lebenden 1,4 Mio Palästinenser können entscheiden, entweder israelische Staatsbürger zu bleiben oder eine palästinensische Staatsbürgerschaft anzunehmen, ohne dass sie jedoch ihre bisherige Heimat verlassen.”

(6) Bedrohung Israels
Die soziale Lage im Inland wird von vielen Israelis als viel größeres Problem angesehen als die äußeren Feinde wie Iran oder Hisbollah. Heute verlieren die großen ideologischen Parteien (Arbeiterpartei, Likud, …) mehr und mehr an Einfluß, im Gegensatz zu Identitätsparteien, welche die jeweiligen Ethnien vertreten: Arabische “Partei”, Russische “Partei”, Ultra-Orthodoxe, Orientalische Juden, Nationalreligiöse Siedler, laizistische Israelis. Aus der Demokratie in Israel wird eine Ethnokratie: “Gib mir Geld, und ich gebe dir meine Stimme”, so David Witzthum. Dies zeigt sich auch bei Regionalwahlen wie zuletzt bei der Bürgermeisterwahl in Jerusalem.

(7) Äußerer Feind
Beide Konfliktparteien brauchen den äußeren Feind: Israel, um seinen Militärapparat z.B. in der Westbank agieren zu lassen und zu legitimieren. Die arabischen Nachbarn, um sich Reformen in Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin verweigern und die extreme Korruption erhalten zu können. Nur eine beidseitige Abrüstung ermöglicht es, dass die  Konfliktparteien irgendwann einmal zu friedlichen Partnern werden.

 

3. Buergerreise 27.4.-7.5.2014 der VHS Nördlicher Breisgau nach Israel
Markus Zimmermann sieht seine Aufgabe schon darin, im Auftrag des Landkreises die Partnerschaft zu untermauern. Mit Schülern war der Journalist und Mitarbeiter der BZ erstmals in den 1990er Jahren in Israel. Seit 2006 begleitet er mehrfach den Austausch mit den Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-sozialpflegerischen Schulen (GHSE). Vater und Motor ist seit Jahren der ehemalige GHSE-Schulleiter Helmut Reibold. “Von Anfang an”, sagt Oenning zum Ansatz auch der Bemühungen Reibolds, “war es Sinn und Zweck neben Israel auch Palästina in den Blick zu nehmen.” …
Alles vom 31.10.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/beiderseits-der-mauer–76690564.htmlAustausch der GHSE Emmendingen mit Petach Tiqva in Israel
http://www.ghsem.em.schule-bw.de/internet/partnerschulen/tiqva.php
Volkshochschule Nördlicher Breisgau als Reiseveranstalter
www.vhs-em.de

 

 

Geschieht Unrecht?
Große Teile des palästinensischen Restlandes, des Westjordanlandes, sind faktisch von Israel annektiert, das sogenannte Ostjerusalem sowieso. Und der Gazastreifen ist seit sieben Jahren ein einzigartiges Freiluftgefängnis.
Viel entsetzliches Unrecht und Leiden lässt man geschehen in der Meinung, Juden sind etwas Besonderes, keine normalen Menschen. Man gewährt ihnen als Holocaustopfer ein Vorrecht, Unrecht zu tun. Oder noch einfacher: Man will das schreiende Unrecht nicht wahrnehmen. Besonders die Kirchen tragen dazu bei, Israel nicht als normalen Staat zu betrachten und Juden nicht als normale Menschen. Das rächt sich schließlich auch für Israel selbst. Hoffen wir auf eine Erneuerung des israelischen Judentums von innen und viel Hilfe dazu von außen, durch Völkerrechts- und Menschenrechtsarbeit.
30.6.2013, Peter Bingel, www.palaestina-israel-zeitung.de

 

Canaan Fair Trade
Die Fairhandels- und Vermarktungsorganisation Canaan Fair Trade schafft neue Zukunftsperspektiven für etwa 1700 benachteiligte Familien. Der international bekannte Gründer von Canaan Fair Trade, Dr. Nasser Abufarha und sein Team haben dazu ein Netzwerk qualitätsbewussten Kleinbauerngruppen zusammengeführt, deren Mitglieder über den Fairen Handel einen sicheren Lebensunterhalt erwirtschaften können. Canaan Fair Trade überwacht und verbessert den gesamten Produktionsprozess, um eine gleich bleibend hohe Qualität der Produkte garantieren zu können und bietet Leistungen etwa zur Umstellung auf den biologischen Anbau an. Oliven, Mandeln, Couscous, Tomaten und weitere Köstlichkeiten sind traditioneller und prägender Bestandteil im Leben vieler Kleinbauern. Olivenbäume stehen in der palästinensischen Kultur für Friede und Hoffnung.
http://www.canaanfairtrade.com/

 

Faust-Gymnasium Staufen besucht Israel und Westbank
Schülerinnen und Schüler aus dem Seminarkurs Palästina des Staufener Faust-Gymnasiums hatten in den Osterferien elf Tage lang Gelegenheit, das Leben der Menschen in Israel und dem Westjordanland direkt zu beobachten. Jetzt legten sie ihren Eltern und Lehrern den bebilderten Reisebericht vor. Die Eindrücke sind noch lange nicht verarbeitet…. Alles vom 21.7.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/staufen/einblicke-auf-beiden-seiten–61866824.html

 

Selbstmordattentate – Not a Martyr

Notamartyr, kein Märtyrer – so nennt sich ein Internetprojekt im Libanon, das sich dagegen wendet, dass junge Menschen, die bei Selbstmordattentaten zu Tode kommen, von den Erwachsenen automatisch zu Märtyrern glorifiziert werden. Auslöser dieses Projekt war der 16-jährige Mohammed al-Chaar, der am 27.12.2013 um 9.30 Uhr mit drei Freunden ein per Smartphone geknipstes Selfie hochgeladen hatte. Ein um 9.40 Uhr von einem Pressereporter gemachtes Bild zeigt ihn leblos am Boden mit blutüberströmten Kopf als Opfer eines Selbstmordanschlags, das dem ebenfalls getöteten sunnitischen Politiker Schatah galt. Der junge Mohammed wäre rasch aus den Schlagzeilen verschwunden, hätte es nicht dieses Selfie gegeben: Zwei Bilder vorher und nachher – ein hauchdünner Zeitschnipsel von 10 Minuten zwischen lebensfrohem Alltag der Jugend und tödlichem Terror der erwachsenen Alten.
Im Internet erscheinen weder Namen, noch Pseudonyme bzw. Stimmen Einzelner. Notamartyr tritt nur gemeinsam und als Projekt auf: “Es ärgert uns fürchterlich, dass Politiker die Toten automatisch als Märtyrer verklären, so als ob diese Opfer es sich ausgesucht hätten, Teil eines lokalen oder regionalen Kampfes zu werden.” Notamartyr ruft auf, ein Selfie von sich zu machen und dabei ein Schild mit einem Wunsch für den Libanon in der Hand zu halten. “Mohammeds Selfie hat uns die Idee gegeben, dasselbe Medium für unsere Botschaften zu wählen”, sagt Notamartyr.
Drei dominante Religionsgemeinschaften prägen die zersplitterte Gesellschaft des Libanon: Schiiten und Sunniten, die großen Konfessionen des Islam, und die christlichen Maroniten. Dazu kommen Kopten, Armenier, Juden, Drusen, Ismailiten, Orthodoxe und etliche andere Glaubensrichtungen und Ethnien. Notamartyr wendet sich nicht gegen diese Religionen, wohl aber gegen den religiös begründeten Terror.
4.5.2014, mehr auf https://www.facebook.com/notamartyr
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Sie wollen einfach Menschen sein, keine Märtyrer
Junge Libanesen protestieren im Netz dagegen, dass ihre Politiker den alltäglichen Mord in ihrer Heimat glorifizieren. Sie stellen ihre Träume gegen makabre Propaganda. …. Alles vom 14.2.2014 bitte lesen auf
http://www.welt.de/politik/ausland/article123865716/Sie-wollen-einfach-Menschen-sein-keine-Maertyrer.html

 

Mauer – Zweite Intifada
Die Zweite Intifada wurde durch einen Besuch des damaligen Oppositionspolitikers Ariel Scharon auf dem Tempelberg ausgelöst. Er wollte damit demonstrieren, dass der Tempelberg auch jüdisches und nicht nur muslimisches Eigentum ist. Dort befindet sich die Klagemauer. Diesen Besuch haben palästinensische Hardliner (auch von der Fatah) als willkommenen Anlass genommen, einen Aufstand mit zahlreichen Selbstmordattentaten vom Zaun zu brechen, in dem mehr als 1000 Israelis darunter über 700 Zivilisten ermordet wurden. Diese Selbstmordanschläge waren der Grund, warum Israel diese viel kritisierte Mauer baute. Damit wurde die Zahl der Anschläge erheblich verringert. Sie rettete vielen Menschen das Leben.
26.8.2014

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