Korruption

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Blick vom Schauinslandturm übers neblige Münstertal und Rheintal am 15.11.2012

Bestechung, Beziehung, “Gute Freunde”, Geschenke, Korruption, Vorteilsnahme, ….

 
Afrikas korrupte Elite beutet ihren Kontinent aus
Die demokratischen Entscheidungsprozesse beschränkt sich in der Regel darauf, Repräsentanten zu wählen. Freie und allgemeine Wahlen sind aber nur dann demokratisch wirkungsvoll, wenn sie in gesicherte Bürgerrechte und Gewaltenkontrolle eingebettet sind. Demokratie erzeugt nicht automatisch fairen sozialen Ausgleich und Wohlstand, das leisten nur soziale Demokratien. Entscheidend ist die Achtung der Verfassung des Landes. Alle afrikanischen Verfassungen sind auf dem Papier demokratisch und sehen Respekt vor den staatlichen Institutionen, Gewaltenteilung, ein Wahlsystem, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte vor. Die Wirklichkeit sieht jedoch ganz anders aus.
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Aber je mehr Afrikaner ihre Führer als korrupt einschätzen, desto unruhiger wird die Lage. Afrikas Bevölkerung ist empört über das Ausmaß der Bestechlichkeit und die Anhäufung großer Vermögen an der Spitze, während der Lebensstandard der nicht Privilegierten kaum steigt. Die Unzufriedenen, Frustrierten und diejenigen, die reale Veränderungen wollen, werden sich in nicht allzu großer Ferne kraftvoll zu Wort melden. Sie haben endgültig genug von Staatschefs und Regierungen, die den Ausverkauf der Landwirtschaft sowie den Niedergang des Gesundheits- und Bildungssystems zu verantworten haben. Sie werden erstmals einen echten Wettbewerb in der Politik und eine starke Kontrolle der Machthaber notfalls mit Gewalt erzwingen. ….
Alles von Colker Seitz vom 2.11.2016 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/wie_afrikas_politische_elite_ihren_kontinent_ausbeutet
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Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“, das im Herbst 2014 in erweiterter siebter Auflage bei dtv erschienen ist.

Alimentation in EU
Solange die EU glaubt, die “Unzufriedenen, Frustrierten und diejenigen, die reale Veränderungen wollen” aus Afrika in Europa aufnehmen und alimentieren zu müssen, wird sich in Afrika nichts ändern. Wer immer wieder Druck aus dem Kessel nimmt, braucht sich nicht wundern, wenn selbst nach ewig langer Zeit nichts Gares dabei heraus kommt. Den dritten Absatz über die “herrschende Klasse” könnte man übrigens fast vollständig auch auf Deutschland und die EU übertragen (z.B. “Seit Jahrzehnten ist diese opake Führungsriege immun gegen eine Wahrnehmung der Realität.”)
Frank Royale, 3.11.2016, AO

 

Der Faktor Korruption ist noch nicht in die volkswirtschaftlichen Modelle integriert

Walter Eucken erlebte die Folgen für ein Wirtschaftssystem durch die Inflation und formulierte daraufhin sein “Primat der Währungspolitik”. Wir erleben nun die Folgen für Wirtschaftssysteme durch korrupte Strukturen. Genauso wie wirtschaften bei Bedingungen von Hyperinflation nicht möglich ist, genauso ist Wirtschaften bei korrupten Bedingungen nicht möglich.
Die Menschen können nicht die Schulden abarbeiten, die korrupte Banksysteme angehäuft haben.
Die Menschen können nicht die Schulden des korrupten griechischen Systems abarbeiten, das keine Steuern von Reichen verlangt hat oder Renten an ganze Inseln von Blinden bezahlt hat.
Die Menschen können nicht die Schulden abarbeiten, die korrupte spanische Politiker durch den Bau von Städten ohne Bewohner oder Flughäfen im Niemandsland angehäuft haben.
Solange Länder wie Italien korrupte Politiker wie Berlusconi an die Spitze ihrer Regierung wählen, hat die europäische Wirtschaft keine Chance.
Die Volkswirtschaftslehre hat den Faktor Korruption noch nicht in ihre Modelle integriert. Wie wäre es mit dem Primat der nicht korrupten Wirtschaftspolitik?
29.5.2014

 

 

Korruptionsindex von Transparency International
Der 177 Staaten umfassende Korruptionswahrnehmungsindex  von Transparency International (TI) führt zum Ende 2013 Dänemark weiterhin als weltweit korruptionsfreiestes Land an. Auszug: 1 Dänemark, 3 Schweden, 7 CH, 9 Canada, 12 D, 14 GBR, 18 Japan, 19 USA, 22 F, 26 Österreich, 38 Polen, 40 Spanien, 69 Italien, 72 Brasilien, 80 China, 81 Griechenland, 106 Mexiko, 114 Ägypten, 127 Russland, 171 Iraq.
Griechenland gilt weiterhin als korruptestes Land der EU. Auffallend ist der Absturz von Spanien von Rang 30 auf Rang 40, der weiterhin anhält.
http://www.transparency.org/cpi2013/results

Spanien immer korrupter
Ein Problem ist nach TI, dass die Korruption im Land weitgehend straffrei bleibt. Der spanische Universitätsprofessor Manuel Villoria führt an, dass in Polen im vergangenen Jahr 3.000 Urteile gegen Korruption gesprochen wurden. “In Spanien waren es nur 90.” Für sie gibt es nur ein Resümee: “Es herrscht Straffreiheit.” ….
Alles vom 9.12.2013 bitte lesen auf
http://www.heise.de/tp/blogs/8/155439

 

 

Spaniens Politik versinkt im Schwarzgeld-Sumpf
…. Seit vier Jahren ermitteln sie gegen ein mutmaßlich weitgespanntes Korruptionsnetz in der Volkspartei, und Rajoy kann sich nicht mehr hinter Verschwörungstheorien verschanzen: Die PP muss den Verdacht aushalten, in ihren innersten Strukturen korrupt zu sein…..
Doch die Erschütterung unter den Spaniern ist gewaltig. Sie haben das Vertrauen in die Politik verloren. Schlechte Politik hat sie in die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten geführt, fast sechs Millionen Spanier sind arbeitslos. Und nun bekommen sie noch beinahe täglich zu lesen, dass dieselben Politiker, die die Karre in den Dreck gefahren haben, Betrüger sind. Jedenfalls viele von ihnen. Zu viele. Die Hoffnung auf die Selbstreinigungs-kräfte der Demokratie schwindet. Wird die PP ihren Saustall ausmisten? Die wenigsten Spanier glauben das. Bleibt die Justiz. Doch die ist langsam und immer mal wieder auf beiden Augen blind…..
Alles vom 1.2.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/spaniens-politik-versinkt-im-schwarzgeld-sumpf–68760273.html

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