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Die Wirklichkeit ist ein ewiger und ehrlicher Maulwurf - Gerd Held: "Etwas geht zu Ende in Deutschland"

Die Wirklichkeit ist ein ewiger und ehrlicher Maulwurf – Gerd Held: “Etwas geht zu Ende in Deutschland”

 

 

“Es gibt keine Demokratie
oberhalb der Nation”

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Yoram Hazony verteidigt nationale Selbstbestimmung gegen grenzenlosen Universalismus
Wenig anderes steht derzeit in derart schlechtem Ruf wie Nationalismus. Er ist verantwortlich für Rassismus, Intoleranz und Krieg, und nur seine Überwindung führt zu Frieden und Völkerverständigung. Diese landläufige Meinung stellt der israelische Philosoph und Bibelwissenschaftler Yoram Hazony in seinem neuen Buch The Virtue of Nationalism (Die Tugend des Nationalismus) massiv infrage – und zwar aus dezidiert konservativer und zionistischer Perspektive.

Denn die Welt ist für Hazony dann am besten regiert, wenn Nationen ihren unabhängigen Weg gehen können, ihre eigenen Traditionen pflegen und ihre eigenen Interessen verfolgen. Das nämlich ist Hazonys Definition von »Nationalismus«, die nichts mit aggressivem Chauvinismus und Überlegenheitsdünkel zu tun hat. Mit diesem Begriff bezeichnet er schlicht die Ansicht, dass die beste internationale Ordnung eine ist, die aus vielen unabhängigen Nationalstaaten besteht.
Man kann in Hazonys Sinne also auch dann Nationalist sein, wenn man dem jeweils eigenen Land keine besonders leidenschaftlichen Gefühle entgegenbringt. Deshalb vermeidet er auch das vermeintlich freundlichere Wort »Patriotismus«, zum einen, weil es die Sache nicht trifft, zum anderen, weil Hazony Euphemismen ganz und gar nicht mag.
….
Europäer und Israelis hätten aus der Nazizeit völlig unterschiedliche Konsequenzen gezogen.
Für Juden war klar, dass nur ein eigener Staat und eine eigene Armee ein zweites Auschwitz würden verhindern können.
Liberale Europäer hingegen halten Auschwitz für die Folge nationaler Alleingänge. Doch Auschwitz war, erklärt Hazony, keineswegs eine Folge der nationalstaatlichen Ordnung. Diese wollte Hitler vielmehr abschaffen und durch ein deutsches Imperium ersetzen. Das erklärt sich für ihn aus der deutschen Geschichte:
(Auschwitz keine Folge von Nationalismus, sondern von Imperialismus)
Deutsche hatten historisch kaum Erfahrung mit nationaler Einheit und Unabhängigkeit – anders als etwa Briten, Franzosen oder Niederländer. Diese fürchteten im Zweiten Weltkrieg wiederum nicht so sehr den Nationalismus der Deutschen (sie waren ja selbst meist Nationalisten), sondern vielmehr deren Imperialismus – das Ziel, Europa unter deutscher Vorherrschaft zu vereinigen.
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Und genau dieses Ziel verfolge heute die Europäische Union: Die Nationalstaaten geben ihre Souveränität zugunsten überstaatlicher Institutionen auf. Und weil das für Länder mit einer stolzen nationalen Tradition aber doch ein schmerzlicher Verlust ist, entstehen Ressentiments gegen diejenigen, die eben nicht bereit sind, ein solches Opfer zu bringen:
allen voran die Israelis,
aber mittlerweile auch die Visegrád‐Staaten, die keine muslimischen Einwanderer aufnehmen wollen,
die Briten, die für den Brexit gestimmt haben, und
die USA unter Donald Trump, der die Interessen seines eigenen Landes vertritt, statt Welterlösungspläne zu hegen.
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Sie alle werden heute von wohlmeinenden Europäern mit allen erdenklichen Invektiven bedacht, bis hin zum Faschismusvorwurf. Solche Rhetorik ist Hazony ein Beleg dafür, dass Hass und Intoleranz heute nicht so sehr von Nationalisten, sondern vor allem von liberalen Internationalisten ausgehen, die es nicht ertragen können, wenn sich jemand ihrer universalistischen Vision in den Weg stellt.

Die Tugend des Nationalismus besteht für Yoram Hazony hingegen darin, dass er in seinen Ansprüchen bescheidener ist, sich nicht anmaßt, über eine allgemeingültige Wahrheit zu verfügen, und in der Lage ist, neben der eigenen auch den Wert anderer Kulturen und Traditionen anzuerkennen. Moses, der sein Volk in das Gelobte Land führte, ist von menschlicherem Maß als Immanuel Kant, der vom Ewigen Frieden unter einer Weltregierung träumte.
…. Alle von Ingo Way vom 10.1.2019 bitte lesen auf
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/moses-gegen-kant/
 .
Yoram Hazony: »The Virtue of Nationalism«.
Basic Books, New York 2018, 304 S., 30 US‐$

 

 

Nach dem Brexit: Verlierer Deutschland  – EU-Sperrminorität ade
Mißregierung: Wie sich das Machtgefüge in der Europäischen Union verschiebt

Selbst der durch Hochsteuern gemästete deutsche Staatshaushalt wird in absehbarer Zeit defizitär werden. Einerseits muß sich die Bundesrepublik gegen Macrons Zumutung wehren, die eigenen Probleme mit deutschem Geld lösen zu wollen, andererseits macht der Brexit Deutschland zum großen Verlierer. Mit Großbritannien fehlt Berlin ein marktwirtschaftlich orientierter Partner mit der Folge, daß sich das Machtgefüge in der auf 27 Mitglieder geschrumpften EU verschieben wird.
Denn ohne die Briten büßt der nördliche Block seine Sperrminorität im Ministerrat der EU ein, wo die maßgeblichen Entscheidungen fallen. Dafür sind mindestens vier Staaten und 35 Prozent der EU-Bevölkerung notwendig. Künftig kann Deutschland nur noch auf 30 Prozent der Stimmen zählen – der hochverschuldete Club Med kommt auf 43 Prozent. Nachdem es den Südeuropäern bereits gelungen ist, die Europäische Zentralbank zu übernehmen und den Euro zu „lirarisieren“, wird künftig auch die EU als solche französischer und italienischer werden.

Von einem Konzept, von einer Strategie gegen den europäischen Niedergang ist in Berlin nichts zu sehen. Schon 2016, als die Briten über den Austritt abstimmten, unternahm Kanzlerin Angela Merkel nichts, um den britischen Reformforderungen entgegenzukommen. Sie trägt insofern die Hauptschuld am Brexit, auch wegen der Grenzöffnung 2015, die in England Entsetzen hervorrief. Als sich im Dezember die Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel trafen, um über die von Paris verlangte „Vertiefung“ der Eurozone zu beraten, waren es nicht die Deutschen, sondern die in der informellen „Hanseatischen Liga“ zusammengeschlossenen Nordeuropäer mit den Niederländern an der Spitze, die sich gegen den Umbau der Währungsunion zur totalen Transferunion sträubten. Die einseitige Fixierung der deutschen Politik auf Frankreich und die Behandlung der Mittel- und Osteuropäer als EU-Mitglieder zweiter Klasse sind Fehler, die sich rächen werden.
… Alles vom 21.12.2018 von Selbst der durch Hochsteuern gemästete deutsche Staatshaushalt wird in absehbarer Zeit defizitär werden. Einerseits muß sich die Bundesrepublik gegen Macrons Zumutung wehren, die eigenen Probleme mit deutschem Geld lösen zu wollen, andererseits macht der Brexit Deutschland zum großen Verlierer. Mit Großbritannien fehlt Berlin ein marktwirtschaftlich orientierter Partner mit der Folge, daß sich das Machtgefüge in der auf 27 Mitglieder geschrumpften EU verschieben wird.
Denn ohne die Briten büßt der nördliche Block seine Sperrminorität im Ministerrat der EU ein, wo die maßgeblichen Entscheidungen fallen. Dafür sind mindestens vier Staaten und 35 Prozent der EU-Bevölkerung notwendig. Künftig kann Deutschland nur noch auf 30 Prozent der Stimmen zählen – der hochverschuldete Club Med kommt auf 43 Prozent.
Nachdem es den Südeuropäern bereits gelungen ist, die Europäische Zentralbank zu übernehmen und den Euro zu „lirarisieren“, wird künftig auch die EU als solche französischer und italienischer werden.
Von einem Konzept, von einer Strategie gegen den europäischen Niedergang ist in Berlin nichts zu sehen. Schon 2016, als die Briten über den Austritt abstimmten, unternahm Kanzlerin Angela Merkel nichts, um den britischen Reformforderungen entgegenzukommen. Sie trägt insofern die Hauptschuld am Brexit, auch wegen der Grenzöffnung 2015, die in England Entsetzen hervorrief. Als sich im Dezember die Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel trafen, um über die von Paris verlangte „Vertiefung“ der Eurozone zu beraten, waren es nicht die Deutschen, sondern die in der informellen „Hanseatischen Liga“ zusammengeschlossenen Nordeuropäer mit den Niederländern an der Spitze, die sich gegen den Umbau der Währungsunion zur totalen Transferunion sträubten. Die einseitige Fixierung der deutschen Politik auf Frankreich und die Behandlung der Mittel- und Osteuropäer als EU-Mitglieder zweiter Klasse sind Fehler, die sich rächen werden.
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… Alles vom 21.12.2018 von Bruno Bandulet zu “Vierlierer ist Deutschland”
bitte lesen in der Jungen Freiheit, Seite 2

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Post-nationale Bürgerschaft: Die Deutschen einfach abschaffen
Die Herausforderungen auf dem „Weg zu einer neuen EU-Migrationspolitik“ will eine Konferenz in Berlin aufzeigen. Als größte Herausforderung erweist sich dabei, jene mitzudenken, die diese Politik tragen sollen: die Bürger. ….
Das Spannende an der Konferenz ist andererseits, dass die in diesem edlen Ambiente Versammelten auch noch so abenteuerlich hanebüchene Aussagen machen können, ohne dass auch nur eine Nachfrage auftaucht – geschweige denn Widerspruch: ….
„Post-nationale Bürgerschaft: Es ist diese Politik, die wir weiter betreiben müssen.“
(Manuela Bojadžijev, „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung)
Da ist nur noch Schweigen.
Es wäre sicher spannend, einmal eine Volksbefragung durchzuführen, ob die Bürger in Deutschland den Nationalstaat auflösen und Staatsbürgerrechte an etwas anderes als den Nationalstaat binden wollen. Ob es dann dabei bleibt, dass wir „diese Politik weiter betreiben müssen“?
… Alles vom 16.11.2018 von Christopher Walther bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/konferenz-zur-eu-migrationspolitik-monolog-der-maechtigen/

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