Handschlag

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Pokemon-Spieler mit  ihren Smartphones in Freiburg am 26.7.2016

Pokemon-Spieler mit ihren Smartphones in Freiburg am 26.7.2016

  • Darf man das Händeschütteln einfordern? (21.5.2016)

 

Darf man das Händeschütteln einfordern?
Hierzulande gilt der Handschlag als Zeichen der Höflichkeit. Wird er abgelehnt, empfinden das viele als Zurückweisung. Gehören solche Höflichkeitsformen zur Integration? … Im arabisch geprägten Islamischen Zentrum an der Hugstetter Straße “geben wir eher nicht die Hand”, sagt Vorstandsmitglied Idris Yapca. …. In der Ahmadiyya-Gemeinde, die sehr auf Geschlechtertrennung achtet, ist es eher unüblich, dass Männer Frauen die Hand geben und umgekehrt. … Alles vom 21.5.2016 itte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/darf-man-das-haendeschuetteln-einfordern

Kein Handschlag bei Autisten
Es gibt auch bei Europäern Gründe, nicht die Hand zu geben. Als kleines Beispiel nenne ich Autismus.
21.5.2016, Anna Schubert
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Es bleibt für mich eine Unhöflichkeit und eine Zurückweisung für die anderen
Als Deutscher mit Migrationshintergrund und als überzeugter und teilweise praktizierender Moslem möchte ich Folgendes bemerken: Egal was für Gründe ein Moslem oder eine Muslima bemühen, um die Verweigerung des Handgebens zu erklären, bleibt es für mich eine Unhöflichkeit und eine Zurückweisung für die anderen, dies natürlich auch, wenn es nicht beabsichtigt ist. Auch als jemand, der weder Imam noch Theologe ist, behaupte ich, dass der Islam so etwas mit Sicherheit nicht will oder wollte. Ich zitiere zwei Stellen aus dem Koran, die allgemein für die Freundlichkeit und das zwischenmenschliche Miteinander eine Anleitung für die Muslime sein sollten: “Und wenn Ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, grüßt mit einem schöneren zurück oder erwidert ihn, siehe Allah rechnet über alle Dinge ab” (Sure 4 Vers 86). Weiter spricht Gott zu seinem Propheten Mohammad: “Und dank der Barmherzigkeit Allahs, warst du gütig zu ihnen. Wärest du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davon gelaufen” (Sure 3 Vers 159). Selbst wenn der Handschlag wirklich verboten wäre, so gibt es im Koran viele Stellen, die die Verbote (in diesem Fall vermeintliches Verbot) nicht als Sünde bewerten. Ich weiß nicht, ob man bei so einem Verhalten die Toleranz bemühen soll.
Mir ist lieber, wenn man in so einem Fall offen und ehrlich sein Missfallen zeigt. Mir ist die Antwort einer Muslima noch in Erinnerung (sie wollte mir die Hand nicht geben, worauf ich ihr Verhalten sehr höflich kritisierte und als nicht islamisch bezeichnete), als sie mir sagte: “Die Deutschen verstehen das.” Mir tut es leid, ich kann das nicht verstehen und hoffe, dass man in Deutschland gerade im Sinne der Integration und gutem Zusammenleben in ähnlichen Fällen höflich, aber offen und klar seine Meinung sagt. Übrigens haben meine Eltern, inzwischen verstorben, als sie mich in den 1960er Jahren besuchten (beide sehr gläubig und nach dem Koran lebend), jedem, der sie begrüßte, ob Mann oder Frau, die Hand gegeben. Wenn Sie mir weiter und zum Schluss gestatten, einen Vorschlag zu machen: Sagen Sie bitte nicht immer, “die Muslime”, das meinen Sie sicher nicht so.
30.5.016, Yaser T. Ulabi, Denzlingen, BO

Völkerrechtlich gesehen ist Deutschland das Land der Deutschen. Mit Ausnahme von Kriegen in Nachbarländern gibt es keinen völkerrechtlichen Anspruch darauf, dass Staatsbürger fremder Länder sich bei uns niederlassen dürfen. Auch die Menschenrechte gewähren keinen Einlass in fremde Länder. Sie gewähren nur das Recht das eigene Land verlassen und wieder zurückkehren zu dürfen. Dies hängt aber von dem freiwillig gewährten Zugang in ein fremdes Land ab. Wenn Sie das ändern wollen, müssen Sie erst einmal um Mehrheiten werben – bei den Deutschen. Die müssten das nämlich politisch umsetzen.

Ich habe übrigens nicht von Flüchtlingen gesprochen, sondern von Zuwanderern. Der Unterschied ist, dass ein Flüchtling wieder in seine Heimat zurückkehrt, nachdem der Fluchtgrund beseitigt wurde. Der Zuwanderer baut sich seine Zukunft bei uns auf. Sowohl der Flüchtling als auch der Zuwanderer haben sich Deutschland ausgesucht. Denn es gibt in unseren Nachbarländern keinen Krieg und keine politische Verfolgung, so dass jeder Flüchtling längst in Sicherheit ist bevor er deutschen Boden betritt. Die wenigen Flugpassagiere lasse ich dabei außen vor. Folglich wählt auch der Flüchtling Deutschland aus. Soweit er aus politischen Gründen flieht, wählt er Deutschland sogar im bewussten Gegensatz zu den Verhältnissen in seiner Heimat aus. Dann ist es aber umso unverständlicher, dass er einen Teil dieser Verhältnisse, vor denen er flieht, nach Deutschland importieren und der einheimischen Bevölkerung aufoktroyieren möchte.

Zugegeben bin ich beim Kriegsflüchtling, der nur vor der Gewalt in seiner Heimat flieht, nicht so anspruchsvoll. Bei ihm besteht ja die große Hoffnung, dass er nach Ende des Krieges Deutschland wieder verlässt. Wenn dieser Flüchtling sich nicht integrieren möchte, und stattdessen in seinem Flüchtlingsheim das Ende des Krieges abwartet, hat unsere Gesellschaft mit ihm auch wenig zu tun, so dass eine mangelnde Integrationsbereitschaft nicht weiter stört.

Bei allen anderen Zuwanderern, die zu uns kommen um Teil unserer Gesellschaft zu werden, bleibe ich bei meiner harten Forderung nach Integration und Assimilation. Spätestens ihre hier geborenen Kinder sollen Deutsche sein, und sich unserer Gesellschaft und unseren Ideen verbunden fühlen und nicht mehr der Gesellschaft und dem Land ihrer Vorväter.

Ich wüsste auch nicht wie man anderenfalls die politische Mehrheit für eine Einwanderung nach Deutschland aufrecht halten könnte. Man sieht ja wie nur 15% Stimmen für die AfD die Flüchtlingspolitik in ihr Gegenteil verwandelt hat.

Forderungen nach mehr Integration der Deutschen in die arabische Kultur führen daher allenfalls zum Gegenteil dessen was beabsichtigt ist, dass nämlich Deutschland von der Einwanderung Abstand nimmt und Zuwanderer wieder abschiebt.

Ich stimme Ihnen zu, dass auch wir Deutschen eine Aufgabe bei der Integration zu erfüllen haben. Wir haben erfolgreicher Integration dadurch Respekt zu erweisen, dass wir diese Neubürger als Personen mit gleichen Rechten und Pflichten wie alle Deutschen behandeln.

Ihr Musikgeschmack in Ehren, aber bei deutscher Musik fällt einem dann doch eher Beethoven, Bach oder Mozart ein. Eine generelle Aufgeschlossenheit gegenüber westlicher Musik gehört dazu. Dann gehören Grundkenntnisse über Goethe, Schiller und Heine dazu. Ganz wichtig ist technisches Interesse. Sorgfältiges Arbeiten, Pünktlichkeit, Qualitätsbewusstsein, die Märchen von den Gebrüdern Grimm, Kenntnisse der deutschen Geschichte, und dabei auch aber nicht nur Kenntnisse über den Holocaust und unsere Verantwortung daraus. Naturliebe, Umweltschutz, Tierliebe. Natürlich die deutsche Sprache. Respekt vor anderen Lebensentwürfen, Freiheitsliebe, Toleranz wenn nicht gar Akzeptanz gegenüber Minderheiten, ordentliche Zahlungsmoral, Pflichtbewusstsein, Gründlichkeit, Ordentlichkeit, Akzeptanz von Regeln. Freiwillige Feuerwehr, Bundeswehr, gesellschaftliches Engagement, Bürgerinitiativen, aktiver Sport, politisches Engagement, Sparsamkeit, Freude an der Arbeit, Kollegialität, Hilfsbereitschaft, Idealismus. Eine Menge Eigenschaften, die gemeinsam die deutsche Kultur ausmachen, und dafür sorgen, dass unser Land anders ist als andere Länder, vor allem anders als die Länder aus denen die meisten Zuwanderer zu uns kommen. Es sind übrigens auch diese Eigenschaften weswegen die Zuwanderer zu uns kommen, und nicht in den Niger strömen. Von daher verstehe ich die Vorbehalte gar nicht. Offenbar haben die vor allem Leute, die lieber auswandern als hierbleiben würden. Nur sollen sie es dann auch tun, und nicht hinter einem Transparent “Deutschland Du Stück Scheiße” hinterher rennen.
Rainer Brombach

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