Fessenheim verhindert Blackout

AKW-Fessenheim soll deutschen Blackout verhindern: “E.on darf das bayerische AKW Grafenrheinfeld abschalten, das drei Jahrzehnte störungsfrei lief. Einspringen soll nun Fessenheim – der älteste französische Reaktor, gelegen in einem Erdbebengebiet.” Solche Beiträge wie im Focus lassen befürchten, dass die unglaublichen Aussagen möglicherweise sogar zutreffen könnten. Diese Überlegungen/Planungen der Bundesnetzagentur könnten nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer zwei Ursachen haben: 
a) Dummheit und Unwissen der Bundesnetzagentur
b) Hinter dem durchaus denkbaren Skandal-Deal “Fessenheim contra Grafenrheinfeld” könnte allerdings auch ein gut gemachter PR-Trick der Atom-Konzerne stecken, um wieder einmal die die Menschen grenzüberschreitend gegeneinander auszuspielen und den Atomausstieg zu verzögern. Er rührt an die seit Jahren gezielt geschürte Urangst -Wir Deutschen schalten unsere “sicheren” AKW ab und die Franzosen lassen ihre alten Kisten laufen-. Doch Fukushima hat gezeigt, dass es keine sicheren AKW gibt, weder in in Fessenheim, noch in Grafenrheinfeld. Mit ähnlichen Tricks und “kleinen Nationalismen” arbeiten die PR-Agenturen der Atomlobby auch in Frankreich und der Schweiz. 
Der Skandal-Deal “Fessenheim contra Grafenrheinfeld” wäre auch einer der psychologisch bestgemachten Angriffe gegen das EEG den wir seit langem erlebt haben. Die Tricks der international hervorragend zusammen arbeitenden Atomlobby werden immer besser. Es ist die Aufgabe des BUND und der Umweltbewegung die gefährlichen AKW abzustellen und zwar überall. Fessenheim ist kein Ersatz für irgend ein anderes Kraftwerk. Uns bleibt nur ein “Herr Gabriel & Herr Kretschmann: Übernehmen sie!”
10.4.2014, Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Soll Fessenheim die Versorgungssicherheit in Süddeutschland sichern?
Atomkraft, nein Danke. Das ist ein Satz, hinter dem viele Deutsche stehen. Im badischen Wyhl war der Protest früher bekanntlich so massiv, dass hier auf den Bau eines Kernkraftwerkes verzichtet wurde. Nicht erst seit Fukushima engagieren sich Aktivisten und Politiker aus der Region quer über die Parteigrenzen für eine Abschaltung des französischen Atomkraftwerkes Fessenheim, das direkt an der Grenze am Rhein steht. Seit Jahren steht Fessenheim wegen diverser Zwischenfälle in den Schlagzeilen. Der Standort auf einer Erdbeben-gefährdeten Zone sorgt für weitere Kritik. Auch deshalb soll der älteste französische Atommeiler Ende 2016 abgeschaltet werden. Ausgerechnet Fessenheim soll nun, so berichtet es zumindest die Zeitung Die WELT, im kommenden Winter die Versorgungssicherheit in Süddeutschland gewährleisten. Hintergrund: Das bayrische AKW Grafenrheinfeld, das im Gegensatz zu Fessenheim seit mehr als 30 Jahren ohne größere Störungen in Betrieb ist, soll abgeschaltet werden, weil der Atomausstieg in Deutschland politisch gewollt ist. Für die Region am Oberrhein ist das eine beunruhigende Nachricht. Wird Fessenheim wie versprochen abgeschaltet, wenn Süddeutschland auch im übernächsten Winter  nicht genügend Energie selbst erzeugen kann? Oder zynisch gefragt: Kommt der K.O. für Fessenheim doch erst dann, wenn es tatsächlich einmal explodiert ist…? 
10.4.2014, Nils Kickert, www.stadtkurier.de  

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