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Auf dem 1250 m hohen Schauinsland im Schwarzwald bei Freiburg am 18.1.2015

Auf dem 1250 m hohen Schauinsland im Schwarzwald bei Freiburg am 18.1.2015

 

 

Alexander Gauland: Anleitung zum Konservativsein
Als Alexander Gauland 2002 seine mahnende „Anleitung zum Konservativsein“ publizierte, war das etablierte CDU-Mitglied noch Herausgeber der Märkischen Allgemeinen in Potsdam, und seine Parteichefin begann in der Opposition gerade damit, die Union zu „modernisieren“ – dabei immerhin noch eine „geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung“ einfordernd.
Die Lektüre seines um ein Nachwort erweiterten Werkes führt jetzt (2017) erhellend vor Augen, daß der heutige AfD-Bundestagsfraktionschef seinen Standort im politischen Koordinatensystem anders als die sozialdemokratisch radikalisierte Merkel-CDU gar nicht so sehr verändert hat.
27.10.2017, www.jungeFreiheit.de

Alexander Gauland: Anleitung zum Konservativsein. Zur Geschichte eines Wortes. Landt Verlag, Berlin 2017, broschiert, 138 Seiten, 16 Euro

 

Linkskonservatismus – Safranski, Sloterdijk
Gleichsetzungsdelirium Rechts=Nazi

“Konservative Positionen sind in Deutschland gegenwärtig fast undenkbar. Es gibt eine flächendeckende Sozialdemokratisierung. Wer beispielsweise behauptet, der Nationalstaat sei ein Zukunftsmodell, weil es in grösseren Formaten notwendigerweise ein Demokratiedefizit gibt, wie das EU-Europa beweist, der gilt als rechts. Und rechts meint in Deutschland gegenwärtig so viel wie rechtspopulistisch, also rechtsradikal, also rechtsextrem, also Nazi, das sind die Gleichsetzungsdelirien in der deutschen Öffentlichkeit” ….
Alles von Rüdiger Safranski bitte lesen auf
http://www.nzz.ch/feuilleton/boerne-preis-traeger-ruediger-safranski-die-angst-vor-dem-politischen-islam-ist-da-doch-singt-man-laut-im-walde-ld.1290527

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Was ist konservativ?
Christean Wagner sagt: Der Konservative verteidigt nicht das Bestehende, sondern das Bewährte. Für ihn ist nicht Fortschritt, was heute schlicht nur anders ist als gestern. Fortschritt ist dagegen das, was heute besser ist als gestern.

Dr. Christean Wagner ist der führende Kopf des „Berliner Kreises in der CDU“. Diesem lockeren Zusammenschluss von Bundes- und Landespolitikern geht es u. a. um die Stärkung der wertkonservativen Wurzeln der Union und eine klare Definition des Begriffes „freiheitlich‐demokratische Leitkultur“. Der „Berliner Kreis“ macht die Politik Angela Merkel mitverantwortlich für die Stimmenverluste der CDU bei vielen Landtags- und Kommunalwahlen und die Erfolge der AfD. Wagner war Hessischer Kultus- und Justizminister und bis Januar 2014 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag.

Der Konservative schützt die kulturelle Identität seiner Heimat und seiner Nation. Er weiß, dass er andere Kulturen nur zu würdigen versteht, wenn er sich seiner eigenen Identität gewiß ist und wenn er sich der Stärken und Schwächen der eigenen Geschichte – der politischen sowie der kulturellen – bewusst ist. Dieses Bewusstsein ist im übrigen die unabdingbare Voraussetzung von Tolerierung des Anderen, auch des Fremden. In diesen Zusammenhang gehört auch die Bedeutung der Muttersprache. Eine Enquetekommission des Deutschen Bundestages hat schon 2011 festgestellt, dass „die Sprache das prägende Element der deutschen Identität“ sei. Bundestagspräsident Norbert Lammert fügte hinzu: „Für keine andere Sprache haben wir eine ähnliche, eine auch nur vergleichbare Verpflichtung wie für die eigene.“ …. Alles von C.Wagner vom 8.7.2016 bitte lesen auf
www.rolandtichy.de/gastbeitrag/was-ist-konservativ

Es gibt auch Konservativismus ohne christliche Orientierung
Konservativismus ist nicht das Bewahren der Asche,
sondern das Weitergeben des Feuers.
Linke diffamieren Konservative als Reaktionäre und Patriotismus als Nationalismus.
Patriotismus ist die Liebe zum eigenen Land – Konservative sind stets Patrioten.
Der Patriot lieb das Eigene, der Nationalist hingegen hasst das Fremde.
„Konservativ ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.“ (Antoine de Rivarol)
Konservativer Geburtstagswunsch: Nicht “Bleibe wie Du bist”, sondern “Höre nicht auf zu werden”.
Man muß nicht zwingend christlich orientiert sein um Konservatismus in seiner reinen Form zu leben!
8.7.2016

 

Momente des Progressiven, Konservativen und des Reaktionären gibts in allen politischen Lagern
Der Linke, wenn er denn versteht, was Konservative wollen, fürchtet dennoch um dessen Schnittmengen mit dem Reaktionären. Deshalb bleibt ihm das Konservative anrüchig, mehr noch: bekämpfenswert. Dabei finden sich die Momente des Progressiven, des Konservativen und des Reaktionären usf. in allen politischen Lagern; es wäre unsinnig, dies nicht zuzugeben. Auch der Linke hat in den Schnittmengen seiner Anschauungen Elemente, über die er offensichtlich lieber nicht sprechen möchte. Und so gerät er leicht zum moralisierenden Heuchler. Hier geht es um die Schwerpunktsetzung, will man dennoch die verschiedenen Weltanschauungen auseinanderhalten können. Kann oder will man das nicht, dann beweist man damit neben seiner ideologischen Bigotterie einen eigenen Intelligenzmangel: das Erkennen von Unterschieden, dann auch von Trends, die aus den Unterschieden erwachsen ist keine Erbsenzählerei, es ist die unumstößliche Nagelprobe auf Intelligenz, auf rechtschaffenen, tauglichen Pragmatismus. Recht hat der Autor, wenn er sagt, dass der Konservative sich artikulieren, nicht aber “schreien” soll. Die Gefahr, die mit dieser vornehmen Genügsamkeit einhergeht, ist unmittelbar zu erkennen: wer im heutigen Diskurs “edle Zurückhaltung” übt oder mangels Gelegenheit gar zum Schweigen gebracht wird, geht samt seiner Einstellung unter, oft noch mit dem Schmutz erbärmlicher Diffamierung und niederträchtigen Denunziation bedacht. Trotzdem, es bleibt dabei: wir haben das Laute nicht nötig. Wir dürfen das verachten.
Frank Stephan, 8.7.2016, TO

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Ulrich Greiner: Vom Recht, rechts zu sein
Gedanken eines heimatlosen Konservativen
DIE ZEIT, 10.3.2016, Seite 12-13

 

Unterwerfung?
Der Artikel von Ulrich Greiner spricht mir aus der Seele. Man muss DIE ZEIT loben, dass sie im Einheitsbrei der sozialliberalen Presse mit deren betreuter Berichterstattung, eine wunderbare Begriffsschöpfung des ZEIT Chefredakteurs, konservativen Positionen Raum gibt. Auch ich bin ein ehemaliger SPD Wähler, der den Positionen dieser Partei nicht mehr folgen konnte. Und nach kurzem Intermezzo als CSU Wähler nun auch politisch heimatlos dasteht. Auf die von vielen Linksliberalen vertretene These je weniger „deutsch“ Deutschland werde, je mehr es sich internationalisiere, umso ungefährlicher, kompatibler und erfolgreicher werde es möchte ich ebenfalls eingehen. Ich halte diese wie Herr Greiner für von Grund auf falsch.
Der Nationalökonom Leopold Kohr, der sich auch mit den philosophischen Grundlagen der Wirtschaft befasste, hat schon im letzten Jahrhundert darauf hingewiesen wie wichtig für die Menschen eine Heimat und ein menschliches Maß seien. Bleibt nur zu hoffen dass in der ferneren Zukunft nicht die Utopie aus Michel Houellebecqs „Soumission“ Wirklichkeit wird, in der in Frankreich die Sozialisten mit der in der Wolle gefärbten Bruderschaft der Muslime paktieren nur um eine Rechtspartei von der Regierung fernzuhalten. Auch in Deutschlands Parteiendemokratie könnte ich mir für die Zukunft gut vorstellen, dass die etablierten Parteien lieber mit einer links eingefärbten Bruderschaft der Muslime als mit einer rechtskonservativen Partei zusammenarbeiten würden mit der für die Kultur des Abendlandes entsprechenden Folgen.
11.3.2016, Konrad L. Maul
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Was du ererbst von deinen Vätern
Wer bestreitet Ihnen eigentlich „rechts“ sein zu dürfen? Diese Überschrift steht ganz im Zeichen derer, die immer wieder betonen müssen: „Das wird man doch noch mal sagen dürfen!“ Aber es gibt doch bei uns Meinungsfreiheit, so lange sie in einem gesetzlichen Rahmen stattfindet, d. h. also natürlich kann man das alles sagen und Sie dürfen natürlich auch „rechts“ sein, aber das entbindet Sie und die Anderen, die glauben, bestimmte Sachverhalte nicht sagen zu dürfen, jedoch nicht davon, für ihre Überzeugung einzustehen und auch auszuhalten, dass Andere anderer Meinung sind. Allerdings habe ich mich auch über diese Überschrift gewundert, denn das, was Sie da schreiben, scheint mir doch alles Andere als „rechts“ zu sein. Bedeutet denn, sich als Konservativer zu outen, gleich rechts zu sein? Vielmehr machen Ihre Ausführungen deutlich, dass die Kategorien „links“ oder „rechts“ nicht mehr als Ordnungsschemata gelten können. Dafür sind die Probleme doch zu differenziert. Sie geben selbst das Beispiel mit dem im Grundgesetz garantierten Schutz von Ehe und Familie. So bin ich der Meinung, dass aufgrund der veränderten Auffassung gegenüber Homosexualität die Ehe nicht gegenüber anderen Partnerschaften besonders geschützt werden muss, dass aber zugleich die neuen Reproduktionstechniken nicht dazu benutzt werden dürfen, dass nun alles, weil es eben machbar ist, auch gemacht werden muss. So gesehen wäre ich also konservativ und zugleich nicht konservativ, also, wo soll ich mich da einordnen. Das meinen Sie vielleicht mit „heimatlos“. Diese „Heimatlosigkeit“ hat jedoch mit einer allgemeinen Bindungslosigkeit zu tun oder besser gesagt, dass wir Bindungen nur noch temporär eingehen, so wie es uns gerade passt, ganz nach dem Motte: man wird doch noch mal sagen dürfen, um am anderen Tag zu sagen, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Daher können auch die sogenannten „Volksparteien“ eine solche Bindung nicht mehr wirklich herstellen, es sei denn als schützende „Mutti“ in Gestalt von Angela Merkel. Zugleich gibt es jedoch eine ungeheure Sehnsucht nach einem tragfähigen Bild, wie es einmal das Bild einer „sozialen Gerechtigkeit“ war oder der Kampf um Frauenrechte, wie das gerade der Film „Suffragetten“ zeigt. Weil es ein solches Bild nicht gibt, tauchen nun die alten Bilder auf von den „abendländischen Werten“, an die sich aber keiner hält, oder an das Bild eines Nationalstaates mit „tausendjähriger Geschichte“.
Das Konservative macht nur Sinn mit den Worten Goethes: „Was du ererbst von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“ Wir können uns nicht einfach an Traditionen klammern, sondern müssen sie uns immer neu aneignen und umbilden, für uns neu entwickeln. Mit so einem Konservatismus kann ich mich anfreunden, mit einem der nur bewahren will aus Angst vor dem Neuen jedoch nicht. Das Wählen wird tatsächlich schwerer, aber das entbindet uns nicht vor Entscheidungen gerade mit dem Wissen ihrer Begrenzungen.
11.3.2016, Werner Pohlmann

Deutschland vor September 2015 war ein Paradies
Haben Sie Dank für Ihre “Gedanken eines heimatlosen Konservativen” – Sie sprechen mir so sehr aus der Seele. Dank, dass auch Sie unsere christliche abendländische Kultur hier so schätzen, ihre grandiosen Kirchen und Bauwerke, ihre Musik und Literatur. Gerade als Frau erlebte ich in den letzten 35 Jahren in Deutschland eine Freiheit, die es fast nirgendwo gibt und einen Frieden, der beispiellos war. Dass sich Beides nach dem letzten September wohl nicht aufrechterhalten lässt, haben wir Anfang des Jahres schon erlebt. Ist denn Deutschland inzwischen das Land der linken Gutmenschen geworden, die sich alle nur freuen über die Neuankömmlinge, ohne Sorge um deren kultureller Herkunft, ihrer Werte und z.B. ihrer Ausbildung? Wieviele müssen es denn noch werden? Selbst unter Freunden lässt sich nicht mehr offen sprechen. Wo darf eine besorgte Bürgerin sich noch über ihre Ängste äußern, ohne gleich als AfDlerin abgestraft zu werden, oder als “rassischtisch” zu gelten? Ich habe oft genug Reisen rund um die Welt gemacht, um mir klar zu sein, dass Deutschland vor September 2015 ein Paradies war. Bewußt habe ich dies immer genossen, war dankbar darum und war froh um andere Kulturen – dort, wo ich sie erleben durfte und hatte großen Respekt und Achtung vor der Andersartigkeit. Aber eben dort und nicht hier.
11.3.2016, Louise Oldenbourg

Altkonservativ
Ulrich Greiners Ausführungen könnte ich Zeile für Zeile unterschreiben; sein Problem ist aber nicht bloss ein spezifisch deutsches, sondern vermutlich ein gesamteuropäisches. Auch ich als Schweizer fühle mich aus dem gleichen Grund politisch heimatlos, auch ich könnte keine der vielen Parteien guten Gewissens wählen. Was aber dem Artikel noch hinzuzufügen wäre, ist das begriffliche Problem. Historisch gesehen waren die Konservativen ja die prinzipiellen Gegner der Liberalen. Aus ziemlich unbedarfter linker Sicht werden heute Parteien wie die CDU/CSU oder hierzulande die SVP als “konservativ” (oder nationalkonservativ) etikettiert und stets rechts verortet. Tatsächlich vertreten sie aber eine knallhart liberale Wirtschaftspolitik, wie sie es die traditionell liberalen Parteien FDP oder der schweizerische Freisinn nicht besser könnten. Ein praktisches Beispiel stellt das eigentlich konservative Anliegen des Umweltschutzes dar, das sie in der Praxis nicht kümmert und das infolgedessen die ebenso selbstverständlich “links” angesiedelten Grünen okkupieren konnten. Der Begriff “konservativ” ist daher heute verwirrend und missverständlich, ja praktisch unbrauchbar geworden. Vielleicht müsste man die Position, die Greiner vertritt, zur Präzisierung “altkonservativ” nennen.
11.3.2016, Dr. phil. Peter Hersche
http://blog.zeit.de/leserbriefe/2016/03/14/10-marz-2016-ausgabe-12/

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AfD als Vehikel, gegen die Massenzuwanderung zu opponieren
Mit der Linksausrichtung der CDU gelang es Merkel, fast 1,4 Mio muslimische Migranten, davon 80% junge Männer, ohne parlamentarische Legitimation nach Deutschland zu lotsen. Nun läßt die Euphorie der Bahnhofsklatscher und Willkommenskultur nach. Angesichts des Scheiterns der Integration von Frankreichs Muslimen (obwohl alle Französisch sprechen und einheitlich dem sunnitischen Islam angehören) kommen Zweifel auf, ob in Deutschland das noch viel größere Integrationsproblem (Flüchtlinge sprechen nicht deutsch, inhomogene Muslime (Sunniten versus Schiiten)) überhaupt lösbar ist.
Dem Mitte-Links-Mainstream hatten Konservative nichts entgegenzusetzen. Die Diskussionskultur verkam zu hell-dunkel bzw. entweder-oder – entweder grenzenlos Flüchtlinge oder Nazi-Keule. Selbst die liberalen Parteigründer der AfD wurden zu Rechtsradikalen gestempelt. Linkskonservative wie Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski werden zu “xenophoben Extremisten” und “rechtslastigen Agitatoren” (Münkler) erklärt. Immer mehr Konservative sehen in der Unterstützung der AfD die einzige Möglichkeit, in den Parlamenten wieder eine Opposition zu etablieren. Der Aufstieg der AfD hat zwei Folgen.
Erstens kann die erweiterte Mittelinks-Koalition CDU-SPD-Grüne-Linke nicht mehr so leicht ihre größenwahnsinnige Politik der offenen Grenzen weiterführen.
Zweitens sind die Bürger zwischen Mitte und Rechts gezwungen, sich als Konservative zu bekennen und gegen Populisten und Rechtradikale abzugrenzen.
6.3.2016
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AfD im Höhenflug – Am Ende des Regenbogens
Wie umgehen mit der AfD? Kräftige Hiebe sollen sie wieder klein machen. Doch je kräftiger der Hieb, desto stärker geht er daneben. Das liegt an einem gestörten Gleichgewicht der Kräfte.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-zur-afd-am-ende-des-regenbogens-14106248.html

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Eine Partei für Maß und Mitte fehlt
Europa ist in einem Chaos unvorstellbaren Ausmaßes. Vor allem Deutschland hat mit seinen Willkommensrufen ins Schlaraffenland die Hauptschuld. Wir sind endlich das “Flüchtlingsbeliebteste Land der Welt”. Jetzt sind wir beleidigt, weil alle anderen EU-Staaten dieses Chaos nicht wollen. Unsere Parteien und Politiker haben sich bisher vor allem aus Wählerstimmengründen gegenseitig im Erhöhen der Vergünstigungen für Flüchtlinge zu übertreffen versucht, und das in einer global vernetzten Welt, wo alles am nächsten Tag im hintersten Winkel der Welt ankommt. Die meisten Kosten übernimmt ja der “Bund”, doch der hat kein eigenes Geld, er nimmt es vom Steuerzahler.
Was soll man nur aus Protest wählen? Sie fehlt, die Partei, die sich von braun deutlich abgrenzt, jedoch gemäßigt konservativ ist, vor allem ohne “C”, um bei unpopulären Entscheidungen nicht dem Vorwurf der “Unchristlichkeit” ausgesetzt zu sein, und die deutsche Interessen so ernst nimmt wie die der ganzen Welt.
Unsere Parteien islamisieren zurzeit de facto Deutschland! Ein willkommener Nebeneffekt für den IS, da sicher einige Sympathisanten dabei sind. Maß und Mitte wären das richtige Mittel gegen Spaltung und Radikalisierung in Deutschland!
11.11.2015, Hermann Schwaab, Teningen

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Konservative sind National-Konservative
Der Begriff der Nation als Schicksalsgemeinschaft spielt für Konservative eine zentrale Rolle. Zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges existierte der Begriff der Nation, wie wir ihn heute verstehen, noch nicht. Er hat erst mit der Französischen Revolution an Bedeutung gewonnen, als die Söldnerheere durch Wehrpflichtigenarmeen ersetzt wurden, und man den Bürgern erklären musste, warum sie ihr Leben für die Sicherheit weit entfernter Provinzen riskieren sollten. Die Idee der Nation kam mit der Französischen Revolution auch nach Deutschland. Unsere Fahne trägt die Farben der Uniformen des Lützowschen Freikorps, in dem Freiwillige gegen Napoleon und für die Befreiung Deutschlands kämpften. Lange vor der Reichsgründung 1871 war die Idee der deutschen Nation eine politische Größe, die auch Geschichte geschrieben hat.

Die EU ist keine Nation
Europa ist keine Schicksalsgemeinschaft, weil jedes Land das Recht hat, die Union auch wieder verlassen zu können. Wie groß die Probleme mit der europäischen Regulierung sind, kann man an den Wahlergebnissen in den Staaten ablesen. Überall werden europakritische Parteien mit Stimmen zugeschüttet, weil den Menschen das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlt, durch das sie sich zu Solidarleistungen an ferne Regionen für Menschen, die sie nicht kennen, bereit erklären.
Wäre Europa auch nur halbwegs eine Schicksalsgemeinschaft hätten wir die Eurokrise nicht, sondern längst ein Transfersystem wie die Arbeitslosen- oder Rentenversicherung in Deutschland durch das Geld automatisch und ohne politische Diskussion von den reichen Regionen in die armen Gebiete fließen würde. In Deutschland reden wir noch nicht einmal darüber, wie viel uns Baden-Württemberger die Sachsen-Anhaltiner jedes Jahr kosten. Kein Mensch redet darüber, dass Ostdeutschland von der Rentenversicherung und Krankenkasse überproportional profitiert, und damit jährlich Multimilliarden vom Westen in den Osten geleitet werden. Auf der anderen Seite hat sich noch kein Ostdeutscher darüber beklagt, dass der Blutzoll der ostdeutschen Länder im Afghanistankrieg weit höher war, als jener des Westens, weil nämlich überproportional viele junge Ostdeutsche bei der Bundeswehr dienen. Unser Land stellt eine Schicksalsgemeinschaft dar, in der eine solche Solidarität völlig selbstverständlich ist.

EU-Bürger ist das falsche Wort
Das Wort Unionsbürger ist in etwa so brandgefährlich wie die Begriffe Bürger der Ukraine, Bürger von Syrien oder Bürger von Libyen. Man kann einen Staat nicht auf einem Staatsvolk aufbauen, das keine ausreichenden Gemeinsamkeiten mit fernen Mitbürgern hat, um die komplexen Solidarsysteme eines Staates aufrecht zu erhalten. Ein Europa mit den “Unionsbürgern” als Staatsvolk würde allenfalls als Nachtwächterstaat mit einem Laissez-Faire-Kapitalismus funktionieren, bei dem der Stärkere seine Interessen rücksichtslos gegen die Schwächeren durchsetzt. Wollte man anderes erzwingen, würden die Europäer früher oder später wieder damit beginnen aufeinander zu schießen, so wie das in Jugoslawien der Fall war und in der Ukraine der Fall ist. Das waren und sind in ihrem Kern Verteilungskonflikte innerhalb eines Staates.

 

 

Pegida – Konservative demonstrieren gegen Gutmenschen-Mainstream
Den Pegida-Demonstrationen scheint vorerst die Spitze abgebrochen zu sein und in Berlin-Neukölln tritt der SPD-Realo Buschkowsky zurück. Der Mainstream der Wohlgesinnten und Schönsprecher im Lande jubelt. Dort denkt man, dass man nun alles, was in den letzten Wochen an neuen Tönen in der Republik hörbar war, begraben kann. Und doch hat hier ein Lehrstück stattgefunden: Die Dresdener Demonstrationen haben gezeigt, dass es jenseits der etablierten Politik nicht nur eine stumme und stumpfe Masse von orientierungslosen „Nichtwählern“ gibt. Nein, es ist deutlich geworden, dass es hier ein Anliegen gibt. Es ist allerdings ein Anliegen, das ungewohnt ist. Es ist konservativ. Man fordert verlässliche Regeln und die Wahrung der Errungenschaften dieses Landes.

Ein noch größeres Lehrstück wurde allerdings auf der Gegenseite aufgeführt. Man hätte ja erwarten können, dass die Öffentlichkeit und ihre prominenten Akteure den Neuankömmlingen mit einem Mindestmaß an Interesse begegnen. Das gehört eigentlich zur Meinungskultur einer offenen Gesellschaft. Doch stattdessen ist etwas geschehen, was für die Bundesrepublik mindestens so ungewohnt ist wie die Dresdener Demonstrationen selber: Die Reaktionen waren fast durchweg negativ, sogar schroff abweisend – warnend, zensierend, verdrehend, blockierend, verdunkelnd, verdächtigend, bevormundend. Man wollte einfach nicht zuhören. Man wollte sich nicht in seinen Ansichten irritieren lassen und versuchte, die Demonstranten mit diffamierenden Begriffen („Rassismus“, „Neonazis“) ins Abseits zu stellen oder mit psychologischen Diagnosen („Angstbürger“) zum Arzt zu schicken. Selten hat man so plumpe Versuche gesehen, öffentlich (und friedlich) geäußerte Meinungen abzufertigen….
Alles von Gerd Held vom 31.1.2015 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/etwas_geht_zu_ende_teil_1

 

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