Oekologie

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Oekologie – als politische Kraft

  • In Freiburg tagte die Herbert-Gruhl-Gesellschaft (13.12.2017)
  • Herbert-Gruhl-Gesellschaft

 

In Freiburg tagte die Herbert-Gruhl-Gesellschaft
… Dafür zog Kempf in einem eigenen Vortrag eine andere Linie: 1988 heißt es in einem Papier der ÖDP zum Thema “Ökologisches und demographisches Gleichgewicht”, Deutschland könne als eines der dichtestbesiedelten Länder der Welt kein Einwanderungsland sein.
Dieselbe These zitierte Kempf aus einem der derzeit nicht nur in rechten Kreisen vielgelesenen Bücher des Historikers Rolf Peter Sieferle: Auch unter dem Aspekt ökologischer Nachhaltigkeit sei die “Auffüllung dichtbesiedelter Gebiete” mit Einwanderern ein “sinnloser Akt”. Woraus Kempf folgerte, Naturschutzverbände und Grüne müssten eigentlich gegen Zuwanderung sein
… Alles vom 13.12.2017 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/von-den-gruenen-zur-afd–146520859.html
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Zuerst die Bücher von Herbert Gruhl lesen und dann kritisieren
Ein hervorragender, leider zu kurz geratener, Artikel über eine Tagung der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, denn so konnten naturgemäß nicht alle Aspekte und Facetten der Veranstaltung und der Vortragenden, die im Übrigen nicht alle vorgestellt wurden, beleuchtet werden.
Auch dies sollte man bei einer Kritik ebenso berücksichtigen, wie auch der Klimawandel zur damaligen Zeit nicht Gesprächsthema war, ebensowenig wie die Luftverschmutzung keine Hype wie heutzutage!
Aber bevor man Dr. Herbert Gruhl kritisiert, sollte man zumindest seine Bücher gelesen haben, die auszugsweise auf der Internetseite der Herbert-Gruhl-Gesellschaft zu finden sind. Und man muß wissen, daß Herbert Gruhl ökologisch – also ganzheitlich – gedacht und gehandelt hat. Um die Ökologie machen leider viele Menschen, auch engagierte “Umweltschützer” einen Bogen, weil die Ökologie eben kein bequemes Denken und Handeln zuläßt, daß vielen, wenn nicht sogar den meisten Politikern, auch von der “Grünen” Partei, nicht gelegen kommt. Auch aus dem einfachen Grund, daß man dann “seine” Politik dem Wähler und auch seinem Mitgliedern nicht oder nicht so einfach mittels simpler Schlagworte vermitteln kann. Trotz der unbestrittenen Tatsache, daß die Menschheit ohne das “Gruhlsche” ökologische und ganzheitliche Denken und Handeln nicht oder nur unter großen Einschränkungen ein weiteres Über/Leben auf dieser Erde möglich sein wird.
Einer der Aussagen von Dr. Herbert Gruhl ist z.B. “Umweltschutz muß bezahlbar sein”! Er hat zwar nicht gesagt, von wem, aber dies kann man ja problemlos an der sogenannten “Energiewende” sehen!
Deshalb der Tipp – bitte die Bücher von Dr. Herbert Gruhl lesen und verstehen und dann kann man auch berechtigte Kritik äußern.
Bislang sind alle, im übrigen bestens recherchierten, Fakten, “Voraussagen” und Befürchtungen eingetroffen! Auf die eine oder andere Weise – zumeist zum Nachteil der Menschheit und den zweifelhaften kurzfristigen Nutzen von Industrie und Kapital!
Und zu der rhetorischen Frage, ob Dr. Herbert Gruhl heute Mitglied der AfD wäre?
Mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit nicht, denn Dr. Herbert Gruhl hat zwar bei An- und Nachfragen geholfen, und dies jeder Partei gegenüber, programmatische Ergänzungen und Hinweise zum Programm zu geben, aber einer Partei wäre er nicht noch einmal beigetreten, weil er der endlosen Debatten um Punkt und Komma in einem Parteiprogramm und auch der “Hahnenkämpfe” um irgenwelche Vorstandspöstchen leid war!
Dr. Herbert Gruhl ist, war und bleibt Vorkämpfer und Vordenker für die Ökologie und leider ist er bis heute damit ziemlich allein auf weitem Flur!

Ökologisches Denken und Handeln bei der AfD oder den Identitären?
Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die Identitären keine Partei und ihre “Zielrichtung” ist nicht der Umweltschutz oder die “Ökologie” im weitesten Sinne.
Die AfD ist leider nicht die Umweltschutzpartei per Se` und aus der Gründungsphase heraus sind leider die sogenannten “liberalen Wirtschaftfachleute” dort trotz “Auszug” des Lucke-Fügels immer noch, aus welchen Gründen auch immer, im Vorder- bzw. Hintergrund am Wirken. Vorrangig sogar in den Programmkomissionen – was man zwar dem Programm nicht unbedingt so ansieht, aber das ist ja das, was dabei herauskommt, wenn zuviele Köche den selben Brei kochen wollen. Leider sind nur einige wenige “Ökologen” bei der Gründung der AfD dort Mitglied geworden und dementsprechend klein ist der “ökologische” Flügel in der AfD und auch das “Mitspracherecht” in den Programmkommissionen.
Und später bzw. jetzt werden “Ökologen” in einigen Kreisverbänden nicht oder ungern als Mitglied gesehen und so “ausgegrenzt” bzw. ausgeschlossen von der allgemeinen Diskussion in der AfD. Andererseits hat die AfD auch wesentliche und grundsätzliche Aussagen gemacht, die durchaus ökologische Züge trägt. Wenn man die unsinnigen und teilweise abstrusen Aussagen von einigen wenigen Mitgliedern über Umweltschutz etc. – die von den Medien hochgespielt werden und keineswegs in der Partei einem Konsens hat, mal außen vor läßt, ist die AfD durchaus wählbar und kann sich ja auch als junge Partei noch weiterentwickeln! Das höffe und denke ich jedenfalls.
13.12.2017, Jürgen Wirtz, BZO

 

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Herbert-Gruhl-Gesellschaft
1978 trat Herbert Gruhl aus der CDU aus, 1980 gründete er die Grünen mit und verließ sie im Streit mit dem linken Flügel wieder. 1982 wurde er Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), die er 1990 auch verließ im Streit um eine Abgrenzung zu Rechtsparteien wie den “Republikanern”, die er nicht mittrug. Bis zu seinem Tod 1993 blieb Gruhl einem, wie er sagte, “Naturkonservatismus” treu, plädierte für eine Ethik des Maßhaltens und die Rückkehr zu Familie und Heimat.
Um die “Pflege, Förderung und Weiterentwicklung seines Werkes” kümmert sich heute laut ihrer Satzung die Herbert-Gruhl-Gesellschaft, ein Verein mit rund 50 Mitgliedern bundesweit. . Vorsitzender der Gesellschaft ist Volker Kempf. Der Breisacher war wie Gruhl bei der ÖDP, heute ist er AfD-Mitglied, sitzt für die rechtskonservative Partei im Kreisrat Breisgau-Hochschwarzwald und kandidierte im Wahlkreis Freiburg für den Bundestag.
http://herbert-gruhl.de/
www.volker-kempf.de.

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