Haifa

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Blick nach Westen über Haifa am 31.10.2013

  • Haifa – größte Hafenstadt von Israel
  • Drusen-Familie in den Karmel-Bergen

 

 

Haifa – größte Hafenstadt von Israel

                     
(1) Templer-Vietel in Haifa 31.10.13      (2) Templer aus Württemberg                (3) Bahaii-Gärten in Haifa

                     
(4) Blick nach Nordwesten über Haifa    (5) Blick nach Norden                               (6) Hafen mit Kriegsschiff

                    
(7) Kreuzfahrtschiff                                     (8) Schüler in Haifa am 31.10.2013      (9) Bahaii-Gärten, Bild: BU

 

(2) Im Jahr 1868 wanderten die ersten protestantischen Templer aus Württemberg nach Haifa aus, um die dortige Kolonie zu begründen.
(8) Schüler einer arabischen Schule aus Nazareth in Haifa zu Besuch am 31.10.2013 , um von der Aussichtsterrasse auf die Stadt zu schauen. Nach Auskunft des Lehrers macht die Schule 6 Ausflüge pro Jahr zu informativen Zielen in Israel.

 

 

Drusen-Familie in den Karmel-Bergen

                                  
(1) …. das große Staunen                        (2)                                                                 (3) Teig hauchdünn

                   
(4) Essen im Garten                                 (5) Kuchen zum Nachtisch

                                  
(7) Hahn, Pfau, Ziege, Schaf, ….             (8) Datteln hoch oben                               (9) Jonathan übersetzt

                                    
(10) Guave-Baum                                        (11) Guaven                                               (12) Guave als Abschiedsgeschenk

                                 
(13) Israelfahne als Vorhang                 (14) Das Haus in Dalyiat El Karmel      (15) Fladenbrot – Bild CJ

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(16) Mittagessen – Bild JR

Welch eine Überraschung: Nach der Besichtigung von Haifa gings mit dem Bus 10 km nach Südosten hoch in die Karmelberge und plötzlich saßen wir in einem urig-schönen Garten unter Palmen und Guave-Bäumen, wo ein üppiges Mittagessen mit viel Gemüse, Salat und Köstlichkeiten gereicht wurde. Im Garten bei einer Drusen-Familie in Dalyiat El Karmel – ohne Trubel, ohne touristische Massenabfertigung, ganz privat und heimelig. Nebenan krähte der Gockler und der Ziegenbock verhielt sich zwar still, machte sich aber über ein anderes Sinnesorgan bemerkbar. Die Drusen gehören zu den im Iran dominierenden Schiiten und leben verstreut in Dörfen in Libanon, Israel, Irak, Türkei, Jordanien, Syrien usw.  Um als Minderheiten existieren zu können, arrangieren sie sich mit dem jeweiligen Gastland, u.a. beim Militärdienst. So dienten auch zwei Söhne unserer Gastgeberfamilie je drei Jahre in der israelischen Armee. Dies kann zu furchtbaren Konflikten führen – etwa, wenn sich drusische Soldaten aus Israel und Libanon bekämpfen. Die Gesetze der Drusen werden als Geheimreligion nur mündlich überliefert. Die drusische Frau kennt keine Verschleierung und hat eine starke Stellung in der Familie. Unsere Gastgeberin hat mit einer Schwester und einer Tante das Essen gekocht, serviert und dann – von Jonathan übersetzt – bereitwillig und offen alle unsere Fragen beantwortet: Ihr ältester Sohn war Top-Model und ein in Zeitschriften abgebildeter Frauenschwarm. Hätte er außerhalb des Drusenverbandes geheiratet, wäre er verstoßen worden. Die Mutter hat es aber geschafft, ein sehr hübsche Drusin als Ehepartnerin zu besorgen. Ja, sie leben gut in Israel, besser als die Drusen in den Nachbarländern. Sie wünscht sich ein friedliches Nebeneinander. Ihre nur 60 km entfernt im Libanon lebenden Verwandten kann sie nicht besuchen und nur über Skype sehen. Und von einem in Syrien seßhaften Onkel weiß sie derzeit gar nichts. Nach dem gut zweistündigen Mittagsmahl nahmen wir Abschied von einer Frau, die uns so freundlich bewirtet hat wie gute alte Freunde.

 

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