Deutschland-Hoffnung

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Herz von blühenden Narzissen an der Dreisam in Freiburg im März 2019

Herz von blühenden Narzissen an der Dreisam in Freiburg im März 2019

  •  Vahlefeld: Wie Deutschland mir die Hoffnung austreibt – eine Chronik (10.5.2019)
  •  Maaßen: Kritiker werden stigmatisiert – Erziehung der Deutschen zum Duckmäusertum (8.5.2019)

 

 

Vahlefeld: Wie Deutschland mir die Hoffnung austreibt – eine Chronik
Es gibt Texte im Leben, die einen nie wieder loslassen. Bei mir gehören einige der Aphorismen Friedrich Nietzsches dazu, einige der Begrifflichkeiten von Hegel und ein kleiner Text von Walter Benjamin, der in seinem kurz vor der Selbsttötung 1940 fertiggestellten Thesenbändchen “Über den Begriff der Geschichte“ erschien. Der kleine Text geht so:
Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.
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Der Text hat mich nicht deswegen nicht losgelassen, weil er so richtig und wahr wäre – ganz im Gegenteil, ich halte die Beschreibung des Bildes von Klee für objektiv falsch und stimme auch der Grundaussage, dass aus der Engels-perspektive Geschichte als eine einzige Katastrophe erscheint, nicht zu. Aber was weiß ich schon von der Engelsperspektive. Ganz unabhängig davon haben mich jedoch schon immer die poetische Kraft, die geistige Vision und die in den Worten liegende tiefe Traurigkeit ganz eigentümlich berührt. Dass sich Walter Benjamin seit 1933 auf der Flucht vor dem deutschen Faschismus befand, er mit Schrecken die Auswirkungen des Hitler-Stalin-Paktes vorhersah und er als Philosoph mit jüdischen Wurzeln die eigene Vernichtung ahnte – das alles trägt zu diesem traurig-tragischen Grundrauschen in diesem Text bei.

Es lag ja in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei den geistigen Eliten Europas eine messianische Hoffnung in der Luft, dessen Desillusionierung Walter Benjamin hier mit Wucht beschreibt: Das Ankommen in der Moderne und der Fortschritt, wie ihn die sowjetischen Kommunisten und auch die Nationalsozialisten zuerst feierten, wurde für Benjamin zu einem Sturm, der einen Weltenbrand anfachte und Trümmer auf Trümmer häufte. Von diesem Trauma, dass Fortschritt keine Höherentwicklung bedeutet – sondern im Gegenteil: dass der Irrsinn der Menschen in der Massenkultur zur Monstrosität anwächst –, von diesem Trauma hat sich das Geistesleben Europas nie wieder erholt. Auch wenn die Bevölkerungen Westeuropas nach 1945 mithilfe der USA für einige Jahrzehnte eine andere Richtung einschlugen, die geistigen Eliten Europas durchzieht seitdem eine Müdigkeit und eine Lust an der Selbstdemontage, die von dem britischen Soziologen Douglas Murray als „The Strange Death of Europe“ umschrieben wurde.

Der zerknirschende, selbst- und fremdanklagende Duktus
Nun könnte man meinen, dass nach dem großen Krieg und dem Holocaust die in Deutschland erfolgte Verkollektivierung der individuellen Schuld, die zuvörderst im allergrößten Interesse der individuell Schuldigen lag, etwas Einmaliges geblieben wäre. Dem ist aber nicht so. Die Ausrottung der indigenen Bevölkerungen, die Sklaverei, die brutalen Eroberungskriege, der Kolonialismus, der Imperialismus – die intellektuellen Eliten aller westlichen Länder haben ihre Geschichte mit mindestens einem „Holocaust“ aufgeladen, so dass der kollektive Zerknirschungsvorsprung, den die Deutschen einst hatten, wie Schnee in der Sonne schmolz. Inzwischen hat sich in den geisteswissenschaftlichen Kreisen aller Länder des Westens eine Scham auf das Vergangene breitgemacht, die zu der Überzeugung geführt hat, die Heutigen müssten für die Taten der Vorväter und -mütter Buße tun.
Unter dem Begriff der Reziprozitätspflicht stellte der als Soziologieprofessor an der FU-Berlin lehrende Prof. Dr. Sérgio Costa 2015 im Zuge der Völkerwanderungsdramatik die Forderung auf, dass alle europäischen Länder ein Äquivalent an Schädigung auf sich zu nehmen hätten, um die Untaten, die Generationen vor ihnen verübt hatten, auszugleichen. Und so schlussfolgerte er: „Individuen oder ganze Gesellschaften, die in ihrer Existenz bedrohten Menschen Hilfe verweigern, sind moralisch abscheulich. Nehmen Individuen und Gesellschaften ihre Verpflichtung zur Hilfeleistung jedoch wahr, werden sie moralisch vollkommen.“ Die Schrecklichkeiten der Geschichte ragen derart ständig als Handlungsanweisungen in die Gegenwart hinein, um endlich eine „moralische Vervollkommnung“ zu erreichen. Schuld und Sühne sollen also zu den Handlungsmaximen der Gegenwartspolitik werden. Wer jedoch Geschichte nicht als eine Besserungsanstalt zur „moralischen Vervollkommnung“ anerkennen will und andere Schlüsse aus ihr zieht als die der Sühne und Wiedergutmachung, findet sich sehr schnell weit abseits und rechts des Meinungskorridors wieder.
Was sind die unbewussten Prägungen eines solchen Denkens, was ist das „Mindset“, das derartigen Aussagen zugrunde liegt? Denn die Frage, ob Geschichte wirklich dem hegelianisch-marxistischen Diktum der paradiesischen Vollendung und moralischen Vervollkommnung folgt, oder ob sie nicht vielmehr die ewige Wiederkehr des Gleichen in unterschiedlicher Maskerade darstellt, ist ja noch gar nicht beantwortet. Der zerknirschende, selbst- und fremdanklagende Duktus, wie er heute in den Geisteswissenschaften herrscht und als Ausweis einer aufgeklärten Haltung gilt, macht Geisteswissenschaft, wie sie noch Friedrich Nietzsche vorschwebte und die er sich als eine fröhliche Wissenschaft vorstellte, unmöglich. Und so begab sich der Fortschritt des Geistes, der bis dahin immer ein zukunftsorientierter war, in die Falle einer moralischen Vervollkommnung, die mit überwunden geglaubten religiösen Riten operieren muss.

Fortschritt ist die Geschichte von der Überwindung des Paradieses
Der Sturm, der aus dem Paradiese herweht, ist eben nicht der Fortschritt, wie Walter Benjamin meinte, sondern das Festhalten an dem Konzept eines verlustig gegangenen Paradieses, das es – vielleicht – im Vorgeburtlichen oder Nachtodlichen gibt, aber ganz sicher nicht auf dieser Welt und in diesem Leben. Nach dem wirkmächtigen Mythos von der Vertreibung aus dem Paradies soll es ja die Frucht vom Baum der Erkenntnis gewesen sein, die erst die Vertreibung zur Folge hatte. Dieser erkenntnisfeindliche und rückwartsgewandte Zug im Paradieskonzept ist das Mindset, das momentan über den Westen hinwegfegt. Während noch in der griechischen Mythologie sich Prometheus gegen Zeus auflehnt, um den Menschen das Licht der Erkenntnis zu schenken (und deswegen als Strafe an den Fels des Kaukasus geschmiedet wird), ist in der christlichen Mythologie der Lichtbringer Luzifer bereits zum Teufel mutiert. Und während Prometheus die Menschen noch tragisch liebte, will Luzifer sie nur böse verführen.
Die Geschichte des menschlichen Fortschritts ist die Geschichte von der Überwindung des Paradieses und der natürlichen Begeben- und Begrenztheiten. Ob es das Rad war, das die Arbeits- und Mobilitätsanstrengungen des Menschen unermesslich erleichterte, ob es die Elektrizität war, die die Dunkelheit der Natur vertrieb oder ob es die Spaltung des Atoms war, die das Versprechen auf eine schier unendlich verfügbare Energiemenge einlöste: An keinem Punkt der Geschichte wurde der Mensch je besser oder vollkommener. Er wurde nur unabhängiger von den Göttern und der Natur. Diese Unabhängigkeit nennen wir Freiheit. Sie scheint den Menschen des Westens inzwischen den größten Schrecken einzujagen.
Im Gegensatz zu Walter Benjamin behaupte ich: Es weht kein Sturm vom Paradiese her, es weht vielmehr ein Sturm zum Paradiese hin. Der Fortschritt lief immer Gefahr, von einer archaischen Erlösungssehnsucht gekapert zu werden. Inzwischen hat er die Richtung geändert und stürmt mithilfe des alten religiösen Dreischritts – Sündhaftigkeit, Schuld und Erlösung durch Unterwerfung – auf eine Selbstdemontage hin, die zwar für den Betrachter faszinierend ist, den Beteiligten aber erschreckt.

Da habe ich die Hoffnung fahren gelassen
So habe ich 2011 nicht verstanden, warum eine der führenden Industrienationen der Erde nach einem schweren Seebeben vor der japanischen Küste (mit knapp 20.000 Toten) und einem havarierten Kernkraftwerk (mit genau 0 Toten) von einem Tag auf den anderen aus einer sicheren Energiegewinnung aussteigen und partout auf Windmühle und Sonnenuhr zurückgehen muss. Ich habe es damals unter einer besonderen und sehr deutschen Atomangst verbucht und darauf gehofft, dass die anderen Nationen dieses Land in der Mitte Europas schon schützen und halten würden.
Ich habe 2015 die Lust an der Abschaffung des Nationalstaats und die mehrmals geäußerte Absage an Territorialschutz und Obergrenze nicht verstanden, ahnend dass die Dynamik einer Wirtschaftsmacht und die Voraussetzungen für einen sozialen Rechtsstaat schweren Schaden nehmen würden. Vor allem aber leuchtete mir nicht ein, wieso wir Deutschen etwas schleifen wollten, womit wir die letzten 70 Jahre nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht hatten. Und ich habe darauf gehofft, dass die anderen Nationen dieses Land in der Mitte Europas schon schützen und halten würden.
Ich habe 2018 die Einführung von Dieselfahrverboten nicht verstanden, die von einer „Deutschen Umwelthilfe“ durchgesetzt wurden, die nicht nur von der Bundesregierung mit Millionenbeträgen gefördert wird, sondern die damit einer deutschen Schlüsselindustrie schwersten Schaden zufügt. Und das vor dem Hintergrund, dass die Lebenserwartung der Menschen über die letzten Jahrzehnte fast ins Problematische gestiegen ist und die Verschmutzung der Umwelt nachweislich eklatant abgenommen hat. Da hoffte ich schon nicht mehr darauf, dass die anderen Nationen dieses Land in der Mitte Europas schon schützen und halten würden.
Der Himmel ist uns immer noch nicht auf den Kopf gefallen
Und ich habe auch nicht verstanden, warum in einem Land, in dem die Regierung Minuszinsen einführt und damit Unsummen von Geld in rentablere Immobilieninvestitionen umleitet, Bauvorschriften erlässt, die Zeiträume und Kosten für Neubauten in ungeahnte Höhen treibt, selbst viel zu wenig in sozialen Wohnungsbau investiert, und dann irgendwas zwischen zweieinhalb und drei Millionen Neubürger ins Land lässt, die vornehmlich in die Großstädte strömen – ich habe nicht verstanden, warum in einem solchen Land 2019 ernsthaft Enteignungen von Wohnungseigentümern ein Argument sein soll, den Missstand von fehlendem Wohnraum zu beheben. Ich verstehe es immer noch nicht.
Ich habe 2019 die von allen Medien gepushte Panik einer Klimaaktivistin nicht verstanden, die durch die Lande tourt und „Kehret um! Das Ende ist nah!” ruft, obwohl entgegen aller Vorhersagen der Klimapäpste auch 2019 weiterhin Schnee fällt und nicht eine einzige Insel vom Meeresspiegel verschluckt wurde. Ist es im April dann mal zwei Wochen warm, wird von Wetterdiensten und Umweltverbänden eine schwere Dürre vorhergesagt, während dieselben Kräfte keinen Mucks von sich geben, wenn einige Tage später die Temperaturen des Nachts unter den Gefrierpunkt rauschen und es am Tag Bindfäden regnet. Hieß es zu Zeiten des Simplicissimus in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts noch: „Alle reden vom Wetter, aber keiner macht was dagegen!”, haben sich die interessierten Kreise der Gesellschaft heute darauf verständigt, nur vom Wetter zu reden, wenn es mal warm ist, und dann auch etwas dagegen zu machen.
Die Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt, kennen wir als Schrulle aus den Asterix-Heften unserer Kindheit. In den archaischen Weltanschauungen der Vorzivilisationen wurden Blutopfer dargebracht, um die Wettergötter milde zu stimmen, und Regentänze aufgeführt, damit die Ernte nicht vertrocknete. Die Hauptaufgabe der Auguren war es, das Wetter vorherzusagen und die der Regenmänner, für Niederschlag zu sorgen. Und so ging es schon immer um die Deutungsmacht des mächtigsten aller archaischen Symbole: des Wetters. „Wer DIESE Angst beherrscht und funktionalisieren kann, verfügt über den zentralen Code der Menschheitsängste“, schrieb der Zukunftsforscher Matthias Horx bereits im Jahre des Herrn 2007. Der Himmel ist uns immer noch nicht auf den Kopf gefallen, die Angst davor ist aber inzwischen zu einem ohrenbetäubenden Kampagnenlärm geworden.

In der Falle einer kollektiven Sündhaftigkeit
Ging man früher zum Beichten seiner Sünden in die Kirche, so setzt man sich heute vor den Computer und rechnet sich seinen sündhaften CO2-Fußabdruck zusammen. Der Begriff „Klimasünder“ hat sich ja inzwischen flächendeckend bei den Progressiven (!) durchgesetzt. Aber während früher die Sünden auf mysteriöse Weise vergeben wurden, sitzt man heute in der Falle einer kollektiven Sündhaftigkeit, aus der es – solange Bevölkerungszahl und Wohlstand auf der Erde wachsen – kein Entrinnen gibt. Den Menschen als Störfaktor des Universums zu betrachten und sein Leben in Tonnen CO2 aufzurechnen, ist an misanthropischer Lebensfeindlichkeit nicht zu überbieten. Der CO2-Fußabdruck kommt so wissenschaftlich-interessiert daher, er wirkt so mathematisch sauber und statistisch unschuldig – dabei ist er so falsch, dass noch nicht einmal sein Gegenteil richtig wäre. Er ist die allgemeine wissenschaftliche Formel für das Ressentiment, das nach Nietzsche die Selbstvergiftung durch nicht-ausgelebte Rachegelüste darstellt.
Der heißeste Shice im intellektuellen Diskurs momentan ist eine Bewegung, die sich „Antinatalismus“ nennt, die Leben für schlicht lebensunwert erklärt und fordert, aus Gründen des Klimaschutzes auf Kinder zu verzichten. Eine Buchautorin fordert gar, dass kinderlose Erwachsene mit ihrem 50. Geburtstag eine Prämie von EUR 50.000 erhalten sollten, dafür, dass sie sich so klimagefällig verhalten hätten. Dreimal darf man raten, wer für die Durchführung und Überwachung der Auszahlung verantwortlich sein soll: natürlich der wunderbare Staat, der über die Gnade der nicht-erfolgten Geburt zu wachen hat.
Wir werden den Tag noch erleben, an dem die Bewegung der Antinatalisten an den Universitäten und Instituten, in den Behörden und Verbänden einen ähnlichen Einfluss entfaltet haben wird wie heute die Genderbewegung. Natürlich alles nur, um das Klima zu retten. Dann wird es Beauftragte geben, die für korrekte und gleichberechtigte kinderlose Sprache sorgen, es wird die Forderung aufgestellt, dass Mitarbeitern mit Kindern wegen ihres unverantwortlichen CO2-Fußabdrucks das Gehalt gekürzt wird, dass es eine Kinderlosen-Quote in den Vorständen geben soll, und es wird regelmäßig der Mitarbeiter des Monats mit dem vorbildlichsten CO2-Fußabdruck ausgezeichnet, wobei Nicht-Vegetarier und Mitarbeiter mit Kindern und/oder Haustieren von vornherein ausgeschlossen sind.
Und wir werden den Tag noch erleben, an dem wir nur dann die Annehmlichkeiten staatlicher Fürsorge in Anspruch nehmen dürfen, sofern unser CO2-Fußabdruck auch klimagefällig genug ausfällt. Und dieser Tag wird durchaus demokratisch legitimiert sein, weil die Mehrheit der Medienschaffenden das genau so wünscht. Und die Politiker werden sich hinstellen und ihre Hände in Unschuld waschen, weil sie doch nur ausführen, was die „Deutsche-Kinderfrei-Hife“, die zufällig mit Millionengeldern von diesen Politikern gefördert wird, juristisch durchsetzt.
Sie halten diese Dystopie für übertrieben? Dann beantworten Sie nur die Frage: Hätten Sie sich vor 20 Jahren träumen lassen, dass so etwas wie die Genderbewegung jemals alle gesellschaftlichen Bereiche derart in Geiselhaft nehmen könnte, wie es inzwischen eingetreten ist? Und hätten Sie sich vor 20 Jahren träumen lassen, dass eine Bundesregierung alle emissionsfreien Kernkraftwerke vom Netz nehmen und gleichzeitig alle Bürger mit einer CO2-Abgabe belegen kann, ohne mit Mistgabeln vom Hof gejagt zu werden? „Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft“ (Oskar Panizza). Willkommen im Paradies!
…. Alles vom 10.5.2019 von Markus Vahlefeld bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_mir_die_hoffnung_austreibt_eine_chronik
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Das und noch viel mehr behandelt Markus Vahlefeld in seinem neuen Buch:
Macht hoch die Tür – Das System Merkel und die Spaltung Deutschlands,
Oktober 2018, ISBN 9 7837 46 767666
erhältlich auch hier: http://www.markus-vahlefeld.de
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Luthers Apfelbaum
Herr Vahlefeld, ich wünsche Ihnen, dass Sie für sich auch diesen Text, zu den drei am Anfang des Artikels genannten, hinzufügen können: “Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.” (Martin Luther) Als Christ glaube ich, dass noch viel dunklere Zeiten kommen werden, als Sie sie hier beschreiben. Haben Sie schon einmal die Offenbarung gelesen? Oder die Propheten Daniel und Hesekiel? Und dennoch kann ich mich freuen, weil nicht DAS das Ende sein wird. Es geht weiter.
10.5.2019, H.R., AO
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Vorsicht mit den Geisteswissenschaften und deren Vernunft ( = eine gute Mischung aus Herz und Verstand) – Mathematik IST eine Geisteswissenschaft, auch wenn wir Naturwissewasler die gerne als “Geisteshelden” verspottet haben. Hat ein Mathematiker Hunger, die Büchse mit dem Futter ist aber zu, kein Öffner weit und breit – sagen wir mal in der Wüste – auch keine Lasche zum Ziehen, dann sinniert er nicht wie die Brachialmechaniker herum, hantiert mit Steinen, nein, sondern er ersinnt ein Axiom und sagt: Ich setze voraus, die Büchs’ ist offen – davon lebt der. …
Die Euros (und Japaner) mit ihren 1,5 Kinderchen im Schnitt sind nicht nur die falsche Adresse, sondern das Vorbild für Alle da draußen. Bis die das begriffen haben gilt für uns: Schotten dicht, wollen wir überleben, ansonsten isses eh wurscht. Antinatalismus hat schon was für sich, als individuelle Entscheidung, aber in seiner Radikalität ist er gar nicht notwendig. …
So viele kluge Worte und Einsichten hier, atemberaubend. Und die Evolution, die Natur, das alte Luder lässt alles durchgehen, das nicht unmittelbar oder wenigstens mittelbar schadet. Der Pfau schlägt sein Rad immer noch, mal sehen, wie lange noch. Was ich von Walter Benjamin lerne ist: Wenn’s dir zu eng, zu prekär wird, dann suche das Weite, hau ab. Leider hat er es nicht ganz geschafft, der Druck war zu hoch, vielleicht war er zu spät dran, 1940, als die Deutschen schon in Frankeich waren. Aber in so vielen kleinen Dingen gilt eben: Es gibt auch eine Kultur des Neinsagens, des Nicht-Mitmachens. Unter Vermeidung aller Lichtenberg’schen Blödsichtigkeit sagen: Don’t fuck with me. Was bei der Evolution gilt, das gilt sinngemäß auch in der Politik – und bei Explosionen: Man muss nur zusehen, nicht allzu sehr in der Nähe zu sein, wenn’s rumst. (alte Chemikerweisheit, jeder kann was hochgehen lassen, das Kunststück ist nur zu wissen, wann und wo. Und daraus dann die Konsequenzen ziehen. Noch ist es nicht soweit, aber man kann sich ja schon mal vorbereiten). Wer Augen hat zu sehen, der sehe, wer unter uns aber Ohren hat zu hören, der höre. Keiner hat “Mein Kampf” gelesen damals, obwohl das überall zu haben war – keiner liest den Koran, obwohl er überall wohlfeil zu bekommen ist. Im ww-net unter “koransuren.com”, dort alle 112 Suren in jeweils vier Übersetzungen. Da kann man sich die Hadithen sparen, Koran reicht absolut. Kostprobe Sura 8:17: “Nicht du hast geschossen, sondern Allah. Eine schöne Prüfung”, sinngemäß. Hat sich der in Strasbourg wohl auch vorgesagt, als er ein paar umgelegt hat. Man stelle sich vor: Es ist Weihnachtsmarkt und keiner geht hin – und sagt auch noch laut, warum nicht. Oktoberfest dito. Usw.
10.5.2019, G.G.
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“Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht”.
Im deutschen Sprachschatz gibt es doch die schöne Erkenntnis: “Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht”. Reden mit dem Krug oder über den Krug bringt gar nichts. So lange die Minuszinspolitik der EZB nicht zu jedermann merkbaren Einbrüchen bei Einkommen und Renten, die Masseneinwanderung in die Sozial- und Gesundheitssysteme nicht zu jedermann merkbaren Einbrüchen in diesen, und nicht nur zu den steigenden Mieten in den Großstädten, führt, die hüpfenden Schulkinder noch ihre Billig-Wegwerf-Klamotten mit ihrem Taschengeld erwerben können, und solange die Arbeitslosenzahlen nicht merkbar einbrechen, wird sich gar nichts ändern. Erst wenn all diese Einbrüche im All-Tag für viele deutlich werden, werden sich auch die Macht- und Herrschaftsverhältnisse ändern. Die meisten Menschen haben gar keine Lust, ihr durch die Propaganda aufgebautes Welt-Bild kaputt reden zu lassen. Aber im Deutschen gibt es doch auch die Erkenntnis: “Wer nicht hören will, muß fühlen.”
10.5.2019, G.H.P., AO
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Unvorstellbare Dinge
Herr Vahlefeld, es gibt noch einige Dinge mehr, die ich nicht verstehe, bzw. die ich mir früher nicht vorstellen konnte. Und das fängt deutlich eher als 2011 an. Um die Jahrtausendwende war es der Hype um den *neuen Markt*, dieser angeblich völlig neuen Ökonomie, abgekoppelt von der Realwirtschaft, dem ich seinen Verfall voraussagte und damit die Hoffnung verband, dass sich eine wertschöpfende Marktwirtschaft wieder durchsetzt. Falsch gedacht. In der Folge erstarkte die sog. Finanzwirtschaft und übernahm die Führung vor der Realwirtschaft. Ich konnte mir dann nicht vorstellen, dass man eines der wichtigsten Regularien einer Marktwirtschaft, nämlich, das unproduktive Marktteilnehmer den Markt verlassen müssen, 2008 in unvorstellbaren Größenordnungen ausser Kraft und damit eine Staatsschuldenkrise in Gang setzt. Im Übrigen begann der *Klimahype* ja auch schon deutlich eher. Die Konferenz in Rio 1992 brachte ihn in die Öffentlichkeit, wohl auch damals schon wurden Kinder als *Meinungsverstärker* gebraucht. Ich konnte mir bereits damals nicht vorstellen, dass man auf der Grundlage von Annahmen Prozesse in Gang setzen würde, die die Wirtschaft und damit die westeuropäische Gesellschaft stark schädigen würden. In Bezug auf die *Einwanderung* hätte die deutsche Politik ebenfalls eher Lehren ziehen können. Es gab die Einwanderung türkischer Gastarbeiter, es gab die Einwanderung der Palästinenser vor 90 schon, es gab die Einwanderung infolge der Balkankriege und es gab die Welle nach Südeuropa, die 2012 richtig publik wurde mit den Stichwort *Lampedusa* -in Folge des ochestrierten *arabischen Frühlings* Ich habe deshalb nicht verstanden, dass unsere Regierung dann *alternativlos* handeln musste und Grenzen und geltendes Recht abschaffte, als ob man bar jeder Geheimdiensterkenntnisse gewesen wäre, Wirkungen westlicher Unterstützung in Syrien bei gleichzeitiger Stronierung von Hilfsgeldern für Flüchtlingslager im Nahen Osten selbst nicht hätte durchdenken können.
10.5.2019, H.M.
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“Wie Deutschland mir die Hoffnung austreibt”
Nicht Deutschland, Herr Vahlefeld sondern bestimmte Protagonisten. Das schöne Land kann nichts dafür, was es alles bisher über sich ergehen lassen mußte, es ist ein geschundenes Land. Aber LEIDER, wurde nichts daraus gelernt. TRAURIG bis zum geht nicht mehr. Für mich VÖLLIG unverständlich, daß es anscheinend noch genug Menschen gibt, die entweder nicht erkennen wollen, was sich gerade abspielt, es einfach nicht erkennen, weil sie in ihrer Komfortzone gefangen sind oder sie davon profitieren !! WAS sind das für Menschen ?? Als im Oktober 1949 die DDR gegründet wurde und in Ostdeutschland eine stalinistische Stimmung herrschte, meinte meine Mutter: ” Es hat sich nichts geändert, erst braun, jetzt rot.” “Aber was weiß ich schon von der Engelsperspektive. ” Das ist eine sehr kluge Einstellung !! “….so setzt man sich heute vor den Computer und rechnet sich seinen sündhaften CO2-Fußabdruck zusammen.” Einfach genial, ich kann gar nicht aufhören mit lachen, herrlich ! Der Humor ist Ihnen noch nicht abhanden gekommen ! Aber ich sehe nicht ganz so schwarz. Solange die Grete mit dem Flieger durch die Welt tingelt, Merkel statt Videokonferenzen abzuhalten mit ihrem Stab in Afrika die Wohltaten verteilt (WIEVIEL Fachkräfte dürfen ab sofort kommen ?) ein GRÜNER jetzt in BERLIN der Polizei (einigen) die SCHUßWAFFEN ABNEHMEN will (KEIN Scherz, heute bei t online) ist doch die WELT in “Ordnung.” Das Narrenschiff, WANN sinkt es endlich ??
10.5.2019, K.K. AO
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Die Medien in Deutschland sind immer mehr Dramatisierer oder Panikmacher geworden, mehrheitlich zumindest, wie ich finde und gehen häufig weniger oder kaum aufklärerisch und sachlich mit Verstand vor, wie es sein sollte und die Politiker greifens gerne auf oder auch umgekehrt.
10.5.2019, K-H.V,
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Reziprozitätspflicht von Prof Costa
“Unter dem Begriff der Reziprozitätspflicht stellte der als Soziologieprofessor an der FU-Berlin lehrende Prof. Dr. Sérgio Costa 2015 im Zuge der Völkerwanderungsdramatik die Forderung auf, dass alle europäischen Länder ein Äquivalent an Schädigung auf sich zu nehmen hätten, um die Untaten, die Generationen vor ihnen verübt hatten, auszugleichen.”
- Dieses Statement von Prof. Costa nennt sich in der christlichen Theologie ERBSÜNDE. Er redet der Haftung der Nachkommen für die Taten der Vorfahren das Wort und adelt damit die in der Welt, vor allem Indien, nach wie vor existente Schuldknechtschaft. Wenn Prof. Costa das tatsächlich so gesagt hat, muss er sich nicht nur vorwerfen lassen ein Verfechter der Sklaverei zu sein, er muss sich m.E. auch vorwerfen lassen Völkermord im allgemeinen und den Holocaust im besonderen zu verharmlosen. Können sich die Täter dann doch immer auf mögliche Untaten der Vorfahren ihrer Opfer herausreden. Irgendein böser Vorfahr in den letzten 30.000 Jahren findet sich immer. Man mag diese meine Schlussfolgerung vielleicht für übertrieben halten, denn sie treibt die Konsequenzen auf die Spitze. Nur wer mir maßlose Übertreibung vorwirft, muß sich die Frage gefallen lassen, wie weit er in der Zeit zurück gehen möchte bzw. auf welche territorialen Grenzen er sich bezieht bzw. welche Strafe er für die Nachkommen noch für akzeptabel ansieht und dies alles sollte er auch begründen. Und auf eine solche Begründung wäre ich dann doch sehr gespannt.
10.65.2019, M.ST,
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Eliten sind das Problem, nicht die Nationen
So zutreffend Murrays und Vahlefelds Beschreibung der westlichen “Eliten” als müde und lebensüberdrüssig erscheint, so bleibt doch für diese seltsame Gestimmtheit und das zugrundeliegende Geschichtsbild ein wichtiger Faktor ausgeblendet: nämlich das Interesse der tatsächlich leistungsfernen und inkompetenten (Pseudo-)Eliten an diesen Weltbildern und Stimmungen – sie brauchen sie zur Selbstlegitimation, zur Erlangung von Posten und Geldern, kurz: von Macht. Es geht bei diesen scheinbar ungesteuerten, aufgrund allgemeiner Gesellschaftslagen und Geschichtserinnerungen vorgeblich “natürlich” entstandenen Stimmungslagen in Wirklichkeit um bewusst vorangetriebene politische Strategeme, die wesentlich auf die Möglichkeiten der Massensuggestion in der Populärkultur bauen. Tatsächlich hat es zu Anfang der 2000er Jahre auch in Deutschland einen neuen Optimismus gegeben, gerade unter der Jugend. Dieser wurde systematisch von linken, 1989 desavouierten “Influencern” zerstört. Vahlefelds Anspielung auf die “Verkollektivierung” des Schuldkomplexes geht da in die richtige Richtung – man hat den Völkern die Schuld eingeredet, die in Wirklichkeit allein von kleinen Macht- und Elitenzirkel zu verantworten ist.
Hier wäre an Gerd Helds Beitrag hier auf der Achse vor ein paar Tagen über das Selbstbild der EU-Eliten zu erinnern – und deren Vorwurf an die Völker, sie seien nicht friedensfhähig und bräuchten daher starke Steuerung “von oben”. Jeder der die Geschichte der europäischen Völker in der Zeit der Nationalbewegungen betrachtet erkennt aber schnell, dass nicht die Nationalbewegungen das Problem waren – diese waren zu Ausgleich und Kompromiss mit anderen Nationen bereit – sondern die machtbesessenen Eliten, die ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen, Traditionen, Zugehörigkeiten auf Länderraub und willkürlich gezogene Grenzen setzten. Um das Lügenwort von Ex-Bundespräsident Gauck richtigzustellen: “Die ELITEN SIND das Problem. Und sie waren es immer.”
10.5.2019, Dr.R.B.
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Lieber Herr Vahlefeld, ich teile Ihre verzweifelt-deprimierte Stimmung wie alle hier.
Ihr Artikel kann einem das Herz zerreißen. Mir gefallen nur die Ausflüge ins Religiös- Metaphysische nicht. Dass der Mensch diesen Hang nach Irrationalem, nach Erlösung von was auch immer hat und der Ratio so oft nur schwer zugänglich ist, ist meines Erachtens auch Teil des Problems. Die Menschen sind keine Sünder, sondern nichts weiter als das Produkt der Evolution. Und vor allem sind sie nicht das Ebenbild eines Gottes. Oder Opfer von dunklen bösen Mächten (früher Teufel genannt), die sich ihrer bemächtigen und die es abzuwehren gilt. Gut und Böse sind also nichts weiter als metaphysische Kategorien, von Menschen aufgestellt. Diesen moralischen Maßstab “Gut und “Böse” wenden wir ja auch nicht auf Tiere an, weil wir wissen, dass sie ihren Instinkten ausgeliefert sind und mit dem Töten und Fressen ihrer Opfer nur ihr Überleben sichern. Nun dürfen wir nicht vergessen, dass wir genau genommen auch Tiere der Gattung Säugetiere sind, die inzwischen zwar einen hochentwickelten Verstand besitzen, aber durchaus noch den evolutionären Trieben wie Überleben und Fortpflanzung ausgeliefert sind, wobei diese beiden Triebe zusammengehören. Man will sich und seine Art erhalten. Im Laufe seiner Entwicklung hat der Mensch “erkannt”, dass soziales Verhalten/Gesetze und Vorschriften das Zusammenleben erst ermöglichen. Deswegen findet man in jedem Winkel der Welt, wo man Menschen antrifft, eine Kultur mit Regeln und Geboten. Sein großer Verstand, der sich über Millionen Jahre immer verbessert und verfeinert hat, brachte den Menschen dazu, sich über seine Umwelt und auch über sich selbst Gedanken zu machen. Eine evolutionär angelegte Neugier trieb und treibt ihn an, der Mensch will verstehen. Er sucht die Ursache von allem. Da die wissenschaftliche Erkenntnis zunachst noch sehr rudimentär war, griff man zu übernatürlichen Erklärungen und die ersten Religionen etablierten sich. Teil zwei folgt!

Teil zwei: Inzwischen haben wir die Religionen als vorwissenschaftliche Erklärungsmodelle weitgehend hinter uns gelassen und damit auch die damit verbundenen Strafen, Einschüchterungen und Ängste. Es wird seltsamerweise immer wieder beklagt, dass das eine Leere im Menschen hinterließe, die für viele nicht zu ertragen wäre und die dann mit anderweitigem Unsinn gefüllt werde. Ich empfinde das als zu kurz gedacht, fast schon als eine Unterstellung, die ausblendet, dass es viele fröhliche Atheisten gibt, die sich eher Humanisten nennen und eine mindestens ebenso hohe Ethik haben wie die Religiösen. Nein, wir der naturalistischen Weltsicht verpflichteten Humanisten verhalten uns nicht deshalb menschenfreundlich und fair, weil wir ins Himmelreich kommen wollen (Was für eine Berechnung!), sondern aus dem Gefühl für Anstand, Gerechtigkeit und der Empathie für unsere Mitmenschen. Für ein friedliches, freundliches Miteinander braucht es keine Religion. Und es müssste einem Jeden auffallen, dass die weitgehend säkularen Länder sehr viel freiheitlicher, toleranter und friedlicher sind als die religiös dominierten. Wenn wir uns das heutige Desaster in Deutschland ansehen und am Verstand unserer Mitbürger zweifeln, dann hat das mit dem zu tun, was ich hier so lang und breit beschrieben habe: Der Mensch ist, wie er ist! Und die Dummheit gehört genauso zu ihm wie der Verstand. Vor allem ist der Mensch egoistisch und bei jeder (!) Handlung auf Eigennutz bedacht, und wenn er nur das Gefühl haben will, als guter Mensch zu gelten! Außerdem neigt der Mensch zu Bequemlichkeit. Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, setzt er seinen Verstand nicht ein. Sich außerhalb seiner Gruppe zu stellen, bedeutet Gefahr. Also bleibt er schön konform, lässt sich verdummen und einlullen. So lange die Menschen nicht in ihrem kleinen alltäglichen Überleben übermäßig beeinträchtigt werden, ist den meisten von ihnen die Politik egal. Und vielen fehlt auch schlicht ein entsprechendes Denkvermögen!
10.5.2019,G.W
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Selbsthass und der Wald
Sehr schön beschrieben! Das Diktum der paradiesischen Vollendung ist es, was die Hölle schafft. Die erste Unterscheidung des Menschen vom Affen ist nicht der Gebrauch von Werkzeug oder die Vernunft, sondern Religiosität. Alles was er sonst ist, ist vom Tier. Er muss an etwas Höheres glauben, sieht transzendente Kräfte hinter allen Erscheinungen. Das verlorene Paradies für den Deutschen war “der Wald”. Das pathologische Verhältnis des Deutschen zum Wald ist in seinen Genen verankert. Er geht in den Wald und umarmt Bäume, um zu sich selbst zu finden. Nicht einmal die Römer haben es geschafft, in seinen Wald einzudringen, aber seltsamerweise das Christentum. Auf sonderbare Weise mischt er seine alten Götter mit den neuen aus dem Morgenland. Alles Gute kommt für ihn aus dem Wald, der Christbaum etwa, und was ihm seinen Wald kaputt macht, wird über kurz oder lang zerstört. Macht kaputt was unseren Wald kaputt macht! Da scheut er auch vor dem Genozid nicht zurück, das muss man wissen. Windrad und Sonnenkollektor sind ihm die einzig denkbaren Spender von Kraft. Der bizarre Hass der deutschen Grünen und Linken auf alles “Deutsche” ist eigentlich der Hass auf die jüdisch-christlichen Eindringlinge in seinen Wald. So hassen sie auf schizophrene Weise sich selbst.
10.5.2019, CH.B.
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Bevölkerungseplosion nicht kapiert
Herumschmusen auf diesem Blog ist meine Sache nicht, deshalb : Das volle Ausmaß der Bevölkerungsexplosion, die uns in diesem Jahrhundert erwartet,besonders in der zweiten Hälfte, wurde noch nicht richtig verstanden, -ausser von denen, die im Migrationsgeschäft unterwegs sind und es lenken . – Aber wir können ja erst mal ganz treudoof die richtige Partei wählen gehen und ein ” Zeichen ” setzen, wie leicht wir auszurechnen sind, wie mühelos lenkbar in ein klar überschaubares und abwickelbares Oppositionslager. Und wenn sich genug darin gesammelt haben, dann hoffen wir darauf, das Rad der Zeit zurückdrehen zu können. Dann wird alles gut. GAAANZ SICHER. Zwei Milliarden Menschen mehr, bis dahin, das ist doch Peanuts, das schaffen wir, aber locker! Ansonsten natürlich der richtige Ansatz von Ihnen : ein paar Meter abrücken und eine Bilanz ziehen. Es ist eine Epoche, die man betrachtet, keine Periode.
10.5.2019, TH.T.
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Christentum und Islam
Wie wunderbar Sie die deutsche Sprache gebrauchen, virtuos, ausdrucksstark, sehr intellektuell und dennoch flüssig. Man ist geneigt, Ihnen jedes Wort zu glauben, denn diese Mischung wirkt überzeugend, fast schon belehrend. Das Fazit Ihrer Erörterungen bedeutete, daß der christliche Glaube durch die fatale Dreifaltigkeit Sündhaftigkeit, Schuld und Erlösung durch Unterwerfung dem Islam im dritten Punkt eindeutig unterliegt, denn die Christen unterwerfen sich selbst, der Islam wiederum alle anderen.
Es ist alles richtig und scharfsinnig analysiert, glänzend formuliert und dennoch baue ich als Mensch auf eine nicht zu vernachlässigende Kraft, – den gesunden Menschenverstand, der sich beim Brexit, bei der Wahl Donald Trumps als Synonym für die freie Welt, in einem Wahlergebnis manifestierte. Viele Menschen denken nicht in denen von Ihnen hier dargestellten Kategorien und sehen die Dinge im Resultat trotzdem genau wie Sie. Es ist wie bei jeder faschistoiden Strömung, die Propaganda, das Framing, die subtile Bedrohung seitens der Regierenden, die ihre Ideologie verteidigen, und zwar um so kompromißloser, je mehr sich die Macht von den Interessen des Volkes entfernt.So wird der Zeitgeist kreiert. Es geht um die Meinungshoheit, und jeder von uns sollte sich nicht nur auf das ‘Kommentieren’ in Blogs beschränken, sondern seine Meinung gefragt und ungefragt in die Öffentlichkeit herausrufen. Die Leute lassen sich manipulieren, das ist eine Tatsache, aber auch zum Selbstdenken! Der Text von Walter Benjamin ist wunderschön, voller Schmerz und Wahrhaftigkeit.
10.5.2019, S.SCH, AO
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Hölderin’s Gedicht
“Ach, ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt,
ein Bettler, wenn er nachdenkt –
und wenn die erste Begeisterung dahin, …,
dann zählt er die ihm verbliebenen Pfennige”,
Friedrich Hölderlin (1770 -1831), sinngemäß.
10.5.2019, G.G.
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Aktiver werden!
Ich stelle, wieder einmal, die Frage, was wir dagegen tun können? Was die wenigen Politiker, Wissenschaftler, Journalisten usw., die nicht realitätsfremd sind, tun, tun können? Einmal habe ich die Frage, was er außer schreiben tut, einem Politiker gestellt – er hat ziemlich unverschämt und pampig reagiert. Ihr Achgut-Macher und -Schreiber habt die Macht der Feder, ist es nicht langsam an der Zeit diese Macht so zu nutzen, dass auch denen die Augen aufgehen, die nicht Achse und ähnliche Medien lesen? Wir alle, Achgut-Macher und -Leser/Kommentatoren, leben doch in einer eigenen Blase. Wir müssen diese Blase verlassen und mit offenem Visier den Wahnsinn bekämpfen. Es genügt doch nicht, sich hier im Kreise überwiegend Gleichgesinnter zu bestätigen. Und wer Probleme mit der AfD hat wegen Gestalten wie Höcke und Co, der möge doch eintreten und etwas verändern. Hier auf Achse ist so viel Know how, soviel Intelligenz mit wachen Augen… Wir sind nicht die unbeteiligten Zuschauer von außen, die quasi wie im Labor ein Experiment beobachten, wir sind Teil dieses Experiments und müssen nicht hinnehmen, dass es katastrophal scheitert. Es liegt nur an Menschen wie uns, die Katastrophe aufzuhalten. Die, die vorgeben, das Volk zu vertreten, Schaden von ihm abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren, die sind nicht die Lösung, sondern das Problem. Und die so genannten Mainstreammedien, die linksgrünen Mitläufer, die mit Steuermillionen unterstützen Gruppen wie Antifa, PIN, DUH usw., die gehören mit allen Mitteln bekämpft. Und dabei sollte man sich nicht (nur) auf Recht und Gesetz verlassen, wie das OLG Koblenz zum Thema “Einwanderung” urteilte “Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt.” das gilt für alle Bereiche. Also, was können wir tun?
1ß0.5.2019, H-J.W.
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Rechtskonservative TV-Sender fehlen
“Und dieser Tag wird durchaus demokratisch legitimiert sein, weil die Mehrheit der Medienschaffenden das genau so wünscht.” Das Problem ist: es existiert keine reichweitestarke mediale Gegenöffentlichkeit zum ÖRR, den “SPD-Zeitungen” und den großen vergrünten Magazinen (Spiegel, Stern etc.). Solange niemand Geld in die Hand nimmt und große private Fernsehsender politisch gegenpolt, wird das alles so weiter gehen, wie bisher. Wir müssen uns wohl oder übel auch von einigen Illusionen lösen: den aufgeklärten demokratischen Bürger gibt es in der Mehrheit gar nicht, sondern nur zig Millionen Schafe, die das fressen, was ihnen die Autoritäten vorbeten. Dabei wird auf Konstanz und Wiederholung gesetzt, bis sich das als Automatismus ins Gehirn eingeschliffen hat. Da pinnt man dann auf sein Profilbild bei Facebook einfach mal selbstherrlich #wirsindmehr und findet sich ganz toll dabei, schnallt aber nicht, dass wir bei anhaltender Massenmigraion irgendwann nicht mehr “mehr” sind. Und jetzt meint so ein #wirsindmehr-Trottel wirklich, er hätte die einzig wahre politische Wahrheit gefunden, die auch noch seinen Interessen entspricht. Leider will er nicht darüber nachdenken, dass auch seine #wirsindmehr-Trottel demographisch abnehmen, was ja die Antinatalistin Verena Brunschweiger, die übrigens SPD-Mitglied ist, noch forcieren will. Kann man solche Leute noch als rational denkende Menschen begreifen?
10.5.2019, J-H.SCH,
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Vahlefeld: Zwei super Bücher und nun ein guter Artikel
Nach ihren beiden letzten beiden äußerst beeindruckenden Büchern, die wir inzwischen mehrfach auch verschenkt haben, habe ich gespannt auf einen neuen Beitrag von Ihnen gewartet, lieber Herr Vahlefeld, und ihn mit großem Interesse sowie Zustimmung gelesen. Und nein, ich halte diese Dystopie durchaus nicht für übertrieben, das ist es ja, was einen so erschreckt und fast mutlos macht.
10.5.2019, M.SCH
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Nun die Klimareligion
Wie auch in anderen Religionen geht es in es in der Klimareligion um die Überwindung des Todes. Der Tod soll beherrschbar werden. Stellvertretend für die Beherrschung des Todes steht die Beherrschung des Wetters. Wetterphänome bringen auf der Erde, seitdem diese existiert, Leben und Tod hervor. Der Klimareligion liegt der unsinnige Glaube zugrunde, dieses so unberechenbare Wetter beherrschen zu können, es bändigen zu können. Auf diese Weise soll der verstellte Weg hin zum Lebensbaum freigeräumt werden. Die Erlösungsphantasien, die Überwindung des Todes, richten sich nicht mehr auf das Jenseits sondern auf das Diesseits. Echte Religionen haben nicht den erhofften „Erfolg“ gebracht, so versucht man es nun, wie bereits in Urzeiten mit der Beschwichtigung des Wetters. Durch bestimmte Rituale soll der Regen beschworen werden. Die Sonne soll nicht mehr so erbarmungslos scheinen. Die Rituale werden zwar rationalisiert, unterscheiden sich dadurch etwa von Tänzen um das Lagerfeuer, doch die Motivation bleibt die gleiche. Es handelt sich um den Versuch, das Unvermeidliche vermeidbar zu machen. Es geht um eine neuerliche Variante, um mit der (unbewussten) Todesangst fertig zu werden.
10.5.2019, W.A.
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… alles ohne Diskurs, ohne Debatte
“Wer jedoch Geschichte nicht als eine Besserungsanstalt zur „moralischen Vervollkommnung“ anerkennen will und andere Schlüsse aus ihr zieht als die der Sühne und Wiedergutmachung, findet sich sehr schnell weit abseits und rechts des Meinungskorridors wieder.” Genau hier liegt der Hund begraben. Ein echter Diskurs über die Dynamik der Zerstörungswut deutscher Politik darf nicht stattfinden. Das deutsche Volk ist dazu verdammt, tatenlos zuzusehen, wie es vernichtet wird. Die kleine Gruppe, die sich dagegen auflehnt, wird als Nazis diffamiert. Dennoch sollte sie mit dem Anprangern dieser Politik nicht nachlassen. Irgendwo leuchtet noch ein Stern, dessen Licht irgendwann durchdringt und die durch das Polit/Medien-Kartell Merkels verdunkelten Wahrnehmungen der Bürger aufhellt. Vielleicht wird es noch eine Weile dauern, bis es soweit ist. Aber wenn es soweit ist, bricht für die Deutschen wieder eine Zeit an, wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Man wird wieder aus den Merkel’schen Trümmern erstehen. Eine Hoffnung, die Zuversicht gibt.
10.5.2019, S.K.
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Yascha Mounk’s Verwerfungen
“Ich habe 2015 die Lust an der Abschaffung des Nationalstaats und die mehrmals geäußerte Absage an Territorialschutz und Obergrenze nicht verstanden… Vor allem aber leuchtete mir nicht ein, wieso wir Deutschen etwas schleifen wollten, womit wir die letzten 70 Jahre nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht hatten.” Wer sagt denn, dass die Deutschen das wollten? Gab es denn Volksabstimmungen mit vorausgehender Aufklärung über die Migrationspolitik und die Abschaffung des Nationalstaats, die ich verpasst hätte? Waren es denn wirklich so viele Gutmenschen, die 2015 applaudierend an den Bahnhöfen standen? Auf die Bevölkerung bezogen doch eher ein verschwindend geringer Teil, der nur für die Medien repräsentativ genug war. Die Deutschen wurden und werden über Migrationsursachen und die Religion des Friedens nach allen Regeln der Kunst getäuscht und betrogen. Vor der Bundestagswahl 2017 log Frau Merkel das Blaue vom Himmel herunter, als sie sagte, 2015 dürfe sich nicht wiederholen, während bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Migrationspakt beschlossene Sache war (New Yorker Erklärung 2016). Man kann den Deutschen vielleicht den Vorwurf machen, dass sie sich zu leicht manipulieren lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass man sehr viel Zeit und auch Nerven braucht, um hinter die Kulissen zu blicken.
Wenn die von Yascha Mounk vor kleinem Fernsehpublikum beiläufig erwähnten und nicht weiter kommentierten Verwerfungen eintreten, wäre zu wünschen, dass sich neben Politikern auch die Urheber der verheerenden, zwangsgebührenfinanzierten Medienmanipulationen irgendwann vor einem Gericht zu verantworten hätten.
10.5.019, L.H.
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Die 68er waren die erste Generation,
die in Frieden und Wohlstand aufwuchs und sich mit ungeheurer Aggressivität gegen das System wandte, welches ihnen genau dies ermöglicht hatte. Ihre Nachfolger kämpften und kämpfen ebenso gegen die wirtschaftlichen Grundlagen unseres Wohlstands. Dies geschieht so ähnlich in allen Industrieländern. Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass es nur eine Generation Abstand zu Krieg und Elend braucht und schon ist vergessen, auf wie wackeligen Füssen unser bescheiden – komfortables Leben steht. Man braucht nicht mehr erwachsen zu werden. Der Luxus, mit Kinderaugen staunend durch die Welt zu gehen und sich diese so vorzustellen, wie man sie gern haben will, wird unbewusst genossen, es gibt ja keine Sanktionen, man kann nicht wirklich scheitern, irgendwer fängt einen immer auf. Die Familie, der Sozialstaat, wer oder was aich immer. Und auch darauf hat man ein Recht, natürlich.
10.5.2019, K.R.
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Es geht um die neue Sündhaftigkeit der Generation der 50-65-Jährigen,
denen die kollektive Schuld des Holocaust nicht mehr so ohne weiteres angeheftet werden kann. Diese Generation ist nicht stolz auf den ihren Kindern täglich gebotenen und zu vererbenden Wohlstand, nicht für das was sie mitaufgebaut haben, sie fordert keine Leistung von den Kindern. Nein, diese “Parents for future”, demnächst die “Politicians for future”, auch “Farmers for future”, bekennt sich zur neuen ultimativen Kollektivschuld, den Klimawandel zu verursachen, in 12 Jahren ginge die Welt unter. Anhänger der Klimasekte in “harmonischem Flow”, diese Menschen “folgen dem Ruf ihrer Seele” (Parents for Future) und sind für rationale Argumente nicht zugänglich.
10.5.2019, A.B.
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“Hätten wir uns vor 20 Jahren… ”
diese Frage stelle ich (mir, aber auch Anderen) immer wieder, weil ich das Gefühl habe, dass die Dynamik, mit der sämtliche Werte unserer Zivilisation Richtung Abgrund stürzen, kaum wahrgenommen wird. Wer kommt denn noch mit, bei den täglichen Schreckensmeldungen aus selbst den abgelegenen Winkeln des Landes? Wenn vor zwei Jahren ein Messermord Debatten und Demonstrationen zur Folge hatte, ist ein derartiges Ereignis heute in die Rubrik “Kurz und uninteressant” verschwunden. Politische Wahnsinnstaten und -untaten werden längst hingenommen oder maximal mit einem Kopfschütteln quittiert. Man liest von “ordnendem” Eingreifen in den Berliner Drogenhandel durch behördlich beaufsichtigtes Abstecken der Claims und überweist am selben Tag brav seine Buße von 15,- für 9 km/h zu schnelles Fahren. Ist es denn unvermeidlich, den Untergang einer Zivilisation immer erst im Nachhinein, “vom Ende her” zu erkennen und dann in Geschichtsbüchern und Hochschulseminaren breit zu diskutieren? Ist es unvermeidlich, dass die Warner verteufelt und die Mächtigen vergöttert werden? Ich mag mir nicht mehr vorstellen, was in 20 Jahren sein wird. Nicht mal in 5.
10.5.2019, B.A.W., AO
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Wie wahr. Wo ist die Aufklärung geblieben?
Wo ist der mündige Bürger geblieben? In den 1970ern haben wir als Schüler noch über die Weltuntergangsstimmungen der letzten Jahrhunderte zu jedem Jahrhundertwechsel oder Sonnen- und Mondfinsternissen gelacht “Das kann uns als aufgeklärten Menschen nicht mehr passieren!” Nix ist, diejenigen die sich schon immer als progressiv gesehen haben sind am anfälligsten für diesen Wahn. Die breite Masse läuft da eher mit. Die Intelligenz versagt auf breiter Linie. Die Medien suhlen sich in Betroffenheitsjournalismus. Fakten interessieren niemanden. Das wäre ja Arbeit und man müsste sehr schnell zugeben das man falsch lag.
10.5.2019, F.L.
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“Leben und Tod”
Sie haben es sehr schön beschrieben, werter Herr Vahlefeld. Im Endeffekt fällt aber das Ganze unter die Rubrik “Leben und Tod”. Und es ist die natürlichste Sache der Welt. Alle Lebewesen erreichen irgendwann das Sterbealter. Alle Sozien und Kulturen ebenfalls. Wir haben das Unglück, der fortgeschrittenen Sterbephase einer ehemals großen Kultur beizuwohnen. Die Tatsache, daß dieser Tod eher ein Selbstmord ist (alternativ – auf einer autoimmunen Krankheit fußt), spielt keine Rolle. Irgendwann muss halt alles sterben. Vielleicht ist es gerade der Sinn des Lebens – immer neue Wunder zu gebähren, das Universum mit ihnen (wenn auch nur für eine kurze Zeit) zu bereichern, und diese dann klanglos, grotesk, brutal oder dramatisch verschwinden zu lassen. The show must go on!
10.5.2019, D.G.

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 Maaßen: Kritiker werden stigmatisiert – Erziehung der Deutschen zum Duckmäusertum
„Menschen, die sich nicht im politisch-medialen Mainstream bewegen, haben es schwer. Sie werden mitunter als rechts oder rechtspopulistisch stigmatisiert. Das schüchtert ein und schreckt ab. Ich habe wiederholt gehört, daß Menschen lieber gar nichts sagen wollen, als öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Das ist verständlich, aber bei Führungskräften ist dies Duckmäusertum. Es ist Gift für die Demokratie, denn bestimmte politische Positionen, die nicht extremistisch sind, werden dadurch tabuisiert und dem demokratischen Diskurs entzogen.“
Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsschutzes,
in der „Neuen Zürcher Zeitung“ online am 8. Mai 2019, http://www.nzz.ch

 

 

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