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Tele-Blick vom feldberg nach Süden zum Belchen (rechts) am 7.1.2013 - Wiesental und Hochrhein im Nebel

 

 Brüssels Business: Wer steuert eigentlich die EU? – Film

Regie: Friedrich Moser und Matthieu Lietaert
am 12. Februar 2013 auf ARTE
Der Film läuft seit Mai 2012 in den Kinos mehrerer europäischer Länder.

Der Doku-Thriller ermittelt hinter den Kulissen der europäischen Demokratie mit ihren Machtkämpfen und oft undurchsichtigen Entscheidungsprozessen. Er führt in die Welt der 15 000 Lobbyisten, unzähligen PR-Agenturen und Think Tanks und deren weit reichende Beziehungsnetzwerke und engen Verbindungen zur politischen Elite der EU. Der Dokumentarfilm schildert die inoffizielle Version der Europäischen Integration
12.2.2013, http://www.arte.tv/de/einblick-in-die-black-box-bruessel/7261064.html 

http://www.arte.tv/sites/de/yourope-de/2013/02/08/faktencheck-europa-eine-lobbycracy-2/

 

Lobbying ist weder transparent, noch fair genug

Wir glauben, dass man für eine funktionierende Demokratie Lobbyarbeit braucht, denn man muss Interessen bündeln und diese Interessen müssen berücksichtigt werden. Doch wenn man die Lobbyarbeit nicht reguliert und keine klaren Regeln, Transparenz und Fairness hat, wird das politische Ergebnis weitgehend von den Lobbies beeinflusst. Das ist das Problem, das wir jetzt in Europa haben: Lobbying ist weder transparent, noch fair genug. Es ist unfair, weil die Zahl der Business-Lobbies verglichen mit der Anzahl der Gewerkschafts in Brüssel 50 zu 1 beträgt, während es auf nationaler Ebene keinesfalls so ist. Auf nationaler Ebene sind Gewerkschaften und die Großindustrie gleich stark und werden vom Staat in gleicher Weise behandelt. Manchmal ist die eine erfolgreicher als die andere, zum Schluss fallen beide gleich stark ins Gewicht. Auf Brüssel trifft das nicht zu: Die Industrie hat ziemlich die Oberhand. Es gibt ungefähr tausend Expertengruppen, die die EU-Kommission bei der Gesetzgebung und der Einführung von Regeln beraten. Mit Abstand die meisten von ihnen sind von Geschäftsinteressen und deren Wirtschaftsvertretern geprägt. Wir glauben, dass es wichtig ist, auf die Wirtschaft zu hören, aber auch auf Verbraucherorganisationen und auf die Zivilgesellschaft. Beide Seiten müssen anständig behandelt werden.
……
Gesamtes Interview mit Friedrich Moser „Lobbying ist weder transparent, noch fair genug“ vom 11.2.2013 lesen auf
http://www.presseurop.eu/de/content/blog/3394531-lobbying-ist-weder-transparent-noch-fair-genug

 

 
Wie ein Abgeordneter online Pro/Kontra-Lobbyisten erleben
Wussten Sie, dass das ganze Jahr über in Brüssel oder Straßburg Entscheidungen getroffen werden, die Sie direkt betreffen? The Brussels Business Online veröffentlicht jede Woche eine neue Frage, die zur Abstimmung im Europäischen Parlament ansteht: Umwelt, Gesundheit, Bildung, Datenschutz oder Bankenregulierung – Themenbereiche und Entscheidungen, die Ihren Alltag unmittelbar betreffen. Jede Frage wird durch zwei professionelle Lobbyisten vorgestellt, die jeweils Pro und Kontra vertreten, und die Sie von ihren zentralen Argumenten in einem 90 Sekunden Video überzeugen wollen. Wie sonst die EU-Kommissions-, Rats- oder Parlamentsmitglieder, gilt es in dem demokratischen Spiel nun Sie, die Online-Bürger, von ihren Anliegen zu überzeugen.
http://brusselsbusiness.arte.tv/ 
Brussels Business Online entstand in Folge des Dokumentarfilms “Brüssels Business – Wer steuert eigentlich die EU?”

 
 

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