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Belchen mit Belchenhaus im Hochschwarzwald im Januar 2019

Belchen mit Belchenhaus im Hochschwarzwald im Januar 2019

 

 

30 Jahre nach 1989: Um die innere Einheit Deutschlands steht es schlecht
Der schwelende Konflikt – von Thorsten Hinz
In den östlichen Ländern hat die Einsicht Platz gegriffen, daß Freiheit und Selbstbestimmung sich mit der Eingliederung in die Bundesrepublik keineswegs erfüllt haben. Viele Wähler haben den Eindruck, erneut einer politisch-ideologischen Fremdbestimmung ausgesetzt zu sein.
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Gewiß, wir haben einen Rechtsstaat, der aber in weiten Bereichen erodiert und in anderen das Gesetz nach politischer Zweckmäßigkeit auslegt. Ja, es gibt eine quantitative Medienvielfalt, doch die relevanten Sender, Verlage und Foren werden von einseitig konditionierten Haltungsjournalisten monopolisiert, die statt als Kontrolleure der Regierungspolitik als deren Transmissionsriemen und Komplizen auftreten. Daher kann man getrost von „Staatsmedien“ und im weiteren vom „politisch-medialen Komplex“ sprechen.
Natürlich sind die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit grundgesetzlich verbrieft, doch geduldete Pöbel- und Schlägertrupps haben es in der Hand, sie zu suspendieren, wenn Kritiker der aktuellen Politik sie in Anspruch nehmen wollen. Die Stasi-Zentrale in Berlin ist heute eine Gedenkstätte, aber gleichzeitig legt sich eine aus Steuergeldern gespeiste Überwachungs-, Kontroll- und Denunziationsstruktur über das Land, ein Netzwerk aus Stiftungen, Initiativen, halbgebildeten Experten und Medien, die tatsächliche oder vermeintliche Rechtsabweichler namhaft machen und sie vor die Wahl zwischen Berufsverbot oder öffentlicher Selbstkritik stellen. So wird massenhaft ein gebrochener Charakter generiert: der Untertan.

Natürlich gehören Kinder, die kein Wort Deutsch können, nicht in deutsche Grundschulen, weil sie die anderen nur daran hindern, das Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen. Mit seiner Aussage hat der CDU-Politiker Carsten Linnemann eine Selbstverständlichkeit formuliert. Bildung, Wissen, überdurchschnittliche Intelligenz sind nun mal der einzige nennenswerte Rohstoff, über den Deutschland verfügt, weshalb er gehegt und gepflegt werden muß. Trotzdem wurde Linnemann umgehend vom Alarmgeschrei der Inklusionsfunktionäre und Antidiskriminierungs-Auguren übertönt: Ein aktuelles Beispiel von zahllosen, wie die Ideologie das Argument kujoniert und sich die Realität unterwirft.

Die heutige Bundesrepublik ist keine „DDR 2.0“, aber die Tendenzen sind eindeutig. Die Ursachen sind struktureller Natur. Die Existenz der DDR hatte sich nur in sozialen und ideologischen, nicht in nationalen Kategorien begründen lassen. Folgerichtig verschwand sie, als die sowjetische Besatzungsmacht sich von ihr zurückzog. Die Bundesrepublik verstand sich bei eingeschränkter Souveränität als Statthalter der ganzen Nation. Obwohl die letzte Entscheidung über den Ernstfall ebenfalls in den Händen äußerer Vormächte lag, versuchten ihre Politiker, die gesamtdeutsche Perspektive im Blick zu behalten und ein souveränes Deutschland zu antizipieren.
Was der Politik bis 1989 einigermaßen gelang, überforderte die Gesellschaft, insbesondere die Intellektuellen, welche die Politik – vor allem die Außenpolitik – als Kampffeld der Moral betrachteten. Nach der Wiedervereinigung entfaltete dieser romantische Enthusiasmus seine volle Wirkung. Die Debatten über die Golfkriege, den Jugoslawienkrieg, die Euro-Einführung, das Asylrecht wurden vorherrschend unter dem Gesichtspunkt geführt, welche Handlungsoption die wahre „Lehre aus der Geschichte“, insbesondere „aus Auschwitz“, sei.
Die moralisierenden Tendenzen haben sich zu einer regelrechten Ideologie ausgewachsen und die Grenzöffnung von 2015 vorbereitet, mit der der Staat die Schutzfunktion gegenüber seinem Volk aufgegeben hat. Schon finden sich Politiker, Juristen und Publizisten, die messerscharf nachweisen, daß der einzig verfassungskonforme Weg, der den Deutschen offenstünde, der Verzicht auf ihre ethnokulturelle Dominanz sei – im eigenen Land, wohlgemerkt. Vor diesem Hintergrund ist der Rückgriff auf die Parolen von 1989 legitim und das Gegenteil von plumper Wahlkampfrhetorik.
quelle: Thorsten Hinz: Der schwelende Konflikt, Junge Freiheit, 16.8.2019, Seite 1

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Grillo (CDU): Ab 2035 weniger Herkunftsdeutsche als Zukunftsdeutsche
CDU-Politiker Martin Gillo hin, der bis 2014 Sächsischer Ausländerbeauftragter und zwei Jahre lang Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit war, hat den Begriff der “Zukunftsdeutschen” geprägt: “Warum Zukunftsdeutsche? Weil sie in der Zukunft die Mehrheit in Deutschland darstellen werden. Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden.”
… Alles von Martin Grillo zu “Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter in Deutschland” bitte lesen auf http://archive.is/IEVto#selection-379.0-381.1
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Stuttgart: 61% der unter 18-Jährigen haben Migrationshintergrund
Damit lebten Mitte des Jahres insgesamt 157 898 Ausländer in der Stadt, der Anteil dieser Gruppe an der gesamten Bevölkerung ist damit minimal auf 25,7 Prozent angestiegen. Bezieht man alle Personen mit einem sogenannten Migrationshintergrund ein, wie das Statistische Amt dies für die Statistik für 2018 getan hat, kommt man auf einen Anteil von 45 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Dieser Prozentsatz ist laut Stadt seit 2012 stetig gewachsen. Bis zum Jahr 2016 stieg dieser um mehr als drei Prozent. Vor allem bei den Jüngeren ist das so. In der Altersgruppe unter 18 Jahren liegt der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund bei 61 Prozent.
… Allesvom 4.8.2019 bitte lesen auf
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.statistikamt-stuttgart-einwohnerzahl-geht-leicht-zurueck.4e5cbde2-9553-4c95-9646-2c67199c2a69.html

 

 

Pipes: Drei Wege gegen die Islamisierung Deutschlands
Laut einer Studie des amerikanischen Pew Research Center von 2017 würde sich bei restriktiver Nullzuwanderung der moslemische Bevölkerungsanteil Deutschlands bis 2050 dennoch auf knapp neun Prozent erhöhen. Bei einer Zuwanderung wie 2015/16 dagegen sogar auf knapp zwanzig Prozent. Wie geht das aus?
Pipes: Da gibt es zwei Szenarien: Entweder die Europäer akzeptieren diese Entwicklung und ordnen sich ihren dramatischen Folgen unter. Oder sie weigern sich und stoppen sie. Die meisten meiner Kollegen, die vor islamischer Zuwanderung warnen, glauben, daß die Europäer den Moment verpassen werden, das Ruder herumzureißen. Ich dagegen glaube das Gegenteil.

Was veranlaßt Sie dazu?
Pipes: Ich habe die Entwicklung speziell seit der Rushdie-Affäre von 1989 studiert und komme zu dem Schluß, daß seitdem keineswegs nur die Einwanderung und die Präsenz der Idee des Multikulturalismus zugenommen hat – sondern auch die Kritik an diesen Entwicklungen, sowie die Bereitschaft, sich ihnen entgegenzustellen. Inzwischen gibt es bereits in fünf mitteleuropäischen Staaten Regierungen, die eine einwanderungs- und islamisierungskritische Politik verfolgen: die Tschechei, Polen, Ungarn, Österreich und Italien – und nach dem 28. April könnte es in Spanien vielleicht zu einer sechsten kommen. Wenn wir uns nun diese fünf Staaten genauer anschauen, erkennen wir drei verschiedene Wege, um den Widerstand gegen Einwanderung und Islamisierung politisch durchzusetzen: 1) Der erste ist der Weg Ungarns, bei dem es der einwanderungskritischen Partei gelungen ist, eine überlegene politische Stellung zu erlangen.
2) Der zweite ist der Weg Italiens, wo es die einwanderungskritische Kraft geschafft hat, sich für diese Politik mit einer linken Partei zu verbünden.
3) Der dritte Weg ist der Österreichs, wo die Einwanderungskritiker gegen die Linke die konservative Mitte für ihre Politik gewonnen haben.

Welcher Weg wird sich durchsetzen?
Pipes: Ich glaube, Ungarn ist ein Sonderfall und der italienische Weg könnte vielleicht noch in ein paar anderen Ländern gelingen, wobei die Chancen dafür allerdings nicht gerade groß sind. Zum Modell für Europa taugt dagegen wohl der österreichische Weg, der früher oder später vermutlich auch in Ihrem Land beschritten werden wird.
… Alles vom 25.4.2019 von D.Pipes bitte lesen auf JungeFreiheit, Seite 3, www.jungefreiheit.de
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Dr. Daniel Pipes,
ist Direktor der von ihm gegründeten Denkfabrik Middle East Forum in Philadelphia. Der Historiker und Publizist studierte unter anderem in Harvard und in Ägypten, lehrte an mehreren US-Universitäten, arbeitete für das amerikanische Außen- und das Verteidigungsministerium, wurde 2003 von Präsident George W. Bush in den Vorstand des staatlichen „United States Institute of Peace“ berufen und beriet 2008 den ehemaligen Bürgermeister von New York und Bewerber für die republikanische Präsidentschaftskandidatur Rudolph Giuliani. Pipes, 1949 in Boston als Sohn des renommierten Historikers Richard Pipes (JF 45/17) geboren, schreibt unter anderem für das Wall Street Journal, die New York Times, Washington Post oder Jerusalem Post und veröffentlichte zahlreiche Bücher, von denen auf deutsch erschienen sind: „Verschwörung. Faszination und Macht des Geheimen“ (1998) und „Löwengrube. Eine westliche Sicht auf Islam und Nahen Osten“ (2012). Zudem existiert eine deutsche Version seines Blogs unter: www.de.danielpipes.org

 

Deutschland in 30 Jahren: Die Alterspyramide wird zum Bevölkerungsdöner
Deutschland in 30 Jahren: Prognosen sind immer schwierig. Aber Demographie ist eine exakte Wissenschaft. Die Bevölkerung wird überaltert sein, und wer jung ist, hat Migrationshintergrund. Wir Deutschen werden zu einer nationalen Minderheit unter vielen anderen Minderheiten
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Kaum eine wissenschaftliche Disziplin kann so verläßlich und weitreichend vorausberechnen wie die moderne Demographie. Der Kassandra-Fluch der Bevölkerungswissenschaftler ist, daß ihre wohlbegründeten und beharrlich vorgetragenen Prognosen und Warnungen von der Tagespolitik nicht minder beharrlich in den Wind geschlagen werden, so daß negative Tendenzen durch kurzsichtige und ideologisch motivierte Fehlentscheidungen noch verstärkt werden.
Geburtenrückgang und Migration verändern nicht nur Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung, sondern mit ihr auch die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen des Gemeinwesens und seiner Institutionen. Das ist weit mehr als ein statistischer Verschiebebahnhof für Ziffern und Kenngrößen. Das berührt die Gültigkeit von Werten und Übereinkünften und damit den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft und ihre Fähigkeit zur Verteidigung und Selbstbehauptung.

Mehr als ein Drittel der Frauen lebenslang kinderlos
Nach der dreizehnten „koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung“ des Statistischen Bundesamts von 2015 wird bei einer jährlichen Netto-Zuwanderung von 130.000 bzw. 230.000 Personen die Gesamtbevölkerung bis 2060 von 82,5 Millionen auf 67,6 bis 73,1 Millionen zurückgehen. Die Zahl der Menschen im Erwerbsalter von 20 bis 64 Jahren wird bis 2050 von 49,2 Millionen Menschen im Jahr 2013 auf 37,7 bis 40,6 Millionen Menschen sinken. Der Anteil der über 65jährigen wird dagegen von derzeit gut zwanzig Prozent auf über dreißig Prozent zunehmen; 2060 wird jeder dritte über 65 und jeder siebte sogar über 80 sein.
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Der Altenquotient – also die Zahl der Personen im Rentenalter pro 100 Erwerbstätige – wird bis 2050 von derzeit 34 auf über 60 steigen. Bereits 2030 wird er über 50 liegen. Auch das ist keine Überraschung. Denn in diesem Jahr werden die letzten der geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Auf deren Höhepunkt, 1964, wurden in Deutschland jährlich über 1,3 Millionen Kinder geboren. Binnen weniger Jahre halbierte sich diese Zahl, die Geburtenrate sank auf 1,4 Kinder pro Frau und stagniert seither um diesen Wert. Seit 1972 gibt es jedes Jahr weniger Geburten als Todesfälle.
Diese Entwicklung trat in Deutschland früher und drastischer ein als im übrigen Europa. Weltweit einmalig ist auch die hohe Zahl an lebenslang kinderlosen Frauen – mehr als ein Drittel eines jeden Jahrgangs. In den nachfolgenden Generationen fehlen so schon die Eltern, die Kinder bekommen könnten. Auch bei einem Anstieg der Geburtenrate auf den bestandserhaltenden Wert von 2,1 Kindern pro Frau würde es Jahrzehnte dauern, den Abwärtstrend umzudrehen.
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Für die Sozialsysteme hat das dramatische Folgen. Dezimierte Erwerbsgenerationen müßten mehr alte Menschen versorgen. Entweder müssen also die Rentenbeiträge erhöht, die Renten drastisch gekürzt oder aber aus dem allgemeinen Steueraufkommen mehr Zuschüsse gegeben werden. Gleichzeitig steigt, bei höherem Altersdurchschnitt und steigender Lebenserwartung, der Finanzbedarf für Pflege und Gesundheitsversorgung. Beispielsweise wird sich die Zahl der Demenzkranken bis 2050 auf mehr als drei Millionen Menschen verdoppeln.
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Die fehlenden Steuer- und Beitragszahler können weder durch Produktivitätssteigerung noch durch Migration ausgeglichen werden. Bevölkerungswissenschaftler wie Herwig Birg rechnen das seit Jahr und Tag vor. Die erforderlichen Steigerungen der Produktivität sind unrealistisch, zumal alternde Gesellschaften weniger Innovationskraft haben.
Mit der Migration verhält es sich nicht anders. Soll der Altenquotient bis in 30 Jahren gleichbleiben, wäre nach UN-Berechnungen aus dem Jahr 2000 eine Gesamtzuwanderung von 188 Millionen Menschen erforderlich. Denn auch Migranten werden älter und erheben Ansprüche an die Sozialsysteme, zu denen sie wegen im Schnitt geringerer Qualifikation noch dazu weniger beigetragen haben.
Migration, wie sie jetzt stattfindet, bedeutet Vollgas auf dem Weg in den Abgrund. Die Mehrzahl der seit 2015 ins Land geströmten Zuwanderer wird lebenslang selbst von den Sozialsystemen abhängig sein. Für vergebliche Integrationsbemühungen werden enorme Summen aus dem Volksvermögen vergeudet, die eigentlich gebraucht würden, um Rücklagen zu bilden und die gesellschaftlichen Systeme zukunftsfester zu machen.
Die vergangene Woche vorgestellte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und der Hochschule Coburg im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung mit dem Titel „Zuwanderung und Digitalisierung. Wieviel Migration aus Drittstaaten benötigt der deutsche Arbeitsmarkt künftig?“ geht statt von einem konstant zu haltenden von einem „minimal notwendigen“ Erwerbspotential aus. Sie nimmt eine jährliche Netto-Zuwanderung von mindestens 260.000 Hochqualifizierten an, davon 146.000 aus Nicht-EU-Ländern. Aber auch das ist eine Milchmädchenrechnung. Qualifizierte Zuwanderung in dieser Größenordnung erscheint illusorisch; und jeder Zustrom von Zuwanderern, deren Qualifikation geringer ist als der Durchschnitt der vorhandenen Bevölkerung, ist volkswirtschaftlich ein Verlustgeschäft.

Junge Migranten werden das Straßenbild dominieren
Das Gesicht unseres Landes wird sich drastisch verändern. Ländliche Regionen bluten aus, in den strukturschwächeren Landesteilen im Westen und vor allem in Mitteldeutschland. Dort wird die Bevölkerung bis 2050 von 16,5 Millionen auf unter neun Millionen fallen, die sich zunehmend in den größeren Städten konzentrieren werden. Hohe Leerstände, verfallende Infrastruktur und dramatisch sinkende Lebens- und Versorgungsqualität werden die Folge sein.
Die großen Ballungsräume in Westdeutschland und in Berlin dürften dagegen sogar noch wachsen. Ihre Bevölkerungsstruktur wird sich ebenfalls dramatisch wandeln. Junge Migranten werden vielerorts das Straßenbild dominieren, während sich die älter werdenden Herkunftsdeutschen zunehmend in Randbezirke, Klein- und Mittelstädte zurückziehen.
Bereits 2014 lag der Anteil der Migranten an der Alterskohorte der unter Zehnjährigen bei einem Drittel. In der Mitte des kommenden Jahrzehnts stellt diese Generation die jungen Erwachsenen. Absehbar ist, daß im Jahr 2050 die Altersgruppe von 20 bis 35 Jahren zu 40 bis 45 Prozent aus Migranten bestehen wird, die der unter Zwanzigjährigen sogar zu 55 bis 70 Prozent.
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Die hohe Fortpflanzungsrate der Zuwanderer wird das Auseinanderklaffen noch verstärken. Während der Geburtendurchschnitt der Migranten insgesamt schon mit 1,9 Kindern pro Frau signifikant höher ist als beim herkunftsdeutschen Durchschnitt, liegen außereuropäische Zuwanderer teilweise noch deutlich darüber.
Die Folge: Parallelgesellschaften wachsen, mancherorts werden sie zu Hauptgesellschaften. Das Beispiel Duisburg steht stellvertretend für kommende Entwicklungen in vielen Großstädten: In der Stadt am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr sprachen 2017 nur noch acht Prozent der Schulanfänger fehlerfreies Deutsch, über 16 Prozent dagegen überhaupt kein Deutsch. Mehr als die Hälfte der Duisburger Erstkläßler stammte aus Haushalten, in denen eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird.
Diese Entwicklung wird sich negativ auf den Bildungsstand der kommenden Erwachsenengenerationen auswirken. Das Nachlassen der Wirtschaftskraft des Landes durch Überalterung und Abwanderung junger Fachkräfte wird deshalb durch Zuwanderung nicht abgemildert, sondern eher noch verstärkt.

Christen bald nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung
Mittelständische Unternehmen, Rückgrat der deutschen Wirtschaft, werden unter künftigen Schulabgängern kaum noch geeigneten Nachwuchs finden, der Bevölkerungsrückgang auf dem Land wird ihre Standorte ausdünnen. Viele werden aufgeben, die Unternehmen werden sich auf die größeren Städte konzentrieren.
2015 prognostizierte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC, Deutschland werde bis 2050 von Platz fünf auf Platz zehn der größten Volkswirtschaften der Welt zurückfallen. Der Absturz könnte, nicht zuletzt durch die Folgelasten der Migrationskrise, noch weitaus dramatischer ausfallen. Sinkende Steuer- und Abgabeneinnahmen bei steigendem Bedarf für Sozialausgaben werden Staatshaushalte und Sozialsysteme an den Rand der Implosion bringen. Verteilungskonflikte sowohl innerhalb der Generationen als auch zwischen jungen, gering- und nichtqualifizierten Migranten auf der einen, älteren Herkunftsdeutschen auf der anderen Seite, sind zu erwarten.
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Die Sicherheitskräfte werden zunehmend Schwierigkeiten haben, die Ordnung vor allem in den ethnisch fragmentierten Großstädten aufrechtzuerhalten. Ihren wachsenden Personalbedarf werden sie zunehmend unter jungen Migranten rekrutieren und laufen dadurch Gefahr, selbst von widerstreitenden Loyalitäten gespalten und paralysiert zu werden.
„Der in Deutschland drohende Kulturabbruch durch die Einwanderung bildungsferner Populationen ist aber im Gegensatz zu einem wirtschaftlichen Rückschlag ein für Generationen irreversibler Vorgang“, schrieb Herwig Birg schon vor einem Jahrzehnt in der FAZ. Künftig nachwachsenden Generationen werden die geistigen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Traditionen, die heute noch dieses Land tragen, kaum noch zu vermitteln sein.
Augenfälligster Gradmesser des gesellschaftlichen Kulturabbruchs wird die zunehmende Islamisierung Deutschlands sein. Nach einer Modellrechnung des Pew Research Center (Washington) von 2017 könnte sich der Anteil der Muslime an der deutschen Bevölkerung bei anhaltend hoher Zuwanderung bis 2050 auf rund zwanzig Prozent mehr als verdreifachen, während er im benachbarten Osteuropa konstant niedrig bliebe.
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Heute gehören noch 54 Prozent der Deutschen einer der christlichen Amtskirchen an; Anfang der fünfziger Jahre waren es noch weit über 90 Prozent. Geht der Mitgliederschwund im bisherigen Tempo weiter, stellen Katholiken und Protestanten zusammengenommen schon in drei bis fünf Jahren nicht mehr die Bevölkerungsmehrheit. Nach 2050 könnten sie von den Muslimen auch als relativ größte Religionsgemeinschaft abgelöst werden.
Das Zeitfenster, in dem der drohende Kulturabbruch vielleicht noch aufgehalten werden könnte, schließt sich unerbittlich. Sicher, das sind alles nur Hochrechungen und noch keine Tatsachen. Doch bei der Mehrheit der politischen Kräfte ist nicht einmal ein Problembewußtsein hierfür erkennbar. Das Land, in dem die heute Zwanzig- und Dreißigjährigen ihren Lebensabend verbringen, wenn sie nicht vorher ausgewandert sind, wird eine komplett ausgewechselte Republik sein.
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Michael Paulwitz, 21.2.2019, Junge Freiheit 9/19, Seite 7
http://www.jungefreiheit.de

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