Friedenslicht Bethlehem Pfadis

Erziehung zum Frieden ist der wichtigste pädagogische Auftrag von Pfadfindern weltweit. Daher verteilen Pfadfinder alljährlich in der Adventszeit an alle Menschen guten Willens das Friedenslicht aus Bethlehem in der Westbank. Das diesjährige Motto der Aktion heißt in Deutschland „Recht auf Frieden“. Damit greifen die Pfadfinder die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen auf, die in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag feiert. Dort wird darauf hingewiesen, dass alle Menschen die gleichen Rechte auf „Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt“ haben. Im 2. Artikel wird ausgeführt, dass „jeder Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“ hat.

Geschichte des Friedenslichts
Die Aktion Friedenslicht ist 1986 auf Initiative des Österreichischen Rundfunks entstanden. Seither entzündet jedes Jahr ein Kind, das sich durch besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Von dort reist das Licht mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien. Dort wird es am dritten Adventswochenende in die meisten europäischen Länder gesandt. Züge mit dem Licht fahren über den ganzen Kontinent. Pfadfinderinnen und Pfadfinder verteilen es wiederum mit dem Zug in rund 30 Städte in ganz Deutschland und in zentralen Aussendungsfeiern wird es weiter gereicht an Gruppen und Gemeinden. An Weihnachten wird das Friedenslicht dann in vielen Kirchen und Häusern brennen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen es in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schu­len, in Verbände, öffentliche Einrichtungen, Altersheime und zu den Obdachlosen, in benachbarte Moscheen und Synagogen und zu Menschen, die im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens stehen – und zu denen am Rande.  

Zeichen der Hoffnung und Solidarität
Das Friedenslicht, als Zeichen der Hoffnung und Solidarität, wird von den 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Deutschland ab dem 3. Advent als „Klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung sowie gegen Rassismus“ an „alle Menschen guten Willens“ verteilt. Die zentrale Aussendungsfeier findet in diesem Jahr wieder einmal in Freiburg statt. Am Sonntag, dem 15. Dezember, um 14.00 Uhr, wird das Friedenslicht von der Kirche St. Al­bert in Betzenhausen/Bischofslinde, Sundgauallee 9, aus­ge­sandt, vorbereitet und ausgetragen von den örtlichen Pfad­findern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Auch die Littenweiler Pfadfinder nehmen das Friedenslicht dort entgegen und bringen es in die Pfarrkirche St. Barbara in Littenweiler. Am Montag, dem 16. Dezember, um 18.00 Uhr laden die Pfadfinder dann zur traditionellen kleinen Aussendungsfeier in die Seitenkapelle der St. Barbara Kirche ein. Gerne können eigene Kerzen oder Laternen mitge­bracht werden, um das Friedenslicht im Anschluss mit nach Hause nehmen zu können.
2.12.2013, Gisela Heizler-Ries, Littenweiler Dorfblatt

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