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Angler auf dem Feld an der Riviera bei Moneglia/Ligurien am14.6.2016

Angler auf dem Feld an der Riviera bei Moneglia/Ligurien am14.6.2016

 

 

Basisinitiative Flüchtlingshilfe – Rebecca Sommer
Rebecca Sommer ist in der Flüchtlingshilfe engagiert. Sie kritisiert die Migrationspolitik und lasche Haltung der Bundesregierung gegen den Islam. Ein Gespräch über Mädchen als Opfer, verlorene Freundschaften und die Menschen als Herdentiere.
Sie gehört seit Jahren zu den engagiertesten Frauen wenn es darum geht in Deutschland vor dem Einfluss eines agressiven Islam zu warnen. Die Menschen- und Völkerrechtlerin Rebecca Sommer unterscheidet nicht zwischen Islam und politischen Islam. Damit eckt sie bei vielen an, die erschrecken, wenn eine Frau ausspricht, was lieber unausgesprochen bleiben soll. Die Anwürfe werden heftiger, der Umgang mit so gewichtigen Stimmen wird aggressiver. Wir sprechen über ihre Erlebnisse seit 2015 und darüber, was ihr Engagement für Land und Leute heute auch für private Kontakte bedeutet.

Initiative “Wir an der Basis mit Migranten und Flüchtlingen” .
https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-erfahrungen/
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Alexander Wallasch (AW): Was war nach 2015 das Initial für Ihre politische Arbeit?
Rebecca Sommer (RS): Köln, ganz klar die Silvesternacht von Köln, die Massenbelästigungen und Vergewaltigungen auf der Domplatte durch hunderte Nordafrikaner. Das war für mich der Weckruf, weil ich da einfach gemerkt habe, dass ich von Menschenrecht und Völkerecht auch auf das Recht von uns Mädchen und Frauen zurückgehen muss, auf etwas übrigens, das ich mir nie hätte träumen lassen, dass ich dafür jemals in Deutschland oder Europa kämpfen müsste.
Damals dachte ich: Klar, es geht uns Frauen und Mädchen als allererstes an den Kragen. Und ich kann mir dieses erweiterte Menschen- und Völkerecht, für das ich mich bis dahin weltweit eingesetzt habe, ab sofort nicht mehr leisten, weil es uns tatsächlich, hier in Deutschland, an den Kragen geht. Der Grund, warum Köln das Initial war: Ich musste mir einfach eingestehen, auch in Anbetracht meiner Suche nach Wahrheit und meine Arbeit mit dem, was ich für mein Gerechtigkeitsgefühl halte, ich musste mir eingestehen, dass ich viele Geflüchtete und Migranten auch im Rahmen meiner Arbeit mit diesen Menschen kenne, von denen ich leider annehmen musste, dass die genau das in Köln gemacht haben beziehungsweise machen würden.
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AW: Ist das nicht zunächst eine sehr feministische Betrachtung? Denn die aktuellen Nachrichten – beispielsweise der todgeprügelte Feuerwehrmann – berichten doch auch davon, dass deutsche Männer ebenso Opfer von Migrantenkriminalität werden.
RS: Frauen sind die ersten, die dran sind. Sie sind sexuelle Opfer, wenn diese Typen, die da übergriffig werden, aus Ländern kommen, die eine ganz andere Meinung davon haben, was die Stellung der Frau ist. Diese Männer waren in ihren Herkunftsländern die großen Prinzen. Und viele von denen haben tatsächlich das Gefühl, dass Europäerinnen nichts anderes sind, als zwei Beine mit etwas dazwischen. Ich klammere Männer da auch nicht aus, auch in den Reihen der europäischen Männer gibt es viele Verluste. Was wir ebenfalls erwähnen müssen: Die wenigen Frauen, die aus diesen Ländern hierher kommen, dürfen auf keinen Fall mit einem Nichtmuslim zusammenkommen. Die deutschen Männer sind hier zunächst tabu für diese Frauen. Das heißt, die Auswahl für Männer hier in Deutschland wird also hochgradig rassistisch oder diskriminatorisch bestimmt, wenn es da für eine bestimmte Gruppe Frauen heißt: Die darfst Du nicht haben, die sind für Muslime abgestellt. Während aber die muslimischen Männer, die afrikanischen, orientalischen beziehungsweise arabischen Männer Frauen aus westlichen Kulturen quasi als Spielwiese benutzen.

Ich bleibe also dabei, Frauen sind hier ganz deutlich die allerersten Opfer – übrigens auch deshalb, weil sie so großgezogen werden, von der Politik, den Medien und diesem „Multikulti“ mit seinem „Alle-Menschen-sind-gleich“-Mantra. Diesen Mädchen und jungen Frauen wird komplett verschwiegen, dass wir eben nicht alle gleich sind, wir sind unterschiedlich. Und diese Unterschiede sind hochbrandgefährlich für Frauen und junge Mädchen. Die aber werden dahin getrieben über Werbung über die Uni, Schule, über die Lehrer, über die Medien – ihnen wird sogar suggeriert, dass es chic und toll ist, sich mit solchen Typen umzugehen und/oder sich einzulassen.
AW: Aber werden Frauen von Ihnen da nicht auch zu dummen Objekten gemacht, wen Sie ihnen unterstellen dass sie es selbst nicht begreifen? Kann am Ende nicht jede Frau selbst entscheiden, auf was sie sich einlässt?
RS: Täuschen Sie sich mal nicht. Wenn dir tagein, tagaus eingetrichtert wird, dass eine Differenzierung und gewisse Vorsicht mit Männern aus einem konträren Kultur-Religionskreis etwas falsches, etwas ultraschlechtes und menschenfeindliches ist, dir suggeriert wird, indem du in der Werbung, Medien, Schule etcetera quasi damit bombardiert wirst, dass wir „alle gleich“ sind, dir permanent eingetrichtert wird, dass Migranten aus anderen Kontinenten und Kulturen so wir wir sind, dann wird dir dein gesunder Instinkt und Selbstschutz, deine gesunde Vorsicht aberzogen. Genau das passiert gerade mit uns Deutschen und Europäern. Das wird uns gerade ganz bewusst gesteuert angetan und das hat auch wieder seine Ursprünge in der UN.

AW: Jedenfalls kann Frau es doch bei uns selbst entscheiden, dafür leben wir ja in einem Rechtsstaat. Ich finde es gefährlicher ­- Sie sprachen es an – wenn der Staat wie in Köln versagt, wenn die Polizei dazu genötigt wird, Gefahrenlagen zu verschweigen über Tage hinweg.
RS: Nein, wir leben nicht mehr im selben Rechtsstaat, wie wir ihn von früher kennen.

AW: Erzählen Sie unseren Lesern bitte, wie es Ihnen persönlich in den Jahren seit 2015 ergangen ist, was diese politische Arbeit, die Sie eben kurz angerissen haben mit Ihnen und Ihren Umfeld macht. Sie kommen ja ursprünglich eher aus einer feministischen Ecke und …
RS: Nein, überhaupt nicht. Das habe ich ja schon ausgeführt, ich habe mich vor Köln kaum auf Frauenthemen konzentriert, im Gegenteil. Ich habe immer gedacht, wir sind alle nur Menschen. Es ging mir also um Menschen- und Völkerrechte. Und ich habe erst ab Köln gemerkt, dass ich mich wieder mehr den Frauenrechten widmen muss. Nie hätte ich gedacht, dass ich so etwas als westliche Frau in einem gleichberechtigten Europa werde wieder machen müssen: Zuallererst für die Rechte der Frauen kämpfen. Ich wiederhole es, weil man es nicht oft genug wiederholen kann: Frauen und Mädchen sind die ersten Opfer einer Massenmigration, die uns aufgezwungen wird, wo es aber das Narrativ gibt, diese Männer seien alle integrierbar, wir seien alle gleich und so weiter. Angesichts der Ereignisse in Köln wurde mir auf erschreckende Weise klar, dass ich eben die vielen Flüchtlinge und Migranten, die ich schon begleitet habe seit 2011/2012, dass ich viel zu viele kenne hier in Berlin, die ganz genau in diese Ecke der tausend Männer von Köln passen, die da die Frauen angetatscht und teilweise sogar vergewaltigt haben sollen.

AW: Nun wurden dort zumindest gerichtlich keine Vergewaltigungen festgestellt beziehungsweise ein Fall, der als solche identifiziert wurde, wenn ich richtig informiert bin. Mich würde aber viel mehr interessieren, was diese 180-Gradwende mit Ihrer politischen Arbeit aber auch die Zusammenarbeit mit bisherigen politischen Weggefährten mit Ihnen gemacht hat. Was ist passiert seit dem, mit dem Sie vielleicht so gar nicht gerechnet hatten? Aber auch wichtig, was gab es für positive Erfahrungen?
RS: Vorab etwas, was mir ganz wichtig ist: Zum Einen, ich arbeite nicht politisch, wie Sie die ganze Zeit behaupten, sondern engagiere mich für das Menschen- und Völkerrecht. Zum Zweiten, ich habe keine Vorurteile gegen Ausländer oder gegen eine bestimmte Gruppe von Ausländern. Das wäre ja angesichts meiner Vita auch kaum möglich. Nein, ich habe mir ein Urteil gebildet. Vorurteil versus Urteil: Das ist ein großer Unterschied. Ich hatte eben keine Vorurteile, aber habe mir ein Urteil gebildet aufgrund meiner Beobachtungen und Erfahrungen. Schlussendlich begleitete ich 2015 schon vier Jahre, inzwischen sind es sogar schon acht Jahre – genau die Leute, über die wir hier reden, die, die hier Asyl beantragen. Das ist der konkrete Unterschied.
Viele Leute sind einfach nicht bereit, weil sie eben auch Menschenfreunde sind und in der Sache alles positiv sehen wollen, sind nicht bereit, anhand von Fakten und Erfahrungen ein neues Urteil zu fällen. Wer das aber verweigert, wer seine Verantwortung nicht mehr bereit ist anzunehmen, der gefährdet im Ernstfall eben viele andere Menschen.

AW: Aber kann man nicht auch positive Erfahrungen machen mit muslimischen Migranten und daraus etwas ableiten?RS: Ich mache ganz oft positive Erfahrungen mit Migranten. Viele sind alte Freunde – manche übrigens kenne ich seit der Schulzeit, ach was, sogar seit dem Kindergarten – , die muslimischer, kurdischer, türkischer Herkunft sind. Die waren es übrigens auch, die mich immer gewarnt haben, wie viele von den ethnisch-tribal-patriarchalisch sozialisierten Migranten so ticken, die ich schon damals in der täglichen Arbeit betreut habe. Ich habe diese Warnungen zunächst fast blauäugig und auch ein bisschen verwundert als Vorurteile gegen die eigenen Leute abgetan. Diese Menschen also waren für mich eine positive Erfahrung, weil sie versucht haben, mich zu warnen, auch wenn sie bei mir zunächst auf taube Ohren gestoßen sind.

AW: Was für Warnungen waren das denn konkret?
RS: Zunächst einmal eine Warnung vor dem Islam, dass das eben keine friedliche Religion ist und was das für uns Europäer und Deutsche bedeuten kann, dass das für uns und unsere Zivilisation, für unsere Gesellschaft, für unsere Lebensgemeinschaft gefährlich werden kann. Und konkrete Warnungen vor Menschen, die islamisch sozialisiert worden sind, dass das überhaupt nicht zu uns und unserer Lebensweise passt. Diese Freunde sprechen teilweise die Sprache der Neuangekommenen. Und sie haben hingehört, was da so erzählt wurde und mit welchen Vorstellungen diese Menschen nach Deutschland gekommen sind. Ich würde das viel zu friedlich sehen, war der Hauptvorwurf gegen mich, dass ich das alles zu naiv betrachten würde.

AW: Unterscheiden Sie zwischen islamisch und islamistisch?
RS: Nein, absolut nicht. Und ich verwehre mich auch der Bezeichnung „politischer Islam“. Das klinkt doch fast so, als wäre der Islam eventuell eine spirituelle schöne Geschichte. Der Islam an sich ist politisch und zieht sich in jeden Winkel deines Lebens als Muslim. Das fängt ja schon damit an, dass hier wirklich alles vorgeschrieben wird bis dahin, mit welchem Fuß man die Toilette zuerst betritt. Und bis hin, wie man etwas isst, sogar, wie man Sex hat.

AW: Aber war beziehungsweise ist das im Christentum nicht ganz ähnlich?
RS: Schon, aber wir haben die Aufklärung gehabt, wir sind hier weitestgehend säkularisiert. Wir haben doch eine völlig andere Entwicklung genommen. Ich bin der Meinung, auch wenn man das nicht sagen darf, dass Menschen aus dem afrikanisch-orientalischem Raum, wenn man die westlich Orientierten, wenn man die Gebildeten unter ihnen mal beiseite lässt, großteils eben über keine Bildung oder ein westliches Werteverständnis verfügen. Da kommen orthodox und traditionell geprägte, so lebende und denkende Menschen. Und diese Klientel bringt eins zu eins mit, was sie aus ihren Herkunftsländern kennen und auch für richtig empfinden und deshalb hier implementieren und uns aufdrücken wollen.

AW: Nun sagen aber Umfragen, dass nicht die Ärmsten kommen, sondern schon die, die es sich leisten können, zu reisen, Schlepper zu bezahlen und so weiter, weil sie in ihren Heimaten über eine gewisse höhere Stellung in der Gemeinschaft verfügt haben.

RS: Da sehe ich den Widerspruch nicht. Der größte Teil – so meine Erfahrung mit Hunderten von Menschen, die ich schon begleitet habe, und aus Gesprächen – ist orthodox-traditionell unterwegs. Das merkt man irgendwann einfach: Auch wenn die Leute moderat wirken, beispielsweise keine Bärte tragen, sogar Alkohol trinken und im Berufsleben stehen, bestellen sie sich trotzdem ihre Frau zum Heiraten und denken in Halal und Haram beziehungsweise stufen die Welt in Halal und Haram ein.

AW: Das führt mich zu der Frage, wie diese Gesprächspartner reagieren, wenn sie von Ihrer doch sehr kritischen Haltung zum Islam erfahren. Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht?

RS: Tatsächlich haben das die Allermeisten auf dem Schirm, die ich jemals in der Flüchtlingshilfe begleitet habe und zum Teil immer noch begleite. Aber ich bilde mir ein, die spüren, dass ich ganz wahrhaftig bin mit dem, was ich zu sagen habe. Ich frage diese Männer und Frauen beispielsweise auch ganz direkt: Möchtest Du eine Frau in Deinem Land und mit Deiner kulturellen Sozialisation, die im knappen engen Minirock und mit heraushängenden Brüsten zum Beispiel in der Schule Deine Kinder erzieht? Nein, wollen die nicht, lautet die klare Antwort. Ja, antworte ich dann: Und genauso wenig will ich hier eine Lehrerin mit Kopftuch, die unserer Jugend im Grunde genommen sagt, in meiner Kultur hat sich die Frau dem Mann zu unterwerfen. Die dann eine Religiösität ausstrahlt, die überhaupt nicht unsere ist, die nicht zu uns passt. Und natürlich verstehen die Leute das, die kennen mich genau, da gibt es kaum Missverständnisse, die wissen, was ich geholfen habe, die wissen, was ich für sie alles schon gemacht habe. Natürlich ärgert es sie, aber sie wissen, dass ich Recht habe. Die verstehen nämlich sehr viel genauer als manche Deutsche selbst, was gemeint ist, wenn man sagt, dass das hier mein Land ist und meine Kultur und das man sagt: Ich möchte das so nicht.

AW: Wollen wir kurz noch die positiven Begegnungen zu Wort kommen lassen?
RS: Ok, zum Beispiel: Ich bin ja absolut gegen das Kopftuch. Und ich habe Freunde mit Kopftuch, denen ich über die langen Jahre geholfen habe als Flüchtlingsbegleiterin mit Familienzusammenführung und so weiter. Genau diese Debatte, die ich auch öffentlich führe, führe ich auch mit diesen Menschen. Und die verstehen ganz genau, wo ich stehe. Das empfinde ich als positive Begegnung.

AW: Und deutsche Landsleute? Wie steht es da mit den positiven Begegnungen? Wie sieht da das Fazit beispielsweise für 2019 aus? Was ist mit dem Graben, der durch die Gesellschaft geht?

RS: Klar, einige alte Freunde finden es richtiggehend beschissen, was ich denke und sage. Aber sie wissen warum, wissen, was ich alles schon für Flüchtlinge geleistet habe. Und ich kann mit ihnen trotz allem – auch wenn sie genervt erscheinen – noch diskutieren. Und das, obwohl einige nach der heutigen Begrifflichkeit ganz dolle links sind. Wir können dennoch weiter befreundet sein.

AW: Aber warum wollen Sie überhaupt noch mit denen befreundet sein? Hier ist ja zunächst nur die Frage geklärt, warum die eventuell noch mit Ihnen befreundet sein wollen.
RS: Weil wir uns schon seit so vielen Jahren kennen. Manchmal geht dann auch das eigentlich Unmögliche. Natürlich gibt es auch für mich Grenzen, beispielsweise wenn Leute angegriffen werden – keine Frage! Es ist doch trotz allem positiv, es zu schaffen, noch im Gespräch zu bleiben und an der Stelle das Gespräch dann doch zu beenden, wo der Streit ein Übermaß erreicht hat und eventuell Freundschaft gefährdet.

AW: Jetzt haben Sie in den letzten Jahren Leute kennengelernt, die so gar nicht Ihrem bisherigen politischen Spektrum entsprechen: Sie sind beispielsweise zusammengetroffen mit führenden Köpfen der Werte Union innerhalb der CDU, Sie sind zusammengetroffen mit verschiedenen Autoren, die eher den alternativen Medien zugehören, Sie haben Gesprächspartner gefunden, die nie im Leben eine Berührung mit einem linken Milieu hatten, Sie haben da neue Bekanntschaften und vielleicht auch Freundschaften gefunden, sind in den Dialog eingetreten. Was hat Sie da eigentlich am meisten überrascht, als Sie dieses quasi Neuland betreten haben?
RS: Hm, ich weiß gar nicht, ob ich da so große Freundschaften geschlossen habe. Da sind schon große Unterschiede spürbar.

AW: Also es gibt da eine Art polit-kulturellen Unterschied, der klare Hürden setzt?
RS: Ich bin nicht wirklich jemand, der so politische Begriffe benutzt, weil die für mich alle kaum noch Sinn machen. Mir sind Leute in Anzug, Schlips und Kragen eher fremd. Das ist einfach nicht so meins. Ich bin eher so die Flipflop-Tante, die selbst in der UN aussieht wie Lumpi, was eher dem linken Spektrum zugeordnet wird. Mein Gefühl sagt mir gerade, ich bin nirgendwo zu Hause, wenn es um ein Linksrechtsspektrum gehen soll. Ich muss da einfach selber meinen Weg bestimmen, wo es mir vor allem darum geht, Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu erreichen.
Ich möchte auch das uns zustehende Völkerrecht für uns hier. Ich habe nur den deutschen Pass. Das ist mein Land. Ich muss mir also auch meine eigene Heimat erhalten können. Ich möchte keine Heimat haben, wo ich auf der Straße gehe und mir irgendwelche Prinzen entgegenkommen und mir nicht ein stückweit aus dem Weg gehen und wo, wenn ich dann auch nicht weiche, ich riskiere, gleich aufs Maul zu bekommen. Das gehört nicht zu unserer Kultur und das wäre dann nicht mehr meine Heimat.
Im Moment trennt sich doch Folgendes: Da sind auf der einen Seite die, die Multikulti wollen, die quasi so etwas à la Amerika wollen. Aber die Bevölkerungsentwicklung in Amerika hat eine lange Geschichte und begann mit Besetzung, weil die Indigenen zuerst die Neuankömmlinge oftmals gastfreundlich empfingen und ihnen halfen, und einer darauf folgenden Zwangsbesiedelung. Wenn man uns in Deutschland nun Leute in wahrhaft unsäglichen Massen von der anderen Seite der Welt aufzwingt, die aber großteils überhaupt nicht zu uns passen, die sich auch überhaupt nicht anpassen wollen und mich und meine Leute obendrein noch bedrohen und meist nicht einmal grundsätzlich freundschaftlich uns gegenüber eingestellt sind, dann ist das so nicht zu akzeptieren und empörend.
Ich wiederhole aber noch einmal, um es unmissverständlich zu machen:
Die Mehrheit der Leute, die hierher kommen,
die ich über so viele Jahre von dreizehn Flüchtlingsheimen her
und in endloser Begleitung kennengelernt habe,
sind uns gegenüber nicht freundlich gesinnt.
Sie schauen herrschaftlich hochnäsig und unsagbar selbstgefällig auf uns herab,
auf die Männer als Waschlappen und die Frauen als Huren.
Das ist einfach ein Fakt.

AW: Nun ist das noch kein Fakt im eigentlichen Sinne, sondern zunächst Ihre persönliche Erfahrung. Allerdings zeigt das Wahlverhalten der Türken in Deutschland, dass Ihre Einschätzung auch allgemeingültig sein könnte, wenn zwei Drittel dieser Klientel Erdogan ihre Stimme gegeben haben, dessen Politik schwer mit unseren Werten vereinbar ist oder jedenfalls eine Wahl ist, die kulturell befremdlich erscheint.
RS: Meine Migrantenfreunde sagen es mir regelmäßig klipp und klar: Jeder Muslim, er kann noch so moderat sein, wird als erstes einen Bruder wählen. Das heißt: Erdogan ist ein Bruder der Muslime. Und jeder, der Muslim ist, selbst wenn er noch so moderat wirkt, wird einen Muslim wählen, wenn einer zur Wahl steht.

AW: Na ja, bei der Wahl in der Türkei standen ja fast ausschließlich Muslime zur Wahl. Was Sie sagen, bezieht sich wohl eher prognostisch auf zukünftiges Wahlverhalten in Europa. Aber das führt vielleicht zu weit, ich würde viel lieber einmal zu den persönlichen Enttäuschungen in 2019 kommen, zur Frage, welche Erfahrungen Sie gemacht haben in Ihrer politischen Arbeit, die Sie so negativ nicht erwartet hätten. Mich würde beispielsweise interessieren, ob Sie, als Köln für Sie zum Initial wurde, als Sie eine 180-Grad-Wende vorgenommen haben, schon befürchteten, dass bestehende Freundschaften von da an gefährdet sei könnten.

RS: Also zunächst einmal verwehre ich mich gegen den Begriff „180-Grad-Wende“, was ja immer wieder einmal über mich gesagt wird. Allerdings stimmt das gar nicht, denn ich bin noch dieselbe, ich bin immer noch Flüchtlingsbegleiterin, ich begleitete viele Islamopfer, sowohl Männer als auch Frauen. Ich begleitete tatsächlich Menschen, die aus ihren Ländern flüchten mussten, eben weil diese Länder so islamisch geprägt sind. Menschen, die dort keine Chance haben in einer guten und fairen Art und Weise zu leben. Da sind Menschen darunter, die ich betreue, die Atheisten sind, deren Asylantrag hier abgelehnt wurde, da sind Frauen darunter, die genitalverstümmelt wurden und nicht einmal normal pinkeln können, zwangsverheiratet wurden, die von ihren Ehemännern hierher mitgebracht wurden, sich getrennt haben, die akut von so genannten Ehrenmorden bedroht sind, deren Kinder entführt wurden – ich mache ja weiter mit meiner rein ehrenamtlichen nichtinstitutionalisierten Arbeit. Ich habe keine 180-Grad-Wende vollführt. Ich habe einfach nur die Summe meiner Erfahrungen nicht nur von mir, sondern auch die meiner Ehrenamtsgruppe die ich ja nach wie vor leite, zusammengefasst. Es sind also nicht nur meine Erfahrungen, sondern es sind die Erfahrungen von ganz vielen Ehrenamtlichen, die mich natürlich anrufen, wenn sie, wie tatsächlich einer Helferin passiert, an den Haaren ins Klo gezerrt und fast vergewaltigt wurde.

AW: Aber ganz gleich ob nun 180, 90 oder nur 30 Grad, Sie nehmen heute eine Haltung ein, die der entgegengesetzt ist, der Sie sich ja selbst zuvor zugeordnet haben. Was ist da passiert?
RS: Ich versuche natürlich auf Basis der gesammelten Erfahrungen aufzuklären. Und das mache ich auch im Freundeskreis bis heute. Am Anfang hätte ich im Leben nicht gedacht, das meine echten Erlebnisse und Beobachtungen dazu führen könnten, dass Leute einfach nur, weil es ihnen nicht passt, was ich da berichte, mich dann als Person ablehnen. Über die Zeit ist es einigen meiner Freunde zu viel geworden, dass ich in den Medien, in Seminaren und Diskussionen, dass ich mit meiner Haltung Präsenz zeige. Warum? Weil sie a) Angst bekommen, durch den Kontakt mit mir gesellschaftliche Nachteile zu bekommen nach dem Motto: Haftung für den, den Du kennst. Und b) habe ich tatsächlich auch die schmerzhafte Erfahrung machen müssen, dass langjährige Freunde, die mich wirklich gut kennen, die auch meine Ehrenamtsarbeit gut kennen, die auch mitbekommen haben, mit wie vielen Migranten ich zu tun habe, mit denen ich teilweise befreundet bin, die somit also auch bei mir zu Hause verkehren, dass langjährige Freunde es trotzdem nicht ertragen können, dass ich differenziere. Der Unterscheid ist doch, dass ich nicht pauschalisiere, ich nehme für mich in Anspruch, dass ich differenziere. Das soll aber wohl nicht sein. Man möchte im Gegenteil pauschal, dass Migration ein Gewinn ist. Unterschiedslos.

AW: Diese linksalternative Haltung, die Sie hier skizzieren, war ja früher eine Outsiderhaltung und ist über die letzten Jahrzehnte beispielsweise über die Etablierung der Grünen im Mainstream angekommen. Wenn nun Leute wie Sie davon wieder abrücken und damit diesen neuen etablierten Wohlfühlkosmos im Etablierten in Frage stellen, kann das Ängste auslösen. Sie lösen damit ja fast eine Verlustangst aus von etwas, von dem man möglicherweise lange nicht gedacht hätte, dass man es überhaupt erreichen kann: Die Etablierung im Mainstream oder bildhafter: Habeck als Kanzlerkandidat.
RS: Genau so ist es. Allerdings sagen mir diese ganzen politischen Begriffe dennoch wenig. Das ist nicht meine Welt. So sind Grüne für mich nicht grün, die sind gar nicht für die Umwelt, aber das wäre schon das nächste Thema. Ich finde auch die Linken überhaupt nicht links. Links ist doch etwas anderes als das, was heute dafür durchgeht. Und da, wo die Leute sagen, das ist rechts, sehe ich oft nichts Rechtes. Jedenfalls kann ich mit solchen Begriffen nichts anfangen. Ich verweigere mich diesen Sortierungen sogar, weil das nicht meine Sprache ist. Meine Sprache kommt aus meiner Erfahrungswelt, und was ich mitbekomme, prägt meine Sprache. Ich würde von mir behaupten, dass ich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden habe und finde es schlimm und hochgradig ungerecht, was im Moment passiert, was mir passiert, was anderen passiert, was uns als Volk angetan wird, sogar als Staat.

AW: Was würden Sie denjenigen erwidern, die Ihnen unterstellen, Sie wollten mit Ihrer Haltung missionieren?
RS: Ich wiederhole es noch einmal: Ich habe keine Haltung, ich habe Erfahrungen. Und gleichzeitig habe ich auch Ahnung vom Menschen- und Völkerrecht. Es muss in der Waage sein. Bei uns ist es inzwischen total gekippt.

AW: Aber es gibt doch Leute, die sich genauso auf ihre Erfahrungen berufen, die aber ganz andere gemacht haben als Sie.
RS: Es geht um faktisch belegbare Erfahrungen. Und wer andere Erfahrungen ins Feld führt, der soll sagen, wo er diese gemacht hat, und den lade ich gerne ein, mich bei meiner Flüchtlingsarbeit zu begleiten, der soll mir dann einmal sagen, dass, was er sieht und dort erlebt, nicht real ist. Wenn Du mich mit einem Ehrenamtlichen zusammensetzt und der sagt: Och, ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Dann werde ich diese Person gerne befragen, wo und unter welchen Bedingungen sie hilft. Und ich wette, dann relativiert sich einiges. Ich brauche dafür lediglich fünf Minuten mit diesen Leuten sprechen, dann weiß ich, was da eventuell los ist. Oder kürzer: Ich weiß, dass meine Erfahrungen die Regel und nicht die Ausnahme sind. Deshalb übrigens meiden mich viele und wollen nicht mit mir debattieren. Wir hatten beispielsweise in Schwetzingen eine Veranstaltung, wo sich ein Pfarrer furchtbar aufgeregt hatte, wo unsere Veranstaltung sogar gestört wurde, wo der Pfarrer von ganz anderen Erfahrungen berichtete, er wäre auch Flüchtlingshelfer, da haben wir ihm angeboten, gerne mal eine Diskussion zusammen zu machen, um über positive und negative Erfahrungen zu sprechen. Aber solche Leute setzen sich nicht mit uns zusammen, weil sie wissen, dass wir wiederum wissen, worüber wir sprechen.

AW: Lassen Sie uns jetzt zum Jahresende bitte noch einmal von Ihrer Arbeit zurück ins Private kommen. Wir waren ja noch bei der Frage nach den persönlichen, nach den enttäuschenden Erfahrungen. Enttäuschen kann ja nur, was man nicht erwartet. Waren Sie zu blauäugig?
RS: Eine große Enttäuschung war, dass sich, als ich das erste Interview gegeben habe, dass sich meine beste syrische Freundin, die privat ja genau das selbe sagt, und einige meiner wirklich langjährigen Freude einfach abgewendet und auch auf Nachfrage meinerseits nicht zurückgemeldet haben. Anrufe, Emails, nichts. Und das, obwohl diese Freunde längst um meine Erfahrungen wussten – der Knackpunkt war, dass ich damit öffentlich geworden bin. Da haben die richtiggehend Schiss bekommen, mit mir in Zusammenhang gebracht zu werden, und sind dann mir gegenüber abgetaucht.

AW: Weil Sie plötzlich die Haltung der AfD vertreten haben?
RS: Nein, nicht wegen einer Haltung, ich verbitte mir sogar das Wort Haltung. Ich versuche darüber aufzuklären, was ich in der Summe von vielen Erlebnissen und Beobachtungen berichten kann.

AW: Aber was ist für Sie der Unterschied zwischen dem Resultat von Erfahrungen und einer Haltung? Eine Erfahrung muss doch automatisch zu einer Haltung führen, sonst macht die Erfahrung für sich doch gar keinen Sinn.
RS: Für mich bedeutet Haltung, sich etwas zu wünschen und es sich dann zurechtzubiegen. Heißt, du hast im Grunde genommen ein Vorurteil über eine Situation. Und die bewirkt, dass du eine Haltung dazu einnimmst ohne diese direkt belegen zu können oder mindestens eine Ahnung zu haben.

AW: OK, fragen wir noch mal anders: Sie haben sich positioniert nach Auswertung von Erfahrungen. Waren Sie zu blauäugig, was die Reaktion Ihrer Freunde angeht? Haben Sie mittlerweile eine Leidensfähigkeit aufgebaut?
RS: Ich glaube, ich habe einfach an die Kraft der Freundschaft und der Liebe zueinander geglaubt, anstatt das so einzuschätzen, dass das eventuell überhaupt gar keine Freundschaften waren, wenn alles nur dann gut und dufte ist, wenn man miteinander einer Meinung sein kann. Enttäuschend war, dass mit der konträren Meinung der ganze Mensch quasi weggedrückt wurde. Damit habe ich nicht gerechnet, weil meine Loyalität zu Freunden immer eine starke ist.

AW: Das ist doch interessant. Denn wenn es vorher keine Probleme gab mit unterschiedlichen Meinungen – deckungsgleich sind Meinungen ja selten – warum jetzt diese Entzweiungen? Warum sind unterschiedliche Meinungen auf einmal nicht mehr egal an diesem Punkt, wo es um Zuwanderung geht, um die Erfahrungen mit einem eingewanderten Islam und so weiter?
RS: Weil diese Bekannten und Freunde eine Mauer setzen zwischen „Wer ist gut?“ und „wer ist böse?“ Und man ist böse, wenn man Dinge sagt, die man angeblich nicht sagen, denken oder äußern darf. Und das Interessante ist, dass sich die Freunde, die sich selbstverständlich als „gut“ empfinden, allesamt nicht in der Flüchtlingshilfe tätig sind, sondern sich darüber lediglich etwas vorstellen, während ich aber weiterhin als Flüchtlingsbegleiterin tätig bin, also je eigentlich zu den Guten gehörten sollte. Nur ich differenziere und sehe Migration ultrakritisch beispielsweise auf Basis meines Wissens um die UN-Ziele und die dazugehörenden Dokumente der UN. Und gleichzeitig kommt meine Erfahrung dazu, dass man sehr wohl differenzieren muss, wer da kommt – so eine Differenzierung ist aber nicht gewünscht.

AW: Noch einmal: Das sagt ja erst einmal nur, dass man einen unterschiedlichen Standpunkt hat. Warum ist Ihrer Erfahrung nach genau dieser Standpunkt so erheblich, dass es darüber zu Brüchen von Freundschaften, zu Kontaktverweigerungen und schlussendlich sogar zu übler Nachrede kommen kann? Also zu etwas für Sie überraschendem? Warum entstehen seit Jahren diese Gräben und vertiefen sich noch? Und warum genau jetzt?
RS: Weil die Leute es nicht ertragen können, sich das anzuschauen. Sie können es nicht ertragen.

AW: Was „anzuschauen“?
RS: Das, was ich erzähle und berichte über Migranten, die aus religiös-patriachalisch-ethnisch-tribalen Strukturen beziehungsweise Kulturen kommen, und sogenannte Flüchtlinge, die keine sind.

AW: Aber warum ertragen sie es nicht? Dieses Thema wird doch auch medial viel gespielt. So kann man sich doch auch der negativen Erfahrungen mit Flüchtlingen kaum erwehren auch dann, wenn man selber noch gar keine gemacht hat. Kurz gesagt: Es verschwindet ja nicht komplett und tritt ausschließlich in den geäußerten und veröffentlichten Erfahrungen von Rebecca Sommer zu Tage.
RS: Wir haben doch in Deutschland eine klare Richtlinie, dass alles, was gegen Migration ist, Rassismus ist, Nazis ist, Rechts ist, böse und verdammenswert ist. Tatsächlich sind die meisten Leute Herdentiere, wenige haben wirklich Rückgrat. Die meisten Leute wollen sich einfach nur wohlfühlen und sind harmoniebedürftig. Auch müssten sie sich ja wirklich Sorgen machen, würden sie sich wirklich auf die Hiobsbotschaften einlassen. Die Wohlfühlblase darf also nicht platzen.

AW: Aber das ist dann neu, denn der Linke an sich war ja lange Zeit oder bisher kein Herdentier. Er war viel mehr Separatist. Alles was wir gemeinhin als links, als grün, als internationalistisch und so weiter bezeichnen, das war ja lange Zeit gepflegtes Outsiderleben. Die anderen waren ja immer der Mainstream.
RS: Ich war noch nie eine Internationalistin. Ich war immer schon für das Völkerrecht. Und für mich war der Mainstream schon immer links, ganz gleich, wo ich gearbeitet habe, ob in Deutschland, in Amerika, England oder sogar in Südamerika war das so, aber das kommt wohl auch durch meinen Beruf und mein Menschenrechtsengagement.

AW: In Deutschland ist das aber noch nicht so lange her. Man kann es sogar genau benennen mit der Zeit, als die Grünen Anfang der 1980er Jahre in den Bundestag einzogen. Und selbst da wurden sie ja noch hart bekämpft. Ich würde sagen bis 1985, 1990 war linksgrün nicht Mainstream, oder doch?
RS: Also in meinem Umfeld war es nie anders.

AW: Die Mehrheit war doch immer die konservative, die konservativ-liberale Familie. Heute würde man vielleicht sagen, nicht mehr das Hirschbild über dem Sofa, aber doch brav und einheitlich das Wohnzimmer von Ikea ausgestattet. Oder ist Ikea auch schon linkes Habitat? Also generell ist doch das Linke, das hier aus der 68er-Bewegung stammt, nicht Mainstream gewesen.
RS: Ich kann mit diesen Begriffen nichts anfangen, ich habe da eine ganz andere Erfahrungswelt. In meinem Umfeld sind ganz viele Leute, die haben Familien, oder wo die Frauen von drei verschiedenen Vätern Kinder haben, und die Väter wiederum drei verschiedene Kinder, und alle friedlich zusammensitzen und sich wie eine erweiterte Großfamilie unterstützen …

AW: Das ist interessant. Weil Sie hier Ihre eigenen Erfahrungen an erste Stelle stellen, so individuell diese auch sein mögen. In der Realität ist es doch ganz anders. Die Mehrheit der Deutschen lebt nicht in Patchworkfamilien. Hier nun aus Ihrer persönlichen Erfahrung Fakten zu setzen, wäre möglicherweise falsch. Nehmen wir einmal vegane und vegetarische Lebensweisen – die sind doch dermaßen überpräsent, dass man es für Mainstream halten könnte, dabei betrifft es keine zehn Prozent der Bevölkerung. Diese Überpräsenz war ja schon bei den 68ern so, die eine unglaubliche Wirkmacht hatten, aber die doch nur wenige waren.
RS: Ich sehe da keinen Widerspruch. Wieso kann man nicht links sein, wenn man Familie hat?

AW: Erzählen Sie bitte einmal, was diese Belastungen bis tief hinein in den Freundeskreis mit einem machen, wie fühlt sich das an? Wie geht man damit um?
RS: Keine Ahnung. Ich glaube, man muss sich weiter auf sich selber konzentrieren und weniger auf Leute verlassen.

AW: Neue Freundschaften mit neuen Leuten?
RS: Eher nicht. Ich glaube, wir sind im Moment in einer dermaßen vergifteten Zusammensetzung. Ich beobachte beispielsweise auch, dass Leuten aus dem Kreis der Islamkritik und der Kritik gegen die Migrationsschwemme erklärt wird: wir sind ein Einwanderungsland und Punkt und friss oder stirb. Also selbst in diesen Kreisen von Leuten, die eigentlich derselben Meinung sind wie ich beziehungsweise vergleichbare Beobachtungen gemacht haben oder dieselbe Expertise haben und dementsprechend agieren, nämlich versuchen aufzuklären, ist kaum Freundschaft möglich. Warum? Weil die Leute sich gegenseitig an die Gurgel gehen. Also auch Freundschaften, die logisch wären, sind auch fast nicht möglich. Wir sind ja innerhalb der islamkritischen Szene auch untereinander total verstritten, leider. Die einen nennen es beispielsweise politischen Islam anstatt Islam, wohlwissend, dass sie uns allen damit keinen Gefallen tun, weil sie im Grunde genommen die Bevölkerung beruhigen, anstatt aufzuklären.

AW: Aber woran liegt das? Ist der Druck von außen zu groß, dass man innerlich so zu kochen beginnt?
RS: Tatsächlich ist der Druck von außen unheimlich groß. Auf jeden Fall. Aber ich glaube, es sind einfach auch viele Menschen dabei, die daraus wieder so ein Businessmodell machen: Bücher schreiben, Projekte machen und so weiter. Jeder versucht irgendwie, noch einmal so einen Fitzel von den Brotkrumen, die abfallen, zu erhaschen. Und je kritischer du bist, umso weniger ist da aus den öffentlichen Töpfen. Meine Arbeit ist ja komplett unbezahlt, ich mache das ehrenamtlich und aus Überzeugung. Ich möchte aufklären.

AW: Noch einmal zusammengefasst: Worum konkret geht es Ihnen? Kann man sagen, es geht Ihnen um Deutschland?

RS: Es geht mir um Menschenrecht in der Waage mit Völkerrecht. Indigene Völker haben mir etwas beigebracht: Landrecht ist heilig. Viele Völker haben nicht einmal einen Staat. Sie haben nicht die Möglichkeit sich selbst zu bestimmen, wie sie in die Zukunft gehen wollen.

AW: Nun wissen Sie selbst, dass die Idee Volk bezogen auf Deutsche auf eine Weise kontaminiert ist, die einzigartig auch in ihrem Grauen ist.

RS: Das stimmt natürlich. Das sehe ich auch so. Aber wir sind trotzdem ein Volk, das sich über viele, viele Generationen gebildet und entwickelt hat, das kannst du uns trotzdem nicht aberkennen.

AW: Was ist für Sie das typisch Deutsche? Was macht den Deutschen aus?
RS: Für mich ist typisch deutsch, dass ich als junges Mädchen nackend im Garten herumlaufen konnte und das sich darüber niemand beschwert hat oder mich niemand komisch angebaggert hat deswegen. Für mich ist deutsch, als ich aus New York zurückkam und ich alte Ehepaare im Park und in den Wäldern Hand in Hand spazieren gehen sah. Das ist sehr deutsch. Ich finde auch, dass die Deutschen unheimlich erduldend und gutmütig sind. Wir waren nie gut in Revolutionen. Was ich auch typisch deutsch finde, das wir unglaublich neugierig und freundlich anderen Kulturen gegenüber sind. Zu freundlich vielleicht.
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… Komplettes Interview von Alexander Wallasch mit Rebecca Sommer vom 1.1.2019 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/interview-rebecca-sommer-frauen-und-maedchen-geht-es-als-allererstes-an-den-kragen/

Rebecca Sommer koordiniert die von ihr gegründete „Initiative an der Basis.“ Hier wird denen ein Forum geboten , die sich ehrenamtlich oder beruflich in der Integrationsarbeit engagieren, aber nicht um den Preis, die auftretenden, teils massiven Probleme nicht mehr benennen zu dürfen. Die Aktivistin war Zivilbevölkerungsvertreterin mit Fokus auf „Völkerrecht und Indigene Völker“ im beratenden Status zu den Vereinten Nationen, sie leitet seit 2012 die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe für Flüchtlinge Arbeitsgruppe Flucht + Menschenrechte (AG F+M). Sommer ist Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin

Einige Kommentare:
… von der Situation zerrieben werden?
Man muss den Text nur scheibchenweise komplett durchlesen, um in Frau Sommer eine Person zu erkennen, die so ziemlich ohne Ausnahme, alle Abwehrmechanismen [Anna Freud, Das Ich und seine Abwehrmechanismen], die die menschliche Psyche in Situationen wie der Beschriebenen aufbieten kann, anwendet, um ihre Stabilität aufrecht zu erhalten.
Frau Sommer ist von gewissenlosen Dritten, die einen zerstörerischen Zeitgeist implementiert haben um daraus Nutzen zu ziehen, in eine Situation gelockt worden, aus der sie sich nur durch Ausbruch, im Notfall durch Flucht, retten kann.
Tut sie das nicht, wird sie früher oder später von der Situation zerrieben werden.
1.1.2020, Walter Vogel. TO (Tichy Online)
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Um Frau Sommer müssen wir uns wohl eher nicht sorgen, sie weiß schon, was sie tut.
Aber all die vielen Lieschen im Land, die es einfach nicht blicken, oder blicken wollen, die sind schon ein Problem. Sie wollen die Realität nicht sehen und laufen nach wie vor eifrig den falschen Fahnen hinterher. Wenn diese Mädels nicht langsam begreifen, wer sie da in die Unfreiheit führen will, dann werden sie genau da landen.
1.1.2020
Was uns aus der mitgebrachten Ideologie zum Schaden gereicht
und jegliche Integration auf ewig verhindert, hier noch kurz gefasst auf 39 Seiten: https://www.atheisten-info.at/downloads/Bill_Warner-Scharia_fuer_Nicht-Muslime.pdf
Wie kann man annehmen, dass welche, die „Gläubige“ und verfolgenswerte „Ungläubige“ unterscheiden und Frauen unterhalb von Männern einordnen, dies mit Überschreiten der Grenzen nach Europa ablegen würden?
Und in dem Interview, für das ich mich bedanke, wurden über tief verinnerlichte und nicht resozialisierare archaische Ehrenkodexe wie Paschtunwali oder Kanun noch gar nicht gesprochen.
Popper erklärt mit dem Toleranzparadoxon, was uns hier in Deutschland „das Kreuz“ bereits am Brechen ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
1.1.2019, Kas

Nur mal so als Idee:

Entkriminalisierung von Vergewaltigungen?
Wäre es nicht super eine NGO (Verein o.ä.) zu gründen, deren Ziel und Zweck die Entkriminalisierung von Vergewaltigungen und anderen sexuellen Übergriffen durch Zuwanderer sein könnte? Als Beispiel könnten sich die (vorwiegend aber nicht nur weibliche) Mitglieder mit einem speziellen Button kennzeichnen und das Versprechen abgeben, ähnlich wie Beichtpriester, diese Straftat nur dann anzuzeigen, wenn der Täter keinen Zuwanderers-Nachweis erbringen kann. Wobei die Anzeige zur Pflicht wird, wenn vom Täter vermutet werden kann, dass er rächts-eingestellt ist.
Wenn ich das anhand der beschwichtigenden Artikel und Interviews richtig einschätze, müsste eine solche Organisation binnen weniger Tage/Wochen mehr aktive Mitglieder haben als der ADAC und Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte wären auf einen Schlag entlastet.
1.1.2020, Joh
… verachte ich alle Helfer und Helfershelfer
Ich kann im Jahr 6 der Massenzuwanderung keine neuen Erkenntnisse aus diesem Interview gewinnen, dafür habe ich diesem Thema schon zu viel Lebenszeit gewidmet. Als Nettosteuerzahler und Kind der 70er Jahre verachte ich alle Helfer und Helfershelfer dieser hausgemachten gesellschaftlichen Katastrophe zutiefst, da schließe ich Frau Sommer ausdrücklich mit ein. Kritische Selbstreflexion oder gar Schuldeingeständnisse lasse ich nicht gelten, der aktuelle und zukünftige Schadenerwartungswert ist dafür viel zu groß.
1.1.2020, Hoh
Grundsätzlich richtig. Die Zerstörer sitzen in unserer Gesellschaft
als fünfte Kolonne und lachen sich wahrscheinlich schief und krumm, ob der Dummheit der Deutschen. Aber je mehr Helfer sich trauen die Wahrheit öffentlich zu erzählen, desto eher kann diese Vertreibung der Deutschen aus ihrem eigenen Land beendet werden. Ich hoffe daher, dass viele Helfer dieses Interview lesen und sich dann auch trauen, ihre Stimme zu erheben und vor allem Konsequenzen ziehen, denn nur durch diese freiwilligen Helfer konnte dieses System der Volksvertreibung etabliert werden.
1.1.2020, Ka
Stimmt! Aber mal ganz ehrlich, nichts wird sich zum Guten ändern.
Auch 2020 werden unzählige Menschen ihr Leben lassen oder für ihr Leben traumatisiert . Frauen, Männer, Jugendliche, Kinder lassen die Kette der Schande um ihr Schicksal verlängern. Der deutsche Bürger ist zu blöde ,zu feige oder Nutznießer dieser menschenverachtenden Politik. Kritikern wird das Leben noch mehr erschwert. Polizei und Rettungskräfte sind Zielscheibe der linken Terrorgruppen. Indymedia sendet unverhohlen Hass und Zerstörung. Merkel schwurbelt vom Kampf gegen rechts. Steinmeier hofiert Fischfilet und KIZ- Polizisten auf die Fresse, AfD Politiker Hinrichtungen zu Klängen aus der Hölle. Im Bundestag werden weiter Banner der Antifa getragen. Es wird Zeit diesen Schmelztiegel des Terrors zu verlassen . Rette sich wer kann!
1.1.2020
Recht der Völker auf freie Selbstbestimmung gilt auch für D
Ein gutes Interview mit Frau Sommer. Leider ist die Mehrzahl der im Bereich „Flüchtlingshilfe“ Beschäftigten nicht bereit, die von Frau Sommer formulierten Wahrheiten aus zu sprechen. Sie leben davon, dass sie den Mund halten. Richtig auch, die Grünen sind keine Umwelt- und Naturschützer und die Linken wissen inzwischen selber nicht mehr, wo sie eigentlich stehen. Viel politische Konfusion angesichts der UN und EU Strategien zur zwangsweisen Umsiedlung und Umverteilung der Weltbevölkerung. Sehr richtig die Bemerkung von Frau Sommer, diese UN Und EU-Strategien haben nichts mehr mit dem Recht der Völker auf freie Selbstbestimmung zu tun.
1.1.2020, Hof
Wir brauchen mehr Rebecca Sommer in Deutschland/Europa
Sie spricht mir in vielen Punkten aus der Seele. Ich habe das Interview in Teilen gerade meiner japanischen Freundin übersetzt, auch sie stimmt dem zu (wir sind nicht immer einer Meinung). Wir brauchen mehr Rebecca Sommer in Deutschland/Europa, um irgendwann zu reparieren was der „linke/linksliberale“ Mainstream (der weder klassisch links noch liberal ist) kaputt gemacht hat. Das Bild mit Hans-Georg Maaßen zeigt zwei Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund, welche eint dass sie sich der Wahrheit, Aufklärung und Verantwortung mehr verpflichtet fühlen, als die menschliche Neigung, anderen zu gefallen. Respekt für diese und andere Leute des gleichen Kalibers.
1.1.2020, Be
… eine Situation herbeigefüht, die sie jetzt beklagt
Sie haben sicher ein Interview mit einer „tollen“ Frau geführt, lieber Herr Wallasch. Aber. Frau Sommer hört gar nicht damit auf, immer wieder zu betonen, was sie alles für diese Menschen begleitend getan hat, ohne daß ihr aufgeht, daß sie damit nicht unwesentlich und paradoxerweise „geholfen“ hat, eine Situation herbeizuführen (zumindest aber zu stärken), die sie jetzt beklagt. Der Schlüsselsatz für das ganze Gespräch findet sich für mich ganz zu Anfang:
„… das ich mir nie hätte träumen lassen, dass ich dafür
jemals in Deutschland oder Europa kämpfen müsste.“
Dieses Maß an Blauäugigkeit, natürlich grenzenlos, ist allerdings alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal Ihrer Gesprächspartnerin, sondern sie ist geradezu die Basis eines Dilemmas – und das nicht nur bei uns. [Anmerkung. Von mir nicht gemeint sind natürlich die Fälle „echter“ und gebotener Hilfe. Gemeint ist dagegen die uferlose Hilfe als Selbstzweck, als Gewissensberuhigung und als…Geschäftsmodell]
1.1.2020, H.B.
Frau Sommer erscheint mir wie der Bootsmann,
der anmerkt, das es keine gute Idee ist Löcher in den Rumpf zu schlagen, wärend er selbst den Hammer schwingt. Als „Flüchtlinbsbegleiterin“ ist sie selbst ein kleines Zahnrad in der Maschinerie, die die Zustände, die sie beklagt, stetig verschlimmern. Sie tut es sicher mit guter Absicht, aber wir wissen auch mit was der Weg zur Hölle gepflastert ist.
1.1.2020. M.L
Seit 2015 verfolge ich mit Entsetzen und Wut, wie Frauen, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen, die archaischen Verhaltensweisen der Männer aus besagtem Kulturkreis als Bereicherung verkaufen. Es sind für mich keine Feministinnen und das Verhalten von Künast während der Bundestagsrede der AFD-Frau ist schlicht und einfach ekelhaft. Allein aus diesem Grund kann ich weder Grüne, noch Linke oder SPD wählen, weil sie in meinen Augen bereit sind, dass was die Frauen in den 60er/70er Jahren erkämpft haben, zu opfern, um es den muslimischen Einwanderern recht zu machen. Diese rotgrünen Frauen wären die ersten, die die Umsetzung islamischer Verhaltensregeln für Frauen fordern, wenn der Anteil der Biodeutschen weiter zurückgeht. Wer dagegen protestiert, wird als Nazi diffamiert und verfolgt. Ich traue denen mittlerweile alles zu. Deutsche Omas als Umwelt- oder Nazisau zu beschimpfen wird begrüßt, aber wenn Väter und Brüder eine Frau aus der Familie abschlachten, weil diese nicht nach islamischen Gesetzen leben will, ist das natürlich kein Ehrenmord, da hat man Verständnis zu haben.
1.1.2020, Kri
„Rebecca Sommer ist in der Flüchtlingshilfe engagiert. “
Oh – welch ein falsches Framing – um es neudeutsch auszudrücken. Dazu jemand, der es wissen sollte und könnte: „Es sind keine Flüchtlinge. Sie versuchen damit eine bestimmte Weltsicht zu generieren. Das gleiche, wenn man von Seenot spricht. Ich akzeptiere dieses Framing nicht. Schleusung. Und vorsätzlich in Seenot gebracht.“ Zitat aus „Maaßen bei Lanz“ in Tichys Einblick, 18.12.2019
Weshalb jetzt und hier diese falsche Wortwahl Herr Wallasch?
1.1.2020, F.T.
USA nicht Multikulti, sondern in Parallelgesellschaften geteilt
kleiner Hinweis…. im Interview wird von einem Multikulturellem Amerika… sprich USA….gesprochen. Bitte mal selber hinfahren und nachschauen…. die USA sind nicht MultiKulti…..d ie Kulturen sind gerade in den USA sehr strikt getrennt…. zwischen Latinos, Schwarzen, Asiaten, Weissen, Natives, Muslimen.
Es gibt meist nur minimale Vermischungen… sprich Mischehen. Die Muslime spielen in den USA noch eine sehr geringe Rolle im Bevoelkerungsmix…..und grenzen sich meist komplett von den anderen Volksgruppen ab. Der Eindruck der entsteht wenn man durch New York oder andere Grossstaedte faehrt taeuscht….dort ist es genauso wie in Deutschland….man lebt nebeneinander her….aber auf keinen Fall miteinander. Parallelgesellschaften sind die Regel.
Der einzig mir bekannte Staat in dem es eine quasi Multikulti Bevoelkerung ansatzweise gibt….ist Singapur….ein Polizeistaat in dem schon kleinste Vergehen harsch geahndet werden. Dort ist MultiKulti staatlich verordnet….trotzdem bleiben die einzelnen Gruppen unter sich. Multi Kulti ist eine Illusion…..
1.1.2020, Fa
Ich habe sie gegoogelt und fand sofort den Steckbrief bei antifa-berlin.info,
als wäre sie eine Schwerverbrecherin. Das sagt ja eigentlich schon alles über das, was da in linksextremen Kreisen los ist.
Dort heißt es: ‚Im Interview führt sie aus, sie sei „Retterin, Freundin, Schwester und Mutter“ gewesen – Kommunikation auf Augenhöhe, Solidarität und antirassistische Haltung sieht anders aus.‘ – Das ist dialektischer Unfug. Was ist schlimm darum, für jemanden eine hilfreiche Schwester zu sein?
Außerdem: ‚Sie vertritt islamfeindliche und rassistische Positionen und reicht immer offener rechten und extrem rechten Medien, Personen und Initiativen die Hand. Eine Zusammenarbeit mit ihr oder die Teilnahme an ihren Veranstaltungen sollte sich für Linke, Antirassist*innen und Antifaschist*innen von selbst verbieten.‘ – Es wurde nicht belegt, wie nun der Rassismus aussieht. Ich kann keinen erkennen. Die Vorwurf, der hier gemacht wird ist ja die Kontaktschuld und nun werden alle andere aufgestachelt, Rebecca Sommer auszugrenzen. Das mag vielleicht erklären, warum es zu so abrupten Kontaktabbrüchen kam. Die anderen haben selber Angst, dann auf die schwarze Liste zu kommen. So funktioniert es in totalitären System ähnlich. Im Stasi-Jargon hieß es zersetzende Maßnahme.
1.1.2020, W.v.W.
Eigenen Fehler eingestehen, ist imponierend
Jeder weiß, wie schwierig oder unangenehm es ist, wenn man eingestehen muss, dass man in einer wichtigen Sache falsch gelegen hat. Deswegen imponiert mir die Ehrlichkeit von Frau Sommer. Ich hatte auch an keiner Stelle des Interviews den Eindruck, dass sie sich wichtig machen will.
1.1.2020, Got
Der Ordensschwester Hatune Dogan zuhören!
Eine exotische Stimme, deren Trägerin ich für die nächsten Jahre Kraft und Ausdauer, Anerkennung und Beistand bei ihrer Arbeit, vielleicht auch etwas weniger Berührungsängste mit dem vergifteten Begriff ‚Haltung‘ wünsche. — Wer in meinen Augen ‚Erfahrung‘ mit ‚Haltung‘ kombiniert, ist die Ordensschwester Hatune Dogan, die ein Buch mit dem Titel „Es geht ums Überleben“ geschrieben hat. Bei den Flüchtlingen, denen sich Sr. Hatune zuwendet, handelt es sich um orientalische Christen. Die allerersten Opfer waren, noch vor ihrer Flucht aus dem Orient, zweifelsohne „Frauen und Kinder“ — allerdings mitsamt ihren Männern, Brüdern und Vätern: orientalische Christen, die hierzulande kaum jemandem als Jakobiten, Kopten, Melkiten, Nestorianer, Assyrer, Chaldäer, etc. geläufig sind. Da diese Menschen seit 1400 Jahren mit Muslimen unter (zumeist) muslimischer Herrschaft zusammenleb(t)en, weisen ihre ‚Erfahrungen‘ auch eine historische Tiefe auf, die diese gleichsam zu verdichteten ‚Erfahrungen‘ macht! Hätten wir jenen Menschen — wie auch den Angehörigen der anderen religiösen Minderheiten des Vorderen Orients (Juden, Parsen, Mandäern, Yeziden, etc.) — eher zugehört, wer weiss? —
1.1.2020, A.SCH
Was sagt das Völkerrecht zu Regierungen, die den Krieg mitten ins Land holenß
Aus Frau Sommers Erfahrungen ist die Zukunft unseres Landes klar ersichtlich. Man weiss oder ahnt längst, wie sie aussehen wird, verdrängt aber immer wieder zum Selbstschutz und hofft verzweifelt, dass es so schlimm nicht kommen wird. Und dann liest man die Wahrheit, die Teilzeit-Anästhesie bricht zusammen, und man sieht die nächsten Jahre und Jahrzehnte so deutlich vor sich wie im Brennglas. Und dass es hier mit Frieden, Freiheit und Sicherheit vorbei ist, vermutlich dauerhaft.
Frau Sommer findet es schlimm und hochgradig ungerecht, was nicht nur den Schwächsten, sondern uns auch als Volk oder Staat angetan wird. Ich finde es kriminell und frage mich, wie das Völkerrecht zu Regierungen steht, die den Krieg gegen die eigene Bevölkerung mitten ins Land holen.
1.1.2020, Maria KH

warum engagiert sich Fr. Sommer weiterhin in der Flüchtlingshilfe?
Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann ist, warum sich Fr. Sommer weiterhin in der Flüchtlingshilfe engagiert. Wo sie doch selber sagt, die meisten, die kommen, sind gar keine Flüchtlinge. Braucht man das, um – wenn auch nur sich selbst gegenüber – sagen zu können: Ich bin nicht rechts? Weil, Flüchtlingshelfer können per defininitionem nicht rechts sein, auch wenn ihre Ansichten genau in diese Richtung weisen. Solange es in diesem Land nicht genügend Leute gibt, die sich hinstellen und sagen: Jawohl, ich bin rechts, und das ist gut so – solange ist keine Besserung möglich.
1.1.2020, Her
Verursacher in der Verkleidung des Mahners
Herzlichen Glückwunsch TE, jetzt habt ihr es ja doch noch geschafft, den Jahreseinstieg zu vergeigen. Da wird dem arglosen Leser doch allen Ernstes eine linke Oberschlaumeiertante in epischer Breite präsentiert, die uns jetzt die Welt erklärt. Diese erzählt in dem gefühlt nicht enden wollenden Interview, wichtigtuerisch von ihrer „Erfahrung“ die ihr jeder mit ein bisschen Menschenverstand hätte vorwegnehmen können. Erfahrung worin worin fragt man sich da? In der Beihilfe zur Zerstörung unseres Landes? Jetzt hat sie plötzlich die Frauen für sich entdeckt, die sie selbst mitgeholfen hat, zu Opfern zu machen, eine neue Welle auf der sie reiten kann, denn die alte bricht möglicherweise bald in sich zusammen, aber ein Bein in der Flüchtlingshilfe geht ja immer noch, man weiß ja nie. Und natürlich „Aktivistin“ im beratenden Status zu den Vereinten Nationen, also in bester Gesellschaft. Dann noch Künstlerin, Fotografin, Filmemacherin und natürlich Menschenrechtlerin. Von den Niederungen eines wertschöpfenden oder ernsthaft ausgeführten Berufes ist natürlich nicht die Rede. Rebecca Sommer ist für mich ein typischer Vertreter der Generation Naseweis und ein Zeitgeistkollaborateur der mich einfach nur anwidert, weil er seinem Tun in völlig selbstgerechter Verantwortungslosigkeit gegenübersteht, aber sich für alles und jedes kompetent sieht, wenn es ihn nur in den Mittelpunkt bringt. Die Verursacher in der Verkleidung des Mahners. Wer sich für dumm verkaufen lassen will, bekommt hier gleich am ersten Tag des Jahres die Gelegenheit dazu. Ohne mich.
1.1.2020, J.TH
Herr Wallasch, zunächst einmal möchte ich mich für dieses faire Portrait bedanken.
Sie nehmen Ihren Beruf als Journalist ernst und berichten über das was ist – statt einfach pausenlos zu bewerten und „Haltung“ zu zeigen. Sie sind vom alten Schlag, ein unabhängiger Denker. Darum macht die Lektüre dieses Artikels nicht müde und verzagt.
Es gibt tatsächlich (so wie Rebecca Sommer sagt) viele Menschen in diesem Land, die nicht raus wollen aus der Gemütlichkeit, aus der Verdrängung. Aber was sollen andere tun, die die Wahrheit sehen, sie erlebt haben (auch ich war mal Flüchtlingshelferin bevor mich die gemachten Erlebnisse vom Saulus zum Paulus werden ließen)? Es besteht ein unglaublich großes Bedürfnis nach der Anerkennung von Wahrheiten.
1.1.2020, Christiane
Muslime gehörene einfach nicht zu uns und zu unserer Gesellschaft
Jeder, der an der Basis mit Migranten gearbeitet hat, wird die gleichen Erfahrungen wie Frau Sommer gesammelt haben. Ich gebe seit 10 Jahren unentgeltlich deutsche Sprachkurse für Migranten und deren schulpflichtige Kinder. Und habe jede Menge Beleidigungen erfahren – nur von den Muslimen unter den Migranten. Ich bin durch die Erlebnisse mit den muslimischen Migranten zu dem Schluss gekommen, dass sie einfach nicht zu uns und zu unserer Gesellschaft gehören. Das Problem ist nur: Die meisten Politiker, Journalisten und Pfarrer, die sich als Freunde der Migranten gerieren, haben selbst nie persönlich über längere Zeit und intensiv an der Basis mit Muslimen gearbeitet. Aber diese Leute bestimmen die political correctness und wollen aus aufoktroyieren, was wir tun, sagen und denken müssen. Daher resultiert u.a. ein tiefe gesellschaftliche Spaltung in diesem Land, in dem man den Eindruck gewinnt, das Parlament und die Regierung arbeiten gegen das Volk und das Land.
1.1.2020, Pat
Was Frau Sommer hoch anzurechnen ist: Sie ist sich selber treu geblieben
Die große Mehrzahl der Linken, Grünen und Sozzen werden in Frau Sommer die tragische Entwicklung einer irre geleiteten Frau erkennen und sie in die rechte Ecke verbannen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Was ihr sehr hoch anzurechnen ist, das ist, dass sie aufrecht, sich selber treu geblieben ist und die Dinge so benennt, wie sie sie erlebt. Die meisten Deutschen, die in ähnlichen Positionen sind, haben die Hosen gestrichen voll und scheuen die Konfrontation. Das ist typisch für unser gutmütiges, auf Harmonie bedachtes, etwas verblödetes Volk.
Wir sehen die Widersprüche, erkennen womöglich sogar die Abgründe und marschieren dennoch unbeirrt weiter ins Verderben. Dabei gibt es Leute, die bereit sind, ihren Kopf aus der Masse herauszustrecken, um die Führung im Kampf zur Bereinigung der Ursachen der Miseren zu übernehmen. Aber diese – einzig bei der AfD – werden dermaßen übel diffamiert und mit ihren Familien diskriminiert und verfolgt. Das ist offensichtlich zutiefst kriminell und undemokratisch – aber es wird so gemacht und der Skandal ist: Niemand außer den Verfolgten selbst regt sich darüber auf. Selbst Frau Sommer könnte sich niemals auf die Seite der AfD schlagen, ohne nicht sofort geächtet zu werden. Das perfide System der Demokratiefeinde funktioniert perfekt.
1.1.2020, Alj
Erst persönliche Erfahrungen mit Migranten öffnet die Augen
Auch in dem Buch „Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte“ von Raymond Unger wird von „Wohlmeinenden“ in Fragen der Flüchtlingskrise berichtet, die irgendwann im direkten tagtäglichen Kontakt mit den „Schutzsuchenden“ gewisse Dinge nicht mehr ignorieren konnten: „Sehr nachdenklich machen mich Mahnungen immer dann, wenn sie aus berufenem Munde kommen, nämlich von Helfern und Wohlmeinenden, die inzwischen die Grenzen des Machbaren erkennen. So kürzlich der offene Brief und Hilferuf der Treptow-Köpenicker „Arbeitsgruppe Flucht + Menschenrechte“, einer Hilfsorganisation, die sich um Flüchtlinge und deren Integration bemüht: „Als Ehrenamtsgruppe, die sich für geflüchtete Menschen einsetzt, müssen wir uns mit dieser Tatsache [Kriminalität von Flüchtlingen] auseinandersetzen, auch wenn sie uns unangenehm ist. Hinzu kommen zahlreiche persönliche Erfahrungen, die viele von uns in den letzten Jahren gemacht haben. Darunter gab es viele schöne – natürlich, und es entstanden und entstehen Bindungen, sogar enge Freundschaften. Aber leider hatten viele unserer Ehrenamtlichen derart enttäuschende Erfahrungen, dass sie entmutigt das Handtuch warfen. Nicht nur uns, auch vielen anderen Freiwilligenorganisationen ist es so ergangen: Nach der ersten Euphorie bleiben ihnen nun die Ehrenamtlichen mehr und mehr weg. Das alles ist auch an uns als Organisatorinnen nicht spurlos vorbeigegangen. Auch wir hatten negative Erfahrungen, haben erlebt, dass Menschen, die wir lange und intensiv unterstützt haben, die wir als unsere Freunde empfunden haben und die sich erfolgreich integriert zu haben schienen, letztendlich ein anderes Gesicht zeigten. Darin wurde insbesondere eine frauenverachtende Haltung deutlich, aber auch eine ablehnende Haltung gegenüber ,Ungläubigen‘, die uns alarmiert. […] Die Erfahrungen der letzten Jahre – die persönlichen wie die politisch-gesellschaftlichen – führten dazu, dass wir Überzeugungen hinterfragen und über Bord werfen mussten. Wir mussten uns Dinge eingestehen, die uns nicht gefallen und die wir uns lange gescheut haben auszusprechen, da sie allzu leicht als rassistisch bezeichnet werden können. Aber wir hatten zwei Möglichkeiten: frustriert aufgeben und sich zurückziehen. Oder die Auseinandersetzung auf sich nehmen und weitermachen. Wir haben uns für Letzteres entschieden, aber das heißt auch, dass wir uns mit der Frage offen und kritisch auseinandersetzen müssen, was all das mit dem Islam zu tun hat. Denn, das ist sowohl unsere eigene Erfahrung als auch das, was sich aus den Nachrichten herauskristallisiert, es sind nicht die Flüchtlinge, mit denen es Schwierigkeiten gibt. Es ist mehrheitlich eine bestimmte Gruppe, nämlich jene, die dem islamischen Glauben auf eine nicht-säkulare Art anhängen. In unseren Flüchtlingsheimen ist das laut unseren Beobachtungen die Mehrheit.“ [https://arbeitsgruppefluchtundmenschenrechte.wordpress.com/offener-brief-28-juli-2017/]“
Und erst, wenn auch der große Block der (eher älteren) Stammzuschauer der von uns unfreiwillig finanzierten Sendeanstalten mal persönliche Erfahrungen mit den aus den Staubländern der Welt zu uns Strömenden gemacht hat, wird es eine spürbare Veränderung in unserem Land geben.
1-1-2020, R.K.
Islam-kulturelle, traditionelle Werte machen Integration unmöglich
Ich habe einige Jahre als Amtsvormund, spezialisiert auf minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, gearbeitet. Von daher glaube ich, einige Erfahrung im Umgang mit anderen Kulturen, Lebens- und Denkweisen zu haben, aber eben auch mit den deutschen Gesetzen zum Asyl-, Ausländer- und Sozialrecht, und insbesondere mit der Anwendung dieser Gesetze. Einer meiner ersten Sätze, die ich hier bei Tichy als Kommentar geäußert habe, war, das ich jeden verstehen kann, der versucht, sich durch Flucht wirtschaftlich bessere Bedingungen zu verschaffen. Das sehe ich auch heute noch so.
Ein mMn großer Fehler vieler ehren-, aber auch hauptamtlicher Mitarbeiter war, dass sie in den Flüchtlingen arme, hilflose Opfer gesehen haben, die nichts dringender wollen, als so leben, wie wir. Die Erwartung der meisten Helfer war, dass, wenn man ihnen Hilfe bei der Orientierung in Deutschland gibt, sie unterstützt bei der sozialen Absicherung, sie dankbar seien, sich vielleicht sogar interkulturelle Freundschaften entwickeln können. Wer Dankbarkeit und Freundschaft erwartete, konnte mMn nur enttäuscht werden. Die Muslime sehen es als selbstverständlich an, dass die Deutschen ihnen helfen, dass sie einen Anspruch auf Geldleistung haben, und aus ihrer Sicht ist es selbstverständlich, dass sie nicht so leben wollen wie wir, sondern so, wie es ihre Kultur und ihre Religion vorschreibt. Aus deren Sicht finde ich das auch verständlich, und hier sehe ich das Versagen des Gesetzgebers, der Exekutive und der Justiz.
Da wird laufend von Integration gefaselt, die sich fast ausschließlich an der Sprache und an einer Ausbildung oder Berufsausbildung orientiert. Kulturelle, traditionelle Werte spielen kaum eine Rolle, Gesetze werden nicht angewandt, bzw. so weit gebeugt, dass sie den kulturellen, religiösen und traditionellen Werten der Flüchtlinge entsprechen, oder besser, vermeintlich entsprechen. Ich bin mir sehr sicher, dass eine Integration nicht möglich ist, sondern lediglich eine Anpassung an unsere Lebensweise, und dies auch nur, wenn ihnen die Konsequenzen ihres Handelns bekannt, und insbesondere die gesetzlichen Konsequenzen auch unabhängig von der Herkunft angewandt werden. Aber das ist politisch, und zumindest in meinem örtlichen Zuständigkeitsbereich, nicht gewollt gewesen. Meine Bemühungen, den Unbegleiteten die hiesige Lebensweise zu vermitteln, die rechtlichen Konsequenzen aufzuzeigen, wenn sie hier ihre Tradition und Religion ausleben, wurden mit einer Abmahnung, die letztlich scheiterte, durch Vorgesetzte boykottiert, und durch die Rechtsprechung konterkariert.
Die Jugendlichen, und nicht nur die, haben ein sehr feines Gespür dafür, wie ernst diese Gesellschaft ihre Werte und Gesetze verteidigt, und es muss nicht verwundern, wenn sie uns missachten, denn von unserer Seite kommt nicht ernsthaft was. Was nützt es, wenn ich, wie es gesetzlich möglich wäre, den Mündeln erkläre, dass bei Gewalttaten die Abschiebung ansteht, ich in diesen Fällen gerne „beim Kofferpacken helfe,“ wenn danach nichts entsprechendes folgt.
Ich kann mich jetzt an den Migranten abarbeiten, mich darüber aufregen, dass die viel kosten, sowohl im materiellen als auch immateriellen Sinne, ich kann mich beklagen, wenn die Hoffnung nach Dankbarkeit, Wertschätzung und Freundschaft nicht erfüllt wurden, aber das trifft das Problem nicht ansatzweise. Denn der politische Wille, der in vielen Teilen der Exekutiven nicht einmal mehr in schriftliche Anweisungen gepackt werden muss, sondern es genügt schon die Vermutung darüber, was wohl der Gesetzgeber, die Leitung der Landes-, Kommunalbehörde, die Amtsleitung, die Abteilungsleitung, die Kirchen, Selbsthilfegruppen, Träger der Jugendhilfe usw. will, ist letztlich der „stinkende Fischkopp. “ Gerade die Widersprüche zwischen dem, was gesetzlich verankert ist, und was direkt in der Kommune gewünscht war, und was die tatsächliche Aufgabe eines, von fachlichen Weisungen ungebundenen Vormundes ist, aber eben auch die persönliche Haltung des Vormundes, führen zwangsläufig zu kognitiven Dissonanzen, die zumindest bei meinen Kolleginnen und mir in Krankheit, Kündigung oder Arbeitsplatzwechsel mündeten. Es sind auch die strukturellen Widerstände, die zu beklagen sind, denn nur diese ermöglichen, oder besser, erlauben es den Migranten, sich hier auszuleben, und es fällt mir schwer, die Ehrenamtlichen zu bedauern, denn auch sie waren/ sind Teil des Problems. Schön ist allerdings, wenn die jetzt langsam wach werden. Ich befürchte allerdings, dass das zu spät kommt!
1.1.2020, Jas
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Initiative “Wir an der Basis mit Migranten und Flüchtlingen” .
Rebecca Sommer
https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-erfahrungen/

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Entwicklungshelfer – Verbuschungs-Erfahrungen
„Verbuschung“ ist ein Begriff aus der Entwicklungshilfe. Er bezeichnet den Zustand eines Entwicklungshelfers (EH), der sich zu lange in einem unterentwickelten Einsatzland aufgehalten hat. Dadurch hat er sich in seinen normalen Lebensempfindungen und -gewohnheiten verändert, wobei das nicht heißen muss, dass der EH dies als Nachteil empfindet. …
Da logischerweise alle Einheimischen sowieso verbuscht sind, gemeinhin wird das als deren „Kultur“ bezeichnet, kann hier die Verbuschung des EH sogar als Vorteil gelten. Problematisch wird es erst, wenn der EH nach Deutschland zurückkehrt. Hier nun werden eine Vielzahl von Verbuschungsindikatoren sichtbar….
Was den Gebrauch der deutschen Sprache betrifft, so muss der verbuschte EH neuerdings vorsichtig sein. Möglicherweise kommt er aus einem Land zurück, wo man einem weißhäutigen Menschen „Hello Kwacha“ (sprich: Kawatscha) nachruft, was nichts anderes heißt als „Hallo Weißer“! Darf der EH nun zurückrufen: „Hello Blacky“ oder so ähnlich? Wenn er’s tut, freuen sich alle. Aber in Deutschland gälte er als Rassist.
… Alles vom 12.7.2019 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/verbuschung_und_heimkehr._erfahrungen_eines_entwicklungshelfers
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Ullrich Drechsel, geboren 1950 in Sachsen ist gelernter Mechaniker, arbeitete bis in die Mitte der 1990er Jahre als Diakon für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und war danach als Koordinator medizinischer Projekte für Albanien und Kosovo tätig. Als Entwicklungshelfer wurde er von 2008 bis 2013 in den Südsudan und seit 2014 nach Albanien entsandt (bis Ende 2019).

Während insgesamt elf Jahren in shithole countries in Zentralafrika und Mittelamerika habe ich mein “Heimatland” (ist das noch zulässige Ausdrucksweise?) lieben, aber die, die “schon länger hier leben”, als im Großen und Ganzen borniert, verwöhnt, undankbar und weinerlich verachten gelernt. Ja, das geht zusammen. Die heutigen Deutschen haben ihr schönes Land geerbt, nicht verdient. Deshalb ruinieren sie es so leichtfertig.
12.7.019, L.A. AO
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Seltsam. Ich scheine auch verbuscht, ohne auch nur einen Tag als Entwicklungshelfer gearbeitet zu haben. Die Irritationen sind ähnlich, dieses Gefühl, dass das Vetraute und Eigene zum Befremdlichen und Anderen wird. Ich bewundere diejenigen, die noch mit Wut und Empörung auf die Vertreibung aus der kulturellen und geistigen Heimat, aus dem Vaterland der Dinge und dem Mutterland der Werte, reagieren können. Ich kann das nicht, weil die Trauer zu groß ist, weil mir dazu die staerke fehlt. Die alte Krankheit, der deutsche kulturpessimismus, hat mich wieder fest im Griff. Diesmal aber bin ich ganz wehrlos, weil der Angriff von der unbewehrten seite kommt und von Gegnern, die die Werte der Zivilisation auf ihre Fahnen geschrieben haben, nur um die Zivilisation zu zerstören. Der Weg fuehrt in die innere Emigration. Benn ist wieder wichtiger denn je. Ich etappe mich dabei zu hoffen, dass das alles ein boeser Traum ist. Ist es aber nicht. Die Erosion ist zu offensichtlich, es liegt schon das Urgestein frei. Also hatte Schiller Recht mit seinem “Der Spaziergang”. Je hoeher der zivilisatorische Aufschwung, je tiefer und jaeher der Fall. Am Ende benötigen wir Entwicklungshelfer, um nicht vollends zu verrotten.
12.7.2019, A.R., AO
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Sehr geehrter Herr Drechsel, haben Sie Dank für Ihren „Blick von draußen“. Ja, in den meisten Ländern, durch die es Sie getrieben hat, in der Mehrzahl der Länder dieser Welt, steht wohl der wortwörtlich zu nehmende Kampf um „unser täglich Brot“ immer noch an vorderster Stelle, und im Vergleich dazu geht es uns scheinbar hier zu gut. Andernfalls würde die Öffentlichkeit sich nicht absolut ernsthaft mit den von Ihnen aufgezählten Hirnfürzen beschäftigen. Neulich hat eine „Youtuberin und Influencerin“ ihr benutztes Badewasser in Flaschen abgefüllt und zum Kauf angeboten – und ist es in wenigen Tagen losgeworden! Aber seien Sie versichert, in meiner Umgebung von einfach ihrer Arbeit und ihrem Privatleben nachgehenden Leuten und z.T. Erwerbsunfähigkeits- und Altersrentnern und Transferleistungsempfängern im tiefsten Brandenburg teilt man die „Sorgen“ der veröffentlichten Meinung keinesfalls, sondern steht ebenso konsterniert davor, wie Sie. Ja auch hier gibt es freitäglich für das Klima hüpfende Fruchtzwerge und diese lobende Bürgermeister, Lehrer und Lokalredakteure, aber m.E. stellen diese einfach eine laute Minderheit dar. Daher frage ich mich, ob Ihr Bild des verbuschten Entwicklungshelfers so noch stimmt, oder Sie sich einfach angesichts einer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft den gesunden Menschenverstand bewahrt haben? Freundliche Grüße.
12.7.2019, H.K.

 

 

 

Flüchtlingshelfer als Bürgen müssen vorerst nicht zahlen

Flüchtlingsbürgen in Niedersachsen müssen ihre Schulden gegenüber deutschen Behörden vorerst nicht begleichen. Die Forderungen an die rund 5.200 Bürgen, die Asylsuchenden den Weg nach Deutschland geebnet haben, sind vorläufig ausgesetzt worden, teilte das niedersächsische Innenministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen mit. Einzelpersonen, Kirchengemeinden und Vereine hatten 2014 und 2015 Bürgschaften für Syrer unterschrieben, die ihre Angehörigen nachholen wollten. Die Bürgen verpflichteten sich, gegebenenfalls für deren Lebensunterhalft aufzukommen. Viele gingen dem NDR zufolge davon aus, daß ihre Unterhaltspflicht ende, wenn die Betroffenen als Flüchtlinge anerkannt würden. 2017 entschied das Bundesverwaltungsgericht jedoch anders. Die Bürgen müssen auch nach Anerkennung der Asylbewerber für deren Kosten aufkommen. Einige Flüchtlingshelfer sollen demnach bis zu 700.000 Euro an die Jobcenter zahlen. (ls)
26.4.2018, Junge Freiheit, Seite 5

 

 

Flüchtlingshelferin mit “10 Thesen zur Zuwanderung”
Eva Quistorp engagierte sich als Helferin in einem Flüchtlingsheim. … Sie nahm sich eines kleinen afghanischen Mädchens an, das alleine mit seinem Vater nach Deutschland gekommen war. Die Mutter war bei einem Autounfall getötet worden. … Das alles war einmal. Die „wunderbaren Erlebnisse“ kann die Helferin nur noch anhand von Fotos rekapitulieren. Der Vater hat inzwischen jeglichen Kontakt mit seinem Kind verboten, er fürchtete den unislamischen Einfluss von Frau Quistorp auf seine Tochter.
Frau Quistorp sprach mit der Achse des Guten über Ihre Erfahrungen und die Schlüsse, die sie daraus zieht. Insbesondere für Frauen und Mädchen ist es gefährlich, dass beinahe alle Verantwortungsträger davor zurückschrecken, die Islam-Ideologie, mit der die meisten kommen, als Problem zu erkennen und anzugehen. Stattdessen kooperieren sie mit solchen Islam-Verbänden, die die Zuwanderer darin bestärken, an engstirnigen Regeln und der Überzeugung von der Überlegenheit der Muslime festzuhalten und sich nicht den westlichen Werten und Freiheiten zu öffnen. Gegen diesen Irrweg muss sie sich zu Wort melden.
… Alles von Peter Grimm vom 17.1.2018 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/ich_wollte_wenigstens_ein_maedchen_retten

Hier können Sie auch die zehn Thesen zur Zuwanderung lesen, die von Eva Quistorp mit verfasst wurden.
http://www.achgut.com/artikel/zehn_thesen_fuer_ein_weltoffenes_deutschland

Berlin, 10. Oktober 2017
Richard Schröder, Theologe, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Volkskammer, MdB a. D.
Eva Qusitorp, Theologin, Mitgründerin der Grünen, MdEP a. D.
Gunter Weißgerber, Ingenieur, SDP/SPD, MdB a. D.

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Zweifelnde junge Refugee-Helfer
“… Es kann aber auch mit der einen oder anderen ernüchternden Erfahrung zu tun haben, die liebenswerte, aber naive Helferinnen und Helfer in zunehmenden Maße ganz persönlich gemacht haben. Selbst wenn diese so wie der junge Mann im Video noch weiterhin strikt bemüht sind, jeden Baum einzeln zu betrachten, damit der Wald nicht zu sehen ist, stärken diese Erlebnisse alles in allem tatsächlich die vielbeschworene interkulturelle Kompetenz. Allerdings in einem gänzlich anderen Sinne als die Multikulti-Fantasten es sich vorgestellt haben. Diese gehen ja von der Annahme aus, dass alle Kulturen gleich seien und analphabetische Menschen aus fundamental-religiösen patriarchischen Clanverhältnissen mit Geld und der Integrationsleistung der Gesellschaft hastenichgesehen zu so etwas wie einem durchschnittlichen Mitteleuropäer gemacht werden können, der jeden Tag zur Arbeit geht, brav die Steuern zahlt, und sich höchstens dadurch unterscheidet, dass er in die Moschee statt in die Kirche (oder realistischer: auf den Fußballplatz oder zum Baden) geht und statt Schweinebraten Halal-Lamm isst. Viele junge Menschen ahnen aber inzwischen, dass dies nicht möglich ist und ganz langsam dämmert es ihnen, dass es etliche Jahrhunderte und Ströme von Blut gekostet hat, bis WIR durchschnittliche Mitteleuropäer geworden sind. Und einigen dämmert es sogar, dass SIE es sind, die diesen Wahn ihrer Elterngeneration werden bezahlen müssen, womöglich nicht nur mit Geld, mit richtig, richtig viel Geld, sondern mit ihrer eigenen Zukunft.
Für Häme und Spott über junge verstrahlte „gutmenschliche“ Helfer/Innen ist daher kein Platz: Unsere Generation ist es schließlich, die diese jungen Leute ihrer eigenen Herkunft entwurzelt und entfremdet hat und die sie lieber in einem selbstverliebten Kollektivwahn zur Befriedigung des eigenen Egos opfert, statt endlich zuzugeben, dass der Traum aus ist. .…”
Alles von Elisa Brandt (Historikerin aus Berlin) vom 21.6.2016 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/zweifelnde_junge_refugee_helfer_jetzt_bitte_keine_haeme

Video eines Flüchtlingshelfers 10.6.2016:
www.youtube.com/watch?v=sqvG7JMjz8Y

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Idealismus der jungen Helfer macht sie liebenswert
Sie haben völlig recht. Die jungen Helferinnen und Helfer zu verspotten oder gar zu verurteilen, wäre herzlos, denn sie zeigen etwas, das vielen Erwachsenen abhanden gekommen ist: Idealismus und Güte. Leider sind diese jungen Leute in ihrer Mehrheit früher oder später zu einem mehr oder minder unsanftem Erwachen verurteilt. Und stellen dann vielleicht fest, dass ihre liebenswerten Eigenschaften allzu oft missbraucht werden: Von der Politik, deren Aufgabe es eigentlich wäre, zu helfen, die aber selbstverständlich den Idealismus junger und nicht mehr junger Menschen liebend gerne ausnutzt. Und von vielen der Migranten eben leider auch. So schmerzhaft ein solches Erwachen ist, es muss sein und wird immer mehr dieser Menschen ereilen. Nur das kann retten, was noch zu retten ist – insofern muss man bei allem Mitgefühl für die Jungen hoffen, dass das böse Erwachen möglichst bald kommt.
22.6.2016, Jana Molsner

 

Lob für einen aufrichtigen jungen Helfer sollte möglich sein
Mein Kommentar richtet sich direkt an Herrn Benedikt Ley. Geschätzter Mitkommentator, ich muss Ihnen sagen, dass ich Ihren Beitrag für ungebührlich und unfair halte. Dieses YouTube-Video hat – aktueller Stand am 22.06., 8.45 Uhr – bereits 147.621 Aufrufe. Und es kursiert in der Tat seit circa einer Woche in diversen, der Flüchtlingspolitik dieser Bundesregierung nicht sehr zugetanen Foren und Informationsseiten, von liberal bis patriotisch national. Um zusätzliche Klicks ging es der Autorin, der ich für den abwägenden, einfühlsamen Artikel sehr danke, gewiss nicht. Schauen Sie sich lieber mal den Vorschalttext zum Video auf YouTube an, welchen Anfeindungen der junge Mann schon ausgesetzt war, nur weil er als gutmeinender Zeitgenosse das formuliert hat, was seinem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht.
Wenn ich Ihre Ausführungen, werter Herr Ley, auf den Kern zuspitze, bedeuten diese, dass man für Sie womöglich unangenehme Wahrheiten, die nicht mit Ihrer Weltsicht und schon gar nicht mit den Befindlichkeiten des gutmenschlich geprägten Mainstreams korrespondieren, besser unterdrücken solle.
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Herzlichen Dank nochmals, Frau Brand, dass Sie gerade das nicht getan haben! Wegschauen und verschweigen verschlimmern das Problem und lassen im Endeffekt die Enttäuschung noch anwachsen. Ein kritischer, fairer Dialog ist gefragt, verständnisvoll aber in der Sache klar und ohne politisch korrekte Umschweife. Und dass eine Historikerin einen Beitrag dazu leistet, diesen in Gang zu bringen, freut mich außerordentlich, da ich als “gelernter” Historiker schon glaubte, dass gerade meine “Zunft” in dieser Frage völlig versagt und so tut, als hätte das alles mit dem reichen historischen Erfahrungsschatz überhaupt nichts zu tun. Die Geschichte gibt uns nämlich schon ein Instrumentarium in die Hand, zu bewerten, unter welchen Bedingungen Weltanschauungen scheitern und Staaten gedeihen oder untergehen. Leider bedarf es in dem gegenwärtig vergifteten gesellschaftlichen Klima, in dem sich etwa an Hochschulen derjenige schnell eine “blutige Nase” holt, der zu offen mit der Wahrheit und den Fakten umgeht, und der im Ringen um Fördermittel schnell unter den Tisch fällt, wenn er Klartext zum Lieblings-Steckenpferd vieler Stiftungen und NGOs sowie der Merkel-Regierung spricht, nicht unerheblichen Mutes, sich kritisch zu exponieren. Doch wir müssen darüber reden, immer und immer wieder. Und es geht nicht zuletzt um die Identität unseres Landes und unserer Kultur. Das sind keine Peanuts und Randaspekte – es ist existenziell. Es ist gut, sehr gut und überaus wichtig, dass dieser vermutlich hoch anständige, charakterlich untadlige junge Mann dieses Video veröffentlicht hat. Es sollte Denk- und Lernprozesse in Gang setzen.
22.6.2016, Andreas Donath

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