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Blick von der Bergstation am Schauinsland nach Westen über den Rheintalnebel zu den Vogesen am 15.11.2012

 

 

D fehlt es am Respekt vor dem Wählervotum in F

Zu: “Regionalwahlen in Frankreich – Der Lohn der Angst”, Tagesspiegel von Axel Veiel (Politik, 7. Dezember):
http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/rechtsruck-bei-regionalwahlen-in-frankreich-der-lohn-der-angst–114763870.html 

Der Kommentar zeichnet sich durch einen Mangel an Respekt vor dem demokratischen Votum der Wähler in unserem Nachbarland Frankreich aus. Demokratie lebt von Meinungsvielfalt und Parteienpluralismus. Dies beinhaltet den Respekt vor der Meinung des anderen und nicht die Unterstellung einer Angstreaktion.
Es gibt gute Gründe und nicht nur Angst, weshalb man eine vorherrschende Politik für falsch hält und diese geändert sehen will. Dies ist ein demokratisch legitimes Verhalten, und ich frage mich, weshalb der Autor das Wahlergebnis in unserem Nachbarland derart anfeindet. Der Autor vermittelt durch seine negative Beurteilung des französischen Wahlergebnisses das Gefühl einer besserwisserischen Überlegenheit.
Er nimmt nicht zur Kenntnis, dass sich Deutschland zurzeit in der EU isoliert, da die von ihm als rechtspopulistisch bezeichnete Strömung sich nicht nur in Frankreich, sondern in immer mehr anderen EU-Staaten etabliert. Vielleicht sollte mal der Versuch der Willkommenskultur und der Multikulturalität auf seine Richtigkeit und Umsetzbarkeit überprüft werden. Und: dass nicht jeder, der seine nationale Identität gewahrt sehen will, verunglimpft wird. Wenn der Autor meint, das Programm der Rechtspopulisten sei “nicht dazu angetan, angstbesetzte Probleme zu entschärfen”, dann frage ich, was die etablierten Regierungen in Europa zur Lösung der Probleme anbieten. Ist es ein Konzept, wie die Bundeskanzlerin es tut, zu wiederholen “Wir schaffen das!“, ohne zu sagen wie? Mit solchen Parolen fordert man auf, es mit einer anderen Politik zu versuchen. So haben das wohl die Franzosen gesehen.
2.1.2016, Detlef Stark, Bad Krozingen

 

 

Nach GBR-Wahlgesetz hätte FN die Regionalwahl in F gewonnen
Mit 6,820147 Millionen Wählern im zweiten Wahlgang am 13.Dezember hat der Front National von Marine Le Pen soviel Stimmen erhalten, wie noch nie. Den 1. Wahlgang eine Woche vorher hatte sie mit 27,10% als stärkste Partei gewonnen. ….
Würde in Frankreich das britische Wahlgesetz gelten, hätte der Front National nach dem ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bei der Zahl der zu vergebenden Sitze erhalten. Es gibt Departements, zum Beispiel die Vogesen, Loiret (Orleans) und Charente-Maritime (La Rochelle) in denen in 90% der Wahlkreise die Anhänger von Marine Le Pen vorne lagen. … Alles vom 25.12.2015 auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wohin_steuert_frankreich_teil_1.

 

Frankreichs üppiger Sozialstaat schadet den Zuwanderen aus dem Mahreb
Junge Franzosen, deren Eltern bzw. Großeltern aus dem Mahgreb (Algerien, Tunesien, Marokko, …) eingewandert sind, wenden sich oftmals mit Haß und Verachtung gegen ihre Eltern. Weil diese es auch aus Bequemlichkeit (wozu der franzosische Sozialstaat mit seinen üppigen Leistungen geradezu verführt) nicht geschafft haben, sich außerhalb der ghettoähnlichen Banlieus eine Existenz aufzubauen. Und so radikalisieren sich viele junge Männer, frustriert, bei Ismalisten bis hin zum IS.
“Armut ist weder in Frankreich noch in Deutschland ein Problem. Jeder hat Wohnung, Kleidung, Nahrung, auch ohne métro, boulot, dodo, was den monotonen Arbeitsablauf aus Fahrt zur Arbeit, Maloche und Schlaf bezeichnet. Das Ideal von Marx, modern bedingungsloses Grundeinkommen genannt, ist also nicht zur Erfüllung, sondern zur Hölle geworden.
Kürzlich schwärmte mir ein Bekannter vor, in Frankreich könne man nach 3 Jahren Arbeitslosigkeit immer noch so leben wie mit Arbeit, woraufhin ich ihm entgegnete, warum man dann überhaupt arbeiten gehen solle. Eine hohe Arbeitslosenquote ist dann nicht verwunderlich. Die Frage, welche Folgen das gesamtgesellschaftlich hat, wollte und konnte er nicht beantworten. Warum sollte man denn überhaupt je arbeiten. In Frankreich geht also nur arbeiten, wer die Arbeit mag. Das war seine conclusio. Dass dies auf die Dauer unfinanzierbar ist, die Nation finanziell ruiniert, ist klar.
Daher sind ja unsere Hartz-Reformen auch die Blaupause für Reformen unseres Nachbarlandes. Da diese ausblieben, ist die grande nation bereits zweimal in den Ratings der Kreditwürdigkeit herabgestuft worden.
Die einfache Annahme von Marx, Arbeit sei durchweg sinnstiftend für den Werktätigen, ist falsch, dies gilt eher für anspruchsvolle Akademikerjobs und ein paar Handwerksberufe, fast alle anderen Betätigungen sind für die, die sie ausführen, nicht erfüllend. Arbeit ist ein Leid, man hat einen Chef, zahlt Steuern, muss Miete mit Nebenkosten selbst berappen. …
Wenn Söhne ihre Väter verachten, die sie eigentlich ehren sollten, baut dies Frust und Leidensdruck auf. Er entlädt sich unter anderem in Kriminalität, schlimmstenfalls in Terror. ….
Warum funktioniert die Integration in Frankreich nicht bei Migranten aus arabischen Ländern, obwohl die Sprache von vornherein nie ein Problem war? Es mag eigentümlich klingen, aber Frankreich hat traditionell mit Deutschland den entgegenkommendsten Sozialstaat. Dieser Sozialstaat, der bei einer vielköpfigen Familie Anlass gibt, sich nicht in die Arbeitswelt zu integrieren, ist der Hauptgrund für die Außenseiterstellung arabischer Familien in den Vorstädten Frankreichs.
Alles vom 19.11.2015 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_oekonomie_des_nachzugs

Hans-Martin Esser (37) ist Ökonom und als Unternehmer tätig.

 

 

Die Folgen gescheiterter Integration in Frankreich
Wenn zu den Anschlägen vom 13.11.2015 in Paris “von dem schlimmsten Massaker der französischen Nachkriegsgeschichte gesprochen wird, dann stimmt das nicht.
Im Oktober 1961 erschossen, erschlugen und ertränkten französische Polizisten hunderte Algerier, die in Paris – zwar behördlich nicht genehmigt – dennoch aber friedlich demonstrierten. Auch damals befand sich Frankreich im Krieg, der erst mit den Verträgen von Evian beendet werden konnte. Dieser Teil der Geschichte ist bis heute verdrängt.
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Genauso wie dieser Teil der Bevölkerung. Dass in französischen Vorstädten die Saat des Steinzeit-Islamismus gedeiht, kann nur den wundern, der nie seinen Fuß in die Banlieues gesetzt hat. Und hier sollten die Deutschen genau hinschauen: Wenn Architekten hierzulande, und sei es auch nur, weil es wegen der vielen Flüchtlinge schnell gehen muss, ungestraft ähnliche Gettos der Trostlosigkeit errichten werden, werden uns die gegenwärtigen Ausdrucksformen gescheiterter Integration wie Dummejungenstreiche vorkommen. ,,,,
Würde Frankreich sein institutionelles Kastenwesen überwinden, würden die feinen Mechanismen der Abschottung, die der Soziologe Pierre Bourdieu einst fast wie ein Archäologe freigelegt hat, kurz: Würde Gleichheit gelebt, würden die Hassprediger immer häufiger ins Leere hetzen, und könnte Frankreich den ratlosen Europäern als Vorbild dienen…..”
Alles zu “Die Folgen gescheiterter Integration” von Christoph Heinemann vom 16.11.2015 bitte lesen auf
http://www.deutschlandfunk.de/anschlaege-von-paris-die-folgen-gescheiterter-integration.720.de.html?dram:article_id=337053

 

Immigration choisie – Selektive EInwanderung
Von 1977 bis 1995 ist Jacques Chirac Bürgermeister von Paris und regiert dann bis 2007 Frankreich. Schon im Juni 1991 beklagt er das Schicksal seiner Nation, die – wie Nicolas Sarkozy 2007 ergänzt – die Immigration wie eine Invasion „erleide“ und deshalb auf eine „selektive Einwanderung“ (immigration choisie ) umschalten müsse:

„Nicht Ausländer sind unser Problem, sondern ihre Überdosierung. […] Es macht einfach weniger Probleme, Arbeiter aus Spanien, Polen und Portugal bei uns zu haben, als Muslime und Schwarze. […] Ein französischer Arbeiter mit seiner erwerbstätigen Frau hat 15.000 Franc […] und sieht im Treppenhaus […] eine Familie mit Vater, drei bis vier Frauen und zwanzig Sprösslingen, die zusammen 50.000 Francs als Sozialhilfe beziehen. Wenn man dann noch den Lärm und den Geruch hinzunimmt, muss der französische Arbeiter einfach ausrasten. […] Es ist keineswegs Rassismus, das anzusprechen. Wir haben einfach nicht mehr die Mittel, um die Familienzusammenführungen zu bezahlen“ .
Europaweit empören diese Sätze und Frankreich zahlt weiter. Allerdings springen von 1991 bis 2015 auch die Staatschulden von 35% auf 95% des Bruttoinlandsprodukts und viele der Sprösslinge von damals leben von Hilfe oder kämpfen gar für das Kalifat.
Alles von Gunnar Heinsohn vom 19.8.2015 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/afrikanerpolitik_wie_waere_es_mit_ein_paar_nuechternen_zahlen_und_fakten

 

 

Staatsbürgerkunde mit Religionskunde und Ethik als neues Pflichtfach
Charlie Hebdo hat Frankreichs Schulen erreicht: In den von Migranten geprägten Vorstädten von Paris, Lyon und Marseille verließen die meisten Schüler den Unterricht, als Lehrer zu einer Schweigeminute für die Opfer der Anschläge um “Charlie Hebdo” aufriefen. Zudem ersetzten sie den Slogan „Ich bin Charlie” durch „Ich bin Kouachi , um den Terroristen Chérif und Said Kouachi zu huldigen.
Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem hat rasch reagiert und in dem strikt laizistisch ausgerichteten Land die Weltreligionen auf den Lehrplan gesetzt. Ab Schuljahr 2015/2016 wird „Staatsbürgerkunde” Pflichtfach von der ersten Grundschulklasse bis zum Bac (Abi) – zwecks Erziehung zu ethischem Handeln, Toleranz und religiösem Pluralismus. Dazu Präsident François Hollande: „Dass die Religionen an der weltlich ausgerichteten Schule keinen Platz haben, heißt nicht, dass die Schüler keinen weltlich ausgerichteten Unterricht über religiöse Fakten haben sollen.”
10.2.2015

 

Michel Houellebecq: Die Unterwerfung
“Der massive Zustrom von Einwanderern mit einem traditionellen kulturellen Hintergrund, der noch geprägt ist von natürlichen Hierarchien, der Unterwerfung der Frau sowie dem Respekt vor den Alten, wäre eine historische Chance für die moralische und familiäre Wiederaufrüstung Europas, sie würde dem alten Kontinent die Aussicht auf ein goldenes Zeitalter eröffnen.”
Sie schreibt Michel Houellebecq in seinem Roman: Islam als Chance, Frauen unter Kopftuch und Burka, Mittelalter-Islam statt Aufklärung, deren Verstandes-Werte nichts mehr gelten. Man kann die zentrale Botschaft des Romans wohl aber auch so sehen:
“Bevor in seiner Zukunftssatire eine muslimische Partei die Wahlen entscheidet, hat sich die säkulare westliche Zivilisation schon selbst zersetzt – sie ist an Materialismus, Sexismus, Egoismus, ihrem nur mehr konsumistischen Konkurrenzverhalten zugrunde gegangen. Selbst die intellektuelle Elite der Studenten verlässt die Universitäten mit nichts als dem Drang, “sich zu beweisen, sich einen beneidenswerten Platz in einer Gesellschaft des – wie sie denken und hoffen – Wettbewerbs zu erkämpfen, elektrisiert von der Anbetung austauschbarer Ikonen: Sportler, Modedesigner, Internetkreative, Schauspieler, Models”.
http://www.zeit.de/2015/02/michel-houellebecq-unterwerfung-Islam

 

Reformverweigerung in Italien und Frankreich

Italien und Frankreich “leiden nicht am Sparzwang, sondern an Reformverweigerung. Sie schaffen es nicht, Privilegien zu schleifen und ihre Märkte – zumal für Arbeit – zu öffnen. Ein  spendabler Staat und billiges EZB-Geld sanieren die Wirtschaft nihct, sindern unterdrücken nur das Fieber.”
Josef Joffe am 16.10.2014 in “Zeitgeist” auf www.zeit.de

 

“FreiheitGleichheitBrüderlichkeit? Habe ich noch nicht erlebt. Hört mal, was ich Dir sage: Es gibt nur Freiheit der Finanzströme, Gleichheit der EU-Normen und Brüderlichkeit der grenzenlosen Globalisierung!”
Samir Ayed, Besitzer vom Café Paradise in Mulhouse (DER SPIEGEL, 21.7.2014, “Inventur de France”, S. 82-88.

 

Chinesische Touristen geben 2,25 Mrd Euro in Frankreich im Jahr 2013 aus
1,5 Millionen chinesische Touristen besuchten Frankreich in 2013 und gaben pro  Kopf ca 1500 Euro aus, fürs Shoppen von Luxusgütern. Dabei zahlten sie vornehmlich in bar – interessant für Diebe in den Kaufhäusern. Die Einnahmen von 2,25 Mrd Euro als Dienstleistungs-Import bzw. Waren-Export kann die Französische Wirtschaft gut gebrauchen.
8.6.2014

 

Front National 27 % bei Europawahl im Elsass

Der Erfolg des Front National im Elsass reiht sich ein in den Wahl-Amok, den auch der Rest der Franzosen am Sonntag 25,5,2014 inszenierte. Der Frust gegen alle etablierten Parteien sitzt tief und kocht ausgerechnet bei den Europawahlen hoch. Ob Konservative oder Sozialisten, sie alle haben es in ihren Regierungszeiten nicht wirklich geschafft, das Land zu modernisieren. Wie hätte das auch gelingen sollen? Jeder kleinste Reformversuch löst Wellen des Volkszorns aus, der sich je nach Sachlage entweder links oder rechts artikuliert. Jeder Versuch eines Kompromisses, geschweige denn einer Konsenslösung, scheitert an der Unversöhnlichkeit der politischen Lager und den persönlichen Verfeindungen zwischen deren Spitzenleuten. An diesem abgewirtschafteten und auch korrupten politischen System tragen alle Franzosen als Wähler Mitverantwortung. Und was machen die ? Stimmen am Sonntag für Marine Le Pen, die Europa zerstören will. Und ab Montag gehen sie dann wieder mit dem Euro einkaufen in Deutschland, stürmen die Regale im Drogeriemarkt und Aldi, überrennen das Thermalbad in Bad Krozingen etc. und nicht Wenige arbeiten auf der rechten Rheinseite !?! …
“Von Homoehe bis Genderpolitik” Die geradezu fanatischen Proteste dagegen sind ein gutes Beispiel für die gesellschaftliche Verkrustung in Frankreich. Der Weltmachtrolle verlustig gegangen und von anderen Ländern wirtschaftlich überholt, sucht ein Teil der Franzosen die Flucht in vermeintlich traditionelle Werte und gebärdet sich wie die Maus am Faden, wenn z.B. Schwule heiraten dürfen. Mein Gott, das Land hat doch ganz andere Probleme ! Und wie sich die Katze in den Schwanz beißt, zeigt das Beispiel LKW-Maut. Unter Sarkozy beschlossen und gerade im konservativen Elsass sehnlichst herbeigewünscht wegen der LKW-Ströme aus Deutschland, verweigert die seinerzeitige Regierungspartei und heutige Opposition der roten Regierung die Unterstützung gegen die tollwütigen Proteste der Bretonen in Sachen Maut. Ergebnis – wieder einmal: Es passiert Garnichts.
28.5.2014, Reinhard Zimmermann
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Frankreichs Wirtschaftsdaten sind schlecht
Mit 60 Jahren in den Ruhestand, 35-Stunden-Woche und weitestgehender Entlassungsschutz – diese drei Sozialleistungen kann der französische Staat Ende 2013 nicht mehr finanzieren:
57% Staatsanteil am Bruttoinlandsprodukt – 46% in D
90 Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf 1000 Franzosen – 50 in D
Sozialausgaben betragen 32% des Bruttoinlandsproduktes – Spitze in der EU
Sozialversicherungsbeiträge machen 1/3 des Bruttolohns aus
Französische Schüler sind nur 144 Tage im jahr in der Schule – EU-Durchschnitt 187 Tage
Frankreich hat zwar mehr Firmen in der Liste “Fortune 500″ als andere EU-Staaten – aber kaum Mittelstandsfirmen
F nur auf Platz 28 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt – 2 USA, 4 SWE, 9 D, 14 NL
5.12.2013

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat Deutschland ausdrücklich gegen Kritik aus Frankreich und südlichen Euro-Staaten verteidigt. “Es ist nicht Frau Merkelsoder Deutschlands Schuld, was in Frankreich oder Portugal passiert”, sagte Barroso in einem Interview mit der “Welt am Sonntag”. Jeder solle vor seiner eigenen Tür kehren. “Diese Krise mit ihren Problemen ist nicht ein Ergebnis deutscher Politik oder Fehler der EU”, sagte Barroso. “Sie ist Ergebnis exzessiver Ausgabenpolitik, mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und unverantwortlichen Handels auf den Finanzmärkten.”
5.5.2013

Was sind schon die ” paar Milliarden Euro Schulden ” in Irland,  oder die ” paar Milliarden Euro Schulden ” in Griechenland! Frankreich ist das Problem in der Eurozone mit einer Steigerung der Verschuldung von 1.000 auf 2000 Milliarden innerhalb der letzten 10 Jahre, dazu ein Nullwachstums und eine hohe Arbeitslosigkeit,
besonders bei den Jugendlichen und dazu einem mangelnden Reformwillen, insbesondere bei den Renten zum Beispiel, wegen der Furcht vor großen und langen Streiks. … und Frankreich ist zu groß um von der Eurozone gerettet zu werden.
15.12.2013, Peter Scholl

 

 

Histoire/Geschichte – zweisprachiges Geschichtsbuch

Deutsch-französische Geschichte in einem gemeinsamen Schulbuch zu fassen, erfordert Fingerspitzengefühl.

Heute liegt das komplette Werk in drei Bänden vor. Konzipiert und abgesegnet von einer deutsch-französischen Kommission. Geschrieben von deutschen und französischen Lehrern, die pro Kapitel zu Autorentandems zusammengespannt wurden. “Selbst für ein Schulbuch ist das ein sportlicher Rahmen”, sagt Ilas Körner-Wellershaus, der beim deutschen Klett-Verlag am Standort Leipzig das Projekt ins Ziel gelenkt hat. “Erst recht, wenn 17 verschiedene Bildungspläne berücksichtigt werden sollen.” Deutscher Föderalismus und französischer Zentralstaat: Das bedeutete nicht eins plus eins, sondern 16 Bundesländer plus einen nationalen Lehrplan. Es war die Quadratur des Kreises und sollte dem hehren Anspruch gerecht werden, die beiden Länder zu versöhnen.
……
“Deutschen Geschichtsbüchern sieht man an, dass wir auf die kritische Reflexion der Quellen Wert legen”, sagt Sarah Pendzich. Sie unterrichtet Geschichte am Deutsch-Französischen Gymnasium Freiburg. Hier lernen Oberstufenschüler in Deutschland mit demselben Schulbuch, nur, dass sie auch die Ausgabe in der französischen Übersetzung benutzen. Auf den Fluren des Neubaus aus den 70er Jahren herrscht ein deutsch-französisches Sprachgewirr. So wie das deutsch-französische Geschichtsbuch ist auch das Gymnasium ein Kind des politischen Willens. 1972 gab es ein deutsch-französisches Abkommen über die Schaffung eines binationalen Abiturs. 1973 nahm die Schule den Unterricht auf. Freiburg erschien für eine bilinguale Schule in Baden-Württemberg als der ideale Standort. Wer sie besucht, stammt häufig aus einer deutsch-französischen Familie. Manche haben einfach im Französischunterricht der Grundschule Lust auf mehr bekommen oder, auch das kommt vor, sie legen täglich den Weg aus dem Elsass nach Freiburg zurück, weil ihre Eltern dem Gymnasium nach deutschem Modell vor einer bilingualen Klasse bei sich zu Hause den Vorzug geben.
Alles von Bärbel Nückles vom 19.1.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/wie-aus-dem-lehrbuch–68316763.html

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