Freihandelszone EU – USA

Die geplante Freihandelszone zwischen USA und Europa beinhaltet auch offene Türen für Genfood, Hormonfleisch, Sozialdumping, Saatgut, Abbau der Transparenzstandards, Greenwash und noch mehr Macht der Konzerne. Es geht um eine “Angleichung von Standards” – wobei zu befürchten ist, dass die fortschrittlicheren EU-Standards (Ökologie, Verbraucherschutz) geopfert werden. 

 

Mehr Informationen zu diesem brandaktuellen Thema vom Bund hier
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/freihandel-usa-europa.html

 

Vorteile des Freihandelsabkommen: 
Unternehmen sparen Zölle, können mehr exportieren und deshalb mehr Arbeitsplätze schaffen. Die Konsumenten Verbraucher haben eine größere Auswahl und könnten mehr günstiger kaufen – mehr kaufen macht glücklich.
Nachteile des Freihandelsabkommens: Aufweichung der EU-Standards (Gentechnik-Kennzeichnung, Verbot von Genfood, Ökologische Landwirtschaft). Ausklammerung der Problemkreise Ressourcenkrise, Energie, Klimawandel,  “Wohlstand ohne Wachstum” bzw. Abkehr von der Ideologie des Immermehr.

Unterschiedliche Transparenz-Standards in USA und EU:
Die Amerikaner haben keine Angst vor Gen-Food: In den US-Supermärkten ist es kaum möglich, Lebensmittel ohne gentechnisch veränderten Zutaten zu kaufen. Die meisten Amerikaner haben hiermit kein Problem – da sie es gar nicht wissen, denn es gibt keine Gentechnik-Kennzeichnung in den USA.
Beispiele: Kühe werden in den USA mit Hormonen gefüttert, damit sie mehr Milch geben. Hühnerfleisch darf mit Chlor behandelt werden und geklonte Tiere können gechlachtet werden – all das geht in Europa nicht.
Den Konsumenten in Europa ist die Kennzeichnungspflicht für veränderte Lebensmittel wichtig. Vieljährige Proteste gegen Gentechnik auf Feld und Teller war erfolgreich,  es wird kaum gen-verändertes Saatgut gesät und Lebensmittel mit gen-manipulierten Zusatzstoffen verkaufen sich dank Kennzeichnungspflicht schlecht.

Was passiert, wenn diese Standards in der Freihandelszone aufeinandertreffen? 
Die US-Standards setzen sich durch. Die Gefahr, dass europäische Standards für Kennzeichnung und Verarbeitung aufgeweicht werden, ist groß. Wer glaubt schon, dass US-Amerikaner nach europäischem Vorbild für Transparenz im Essen sorgen wollen?

Dieser Beitrag wurde unter EU abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort