Enteignung der kleinen Sparer

Wer sein Geld in 5-jährigen Bundesanleihen zu 0.4% anlegt, erleidet bei der aktuellen Inflationsrate von 1.6% einen Werteverlust von 1.2% im Jahr. Würden alle Deutschen ihr Geldvermögen von 3.4 Billionen Euro derart risikoarm anlegen (tun zumindest die Steueroasen-Besucher nicht), dann erleiden sie einen jährlichen Werteverlust von 40 Mrd Euro. Der deutschen Sparer wird also durch die niedrigen Zinsen der Banken schleichend enteignet.

Das historisch niedrige Zinsniveau hat zwei Wirkungen:
1) Schleichende Enteignung, da Sparzinsen niedriger als Inflationsrate: “Wer heute spart, wir morgen ärmer”.
2) Investitionsentscheidungen werden verzerrt. Das billige Geld verleitet viele zu unwirtschaftlichen Investitionen.

Dieser Beitrag wurde unter Finanzsystem, Verbraucher, Zukunft abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort