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Herz von blühenden Narzissen an der Dreisam in Freiburg im März 2019

Herz von blühenden Narzissen an der Dreisam in Freiburg im März 2019

 

 

 

Wir schweigenden Lämmer – es gibt keine abweichenden Meinungen mehr
von Lisa Marie Kaus
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Ich weiß nicht mehr, was ich schreiben soll. Es ist bereits alles gesagt und mittlerweile sogar von jedem. Gleichzeitig ist es auch egal, ob ich etwas schreibe oder nicht. Denn die, die es lesen, sind nicht die, die ich erreichen müsste. Sie, liebe Leser, sind wahrscheinlich hier, weil Sie – in einem Dickicht des einseitigen Fokus der Medien – auf der Suche sind nach heterogenen Meinungen. Zumindest schließe ich jetzt einfach mal von mir auf Sie. Seit Jahren bin ich davon entsetzt, dass man im öffentlichen Raum – vom Radio über Fernsehen und Zeitungen bis hin zum evangelischen Kirchentag – keine abweichenden Meinungen hört. Natürlich können die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und die Passauer Neue Presse der AfD geistige Mittäterschaft bei der Ermordung Walter Lübckes unterstellen. Natürlich kann man der Meinung sein, die größte Gefahr komme „von rechts“ und es sei nun an der Zeit, Grundrechte für solche Gefährder auszusetzen, da der Umsturz unmittelbar bevorstehe.
Es kann aber nicht sein, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, mit dem Nimbus der Objektivität und journalistischen Redlichkeit, Politik macht. Dabei mache ich Anja Reschke und Dunja Hayali ihr Verhalten nicht mal zum Vorwurf. Wer, wie die beiden, stellvertretend für so viele, davon überzeugt ist, einen Erziehungsauftrag für die unbedarften Zuschauer, ja, für die gesamte Demokratie zu haben, muss so auftreten. So mancher Inquisitor mag noch am Sterbebett jämmerlich darüber verzweifelt sein, dass er nicht mehr Ketzer durch Folter und Verbrennen hatte retten können. Es ist aber höchst gefährlich, wenn man diese Form des Staatsbürgerkundefernsehens zum Goldstandard der veröffentlichten Meinung erklärt.
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Als mein Vater seine Verwandten in der DDR besuchte, erläuterten sie ihm, dass sie den Moderator des schwarzen Kanals nur „Schnitz“ nannten, so schnell schalteten sie den Fernseher ab, wenn Karl-Eduard von Schnitzler auf der Mattscheibe erschien. Eigentlich sind die Zeiten aktuell so schlecht, sie schreien nach ähnlich guten Witzen. Und dennoch, ich kenne keine. Wenn man sich zwischen Tagesspiegel am Frühstückstisch und Tagesschau auf dem Sofa bewegt, erlebt man nur eine Meinungsrichtung und fühlt sich objektiv und gut informiert. Karl-Eduard konnte davon nur träumen. Er hatte es immer noch mit dem vermaledeiten Westfernsehen zu tun. Ein solches Korrektiv fehlt uns heute.
Nun muss ich den deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk kurz in Schutz nehmen. Auch die BBC ist nicht objektiv. Im Zusammenhang mit dem EU-Referendum und der Brexit-Berichterstattung wird immer wieder kritisiert, die öffentlich finanzierten Fernseh- und Rundfunksender würden zu einseitig berichten und Brexiteers nicht gleichberechtigt zu Wort kommen lassen. Ein ganzer Wikipedia-Eintrag ist der Kritik an der BBC gewidmet.
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Und da sind wir auch schon beim Unterschied. In Großbritannien wird darüber DEBATTIERT. Dort positionierten sich die großen Zeitungen vor dem Referendum auch deutlich pro oder contra Brexit. Da wusste man, was man in der Hand hielt. In Deutschland wären solche Deklarierungen illegal – zumindest, wenn man AKKs Gesetzeskommentar folgt. Generell diskreditiert man sich in Deutschland mit Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder der EU sofort selbst und macht seine Nähe zum rechten Rand deutlich. Als sich kürzlich die Kandidaten für den Tory-Parteivorsitz auf BBC One den Fragen von Zuschauern stellten, leitete Lee aus Norwich seinen Redebeitrag damit ein, er habe bei den EU-Wahlen die Brexitpartei gewählt. Wer, der nicht in der Castingkartei von „Schwiegertochter gesucht“ zu finden ist, und somit zumindest unter dem Verdacht steht, vor sich selbst geschützt werden zu müssen, würde beim MoMa-Café Dunja Hayali offen erzählen, er könne den Brexit verstehen und habe bei der Wahl zum Europaparlament die AfD gewählt?
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210 Euro Demokratieabgabe zahlen wir im Jahr. In der Schule lernten wir, dass keine journalistische Quelle so glaubwürdig und redlich sei wie ARD und ZDF. Wir lernten, dass ohne die Öffentlich-Rechtlichen nur Schund im Fernsehen laufen würde. Warum das, was bei Zeitungen doch gut funktionierte – ein freier Markt, der keinen inhaltlichen Unterbietungswettbewerb erlebte – beim Fernsehen nicht möglich sein sollte, lernten wir nicht. Ebenfalls lernten wir nicht, wieso der Staat die Informationsbedürfnisse der Bürger besser kennen sollte als sie selbst.
Angesichts dieser Vorbildung haben es alternative Medien schwer. Sie haben es schwer, überhaupt konsultiert zu werden, und sie haben es schwer, für glaubwürdig gehalten zu werden. Erst kürzlich konnte man im Deutschlandfunk erfahren, welch unsaubere und dilettantische Artikel Tichys Einblick, Cicero und NZZ veröffentlichten, während Relotius natürlich nur ein tragischer Einzelfall sei. Die Argumente sind nicht wichtig, entscheidend ist, von wem sie kommen. Das ist nicht mal böser Wille – das ist nur menschlich. „Wo hast du das schon wieder her?“ Und deshalb ist es auch egal, was ich schreibe, denn Menschen, die nicht sowieso schon die Mehrheitsmeinung prüfen und angreifen, werden das hier nicht lesen.
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Sind wir Teil einer großen schweigenden Mehrheit?
Während in Großbritannien über die Objektivität der öffentlichen Medien diskutiert wird und diese Debatte dadurch möglich ist, dass es ein heterogenes veröffentlichtes Meinungsbild gibt, würde ich, ohne meine kleine Echokammer im Internet, keine abweichenden Einschätzungen und Meinungen zu lesen, zu sehen oder zu hören bekommen. Und der Austausch im deutschen „intellectual dark web“ stimmt einen gerne mal optimistisch. In den Artikeln auf Achgut.com und in den Kommentaren darunter gibt es sie, die gefährliche abweichende Meinung. Als Achgut.com-Autor erreicht man viele Leute, die sich differenziert und detailliert mit den jeweiligen Themen auseinandersetzen. Wir sind alle Mitglieder in einem Feel-Good-Gesprächskreis. Erleichterung: Man ist doch nicht allein mit seiner oppositionellen Position. Zuversicht: Sind wir also ein schreibender und lesender Teil einer großen schweigenden Mehrheit? Folgen wir mal dieser These. Um die schweigende Masse im Nationalsozialismus zu beschreiben, wird oft Martin Niemöller zitiert:
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
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Konkreter wird der Sachverhalt, wenn man sich mit den Novemberpogromen 1938 beschäftigt
Eine Sammlung von Briefen von Augenzeugen aus diesen Tagen lässt nicht den Schluss zu, dass der überwiegende Teil der Deutschen die Übergriffe und Ausschreitungen befürwortet hat. In kaum einem Bericht wird von einer zustimmenden Haltung der Bevölkerung gesprochen. Im Gegenteil. Viele Briefe zeugen von der Empörung und Ablehnung, die die meisten gegenüber den Pogromen empfinden. Der Großteil der Bevölkerung ist innerlich entsetzt über die Taten, schweigt aber, so wird es immer wieder geschildert. Selbst Parteimitglieder sind entrüstet über die brutalen Ausschreitungen.
Berufliche Abhängigkeiten sorgen aber dafür, dass alle Einwände nur im Stillen geäußert werden. Eine Kleinstadt boykottiert einen ansässigen Bäcker, da sich der Sohn des Besitzers beim Pogrom besonders hervorgetan hatte. Regierungsbaurat Kurt Krimmel aus Oberschlesien verabschiedet sich kurz vor seiner Ausreise aus Deutschland von seinen Kollegen, die ihm entgegnen: „Wir sind traurig und schämen uns, dass wir Deutsche sind. Wir beneiden Sie, dass Sie hier rauskommen.“ Gustav Lask, dem in der Pogromnacht in Kiel von zwei jungen SS-Leuten in den Rücken geschossen wurde, erhält nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus von vielen Menschen Zuspruch. Blumen und anonyme Sympathiebekundungen flattern in sein Haus. Am 10. November um 11 Uhr wird ein Verfasser eines Briefes von einer Mannschaft aus SS und SA abgeführt. Der Trupp, mit etwa 35 Gefangenen, wird durch die Stadt getrieben.
Passanten grüßen die Verhafteten freundlich. Von Volkszorn, so der Autor, habe er nichts gespürt. Einige Juden kommen in diesen Tagen bei ihnen teilweise Unbekannten unter. Villenbesitzer, Pensionsinhaberinnen und Kaufleute verstecken viele, die so einer Verhaftung entgehen. Am 17. November erscheint in der holländischen Tageszeitung „Het Volk“ ein offener Brief von 25 Deutschen, die in den Niederlanden wohnen. Sie drücken darin ihre tiefe Abscheu über die Pogrome aus und versichern, dass die Mehrzahl der Deutschen nicht dahinterstehe. Gleichzeitig nennen sie ihre Namen nicht – die Angst vor Repressalien für sie, oder ihre Angehörigen in Deutschland, ist zu groß.

Die Zustimmung aus der Bevölkerung ist passiver Natur
Zustimmung wird vor allem von offizieller, behördlicher Stelle beschrieben. In einer Kirche in München predigt ein Pfarrer, dass die Pogrome Gottes Wille seien. Ein Brief, der vor 1936 verfasst worden sein muss, berichtet von systematischer Demütigung und Ausgrenzung jüdischer Kinder in der Schule. Für schlechtes Benehmen müssen „arische“ Schüler neben dem Juden der Klasse sitzen. In einem Elterngespräch legt ein Lehrer einem Vater nahe, sein Kind freiwillig von der Schule zu nehmen, da er sonst persönlich dafür sorgen würde, dass sein Kind jeden Tag weinend von der Schule nach Hause käme. Ein Rektor einer Mädchenschule in Nürnberg tut sich besonders hervor. Im Sommer 1936 verlassen die letzten jüdischen Mädchen seine Einrichtung. Vor der versammelten Schule hatte er sie vortreten lassen und angeprangert, dass sie – als Vertreter der minderwertigen Rasse – immer noch da seien.
Die beiden Kinder waren tränenüberströmt nach Hause gekommen. Die Zustimmung, die von der Bevölkerung ausgeht, ist passiver Natur. Eine Briefeschreiberin aus Breslau fasst zusammen: „Bessere Leute schämen sich, kleine Leute gleichgültig, keine Seele kocht.“ In einem weiteren Brief ergänzt sie: „Sie werden durch geschickte Propaganda stark beeinflusst und glauben das, was sie schwarz auf weiß zu lesen bekommen.“ Vor einem großen Eckladen beobachtet ein Holländer in Berlin, wie die Schaulustigen erst mit „stummem Schrecken“ davorstehen und nach einer gewissen Zeit dann doch das verwüstete Geschäft plündern.
Nein, wir leben nicht in einem totalitären Terrorregime. Bei uns gibt es keine Konzentrationslager. Niemand wird wegen seiner Abstammung oder seiner politischen Einstellung verhaftet. Niemand muss, vor schier endloser Verzweiflung darüber, dass man gezwungen ist, zuzusehen wie der eigene, über 70-jährige Vater von KZ-Aufsehern totgeschlagen wird, in den elektrischen Lagerzaun rennen, um dort vom Tod erlöst zu werden. Bei uns wird nicht auf offener Straße – unter Billigung und Beteiligung der Staatsgewalt, wie im November 1938 aus Ostfriesland berichtet – ein 19-Jähriger verprügelt, ins Wasser geworfen und, nachdem er sich wider Erwarten ans Ufer retten kann, bewusstlos geschlagen und zurück ins Wasser geworfen, wo er ertrinkt. Kein Arzt, wie jener, von dem in einem Brief aus Mergentheim zu lesen ist, wird heute verhaftet, weil er einen schwer misshandelten Rabbiner versorgen möchte. Bei uns wird niemand am Grenzübertritt gehindert – egal in welche Richtung – und niemand darf nicht studieren, weil seine Eltern als politisch unzuverlässig gelten. Wir achten nicht auf ein Knacken in der Telefonleitung, und bei privaten Gesprächen riskieren wir lediglich Freundschaften, wenn wir offen unsere Meinung sagen. Doch bestand die DDR auch 12 Jahre ohne Mauer.

Nur in der Diskussion kann man voneinander lernen
Die westlichen Demokratien basieren auf dem Prinzip der offenen Gesellschaft, die der Philosoph Karl Popper beschreibt. Im Zentrum unserer Freiheit steht der Diskurs. Ähnlich einem Forscher, der Thesen aufstellt, die sich der Kritik und Prüfung der Forschergemeinschaft unterziehen müssen, sollte auch unsere Gesellschaft Politik als Trial and Error sehen. Das Schöne an der Demokratie ist der Fakt, dass ein Umsturz, also das Abwählen einer politischen Theorie, unblutig durch Stimmabgabe erfolgt. Die Falsifikation der politischen Ideen, die zur Wahl gestellt werden, darf dabei nicht durch Dogmen oder Interessengruppen behindert werden. Die Institutionen eines Rechtsstaates sollen diese Konzentration von Macht beschränken und gewährleisten, dass eine freie kontroverse Diskussion innerhalb der Gesellschaft fortlaufend stattfinden kann.
Poppers Ansatz basiert dabei auf einer einfachen Lebenseinstellung: dem kritischen Rationalismus. Ähnlich dem klassischen Liberalismus betont er die Fehlbarkeit des Menschen. Nur in der Diskussion kann man voneinander lernen, Fehler in der eigenen Argumentation erkennen (da sind wir wieder bei den Naturwissenschaften) und der Wahrheit ein Stück näher kommen. Denn in der offenen Gesellschaft geht es jedem ehrlich nur um die objektive Wahrheit. Sogar Franziska Keller (alias Ska Keller, Anm. d. Red.) aus Guben würde wohl unterschreiben, dass unsere offene, westliche, demokratische Welt auf den Werten der Aufklärung beruht. Sapere aude setzt die freie Meinungsbildung ins Zentrum. Sich frei eine eigene Meinung zu bilden, ist ein Wert an sich. Nur eine Gesellschaft, die dazu in der Lage ist, Meinungen zu respektieren, die sie für absolut falsch hält, ist eine freie Gesellschaft.
Dies bedeutet jedoch nicht Beliebigkeit und Pazifismus bis zur Selbstaufgabe. Der Fakt, dass wir uns stets irren können, befreit uns nicht von Entscheidungen und entlässt uns nicht aus der Verantwortung. Durch Wahlen kann mal jene politische Strömung, mal die andere in die Regierung gespült werden. Nur weil eine Meinung die Zustimmung der Mehrheit bekommen hat, heißt es nicht, dass sie richtig ist. Deshalb bleibt auch stets der Weg der Bekämpfung mit demokratischen Mitteln: Diskurs, Kritik, Hinterfragen der eigenen Position, Achtung der demokratischen Institutionen.

Gandhi wäre an den Deutschen verzweifelt
Was aber, wenn dies die politischen und medialen Eliten der aktuellen Mehrheitsmeinung nicht so sehen? Weder scheinen sie sich ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst noch sind sie auf der Suche nach der Wahrheit. Sie haben sie längst gefunden. Die Grünen Khmer kann es nur in Deutschland geben. Wenn sich dieses Volk im Recht fühlt, geht es über Leichen. In einem Beitrag vor einiger Zeit bin ich darauf eingegangen, warum das so sein könnte. Die Konsequenz daraus für den Einzelnen ließ ich damals außen vor. Popper wird in diesem Zusammenhang sehr deutlich und wählt erschreckende Worte:
„Intoleranz ist gewaltsam zu unterdrücken,
wenn ihre Anhänger eine rationale Diskussion ablehnen.“
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Eine gesellschaftliche Diskussion, die unterschiedliche Meinungen abbilden, aushalten und wertschätzen kann, gibt es in Deutschland nicht. Ein Diskurs findet nicht statt. Punkt. Unsere offene Gesellschaft, die sich die Deutschen – zumindest im Westen – selbst nie erkämpft haben, zerbröselt vor unseren Augen. Unsere Institutionen versagen. Ist jetzt der von Popper geforderte Widerstand geboten? Kann ich behaupten, ich sei ein Anhänger der Freiheit und des klassischen Liberalismus und finanziere dennoch widerstandslos die Meinungshegemonen ARD und ZDF jährlich mit 210 Euro? Der Philosoph ist kein Prophet. Die Absolution erteilt weder er noch sonst jemand. Wir alle sind mit der Last der Verantwortung für die Freiheit unserer Entscheidung geboren.
Gandhi zettelte mit seinem Salzmarsch eine Kettenreaktion von zivilem Ungehorsam an. Die indische Bevölkerung gewann, seinem Beispiel folgend, ihr Salz selbst und brach damit das Salzgesetz der Kolonialmacht Großbritannien. Die Inder hatten die Schnauze voll, jährlich über 6 Millionen britische Pfund Salzsteuer an die Besatzer abzuführen. 8 Milliarden Euro zahlen die Haushalte in Deutschland jährlich an die Öffentlich-Rechtlichen. Widerstand ist zwecklos? Gandhi wäre an den Deutschen verzweifelt. Und auch ich tue nichts. Ich schreibe nur ein paar Zeilen, damit ich nicht platze.
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Nein, dieser Text ändert nichts. Es ist alles gesagt – mittlerweile von jedem. Natürlich steht mir frei, eine Partei zu gründen und mit demokratischen Mitteln an der eingefahrenen Meinung zu rütteln. Jeder kann dazu aufrufen, die A3 zu Ferienbeginn zu blockieren, um gegen die Einseitigkeit von ARD und ZDF zu demonstrieren. „Ein Zeichen setzen“ ist nicht nur ein abgedroschener Kampfbegriff derer, die sich nie mit Freiheit beschäftigt haben. Einige haben in den letzten Jahren versucht, ihren Unmut gegen den politischen Mainstream auszudrücken und haben zu dem einen (Parteigründung) oder dem anderen Mittel (Demonstration) gegriffen. Doch auch das änderte nichts. Ein herrschaftsfreier Diskurs, der sich den jeweiligen Argumenten und Positionen unvoreingenommen genähert hätte, fand nie statt.
Die Vertreter der Hauptmeinung nutzten diese Wortmeldungen nie zum kritischen und bescheidenen Hinterfragen der eigenen Überzeugung. Würden wir morgen früh die A3 blockieren, wären wir morgen Abend die nächste „rechte Fratze“ in den Tagesthemen. Das Framing der abweichenden Meinung, vor allem durch die bis an die Zähne finanzierten Öffentlich-Rechtlichen, reißt das Fundament unserer offenen Gesellschaft ein und gefährdet die Freiheit. Wer heute noch für die AfD arbeitet, ist im besten Fall ein hoffnungsloser Idealist, und im schlechtesten Fall hat er, in seinem falsch geknöpften, mit Fettflecken übersäten Hemd, eh nichts mehr zu verlieren. Eine abweichende Meinung zerstört Karrieren und gefährdet die eigene Sicherheit. Da flüchtet man sich lieber in sein privates Biedermeier. Ich weiß, wovon ich rede. Ich bin da schon längst angekommen.
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Nein, wir leben nicht in einem totalitären Staat, und dennoch stehen gerade wir dabei und schauen zu, wie die Reschkes und die Hayalis, die Rackete-Anhänger und die Böhmermanns, wie die Merkels und Leyendeckers, wie unsere medialen und politischen Eliten die Schaufenster unserer Freiheit zerschmettern.
(1) Wenn die schweigende Mehrheit im November 1938 sich getraut hätte, laut zu widersprechen – alle hätte das Regime nicht wegsperren können.
(2) Die Briten verhafteten, im Rahmen des Salzmarsches, 60.000 Inder und verloren den Kampf gegen Gandhis Unabhängigkeitsbewegung gerade deswegen.
(3) Wenn Sie also, erleichtert durch den frischen Wind der abweichenden Meinung hier auf Achgut.com, meinen „Das wird schon“, dann denken Sie an all das zersplitterte Glas, das längst auf der Straße liegt und über das Sie und ich jeden Tag mit stummem Schrecken hinweglaufen.
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… Alles vom 6.7.2019 von Lisa Marie Kaus bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wir_schweigenden_laemmer
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Innere Emigration – oder Auswanderung
Zustimmung! Auch ich lebe längst im “privaten Biedermeier”. Frank Thiess prägte dazu den Begriff “Innere Emigration” der in etwa das selbe beschreibt. Geistig schon seit Jahren, zunehmend aber auch in realer Planung, sitze ich auf gepackten Koffern. Dieses Land ist nicht mehr mein Land. Meine Heimat ist irgendwann´verschieden. Sanft im selbgerechten Schlaf aus dem Leben geglitten. Widerspruch ist sinnlos geworden. Klar, in meinem (zunehmend kleiner werdenden) Bekanntenkreis herrscht oftmals noch Wut über die Zustände, die Politik und die Medien die unisono den selben bleiernen Sermon absondern. Meist aber überwiegt die Resignation. Hin und Wieder ein kurzer aufflackern von stillem Aufbegehren. Manchmal der Wunsch, der Teufel .. oder ein langanhaltender Total-Blackout … möge dieses verdammte Land heimsuchen. Auf das die ganze Bande den Preis für ihr unsägliches Lemmingdasein bezahlt.
Aber dann denke ich an meine Familie. Dann fange ich wieder an Dinge wegzuwerfen. Dinge von denen ich glaube das ich sie nicht werde mitnehmen könenn. Viel wird es eh nicht sein. Vorallem wird es nicht viele sein, an das ich errinnert werden möchte. Die meisten Deutschen, seien es die 1848/49er-Revolutionäre, die Flüchtenden der dreißiger Jahre, Die welche aus der DDR verschwanden, oder all die anderen Millionen die diesen Land den Rücken kehrten, sie gingen nicht mit lauten Flüchen und dem zuschlagen von Türen hinter sich. Sie gingen still und mit gesenktem Haupt. Kopfschüttelnd vielleicht, aber niemals in dem sie hinter sich das Haus anzündeten. Sie verschwanden. Sie verschwinden immer noch. Dieses Land hat ihnen nie auch nur eine Träne hinterher geweint. Es wird auch mir keine Träne hinterher weinen. Und das macht mir das Gehen irgendwie leicht.
2l7l2019, A.M., AO
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Bundestag: Nur 299 von 709 direkt gewählt – deshalb Pfründe
Das Merkelsystem hat durchaus totalitaristische Züge. Immerhin 87% Mehrheit im Bundestag, jedenfalls bei den wichtigsten Fragen (Open Borders und Bankenrettung). Die 709 Abgeordneten des größten Bundestages aller Zeiten werden auch nicht für Merkels Ablösung stimmen, es sind nämlich nur 299 Abgeordnete direkt gewählt, 410 sind über Parteilisten drin, sie verdanken ihre millionenschweren Pfründe also direkt dem Merkelsystem. Der größte BT aller Zeiten ist gleichzeitig der schwächste.
Das jetzige System ist viel näher mit der DDR verwandt als mit der Bundesrepublik der 80er Jahre (Schmidt/Kohl).
2.7.2019, J.P.N., AO
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Es gibt ein “Westfernsehen”!
Es heißt Achsedesgutentichyseinblickdushanwegnerjürgenfritzblogphilosophiaperennisjungefreiheit, ein bisschen BILD, dann noch manche Schweizer Zeitungen…Man muss sie nur halt mal konsultieren! Gut, Sie erreichen nicht die Vollverbohrten, das mag sein. Doch der treuen Leser sind viele, und sie versuchen sich an Aufklärung. Immerhin.
2.7.209, M.R.

Ich halte nicht mehr viel von diesem Land und von diesem Volk
 Vor allem diese guten Qualitäts-Mitläufer haben es mir angetan. Trotzdem gibt es einige Punkte festzuhalten:
1.) Anfang der 1990iger Jahre gab es schon einmal eine Asylwelle. Damals gab es keine “Willkommenskultur”. Und damals wurde diese Welle durch eine Gesetzesänderung bald aufgehalten. Heute ist es komplett anders.
2.) Auch andere Länder im Westen sind betroffen: In GB ist die Islamisierung schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. In Schweden ist die Einschränkung der Meinungsfreiheit schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. in Frankreich ist die körperliche Bedrohungslage schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. Es ist eine Entwicklung in vielen Ländern Westeuropas.
6.7.219, M.L.

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Was tun – gegen die einseitige Indoktrination der Öffentlich-Rechtlichen?
Angesichts der Situation, wie von Lisa Marie Kaus geschildert, geht der Appell an die Fairness ins Leer. Also müssen wir uns anders wehren. Aber es gibt ein Problem. Die ÖR sind Teil des Apparats. Wer aber den Apparat hat, hat die Macht. Auf Grund seiner inhärenten Gewalt kann er ohne größere Extra-Energie seine Kontrahenten ermüden und schließlich überwältigen – genau so, wie ein Seestern eine Muschel umklammert hält und schließlich öffnet, wenn die Muskeln der Muschel ermüden und dem Zug des Seesterns keinen Widerstand mehr entgegensetzen können. Aber: Gegen den kreativen Widerstand vieler ist der Apparat schließlich machtlos, dann gerade seine Trägheit verhindert eine flexible Antwort. Hier mein Vorschlag: 1) die Abbuchungserlaubnis der ÖR kündigen 2) mahnen lassen 3) flexibel nachzahlen, und zwar immer wieder. Wenn sich Zehntausende beteiligen, wird die Wirkung nicht ausbleiben.
6.7.2019, W.M., AO
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Der Zug ist abgefahren
Ich ( geb. 1960 ) war nie ein ” schweigendes Lamm “. – Aber aus meinen 30jährigen Debatten über die einzig wahre Religion weiß ich, daß den Leuten ein Problem von großer Tragweite solange am Arsch vorbeigeht, bis sie selbst unausweichlich betroffen sind. Und die allermeisten Wähler der einzig wahren Partei sind nicht anders. Sie haben ganz treudoof und brav gelebt mit der SPD und der CDU ,in ihren modrigen Pullis. Es hat ‘ne halbe Ewigkeit gedauert, bis die endlich und ZU SPÄT aufgewacht sind. So wird es auch jetzt werden : die Fakten, denen man hinterherrennen muß, wurden spätestens Ende der 90er geschaffen durch Schröder /Fischer und jetzt wird über das Missmanagement geheult. Der Zug ist abgefahren : Alternde Bürger machen keine Revolution von unten. Die Brut, die folgt , ist zu doof für sowas und auf jeden Rentner oder Pensionär, der die Schnauze voll hat, kommen vier oder fünf, die ganz gut klarkommen. Man kann rumzappeln, aber da müssen jetzt alle durch. Bis das Geld alle ist oder die einzig wahre Religion endgültig den Ton angibt. Überragende Arbeit, Frau Kaus !
6.7.2019, T.T.
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Eine gespaltene Gesellschaft lässt sich viel leichter manövrieren
Es geht nur um Spaltung. Jeder gegen jeden und Gott, Allah und Konsorten gegen Alle.. Eine gespaltene Gesellschaft lässt sich viel leichter “manövrieren”. Eine starke Mitte bedroht die Taschenspielertricks von denen, die es ja gar nicht gibt, nennen wir sie mal “Deep State”. Oder meint noch irgend jemand, den gibt es nur in den USA? Eine homogene Gesellschaft kann sich jederzeit auch aus den Rändern wieder zur Mitte bewegen aka zusammenschließen und #wirsindmehr Oben in den Allerwertesten treten. Das fraktalisierte Multikulti der Parallelgesellschaften hat nicht nur die zwei mittlerweile ziemlich künstlichen Konfliktebenen Links/rechts sondern eins, zwei, drei, ganz viele, In diesen Gewaltgesellschaften, wo jeder Furz täglich neu ausgehandelt wird, also das Faustrecht entscheidet, wird sich nie mehr ein echter Widerstand formieren können. Eher haut man sich gegenseitig den Schädel ein. Schon geschickt eingefädelt von denen, die es nicht gibt, doch die Natur findet einen Weg. Da bin ich mir sicher. Wer allerdings meint, wir wären auf dem Weg in die Diktatur oder dass in Deutschland ein rechtsradikaler Umsturz quasi kurz bevorsteht, der hat den Schuss nicht gehört und schon gar nicht Mohammeds weise Worte, wie man mit Ungläubigen (aka Untermenschen) zu verfahren habe. Untermensch ist natürlich voll Nazi, aber für die Religion des Friedens gelten ja eigene Gesetze.
6.7.2019, V.K.
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Schweigen – einfach wegsehen
Ich möchte ausdrücklich die zweifellos bedenklichen Entwicklung unserer Gesellschaft nicht mit der im Dritten Reich vergleichen. Bezüglich der “schweigenden Mehrheit”, die in Umfragen ein Sprachverbot beklagt, bin ich inzwischen nicht mehr sicher, wie sehr sie Dinge ausserhalb ihres direkten Lebensumfeldes wirklich interessieren, wenn noch genug im Geldbeutel ist. Unvergesslich das bittere Fazit des britischen Historikers und Hitler-Biografen Ian Kershaw zur grossen Schuldfrage, wie hier der Holocaust möglich wurde:
“Eine Minderheit war dafür.
Eine noch kleinere Minderheit war dagegen.
Die grosse Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat einfach weggesehen.”
6.7.2019, M.H.
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AfD als Alternative
Frau Knaus, es gibt eine Lösung. Ich weiss, das ist abgedroschen aber wir haben im Gegensatz zu 1938 eine Demokratie in Deutschland. Alle die hier auf Achgut klagen müssen glasklar einsehen, dass es nur die AfD gibt, die bei der Sache nicht mitmacht. Es ist eben auch typisch deutsch zu jammern und sich dann doch wieder von der AfD zu distanzieren, als ob das Haar in der Suppe wichtiger ist als die Suppe. Solange man nicht einmal den Mut hat in aller Stille ein Kreuz an einer bestimmten Stelle zu machen, weil das vielleicht doch auch ein paar Leuten dienen könnte, die vielleicht doch ein wenig stark rechts sind, und man daher dann doch vielleicht lieber wie bisher wählt, wenn man also die XYZ wählt, also dem Rat der Blockparteien folgt, nun, solange geht es eben weiter.wie bisher. Wer sich mit der Geschichte beschäftigt, stösst in Deutschland auf den 20.Juli 1944, das Attentat von Stauffenberg und Mitstreiter. Dieses einzigartige Auflehnen erfolgte selbst bei diesen tapferen Deutschen erst nach unendlichen, quälenden Diskussion und Bedenken, ob die Tötung eines Adolf Hitler nach 11 Jahren Schreckensherrschaft und vier Jahren Kriegsschrecken denn zu rechtfertigen sei. Für mich bringt das den Sachverhalt auf den Punkt. Die AfD ist keine Nazi-Partei. Sie vertritt, was die CDU in ihrem Parteiprogramm von 2002 vertrat. Punkt. Alles andere sind Petitessen, die zur Verunglimpfung der Partei dienen sollen. Mein Gott, keine Partei hat nur lupenreine Mitglieder. Wer die AfD wählt, geht ein kleines Risiko ein, dass die falschen an die Macht kommen. Wer sie nicht wählt geht ein grosses Risiko ein, dass die falschen an der Macht bleiben. PS: Ich bin nicht AfD Mitglied, da ich in der Schweiz lebe, wäre es aber, lebte ich in Deutschland.
6.7.2019, A.K.
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… es fehlt der Hirte
Sie beschreiben in einem wunderbaren Artikel die Situation in diesem Land und haben vollkommen Recht mit der gewählten Überschrift “Wir schweigenden Lämmer”, die das ganze Dilemma zum Ausdruck bringt. Nur wie sollen die Lämmer mit ihren begrenzten Möglichkeiten reagieren, wenn die Wölfe und Aasgeier sie umkreisen. Sie verharren auf der Stelle und ihr Blöken drückt die ganze Hoffnungslosigkeit aus. Wenn man in diesem Land miterlebt, wie es seit vielen Jahren schon zugrunde gerichtet wird und das mit zunehmender Geschwindigkeit, dann hilft es auch nichts, wenn das Innere sich nach außen kehrt vor Hilflosigkeit.
Auch Wahlen, wie die neueste Geschichte in Europa oder Ostdeutschland zeigt, kann man zukünftig vergessen. Das war der letzte Hoffnungsschimmer des einfachen Bürger, ein Glühlämpchen der Hoffnung, das von den Eliten zertreten wird. Sind wir besser dran als die Türken mit ihren Erdogan, dessen Regime an die schlimmste Zeit der jüngsten deutschen Geschichte erinnert. Die Frage die sich stellt und zu der eine Antwort fehlt ist die, was können die Lämmer tun, um such aus Ihrer hoffnungslosen Situation zu befreien. Es fehlt der Hirte, es fehlt die Wegbeschreibung für den Ausweg, es fehlt das Eingreifen der Hütehunde, die Wölfe vertreiben können. Die wurden von den Eliten inzwischen eingeschläfert, sonst hätte es gar nicht soweit kommen dürfen. Welche Mittel haben die Lämmer? Was kann ein einfacher Bürger in unserer Zeit dazu beitragen, dass das Disaster ein Ende nimmt? Die Lämmer drücken ihre Hilflosigkeit mit Blöken aus, der einfache Bürger steckt den Kopf in den Sand, weil ihn sonst die Hoffnungslosigkeit krank macht. Hilfeschreie gab es schon genug, wenn man z.B. an die Aussageen des Handballers Kretschmar zurückdenkt. Was wir brauchen sind Hirten, sind Autoritäten, sind Wegbereiter, sind Hoffnungsträger oder ein Wunder
6.7.2019, E.F., AO
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Der Zugang zu den „großen“ Medien bleibt den alternativen Medien verwehrt
Der Block (oder soll man sagen, das Kartell?) der etablierten Parteien hat einen Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen man sich frei bewegen darf. Geistig frei bewegen darf. Übertritt man die geistige Grenze, die dieser Rahmen vorgibt, befindet man sich im ungeschützten Niemandsland. Man wird gewissermaßen vogelfrei. Man könnte auch sagen, zum Abschluss freigegeben. Denn man wird nicht einmal mehr als Demokrat betrachtet, sondern wird quasi zu einem verfassungsfeindlichen Outlaw. Für diesen Outlaw sollen nicht die gleichen Rechte gelten, wie für diejenigen, die sich innerhalb des Rahmens aufhalten. So meinen zumindest bestimmte Vertreter der etablierten Parteien. Innerhalb des Rahmens : Demokrat. Außerhalb des Rahmens : Demokratiefeind. Dass diese Einstellung dem Wesen einer Demokratie widerspricht, haben wir schon ausgiebig besprochen. Also, die etablierten Parteien sagen : Wer uns nicht wählt, ist gegen die Demokratie. Er verliert die Wertschätzung, den Schutz der Gemeinschaft. Er hat es verschissen. Er ist raus. Rein könnte er allenfalls als Zeitzeuge gegen die AfD und bekennender, reuiger, sich zum Kartell bekennender, Sünder. Er darf dann auf Vergebung hoffen. Wir finden also eine Situation vor, die mit demokratischen Werten, mit Meinungsfreiheit immer weniger in Einklang zu bringen ist. Was aber bleibt uns übrig, als das Benennen dessen, was wir mit Sorge beobachten?
Der Zugang zu den „großen“ Medien bleibt uns verwehrt. Demonstrationen würden vom Kartell propagandistisch genutzt werden. Sie würden schon die „geeigneten“ Gesichter herausfischen, um uns in ein abschleckendes Licht zu rücken. Man würde uns bei „den Rechten“ einzureihen wissen, würde uns verächtlich zu machen verstehen. Uns als widerwärtiges Beispiel zur Schau stellen. Noch mehr des geistig zerbrochenen Kristalls würde auf den Bürgersteigen einen hässlichen Klang hinterlassen. Und die Mehrheit würde indifferent schweigen. Und die Medien würden Beifall klatschen. Das „Kartell“ wäre wohl zufrieden.
Nachtrag: Und doch, Frau Kaus. In Ihrer scheinbaren Verzweiflung erkenne ich einen Aufforderung. In Ihrer Resignation ein Nein. Das Nein des lebendigen Menschen. Eines Kämpfers. Das Nein desjenigen, der sagt : Jetzt erst recht. Ich stehe ein für meine Werte. Ich glaube an die Wahrheit. Ich füge mich nicht der Unwahrheit. Ich verschmelze nicht mit der Lüge. Ich verteidige meine Meinung, auch wenn ich dieses mit Ausgrenzung zu bezahlen habe. Auch wenn ich dieses mit Ächtung meiner Person zu bezahlen habe. Denn dieser Preis ist gering. Welchen Preis hatten diejenigen zu zahlen, die sich nicht am Plündern der jüdischen Geschäfte beteiligten, die, die ihre Menschlichkeit nicht für 2 Mark fünfzig verkauften, die, die eine heimgesuchte jüdische Familie bei sich versteckten, sie vor den Schergen und Mitläufern des Ungeistes, der Gewalt, der Unfreiheit, bargen und ihnen versuchten, wenn auch nur für eine Nacht, beizustehen. Mut gibt es nicht zu kaufen, noch liegt er auf der Straße herum, man erarbeitet ihn sich. Zunächst in kleinem Rahmen, in einer Diskussion mit Freunden, mithilfe eines Leserbriefes, den man an eine Zeitung schickt, oder indem man tatsächlich eine Demo aufsucht und sich den Beschimpfungen und dem Bespucktwerden seitens derer stellt, die meinen, auf der richtigen Seite zu stehen.
6.7.2019, W.A.
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Ihr Pessimismus ist leider Realismus.
Es gibt offenbar (im Westen) keine „schweigende Mehrheit“, sondern nur die Mehrheit der über Jahrzehnte von Politik und Medien systematisch verdummten und gehirngewaschenen Deutschen. Der von mir verehrte Sir Karl Popper würde heute in einer „kritischen Betrachtung“ von z.B. der SZ, der Zeit oder des Spiegels wohl als Rechtspopulist oder gar Nazi geschmäht; nicht nur wegen seiner Ausführungen zur Demokratie, sondern ganz besonders wegen seiner Auffassungen in der Wissenschaftstheorie, die Wissenschaftlichkeit am Prinzip der Falsifizierbarkeit festmacht – und die Dogmatik der Klimasektierer als unwissenschaftliche Ersatzreligion entlarvte. Die Betrachtung allein auf Deutsche zu verengen wird dem Problem des zunehmenden „Links- und Ökofaschismus“ auf der Welt nicht gerecht. Ein Blick auf die USA und die dortigen Hochschulen macht deutlich, wohin die Reise geht: Wer sich als Verantwortungsethiker outet und der links-grünen Gesinnungsethik widerspricht, wird im wahrsten Sinne zerstört. Beruflich, materiell und gesellschaftlich – inklusive Sippenhaft, wie der Umgang mit dem renommierten Juraprofessor zeigte, der sich „erdreiste“, ausgerechnet Weinstein verteidigen zu wollen. Es mag sein, dass Deutsche noch etwas leichter manipulierbar sind, aber in den westlichen Gesellschaften/Ländern verhält es sich nicht viel anders. Der Hinweis auf die Strippenzieher im Hintergrund ist müßig. Ich denke, hier wissen alle Leser, wer gemeint ist.
6.7.2019, G.B. AO
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Ja, wir schweigen in der Öffentlichkeit! Das ist aber kein deutsches Alleinstellungsmerkmal, kein rein deutsches Phänomen. Wir sind auch nicht das Volk der Richter und Henker. Man braucht heute keine KZs, keine SA und keine SS mehr. Die Mittel das aufmüpfige Volk zu disziplinieren sind andere. Alexander Meschnig veröffentlichte am 11.01.19 hier bei Achgut seinen Artikel „Der deutsche Herbst 2015“. Dort schrieb er: „In seinem berühmten, 1840 erschienenen Hauptwerk “Über die Demokratie in Amerika” beschreibt Alexis de Tocqueville die innere Logik des Ausgeschlossenwerdens in einer freien Welt:
„Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. (…) Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren.’“
Unsere Medien, die Gerichte und Staatsanwaltschaften, die Exekutive vom Bundespräsidenten bis hinunter zum Ortsvorsteher, Gewerkschaften, Kirchen und sogar die Industrie sind willige Helfer dabei. Und wenn es dennoch jemand wagt, zu opponieren, dann haut ihn die Antifa weg. Das ist das Deutschland heute. Wie soll denn der Widerstand ablaufen? Heute wäre selbst Gandhi erfolglos.
6.7.2019, W.H.
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… in London ja, in D undenkbar
Vor vier Wochen war ich in London und sah eine Art Podiumsdiskussion mit Talkrunden-Format, in der es um das alles beherrschende Thema ging. Eine Dame aus dem Publikum erklärte: “Ich habe gegen den Brexit gestimmt, – jetzt stimme ich dafür, weil ich es unerträglich finde, wie ein demokratisch zustande gekommenes Ergebnis einfach nicht akzeptiert wird, weil es einer Mehrheit in Politik und Medien nicht paßt!” Und siehe da – was bei uns stürmische Proteste seitens der “Guten und Gerechten” ausgelöst hätte, stieß hier auf teils Beifall und teils betretenes Schweigen. Der ganze Vorgang, – im heutigen Deutschland undenkbar…
6.7.2019, B.M. AO
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Das klingt sehr resignierend, ist es vielleicht auch
Auch ich habe das Gefühl, es gibt nichts mehr zu sagen. Es ist bereits alles gesagt, und das nicht nur einmal. Ändern wird sich eh nichts. Das Gegenteil ist der Fall, siehe Überschallflug der GrünInnen. Andererseits habe ich immer noch Schwierigkeiten, die heutige Zeit mit dem 3. Reich zu vergleichen. Jedoch, wenn man sich überlegt, wie real gefährlich ein AfD-Mensch lebt, wenn er sich dazu outet, dann wird einem doch angst und bange. Und dieser medial ständige, undifferentierte Bezug zur AfD, die für den Tod des Regierungspräsidenten mit verantwortlich sein soll (sicherlich war auch die AfD schuld, als die NSU wütete…), lässt man sich auch zwangsläufig an die damalige Zeit erinnern, nach dem Motto: Wer hat Schuld? Die Juden haben Schuld! Was mich am meisten verstört ist jedoch die nicht mehr leugbare Tatsache der tendentiösen, zumindest nicht neutralen Berichterstattung, wenn es um muslimische Verbrechen geht. Da heißt es plötzlich “Einzelfall”, und es habe natürlich nix mit einer Ideologie zu tun. Wie viele Einzelfälle, wo Deutschen im eigenen Land durch eine bestimmte Menschengruppe umgebracht wurden,, gibt’s schon?
6.7.2019, K.N.
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Genauso ist es, wie Sie es beschreiben. Eins haben Sie vergessen zu erwähnen: Zu den Grünen Khmer (perfekte Formulierung!) kommen noch die deutschen, oft konvertierten Islamisten-Apologeten hinzu, die uns zwingen wollen, ihre Religion und damit auch den “Vorrang der Scharia vor den staatlichen Gesetzen” als friedlichste Form der religiösen Ausübung eines Islam zu verstehen und uns letztlich damit für dumm verkaufen. Eine mittelalterliche, anti-aufklärerische Religion Hand in Hand mit Linken, Grünen, CDU/SPD, Evangelischen und Katholischen, das ist die herrschende Meinung in Deutschland 2019. Ich frage mich oft: Haben die Linken, Grünen, CDU/SPD-Islam-Apologeten jemals die historisch belegten Phasen einer jeden Revolution verinnerlicht? Zuerst wird von allen Kräften gemeinsam die aktuelle Herrschaft überwunden, dann folgt die Konter-Revolution durch eine dominierende neue Ideologie (vgl. den Prozess der iranischen Revolution 1978/1979). Die dominierende neue Ideologie könnte in Deutschland durchaus die Islamisten-Gruppe werden, ausgeschlossen ist das nicht.
6.7.2019, S.N.
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Ungehorsam gesinnungs-justiziabel?
Da direkte Aufrufe zu Ungehorsam wahrscheinlich mittlerweile schon gesinungs-justizabel sind, was wäre wenn, die freien Medien, mal darüber nachdächten mit Gedankenspielen einen inszenierten Massenstreik zu beschreiben. Also bspw. Was würde passieren, wenn am bspw. 1.10.19 allle GEZ-Zahler zeitgleich die Zahlung einstellen würde? Was wäre wenn sich 3 Millionen gleichzeitig entschliessen keine GEZ mehr zu zahlen, welche Möglichkeiten hätte dann der Eintreiber? Was würde passieren? Großes Gebell, 100 Schauprozesse und dann? Wenn sich diese 3 Millionen weiterhin standhaft weigern, das Gesparte in einen Solidaritätstopf geben um die Schuprozess-Opfer zu unterstützen, was wäre dann? Die Gerichte würden unter der Lawine an Prozessen komplett zusmannenbrechen, also justiziabel wäre das Problem nicht zu lösen. Totzuschweigen wäre das Problem auch nicht. Wahrscheinlich würden sich sukzessive immer ehr Nicht-Zahler anschliessen. Was dann? Ein solches Szeneraio, natürlich rein hypothetisch;-) , es wäre ein intereressanter natürlich rein utopischer Artikel, stellen Sie vor liebr Leser am 1.10.19 beschleissen 3 Millionen GEZ Zahler ploötzlich nicht mehr zu zahelne, was wäre dann?
6.7.2019, M.ST, AO
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Nazi verbieten
Die Etikettierung NAZI gehört unter Strafe gestellt. Sie soll jeden Kritiker mundtot machen und vom demokratischen Diskurs ausschliessen. So stirbt die Freiheit in kleinen Schritten und JEDER hat es gewusst!
6.7.2019, M.B.

 

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