Fluechtlinge-Internet

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Abendrot am Kybfelsen bei Freiburg im August 2016

Abendrot am Kybfelsen bei Freiburg im August 2016

 

 

Das mobile Internet wird die Integration erschweren

Flüchtlinge kommunizieren auf vier Ebenen:
(1) Direktes Umfeld: Flüchtlingsunterkunft, andere Flüchtlinge.
(2) Institutionen: Security, Soziale Dienste, Helfer, Betreuung, Arzt, Bank, BAMF, Jobcenter
(3) Internet-Heimat: Elterm Familie, Clan, Freunde
(4) Internet-Business: Schlepper/Schleuser, Fluchthilfe, Kleinkriminalität, Schwarzarbeit, Western Union (Geldversand), …

Die meiste Zeit verbringen Migranten in (3) und (4): Fast immer online, Smartphone mit Internet-Flat. Die größte Strafe wäre der Verlust des Smartphones. Besonders bei UMFs: Blick aufs Display gerichtet, Stöpsel im Ohr, permanent im Internet.
Die gesamte Online-Kommunikation bleibt den Mit-Flüchtlingen wie auch den deutschen Helfern (Betreuer, Lehrer, Paten, …) verborgen – dies gebieten unsere Persönlichkeits- und Freiheitsrechte. Gleichwohl liegt gerade hierin die größe Gefahr für ein Mißlingen der Integration. Viel zu oft laufen Kontakte bzw. Kommunikation über eMail, SMS, Social Media, Facebook, Blog, Chat, … den direkten Bemühungen der Migrantenhelfer diametral entgegen.

Flüchtlinge leben in zwei Welten: Real hier und in den virtuellen Welten des Internets irgendwo anders.
Für die deutschen Flüchtlingshelfer stehen persönliches Gespräch und Betreuung im realen Umfeld im Vordergrund, für die Flüchtlinge hingegen ist die Internetkommunikation das Wichtigste. Dieses Mißverhältnis – asynchrone bzw. parallele Kommunikation – ist der Integration nicht dienlich und muß offen angesprochen werden.
Wenn Flüchtlinge während des Unterrichts im Web unterwegs sind, dann stellt dies eine Beleidigung des Lehrers dar. Wenn aber der Lehrer – in gutmenschlicher Nachsicht – dies offiziell zuläßt, dann sollte man den Unterricht am besten sein lassen.

Fragt man einen Flüchtling, mit wem er im Internet kommuniziert und worüber, dann wird man entweder eine sehr vage Antwort oder aber Ablehnung erfahren: “Das geht Sie nichts an.” – zu Recht natürlich. Ein Helfer bzw. Betreuer hingegen wird einem Flüchtling auf die gleiche Frage hin offen und ehrlich antworten. Diese unausgewogene Kommunikation wird niemals eine gelungene Integration begründen können.Viele Flüchtlingshelfer klagen, wagen es aber nicht offen zu diskutieren:
Wie kann ich mit einem Migranten – besonders mit einem UMF – eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufbauen, wenn ich argwöhnen muß, dass vor, nach oder sogar während eines Gesprächs übers Handy dubiose Drogengeschäfte, Schutzgeldzahlungen oder Sexdeals abgewickelt werden?
Damit sind drei wichtige Bereiche der Online-Kommunikation genannt:
1) Kleinkriminalität: Drogen, Taschendiebstahl, …
2) Schutzgelderpressung: Oft nach Schlepper-Diensten
3) Sexualität: Nötigung junger Frauen, Bordellbesuch, …
.
Das mobile Internet über das Smartphone hat die Flucht der meisten Migranten erst möglich gemacht. Auf der anderen Seite erschwert das mobile Internet die Integration allzu häufig.
12.8.2016

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