Fronleichnamsprozession in St. Peter

 Fronleichnam am 7.6.2012 – Prozession in St. Peter
Nach dem feierlichen Fronleichnamsgottesdienst um 9 Uhr machte sich die Prozession ab 10.15 Uhr auf einen langen Weg in einer großen Schleife um St.Peter: Pfarrkirche, Mühlberggraben, Kapellenweg, Soldatenkapelle, Schweighof, Schweighofweg, Josefshaus, Roter Weg, Zähringerstrasse, Pfarrkirche. Alles passte: Die Wolken machten Platz für die Sonne, die für angenehm frühsommerlich Temperaturen sorgte. Viele Teilnehmer, Vereine,  jung und alt. in Tracht und “zivil”, Musik, Gebete, Fürbitten und Besinnung. Zu den Bildern …

 

Kommunionkinder gestalten im Klosterhof St. Peter einen Blumenteppich zu Fronleichnam 
Fronleichnam entspringt dem Wort “vronlichnam”, das bedeutet “den Herrenleib wiedergeben”. Dabei steht im katholischen Glauben die Hostie als lebendiger Leib Christi im Blickpunkt. Gefeiert wird das Kirchenfest am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Am “Herrgottstag”, so die Bezeichnung des Hochfestes in der ländlichen Region. Fronleichnamsprozessionen sind seit 1280 nach Christi bekannt. Überwiegend zu Fuß und mit dem Schiff, wie in Murnau am Staffelsee, am Chiemsee oder in Köln am Rhein. Fahnen und Fähnchen in den Farben Gelb und Weiß, Maiengrün, Blumengebinde und Blumenteppiche zieren die vier Stationsaltäre und den Prozessionsweg. Der Priester trägt das Allerheiligste. Kreuz, Fahnen und Heiligenstatuen prägen das Bild, Familien und Vereine beteiligen sich an der Prozession, darunter gerade in St. Peter viele Trachtenträger. Die Kommunionkinder dieses Jahrgangs gestalten im Klosterhof ihren Blumenteppich nach dem Wort Jesu “Komm’ mit, ich bin das Licht der Welt.” Jedes Kind erhielt eine mit Papier bezogene Spanplatte im DIN-A-4-Format. Mit Bleistift zeichneten sie darauf ihre Fußform und füllten das Bildnis mit Blüten, Gräsern und Blättchen aus. Die Erstkommunikantin Lina Müller aus St. Peter unterstützten ihre Freundin Anna, der kleine Bruder Toni und Mama Marianne bei dieser Arbeit. Aus Muscheln entstand der Rahmen, die Fußsohlen erhielten eine rosafarbene Blütensohle, deren roten Granulatrand steuerte die Oma bei. Allzu viel Blühendes hielt das Wetter diesmal nicht bereit für ein buntes Blütenbild. Getrockneter Kaffeesatz und Gräser halfen dafür aus. “Und morgen Früh legen wir frische kleine Margeriten und andere Blüten auf die dunklen Bereiche – dann sieht es aus wie eine bunte Wiese”, beflügelte Marianne Müller die Fantasie der Kinder. Platte für Platte ergeben diese “Hausaufgaben” der Kommunionkinder am Donnerstag einen schönen Fronleichnamsteppich. Sehr zur Freude aller Prozessionsteilnehmer und Besucher.
Monika Rombach, 6.6.2012

Dieser Beitrag wurde unter Hochschwarzwald, Religion veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort