Laizismus

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Pferdekutsche von Egon Linder aus FR-Kappel mit Kindergeburtstag am 22.2.2016

Pferdekutsche von Egon Linder aus FR-Kappel mit Kindergeburtstag am 22.2.2016

 

 

 

Religion ist Privatsache – auch der Islam
Muslime können zu Allah beten, so oft sie wollen, und sogar ihre Frauen erniedrigen, sofern diese es wünschen, und zwar zuhause, nicht im öffentlichen Raum. Religion ist Privatsache. Jeder soll sein individuelles Verhältnis zu seinem Gott so gestalten, wie er es wünscht – sofern dies nicht zu Lasten der Gesellschaft geht.
Es passt nicht ins 21. Jahrhundert, mit jedem Flüchtling nur über die Empfindlichkeiten seiner Religion kommunizieren zu können. Jedem, der in dieses Land einwandert, sollte klar sein, dass Religion zweitrangig ist, also nach den gesellschaftlichen Normen und Gesetzen (Grundgesetz, Frauen- und Menschenrechte) kommt.
21.3.2016

“Charta der Laizität” an Schulen in Frankreich

Seit Schulbeginn 9/2013 ist an allen öffentlichen Schulen (seit 12/2015 auch an Kitas) die “Charta der Laizität” mit fünfzehn Artikeln ausgehängt, in denen die Grundbegriffe der weltlichen”Repiblique Francaise” für das Zusammenleben von der Vorschulstufe bis zum Baccalauréat (Abitur) erklärt sind:

1. Frankreich ist eine unteilbare, laizistische, demokratische und soziale Republik. Sie garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz für alle BürgerInnen auf ihrem ganzen Territorium. Sie respektiert jede Weltanschauung.
2. Die laizistische Republik trennt Staat und Religionen. Der Staat ist neutral gegenüber den religiösen oder spirituellen Überzeugungen. Es gibt keine Staatsreligion.
3. Die Laizität garantiert die Gewissensfreiheit für alle. Jede/r ist frei zu glauben oder nicht. Die Laizität erlaubt den freien Ausdruck der persönlichen Überzeugungen im Respekt vor anderen und in den Grenzen der öffentlichen Ordnung.
4. Die Laizität erlaubt eine Staatsbürgerschaft, welche die Freiheit mit der Gleichheit und Brüderlichkeit vereint – im allgemeinen Interesse.
5. Die Republik sichert die Einhaltung ihrer Prinzipien in den Schulen.
6. Die Laizität an den Schulen bietet den SchülerInnen die Voraussetzungen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, ihrem freien Willen zu folgen und die Staatsbürgerschaft zu erlernen. Sie schützt die SchülerInnen vor jeglichem Bekehrungseifer und vor jeglichem Druck, der sie daran hindern will, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
7. Die Laizität garantiert den SchülerInnen den Zugang zu einer gemeinsamen Kultur.
8. Die Laizität garantiert den SchülerInnen die Meinungsäusserungsfreiheit in den Schranken des gedeihlichen Funktionierens der Schule, wie dem Respekt der republikanischen Werte und der Vielfalt der Überzeugungen.
9. Die Laizität impliziert die Ablehnung jeglicher Gewalt und Diskriminierung, garantiert die Gleichheit von Mädchen und Jungen und basiert auf einer Kultur des Respekts und des gegenseitigen Verständnisses.
10. Das Personal hat den Auftrag, den SchülerInnen den Sinn und den Wert der Laizität zu vermitteln ebenso wie andere fundamentale Prinzipien der Republik. Es wacht über deren Einhaltung an der Schule. Es hat die Aufgabe, die Charta auch den Eltern vorzustellen.
11. Das Personal ist zu strikter Neutralität verpflichtet: Es darf die eigenen politischen oder religiösen Überzeugungen im Rahmen ihrer Funktion nicht zum Ausdruck bringen.
12. Der Unterricht ist laizitär. Um den SchülerInnen eine möglichst objektiven Zugang zu der Vielfalt der Ansichten in der Welt und zur Weite und Präzision des Wissens zu öffnen, ist kein Thema a priori von der wissenschaftlichen und pädagogischen Infragestellung ausgeschlossen. Kein Kind kann unter Berufung auf eine religiöse oder politische Überzeugung einer Lehrperson das Recht bestreiten, ein Thema aus dem Lehrplan zu behandeln.
13. Niemand kann sich auf die religiöse Zugehörigkeit berufen, um sich den Regeln der Schulen der Republik zu entziehen.
14. In den öffentlichen Schulen respektieren die Verhaltensregeln für die verschiedenen Bereiche die Laizität. Das ostentative Tragen von religiösen Zeichen oder Kleidungen ist untersagt.
15. Mit ihrem Nachdenken und ihrem Verhalten tragen die SchülerInnen dazu bei, dass die Laizität an ihrer Schule gelebt werden kann.
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Laizität – Trennung von Staat und Religionen
Bildungsminister Vincent Peillon hat am 9. September 2013 die Charta der Laizität in der Schule vorgestellt. Diese auf der Trennung von Kirche und Staat beruhende Charta ist in Zukunft in allen öffentlichen Schulen gleichrangig mit der Tricolore, der republikanischen Devise “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” und der Erklärung der Menschenrechte vom 26. Ausgust 1789 auszuhängen.
Die Charta, die in einer einfachen und verständlichen Sprache gehalten ist, erinnert an die Regeln des Zusammenlebens in der Schule und soll zu einem besseren Verständnis dieser Grundregeln führen. Die Charta soll, so Bildungsminister Vincent Peillon, „jede Form von Intoleranz und Ausgrenzung“ verhindern. Die 15 Artikel umfassen die Grundprinzipien der Republik und liefern eine Erklärung für das Prinzip der Laizität in der Schule.
Die ersten fünf Artikel erläutern die Grundprinzipien einer unteilbaren, laizistischen, demokratischen und sozialen Republik. Die weiteren Artikel erklären dann den Sinngehalt der Laizität in der Schule, die den Schülern insbesondere den Zugang zu einer gemeinsamen und gemeinsam erlebten Kultur vermitteln soll.
Besonders hervorgehoben werden dabei die folgenden Punkte:
– Das Tragen von Zeichen oder Kleidungen mit einem eindeutigen religiösen Bekenntnischarakter ist den Schülern untersagt. Seit 2004 verbietet das Gesetz das Tragen von religiösen Symbolen wie der Kipa, großen Kruzifixen und von Kopftüchern in den öffentlichen Schulen Frankreichs.
– Schüler haben nicht das Recht, aus religiösen oder politischen Gründen den im Programm festgelegten Unterrichtsstoff infrage zu stellen. ….
Alles vom 11.9.2013 bitte lesen auf
http://www.ambafrance-de.org/Bildungsminister-Peillon-stellt
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Kritik seitens der Katholiken
Die “Charta der Laizität” kommt in die französischen Schulen. Damit wird der Krieg gegen die Katholiken und für die Gender-Ideologie ab dem Kindergarten geführt. Die neue Staatsreligion wird offizieller Maßstab für die Lehrpläne an den Schulen. Die angebliche „Neutralität des Staates“ ist nur ein Deckmantel. ….
http://www.katholisches.info/2013/08/31/frankreich-charta-der-laizitaet-gegen-katholiken-krieg-schon-im-kindergarten/

Kritik seitens der Muslime
Der Zentralrat der französischen Muslime (CFCM) wittert in dem Regelwerk versteckte Attacken auf den Islam oder gar eine “Stigmatisierung”: “90 Prozent der Muslime werden sich von dieser Charta abgestempelt fühlen”, warnt Ratschef Dalil Boubakeur. “Dabei”, so der Rektor der Großen Moschee von Paris, “haben 99 Prozent der Muslime überhaupt kein Problem mit der Laizität.” ,,,,
Alles vom 21.10.2013 auf
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/frankreich-laizismus-charta-soll-schulen-von-schleiern-befreien-a-925380.html

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