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Pokemon-Spieler mit  ihren Smartphones in Freiburg am Pokestop Herrenstrasse am 26.7.2016

Pokemon-Spieler mit ihren Smartphones in Freiburg am Pokestop Herrenstrasse am 26.7.2016

 

 

Identitäre: 1,4 Mio stimmberechtigte Deutschtürken
Sie sind da, und sie sind viele: die „Identi­tären“. Sie versammeln sich zu Tausenden und jubeln unter einem Meer von Fahnen und zu ohrenbetäubender, aufputschender Musik Agitatoren zu, die sie auffordern, ihre „Identität mit Stolz“ zu tragen. Völkisch orientierte Menschen, Jung und Alt, „Kulturrassisten“, wie es bei Wikipedia heisst, die auf ihrer „Identität“ beharren, voll vaterländischer In­brunst und patriotischem Chauvinismus. Nun ist Deutschland dafür bekannt, dass hier der Kampf gegen alles, was irgendwie völkisch oder national tönt, also gegen „rechts“, besonders diszipliniert geführt wird. Den ­politisch Korrekten entgeht nichts. Nur diese jubelnden Massen hat man offenbar nicht auf dem Schirm: Menschen, die auch schon mal begeistert von der Todesstrafe und einem ­autoritären Führer schwärmen.
Wo bleibt der Aufschrei? Bleibt er aus, weil es sich nicht um die notorisch verdächtigen „Kartoffeln“ und „Bio-Deutschen“ handelt, sondern um Türken in Deutschland? Als die kürzlich in Oberhausen dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim zujubelten, bestärkte er sie herzlich darin, ihre „Identität mit Stolz“ zu tragen. „Eine Hälfte eures ­Herzens ist hier, die andere bei uns. Ihr seid hier nicht alleine. Hinter euch ist euer Ministerpräsident Yildirim, euer Präsident Erdogan und der türkische Staat.“
Yildirim und Erdogan haben gute Gründe, Wahlkampf in Deutschland betreiben zu wollen. Immerhin leben in Deutschland 1,4 Millionen stimmberechtigte Türken – der „Wahlbezirk Deutschland“ ist nach Istanbul, Ankara und Izmir der viertgrösste. Sie alle sollen am 16. April für jene Verfassungsreform stimmen, die dem türkischen Staatspräsidenten mehr und dem Parlament weniger Macht geben soll. …. Alles vom 22.3.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/identitaeterae
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Unsere feigen Politiker:
Wir müßten uns nicht erpressen lassen. Die Stärkeren sind wir. Wir müßten nur drohen, zwei Abkommen zu kündigen, die deutsche Arbeitnehmer und nichttürkische Ausländer in Deutschland unverhältnismäßig benachteiligen: das Sozialversicherungsabkommen und das Assoziationsabkommen mit der Türkei. Sie sind ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Aber wie wir spätestens seit den Ausführungen von Robin Alexander zu den wahren Ursachen der Grenzöffnung 2015 wissen: Merkel, die Regierung und sehr viele Bundestagsabgeordnete sind feige und verantwortungslos, bestenfalls unfähig. Selbstbewußtes Auftreten gegenüber den Unverschämtheiten Erdogans und des nicht integrierten Teils der Türken und Deutschtürken würde mit Sicherheit zu “unschönen Bildern” auf der Straße – einen Vorgeschmack des kommenden Bürgerkriegs – und zu einem Aufschrei der linksgrün dominierten Medien führen. Das wäre mit Merkels einzigem Interesse – Machterhalt als Selbstzweck und um jeden Preis – unvereinbar. Die Interessen der Deutschen und der integrierten Ausländer zählen nicht. Die Verhältnisse werden aber immer unerträglicher, so dass die Wende eines Tages dennoch kommen wird – aber der Preis dafür wird immer höher.
22.3.2017, Bärbel Schneider AO

 

 

Mein Regierungschef: Merkel oder Erdogan?
Ich bin mir relativ sicher, dass ich 30 Jahre in der Türkei leben könnte und in meiner zentralen Identität immer noch süddeutsch-alemannisch wäre, mit türkischen Flecken. Deswegen hatte ich nie ein Problem mit den mir bekannten Türken und Kurden, die sich mit ihrem deutschen Pass weiter als Türke/in bezeichneten. Wenn aber wie am Anfang von “Hart aber fair” (13.3.2017) gefilmt, Türken auf die Frage: “Wer ist Ihr Regierungschef” bei den Bildern Merkel/Erdogan auf Erdogan tippen, ist genau das der Punkt, der nicht geht. Mein Regierungschef meiner futurisierten Türkeizukunft wäre natürlich immer der jeweilige türkische. Da fängt die falsche Steuerung im Kopf an und das sind die wahren Fundamentalisten, die wir nicht brauchen.
14.3.2017, Ursula Birgin

 

Muslim Community von DiTiB-Imamen indoktriniert
Ralf Pfirrmann fragt sich, warum die “Muslim Community” in Deutschland nicht gegen die Verstöße der türkischen Regierung gegen Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit et cetera kämpft. Die Antwort: Bereits die Kinder aus der Community erhalten in den DiTiB-Moscheen Koranunterricht, und für die “linientreuen” DiTiB-Imame aus der Türkei dürfte es ein Leichtes sein, die Kinder in ihrem Sinne beziehungsweise im Sinne Erdogans zu indoktrinieren. Außerdem fordert Erdogan von seinen Untertanen in Deutschland , dass sie sich hier integrieren sollen, aber auf keinen Fall assimilieren dürfen, damit er seinen Einfluss über sie nicht verliert. Die Deutsch-Türken dürfen mit abstimmen, wenn in der Türkei gewählt wird. Regelmäßig ist der Anteil der AKP- beziehungsweise Erdogan-Wähler in Deutschland höher als in der Türkei, was damit zusammenhängt, dass es in den fast 1000 DiTiB-Moscheen in Deutschland nicht nur um Religion geht, sondern über Ankaras Imame die Ideologie Erdogans gelehrt und verbreitet wird.
6.3.2017, Ulla Steiner, Lahr

 

Türken haben kein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit
Das Rechtsstaatsprinzip bedeutet etwas anderes, nämlich dass der Staat dieselben Regeln beachten muss wie Otto Normalbürger, der Staat also auf Augenhöhe zusammenschrumpft und auch inhaltliche Schranken der Machtausübung setzt. Der Einzelne geht in einer Demokratie unter, sein Schutz sind letztlich nur seine Grundrechte und das Rechtsstaatsprinzip.
Es gibt drei Arten von Grundrechten: Die allgemeinen Menschenrechte, die allen zustehen; Grundrechte, auf die sich nur Deutsche berufen können, und es gibt ein Grundrecht, auf das sich praktisch kein Deutscher berufen kann, nämlich das Asylgrundrecht gem. Art. 16 a GG. Oberster Maßstab in Deutschland ist die unantastbare Würde eines jeden Menschen, wie sie in Art. 1 Abs. 1 GG festgelegt ist. Im nächsten Absatz desselben Artikels bekennt sich das deutsche Volk zu den Menschenrechten, die dann nachfolgend geregelt werden: Die Grundfreiheiten, wie die generelle freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Religions- und Meinungsfreiheit (Art. 2, 4, 5 GG) sowie der Gleichheitsgrundsatz sind allgemeine Menschenrechte, die allen zustehen. Demgegenüber gibt es Grundrechte, die nur Deutschen zustehen, z. B. Art. 8 (Versammlungsfreiheit), 9 Abs. 1 (Koalitionsfreiheit), 11 (Freizügigkeit), 12 Abs. 1 (Berufsfreiheit), 16 (Ausbürgerung), 20 Abs. 4 (Widerstandsrecht und 33 Abs. 1 bis 3 (öff. Ämter) GG.
Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gilt nach unserem Grundgesetz nicht für Türken. Hier sieht man übrigens die Problematik, welche die doppelte Staatsbürgerschaft nach sich ziehen kann. Diese Probleme gibt es nicht, wenn alle nach denselben Regeln spielen, so kam bisher kein europäischer Nachbar auf den Gedanken, bei uns Wahlkampf zu machen. Wenn aber zum Beispiel die deutsche Staatsbürgerschaft ausgenutzt wird, um türkische Versammlungen zu türkischer Politik mit türkischen Politikern durchzuführen, so wird mit Hilfe der deutschen Staatsbürgerschaft das Grundgesetz im Interesse eines ausländischen Staates unterlaufen. …
Alles von Annette Heinisch vom 8.3.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/der_staat_ist_ein_volkseigener_betrieb

 

Die Türken schaffen das
“Die Türken kamen 1682 nur bis Wien, was sie damals nicht geschafft haben (= Eroberung Europas), das schaffen hier und jetzt die türkische Mütter” – sinngemäß zitiert, was Herr Öger humorvoll vor Jahren (2004?) gesagt hat.
Vural Öger ist ein türkisch-deutscher Unternehmer und Politiker. Er war von 1982 bis zum 12. Juli 2010 Geschäftsführer der Öger Tours GmbH sowie von 2004 bis 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments. (Nun hat er anscheinend Konkurs angemeldet)
5.9.2016, Imre Szaktilla, BO

 

Freiburg ist nicht Istanbul – Buchlesung
Selim Özdogan, 1971 als Sohn türkischer Eltern in Köln geboren, hat sein Werk, aus dem er am Freitag in Freiburg in der Lesereihe “Unter Sternen” lesen wird, während eines halbjährigen Schreibaufenthalts in Istanbul verfasst. Und auch sein Held, der Deutschtürke Krishna Mustafa, tauscht für sechs Monate sein Leben in Deutschland mit dem in der Türkei. Im Gegensatz zu seinem Erschaffer tut er das nicht freiwillig: Seine Freundin Laura aus Freiburg wirft ihm vor, er habe seine Identität noch nicht gefunden. … Alles vom 10.8.2016 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/literatur-und-vortraege/freiburg-ist-nicht-istanbul–125910984.html

Selim Özdogan: Wieso Heimat, ich wohne zur Miete. Roman.
Haymon Verlag, Innsbruck/Wien 2016. 245 Seiten, 19,90 Euro.
Lesung am Freitag, 12. August, 21.30 Uhr, Spechtpassage, Freiburg. 

 

Betül Ulosoy: Erst Kopftuch in D, dann Säuberung in TY
Wie berechtigt die Vorbehalte gegen diese religiö verbrämte Idoleogie sind, zeigt etwa die Facebook-Reaktion der in Berlin ihre juristische Referendarausbildung unter dem umgeschnaltem Kopftuch durchsetzen wollenden Betül Ulosoy, die auch Mitglied der Jungen Union ist.
“Jetzt (nach dem Ende des Putsches) kann die Säuberung vom Schmutz erfolgen. Und jeder bekommt das, was er verdient. Wir geben es nicht mehr so schnell her, mit Gottes Hilfe.“
Jedem das Seine, diese Wortwahl dürfte wohl nicht zufällig erfolgt sein und eben jenes geschichtliche Vorbild auch Hinweis auf die Zukunft in Deutschland sein, wenn der Islam hier im Sinne Erdogans und seiner hiesigen Statthalter die Macht übernommen haben wird. Daher müssen sofort alle Verträge mit der Ditib gekündigt werden, es kann nicht sein, dass die türkische Diktatur ihre Imame als Anleiter der 5. Kolonne in ihre präsumtive deutsche Provinz entsendet und hier hoheitliche Rechte etwa bei der Eheschließung genießt (Kinderehe, Vielweiberei). Kein Erdogan hier in Deutschland!.
Jochen Wegener, 21.7.2016, CO

 

Massen-Bekenntnis zu Erdogan in Köln am 31.7.2016
Noah Sari hat sich von der Massen-Kundgebung türkischstämmiger Deutscher und in Deutschland lebender Türken für den türkischen Präsidenten ein eigenes Bild gemacht. … Alles vom 3.8.2016 bitte lesen auf
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/massen-bekenntnis-zu-erdogan/
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Noah Sari ist Münchner Abiturient türkisch-kurdischer Abstammung. Seit 2015 betreibt er die Facebook-Seite “Lacause- Junger Journalismus“, deren Video-Beiträge von zehntausenden Menschen angesehen werden, einer sogar von über einer Million.
https://www.facebook.com/lacause/?fref=ts

Integration funktioniert nicht, allenfalls Assimilation
Am Beispiel der Deutschtürken (Erdogan) zeigt sich immer wieder, dass de Integration ist nicht ausreichend! Langfristig, spätestens aber in der dritten Generation ist Assimilation erforderlich! Was mit zerstrittenen Vielvölkerstaaten passiert, dass sieht man überall auf der Welt. Es ist doch gerade die Linke, die uns immer erklärt, das der Nahe Osten und ganz Afrika nur deshalb nicht funktioniert, weil man die Grenzen falsch gezogen hätte und deshalb die Völker vermischt hat und diese darum zerstritten sind. Warum soll dann in Deutschland solch eine Mischung funktionieren? Die Kulturellen Unterschiede der Zuwanderer zu Deutschen sind um Welten größer, als alles was man in Afrika miteinander vermischt hat.
3.8.2016, von Henning, TO
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Aufruf an Deutschtürken, uns Deutsche ordentlich zu behandeln
Danke für den Artikel Wenn ein Deutscher solch ihn veröffentlicht hätte, wäre er im günstigsten Fall Populist gewesen. Was mich sehr erschreckt ist vor allem der Aufruf, uns Deutsche ordentlich zu behandeln. Was soll das heißen? Sind diese Türken nicht in UNSEREM Land? Haben sie nicht UNSERE Gesetze zu beachten? Wieso muss ich einem Migranten erst sagen, dass er die Bürger seines Gastlandes anständig zu behandeln habe? Ist der Respekt vor dem Gastland nicht Grundvoraussetzung hier leben zu wollen?
Schließlich lebt ein hoher Prozentsatz auf Kosten der Allgemeinheit. Was soll ich darunter verstehen, dass ein Türke mich ordentlich behandeln soll? Soll er mich dann endlich als Frau achten? Müsste er das nicht schon, wenn er bei uns überhaupt leben will? Meines Erachtens sollten wir endlich beginnen, Grundsätzliches von Migranten einzufordern, den Respekt vor unserer Kultur, vor unserer Lebensweise und vor Frauen. Wo kommen wir denn hin, darauf zu warten, dass sie uns ordentlich behandeln. Solch ein Satz ist einfach nur respektlos gegenüber den Deutschen und gegenüber Deutschland und impliziert, wenn man zwischen den Zeilen liest, dass sie uns verachten und aufgefordert werden sollen, das Haustierchen nicht zu quälen.
Von Pewi, 3.8.2016, TO

 

Sind Deutschtürken überhaupt solidarisch mit Deutschland?
Als 1992 der rechte Mob in Rostock-Lichtenhagen gegen vietnamesische Asylbewerber tobte und beim Brandanschlag in Mölln drei Türken ums Leben kamen, begannen die entsetzten Deutschen eine öffentliche Debatte über die Gewalt. Bei der Lichterkette in München protestierten 400.000 Münchner – ein Drittel der Stadtbevölkerung. Damals hätte man sagen können “Das hat nichts mit Deutschsein zu tun”, kein Generalverdacht gegen Deutsche, dies, obwohl seit 1946 kein Nachkriegsdeutscher Ausländer angegriffen hatte.
Nach den vielen Übergriffen und Attentaten durch junge Muslime und dem ersten islamistischen Selbstmordattentat in Deutschland bleiben Entsetzen, Debatte und Aufarbeitung der Muslime in Europa aus – nur die Abweisungsfloskel “Das hat nichts mit dem Islam zu tun”.
Der marokkanischstämmige Bürgermeister von Rotterdam, Ahmed Aboutaleb, gab nach “Charlie Hebdo” in einem wütenden TV-Interview den Muslimen einen Rat: “Wenn ihr die Freiheit nicht wollt, packt um Himmels willen eure Koffer und geht.” Wer kann nach Nizza, Rouen, Würzburg, München, Ansbach, Reutlingen, … in Deutschland so eine Rede halten?
31.7.2016

Türken in Deutschland müssen ihre Loyalität klären
Bei islamistischen Anschlägen hört man wenig, aber für Erdogan demonstrieren Zehntausende. Das wirft Fragen nach der Verbundenheit der türkischen Community mit unserer Demokratie auf. …
Alles vom 31.7.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article157395025/Tuerken-in-Deutschland-muessen-ihre-Loyalitaet-klaeren.html
Warum immer nur nur die Türken?
Demokratisch ist, was die Mehrheit will und die Mehrheit hier will keinen Erdogan, keine Burka und keinen Staat im Staate. Wir haben auch nichts gegen Kurden oder andere Minderheiten, wenn sie sich integrieren. Warum gibt es nur immer Theater mit den Türken? Mit allen anderen Zuwanderern, außer Nordafrikanern und teilweise Osteuropäern, ist alles in Ordnung. Liegt es wohl an der fehlenden Integration und dem Verhaften in einer urzeitlichen Denkweise? Wer sich nicht an unsere (Mehrheit) Gesetze und Regeln hält, sollte so schnell wie möglich ins Kalifat zurücksiedeln.
Peter d.W., 31.7.2016, WO

 

Mehr als nur Heimatverbundenheit
Die meisten Auswanderer bleiben ihrer Heimat stets verbunden, interessieren sich dafür, was dort geschieht, nehmen Anteil. Doch das aggressiv-demonstrative Bekenntnis vieler Deutsch-Türken geht über Heimatliebe weit hinaus. Diese Türken widerlegen alle rot-grünen Träume von der Multi-Kulti-Idylle Deutschland.
Sie leben hier – sind aber hier nie angekommen. Schlimmer noch: Sie haben keine Hemmungen, die Konflikte aus ihrem Land in unseres zu importieren – und die dort üblichen undemokratischen, rechtswidrigen Methoden gleich mit. ….
Alles von Müller-Vogg vom 30.7.2016 bitte lesen auf
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/pro-erdogan-demotuerkische-migranten-demonstrieren-die-verlogenheit-des-multi-kulti-idylls/

 

Sind die hiesigen Erdogan-Fans wirklich integriert?
Zur Integration gehören unabdingbar die Achtung der Menschenrechte, der unabhängigen Gerichtsbarkeit, der Pressefreiheit und der Immunität von demokratisch gewählten Abgeordneten. Sind Tausende von türkischstämmigen Mitbürgern, die kürzlich in Berlin, Essen, Hamburg und anderswo frenetisch einem Semidiktator, der mehr als tausend Richter entließ, die Todesstrafe wieder einführen möchte, Abgeordneten ihre Immunität absprechen ließ, den Putsch als “Segen Gottes” bezeichnete (welche Verhöhnung des Koran!) integriert, obwohl sie schon Jahre oder Jahrzehnte in Deutschland leben?
Ich bezweifle es, es dauert wahrscheinlich viele Generationen, aus einem Türken einen Deutschen zu machen, umgekehrt gilt das natürlich genau so.
Aber in der ersten oder zumindest in der zweiten Generation muss man erwarten, dass beide die gleichen Ziele der Integration anstreben und sich für die gleichen Ideale begeistern.
Der fanatische Jubel für Erdogan bei uns hat mich mehr als befremdet ebenso wie die beleidigte Ablehnung der Armenienresolution des Bundestages durch viele türkischstämmige Mitbürger.
Deutschland hat ganz offensichtlich einen steinigeren Weg der Integration von Flüchtenden vor sich als bisher angenommen. Ich bin froh, dass ich schon 76 Jahre alt bin.
29.7.2016, Prof. Dr. Franz Daschner, Freiburg

 

Aleviten in Deutschland unterstützen
“Unser Problem ist,” – O-Ton: Erol Özkaraca – “dass wir keinen gesellschaftlichen Konsens haben, wie wir mit einem politischen Islam umgehen sollen. Das ist eine Gefahr für eine freie Gesellschaft.”
Aus meiner Sicht zeigt der demokratische Rechtsstaat deshalb an vielen Stellen Risse und ist nicht mehr wehrhaft. Ein türkischer Despot mit autistischen Zügen wurde in der Vergangenheit bis heute von der Bundesregierung und der EU hofiert. Das war ein grober Fehler. Wir als Gesellschaft, aber insbesondere auch Teile der Politik, lügen sich lieber in die Illusion, dass man mit solchen Machthabern einerseits konstruktive Politik machen kann und gleichzeitig hier und da die Einhaltung von Menschenrechten einfordern kann. Wie naiv sind wir eigentlich? Wenn wir jemanden unterstützen sollten, dann sind es sowohl in Deutschland als auch in der Türkei die Aleviten, die klar und stark für Laizismus und eine offene Gesellschaft eintreten. Ich wünschte mir, es gäbe viele Erol Özkaraca in Deutschland, die für eine freie und offene Gesellschaft eintreten.
29.7.2016, Ralf Pfirrmann, Freiburg

Zu: “Durch die türkische Community gehen mehrere Risse”,
BZ-Interview mit dem Berliner Abgeordneten Erol Özkaraca von Katja Bauer vom 19.7.2016:
http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/durch-die-tuerkische-community-gehen-mehrere-risse–125012556.html

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