FairerHandel

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Blick vom Schauinsland oberhalb Freiburg nach Südwesten ins neblige Rheintal am 31.10.2009

 

 Fairer Handel
 
Allein im Jahr 2000 wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 6,2 Milliarden US-$ rund um die Welt gehandelt. Der Anteil der Entwicklungsländer daran ist allerdings gering – und er sagt nichts aus über die Versorgung der Bevölkerung z.B. mit Lebensmitteln oder Energie. Fast der gesamte Welthandel wird heute durch die Abkommen der Welthandelsorganisation WTO geregelt. Und oft bedeuten diese Regeln Vorteile für den Norden und Nachteile für den Süden. Der Welthandel ist kein Spiel mit fairen Regeln. 
Fairer Handel dagegen ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbeziehungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.
 Quelle: www.daara.de , 15.1.2005

 

 

 

Bark Cloth in Ebringen – Stoff aus Baumrinde von Uganda

1999 gründeten Mary Borongo (Studentin aus Uganda in Freiburg) und Oliver Heintz (Betriebwirt in Freiburg) die Firma “Bak Cloth”, um Tücher aus Uganda aus Uganda zu importieren. Die Tücher werden aus der Rinde des Mutuba-Baumes (Ficus Talalensis) hergestellt und in Uganda seit Urzeiten als Vliesstoff vielfältig verwendet, z.B. als Bettzeug. 2013 bauen 600 Kleinbauern in Uganda die Rinde nach traditionellen Methoden in Mischkulturen an und haben als Landwirte ein geregeltes Einkommen. Zusätzlich sind 50 Frauen in Masaka in der Weiterverarbeitung beschäftigt. Nur die Farben werden aus Deutschland importiert (aus Gründen der Sicherheit) – die Wertschöpfung verbleibt also in Afrika.
Bis zu 50 Jahre lang kann am Mutuba-Baum Einde geerntet werden, dann ist er ausgelaugt und wird zu Brennholz. Die Tuchherstellung aus Rinde wurde von der UNESCO als “Imaterielles Kulturerbe” eingetragen. Jedes Tuch ist ein Unikat, da es seine eigene Struktur hat.
Seit 2013 wird als weiterverarbeitetes Produkt der Biowerkstoff Barktex angeboten.

Bark Cloth, Oliver Heintz, Talhauser Str. 18, 79285 Ebringen
barkcloth@barkcloth.de, www.barkcloth.de
www.bakktex.com

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