Brexit

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Kreuzfahrtschiff am Strand von Punta Sabioni bei Venedig am 4.5.2016

Kreuzfahrtschiff am Strand von Punta Sabioni bei Venedig am 4.5.2016

 

Brexit – zehnt Nettomilliarden fehlen
Demografisch nämlich bedeutet das Weggehen Großbritanniens so viel wie das Ausscheiden von Malta, Luxemburg, Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Finnland, Dänemark, Bulgarien, Österreich, Schweden und Portugal. Wenn die noch von London nach Brüssel gezahlten fünf bis zehn Nettomilliarden jährlich entfallen, werden im Zweifelsfall wir dafür einspringen müssen.
Dabei sind wir schon jetzt mit netto rund fünfzehn Milliarden Euro jährlich der Hauptgarant für europäische Träume, obwohl wir beim Geldvermögen nur auf dem achten Platz liegen Immer mehr solcher Zusagen bringen uns an den Punkt, da deutsche Staatspapiere ihr Triple-A-Ranking verlieren. Wenn unsere Obligationen aber nicht mehr mündelsicher sind, gefährden wir alle, die sie als Reserven oder Eigenkapital halten. Der Euro verlöre jeden Halt. ….. . ….
Alles von Gunnar Heinsohn vom 4.2.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/eine_rede_fuer_den_naechsten_bundeskanzler

 

 

Nord-Union unter Führung von Großbritannien
Das Beispiel Großbritanniens kann Schule machen – und zwar nicht als eine Rückkehr zum Nationalismus, sondern als ein Weg zu einem Bündnis im Norden Europas
… Beim Ja zum Brexit ging es nicht nur darum, dass Großbritannien es leid ist, sein Geld der EU zum Verjubeln ausliefern zu müssen – es ging auch darum, dass das bürokratische Ungetüm EU sich als ebenso unwillig wie unfähig zu jeder vernünftigen Kurskorrektur erwiesen hat. Kosmopolitische Briten vermerken mit Unruhe, wie Konkurrenten in Übersee Talente zu sich holen, zugleich aber Nachwuchs für Terror und Schulversagen fernhalten. Um das ebenfalls zu dürfen, wollte Großbritannien seine Souveränität zurück. Das galt auch für die meisten Anti-Brexiter, denn nur 6 Prozent aller Briten wollten eine Vertiefung der EU.
Könnte also ein nördliches Bündnis, bestehend aus Großbritannien, Irland, Flandern, den Niederlanden, Dänemark, Grönland, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Estland, zusammen mit Hamburg und Schleswig-Holstein, tatsächlich Aussichten auf ein Gelingen haben? Selbstverständlich. Die multikulturelle Nord-Union (NU) würde sich über ein Gebiet von 3,83 Millionen Quadratkilometer erstrecken – die elftgrößte politische Formation weltweit – mit 120 Millionen Menschen (global Rang 7), die Englisch als Mutter- oder erste Fremdsprache beherrschen. …..
Alles von Gunnar Heinsohn vom 30.9.2016 bitte lesen auf
http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/117-der-hauptstadtbrief-138/1155-der-brexit-als-signal-des-aufbruchs-zu-einer-neuen-allianz

 

 

EU nach dem Brexit: Nationale Kulturen statt Einheitsstaat
Der liberale Verfassungsstaat ist, nach der starken Formel Paul Kirchhofs, Garant und Gegner der Freiheit zugleich. Er verbürgt, was er begrenzen muss, um herrschen zu können. ….
In der Post-Brexit-Ära lohnt der Blick auf die Insel erst recht. England bleibt die Heimat der wichtigsten Freiheitsschule, des Liberalismus. Darum hat nun das Heidelberger John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung an Mills Essay „Über die Freiheit“ von 1859 erinnert. Darin heißt es, Europa dürfe sich nicht noch weiter „dem chinesischen Ideal“ nähern, „alle Menschen gleich zu machen“.
Europa bedeute die „Vielfalt der Wege“. Das heißt auch: Eine Europäische Union, die noch stärker auf Vereinheitlichung und Ideologisierung und Zentralisierung setzte, trüge ihren Namen zu Unrecht; sie wäre chinesisch. So schreibt Institutsdirektorin Ulrike Ackermann: „Es ist höchste Zeit, um der Freiheit und um Europas willen, die Mannigfaltigkeit der nationalen Kulturen, die Vielfalt der Wege gegen einen hinter dem Rücken der Bürger entstehenden Einheitsstaat stark zu machen!“…
http://www.cicero.de/salon/bildungsrepublik-deutschland-wir-brauchen-endlich-eine-freiheitskunde-an-den-schulen

 

Vorurteile über die Brexit-Befürwortern
Die Brexit-Befürworter seien zu dumm, zu alt, zu weiß, zu männlich, zu proletarisch, nicht urban, fremdenfeindlich, schlecht gebildet, sozial frustriert, ökonomisch abgehängt, lebten in der Vergangenheit. Loser eben, die den Rechtspopulisten auf den Leim gegangen sind und die man als moderner kosmopolitischer Europäer eigentlich nicht ernst nehmen muss – und mit denen man vor allem auch nichts zu tun haben will.
Das Kommentariat war sich schnell einig, in welche Schublade man die angeblich so homogene Masse der Brexit-Befürworter zu stecken habe. Wie immer verraten solcherlei Vorurteile mehr über diejenigen, die sie mit sich herumtragen, als über die Realität. Diese ist facettenreicher. Klar, nahezu alle Ukip-Wähler und eine deutlich Mehrheit der Tory-Wähler haben für den Brexit gestimmt. Aber eben auch 37 Prozent der Labour-Wähler, 30 Prozent der Liberalen, jeder Vierte Grünenwähler und sogar 36 Prozent der Wähler der Scottish National Party (Lord Ashcroft poll).
Alles von Johannes Richardt vom 1.7.2016 auf
http://www.achgut.com/artikel/demokratie_von_unten_verachtung_von_oben

Abstimmungsverweigerung der Jungen?
Nur 16% der jungen Briten zwischen 18 und 25 Jahren gingen zur Brexit-Abstimmung. Die Jugend hat den Alten die Wahl überlassen. Es ist eben cooler, danach zur Demo zu gehen als zuvor zur Wahl.
2.7.2016, K. Kaiser

 

Vielleicht hat uns Britannien mit dem Brexit einen Dienst erwiesen
Zu: “Nach dem Brexit – Zurück in die Zukunft”, Tagesspiegel von Thomas Hauser (Politik, 25. Juni):
Sie schreiben: “Alle Macht geht vom Volke aus. Dieser Grundsatz der Demokratie hat seit Freitag in Europa einen bedrohlichen Unterton”.
Das lässt aufhorchen. Seit wann ist ein Volk mit seinen Entscheidungen für eine Demokratie bedrohlich? Und wenn ja, für wen oder was? Eine solche Denkweise kennen wir bislang eher aus Diktaturen. Ihr Kommentar erinnert mich an einen Satz von Brecht: “Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht einfacher und besser, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein neues?” Könnte es sein, dass die Briten nach ihrer Erfahrung mit Einwanderung besser wissen als wir, dass ein Wohlfahrtsstaat und offene Grenzen mit massenhafter Zuwanderung in dessen Sozialsysteme auf Dauer nicht vereinbar sind? Wenn das Votum der Briten bewirken sollte, dass die Zeit der selbsternannten, von keinem Volk legitimierten “Sonnenkönige” in Brüssel vorbei ist, dann hätte dieses mutige Volk uns Kontinentaleuropäern wieder einmal einen großen Dienst erwiesen.
1.7.2016, Anita Kaier, Freiburg

 

Merkels unkontrollierte Einwanderung bewirkte den Brexit
Die Entgrenzungspolitik von Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik hat ja auch dazu beigetragen, dass der Brexit diese Mehrheit fand: Die völlig unkontrollierte Einwanderung von über einer Millionen Menschen, deren Zahl und Identität größtenteils bis heute nicht geklärt ist, hat zur Ablehnung dieses faktisch von Berlin freigegebenen Europas geführt. Großbritannien ist traditionell einwanderungsfreundlich, aber nicht blind. Die Rückgewinnung der Kontrolle über die Einwanderung war eine der wichtigsten Forderungen der Brexit-Anhänger. Sie wollen genau das, was Merkel für unmöglich erklärt hat: Die Kontrolle der Grenzen, nicht deren Aufgabe. Merkel war die wirkungsvollste Wahlhelferin der Brexisten, ob sie es wollte oder nicht: Einwanderung von völlig Unqualifizierten. …
Alles von Roland Tichy vom 24.6.2016 bitte lesen auf
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/brexit-von-mut-zuversicht-bevormundung-und-angst/

“Deutschlands selbstherrliche Führungsanmaßung seit September 2015 hat vielen Briten ganz sicher nicht gefallen.”
Die “alternativlose” Politik der offenen Grenzen unserer Kanzlerin hat meiner Meinung das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der Brexit ist kein Votum der älteren gegen die jüngeren, wie vielfach kolportiert. Nur etwa ein Drittel der 18 bis 24 Jährigen hat an dem Referendum überhaupt teilgenommen. Und davon haben zwei Drittel für einen Verbleib in der EU gestimmt. Grob gesagt: Jeder fünfte junge Brite zwischen 18 und 24, also 20 Prozent haben sich zur EU bekannt. 80 Prozent haben dies nicht getan (wenn man Brexit Befürworter und Wahlverweigerer zusammenzählt). Wie man daraus einen Klassenkampf alt gegen jung stilisieren kann, ist mir schleierhaft.
28.6.2016, R.Bausenhart

Import von Flüchtlingen ist Hauptgrund für Brexit
Der Hauptgrund für den BREXIT ist die Einwanderungspolitik von kulturfremden Sozialhilfeempfängern. Also wäre das richtige Mittel, den “Anfang vom Ende” aufzuhalten, vor allem die Bemühung der Schaffung einer Kultur der friedlichen Eigengruppenpräferenz. Aber sagen Sie mal den vom Kulturmarxismus gehirngewaschenen letzten zwei Generationen, dass ihre westlichen weißen christlichen Völker nicht Schuld an allem Übel in der Welt sind. Das glaubt ihnen keiner. außerdem profitieren die herrschenden Linken Parteien vom Import einer sozialhilfebedürftigen Klienteils, wie auch die Großkonzerne nichts gegen eine faktische Wiedereinführung der Sklaverei haben. Somit wird die Einwanderung weitergehen. Somit wird der Sozialstaat an seine Grenze kommen, verstärkt von der jederzeit einsetzenden, nur mit künstlich billigem Geld aufgeschobenen Wirtschaftskrise. Die kommende Krise führt entweder in eine Zersplitterung der EU oder in eine EU-Diktatur. Was Merkel will, wissen wir.
28.6.2016, Voiktor Orwig, CO

GB hat sich von der Massenimmigration verabschiedet – klug so
Richtig ist, dass Kanzlerin Merkel mit der unkontrollierten und bedingungslosen Aufnahme a l l e r Flüchtlinge, den Unmut und das Unverständnis in den Völkern der EU hervorgerufen hat. Das ist der Fluch des Zauberlehrlings! …
Die bedingungslose Aufnahme von – vorwiegend Wirtschaftsflüchtlingen – im Millionenmaßstab und ebensolchem Einzug in die Sozialsysteme. Falsch: “zeitweise Aufnahme”! Das Problem ist bis heute  n i c h t  gelöst; weitere Wirtschaftsflüchtlinge stehen schon an den Startlöchern, bzw. haben ihr Ziel-Land erreicht. GB hat sich hiervon verabschiedet. …
28.6.2016, Petra Schäfer, CO

 

The Brexit breaks it – der Euro wird scheitern
Jedem muss doch dämmern, dass der EURO scheitern dürfte. Der ESM wurde durch den Bundestag gepeitscht, kaum ein Abgeordneter konnte in der Kürze der Zeit das umfangreiche, in London entstandene Vertragwerk geistig erfassen, oder überhaupt verstehen. Meiner Meinung nach hat sich GB nun aus dem Haftungsverbund entgültig entzogen, bevor die Kernschmelze beginnt. The Brexit breaks it. Wir werden nun weitere Länder mit ähnlichen Bestrebungen sehen, spätestens wenn Frankreich sich zu einem Referendum entschließt, ist der EURO Geschichte. Bis dahin werden in der City of London alle Geschütze aufgefahren worden sein, den EURO zu versenken und insbesondere Deutschland in den Abgrund zu reißen.
Man sehen sich nochmals an, wie Kohl im Bundestag damals seine Rede zur EURO Einführung gehalten hat, um zu begreifen, was die Aussage der Politiker wert ist:
“Meine Damen und Herren, nach der vertraglichen Regelung gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedstaaten und keine zusätzlichen Finanztransfers. Heute hat einer unserer Kollegen von seiner Erfahrung im Europäischen Parlament berichtet. Wenn Sie quer durch alle Parteien mit den Kollegen im Europäischen Parlament reden, wissen Sie, daß dieser Satz einen Moment des Innehaltens verdient:
Nach den vertraglichen Regelungen gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedstaaten und keine zusätzlichen Finanztransfers.”
http://helmut-kohl.kas.de/index.php?menu_sel=17&menu_sel2=&menu_sel3=&menu_sel4=&msg=1764
Vertragliche Regelungen in der EU haben offensichtlich nur eine kurze Halbwertszeit.
25.6.2016, Erhart Schmitt

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