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Sinnloser, gewalttätiger Vandalismus: Die Gerichtseiche am Castellberg wurde am 1.1.2017 mutwillig abgebrannt

 

 

 

Bassam Tibi – em. Professor für internationale Beziehungen an Uni Göttingen

 

www.bassamtibi.de

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Ohne Leitkultur kann Europa muslimische Einwanderer nicht integrieren
Ein friedliches Europa kann es ohne einen Wertekonsens, ohne eine Europäisierung des Islam nicht geben. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Primats der Vernunft vor jeder religiösen Offenbarung.
In unserer Zeit der Verwilderung des Denkens – auch über den Islam (der französische Philosoph Alain Finkielkraut nennt diese Erscheinung «La défaite de la pensée») – bedeutet es, ein vermintes Gelände zu betreten, wenn man sich zum Islam äussert. Im Zeitgeist herrscht eine Kombination aus irrationalem, postfaktischem Denken («beyond the truth») und der Ächtung von rationalem Denken als Äusserung «unbequemer Gedanken» (Adorno), aus Verfemung von aufklärerischer Religionskritik als Islamophobie und einer Ideologie der Moralisierung statt einer Verantwortungsethik sowie nicht zuletzt der Erzwingung von Selbstzensur als Übung in Political Correctness.
Bevor ich in medias res gehe, bekenne ich mich als Gegner dieses Zeitgeistes und bezichtige ihn des Totalitarismus. Ich bekenne mich zu Max Webers Methode der möglichen Erforschung von Fakten als sozialwissenschaftlicher Objektivität. Die Fakten, die ich heranziehe, betreffen sowohl Geschichte als auch Gegenwart.
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Nun bin ich selbst Muslim und auch Migrant. Ich sehe das Problem nicht im Islam schlechthin und nicht in den demografischen Statistiken. Vielmehr betrifft das Problem zum einen die Aufnahmegesellschaft, nämlich in der Frage, welchen Rahmen sie für die Integration zugewanderter Muslime – wohl zu Europäern – bietet. Zum anderen betrifft es die Muslime in der Frage nach ihrer Bereitschaft und ihrem Willen, sich als Europäer im Sinne von Citoyens zu integrieren.
Der Begriff für europäische Aufnahmegesellschaften lautet Leitkultur, und der Begriff für die Muslime, die in Europa leben, heisst Euro-Islam. Nach meiner Meinung kann es ein friedliches Europa mit der ursprünglichen Bevölkerung und den zugewanderten Muslimen als Citoyens ohne einen Wertekonsens als Leitkultur und ohne eine Europäisierung des Islam nicht geben.
Was nun ist eine Leitkultur? Und was bedeutet Euro-Islam? Und schliesslich: Warum kann es ohne beide nicht friedlich – wie Multikulturalisten es sich erträumen – in die Zukunft gehen?Im Gegensatz zum Unsinn und zur Missdeutung dieses Konzeptes bedeutet Leitkultur nichts anderes als eine Hausordnung für Menschen aus verschiedenen Kulturen in einem wertorientierten Gemeinwesen. Die vorgeschlagenen Werte entstammen der universalistischen Aufklärung und ermöglichen als Wertekonsens ein gemeinsames Verständnis des Primats der Vernunft vor jeder religiösen Offenbarung zur Begründung von Akzeptanz für eine «open society», für Säkularität und republikanischen Geist. Dies hat mit «Hegemonialkultur» nicht das Geringste zu tun.
Der Euro-Islam ist eine Vision eines europäischen Islam, wie ich ihn nach dem Vorbild einer Afrikanisierung des Islam und der Anpassung des Islam an südostasiatische Kulturen denke. Ich habe beide in den vergangenen vierzig Jahren in Senegal und in Indonesien beobachtet und als Modell für Europa studiert. Einen universellen, lokalkulturfreien, also einheitlichen Islam gibt es nur als Weltanschauung, nicht aber in der Realität. Deshalb ist es politische Ideologie, von «dem Islam» zu sprechen. Es ist bedauerlich, dass europäische Politiker wie Angela Merkel unwissend in diese Falle geraten. Der Islam hat viele kulturell, konfessionell und auch sozial unterschiedliche Gesichter. Eines davon ist das ideologisch-totalitäre Gesicht eines «politischen Islam». Dieser stellt eine zeitgeschichtliche Erscheinung dar, die zur Politik, nicht aber zum rechtlich zu schützenden religiösen Glauben gehört. Der Euro-Islam richtet sich gegen diesen politischen Islam, den abzulehnen keine Islamophobie ist.
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Carsten Linnemann machte mit seinem Buch unter dem Titel «Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland» auf das Problem aufmerksam und löste eine Debatte aus, die bis heute andauert. Europa kann Muslime integrieren und gleichzeitig seine zivilisatorische Identität bewahren, wenn es eine Kombination aus Euro-Islam und Leitkultur zu einem politischen Konzept macht.
… Alles vom 23.7.2020 von Bassam Tibi bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/meinung/ohne-leitkultur-kann-europa-muslimische-einwanderer-nicht-integrieren-ld.1567541
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Bassam Tibi ist emeritierter Professor für internationale Beziehungen an der Universität Göttingen. 2018 ist sein Buch «Islamische Zuwanderung und ihre Folgen. Der neue Antisemitismus, Sicherheit und ‹die neuen Deutschen›» im Ibidem-Verlag erschienen.
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Einige Kommentare:
Seit Jahrzehnten schreiben Sie das, Herr Tibi.
Ein europäischer Islam, für den Sie und einige andere muslimische Intellektuelle eintreten, wäre säkular. Für diesen Begriff gibt es meines Wissens im Arabischen noch nicht einmal eine adäquate Übersetzung. Meistens wird säkular einfach nur mit la-dini , nicht religiös wiedergegeben. Schon am 29. 5.2002 äußerten Sie in einem Essay in der ZEIT, dass “die gesinnungsethisch-verordnete Fremdenliebe der Deutschen es ihnen verbietet, zwischen demokratischen und undemokratischen Ausländern und Kulturen zu unterscheiden”. Überall ist der fundamentalistische Islam auf dem Vormarsch, und die in Europa ankommenden Muslime (“Jeder Mittelmeer-Araber träumt von Europa”, sagten Sie uns in der FAZ vom 7.3.1996 ) treffen auf tolerante Nihilisten. Einem Muslim ist der Sinn des Daseins vorgegeben. Ein Europäer muss ihn finden. Und ich zitiere Sie noch einmal: “Selbst noch die liberalere islamische Reformtheologie hebt al-Taqhallub (Dominanz) als Wesensmerkmal des Islam hervor”. Ein Muslim wird als ‘Herrenmensch’ geboren, verbreitet ein jordanischer Parlamentsabgeordneter, falls die englischen Untertitel in diesem Video korrekt sind. Es hat mich zutiefst erschreckt ( Mena-Watch, Jordanischer Abgeordneter: “Allah erschuf Araber als Herren der Welt”). Dies gehört zu der von unserer “Elite” bewusst ausgeblendete Realität. Wir sind existenziell ermüdet!
23.7.2020, K-D.W., NZO
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Grössere Gefahr: integrationsunwillige Muslime oder Leute im linken Spektrum?
Ich frage mich langsam, was für uns Europäer die grössere Gefahr ist: integrationsunwillige Muslime oder Leute im linken Spektrum, die jede Islamkritik unterdrücken wollen. Offensichtlich ist ja, dass wir in unserer dummen Gutmütigkeit meinen, Religionsfreiheit schliesse die Verweigerung, unsere Gesetze zu befolgen, ein. Sind wir denn in unserem Denken so gelähmt, dass wir erklärten Feinden unserer Freiheit meinen entgegenkommen zu müssen? Neulich schrieb in dieser Zeitung die kritische Muslimin Ayaan Hirsi Ali, die vor den mordbereiten Islamisten ihrer Heimat nach USA ausgewandert ist; ihr Buch “Reformiert euch!” weist in dieselbe Richtung wie Bassam Tibi. Religionen sind per se von Intoleranz geprägt, keine mehr als der Islam. Dass er sich “Haus des Friedens” nennt, ist mehr als Ironie. Nun mag er in den muslimischen Ländern herrschen, wie es ihm behagt — dass er in Europa dieses Recht nicht hat, muss ihm deutlich gemacht werden. Deutlicher als bisher.
23.7.2020, W.K.
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So lange sich Kritik am politischen Alltag als rechte Ideologie verantworten muss,
so lange wird es keinen vernünftigen Diskurs geben können. Der Hass und die Hetze der polarisierenden Moralisten der Linksfront muss dazu erst verschwinden. Das wird wertvolle Zeit kosten.
Diese Zeit kann genutzt werden, um sich die Frage zu stellen, ab welchem Zeitpunkt den festgestellt wurde, das islamische Einwanderung nutzbringend sei. Wir müssen reflektieren, und uns fragen, was wir hinnehmen wollen, und was nicht. Denn die Gesetze machen letztendlich wir…. Wir müssen uns die Frage stellen, ob es richtig ist ein Grundgesetz zu beschützen, das zur Zerstörung unserer Kultur ursächlich sein kann, als auch zur Aushebelung des Gesetzes selbst, als Folge falsch angenommener Rechtlegung von Religionsfreiheit und Menschenrechten in einem begrenzten Kulturraum.
In diesem Sinne bleibt die Frage unbeantwortet, wer oder was denn die Kultur des Deutschen beschützt…. Haben wir ein Recht auf unsere Weise zu Leben?
Wir brauchen eine Debatte. Und wir brauchen praktikable Lösungen, die auch Rückführungen nicht ausschließen. Vor Allem jedoch darf man nicht vergessen, dass der Islam ohne arabische kulturelle Applikationen für den Moslem nicht denkbar ist. Damit ist ein rein europäischer Islam unmöglich. Der Islam ist auch nicht nur Religion, sondern bringt seine Kultur gleich mit.
Ich weiß das, lieber Leser, denn durch Heirat musste ich zum Moslem werden…. Ich bin nicht gläubig, kenne mich aber aus.
23.7.2020, a.M.
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Ein Euro-Islam ist nicht, wie der Autor meint, eine „Vision“, sondern ein Phantom
– genauso wie es der „Eurokommunismus“ der 1970er-Jahren war. So wenig Sozialismus mit Demokratie zusammenpasst, sowenig Islam mit säkularer Moderne. Der Islam ist vom ersten Tag seiner Existenz an politisch gewesen und lässt niemals eine Trennung von Religion und Politik/Staat/Gesellschaft zu.
23.7.2020, M.B.
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Schweiz wird islamisch
Die Pflicht zur Verbreitung des Islams führt zusammen mit der stetig zunehmenden Anzahl Kirchenaustritte dazu, dass – zumindest in der Schweiz – der Islam bis 2050 die stärkste Religion sein wird. Ob dann nicht die Forderung nach dem Gesetzt der Scharia kommen wird, ist alles andere als sicher.
23.7.2020, M.P.
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Freiheitliche Grundordnung anstelle von Leitkultur
Eigentlich ist nicht eine “Leitkultur” das, worin sich Einwanderer integrieren müssen, was sie befürworten und an ihre Kinder weitergeben müssen, es ist die Freiheitliche Grundordnung, die einzige Grundordnung, die überhaupt die Möglichkeit dafür bietet, dass sehr viele auch sehr unterschiedliche Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen auf einem Territorium friedlich und gedeihlich zusammenleben. Sie beinhaltet nämlich die Grundwerte und Grundprinzipien, die alleine dies gewährleisten können; aber auch das funktioniert natürlich nur, wenn die weit überwiegende Zahl der Einwohner und insbesondere der Staatsbürger genau dies unterstützt.
Damit einher geht auch eine vollständige Lossagung von allen entgegenstehenden Ideologien, insbesondere Clanideologien, Linksideologien und sonstigen faschistischen Ideologien, z.B. rassistischen Ideologien.
Zusätzlich ist es notwendig, dass Einwanderer die Landessprache lernen, mindestens auf gutem B2-Niveau für den Anfang. Und dass sie für sich und ihre Familie ein Einkommen erwirtschaften und ihren gerechten Anteil an den Steuern zahlen (in Deutschland z.B. sind das 700 Euro pro Person und Monat, von der Wiege bis zur Bahre, inkl. indirekter Steuern). Und schließlich dürfen sie keine Verbrechen begehen. Werden diese 4 Grundanforderungen nicht erfüllt, dürfen die Leute keine Aufenthaltserlaubnis erhalten oder verlängert bekommen. Andernfalls sind massive Probleme programmiert.
23.7.2020, B.H.
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Ist der Islamdialog (Nagel, Tibi) noch sinnvoll?
Nachfolgend werden Gründe vorgestellt, wieso es keinen Sinn macht, die sattsam bekannten Themen des sogenannten „Islamdialogs“ endlos weiter wiederzukäuen, sondern zur Kenntnis zu nehmen, dass es sich um eine langfristig angelegte Strategie handelt, die Europa in einer epochalen Kultur-Revolution von oben islamisiert. Da sich hier die Ideologien und Dogmen der technischen Moderne und des Islam verbinden, werden sie in ihrer Radikalität vorhersagbar und erübrigen jede weitere Kritik, die immer gleiche Aspekte ergebnislos wiederholt, während der Kontinent seine Kultur-Identität verliert.

Seit einem halben Jahrhundert wälzt die Gebetsmühle dieses Scheindialogs die Bestände proislamischer Stereotypen vor sich her. Mit vielen Anregungen zu Toleranz für Muslime und Respekt bzw. „Hochachtung“ (Kath. Kirche) vor dem „Frieden des Islam“ fing sie einst an, wehrte indes schon frühe Hinweise aus den Wissenschaften auf konträre Erfahrungen der Geschichte und Gegenwart als Polemik, Schüren von Ängsten oder „Brandstiftung“ ab. Fünfzig Jahre später hat sich die Ausgrenzung alles Alten, Bürgerlichen, Christlichen und Deutschen zum weitaus aggressiveren Diffamierungs-Quartett Fremdenfeindlichkeit, Volksverhetzung. Antisemitismus und Islamophobie verhärtet.
Wer die gewalthaltige Konstellation beschreibt oder gar kritisiert, erweist sich in diesem Objektiv totalitärer Umkehrung als Schädling des Systems.
Mit den bevorzugten Begriffen „Islamophobie, Antisemitismus, Rechtsradikalismus und „Rassismus“ bekommt er/sie verbale Judensterne angeheftet, die konkrete Signalwirkung auf die Djihad-Aktivisten der Euro-Islamisierung ausüben (s.u.).
Dabei hatte Deutschland im fraglichen Zeitraum zwei Drittel aller Immigranten in die EU – bei einem Fünftel deren Bevölkerung – aufgenommen. Während also die Forderungen nach Toleranz und Respekt übererfüllt wurden, indem die Moscheen von 20 auf 2000 und der Muslimanteil an der Bevölkerung von 0,1 auf etwa 12 Prozent gestiegen waren, hatten die sich verschärfenden Begriffe des Scheindialogs und dessen Gebetsmühle zu einer staatlich legitimierten Kampfmaschine verwandelt, die an die links-rechten Extremismen anknüpfte.
31.1.2020, Hans-Peter Raddatz
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Dr. Hans-Peter Raddatz (* 18. August 1941 in Koblenz) gilt neben Prof. Tilman Nagel als einer der profiliertesten Orientalisten in Deutschland. Der Volkswirtschafter, Berater und Publizist ist durch seine islamkritischen Schriften über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens“ (2002) und „Allah und die Juden – Die islamische Renaissance des Antisemitismus“ (2007).

Hans-Peter Raddatz: Von Allah zum Terror?
Der Djihad und die Deformierung des Westens (Deutsch) 2002
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Hans-Peter Raddatz: Allah und die Juden.
Die islamische Renaissance des Antisemitismus (Deutsch) , 2007
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Pter Scholl-Latour:
“Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.”
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Bassam Tibi: islam ohne Integration gefährdet den Inneren Frieden
“In Zukunft wird der soziale Frieden bei der Austragung von Konflikten davon abhängen, ob der Islam in den Westen integriert oder eine kommunitäre Größe mit eigener Weltanschauung in einem Kulturgetto wird.
Jenseits der propagierten Idylle einer multikulturellen Gesellschaft verspricht allein eine demokratische Integration der muslimischen Zuwanderer eine friedliche Bewältigung der Konfliktpotentiale.
Integration gelingt allerdings nicht nur durch Abstandnahme von der Multikulti-Ideologie, sondern auch durch eine Begrenzung der Zuwanderung unter Berücksichtigung der Aufnahmekapazität europäischer Gesellschaften.
Sollte aber der Multikulti-Kommunitarismus siegen und mit unkontrollierter Zuwanderung ohne Integration einhergehen, dann ist der innere Frieden in Europa gefährdet. Beim hohen Informationsstand unserer Zeit werden die Deutschen im 21. Jahrhundert – anders als in der Vergangenheit – nicht verlogen sagen können: „Wir haben es nicht gewußt.“
http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-wider-den-getto-islam_aid_163944.html,

Bassam Tibi, der Erfinder des Euro-Islam hat mittlerweile eingesehen, daß es den Euro-Islam nie geben wird:
https://www.derwesten.de/politik/islam-experte-bassam-tibi-der-euro-islam-ist-gescheitert-id12069234.html
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Kritik am Islam muß gestattet sein
1. Der Islam ist kein Volk…daher muss Kritik gestattet sein…ich liebe den Fremden bzw. den Nächsten, besonders den Juden, aber zB auch Indianer oder Eskimos, wenn sie sich dem Grundgesetz entsprechend verhalten und sich an Gesetz und Ordnung halten…
2. Islamophopie gibt es nicht…. und ich halte es wie die berühmte Aufklärerin Ayaan Hirsi Ali, für den größten Schwachsinn dieser Zeit. Sie sagte:
“Aufklärung kann niemals fundamentalistisch sein. Ihr Wesenskern ist kritisches Denken, und das ist dynamisch. Ich hinterfrage, was du denkst, und du tust das Gleiche. Und nun zur Islamophobie, dem größten Schwachsinn unserer Zeit! Es gibt sie nicht. Es gibt vielleicht Christophobie, denn Christen werden weltweit verfolgt. Aber Islamophobie? Ein PR-Gag der Islamisten im Westen, um den Gesellschaften Schuldgefühle einzuimpfen. Islam wird psychologisch auf die gleiche Stufe gestellt wie Ethnie oder sexuelle Orientierung. Paradox: Eine Religion wie der Islam, bigott gegen Frauen, Ungläubige, Homosexuelle, stilisiert sich selbst zum Opfer!”
Christophobie…in unserem Land…….weltweit….hmmmm….könnte was dran sein…….
3. Der Islam ist meines Erachtens keine Religion sondern Ideologie…und noch weniger bedeutet er Frieden…..wer etwas anderes behauptet hat noch nie den Koran gelesen….
4. Volksaustausch geschieht…. aber 87% meiner Landsleute nehmen es nicht wahr….
30.1.2020, N.G.

 

Euro-Islam wieder aktuell?
In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf einen Artikel von Bassam Tibi in der NZZ. „Der Anteil Muslime an der europäischen Bevölkerung wird weiter wachsen: Wie will Europa damit umgehen?“
https://www.nzz.ch/feuilleton/willkommenskultur-islam-und-muslime-in-europa-wie-weiter-ld.1493390
Etwas erstaunt stellt der Leser fest, dass Herr Tibi dem „Euro-Islam“ wieder als Lösung der Integrationsprobleme mit den muslimischen Migranten zuredet, nachdem er ihn vor drei Jahren schon einmal für gescheitert erklärt hat: https://www.derwesten.de/politik/islam-experte-bassam-tibi-der-euro-islam-ist-gescheitert-id12069234.html
6.7.2019, St.B., TO

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Tibi: Ditib und Islam-Verbände fordern Kollektivrechte
Ditib ist türkisch, der Zentralrat arabisch. Obwohl beide sunnitisch sind, sind sie ethnisch gespalten. Inzwischen hat der Zentralrat eingelenkt, und Ditib steht allein – es ist aber der mächtigste Islam-Verband. Die Verbände des organisierten Islam, die für Muslime in Europa Minderheitsrechte fordern, greifen zwei der höchsten Errungenschaften Europas an. Zur kulturellen Moderne gehören Laïcité als Trennung von Religion und Politik und die Bestimmung des Menschen – jenseits von Kollektiven – als vernunftbegabtes Individuum. Beide europäischen Errungenschaften sind heute durch islamische Zuwanderungen gefährdet.

Zum Irrsinn gehört, dass nicht nur Muslime diese Außerkraftsetzung europäischer Identität fordern, auch post-moderne Europäer tun dies. So sind Europäer – sogar die Franzosen – bereit, aus Rücksicht auf die Muslime nicht nur das Prinzip der Laïcité als Grundlage einer säkularen Gesellschaft, sondern auch die Citoyenneté als Bürger-Bestimmung des Menschen zu verwässern oder gar abzusetzen. Denn die oft von außen (unter anderem von der Türkei, Saudiarabien und Iran) gesteuerten Islam-Funktionäre bestehen darauf, dass ihre Religionsgemeinde als Minderheit mit Anspruch auf spezielle durch die Zugehörigkeit zu Religion definierte Kollektivrechte anerkannt wird.

Diese Funktionäre sagen durch die Blume, dass sie ihre dramatisch wachsende Religionsgemeinde in Zukunft in der Mehrheit sehen. Vom Ausgang dieses weltanschaulichen Wertekonflikts zwischen europäisch-säkularen und kollektiv-religiösen Werten wird die Zukunft Europas abhängen. Selbst Muslim und Migrant, liegt es mir fern, zu polarisieren; als integrer Wissenschaftler verschweige ich nicht das Konfliktpotenzial. Was ich will, ist zur Versachlichung beitragen. …
… Alles vom 27.4.2018 zu “Wie geht Deutschland mit mehr Islam um?” von Bassam Tibi bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/wie_geht_deutschland_mit_mehr_islam_um

 

Die EU ist kein Christen-, sondern ein Europäer-Club, der die Idee Europas als informelle Satzung hat. Eine Vollmitgkliedschaft der Türkei in die EU setzt die Anerkennug europäischer Maßstäbe voraus und dasss die türkische Bevölkerung sich überzeugend für eine europäische Identität entscheidet.

Bassam Tibi: Mit dem Kopftuch nach Europa? Die Türkei auf dem Weg in die Europäische Union, Nachwort zur 2.Auflage, Seite 202, Darmstadt 2007
ISBN 978-3-534-20872-2

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