Nationalstolz

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Blick über Heiligenbrunnen ob Hinterzarten nach Süden zum Feldberg am 22.2.2019

Blick über Heiligenbrunnen ob Hinterzarten nach Süden zum Feldberg am 22.2.2019

Offizielle Mauerfall-Feier 9.11.2019-9.11.2019: Ohne Schwarz-Rot-Gold
Viele konnten ihren Augen kaum trauen, die es am Fernseher miterlebten. Bei der offiziellen Feier zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am Brandenburger Tor am 9. November: Keine deutschen Farben oder Flaggen. Wäre das in irgendeinem anderen Land denkbar? Es ist für mich unfassbar: Diese Unfähigkeit der Verantwortlichen, nationale Gefühle zuzulassen .

Wer als Deutscher sein Land liebt und über ein Mindestmaß an ästhetischem Empfinden und Sinn für das Angemessene verfügt, der muß notgedrungen leiden an nationalen Feier- und Freudentagen und historischen Jubiläen wie diesem, dem dreißigsten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und damit auch des kommunistischen Unrechts-, Ausbeutungs- und Unterdrückungsregimes. Gibt es einen geschichtsträchtigeren und symbolischeren Ort, um diesen Tag zu begehen, als den Platz vor dem Brandenburger Tor, der achtundzwanzig Jahre lang von der kommunistischen Schandmauer durchschnitten und zum Niemandsland für Stacheldraht und Schießbefehl degradiert gewesen war?

Von Schwarz-Rot-Gold keine Spur
Doch auch hier, im Herzen der Hauptstadt, dieselbe öde und kastrierte Bier-und-Würstchen-Stimmung, wie wir sie vom Tag der deutschen Einheit und anderen staatsoffiziellen Zelebrationen kennen: Party, Pop und Pappteller, Lichterschau und Glitzerkram, aber von Schwarz-Rot-Gold und festlichem Stolz aufs eigene Land keine Spur. Daß die Kanzlerin die deutschen Farben nicht mag, sie am liebsten einsammelt und bei der Nationalhymne regelmäßig Zitteranfälle bekommt, ist ja nun hinlänglich bekannt. Aber auch die Deutschen selbst denken augenscheinlich gar nicht mehr daran, an nationalen Festtagen mit Schwarz-Rot-Gold Flagge zu zeigen. Bei jedem Fußball-Länderspiel herrscht im Stadion mehr patriotisch angehauchte Stimmung als vor dem Brandenburger Tor am dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls.

Volkspädagogisches Popfestival
Die kapaunenhafte Bräsigkeit der amtlichen Feierkultur färbt offenkundig ab. Kein Vergleich zur schwarz-rot-goldenen Einheitsfeier 1990 vor dem Reichstag. Kein Vergleich auch zum Stil, mit dem unsere europäischen Nachbarn die Höhepunkte ihres nationalen Gedenkkalenders begehen. Italiener, Franzosen oder Polen mögen Flaggenstolz, Militärparaden und stolze Zurschaustellung nationaler Zusammengehörigkeit noch kennen, hierzulande gibt’s die immergleiche Mischung aus volkspädagogischem Popfestival und Jahrmarkt – seit neuestem gerne auch vegan und klimaneutral.
Das Volk, das in der Friedlichen Revolution vor eben jenen dreißig Jahren so unbotmäßig aufbegehrte und einen fundamentalen politischen Wandel erzwang, hat in solchen Inszenierungen der enteigneten Erinnerung keinen Platz, außer als Adressat von regierungsamtlichen Selbstgefälligkeiten und Belehrungen. Ob Einheitsfeier oder Mauerfall-Gedenken, am Ende kommt es immer daher wie ein weiteres „Gegen rechts“-Konzert.

Der Jahrestag wurde mißbraucht
Die Dreistigkeit, mit der die etablierte Politik das Gedenken an historische Wendepunkte usurpiert, zurechtbiegt und für die eigene ideologische Agenda mißbraucht, kann auch der Gratis-Partylärm nicht ganz übertönen. Kommt die Kanzlerin zur Feierstunde ans Mauer-Mahnmal, warnt sie nicht etwa vor den Gefahren und verbrecherischen Folgen von Kommunismus und Diktatur, sondern vor „Haß, Rassismus und Antisemitismus“. Redet sie von „Zusammenhalt“, hat sie dabei stets die Ausgrenzung, Ächtung und Ghettoisierung der Kritiker ihrer Politik mitgedacht.

Wüßten wir nicht genau, daß es keine Reichsphrasendreschkammer gibt, die die offiziell verbreiteten Parolen ersinnt und vorgibt, man könnte fast glauben, eine solche wäre es gewesen, die in jede etablierte Politikeransprache die Mahnung miteingebaut hat, jetzt bloß keine „neuen Mauern“ aufzurichten. Als wären die Deutschen in der ehemaligen „DDR“ nicht dagegen auf die Straße gegangen, daß man sie unmenschlich eingesperrt und entmündigt hat, sondern um von illegalen Migranten aus aller Welt überflutet und ausgenutzt zu werden und um die wiedergewonnene nationale Selbstbestimmung gleich wieder an der Brüsseler Garderobe abzugeben.

Politische Klasse zieht neue Gräben
Und als wäre es nicht die politische Klasse selbst, die mit ihrem manichäischen Weltbild, das jeden Abweichler reflexhaft und stereotyp in „Dunkeldeutschland“ und in schmuddeligen „Nazi“-Ecken verortet, das vor einer Generation wiedervereinigte Land von neuem mit tiefen Gräben durchzieht und entlang neuer Bruchlinien spaltet.

Von den beim Festakt anwesenden Staatsoberhäuptern der mittel- und osteuropäischen Nachbarländer hätte man durchaus erfahren können, daß das zentrale Thema, das zum Sturz der Mauer und der kommunistischen Diktaturen geführt hat, heute noch so aktuell ist wie damals: Es geht um die Wiedergewinnung und Behauptung der nationalen Souveränität und Selbstachtung, um Selbstbestimmung im demokratischen Nationalstaat, dem unverzichtbaren Ursprung und Rahmen von Demokratie und politischer Freiheit.
Deutschland ist davon, eine Generation nach der Überwindung von Mauer und Stacheldraht, heute innerlich weiter entfernt als noch vor drei Jahrzehnten, als so vieles in Bewegung geraten war. Wenn sonst nichts, so sollte uns doch dieser wiederum eingeschlagene Sonderweg an einem solchen historischen Erinnerungstag zu denken geben.
12.11.2019, Dieter Stein, http://www.junge-freiheit.de

 

 

 

Nationalfeiertag: 17. Juni 1953 statt 3. Oktober 1989
Nach meiner Überzeugung hätte Kanzler Kohl besser daran getan, den 17. Juni als Nationalfeiertag des geeinten Deutschlands zu belassen, anstatt diesen Feiertag auf das offizielle Datum der Wiedervereinigung zu verlegen. Damit wurde den Freiheitskämpfern ihr Ehrentag am Verhandlungstisch gestohlen. Mit dem 3. Oktober, der willkürlich gewählt wurde und ohne jeden weiteren historischen Bezug ist, verbinden viele Bürger kaum mehr Gefühle als mit dem 23. Mai, dem Tag der Verkündigung des Grundgesetzes und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Von einem Nationalfeiertag aber sollte idealerweise eine positive und zugleich tiefgreifende emotionale Botschaft ausgehen. Sonst ist er im eigentlichen Sinne kein Feiertag, sondern „nur“ ein Gedenktag.
Elisabeth Noelle-Neumann hatte recht: Wir sind eine verletzte Nation.
https://www.amazon.de/verletzte-Nation-Versuch-Deutschen-Charakter/dp/B002FJ5X2O
 .
Aber es steht nirgendwo geschrieben, dass wir dies auf immer und ewig bleiben müssen. Das haben viele Ostdeutsche besser begriffen als jene Westdeutsche, die in die Freiheit hineingeboren wurden.
Ausgerechnet jene,
die seit 1968 die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verhöhnten
und gegen die Einheit Deutschlands in Freiheit wetterten,
lassen wir ein schäbiges Spiel auf der Klaviatur des ewigen Verletztseins spielen.
Sie sind die Letzten, die ein Recht hätten,
den mutigen Einsatz unserer Landsleute für die Freiheit schlechtzureden.
Für so viel Niedertracht sollten sie sich schämen.

Alles vom 17.6.2018 von Sabine Drewes bitte lesen auf https://www.achgut.com/artikel/17._juni_der_gestohlene_ehrentag

 

 

Die linken Ideologie-Lieferanten der Superreichen

“Nationalstolz ist für Nationen das,
was Selbstbewusstsein für Individuen ist:
Eine notwendige Voraussetzung für Selbstverbesserung.”
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Das sagt nicht irgendein “Rechtspopulist” der “Grauzone” oder gar ein “Rechtsextremer”, sondern der im klassischen Sinne Linke Richard Rorty, einer der interessantesten US-Philosophen der letzten 50 Jahre und ein überzeugter Globalist, zu Beginn der 1997 erschienen Vortragssammlung “Achieving Our Country”.
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Rorty
https://en.wikipedia.org/wiki/Achieving_Our_Country

Was meint er damit? Wohldosierter nationaler Stolz über die Errungenschaften der eigenen Geschichte und Gegenwart, kombiniert mit reflektierter Scham über deren Verfehlungen, ist laut Rorty notwendig, um produktiv und mit Einfallsreichtum über Politik zu debattieren.
Nur wer stolz auf seine Nation ist, kann inspirierende, positive und realistische Visionen zur Verbesserung des Zusammenlebens der Menschen entwerfen. Dann aber beschreibt Rorty in den vor über 20 Jahren verfassten Vorlesungen die Unfähigkeit der amerikanischen Linken, Stolz für ihre Nation zu empfinden. Daraus ergibt sich ein totales Versagen bei der Formulierung eines sinnhaften linken politischen Programms, eine umfassende politische Impotenz der Linken. Was waren laut Rorty die Symptome und Ursachen dieser schweren Krankheit?
Seit Mitte der 1960er Jahre bildete sich in den USA und auch bald in Westeuropa eine “cultural left”, wie Rorty sie nennt. Diese neue, kulturelle Linke sah – wie Christopher Lasch es auf den Punkt brachte – die USA als Imperium und nicht mehr als Gemeinschaft. Aus ihrer Sicht waren die USA das Land der Sklavenhalter, Imperialisten, Indianermörder, Urwaldvernichter und Fernost-Imperialisten (Vietnamkrieg) – und nicht mehr das Land, das vielen Millionen Menschen Freiheit, Wohlstand und vor der industriellen Revolution unvorstellbare Möglichkeiten zur Selbstentfaltung ermöglicht hatte.
In Deutschland sah diese neue kulturelle Linke den Holocaust und die damit verbundene Schuld als die einzig mögliche Quelle der Selbstidentifikation. Allenfalls ein Verfassungspatriotismus nach Jürgen Habermas war denkbar. Ein positiver Begriff von Nation oder gar Nationalstolz wurde geächtet und verspottet.

Was wären heute solche Reformen? Kurz aufgelistet ein paar wesentliche Punkte für die Diskussion:

– Ein Ersatz des heutigen auf Teilreserve und Fiktivwährung beruhenden Finanzsystems, das automatisch Wohlstand von unten nach oben verteilt, durch eine Realwährung mit Vollreserve.
– Eine Beschränkung der absoluten Größe von Privatvermögen zur Eindämmung der globalen Plutokratie.
– Eine Rückkehr zum liberalen Welthandel, zur “GATT-Globalisierung” im guten Sinne, verbunden mit einer Abkehr vom “TRIM-Globalismus”.
- Eine massive Förderung von Produktivitätssteigerung und Automatisierung zur Reduktion der Arbeitsplatz- und Produktionsmittelverlagerung nach Asien, wenn nötig unterstützt durch qualitätssichernde Zölle.
- Ein Ende der sinnlosen, wirtschaftsschädlichen und Arbeitsplätze vernichtenden Klimapolitik zu Gunsten einer sich auf die Vermeidung der Einbringung von Giftstoffen in die Natur konzentrierenden Umweltpolitik.
- Eine Zuwanderungspolitik, die sich auf hochqualifizierte Migration in Verbindung mit einem machbaren politischen Asyl konzentriert, anstatt den Sozialstaat durch unkontrollierte Wirtschaftsmigration von nicht in unseren High-Tech-Arbeitsmarkt integrierbaren Zuwanderern zu zerstören.
- Eine Rentenpolitik, die den demographischen Wandel berücksichtigt, um eine spätere, dafür aber echte Versorgung im Alter zu gewährleisten.
- Eine innere Sicherheitspolitik, mit der Deutschland sich wieder selbst schützen kann, leider auch durch eigene atomare Abschreckung.
- Eine umfassende Restitution der nationalen Souveränität, um Sozialpolitik sinnvoll und verantwortlich gestalten zu können.
- Eine Restauration des Ordnungsstaats im Dienste seiner Bürger.
Mit anderen Worten: Es gibt viel zu tun für die Linken, viel zu gewinnen. Doch davon ist man bei SPD, Grünen und den SED-Nachfolgern weit weg, sehr weit. So bleibt das Feld anderen überlassen.
… Alles vom 24.2.2019 von Johannes Eisleben bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/die_linken_ideologielieferanten_der_superreichen
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Gesunder Nationalstolz? Mit den Linken nicht zu machen.
Diesen Reform-Katalog sollte sich die AfD zu eigen machen. Einiges davon hat sie ja schon im Programm. Den Linken das zuzutrauen, grenzt schon an Wundergläubigkeit. Sie müsste zu viele ihrer Ideologien preisgeben. Gesunder Nationalstolz? Mit den Linken nicht zu machen. Aufgabe der irrsinnen Klimapolitik? Mit den Linken nicht zu machen. Eine rationale Zuwanderungspolitik? Mit den Linken nicht zu machen. Nein, diese von Ideologie zerfressenen Links/Grünen werden Deutschland und Europa nur weiter in den Dreck fahren. Wann begreifen das die Wähler endlich?
24.2.2019, S.K., AO
Ein sehr schöner Artikel zu den ganzen Linksgestrickten. Auch wenn ich schon länger bezweifle, dass die Linke im klassischen Sinne in der Lage ist was Gescheites und realpolitisch funktionierendes auf die Beine zustellen, sie will es auch nicht mehr! Sie ist tatsächlich zum Erfüllungsgehilfen der Globalisierung geworden. Sie will werden wie diese superreiche Schicht und ja, sie bewundert die Superreichen. Das allerschlimmste dabei ist, dass sie nicht mal mehr die Sprache der normalen Bevölkerung spricht, geschweige denn versteht, die sie angeblich vertreten will. Dazu habe ich erst letzte Woche einen guten Artikel auf einer sich links verortenden Plattform gelesen. Salonlinke oder Champagnerlinke triffts fast nicht mehr, die Linke ist dabei zu degenerieren. Sie schleicht als Wolf im Schafpelz durch die Gegend und macht nur noch Politik für sich selbst, für ihre Abgeordneten, Funktionäre und Vertreter in allen möglichen Vereinen und Institutionen, und natürlich für ihre superreichen Auftraggeber. Orban in Ungarn hat schon recht mit seinen Hinweisen auf den Spekulanten und Milliardär Soros.
24.2.2019, J.Sch, AO
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Gute Reformvorschläge
Die Reformen, die Eisleben vorschlägt, würden nicht nur linker Politik gut stehen, sondern der Politik und der Gesellschaft insgesamt große Vorteile bringen. Wenn man sich jedoch das heutige politische Personal in seiner erbärmlichen fachlichen und charakterlichen Unfähigkeit betrachtet, kann man an eine Umsetzung schwerlich glauben. Als erstes müsste daher eine Reform durchgesetzt werden, die die Amtszeiten sowohl der Regierenden, wie auch der Abgeordneten, begrenzt. Nur dann gibt es wieder Politiker mit echter Berufs- und Lebenserfahrung anstelle der heutigen Apparatschiks.
24.2.2019, A.H.
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Sozialpolitische Linke mutiert zur kulturpolitischen Linken
Das, was Eisleben in seinem Artikel sehr gut reflektiert, ist die politische Konkordanz verschiedener, auf den ersten Blick eigentlich unverträglicher Denksysteme. Es ist schon bemerkenswert, wenn die früher sozialpolitisch orientierte Linke zu einer kulturpolitischen Linken mutiert, ihre ursprüngliche, auf wirtschaftspolitische Gleichbehandlung der Arbeiterklasse mit dem Kapitalisten abzielende Ausrichtung in den letzten Jahrzehnten “entkernt”. Und statt sich wirklich mit den sozial- und wirtschaftspolitischen Problemen ihrer Klientel im eigenen Lande ernsthaft zu beschäftigen, wendet sie sich Globalisierungsthemen zu wie Klimawandel, unkontrollierte Migration, regulierte Zuwanderung usw.. Alle diese Bereiche sind konnotiert mit Friktionen mit der Realität, die aus den Gutmenschen-Positionen der Linken, Grünen, SPD und Teilen der CDU resultieren.
Dass sich dazu die Arbeitgeberseite und ihre Stiftungen (z.B. Bertelsmann) die Ideologiebildung der Linken und der anderen zu Nutze machen, wird so lange gern genommen, so lange man im Kontext dieser ideologischen Rezeption nicht zur Kasse gebeten wird. Also: Migration und Zuwanderung werden per se als nicht nur human notwendig, sondern auch als arbeitsmarktpolitisch erforderlich erklärt, wegen des angeblichen Fach- und Arbeitskräftemangels. Diese Konformität mit linken Ideologien hätte ziemlich schnell ein Ende, wenn man auf die Gewinne der Arbeitgeber eine Sondersteuer für Integration und Ausbildung der Migranten erheben würde.
Dann fände man das sicher schnell als “rassistisch” oder “Nazi” und die Unternehmer kämen vielleicht auf eine andere Idee gegen ihren Fachkräftemangel. Beispielsweise deutlich höhere Löhne oder eigene, selbst finanzierte Qualifizierungsmaßnahmen von Langzeitarbeitslosen und anderem für die immerhin mehr als 5 % Arbeitslosen. Das würde unserem Sozialsystem eine Menge Geld sparen und Menschen wieder Wert und Sinn im Leben geben. Allerdings wären die Unternehmergewinne etwas geschmälert.
24.2.2019, M.L., AO
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Es geht um Macht
Alles klug bemerkt, aber in Wirklichkeit geht es den verschiedenen Ideologien nicht um Inhalte, sondern um Macht, Vorteilnahme und finanzielle Interessen. Politische Inhalte sind lediglich Mittel zum Zweck. Sie wechseln mitunter spontan ( Merkel und ihr Verhältnis zu Atomkraftwerken), bilden Paradoxa (Schwule und Muslime), werden aus machttaktischen Erwägungen modifiziert, (CDU vertritt heute SPD-Positionen und grünes Gedankengut) und bedienen schon lange nicht mehr klassisches ‘linkes’ oder ‘rechtes’ Gedankengut. Schon die ‘Nazifizierung’ einer demokratisch gewählten Partei, deren politische Inhalte noch vor wenigen Jahren von der CDU vertreten wurde zeigt, daß Politik das Ergebis menschlichen Fehlverhaltens darstellt, einem ständig wechselnden Bewertungsmaßstab untergeordnet ist, für die Kurzstrecke bis zur nächsten Wahl konzipiert wird.
Durchschnittliche, eigensüchtigen Mitläufer sind ihre Vertreter, einige machtgeile Politstrategen die Anführer . Es gibt keinen wirklich höheren Sinn in der Politik, nur eine Anreihung von politischen Tagesgeschäften mit mehr oder weniger Zufallsbefunden, verursacht von einer Dilettantentruppe, die nicht das Land, sondern ihren eigenen Fortbestand im Auge haben. Philosophen wiederum versuchen sich gerne als Anthroposophen und Weltversteher, bewegen sich aber dabei im völlig abstrakten Bereich.
Zur Zeit kämpft die UN-Gutmenschzentrale, mit EU-Niederlassung, unterstützt durch Soros-Milliarden gegen Trump und die Befürworter der Nationalstaaten, die auf Ihre Souveränität bestehen und sich nicht fremdbestimmen lassen wollen. Diese wehren sich zu recht!
24.2.2019, S.Sch, AO
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… sämtliche Erdenbewohner wären Nazis
Ich möchte nur einen Aspekt aus dem Artikel heraussuchen: “Nationalstolz ist für die Nationen das, was Selbstbewusstsein für Individuen ist: Eine notwendige Voraussetzung für Selbstverbesserung.” Dieser Satz von Richard Rorty gefällt mir außerordentlich gut. Ebenso die Fortsetzung: Wohldosierter nationaler Stolz über die Errungenschaften der eigenen Geschichte und Gegenwart, kombiniert mit reflektierter Scham über deren Verfehlungen, ist notwendig, um produktiv und mit Einfallsreichtum über Politik zu debattieren.”
Wie im Kleinen, so im Großen. Wenn ein Individuum sich so hassen würde, wie viele Deutsche ihr Vaterland, müsste es dringend auf die Couch. Man muss sich erst selbst lieben können, ehe man auch zum Gedeihen anderer beitragen kann. In Deutschland gilt Nationalstolz, der in allen anderen Ländern normal ist und unkritisiert ausgelebt werden darf, als rechts bis rechtsextrem und riecht verdammt nach Nazi. Legte man diesen harten Maßstab auch an andere Nationen an, wären wohl sämtliche Erdenbewohner Nazis! Und natürlich erst recht die stolzen, selbstbewussten ehemaligen Nahostbewohner, die fast platzen vor Vitalität und Stolz auf ihre Kultur.
Und nun wieder zum Individuum: Wenn ich Selbstbewusstsein habe und ein gesundes Selbstwertgefühl, heißt das ja nicht, dass ich nicht mit “Scham” über meine Verfehlungen “reflektiere”. Gerade, wenn ich mich selbst schätze, kann ich mit Zuversicht an eine “Selbstverbesserung” herangehen und auch mutig in manch Abgründiges schauen. Genau diese politische Einsicht will die AfD doch ständig vermitteln: Die deutsche Geschichte besteht eben nicht nur aus den wahrhaft grauenvollen 12 Jahren NS-Diktatur – die auch immer wieder mit “Scham reflektiert” werden müssen – sondern aus einer sehr, sehr langen Zeit, die auch reich an “Errungenschaften” ist, die der ganzen Welt zugute gekommen sind. Genau das wollte Herr Gauland ausdrücken, als er sich so unglücklich, ja tolpatschig, in seinem Satz vom Fliegenschiss verhedderte.
24.2.2019, G.W., AO
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Was ist Links heute?
Ja, nur Links ist heute nicht das, was Links sein sollte. Nämlich ein Interessenvertretung des „Volkes“. Diese ist unter den vorherrschenden Umständen zunächst nur national denkbar. Alles andere spielt völlig anderswo zu verortenden Interessen in die Hände. Dieses hat die sich derzeit als Links ausgebende „Interessenvertretung“des Volkes nicht verstanden, oder will es nicht verstehen. Sie vertritt möglicherweise die Interessen einer den Interessen des Volkes entgegengesetzten Minderheit, ohne es womöglich zu ahnen. Diese „Linke“ reagiert auf bestimmte Reflexe. Und die angesprochende Minderheit hat dieses durchschaut. Diese Minderheit instrumentalisiert die Linke. Und die Linke ist leicht zu instrumentalisieren. Es genügt ihr bestimmte „Knochen“ hinzuwerfen: Rechts, Rassismus, Kapitalismus, Umwelt, Klima, Flüchtlinge, Ausbeutung, Kolonien, Nazis, Gender, Gleichheit, Emanzipation usw. Fragt sich denn die linke Bewegung nie, warum die „Kapitalisten“ plötzlich auf ihrer Seite sind? Nein, das tut sie nicht, weil sie denkt, sie habe nun auch diese von der Richtigkeit ihrer Denkweise überzeugt. Oder auch, weil es sich äußerst bequem an Seite der „Kapitalisten“ leben lässt. Wir reden uns einfach ein, dass wir die gleichen Ziele haben und schon schmeckt der Kaviar beim nächsten Buffet doppelt so lecker. Danke dafür, dass er ökologisch „produziert“ wurde.
24.2.2019, W.A., AO
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Linke haben Bildungshoheit
„Es gibt viel zu tun für die Linken, viel zu gewinnen.“ Schließt das Eine, in Verbindung mit „der Linken“, das Andere nicht aus? Was will denn „die Linke“, zumindest mit Blick auf Deutschland betrachtet, noch gewinnen? Nur durch Reden, durch Anstiften und durch Unruhe stiften hat sie die Deutungshoheit übernommen. Nur durch dieses Vorgehen hat sie sich in den Besitz der „Bildungshoheit“ an sämtlichen Bildungseinrichtungen gebracht. Gänzlich ohne Arbeit. Heute kann sie stolz auf die Umsetzung ihrer wirklich wichtigen Forderungen verweisen. Und das Alles nur mittels vorgenannten Vorgehens. Die AKW sind oder werden abgeschaltet, die Bundeswehr ist nur ein Schatten ihrer selbst und kann quasi als abgeschafft angesehen werden, deutsches Geld wird sinnlos verbraten oder außer Landes geschafft, egal wohin, egal wofür, „die Deutschen“ sind auf dem „besten“ Weg, ausgedünnt zu werden. Alles, was jetzt noch käme, wäre mit Arbeit verbunden.
Das ist aber nicht die Intention „der Linken“. Bevor die selbst eine Schaufel in die Hand nimmt, quasselt sie dem Bauarbeiter einen Knopf an die Backe. Aus Sicht eines fiktiven Linken würde ich bezweifeln ob einer wie Rorty „uns“ überhaupt zugerechnet werden könnte. „Die Linke“ ist hervorragend darin, Menschen für ihre Ziele zu begeistern. Sie ist hervorragend darin, aus zufriedenen Menschen unzufriedene zu machen. Wehe, sie kommt an die Macht. Dann stellt sich sehr schnell heraus, daß sie ihre Heilsversprechen nicht einlösen kann. „Die Linke“ ist der Prototyp dessen, der ein Vermögen machen kann. Nämlich aus einem großen ein ganz, ganz kleines. Und sie nicht in der Lage, aus einem kleinen wieder ein großes zu machen. Da stößt deren Intellekt auf eine nicht überschreitbare Grenze. “Die Linke” mag überragende Intelligenz besitzen – tatsächlich gibt es kaum etwas Dümmeres.
24.2.2019, B.F., AO

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