FSM fahrradfreundlichste Firma

Die FSM AG aus Kirchzarten erhielt als erstes deutsches Unternehmen das Gold-Siegel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) als zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber. Klar, dass das für FSM ein Grund zu einer großen Betriebsfeier bei strahlendem Sonnenschein auf der Kantinen­-Terrasse war. Vorstand Andreas Schlegel konnte dazu Reinhold Pix, MdL der Grünen, Bürgermeister Andreas Hall mit zahlreichen Gemeinderäten, die ADFC ­Landesvorsitzende Gudrun Zülke und besonders die FSM­ Mitarbeitenden begrüßen.
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Der FSM­ Vorstand war sichtlich stolz, dass das Kirchzartener Unternehmen beim 66­seitigen Maßnahmenpaket des ADFC so gut abgeschnitten hatte: „Wir sind das erste Unternehmen in Deutschland, das das Gold­-Siegel erreicht hat.“ Er zählte manche Leistung auf, die dazu geführt hatte und gab schmunzelnd einige statistische Zahlen bekannt: „Alle FSMler fahren im Jahr zusammen 130.000 Kilometer mit dem Fahrrad, sie essen 423 Power-Riegel beim Radsport, verbrauchen auf dem Bike 35,7 Millionen Kalorien, besitzen 1,5 Fahrräder – außer Moritz Milatz, der zehn als ehemaliger MTB-Profi hat – und sparen zusammen im Jahr 28 Tonnen CO2 ein.“ Klar, dass Reinhold Pix MdL stolz auf diese doch so andere Firma ist: „Mir zeigt Ihr Unternehmen, dass man mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben kann.“ Die FSM AG sei für Kirchzarten ein „Leuchtturm“.
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Dem konnte Bürgermeister Andreas Hall nur zustimmen: „Dass FSM Gold bekommt, entspricht voll unserem Selbstverständnis.“ Ergänzend zum Rad als Transportmittel zur Arbeit, sei die Gemeinde gerade in Verhandlungen, wie das Gewerbegebiet Fischerrain nach optimaler an den ÖPNV angeschlossen werden könne. Ulrich Prediger von JobRad freute sich, dass bereits über 30 Prozent der FSM­-Mitarbeitenden mit einem „JobRad“ unterwegs sei. Der ADFC­-Landesvorsitzende Gudrun Zülke oblag es dann, die Auszeichnung zum zertifizierten fahrradfreundlichen Arbeitgeber in Gold – bisher einmalig in Deutschland – zu überreichen. „Wir setzen uns dafür ein“, sagte sie, „dass viele Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und den KFZ­ Verkehr reduzieren.“ Es sei allerdings notwendig, dass die Kommunen mit Radwegen einen tollen Weg ebnen und die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden mit Radschuppen und Duschen die Nutzung erleichtern. Mehr Gesundheit und Motivation kämen dabei zurück. Dass die FSM AG die Gold-­Auszeichnung verdient habe, brachte Zülke so auf den Punkt: „Hier wird das Fahrrad gelebt.“
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Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad­Club (ADFC) die neue europaweite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Punkte fürs Gold brachten FSM beispielsweise die Teilnahme an der Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“, regelmäßige Aktionen wie Radler­ Stammtische, individuelle Streckenberatung oder Betriebsausflüge mit dem Rad. Aber auch das Angebot eines wöchentlichen Mountainbike­ Trainings mit Ex-Profi Markus Bauer (Deutscher MTB­ Marathon Meister 2017), bei dem sich interessierte Mitarbeiter für den Black Forest ULTRA Bike Marathon in Kirchzarten fit machen konnten, trug zur Fahrradbegeisterung bei. Begleitend dazu wurden Fahrtechniktrainings angeboten oder eine FSM­-Teambekleidung angeschafft. Für die Infrastruktur entstand eine über 100 Quadratmeter große, beleuchtete und abschließbare Fahrradgarage.
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Der Freiburger Dienstrad­-Pionier JobRad ist bereits viele Jahre Partner von FSM. Mitarbeiter können ein Jobrad zu günstigen Konditionen über den Arbeitgeber beziehen. Alle Fahrrad­ und E­Bike­ Modelle sind möglich. Die Jobräder dürfen auch privat und von Familienmitgliedern genutzt werden. Zur großen Beliebtheit des Angebots trägt außerdem bei, dass FSM die Kosten für die Vollkasko­-Versicherung der Räder übernimmt. So richtig zur Gold-Zertifizierung passte die Trial­Show von Patrick Schechinger, der vor dem geselligen Teil auf unterschiedlich hohen Paletten­Türmen sein Kunststücke mit seinem Trialrad vorführte. Seit fast drei Monaten ist er FSM­-Mitarbeiter. Er möchte gerne im Dreisamtal seine Kunststücke an andere weitergeben und sucht dafür ein adäquates Trainingsgelände. Beim Interview schmunzelte er: „Das sieht gefährlicher aus als es ist!“
21.11.2018, Gerhard Lück, Der Dreisamtäler

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