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Klaräpfel-Ernte am 11.8.2016

Klaräpfel-Ernte am 11.8.2016

 

Manchester Terroranschlag – Nix mit nix zu tun
“Nix mit nix” – es hat alles nichts mit nichts zu tun. Auch nach dem Anschlag eines 22-Jährigen mit libyschen Wurzeln in Manchester gilt: Kein Generalverdacht bitte, keine Diskriminierung von Muslimen, denn auch dies ist ein Einzelfall einer mißlungenen Integration (die Eltern kamen als Flüchtlinge aus Libyen). Als offene Gesellschaft müssen unsere Grenzen weiter offen bleiben. Schließlich löst Massenmigration aus islamischen Ländern deren wir auch unsere Probleme (Demografie, Arbeitsmarkt). Wie sagte de Maiziere am 23.5.2017 um 20.25 Uhr im Manchester-Brennpunkt: “Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen in unserer Lebensweise.” Seit Budapest 9/2015 bis vorerst Manchester 5/2017: “Wir dürfen …”
Es sind nicht Armut, Benachteiligung, Krieg oder einer der anderen Gründe, die Terrorismus als Akt der Verzweiflung erklären, wenn nicht sogar rechtfertigen sollen. Zu viele Terroristen waren gebildet, wohlhabend, mobil und sogar erfolgreich. Sie trafen eine rationale Kosten-Nutzen-Entscheidung zur Ermordung unschuldiger Zivilisten aus einem einzigen Grund: Sie glauben, dass Terrorismus wirkt. Und haben bis heute recht damit.
Begonnen hat dieses Terrorismus-Denken mit den Palästinensern unter Arafat: Die Entführung von Flugzeugen, die Ermordung von Olympiasportlern in München, die Tötung von israelischen Kindern in Ma’alot durch palästinensische Terroristen hat ihre Sache über alle anderen Anliegen der Menschenrechtsgemeinschaft erhoben. Die Behandlung der Tibeter durch China, der Kurden durch die arabischen Welt mitsamt Tükei und Iran sowie der Menschen in Tschetschenien durch Russland war mindestens genauso schlimm Deren Proteste wurden von der internationalen Gemeinschaft und den Medien aber grösstenteils ignoriert, weil sie Lösungen in gesetzlichem Rahmen und eben nicht über Terrorismus suchten. Solange wir terroristischer Gräuel gutmenschliches Verständnis im Käsmann’schen Sinne “Diese armen jungen Muslime” entgegenbringen, geht der Terror weiter. Wie sagte de Maiziere: “Wir dürfen …”.
27.5.2017

 

 

 

Hat aber alles nix mit nix zu tun
Post von Beatrix von Storch, AfD, am Mittag des 22. März 2016 sowohl auf Twitter als auch auf Facebook über die Terroranschläge in Brüssel:
“Viele Grüße aus Brüssel. Wir haben soeben das Parlament verlassen.
Hubschrauber kreisen. Militär rückt an. Sirenen überall.
Offenbar viele Tote am Flughafen und am Zentralbahnhof.
Hat aber alles nix mit nix zu tun.”
   .
Damit bezieht Storch gegen die Beschwichtigungsformel “Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun” Stellung, die auch nach dem furchtbaren Anschlag in Brüssel von der Presse verbreitet wurde.
“Nix mit nix” löste einen Shitstorm aus, und wurde – gerade deshalb? – zum geflügelten Wort für die Tendenz, Ursache-Wirkungs-Beziehungen nicht mehr hinterfragen zu dürfen. Nix mit nix” kennzeichnet den Zustand der aktuell üblichen Diskussionskultur in Deutschland.
Keine Ursache, keine Wirkung, nix mit nix also:
Margot Käßmann hat nichts mit der evangelischen Kirche zu tun! Die evangelische Kirche hat nichts mit den Protestanten zu tun! Die Protestanten haben nichts mit dem Christentum zu tun! Das Christentum hat nichts mit Religion zu tun. Die Religion hat nichts mit Gott zu tun. Und Gott? Der hat mit nichts was zu tun! Diese Kette passt übrigens auch zu jeder anderen Religion!
Axthiebe im Zug und Messerstechen im Einkaufszentrum hat nichts mit Flüchtlingen zu tun und nichts mit Islam.

Eine Ausnahme: Terroranschläge haben alle etwas mit “psychischer Störung” zu tun. Aber dazu die Bitte von KGE, Maas und Künast: Auf keine Fälle mun alle “psychisch Labilen” unter Generalverdacht stellen, weder die psychisch labilen Biodeutschen noch gar die psychisch labilen Deutschen mit Migrationshintergrund. Noch gar die Psychiater!
30.3.2016

 

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