Fahrrad – besser unterwegs in FR

Auf der interaktive Internetseite http://www.besser-unterwegs-in-freiburg.de haben seit November 2014 ca 350 Bürger bislang 732 Gefahren- und Problemstellen im Straßenverkehr benannt. 60% der Einträge betreffen die “Sicherheit im Radverkehr“, 20% die Sicherheit von Fußgängern. In 2014 waren an 20% aller 582 Unfälle mit 472 Verletzten Radler beteiligt. Mit dem Onlineportal will das Verkehrsforum die gefährliche Stellen in der Stadt entschärfen.Dafür wünscht man sich, dass die langjährige Radpauschale für Verbesserungen des Radverkehrsnetzes (2013 und 2014 jeweils 175 000 Euro) auch in den Doppelhaushalt 2015/2016 der Stadt Freiburg aufgenommen wird.

Das Freiburger Verkehrsforum ist ein Zusammenschluss von Verkehrsclub Deutschland (VCD), Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC), Klimabündnis und Greenpeace Freiburg.
http://www.vcd.org/vorort/suedlicher-oberrhein

 

Nicht nur lokal begrenzte Fahrrad-Ausbaustrecken
Die Investition in Großprojekte ist sicher gut und richtig. Allerdings gib thttp://www.besser-unterwegs-in-freiburg.de Hinweise auf viele Stellen, welche möglicherweise mit ein bisschen Farbe oder dem Versetzen einzelner Schilder und Poller den Verkehrsbedürfnissen angepasst werden können. Wenn man Veränderungen nur im Rahmen von Großprojekten durchführen kann, sollte man gleich die gesamte Stadt neu planen. Besser wäre allerdings, wenn man einen Teil der finanziellen und personellen Ressourcen auch für kleinere Verbesserungen einsetzen kann. Ein fahrradgerechter Rotteck- und Friedrichring löst nicht die Verkehrsprobleme am Schwabentor, am Komturplatz oder anderswo. Der Gesamteindruck der Fahrradfreundlichkeit wird aber nicht nur durch lokal begrenzte Ausbaustrecken bestimmt, sondern genauso durch die Entschärfung kleinerer oder größerer Hindernisse auf bestehenden Verkehrswegen. Es ist schade, dass die Stadtverwaltung hinsichtlich http://www.besser-unterwegs-in-freiburg.de offensichtlich auf bürgerschaftliches Engagement sehr wenig Wert legt. Vielleicht könnten sich aber z.B. die Bürgervereine mit den Vorschlägen für ihre jeweiligen Einzugsgebiete beschäftigen und diesen damit lokale Verankerung geben?
10.4.2015, Volkmar Glauche

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