Zeit

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Blick nach Osten bei Massada übers Tote Meer zu den Bergen in Jordanien am 28.10.2013

  • Muße – Zeit haben – niemand erwartet ein Ergebnis von mir (29.3.2014)
  • Zeit schenken – anderen und auch sich selbst (22.12.2013)
  • Achtsamkeit
  • Zeit ist Geld
  • Zeit spenden

 

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(1) Nickerchen am 24.3.2014 – zeitlos

 

– Zeitlos,
– Es ist höchste zeit
– Zeitung
– frühzeitig
– allzeit
– Zeit ist Geld
– Wie die Zeit vergeht

 

 

Muße – Zeit haben – niemand erwartet ein Ergebnis von mir
“Muße kann man als Zustand verstehen, in dem wir nichts tun müssen, also auch nicht unter Zeitdruck sind. Und weil wir nichts tun müssen, können wir etwas tun” – so der Freiburger Philosophieprofessor Günter Figal. Muße muß man wollen und auch einüben, man muß sich eben frei machen von dem Zwangsgerüst von Terminen, Zielen und Verpflichtungen. Ohne diese Zwänge kann man sich wirklich auf etwas einlassen, da ja niemand ein Ergebnis von einem erwartet. Man kann es sich leisten, zuzuschauen, wie die Zeit vergeht. Muße und Achtsamkeit passen gut zusammen: “Sittin on the dock of the bay, watching …”
Das seit Ende des 19. Jahrhunderts dominierende Credo des “schneller, weiter, höher” bzw. Fortschrittsdenken ist einem Umdenken gewichen: Angesichts der endlichen Ressourcen ist ein intelligenter und vorsichtiger Umgang angesagt, wir sind mehr auf Schonung und Erhaltung aus. Was für den Umweltschutz selbstverständlich ist, gilt mehr und mehr auch für unser eigenes Leben und unsere persönliche Zeit. Aus “Zeit ist Geld” wird “Zeit zur Muße”.
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Freiburger Philosoph Günter Figal erforscht Bedeutung des Nichtstuns
Figal ist Professor für Philosophie an der Universität Freiburg und stellv. Leiter des Sonderforschungsbereichs “Muße. Konzepte, Räume, Figuren”. “Seit Aristoteles sind wir es gewohnt, menschliches Leben in erster Linie vom Handeln her zu verstehen. … Mich interessiert aber schon lange, ob Handlungen nicht bestimmte Voraussetzungen haben, die in der Untätigkeit liegen. Also ob man nicht erst einmal nichts tun muss, um dann etwas tun zu können.” …
Alles vom 29.3.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/bildung-wissen-1/freiburger-philosoph-guenter-figal-erforscht-bedeutung-des-nichtstuns–82431312.html
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Zeit schenken – anderen und auch sich selbst

Einerseits unser Konsumrausch: Über ein Viertel aller Lebensmittel in Deutschland werden weggeworfen und ein Drittel unserer Kleidung bleibt im Schrank hängen, ohne je getragen zu werden. Mit unseren Konsumansprüchen legen wir fest, was (die Kaffeetasse mit elektrischem Umrührer), wie (Rohstoffverbrauch spielt keine rolle), wann (abends nach 20 Uhr frische Brötchen) und wo (geringe Lohnkosten) produziert wird.
Andererseits ist da die Zeit, für die vor lauter Konsum “kaum mehr Zeit” übrig bleibt. Die Zeit rast nicht mehr davon und bleibt auch nicht stehen – die Zeit gibt es einfach nicht mehr. Keine Tageszeiten mehr:  In der City ist es nachts geneuso hell wie tagsüber. Keine Jahreszeiten mehr: Im Büro ist es winters genauso warm wie im Sommer.

Blumen pflanzen statt Blumenstrauss
Vorlesen statt Buch
Fotos gucken statt Fotoapparat
Waldluft statt Parfum
Nackenmasage statt Schal
reparieren statt neu kaufen
Wandern statt Wein
Kochabend statt Kochbuch’
Schrank ausmisten statt shoppen
Fusspallspielen statt Konsole

 

 

Fureai Kippu
Das Prinzip, Zeit als Währung zu nutzen, ist alt. Das weltweit größte Netzwerk “Fureai Kippu” wurde 1992 in Japan gegründet und zählt heute weit über 3 Mio Mitglieder. Über erhalten Menschen, die andere Menschen betreuen, eine Gutschrift über den Umfang dieser Pflegeleistung, die sie dann später wieder in eine Betreuungsleistung zurücktauschen können.
Das bestechend Einfache daran: Eine Stunde ist eine Stunde ist eine Stunde – ein völlig inflationssicheres Geld. Immer mehr Japaner entscheiden sich mittlerweile lieber für einen der freiwilligen “Stundenkräfte” als für professionelle Dienstleister.
Die Idee von “Fureai Kippu als Unterstützungssystem auf Tauschbasis kann man unter drei Perspektiven sehen: Als Beispiel für eine Komplementärwährung, als Beispiel für die Monetarisierung im Ehrenamt und als Beispiel für Innovationen sozialer Dienste.
http://diakonisch.wordpress.com/2011/04/04/fureai-kippu/
Timerepublik.com
Auf der Tauschplattform Timerepublik.com, die 2011 in Lugano/Schweiz gegründet wurde, kann man Dienste wie Gitarrenkurs oder Babysitten anbieten, wobei nicht mit Geld, sondern mit Zeit bezahlt wird. Jeder Nutzer trägt bei der Anmeldung seine Fähigkeiten ein und legt ein Zeitkonto an. Erbringt er eine Aufgabe für einer der über 10000 Mitglieder in 50 Ländern, bekommt er die Arbeitszeit gutgeschrieben. Nun kann er im Netz mit seiner inzwischen gewonnenen Zeit auf Shoppingtour gehen.
www.timerepublik.com

Zeit-Statt-Zeig.de
“Das dritte Handy? Der sechste Schal? Das zehnte Parfüm? Bevor du dich zum nächsten Anlass für eines der typischen Standardgeschenke entscheidest, lass dich im Zeit-statt-Zeug Shop dazu inspirieren, etwas einzigartiges zu verschenken: Gemeinsame Zeit.” So zu lesen auf der Startseite von www.zeit-statt-zeug.de

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