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Angler auf dem Feld an der Riviera bei Moneglia/Ligurien am14.6.2016

Angler auf dem Feld an der Riviera bei Moneglia/Ligurien am14.6.2016

 

 

Entwicklungshelfer – Verbuschungs-Erfahrungen
„Verbuschung“ ist ein Begriff aus der Entwicklungshilfe. Er bezeichnet den Zustand eines Entwicklungshelfers (EH), der sich zu lange in einem unterentwickelten Einsatzland aufgehalten hat. Dadurch hat er sich in seinen normalen Lebensempfindungen und -gewohnheiten verändert, wobei das nicht heißen muss, dass der EH dies als Nachteil empfindet. …
Da logischerweise alle Einheimischen sowieso verbuscht sind, gemeinhin wird das als deren „Kultur“ bezeichnet, kann hier die Verbuschung des EH sogar als Vorteil gelten. Problematisch wird es erst, wenn der EH nach Deutschland zurückkehrt. Hier nun werden eine Vielzahl von Verbuschungsindikatoren sichtbar….
Was den Gebrauch der deutschen Sprache betrifft, so muss der verbuschte EH neuerdings vorsichtig sein. Möglicherweise kommt er aus einem Land zurück, wo man einem weißhäutigen Menschen „Hello Kwacha“ (sprich: Kawatscha) nachruft, was nichts anderes heißt als „Hallo Weißer“! Darf der EH nun zurückrufen: „Hello Blacky“ oder so ähnlich? Wenn er’s tut, freuen sich alle. Aber in Deutschland gälte er als Rassist.
… Alles vom 12.7.2019 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/verbuschung_und_heimkehr._erfahrungen_eines_entwicklungshelfers
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Ullrich Drechsel, geboren 1950 in Sachsen ist gelernter Mechaniker, arbeitete bis in die Mitte der 1990er Jahre als Diakon für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und war danach als Koordinator medizinischer Projekte für Albanien und Kosovo tätig. Als Entwicklungshelfer wurde er von 2008 bis 2013 in den Südsudan und seit 2014 nach Albanien entsandt (bis Ende 2019).

Während insgesamt elf Jahren in shithole countries in Zentralafrika und Mittelamerika habe ich mein “Heimatland” (ist das noch zulässige Ausdrucksweise?) lieben, aber die, die “schon länger hier leben”, als im Großen und Ganzen borniert, verwöhnt, undankbar und weinerlich verachten gelernt. Ja, das geht zusammen. Die heutigen Deutschen haben ihr schönes Land geerbt, nicht verdient. Deshalb ruinieren sie es so leichtfertig.
12.7.019, L.A. AO
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Seltsam. Ich scheine auch verbuscht, ohne auch nur einen Tag als Entwicklungshelfer gearbeitet zu haben. Die Irritationen sind ähnlich, dieses Gefühl, dass das Vetraute und Eigene zum Befremdlichen und Anderen wird. Ich bewundere diejenigen, die noch mit Wut und Empörung auf die Vertreibung aus der kulturellen und geistigen Heimat, aus dem Vaterland der Dinge und dem Mutterland der Werte, reagieren können. Ich kann das nicht, weil die Trauer zu groß ist, weil mir dazu die staerke fehlt. Die alte Krankheit, der deutsche kulturpessimismus, hat mich wieder fest im Griff. Diesmal aber bin ich ganz wehrlos, weil der Angriff von der unbewehrten seite kommt und von Gegnern, die die Werte der Zivilisation auf ihre Fahnen geschrieben haben, nur um die Zivilisation zu zerstören. Der Weg fuehrt in die innere Emigration. Benn ist wieder wichtiger denn je. Ich etappe mich dabei zu hoffen, dass das alles ein boeser Traum ist. Ist es aber nicht. Die Erosion ist zu offensichtlich, es liegt schon das Urgestein frei. Also hatte Schiller Recht mit seinem “Der Spaziergang”. Je hoeher der zivilisatorische Aufschwung, je tiefer und jaeher der Fall. Am Ende benötigen wir Entwicklungshelfer, um nicht vollends zu verrotten.
12.7.2019, A.R., AO
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Sehr geehrter Herr Drechsel, haben Sie Dank für Ihren „Blick von draußen“. Ja, in den meisten Ländern, durch die es Sie getrieben hat, in der Mehrzahl der Länder dieser Welt, steht wohl der wortwörtlich zu nehmende Kampf um „unser täglich Brot“ immer noch an vorderster Stelle, und im Vergleich dazu geht es uns scheinbar hier zu gut. Andernfalls würde die Öffentlichkeit sich nicht absolut ernsthaft mit den von Ihnen aufgezählten Hirnfürzen beschäftigen. Neulich hat eine „Youtuberin und Influencerin“ ihr benutztes Badewasser in Flaschen abgefüllt und zum Kauf angeboten – und ist es in wenigen Tagen losgeworden! Aber seien Sie versichert, in meiner Umgebung von einfach ihrer Arbeit und ihrem Privatleben nachgehenden Leuten und z.T. Erwerbsunfähigkeits- und Altersrentnern und Transferleistungsempfängern im tiefsten Brandenburg teilt man die „Sorgen“ der veröffentlichten Meinung keinesfalls, sondern steht ebenso konsterniert davor, wie Sie. Ja auch hier gibt es freitäglich für das Klima hüpfende Fruchtzwerge und diese lobende Bürgermeister, Lehrer und Lokalredakteure, aber m.E. stellen diese einfach eine laute Minderheit dar. Daher frage ich mich, ob Ihr Bild des verbuschten Entwicklungshelfers so noch stimmt, oder Sie sich einfach angesichts einer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft den gesunden Menschenverstand bewahrt haben? Freundliche Grüße.
12.7.2019, H.K.

 

 

 

Flüchtlingshelfer als Bürgen müssen vorerst nicht zahlen

Flüchtlingsbürgen in Niedersachsen müssen ihre Schulden gegenüber deutschen Behörden vorerst nicht begleichen. Die Forderungen an die rund 5.200 Bürgen, die Asylsuchenden den Weg nach Deutschland geebnet haben, sind vorläufig ausgesetzt worden, teilte das niedersächsische Innenministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen mit. Einzelpersonen, Kirchengemeinden und Vereine hatten 2014 und 2015 Bürgschaften für Syrer unterschrieben, die ihre Angehörigen nachholen wollten. Die Bürgen verpflichteten sich, gegebenenfalls für deren Lebensunterhalft aufzukommen. Viele gingen dem NDR zufolge davon aus, daß ihre Unterhaltspflicht ende, wenn die Betroffenen als Flüchtlinge anerkannt würden. 2017 entschied das Bundesverwaltungsgericht jedoch anders. Die Bürgen müssen auch nach Anerkennung der Asylbewerber für deren Kosten aufkommen. Einige Flüchtlingshelfer sollen demnach bis zu 700.000 Euro an die Jobcenter zahlen. (ls)
26.4.2018, Junge Freiheit, Seite 5

 

 

Flüchtlingshelferin mit “10 Thesen zur Zuwanderung”
Eva Quistorp engagierte sich als Helferin in einem Flüchtlingsheim. … Sie nahm sich eines kleinen afghanischen Mädchens an, das alleine mit seinem Vater nach Deutschland gekommen war. Die Mutter war bei einem Autounfall getötet worden. … Das alles war einmal. Die „wunderbaren Erlebnisse“ kann die Helferin nur noch anhand von Fotos rekapitulieren. Der Vater hat inzwischen jeglichen Kontakt mit seinem Kind verboten, er fürchtete den unislamischen Einfluss von Frau Quistorp auf seine Tochter.
Frau Quistorp sprach mit der Achse des Guten über Ihre Erfahrungen und die Schlüsse, die sie daraus zieht. Insbesondere für Frauen und Mädchen ist es gefährlich, dass beinahe alle Verantwortungsträger davor zurückschrecken, die Islam-Ideologie, mit der die meisten kommen, als Problem zu erkennen und anzugehen. Stattdessen kooperieren sie mit solchen Islam-Verbänden, die die Zuwanderer darin bestärken, an engstirnigen Regeln und der Überzeugung von der Überlegenheit der Muslime festzuhalten und sich nicht den westlichen Werten und Freiheiten zu öffnen. Gegen diesen Irrweg muss sie sich zu Wort melden.
… Alles von Peter Grimm vom 17.1.2018 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/ich_wollte_wenigstens_ein_maedchen_retten

Hier können Sie auch die zehn Thesen zur Zuwanderung lesen, die von Eva Quistorp mit verfasst wurden.
http://www.achgut.com/artikel/zehn_thesen_fuer_ein_weltoffenes_deutschland

Berlin, 10. Oktober 2017
Richard Schröder, Theologe, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Volkskammer, MdB a. D.
Eva Qusitorp, Theologin, Mitgründerin der Grünen, MdEP a. D.
Gunter Weißgerber, Ingenieur, SDP/SPD, MdB a. D.

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Zweifelnde junge Refugee-Helfer
“… Es kann aber auch mit der einen oder anderen ernüchternden Erfahrung zu tun haben, die liebenswerte, aber naive Helferinnen und Helfer in zunehmenden Maße ganz persönlich gemacht haben. Selbst wenn diese so wie der junge Mann im Video noch weiterhin strikt bemüht sind, jeden Baum einzeln zu betrachten, damit der Wald nicht zu sehen ist, stärken diese Erlebnisse alles in allem tatsächlich die vielbeschworene interkulturelle Kompetenz. Allerdings in einem gänzlich anderen Sinne als die Multikulti-Fantasten es sich vorgestellt haben. Diese gehen ja von der Annahme aus, dass alle Kulturen gleich seien und analphabetische Menschen aus fundamental-religiösen patriarchischen Clanverhältnissen mit Geld und der Integrationsleistung der Gesellschaft hastenichgesehen zu so etwas wie einem durchschnittlichen Mitteleuropäer gemacht werden können, der jeden Tag zur Arbeit geht, brav die Steuern zahlt, und sich höchstens dadurch unterscheidet, dass er in die Moschee statt in die Kirche (oder realistischer: auf den Fußballplatz oder zum Baden) geht und statt Schweinebraten Halal-Lamm isst. Viele junge Menschen ahnen aber inzwischen, dass dies nicht möglich ist und ganz langsam dämmert es ihnen, dass es etliche Jahrhunderte und Ströme von Blut gekostet hat, bis WIR durchschnittliche Mitteleuropäer geworden sind. Und einigen dämmert es sogar, dass SIE es sind, die diesen Wahn ihrer Elterngeneration werden bezahlen müssen, womöglich nicht nur mit Geld, mit richtig, richtig viel Geld, sondern mit ihrer eigenen Zukunft.
Für Häme und Spott über junge verstrahlte „gutmenschliche“ Helfer/Innen ist daher kein Platz: Unsere Generation ist es schließlich, die diese jungen Leute ihrer eigenen Herkunft entwurzelt und entfremdet hat und die sie lieber in einem selbstverliebten Kollektivwahn zur Befriedigung des eigenen Egos opfert, statt endlich zuzugeben, dass der Traum aus ist. .…”
Alles von Elisa Brandt (Historikerin aus Berlin) vom 21.6.2016 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/zweifelnde_junge_refugee_helfer_jetzt_bitte_keine_haeme

Video eines Flüchtlingshelfers 10.6.2016:
www.youtube.com/watch?v=sqvG7JMjz8Y

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Idealismus der jungen Helfer macht sie liebenswert
Sie haben völlig recht. Die jungen Helferinnen und Helfer zu verspotten oder gar zu verurteilen, wäre herzlos, denn sie zeigen etwas, das vielen Erwachsenen abhanden gekommen ist: Idealismus und Güte. Leider sind diese jungen Leute in ihrer Mehrheit früher oder später zu einem mehr oder minder unsanftem Erwachen verurteilt. Und stellen dann vielleicht fest, dass ihre liebenswerten Eigenschaften allzu oft missbraucht werden: Von der Politik, deren Aufgabe es eigentlich wäre, zu helfen, die aber selbstverständlich den Idealismus junger und nicht mehr junger Menschen liebend gerne ausnutzt. Und von vielen der Migranten eben leider auch. So schmerzhaft ein solches Erwachen ist, es muss sein und wird immer mehr dieser Menschen ereilen. Nur das kann retten, was noch zu retten ist – insofern muss man bei allem Mitgefühl für die Jungen hoffen, dass das böse Erwachen möglichst bald kommt.
22.6.2016, Jana Molsner

 

Lob für einen aufrichtigen jungen Helfer sollte möglich sein
Mein Kommentar richtet sich direkt an Herrn Benedikt Ley. Geschätzter Mitkommentator, ich muss Ihnen sagen, dass ich Ihren Beitrag für ungebührlich und unfair halte. Dieses YouTube-Video hat – aktueller Stand am 22.06., 8.45 Uhr – bereits 147.621 Aufrufe. Und es kursiert in der Tat seit circa einer Woche in diversen, der Flüchtlingspolitik dieser Bundesregierung nicht sehr zugetanen Foren und Informationsseiten, von liberal bis patriotisch national. Um zusätzliche Klicks ging es der Autorin, der ich für den abwägenden, einfühlsamen Artikel sehr danke, gewiss nicht. Schauen Sie sich lieber mal den Vorschalttext zum Video auf YouTube an, welchen Anfeindungen der junge Mann schon ausgesetzt war, nur weil er als gutmeinender Zeitgenosse das formuliert hat, was seinem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht.
Wenn ich Ihre Ausführungen, werter Herr Ley, auf den Kern zuspitze, bedeuten diese, dass man für Sie womöglich unangenehme Wahrheiten, die nicht mit Ihrer Weltsicht und schon gar nicht mit den Befindlichkeiten des gutmenschlich geprägten Mainstreams korrespondieren, besser unterdrücken solle.
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Herzlichen Dank nochmals, Frau Brand, dass Sie gerade das nicht getan haben! Wegschauen und verschweigen verschlimmern das Problem und lassen im Endeffekt die Enttäuschung noch anwachsen. Ein kritischer, fairer Dialog ist gefragt, verständnisvoll aber in der Sache klar und ohne politisch korrekte Umschweife. Und dass eine Historikerin einen Beitrag dazu leistet, diesen in Gang zu bringen, freut mich außerordentlich, da ich als “gelernter” Historiker schon glaubte, dass gerade meine “Zunft” in dieser Frage völlig versagt und so tut, als hätte das alles mit dem reichen historischen Erfahrungsschatz überhaupt nichts zu tun. Die Geschichte gibt uns nämlich schon ein Instrumentarium in die Hand, zu bewerten, unter welchen Bedingungen Weltanschauungen scheitern und Staaten gedeihen oder untergehen. Leider bedarf es in dem gegenwärtig vergifteten gesellschaftlichen Klima, in dem sich etwa an Hochschulen derjenige schnell eine “blutige Nase” holt, der zu offen mit der Wahrheit und den Fakten umgeht, und der im Ringen um Fördermittel schnell unter den Tisch fällt, wenn er Klartext zum Lieblings-Steckenpferd vieler Stiftungen und NGOs sowie der Merkel-Regierung spricht, nicht unerheblichen Mutes, sich kritisch zu exponieren. Doch wir müssen darüber reden, immer und immer wieder. Und es geht nicht zuletzt um die Identität unseres Landes und unserer Kultur. Das sind keine Peanuts und Randaspekte – es ist existenziell. Es ist gut, sehr gut und überaus wichtig, dass dieser vermutlich hoch anständige, charakterlich untadlige junge Mann dieses Video veröffentlicht hat. Es sollte Denk- und Lernprozesse in Gang setzen.
22.6.2016, Andreas Donath

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