Familiennachzug – ZDF unwahr

ZDF-Heute um 19 Uhr am 17.11.2017: „Einer der größten Streitpunkte bei den Jamaika-Sondierungen: das Recht auf Familiennachzug. Im ZDF-Politbarometer spricht sich eine Mehrheit dafür aus“. Dazu erscheint ein Diagramm: “Ein Recht auf Familiennachzug für anerkannte Asylbewerber und Flüchtlingen finde ich richtig (67%) bzw. nicht richtig (28%).” 

Der braven Bürger meint also, 67% der Deutschen sei für Familiennachzug – was so nicht stimmt. Denn das Diagramm unterscheidet nicht zwischen asylberechtigten und subsidiäre Migranten. Und täuscht so eine Mehrheit von 67% für beide Kategorien vor. Unter dem Deckmantel einer vermeintlich seriösen Umfrage des wird eine Mehrheitsmeinung herbeimanipuliert, die dem Vorschlag der Grünen entspricht.
Das Innenministerium unterscheidet klar zwischen Asylberechtigten und Flüchtlingen mit zeitlich begrenzter Anspruch auf Schutz):
„Im Jahr 2016 hat das BAMF 695.733 Entscheidungen…getroffen. Insgesamt 256.136 Personen (36,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt. Darunter waren 2.120 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 254.016 Personen (36,5 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes (subsidär Schutzberechtigte) erhielten.“
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2017/01/asylantraege-2016.html

Für das ZDF ist die Frage nach dem Familiennachzug für Asylberechtigte und dem Familiennachzug der subsidiär Schutzberechtigten eigenartigerweise eins. Bei den Jamaika-Sondierungen streiten nicht einmal CSU und Grüne über den Nachzug der Familien von Asylberechtigten (0,3%). Bei der Frage nach dem (ohnehin bis März 2018 ausgesetzten) Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte hingegen (36,5%) ist man sich komplett uneins.

Die vom ZDF den Befragten gestellte Frage und den Zuschauern präsentierte Antwort “Ein Recht auf Familiennachzug für anerkannte Asylbewerber und Flüchtlingen finde ich richtig (67%) bzw. nicht richtig (28%).” ist unseriös wie manipulativ, denn:. „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ heißt es in der Verfassung. Ihre Zahl ist mit 2120 Migranten gering, sie dürfen bleiben. Dies dürfte die Mehrheit der Deutschen sein.
Subsidiär Schutzberechtigte hingegen (256136 Persinen) müssen Deutschland wieder verlassen, wenn der Fluchtgrund (z.B. Bürgerkrieg in Syrien beendet) entfallen ist. Ob ihre Familien trotzdem nachziehen dürfen, ist eine gänzlich anders zu bewertende und daher auch politisch sehr umstrittene Frage. Ob es hierfür ebenfalls eine Mehrheit in der  deutschen Bevölkerung gibt, ist fraglich. Danach hat das ZDF aber leider nicht gefragt. Weil das Ziel, die Zuschauer im Sinne grüner Verhandlungspositionen zu täuschen, Vorrang hatte.
.
Warum nur ist das ZDF bei der Umfrage nicht bereit, im Sinne eines ehrlichen Journalismus und einer offenen Diskussionskultur zwei getrennte Fragen zu stellen:
1) Familiennachzug für Migranten mit Asylanerkennung?
2) Familiennachzug für Migranten mit zeitlich begrenztem Aufenthaltsrecht?
Dann könnte die Heute-Sendung zwei Antworten präsentieren, die sicher nicht bei jeweils 67% Zustimmung liegen dürften.
19.11.2017

ZDF verdreht Fakten zum Familiennachzug
Alles vom 18.11.2017 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/zdf-verdreht-fakten-zum-familiennachzug/

.
Mit dem Zweiten täuscht man besser
Das ZDF verkauft seinen Zuschauern also bewusst Umfragezahlen unter einer falschen Flagge. … Alles von Alexander Wendt vom 19.11.2017 auf
https://www.publicomag.com/2017/11/mit-dem-zweiten-taeuscht-man-besser/

.
Familiennachzug ohne Ausweis? Ohne Identität?
Den Beitrag von Alexander Wendt auf Publico habe ich gelesen, Klasse. Ich habe hier einen Satz von einem Leser vom 15.11. 2018, ich weiß nicht, ob ich den Namen nennen darf, darum schreibe ich ihn nicht: “Was mir nicht klar ist: Wie kann eigentlich jemand ohne Papiere überhaupt einen Antrag auf Familiennachzug stellen ? Denn er muß ja belegen, daß das wirklich seine Familie ist. Und dafür muß seine eigene Identität geklärt sein, Reden wir hier über ein Phantom-Problem ?”
18.11.2017, Karla Kuhn, AO
http://www.achgut.com/artikel/zdf_dreiste_taeuschung_zum_familiennachzug/P5#section_leserpost

Bildungsaufrag des OR – oder Erziehungsauftrag?
Da wir man allmählich doch zum Verschwörungstheoretiker, wenn man registriert wie die Begrifflichkeiten Flüchtling, Asylant, Bürgerkriegsflüchtling, Migrant oder wie ich jetzt im Tagesspiegel gelesen habe als “Neuankömmling” eher bewusst im “Ungefähren” gelassen werden.
Warum gibt es denn in den ÖR keine “Brennpunktsendungen”, die von Fachleuten (keine sogenannten Experten, wenig Politiker) begleitet, Ist-Zustände aufzeigen sowie die dazugehörigen gesetzlichen Grundlagen vermitteln? Die ÖR haben doch einen Bildungsauftrag, der sich auf Information gründet ?
19.11.2017, Frank Volkmar, AO
.
Meinungsmanipulation
Das ZDF-Ergebnis erinnert stark an die suggestive Befragung der Bertelsmann-Stiftung vor der Wahl. Da kam das Flüchtlings-Thema angeblich bei den Bundesbürgern erst an vierter Stelle und 96% aller Migranten bezeichneten sich angeblich als integriert. Und die Erde ist eine Scheibe
19.11.2017, Frank Stricker

In einer repräsentativen Insa-Umfrage für “Bild” aus August 2017 lehnte die Mehrzahl der befragten Deutschen “den gesetzlich vorgesehenen Familiennachzug” ab, nämlich 58,3%. Interessanterweise deutlich mehr Frauen (62,1%) als Männer (54,5%).
Das ZDF hat seine Zuschauer vorab auf diese kruden Zahlen vorbereitet: Alles nicht so schlimm mit dem Nachzug, hiess es schon am Donnerstag in einem Filmchen bei Illner. Wo bleibt die Konkurrenz, die ARD, die privaten Sender, um diesen unlauteren Wettbewerber zu rügen und auf Dauer vom Markt zu wischen? Medialer Sozialismus!
19.11.2017, M.Haumann, AO

Will das ZDF erziehen, statt informieren?
So kann man sich doch des Eindruckes nicht erwehren, als ginge es dem ZDF keinesfalls darum, darüber zu berichten wie die Deutschen denken, sondern den „Befragten“ eine bestimmte Meinung zu unterstellen. Ihnen mehrheitlich eine vom ZDF erwünschte Mehrheitsmeinung anzudichten. Das könnte aus dem Grund erfolgen, zweifelnde Fernsehzuschauer zu manipulieren, sie vom „richtigen“ Denken zu „ überzeugen“, denn viele Bürger schließen sich gerne der „Mehrheitsmeinung“ an, weil sie davonausgehen, dass sich eine Mehrheit schon nicht täuscht und weil sie sich aus diesem Mehrheitsverbund nicht ausgeschlossen fühlen möchten. Werden deshalb schon die Fragen absichtlich unpräzise gestellt, um den Befragten in die Irre zu führen, mit dem Hintergedanken, die erwünschte Antwort zu erhalten? Entstehen auf diese Weise völlig abwegige Umfrageergebnisse, die allesamt unter der Rubrik Propagandaarbeit unbeachtet zur Seite gelegt werden sollten? Wenn wir diese schon (zwangs-)finanzieren, dann müssen wir sie nicht auch noch lesen.
19.11.2017, Werner Arning, AO
.
.
Familiennachzug von Subsidiär-Migranten einmalig in der EU
Kein Staat der EU gewährt den Familiennachzug für Migranten, die nur ein zeitlich begrenztes (subsidiäres) Aufenthaltsrecht haben. Mit der Einführung eines solchen Familiennachzugs für subsidiär Schutzsuchende durch Jamaika wird Deutschland die EU weiter spalten.
Hinzu kommt ein weiterer deutsche Sonderweg: Kein Staat der EU außer Deutschland läßt illegale Immigration durch unkontrollierte, offene Grenzen zu. Damit spaltet Deutschland die EU mit der Folge, dass die anderen EU-Länder der Verteilung von Migranten, die illegal nach Deutschland gekommen sind, ablehnen. Dies gilt nicht nur für die Visegrad-Länder, sondern auch für Schweden, Niederlande, Frankreich, …
Der deutsche Größenwahn ist eben einmalig.
19.11.2017

Dieser Beitrag wurde unter Familie, Integration, Medien, Oeffentlicher Raum, Zukunft abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort