Fluechtlingswohnungen gesucht

Wer hat eine Wohnung, die er der Stadt für Flüchtlinge vermieten möchte? 2014 muß die Stadt Freiburg über 1300 UMF bzw. Flüchtlinge aufnehmen, 50% mehr als 2013. Nach dem Aufruf vom 9.5.2014 haben sich nur ein Dutzend Privatpersonen und Wohnbaufirmen mit Angeboten gemeldet – keine überwältigende Resonanz. Deshalb wiederholt das Amt für Wohnraumversorgung der Stadt den Aufruf nochmals: Weltweit sind Menschen vor wirtschaftlichen Krisen, kriegerischen Auseinandersetzungen und Diskriminierung auf der Flucht, und viele von ihnen hoffen, Sicherheit und Zukunft in den begüterten Ländern Europas zu fi nden. In Deutschland ist die Zahl der Flüchtlinge im vergangenen Jahr auf eine halbe Million gestiegen. Das Integrationsministerium Württemberg rechnet in diesem Jahr mit 18 000 zusätzlich ankommenden Menschen, die vor allem aus den Krisengebieten Afghanistan und Syrien sowie aus dem Balkan kommen. Entsprechend dem Verteilschlüssel (2,13 Prozent der Ankommenden) muss Freiburg in diesem Jahr 400 Personen zusätzlich aufnehmen. Damit wird sich die Zahl der Flüchtlinge um etwa 50 Prozent von rund 900 auf 1300  erhöhen. Davon befindet sich die eine “ während des Asylverfahrens. Wer als Flüchtling nach Freiburg kommt, erhält immer zuerst einen Platz in einem Wohnheim. Aber nach spätestens zwei Jahren sollen die Menschen dann in eigene Wohnungen umziehen. Die Realität sieht aber leider anders aus.

Weil Wohnungen in Freiburg knapp und begehrt sind, müssen die Betroffenen oft viele Jahre auf eine Wohnung warten. Einzelne Flüchtlingsfamilien leben seit einem Jahrzehnt oder länger in einer Heimunterkunft. Eigentlich nicht erwünscht, denn bei der begrenzten gesetzlichen  Maximalwohnfläche je Person (bislang 4,5 qm, ab 2016 voraussichtlich 7 qm) ist an ein Familienleben nicht zu denken. Und bei bis zu 20 verschiedenen Kulturen, die in manchen Heimen zusammenleben, muss Integration eine Wunschvorstellung bleiben. Gegenwärtig leben in den sechs Freiburger Wohnheimen (Bissierstraße, Hammerschmiedstraße, Hermann- Mitsch-Straße, Hagelstauden, Mooswaldallee und Schlangenweg) 876 Personen, nur 225 in Mietwohnungen. Weil die Heimunterbringung nur eine Zwischenlösung sein kann, sucht die Stadt jetzt Wohnungseigentümer, die an Flüchtlingsfamilien vermieten.
Dabei tritt die Stadt als Hauptmieter auf und gibt die Wohnungen an die Flüchtlinge weiter. Damit übernimmt sie eine Mietausfallgarantie und verpfl ichtet sich, die Flüchtlinge bei der Integration in das neue Umfeld zu unterstützen. Bislang hat die Freiburger Stadtbau zehn Wohnungen zur Verfügung gestellt, und weitere 30 sollen nach der Sanierung hinzukommen. Außerdem ist die Erzdiözese mit gutem Beispiel vorangegangen und hat in der Kartäuserstraße 64 vier Wohnungen bereitgestellt. Auch die Maria-Hilf-Gemeinde hat das ehemalige Pfarrhaus an der Schützenallee als Zwischenlösung angeboten. Wer Interesse hat, Flüchtlinge durch Wohnunterbringung zu unterstützen, sollte sich an das Amt für Wohnraumversorgung wenden und Größe, Lage, Bauzustand und Betriebskosten der Wohnung mitteilen.“

Amt für Wohnraumversorgung, Herr Helde, Teil 0761/201-3263
Michael.helde@stadt.freiburg.de
www.freiburg.de/wohnungen-fuer-fluechtlinge
www.freiburg.de

Flüchtlinge in Freiburg Mai 2014:
Wohnheim Bissierstraße (288 Personen),
Hammerschmiedstraße (226),
Hermann-Mitsch-Straße (193),
Hagelstauden (34), Mooswaldalle (70 Personen), Schlangenweg (65),
Wohnungen Kartäuserstraße/ Erzdiözese (35 Personen),
andere Wohnungen (190).

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