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Sonnenblumen und Vezelia im Dreisamtal bei Freiburg am 3.10.2016

Sonnenblumen und Vezelia im Dreisamtal bei Freiburg am 3.10.2016

 

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Recht auf kulturelle Identität nur für Nicht-Deutsche?
Das Recht auf Erhalt der eigenen kulturellen Identität gilt für eine nationale Mehrheit ebenso wie für Minderheiten. Es gilt, die kulturelle Identität des deutschen Volkes ebenso zu schützen wie die des kurdischen, armenischen oder griechischen Volkes. Folgende zwei Zitate belegen den hohen Rang, den das universelle Völkerrecht den kulturellen Identitäten seiner Rechtssubjekte, also seiner “Völker”, beimißt.
1) Artikel 27 des internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte: “In Staaten mit ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten … darf Angehörigen solcher Minderheiten nicht das Recht voreinhalten werden, gemeinsam mit anderen Angehörigen ihrer Gruppe ihr eigenes kulturelles Leben zu pflegen.”
2) Präambel der europäischen Grundrechtecharta: “Die Union trägt zur Erhaltung und zur Entwicklung dieser gemeinsamen Werte unter Achtung der Vielfalt der Kulturen und Traditionen der Völker Europas sowie der nationalen Identität der Mitgliedsstaaten bei”.

Es ist unverständlich und besorgniserregend ist, dass der grün/links geprägte Mainstream die deutsche kulturelle Identität verkennt (eine deutsche Kultur sei “nicht identifizierbar”, so Integrationsministerin Özoguz). Dazu Prof Reinhard Merkel:
“Man darf darauf wetten, dass dieselben öffentlichen Tonangeber (Grüne, Linke), die den Gedanken einer deutschen kulturellen Identität und ihres Schutzes für abwegig, ja, für “rassistisch” halten, mit heller Empörung ragierten, käme jemand auf die Idee, die Schutzwürdigkeit der kulturellen Identität auch nur einer der ethnischen Gruppen unter den neuen Zugewanderten zu bestreiten. Tatsächlich steht deren Schutzwürdigkeit ja auch außer Zweifel. Und die der Mehrheit? Nationalistischer Konsens?”
Natürlich verändern sich vitale Kulturen ständig. In 150 Jahren wird dieses Land von Menschen bewohnt, von denen heute keiner lebt – Immigranten aus der Zukunft, wenn man will. Niemand kennt deren kulturelle Bedürfnisse. Sie heute antizipieren oder gar lenken zu wollen, wäre absurd. Aber die langfristig-organische Entwicklung einer Kultur aus der offenene Interaktion zwischen den Menschen ihrer eigenen oder denen anderer Sphären ist eine Sache.
Eine ganz andere ist die in den Zeitraum weniger Jahre (2015-2017) gedrängte unvermittelte Konfrontation einer ungefragten Bevölkerung mit Millionen “anderen”, deren äußeres wie inneres Anderssein, was immer es bedeuten mag, sich in wachsendem Maß im Alltag fühlbar macht.
Es wär geradezu das Attest einer kollektiven, seelischen Auffälligkeit, würde die einheimische Bevölkerung davon nicht verunsichert. Dass zu dieser längst Millionen Bürger “mit Migrationshintergrund” gehören, versteht sich von selbst.”
24.11.2017

Alles zu “Wir können allen helfen – Wie man das Gute will, aber das Böse schafft: Die deutsche Flüchtlingspolitik ist ein moralisches Desaster” von Prof. Reinhard Merkel vom 22.11.2017 bitte lesen in der FAZ, Seite 9 oder auf
http://plus.faz.net/feuilleton/2017-11-22/wir-koennen-allen-helfen/82425.html

Prof. Reinhard Merkel ist emeritierter Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie
an der Universität Hamburg. Olympiateilnehmer 1968 Mexico im Schwimmen. Mitglied im Deutschen Ethikrat.
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Heimat als Teil der Identität
Heimat mag nicht allein durch mehr Kopftücher im Straßenbild verloren gehen, sehr wohl aber mit der Aufhebung jener von der Gesellschaft gelebten Werte, die Teil der eigenen Identität sind. Ein Land, das Antisemitismus duldet beziehungsweise ignoriert, weil er nicht von Rechtsradikalen, sondern von Muslimen ausgeht, ein Land, das eine arme Rentnerin härter bestraft als den Drogendealer oder Grabscher, ein Land, dass nur noch die Diskriminierung einer Kopftuchträgerin sieht, aber nicht die Diskriminierung, die ich als westliche Frau durch das Kopftuch erfahre,…
Alles von Anabel Schunke vom 17.11.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/was_man_einmal_heimat_nannte

Nur die Großstadt ist die Heimat der Heimatlosen
Hallo Frau Schunke, sie haben schon recht, aber ihre Stimmung ist schon sehr düster, was vielleicht dem Novemberwetter geschuldet ist. Ich glaube, die Lage ist nicht ganz so schlimm. Manchmal sage ich im Scherz, ich habe mich weder bei Facebook, bei Twitter noch überhaupt im Internet “radikalisiert”, sondern in der Meinungsblase der Öffentlich-Rechtlichen und der sog. “Mainstream-Presse”. Es ist in der Tat schwer zu ertragen und macht traurig und manchmal fassungslos: diese ganze autistische Weltauslegung, diese Alternativlosigkeit und Ideologielastigkeit der Realitätsdeutung. Das ist aber nur die Filterblase des Medien -und Politikestablishments. Wenn ich dann hier in meiner Provinz mit Leuten rede, die im wahren Leben stehen und mich mit Freunden und Verwandten treffe, dann bin ich sehr schnell wieder geerdet und weiß, daß dieses ganze Großstadtgelärme und -geschwätz nicht wirklich bedeutsam ist. Bei uns sprechen die türkisch-stämmigen schwäbisch und machen Witze über Erdogan. Im Grunde hat nur die Provinz die Kraft Menschen anderer Kulturen zu integrieren, weil es hier noch eine Heimat gibt, in die man sich intergrieren kann und die eine kulturelle Strahlkraft hat, um auf Fremde anziehend zu wirken. Die Großstadt ist die Heimat der Heimatlosen und organisiert im besten Fall die friedliche Koexistenz von Parallelgesellschaften. Meine Empfehlung ist, wer in der Stadt lebt, sollte ab und zu auf´s Land fahren, die Seele baumeln, das Gehirn auslüften und nicht darauf hörend, was andere als politisch korrekt definieren, bei der Wahl seine Stimme der Partei geben, bei der er seine Interessen am besten aufgehoben wähnt. Wenn dann am Ende in Land jamaikanische Verhältnisse entstehen, nun gut, dann kann man das bei der nächsten Wahl ja wieder korrigieren.
7.11.2017, Harald Hotz, AO

Heimat ist längst verloren
Ob ein Umsteuern noch möglich ist, ob “der Point of no Return vielleicht längst erreicht ist” spielt keine Rolle. Bei den maßgeblichen politischen Akteuren ist nicht einmal ansatzweise der Wille da umzusteuern. So erlebe ich viele der “Länger-Hier-Lebenden” mit zusammengepressten Zähnen und geballter Faust in der Tasche, ihr Schweigen nur in beschützter Umgebung brechend. Pazifistisch sozialisiert, medial-moralisch eingehegt bleibt ihre Wut wohl auch zukünftig eher still.
Die Heimat, Frau Schunke, wie wir sie kennen und lieben, ist leider längst verloren. Und dennoch: geben wir sie nicht widerstandslos preis. Danke für Ihren Beitrag dazu.
17.11.2017, Markus Werner, AO
Ende der linksgrünen Herrschaft
Frau Schunke, es muss erst noch schlimmer kommen. Erst dann wird es wieder besser werden, wenn es auch für die Feigsten, Dümmsten und Faulsten unerträglich geworden ist. Keine Bange: Merkel und Konsorten arbeiten fleißig daran. Es gibt keinen Grund aufzugeben.
Auch in der DDR schien noch im Sommer 1989 der sozialistische Staat stark und für die Ewigkeit gegründet. Dennoch kam wenige Monate später die friedliche Revolution. Überall mehren sich die Anzeichen für ein Ende der linksgrünen Herrschaft. Dass sie zusammenbrechen wird, ist sicher. Traurig nur, dass es bis dahin so viele Opfer geben muss.
Bärbel Schneider, AO

 

Ohne kulturelle Identität keine Integration
Die grösste Bedrohung für Europa ist nicht die Völkerwanderung aus der Welt des Islam, sondern der postmoderne kulturrelativistische Nihilismus, der jeden Wertebezug als Rahmen für Identität in Europa verleugnet. Dieser Verlust an Identität betrifft zwei zen­trale Eigenschaften der kulturellen Moderne Europas: Diese sind Laizität und säkulare Demokratie der Individuen, nicht der Kollektive. Die «neuen Deutschen» bringen eine Weltanschauung mit, die beide verleugnet.
Integration erfolgt immer in etwas, das heisst in ein Gemeinwesen mit kultureller Identität. Wenn Deutschland seine Identität verleugnet, ist die Folge klar: eine Unfähigkeit zur Integration. Die Frage stellt sich dann: Wohin gehören die regierungspropagandistisch als «die neuen Deutschen» (Münkler) deklarierten Menschen, wenn das Land ihnen keine Identität bietet? Sie, die sich ausgegrenzt fühlen, werden eine Alternative suchen: Diese ist der Scharia-Kopftuch-Islam als Identität, die in einer Parallelgesellschaft gepflegt wird. …..
Alles vom 12.1.2017 von Bassam Tibi zu “Die große Völkerwanderung” bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/die_grosse_voelkerwanderung
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Staatskrise in Deutschland – Land ohne nationale Identität
Land ohne Fassen wir daher die wesentlichen strukturellen Faktoren in Deutschland zusammen, die zu der Staatskrise in Deutschland geführt haben, wie wir sie heute erleben:
1. Das fehlende nationale Selbstbewusstsein der Bundesrepublik, sich in der veränderten multipolaren Weltordnung zu behaupten und aktiv für ihr nationales Interesse einzusetzen.
2. Moralischer Imperativ in der bundesdeutschen Staatsdoktrin, der aufgrund der NS-Geschichte von den etablierten Parteien als alternativlos angesehen wurde, obwohl die veränderte Weltlage es oft erfordert, auch unpopuläre Entscheidungen zu Ungunsten dieses Imperativs zu treffen.
3. Fehlender Selbstbehauptungswillen der deutschen Bevölkerung gegenüber den staatlichen Institutionen (Schutz der Institutionen durch das Fehlen der plebiszitären Elemente auf der Bundesebene) gepaart mit der traditionellen Staatsgläubigkeit und Angst vor sozialer Ausgrenzung.
4. Bedingungslose Unterstützung der Institution EU, wobei ein Großteil der politischen und medialen Eliten Deutschlands ihre Ersatz-Identität (aber auch Karrieremöglichkeiten für Politiker außerhalb des Wohlwollens des deutschen Wahlvolkes) und die Wahrung der Interessen der Institution EU oft noch vor der Bewahrung der deutschen Interessen sieht oder die beiden Interessen schlicht gleichsetzt, wenngleich alle anderen EU-Staaten die EU in erster Linie als „Erweiterung und Stärkung ihrer nationalen Interessen“ betrachten.
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Fazit
Man kann daraus schlussfolgern, dass die Bundesrepublik Deutschland mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch nicht aus dem Schatten der moralischen und militärischen Niederlage NS-Deutschlands herausgekommen ist. Folglich hat sich das Land bis heute noch nicht in dem Sinne normalisiert, dass ein großer Teil der deutschen Bevölkerung bis zum heutigen Tage kein unverkrampftes, normales und selbstbewusstes Verhältnis mit der eigenen Identität und Staatlichkeit entwickeln konnte.
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Nicht der staatlich geförderte “Kampf gegen Rechts” und die Ausgrenzung/Verächtlichmachung großer Teile der nicht links oder linksliberal eingestellten Bevölkerung in Ost wie in West, sondern Normalität gegenüber der nationalen Identität ist die bessere Alternative, um dieses Land zusammenzuhalten und der Radikalisierung der beiden Ränder der Gesellschaft vorzubeugen. ….
Alles von Marcel Thu vom 7.12.2016 bitte lesen auf
http://www.tichyseinblick.de/meinungen/deutschland-als-gefangener-seiner-extreme/

Erledigt
Wie soll die in naher Zukunft eintretende “Realität” aussehen? Eine Explosion halte ich für wenig wahrscheinlich. Revolution konnten die Deutschen noch nie. Außerdem würden die USA das gewaltsam unterdrücken. Eher wird es eine Implosion geben. Der Druck der wirtschaftlich-sozialen Probleme wird die immer schwächer werdende Mittelschicht erdrücken. Die Leistungsträger werden sich absetzen. Das Land wird langsam und still in die Bedeutungslosigkeit hinüberdämmern. Politik, Journaille, Juristen, Kirchen, Gewerkschaften erdrücken das Land. Diese sog. Eliten besitzen ein perfektes System zur Ausbeutung der Gesellschaft, das nicht mehr umzukehren ist. Deutschland ist erledigt.
7.12.2016, Wolfgang Scholl, TO
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Ich verstehe, dass es Ausländer seltsam finden, aber es ist anders als der Autor denkt: wir haben schlicht eine gewissenlose Kaste sich selbst als anständig definierender Leute, die Nazi-Nazi-Kreisch als bequeme Einkommensquelle oder Mittel der Diskursherrschaft nutzen.
Sabine Abbel
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“Wenn sich Deutschland selbst wieder entdeckt”, dann wird es feststellen, dass es sein Staatsgebiet und seine wirtschaftlichen Erträge mit Menschen teilen muss, die hier ein besseres Leben suchen und selbst wenig bis gar nicht dazu beitragen können oder wollen. Das wird innerhalb einer Generation, d.h. der nächsten 25 Jahre geschehen. Dann ist es zu spät zur Besinnung auf sich selbst.
peter G.
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Merkel bezeichnet Deutsche als “Die schon länger hier Lebenden”
“Nur wenn sich Deutschland selbst wieder entdeckt und seine eigene Kultur und Identität pflegt und wertschätzt, nur dann wird dieses Land auch in der Lage sein, seine Fortschrittlichkeit, seine Werte und seinen Wohlstand in der multipolaren Welt der Großmächte zu erhalten.” Uns fehlt die Liebe zum eigenen Land und das natürliche “Ich bin Deutscher”. Ein gesunder Patriotismus gibt allen Bügern eines Landes Halt und Stärke. Daraus können sich dann wieder, wie im Artikel beschrieben, Fortschritt und Wohlstand entwickeln. Aber wie war das heute auf dem Parteitag der Großen Vorsitzenden? “Manchmal müssen sich auch die, die schon länger hier leben, einem Integrationskurs unterziehen”, …. sehr frei zitiert. Wieder wird nicht von Einheimischen bzw. Deutschen gesprochen. So geht kein guter Patriotismus. Diese Partei hat fertig – und hoffentlich bekommen wir noch die Kurve, damit es nicht bald heissen wird: dieses Land hat fertig.
7.12.2017, Angelina Clooney

 

 

Bassam Tibi: Integration unmöglich in ein Deutschland ohne eigene Identität
Eine große Gefahr für Europa, also auch für Deutschland, stammt aus dem Inneren dieses Kontinents selbst, nämlich aus dem postmodernen, kulturrelativistischen Nihilismus, der jeden Wertebezug als Rahmen für Identität verleugnet. Dieser Verlust an Identität betrifft zwei zentrale Eigenschaften der kulturellen Moderne Europas: Laizität und säkulare Demokratie, und zwar der Individuen, nicht der Kollektive.
Die „neuen Deutschen“ bringen eine Weltanschauung mit, die beides verleugnet. Integration erfolgt immer in etwas, also in ein Gemeinwesen mit kultureller Identität hinein. Wenn Deutschland seine eigene Identität und ein vorhandenes Gemeinwesen verleugnet, dann ist die Folge zwangsläufig eine Unfähigkeit zur Integration.
Die Frage stellt sich dann: Wohin gehören die regierungspropagandistisch als „die neuen Deutschen“ (Münkler) deklarierten Menschen, wenn das Land ihnen keine Identität im Sinne von „sense of belonging“ bieten kann?
Das Schlechte an Deutschland ist nicht, dass es Millionen Menschen unvorbereitet aufnimmt, sondern dass es ihnen außer Unterbringung, Alimentierung und Sprachkursen nichts anzubieten hat. In meinem Artikel in der Süddeutschen Zeitung „Wenn ich kein Deutscher bin, was dann?“ habe ich ein Problem erläutert, das die deutschen Gesinnungsethiker – inklusive Münkler – nicht verstehen. In diesem Kontext werden die „neuen Deutschen“, die sich ausgegrenzt fühlen, eine Identitätsalternative suchen und diese wird oft der Scharia-Kopftuch-Islam sein. ….
Alles von Bassam Tibi: “Humanitäre Politik ist keine Einwanderungspolitik” vom 23.10.2016 bitte lesen auf
http://www.cicero.de/berliner-republik/Migration-humanitaere-politik-ist-keine-einwanderungspolitik
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Bassam Tibi plädiert für eine gesteuerte Einwanderung. Die Aufnahme in die Sozialsysteme muss an Bedingungen geknüpft sein, sonst ist die innere Sicherheit in Gefahr. Buch:

Bassam Tibi: Europa ohne Identität? Europäisierung oder Islamisierung,
ibidem-Verlag, 522 Seiten, Oktober 2016, 19.90 Euro.

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