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Blick vom Schauinslandturm übers neblige Münstertal und Rheintal am 15.11.2012

 

Migrations-Zentren in Afrika statt Masseneinladungen a la Merkel
Kürzlich traf ich Arusha, einen bekannten kenianischen Wirtschaftsexperten. Wenn er sieht, was Merkel mit ihrer wirren Einladungspolitik auf dem afrikanischen Kontinent derzeit anrichtet, schüttelt er nur den Kopf.
Er plädiert für Zentren in Afrika, in denen sich Möchtegern-Migranten auf einen Job und eine Arbeitserlaubnis in Deutschland bewerben können. Er kann nicht verstehen, wie Merkel massenhaft Menschen einladen kann – und sie dann nicht abholt, sondern sie zwingt, mit ihren Ersparnissen kriminelle Schleuserbanden zu finanzieren und auf dem Mttelmeer das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.
Und das womöglich alles, um am Ende wieder abgeschoben zu werden. „Merkel muß verrückt sein“, sagt er. Und hat recht. …. Alles von Thilo Thielke vom 2.3.2016 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/merkel_und_ihre_gaeste

 

Afrika hat 25% der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche
Obwohl 24 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Anbaufläche in Afrika liegen, steuert der Kontinent wegen niedriger Agrarproduktivität nur neun Prozent zur Weltproduktion bei. Das hat nichts -wie gerne behauptet wird- mit den Bodenverhältnissen zu tun. Ursächlich sind die unsicheren Eigentumssysteme und die deshalb fehlenden Anreize für höhere Agrarerträge.Der Bauer sollte Eigentümer werden, weil dann vermutlich effektiver bewirtschaftet und nicht nur die Ernährung der eigenen Familie im Mittelpunkt steht. Er hätte dann einen Anreiz mehr zu produzieren und Geld zu verdienen.
Der Bedarf des Kontinents an Nahrungsmitteln kann heute nicht gedeckt werden. Nötig wäre der Aufbau einer ländlichen Industrie, um den Bauern Einkommensmöglichkeiten zu schaffen.Die Ernährungssicherheit hat in Afrika aber nur in wenigen Ländern höchste Priorität. Die Regierenden erkennen nicht, dass die Landwirtschaft ein Schlüsselfaktor in der wirtschaftlichen Entwicklung ist. Eine Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln ist auch in Afrika möglich. Äthiopien, Malawi, Ruanda haben es vorgemacht.
Wichtig ist es im volkswirtschaftlichen Interesse afrikanischer Staaten, dass nicht nur unverarbeitete Agrarprodukte, Früchte, Rohsstoffe exportiert werden. Warum sollten keine Konservenfabriken, Fruchtsaftfakriken entstehen und den Menschen Arbeit und eine Lebensperspektive bieten? Investitionen in Arbeitsplätze und die Landwirtschaft sind der Schlüssel zur Hungerbekämpfung.
Das Sahelland Niger wird regelmäßig von Nahrungsmittelkrisen heimgesucht weil das starke Bevölkerungswachstum (Geburtenrate 7,8 Kinder) verhindert, dass alle Menschen satt werden können. Ich kenne das drängende Problem, seit ich in den 80 er Jahren dort 3 Jahre tätig war. Seit 2004 finanziert die KfW Entwicklungsbank im Sinne der Ernährungssicherung den Bau von “Flussschwellen”. Das sind kleine Staumauern, die helfen den Grundwasserspiegel anzuheben. Dadurch werden fruchtbare Böden zurückgewonnen. Die Bauarbeiten übernehmen einheimische Unternehmen. Die Arbeiter kommen aus den Dörfern und haben somit ein Einkommen und können später die Wartung übernehmen. Auf dem neuen fruchtbaren Ackerland (inzwischen 9.000 Hektar) sind Reisanbau, Gemüseanbau, Maniok, Kürbis, Hirse und Zwiebeln möglich. Das Beispiel sollte Schule machen.
Sie schreiben von Fehlern auf anderen Kontinenten, aber sollte deshalb Afrika weiter untätig bleiben und keine der dringend benötigten Arbeitsplätze schaffen? Wenn meine afrikanischen Freunde die Wahl haben, weiß ich ich wie sie sich entscheiden. Mikrokredite sind in Afrika übrigens sehr erfolgreich.Die Rückzahlungsquote liegt, nicht zuletzt weil fast alle Kreditnehmer Frauen sind, bei fast 99 Prozent. Sie sind, obwohl benachteiligt, die Konstante im Leben ihrer Familie und zuverlässige Arbeiterinnen für den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Gesellschaft.
14.11.2015, Volker Seitz, Autor “Afrika wird armregiert”

 

Smartphone und TV zeigen Europa als Schlaraffenland
Die Konzerne sind eifrig dran, in Afrika die normalen Handys durch Smartphones zu ersetzen: die bunte Welt des Internets in jeder Hütte wird boomen – und Sehnsüchte und falsche Hoffnungen wecken. Wer als junger Mensch dann nicht auswandert . Und: die “unbekannte Ursache” für zuviele Geburten ist einfach: Armut. ….
In jeder Hütte in Afrika steht inzwischen zumindest ein Fernseher. Und was wird da vermutlich gesendet? Höchstwahrscheinlich amerikanische und europäische Seifenopern, die für die Sender billig zu haben sind. Und was sieht man da? Allen gehts gut, keiner muss wirklich arbeiten, die Kids gehen aufs College, die Hausfrau spielt Tennis, der Vater fährt mit dem dicken SUV zum Angeln… Arbeit läßt sich höchstens erahnen, wenn der Vater im Büro seine Sekretärin zum Kaffeeholen schickt. Amerika und Europa – das ist das Schlaraffenland! Und mit ein bißchen Anstrengung ist zumindest Europa erreichbar. Also macht man sich auf die Socken! Zu verlieren hat man eh nichts.
11.11.2015, Werner Ketterer

 

 

Einwanderung aus Afrika wird mit steigendem Wohlstand sogar zunehmen
Lässt mehr Wohlstand in den Ländern Afrikas den Flüchtlingsstrom abebben? Nein. Das sagt der Afrika-Verein und prophezeit: Die Zahlen werden mit dem Wirtschaftswachstum sogar steigen…. Migration gebe es weniger aus ganz armen Ländern, sondern nur, wenn ein gewisses Wohlstandsniveau erreicht sei. Erst dann seien die Menschen in der Lage, sich zu informieren, welche Chancen es woanders für sie gebe … Alles vom 15.10.2015 bitte lesen auf
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/einwanderung-aus-afrika-mit-dem-wohlstand-kommen-die-fluechtlinge-13856864.html 

 

Platzt der Boom afrikanischer Start-Ups?
In den vergangenen Jahren hat Afrika eine Welle technischer Innovation erfasst. Die Gründerszene boomt und ihre neue Tech-Generation könnte den Kontinent nachhaltig verändern. Was passiert, wenn auf einem Kontinent die Hälfte der Bevölkerung unter 20 Jahre jung ist? Es wächst eine Generation heran, die technisch versiert ist und nach Lösungen sucht.. Seit Jahren steigt in Afrika die Zahl so genannter Tech-Hubs rasant.

Über 122 Millionen Menschen werden in den kommenden zehn Jahren den Arbeitsmarkt betreten, lautet die Analyse von McKinsey&Company. Ein neuer technikbasierter Wirtschaftszweig wäre für viele die Chance, einen Job zu finden. Die jungen afrikanischen Entwickler könnten es den “Nerds” des Silicon Valley gleichtun und zumindest der eigenen Heimat ihren visionären Stempel aufdrücken. Es wäre eine Veränderung, die statt nach westlichen Ansprüchen auf die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung ausgerichtet wäre. Afrikas junge Generation, warnt de Morais, könne es sich einfach nicht leisten, diesen Kreislauf aus Wachstum und politischer Stabilität zu verpassen. ….
31.8.2015, http://www.heise.de/tp/artikel/45/45757/1.html 

 

2040 lebt die Hälfte der Menschheit unter 25 in Afrika
Zugleich blüht die ethnische Umwandlung West-Europas aus einer reproduktiven Vitalität an seiner Südgrenze, die schon 2040 dafür sorgt, dass die Hälfte der Menschheit unter 25 Jahren in Afrika lebt, dort unglücklich ist und eine neue Existenz (in Europa) sucht. Für das Jahr 2050 werden rund 950 Millionen Wanderungswillige allein aus den afrikanisch-arabischen Gebieten erwartet. ….
Alles von Gunnar Heinsohn vom 28.6..2015 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/zehn_einsichten_an_denen_europa_nicht_vorbeikommt

 

Deutschland: entweder Sozialstaat oder offene Grenzen zu Afrika
110 Millionen Einwohner hatten Deutschland und Frankreich im Jahr 1913 zusammen, ganz Afrika 120 Millionen. 2013 bringen die zwei EU-Kernländer 145 Millionen auf die Bevölkerungswaage, Afrika 1.072 Millionen – das Siebenfache. Auf diese Tatsache und ihre Konsequenzen wies der Völkermord-Forscher Gunnar Heinsohn im Oktober 2013 hin, viele Afrikaner sind längst hier: “Westlich des Rheins dürften es … 5 Millionen sein, davon 3,2 Millionen aus dem arabischen Norden. Östlich davon dürfte es etwa eine Million geben, davon rund die Hälfte Araber.”
Heinsohns Prognose für 2050: 150 Millionen Deutsche und Franzosen zu 2.100 Millionen Afrikanern. Es ist also nicht so, dass gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Eliten von den Zuwandererströmen überrascht worden wären. Überraschend ist nur, dass sie sich so gebärden. …..
Alles vom 12.8.2015 von Fritz Görgen bitte lesen auf
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/die-eu-braucht-eine-strategie-fuer-afrika/ 

 

150 Mio junge Afrikaner ohne Zukunftsperspektive – Youth Bulges
Die Armutsflüchtlinge kommen zunehmend aus Afrika, einem Kontinent mit ca. 50 Staaten, von denen 4 halbwegs ordentlich regiert werden. Der Rest wird geprägt durch ethnische Konflikte, Kampf um Rohstoffe, religiöse Konflikte , Korruption, neokoloniale Unterdrückung zum Beispiel durch China, unfairen Handel (EU) , Schwarzgeldflucht vor allem nach Europa.
Eine Milliarde Menschen leben auf dem Kontinent, davon ca. 50% unter 25 Jahren. Nehmen wir von diesen die jungen Männer, kommen wir auf 250 Millionen Menschen.
In der Regel leben in den Familien 2- 4 männl. Jugendliche (nehmen wir also 3), von denen nur der älteste Aussicht auf ein existenzielles Mindest einkommen hat. So können wir auf eine Zahl von potentiellen Auswanderern von mindestens 150 Millionen jungen männlichen Afrikanern fokussieren (Youth Bulges-Theorie von Gunnar Heinsohn).
Fazit: Es ist nicht absurd, auf längere Sicht von einer neuen Völkerwanderung zu sprechen. Schon 1990 hat der britische TV – Film (unterstützt von den UN) “Der Marsch” diese Situation durchgespielt. Der Film ist auch heute noch erhältlich.
12.8.2015, Ekkehard Senn, Youth Bulges

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 Die reaktionären Südwester sind in Namibia längst abgetreten
Ich bin erstaunt, dass in Deutschland immer noch mit absonderlichen Argumenten über die deutschsprachigen Namibianer berichtet wird. BZ-Korrespondent Dieterich schöpft mit seinen Anmerkungen über (deutsche) Erzreaktionäre, leicht erwerbbare Hakenkreuzfahnen und Hitlers “Mein Kampf” aus einem längst überholten Fundus reißerischer Berichterstattung vergangener Jahre. In 35 Jahren im heutigen Namibia habe ich Anfang der 1980er Jahre nur einen einzigen reaktionären Südwester, damals schon sehr betagt, erlebt. Diese wenigen Exemplare einer vergangenen Generation sind längst abgetreten. Die heutigen deutschsprachigen Namibianer interessieren sich für eine gute Schulbildung ihrer Kinder, eine gute Ausbildung in Deutschland und die Bundesliga. Ansonsten haben sie genug Probleme in diesem harten Land zu bewältigen. Hitlers “Mein Kampf” habe ich selbst auf abgelegensten Farmen nicht entdeckt. Kürzlich wurde mir dieses Machwerk jedoch in Deutschland angeboten. Und braune Dumpfbacken marschieren offen auf Deutschlands Straßen. So etwas erlebt man in Namibia nicht.
22.7.2014, Hans Kress, Windhoek/Namibia

Zu: “In Windhuk gibt’s Schweinshaxe”, Beitrag von Johannes Dieterich (Politik, 9. Juli):
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/in-windhuk-gibt-s-schweinshaxe

 

Flüchtlingskamp vorort unterstützen statt Schleppermafia zu unterstützen
Mein Vorschlag: Richtet endlich in Nordafrika ein riesiges Flüchtlingskamp ein, in das die Menschen fliehen können, wenn es Krieg oder ähnliches in ihrem Heimatland gibt. Dort werden sie dann versorgt, bis wieder Frieden in deren Land ist. Wir müssen nicht die ganze Welt aufnehmen und außerdem ist das Modell mit dem Flüchtlingskamp wesentlich günstiger. Eine 4köpfige Asylbewerberfamilie kostet bei uns den Steuerzahler ca. 1700 Euro pro Monat. Ich bin mir sicher, wenn diese Leute in dem besagten Flüchtlingskamp betreut werden, würden wahrscheinlich nur Kosten in Höhe von 200 Euro anfallen. Warum reden wir nicht über diese Lösung? Das ist ein gutes Modell.
7.4.2015, Mark Müller
Warum dies kein fremdenfeindlicher Vorschlag ist: Zu uns gelangen nur die, die teure Schlepper bezahlen können, während die wirklich Bedürftigen zurückbleiben müssen. Nach Kriegsende ist ein wieder aufzubauendes Land auf die Rückkehr aller angewiesen, auch die der Flüchtlinge.

 

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Bonner Aufruf: Eine andere Entwicklungspolitik für Afrika
Der „Bonner Aufruf“ wurde im September 2008 von einem Initiativkreis veröffentlicht und anschließend von Unterzeichnern unterstützt. Er wurde durch den im März 2009 veröffentlichten „Bonner Aufruf Plus“ erweitert und vertieft.
„Eine andere Entwicklungspolitik!“: Nach einem halben Jahrhundert personeller und finanzieller Entwicklungshilfe für Afrika stellen wir fest, dass unsere Politik versagt hat. Die Ergebnisse sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
www.bonner-aufruf.eu

Hauptgründe des Versagens sind zwei Annahmen:
(1) Der „Norden“ könne Afrika entwickeln.
Wie jeder Mensch und jede Gesellschaft kann Afrika sich aber nur selbst entwickeln. Darüber hinaus gebietet die menschliche Würde, dass jeder Einzelne und jede Gesellschaft die Verantwortung für Entwicklung zunächst bei sich selbst sucht. Dieses Bewusstsein ist in Afrika weitgehend zerstört worden, weil ausländische Helfer zuviel Verantwortung an sich gezogen haben. Je mehr Verantwortung wir aber für die Entwicklung Afrikas übernehmen, desto mehr fördern wir Verantwortungsverweigerung der dafür in erster Linie Zuständigen.
(2) Der „Norden“ könne die Entwicklung Afrikas durch Umverteilung erreichen.
Die Gleichung „mehr Geld = mehr Entwicklung“ geht nicht auf. Dennoch beherrscht sie bis heute die Entwicklungspolitik. Geld hat der Entwicklung häufig sogar geschadet, weil Eigeninitiative gelähmt wurde. Politische Beschlüsse, die Entwicklungshilfe für Afrika zu verdoppeln, sind unvernünftig und gefährlich. Gleiches gilt für die Tendenz, immer mehr Geld als „Budgethilfe“ zu vergeben. Damit werden Korruption und Unterschlagung erleichtert.
3.3.2015, www.bonner-aufruf.eu

 

EU-Agrarsubventionen machen Afrika kauptt

In der EU werden PRO TAG Agrarsubventionen in einer Höhe bezahlt, die der von Deutschland an den  schwarzen Kontinent IM JAHR gewährten Entwicklungshilfe entspricht. Und das Jahr hat in Europa wie Afrika   365 Tage.
Der Agrarhaushalt ist der mit Abstand größte Haushalt der EU. Derzeit ist die EU im Kern nichts anderes als ein gewaltiger “Subventionsverein von Agrarprodukten”.
Unsere Hähnchenschlegel, Butterberge und Würstchen machen die afrikanischen Kleinbauern kaputt, zerstören deren gewachsene ländliche Strukturen und fördern die gewaltige Landflucht.
28.2.2015

 

Afrika = China + Indien + EU + Japan + USA + …

Afrika ist riesig. Die bewohnbare Fläche Afrikas ist so groß wie die der USA, Japans, der EU, Indiens und Chinas zusammen. In diesen Ländern leben ca. 3,5 Mrd. Menschen. In ganz Afrika hingegen ca. 1,1 Mrd. Menschen – es gibt also viel Raum und Platz. Da muß die Äußerung von Claudia Roth (Die Grünen) ‘Wer aus Afrika zu uns kommen will, muß bei uns einen menschenwürdigen Platz finden” als Größenwahnsinn oder schlicht Dummheit erscheinen.

afrika-usa-china-indien
Die wahre Größe Afrikas hat Kai Krause, ein bekannter deutscher Computergrafiker, im o.a. Bild sehr eindrücklich gezeigt. Schon auf den ersten Blick wird in seiner Darstellung deutlich: Afrika ist größer als die USA, China, Indien, Japan und Europa zusammen. Allein die Sahara ist so groß wie die Vereinigten Staaten von Amerika – und sie macht nur etwa ein Drittel Afrikas aus. Addiert man zur Fläche der USA die von China, Indien, Mexiko, Peru, Frankreich, Spanien, Papua Neuguinea, Schweden, Japan, Deutschland, Norwegen, Italien, Neuseeland, Großbritannien, Nepal, Bangladesch und Griechenland, dann schließlich hat man die Größe Afrikas erreicht. Wenigstens fast.
Quelle: http://www.n-tv.de/wissen…
http://www.oxford-business-news.com/afrika_big.jpg

 

 

 

Cotton made in Afrika CmiA – Baumwollnetzwerk

CmiA ist ein Projekt der Aid-by-Trade-Stiftung, die 2005 vom Hamburger Versandmilliardär und Philantropen Michael Otto gegründet wurde. CmiA soll afrikanische baumwolllandwirte mit Handarbeit und Regenfeldbau ökonomisch stärken im Preiskampf gegen US-amerikanische Riesenfarmen.
CmiA wurd gefördert durch die Aid-by-Trade-Foundation mit 5 Mio Euro, Bundesentwicklungsministerium (über GIZ und DEG) mit 20 Mio Euro, Bill Gates Foundation mit 30 Mio Euro.

http://www.cotton-made-in-africa.com/

Aid by Trade Foundation for Sustainable Agriculture and Forestry – AbTF
www.ottogroup.com
https://www.betterplace.org/de/organisations/aidbytrade

https://www.giz.de/de/weltweit/20817.html

 

 

Frankreichs Ex-Kolonialpolitik macht Afrika kaputt
Die französischen Regierungen betrieben in Afrika seit 1960 ein System aus Korruption, Kriminalität und Ausplünderung und haben die Politik zu sehr von den Wirtschaftsuinteressen ´großer Konzerne abhängig gemacht. Zum Beispiel vom Nukrearkonzern Areva und der Erdölgesellschaft Total. Auch in Zentralafrika trägt Frankreich Mitschuld an den Massakern 2013/2014. Über 40 mal hat Frankreich i einem Halben Jahrhundert seit der Unabhängigkeit dieser Länder militärisch in Afrika interveniert, zum Eliten an die Macht zu hieven und Regierungen auszuwechseln. … Es geht um Rohstoffe – Diamanten, Uran, Gold. Trotz ihres Rohstoffreichtums gehören diese Länder zu den 20 örmsten der Welt. Das ist einfach skandalös.
11.4.2014, Werner Ruf, em. professor für internationale beziehungen, in “Wir machen Afrika kaputt”, Chrismon 04.2014, S. 46-48. www.chrismon.de

 

Autorin Boyan Behrmann: Ich bin in meiner Seele afrikanisch

Die reisende Autorin Boyan Behrmann lebt seit 25 Jahren in Freiburg, am liebsten aber ist sie unterwegs. ….
Die Entwertung von Menschen, die unterdrückt sind, muss man nicht hinnehmen, sagt Boyan Behrmann, egal ob Frauen oder Angehörige einer Rasse oder einfach Menschen, die mit ihrem Namen auffallen, weil sie aus einer anderen Region stammen. Um anderen Mut für ihren Eigensinn zuzusprechen, hat sie “Maria” geschrieben. Und nie hat sie aufgehört, zu reisen und auf andere zuzugehen. “Wenn ich unterwegs bin, fühle ich mich am allersimpelsten und selbstverständlichsten als Kind dieser Erde.” Am nächsten ist ihr Afrika. Vielleicht, weil sie dort einst zur Welt kam. Aber vor allem ist da eine Verbundenheit, sagt sie: “Ich bin in meiner Seele afrikanisch.” …
Alles vom 17.3.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/autorin-boyan-behrmann-ich-bin-in-meiner-seele-afrikanisch–81952864.html

Boyan Behrmann:
Maria, das Mädchen im Zug.
Ein bewegendes Frauenschicksal zwischen Deutschland, Afrika und Südamerika.
Merch Movie Edition, April 2002
ISBN 3-9801721-5-5
Mehr über die Autorin, die in FR-Littenweiler wohnt,
auch über ihren gelegentlichen afrikanischen Basar: http://www.dudulala.net

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Afrika-Buch von Ex-Botschafter Volker Seitz

Über 17 Jahre hat Volker Seitz als deutscher Diplomat und Botschafter in Afrika gedient. Hat beobachtet, wie unzählige Länder hoffnungsvoll gestartet und um so hoffnungsloser auf dem Bauch gelandet sind – und kann dennoch nicht von dem Kontinent lassen. Die 240 Seiten seines Buches “Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann” sind nicht nur eine Anklage an machtgierige Politiker, ichbezogene Entwicklungshelfer und korrupte Eliten, sie sind auch eine Liebeserklärung an einen Kontinent. Vor allem aber ist das Buch eine kluge Analyse der gescheiterten westlichen Entwicklungspolitik und ihrer Folgen. Nicht die Afrikaner sind das eigentliche Problem, meint Seitz, die würden ihr Leben wohl mit ihrer Kreativität und ihrem Humor in den Griff bekommen, wenn man sie denn ließe. Das Problem sind wir, so seine These, unser Wirtschaftssystem und die von uns geschickten Helfer, die die Afrikaner entmündigen, ihre korrupten Politiker durchfüttern und sich selbst am Leben halten. Warum das so ist, weiß der Diplomat im Ruhestand mit spannenden Details, imponierender Sachkenntnis und flotter Feder zu begründen. Das Ergebnis ist für jeden Afrika- und Entwicklungspolitik-Interessierten vor allem eins: sehr lesenswert.

Volker Seitz: “Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann”, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2012 (6. und erweiterte Auflage), 240 Seiten, 14,90 Euro

„Es gibt viele Bücher über das Scheitern dessen, was wir mit einem falschen Wort Entwicklungshilfe nannten. Dieses Buch gibt dem Gebäude den letzten Stoß. Nach seiner Zerstörung muss etwas ganz anderes aufgebaut werden.“  So Rupert Neudeck in seinem Vorwort.
Der Kern der Kritik lvon Seitz liefert das 4. Kapitel „Lehrstoff Entwicklungshilfe“ mit „Die Entwicklungshilfeindustrie“:
Das einzige Feld, in dem sofort und umfassend zu helfen ist: Schul- und Hochschulbildung.

Am Ende des Buches zieht Volker Seitz Resümee in den „Sechs Wahrheiten zur Entwicklungspolitik“.
(1) Malaisen in Afrika dürfen nicht schöngeredet werden
Korruption.  Eine Regierung, die die Rohstoffeinkünfte nicht beziffern kann, taugt nichts. Seitz nennt nur drei von 52 Staaten als nichtkorrupt: Botwana, Mauritius und Benin. In allen anderen Staaten führt auch die deutsche Entwicklungshilfe dazu, korrupte Regierungsapparate zu stützen. Auch jetzt und heute.
(2) Der Erfolg muß überprüft werden
Evaluierung und Wirksamkeitskontrolle 3% des Hilfe-Budgets. Überprüfung durch die Geber.
(3) Auch die Arbeit der NGOs muß überprüft werden.
Instrumentalisierung der NGO durch lokale Regierung. Keine moralische Immunität für NGO. Seitz hält Arbeit der Kirchen für effektiver als die von NGOs.
(4) So wenig Geld wie irgend möglich
Steter Mittelzuwachs wurde zu Zwangskorsett. Kein Geld an Fassadendemokratien. Hilfe direkt z.B. an Bauern bzw. Mittelstand/Handwerk mit Kontrolle: „Unterstützung der Landwirtschaft, der Förderung kleiner Leute durch Kleinkredite”
(5) Eine schlechte Regierungsführung muß Folgen haben
“Nicht ausländische Helfer, sondern die Eliten in den Ländern selbst haben es in der Hand, ihre eigene Zukunft zu gestalten. Sie müssen wollen, dass es besser wird. … Die Geber müssen echte Leistungen einfordern, nicht nur Versprechungen.” Hilfe neu organisieren: „Entwicklungspolitik muss ein Bestandteil der Außenpolitik werden“.

 

 

 

Entwicklungshilfe abschaffen?

Mehr als 450 Milliarden Euro sind bislang nach Afrika geflossen, rund 40.000 Entwicklungshilfeorganisationen sind vor Ort – trotzdem grassiert die Not

In seinem Kinofilm “Süßes Gift – Hilfe als Geschäft” prangert Peter Heller staatliche Entwicklungshilfe als nutzlos an. In erster Linie profitierten Firmen aus Europa und den USA, so Heller.
Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, betont den Wandel: Entwicklungszusammenarbeit statt Entwicklungshilfe.
Veye Tatah, Chefredakteurin des Magazins Africa Positive, fordert, “Entwicklungshilfe zu beenden”. Die Hilfsgelder hätten die Lethargie gefördert und die Menschen abhängig gemacht, meint die gebürtige Kamerunerin.

Zwischen Barmherzigkeit und Bevormundung: Entwicklungshilfe abschaffen?
TACHELES, Talk am roten Tisch – So. 12.05.13, 13.00 – 14.00 Uhr www.phoenix.de

 

Subventionierte EU-Tomaten zerstören Existenz von Kleinbauern in Afrika

Gleichzeitig zerstören die USA und die Europäische Union aber mit ihrer Subventionspolitik die Existenz vieler Bauern in den ärmeren Ländern. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie verheerend die Zahlungen wirken, ist das Schicksal der Tomatenpflanzer in Ghana: “Aus Verzweiflung über ihre aussichtslose Lage haben sich im Norden von Ghana einige Kleinbauern umgebracht”, berichtet Francisco Mari, Agrarexperte beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Südeuropäische Konzerne exportieren Tomatenmark-Dosen nach Ghana und verkaufen sie dort für rund 29 Cent. Ghanaische Hersteller müssen die Dose für 35 Cent anbieten, wenn sie von dem Geschäft leben wollen. Weil sie teurer verkaufen als die Europäer, werden sie vom Markt verdrängt. Die Europäer könnten sich den niedrigen Preis leisten, weil die EU die Tomatenproduzenten jährlich mit 380 Millionen Euro unterstütze, erklärt Mari. Außerdem erhielten die Firmen für einen Teil der Exporte eine Subvention von 15 Cent pro Kilo, wenn sie den Überschuss, den sie in der EU nicht absetzen können, außerhalb Europas verkauften. Insgesamt exportieren die Europäer jährlich 400.000 bis 500.000 Tonnen ihrer Produktion von elf Millionen Tonnen. Für 135.000 Tonnen bekommen sie die Exportvergütung. …..
Alles vom 17.5.2010 bitte lesen auf
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittel-toedliche-tomaten-und-billige-haehnchen-1.218502

 

 

Deutsche Hähnchenexporte ruinieren Geflügelbauern in Ghana

Bis vor zehn Jahren war die Welt der Geflügelbauern in Ghana noch in Ordnung. Sie versorgten ihre Kundschaft mit Frischhuhn, das sie selber züchteten und auf die Märkte des Landes brachten. Doch dann überschwemmten tiefgefrorene Hähnchenteile aus Europa zu Dumpingpreisen das Land. Dagegen konnte die heimische Geflügelwirtschaft nicht konkurrieren und eine gesamte Branche brach zusammen. Wie viele Arbeitsplätze verloren gingen, ist schwer zu schätzen, sicher ist allerdings: Nicht nur die meisten Bauern mussten ihre Höfe schießen. Auch der Umsatz von Brütereien, Futtermühlen, Schlachthäusern und Transportunternehmen brach zusammen.
…..
Francisco Mari: “Der durchschnittliche Produktionspreis für Geflügel liegt bei ab 1,50, 1,60 ab Schlachthaus, für unsere Lebensmittelketten zum Beispiel. Die Geflügelteile nach Afrika werden aber für 60 oder 70 Cent verkauft. Also klassisches Dumping, wie man sagen würde – in dem Fall nicht zur Eroberung von Märkten, sondern weil es einfach Reste sind, die übrig bleiben. Sonst müsste man, statt der 60 Cent, die man in Afrika bekommt, ungefähr 30 oder 40 Cent an die Tiermehlfabriken bezahlen. Als Müllprämie im Prinzip. Das heißt, selbst verschenken wäre noch billiger, als es in Europa zu vernichten, weil es einfach Geld kostet, in Europa dieses Fleisch zu vernichten.” Dass die europäischen Schlachtereien den Großteil eines Huhns so billig verkaufen können, liegt an den ausgeprägten Vorlieben der Konsumenten: In Deutschland und vielen anderen Ländern Mitteleuropas wollen viele Kunden keine ganzen Hähnchen mehr, sondern nur noch die Geflügelbrust. Nur wegen dieser ausgeprägten Vorliebe nimmt Deutschland überhaupt Teil am internationalen Geflügelhandel. Francisco Mari: “Wir produzieren eigentlich genug Geflügelfleisch, was die Menge angeht. Ich glaube, zu 90 Prozent sind wir Selbstversorger, trotzdem importieren wir 50 Prozent mehr als wir verbrauchen würden, theoretisch, und exportieren. Also wir sind einer der größten Importeure und Exporteure. Das hängt aber nur mit der Geflügelbrust zusammen. Und da wir so viel Geflügelbrust brauchen, müssen wir die Hälfte des Fleisches, die aus Schenkel und Flügeln besteht, exportieren.” ……..

Gesamte Sendung “Die Liebe der Europäer zur Hähnchenbrust – Die Folgen für Afrika” vom 13.1.2010 lesen auf
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1104303/

 

 

Links

Gerlinde Kurzbach aus FR-Ebnet, gerlinde_kurzbach@hotmail.com
http://www.boeckler.de/37053_37558.htm

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Africa Positive e.V.

Die ständigen Negativmeldungen über Afrika machten Veye Tatah während ihres Informatikstudiums an der Universität Dortmund traurig und wütend. Als Reaktion darauf wählte sie für ihr Projekt den Titel AFRICA POSITIVE, um verkrustete Strukturen aufzubrechen und neue, positive Sichtweisen zu provozieren. Wie das allgemeine Echo bei den Deutschen, den Angehörigen der afrikanischen Diaspora und den Afrikanern auf dem Kontinent zeigte, ist das gelungen. …..
Die Medien berichten hauptsächlich nur über Kriege, Flüchtlinge, Hunger, Armut und Krankheiten in Afrika. Die schrecklichen Bilder, die man für gewöhnlich im europäischen Fernsehen sieht, zeigen Afrikaner, die kaum ihre skelettgleichen Körper gleichen, bewegen können, während sie sich um Essen und Geschenke raufen, die von Lieferwagen der westlichen Hilfsorganisationen heruntergeworfen werden. Nicht, daß es nicht mittlerweile auch ähnliche Anblicke in Europa und in den USA gäbe… Doch die Medien lassen speziell die Probleme Afrikas so erscheinen, als ob sie dort zum Alltag gehören. Krieg in einigen Ländern bedeutet jedoch nicht, dass sich ganz Afrika im Krieg befindet, immerhin besteht Afrika aus 53 unabhängigen Ländern und nicht nur aus den im Verhältnis wenigen Nationen, die im Krieg standen oder noch stehen.  Aufgrund von gelegentlichen Unruhen oder ähnlichen Ereignissen in einigen wenigen europäischen Ländern kann man schließlich auch nicht darauf schließen, das Europa in Brand steht. Doch in Bezug auf den afrikanischen Kontinent scheint genau das der Fall zu sein – ein Irrglauben, zu dessen Behebung wir mit unserer Arbeit beitragen möchten.
www.africa-positive.de

 

SheInnovates in Ruanda stellt  Binden aus Bananenfasern her

Ein Jahrhunderte altes Frauen-Tabu gebrochen. In Ruanda stellt eine Firma Binden aus Bananenfasern her / Die Mitarbeiterinnen klären über die Menstruation auf. Eine bezahlbare Binde, umweltfreundlich hergestellt aus den Blattfasern der Bananenstaude. Die Idee ist einfach – sie lag quasi auf der Straße, denn in Ruanda wachsen die Stauden an jeder Ecke. Es musste nur jemand darauf kommen. Das war die amerikanische Unternehmerin Elizabeth Scharpf. ….
Alles vom 21.5.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/liebe-familie/ein-jahrhunderte-altes-tabu-gebrochen–72035516.html

www.sheinnovates.com

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