Hambacher-Fest

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JF-Dokumentation zum “Neuen Hambacher Fest 2018″:
https://www.youtube.com/watch?v=DlYpTNewuXw&feature=youtu.be&utm_source=LZM+Newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=08-05-2018+Neue+deutsche+Welle+%2F+JF-Rundbrief+Nr.+19+vom+8.+Mai+2018&utm_content=Mailing_12437221
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Hambacher-Fest
https://neues-hambacher-fest.de/

 

 

Die Botschaft von Hambach
Die Erosion der öffentlichen Ordnung ist überall zu spüren. Das jüngste Scheitern der Abschiebung eines abgelehnten schwarzafrikanischen Asylbewerbers in Ellwangen, bei dem die Polizei von rebellierenden Migranten davongejagt wurde, ist aktuellstes Beispiel für die grassierende Unfähigkeit unseres Staates, Recht und Ordnung in elementarer Weise durchzusetzen.
Alles schiebt sich in diesen Tagen übereinander und verdichtet sich zu einem Bild eines Gemeinwesens, dessen Eliten verrückt geworden sind: Bei Milliardenüberschüssen sind wir nicht in der Lage, unsere Armee einsatzfähig und die Infrastruktur in Schuß zu halten, wir sind zu dämlich, einen Hauptstadtflughafen zu bauen, wir gängeln den Mittelstand mit immer absurderen Auflagen, übererfüllen sklavisch bürokratische Richtlinien aus Brüssel, ob beim Feinstaub oder beim Datenschutz, sind aber nicht mehr fähig, unsere Grenzen zu sichern? Was ist mit diesem Land los?
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Viele Bürger reagieren mit fatalistischer Apathie auf diesen politischen Irrsinn, ziehen sich ins Private zurück, andere – und das werden glücklicherweise immer mehr – wagen den Sprung zum Protest. Und der wird immer vielfältiger. So beim „Neuen Hambacher Fest“ am vergangenen Wochenende, bei dem sich rund 1.200 patriotisch gesinnte Bürger aus ganz Deutschland unter schwarzrotgoldenen Flaggen, Gesang und politischen Reden versammelten. Beim Treffen in Hambach schlug sich auch die Mobilisierung der vor wenigen Wochen von der DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld initiierten „Erklärung 2018“ nieder, die inzwischen über 150.000 Bürger unterzeichnet haben….
Alles von Dieter Stein vom 9.5.2018 bitte lesen auf
https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2018/die-botschaft-von-hambach1/

Imad Karim: Nein, ich kam nicht als Asylbewerber
Rede auf dem Hambacher Fest als Text
Meine Damen und Herren, ich bringe Ihnen heute keine intelligenten Statistiken, sondern eine persönliche Botschaft. Ich war 19 Jahre alt, als ich in diesem wunderbaren Deutschland eintraf. Nein, und mit Respekt vor allen echten Flüchtlingen, ich kam nicht als Flüchtling. Nein, ich kam nicht als Asylbewerber. Und nein, ich habe den Sozialstaat, diese Errungenschaft Ihrer Eltern und Großeltern, nie in Anspruch genommen. Ich kam als selbstbewusster junger Mann aus einem offenen Beiruter Haus, der in Deutschland ein selbstfinanziertes Studium aufnehmen wollte und das auch tat. Das war am 05.12.1977.An der Westberliner TU lernte ich Deutsch – damals litt Deutschland noch unter der Teilung – und im Reichstag lernte ich die deutsche Geschichte kennen. Dort, wo heute Bundestagsabgeordnete und Verwaltungsangestellte ihren Geschäftlichkeiten nachgehen, gab es eine Dauerausstellung mit dem Titel „Deutsche Geschichte“. Die Räume waren in Epochen rückwärts aufgeteilt: die der Bundesrepublik, der deutschen Teilung, des zweiten Weltkrieges, der NS-Diktatur, der Weimer Republik, des ersten Weltkrieges, des Kaiserreichs, die der Revolution von 1848, der Frankfurter Paulskirche bis zur Vormärz-Zeit und noch weiter zurück.

An der Uni standen die meisten meiner deutschen Kommilitonen bereits unter den direkten Einflüssen der Studentenbewegungen der 68er. Es erschreckte mich, wie sehr viele von ihnen ihr Land, Deutschland, hassten. Oder sagen wir mal: ihr Land nicht mochten. Sie hatten geradezu – im nachhinein würde ich es so bezeichnen – eine Art masochistische Fixiertheit auf die NS-Zeit und auf die für sie daraus resultierende vererbbare Schuld. Gerade sie, die die Gleichheit der Menschen propagierten und die vorgaben, den Rassismus verbannen zu wollen, bescheinigten den Deutschen eine geradezu genetische Veranlagung zum Bösen. Nicht selten hatte ich den Eindruck, sie hätten am liebsten ihre verstorbenen Vorfahren ausgegraben, um sie noch einmal zu verurteilen.
Ich aber, als Humanist, begriff die NS-Zeit als deutsche Katastrophe und eine zeitlose Verantwortung, alles zu tun, um sie nicht zu wiederholen, weder in Deutschland noch irgendwoanders. Das begangene Verbrechen verstand ich auch und insbesondere als moralische Verpflichtung, dem jüdischen Volk stets zur Seite zu stehen. Gleichzeitig aber hoffte ich, dass die Deutschen sich nicht zur Geisel dieses düsteren Teils ihrer Vergangenheit machen würden, denn mit Selbsthass und Selbstverachtung kann keiner einem Menschen aus einem anderen Kulturkreis ehrliche Liebe und Achtung entgegenbringen.
Schon damals fiel es mir schwer, zu begreifen, wie man die so großartige und reiche Geschichte eines Landes, einer Nation und eines Volkes auf zwölf dunkle Jahre – über deren Dunkelheit, Grausamkeit und furchtbare Unmenschlichkeit kein Zweifel besteht – reduzieren kann.
Ich weiß es nicht. Vielleicht habe ich es als Levantiner leichter, über deutsche Epochen zu sprechen. Ich selbst komme aus dem Nahen Osten, aus einem Kulturkreis, der die Freiheit seit 1.400 Jahren unterdrückt. In Deutschland traf ich auf eine freie, offene, liberale, demokratische und aufgeschlossene Gesellschaft, die mir Respekt, würdevollen Umgang und menschliche Neugierde entgegenbrachte.
Diesen Nazi, vor dem ich nicht zuletzt von meinen linken Mitstudenten stets gewarnt wurde, traf ich nie. Natürlich begegnete ich ein paar rückwärtsgewandten, völkischen bis rassistisch angehauchten Chauvinisten, aber diesen bedauerlichen Menschenschlag traf ich auch in über 50 Ländern, in denen ich später für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Filme und Reportagen realisierte.
Hier in Deutschland lernte ich mit und von den Deutschen den Duft der Freiheit kennen. Ein wunderbarer Duft, den ich in meinen noch verbleibenden Jahren nie wieder missen möchte. Deshalb stehe ich heute hier!
Als ich damals bei meinen Besuchen der Berliner Dauerausstellung bei der Epoche der Vormärzzeit angelangt war, faszinierte mich das historische Ereignis des Hambacher Festes vom Jahre 1832 und wie es den Menschen in jener Zeit gelang, aus einem gewöhnlichen Volksfest einen bürgerlichen Widerstand gegen die Obrigkeit der Fürstenherrschaft zu organisieren. Gerade eineinhalb Jahre in Deutschland und in der deutschen Sprache nicht gerade sehr gefestigt, machte ich mich von Berlin aus während der Semesterferien auf Spurensuche. Im April des Jahres 1979 stand ich hier zum ersten Mal auf dem Hambacher Schloss, genau hier, wo ich heute, 39 Jahre später, zu Ihnen reden darf. Können Sie sich vorstellen, was es für ein starker emotionaler Moment für mich ist, hier und heute stehen zu dürfen?
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Ich bin zufällig als Moslem geboren, verstehe mich aber seit Jahrzehnten als Agnostiker und als Mensch, der sich mit den Werten der Aufklärung dieser offenen und pluralistischen Gesellschaft kompromisslos identifiziert. Ich bin jemand, der den Islam als Ideologie öffentlich kritisiert und nicht die Muslime pauschal verurteilt, denn viele meiner Verwandten sind Muslime. Und auch meine Eltern habe ich nach dem islamischen Ritual bestattet – sagen wir mal: „bestatten müssen“, aber das wäre eine andere Geschichte.
Ich bin das, was man durchaus als „ein erarbeiteter“ Staatsbürger dieses Landes bezeichnen könnte. Ja, Sie haben richtig gehört, denn Staatsbürgerschaft und Integration müssen zusammenhängen. Ich habe von Anfang an die Integration für mich als Verschmelzung mit diesem Land und seinen Werten verstanden, um es noch reicher zu machen. Alles andere waren und sind für mich Parallel- und Gegengesellschaften, die die offene Gesellschaft gefährden würden. Heute blicke ich auf meine wunderbaren 41 deutschen Jahre mit Stolz zurück. 41 Jahre, von denen ich 36 Jahre ununterbrochen arbeitete und diesem Staat und dieser Gesellschaft als Nettozahler diente.
Wenn ich von der „Verschmelzung“ spreche, berufe ich mich dabei auf ein arabisches vorislamisches Sprichwort, das besagt:
„من عاشر قوما اربعین یوما, یا صار منھم, یا رحل عنھم“ –
„Wer bei einem Volke 40 Tage weilt, wird einer von ihnen, oder er wandert weiter“. Ich bin geblieben, meine Damen und Herren. Und aus den vierzig Tagen sind bis dato 41 Jahre geworden. Deshalb stehe ich heute hier.
Als mündiger Bürger dieses Landes bin ich der Ansicht, dass gerade diese unkontrollierte muslimische Massenzuwanderung unsere offene Gesellschaft gefährdet und womöglich einen in den letzten 70 Jahren noch nie dagewesenen Rassismus entfachen könnte. Also wenn ich die Berliner Politik, aber auch die Politik der Länder, die „politisch korrekten“ Positionen vieler Verbände und die Haltung vieler meiner Kollegen aus den Medien kritisiere, habe ich einen Eigennutz. Ich habe nämlich drei Kinder, die deutscher nicht sein könnten und dennoch tragen sie meinen arabischen Nachnamen. Ich möchte nicht, dass sie oder ihre Kinder sich eines Tages hier rechtfertigen müssen, warum sie ein Teil Deutschland sind. Deshalb bin ich heute hier.
Seitdem ich den Islam kritisiere, erlebe ich eine unglaubliche Hetzjagd. Sie beginnt mit Drohung und erstreckt sich über Diffamierung, Verunglimpfung bis hin zu Dauer-Gerichtsprozessen, die meiner Frau und mir unsere letzten Ersparnisse auffressen.
Ich wehre mich entschieden gegen Zensur, und als jemand, der die Despotie des Nahen Ostens sowohl in den ersten 19 Jahren meines Lebens als auch später als Fernsehjournalist für deutsche Medien vor Ort hautnah erlebte, stelle ich mit Befremden fest, dass unsere Demokratie, dieses wunderbare Kulturgut der offenen Gesellschaft, stark eingeschränkt wird. Ich könnte Ihnen viele Beispiele zeigen und sie auch empirisch belegen, wie Deutschland tagtäglich demokratische Fundamente aufgibt.
Gegen diese Entwicklung werde ich mich als jemand, dessen Kompass das Grundgesetz ist, stets mit allen rechtsstaatlichen Mitteln wehren und sie keinesfalls als „Naturgesetz“ hinnehmen. Deshalb stehe ich heute hier!
1832 zeigten über 20.000 Menschen Mut und Willen, gegen absolutistische Missstände zu protestieren und für Meinungsfreiheit zu demonstrieren. 1832 gab es viele Redner auf dem Hambacher Fest, die zum Sturz des damaligen politischen Systems aufriefen. Das tut heute keiner von uns. Niemand will unser System stürzen, sondern die Politik für das, was hier im Alltag geschieht, sensibilisieren. Alles, was die Menschen wollen, ist, dass unsere legitimen politischen Vertreter die Sorgen der Menschen wahrnehmen und diese nicht degradieren.
Bei der Lektüre von damals stieß ich auf eine Rede von Johann August Wirth, der an diesem Ort vor 186 Jahren sagte: „Dieses schöne Land wird verwüstet und geplündert, zerrissen und entnervt, geknebelt und entehrt“. Ob Deutschland heute geknebelt oder entehrt wird, vermag ich nicht zu sagen. Aber dass die Menschen das Gefühl haben, dass Deutschland geplündert, zerrissen und entnervt sei, ist eine gefühlte Realität, die von der Politik nicht ignoriert werden darf. Die Bürger haben Angst und sie müssen ihre Angst nicht begründen. Es reicht vollkommen aus, wenn sie Angst haben. Und hier ist die Politik in Pflicht zu nehmen und nicht umgekehrt.
Ja, viele würden fragen, wie wir darauf kämen, die Verhältnisse von damals mit den heutigen zu vergleichen. Darüber kann und soll man streiten, aber niemandem darf deshalb der Mund verboten werden.
Wenn wir heute Gegner der Mainstream-Politik mit „rechtsradikal“ und „Nazis“ betiteln, beleidigen wir nicht nur diese Kritiker, sondern auch die Opfer des menschenverachtenden Nationalsozialismus und deren Nachfahren. Wenn wir diese Begriffe inflationär verwenden, verharmlosen wir sie, und das wäre eine fatale Entwicklung. Solche Begriffe als Diffamierungsinstrumentarium gegen Andersdenkende einzusetzen, sind Anfänge, die von einer freien und emanzipatorischen Gesellschaft nicht zu tolerieren sind. In einem Artikel von mir für Cicero von 2016 schrieb ich zu Beginn: „Jedes Unrecht beginnt mit einer Lüge“. Und gerade diesen Anfängen müssen wir wehren. Wir haben Recht auf Wahrheit und Transparenz, und das ist kein einfaches Recht, sondern ein Grundrecht!
Vor zwei Wochen sprach ich als Sachverständiger vor dem Bundestagsausschuss zum islamischen Terroranschlag (andere nennen ihn „islamistisch“ – ein Wort, das im arabischen nicht existiert) vom Breitscheidplatz. Ich sagte: „Wir müssen eine ehrliche Debatte über den Islam führen, und wir dürfen aus falscher Rücksichtnahme keine Fakten unterschlagen“. Ich wagte spontan einen Vergleich und sagte: „Man könne keinen jungen Menschen von der Naziideologie abbringen und gleichzeitig ihm aus Rücksicht auf seine Gefühle die furchtbaren und menschenverachtenden ‚Nürnberger Rassengesetze‘ verheimlichen“.
Daraufhin empörte sich eine Dame, eine Bundestagsabgeordnete der LINKE, gemeinsam mit ihrem Kollegen aus der Fraktion der Grünen, und beide warfen mir vor, ich würde den Islam beleidigen. Gerne hätte ich die beiden VolksvertreterInnen gefragt, wer sie ermächtigt hat, mir abzusprechen, mich mit meinem kulturellen Erbe auseinanderzusetzen. Dazu kam es aber nicht, denn ich durfte nicht erwidern. Gerne hätte ich der Dame auch gesagt, dass, wenn die europäischen Aufklärer so bekämpft worden wären, wie sie uns Aufklärer aus dem Islam bekämpft, würde sie nicht dasitzen, wo sie heute sitzt, und sich als Frau und Volksvertreterin frei entfalten können.
Meine Damen und Herren, zwischen meinem ersten und heutigen Besuch in Hambach liegen 39 Jahre. In der Zwischenzeit, und da ich heute nicht so weit von Hambach entfernt wohne, besuchte ich diesen Ort unzählige Male. Am Anfang als junger Mann und später als Vater und Großvater samt Kinder und Enkelkind. Ich freue mich, dass ich heute hier bin und wünsche uns allen ein im Sinne der Menschen von 1832 gelungenes demokratisches, deutschlandbejahendes Fest, denn dieses Land hat verdient, neu entdeckt zu werden. Und noch zwei Sätze zum Abschluss.
Ein bescheidener Ratschlag von mir, einem eingewanderten Deutschlandliebenden: Sehen Sie Ihre politischen Gegnern stets als politische Gegner, aber niemals als Feinde, denn keiner hat das Recht, den politischen Diskurs zu verspielen.Und noch ein Satz zum Abschluss. Für Sie ist Deutschland in erster Linie die Heimat Ihrer Vorväter, und für mich ist Deutschland die Heimat meiner Werte, jener Werte, die nach einem harten Kampf Ihrer Vorfahren aus der Aufklärung geboren wurden. Lassen Sie uns gemeinsam diese Heimat als unsere gemeinsame Wertegemeinschaft mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vor politischer Ignoranz und Arroganz schützen, denn die Dialektik der Geschichte kennt kein Erbarmen mit den Relativierern. Ich danke Ihnen.
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Dies ist der Text einer Rede, die Imad Karim am Samstag vergangener Woche auf dem sogenannten „Neuen Hambacher Fest“ hielt.
13.5.2018, Imad Karim, http://www.achgut.com/artikel/nein_ich_kam_nicht_als_asylbewerber
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Sehr geehrter Herr Karim.
Nehmen Sie meinen aufrichtigen Dank für Ihre bewundernswerte Rede entgegen. Sie sprechen nicht nur mir aus dem Herzen.  Und nicht nur ich, zumindest glaube ich das, habe den Kanal voll von selbsternannten Gutmenschen und Politikern die meinen,  der Mehrheit ihre Meinung auf zu zwingen. Die Arroganz dieses Typus Mensch verhindert ein differenziertes herangehen an die Flüchtlingsproblematik und bringt Menschen wie Sie ohne Grund in Erklärungsnot. Allein das schon ist Grund genug den Etablierten das Vertrauen zu entziehen. Zum Wohle Deutschlands.
13.5.2018, Steffen Brandt, AO.
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Unbegreiflich, unsere Presse
In der WELT erschienen zwei Artikel über diese Veranstaltung in Hambach, beide in der üblichen Weise diffamierend – Rechtspopulismus, “rechte Reden” usw. Keiner der Artikel war als “Meinung” überschrieben. Angesichts dieser grossen Rede von Herrn Karim ist mir das völlig unbegreiflich. Wieder mal frage ich mich, was in Journalisten wie Holger Kreitling vorgeht und was sie hoffen, zu erreichen.
13.5.2018, Leo Lepin, AO

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Tränen in den Augen
Sehr geehrter Herr Karim, beim Lesen Ihrer Zeilen hatte ich Tränen in den Augen. Ich liebe dieses, mein Vaterland und ich liebe diese, meine Muttersprache – und es braucht so jemanden wie Sie, der mir so richtig bewusst macht wie verhasst unsere Führungseliten (Staat, Medien) mit unseren Werten umgehen. Wie kann man nur ein Konstrukt schaffen wie diese EU und dabei fordern, dass die Menschen ihre Identitäten aufgeben sollen? Wie kann man herbeiführen, dass Staaten “überrannt” werden von Menschen einer fremden Kultur, ohne deren Vorhaben zu prüfen und ohne das eigene Leistungsvermögen zu berücksichtigen?
13.5.2018, Leo Hohensee, AO
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Ja, es gibt ein Deutschland, das sich zu verteidigen lohnt, das sich zu erhalten lohnt.
Es ist etwas Gutes entstanden seit dem 2. Weltkrieg: Deutsche Effektivität und Rationalität kombiniert mit einer gewissen demütigen Bescheidenheit. Beides droht zu verschwinden. Die Rationalität scheint bei den Regierenden schon abhanden gekommen zu sein und dazu gesellt sich nun auch der Verlust der Bescheidenheit. Andere Regierungen, die dem deutschen Beispiel nicht folgen wollen, werden in den Medien verunglimpft. Dieses Verhalten scheint nicht etwa auf einem gesunden Selbstbewusstsein zu basieren, sondern erscheint als besserwisserische Arroganz. Wenn sich in Deutschland Rationalität und Bescheidenheit verabschieden, verheißt das nichts Gutes.
13.5.2018, Werner Arning, AO .
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Ein wahrhaft großartiger, zumal aufrüttelnder Beitrag über die Befindlichkeiten dieses Volkes. Eigentlich ist es erschütternd, dass uns in letzter Zeit immer wieder in anderen Kulturkreisen sozialisierte Menschen unsere eigenen Werte erklären müssen. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass Deutschland eine sehr reiche lange Geschichte hat, die man nicht auf zwölf Jahre Naziherrschaft reduzieren kann und darf. So schrecklich diese Zeit auch war. Ich wünsche Ihrem Artikel eine sehr weit gestreute Verbreitung, lieber Herr Karim. Ich selbst werde ihn kopieren und in meinem Freundeskreis verteilen. Ich bin gespannt, wie einige meiner wohlstandverwahrlosten Bekannten reagieren werden, die alles Wert-Konservative vehement bekämpfen und als reaktionär und gar spießig desavouieren. Dankbar bin ich dem Autor für den Hinweis, dass es die vom Westen erfundene Beschwichtigungs-Vokabel “Islamismus” im Arabischen gar nicht gibt. Da hat sogar der türkische Diktator Erdogan einmal recht, wenn er kategorisch behauptet,, es gäbe nur einen Islam. Punkt. Ich wünsche mir noch viele weitere erhellende und glänzend geschriebene Artikel von Iman Karim.  Zurzeit erscheint er noch wie der Rufer in der Wüste. Doch die Zeiten ändern sich. Und langsam, aber sicher wachen angesichts der stetig unhaltbarer werdenden Zustände in unserem Lande immer mehr Bürger auf. Das gibt zumindest Hoffnung.
13.5.2018, Uta Buhr, AO  .
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Sehr geehrter Herr Karim. vielen Dank für die kluge und bewegende Rede anläßlich des Neuen Hambacher Fests 2018. Diese Rede ist doppelt wertvoll, weil sie von einem Moslem kommt.
13.5.2018, Dr. Bredereck, AO
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Selbsthass der Deutschen
Sehr geehrter Herr Karim. Ich kann Ihrer einfach gehaltenen und verständlichen Rede nur vollumfänglich zustimmen. Die Wurzel allen Übels liegt meiner Meinung nach im Selbsthass der Deutschen, den es so in der Geschichte noch nie gegeben hat. Dies hat sicherlich mit der jüngsten Geschichte Deutschlands zu tun und wird durch das schon in den Schulen vermittelte Geschichtsbild befeuert. Dazu kommt die Blindheit gegenüber dem Islam, der eben nicht nur eine Religion ist, sondern mit einem extremen politischen Anspruch verknüpft ist. Den hat das europäische Christentum in langen Kämpfen überwunden. Wer glaubt, alles Böse käme von den Deutschen, ist geistig beschränkt, geschichtsvergessen und nicht besser als der, der glaubt, alles Böse käme von den Juden. Rechtsextremismus und Linksextremismus (und der wird heute hofiert) sind immer die zwei Seiten der gleichen Medaille. Freiheit und Rechte hat man aber immer nur solange, wie man sie sich bewahren kann. Diese und andere Erkenntnisse zu gewinnen ist schwer, wenn man eine ideologische Monstranz im Kopf hat. Leider muss ich sagen, dass auch Ihr aufrüttelnder Weckruf die Dinge so schnell nicht ändern kann. Nichts ist so hart, wie das Brett vor dem Kopf.
13.5.2018, Joachim Lucas, AO
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Respekt, würdevollen Umgang und menschliche Neugierde – das fehlt
Etwa in der Mitte, Herr Karim, schreiben Sie von “(…) Respekt, würdevollen Umgang und menschliche Neugierde (…)”, die das damalige Deutschland entgegenbrachte. Als Deutscher, in den fruehen 80er-Jahren geboren und dementsprechend aufgewachsen/erzogen worden, sind es eigentlich genau diese drei Dinge, die im Rueckblick immer gefehlt haben an meinen Mitbuergern. Erwachsene, die keinen wuerdevollen Umgang mit mir als Kind hatten, Lehrer und Professoren, die den ihnen entgegengebrachten Respekt nicht erwiderten, und eine Gesellschaft, die jegliche Art von Neugier nicht akzeptierte. Tja, und so viel anders ist das auch heute nicht. Wir Deutschen waren schon immer besser darin, uns gegenseitig niederzumachen, als gemeinsame Sache zu machen. Daran krankt das Land seit Jahrzehnten, wie an einer Immunschwaeche. Und nun kommt ein Angriff von aussen auf diesen geschwaechten Organismus dazu. Aber er schleppt sich weiterhin jeden Tag zur Arbeit. Wie das, sollte sich nichts aendern (wofuer ich keine Anzeichen sehe), enden wird, ist wohl klar. Mir kruemmt sich die Seele im Leib ob dieser Entwicklung, an der ich nichts aendern kann. Das Ausland will mich nicht, und daher werde ich es wohl halten muessen, wie von Erich Kaestner beschrieben:  „Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen. Mich läßt die Heimat nicht fort. Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen – wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt.“ Es war mir leider nicht moeglich, mit in Hambach dabei zu sein, daher bedanke ich mich hier und heute fuer Ihre Rede und die schoenen Worte ueber unser Land!
13.5.2018, Chr. Kühn, AO
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Danke für den schönen und zitierfähigen Satz “Mit Selbsthass und Selbstverachtung kann keiner einem Menschen aus einem anderen Kulturkreis ehrliche Liebe und Achtung entgegenbringen.” Wegen solcher Bonmots lese ich die Achse.
13.5.2018, Marla Arbogast, AO

 

 

Prof Otte: Wiedergeburt des Vaterlandes
In seiner Begrüßungsrede macht Otte mit dem Vorwurf des Mißbrauchs jenes historischen Festes kurzen Prozeß, indem er aus der Originalrede von Philipp Jakob Siebenpfeiffer aus dem Jahre 1832 zitiert: „Es ist dies der Gedanke des heutigen Festes. Der Gedanke, der deutsche Bürger auf dieser Höhe versammelt und den Millionen andere Deutsche mitempfinden. Der Gedanke der Wiedergeburt des Vaterlandes. (…) Es lebe das freie, das einige Deutschland!“ Eine Haltung, für die linke Demonstranten wie solche vor der Schloßruine ebenso wenig stehen, wie weite Teile der heutigen Eliten in Medien und Politik. …
„Frau Merkel ist der Horror für dieses Land“. Man wolle offenbar eine „destruktive Politik weiterbetreiben, koste es, was es wolle“, deswegen habe man sich wieder in eine große Koalition geflüchtet. Für Otte, der auch die CDU-Mitgliederinitiative „Werte Union“ unterstützt, sollte sich die Union hingegen zukünftig ganz anders aufstellen: „Es kann nur gehen mit einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und AfD.“ Tatsächlich wirkt es ein wenig so, als sei das „Neue Hambacher Fest“ der Versuch, den Weg zu einer solchen Koalition zu ebnen. …
Alles vom 6.5.2018 bitte lesen auf
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/einigkeit-freiheit-und-volkssouveraenitaet/
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Rede von Vera Lengsfeld beim Neuen Hambacher Fest 2018
“Die Friedliche Revolution von 1989 hat es gezeigt: Wenn sich genügend viele Menschen finden, die den Herrschenden die Legitimation absprechen und die Gefolgschaft verweigern, bricht auch ein bis an die Zähne atomar bewaffnetes System zusammen.” Die Rede von Vera Lengsfeld auf dem Neuen Hambacher Fest 2018 in vollem Wortlaut.
Liebe Freunde, liebe Vertreter der freiheitsvergessenen Medien,
am heutigen Tag feiern wir die Freiheit, die Freiheit, die von den Teilnehmern des Hambacher Festes 1832 ersehnt und gefordert wurde. Wir feiern und schützen die Freiheit, die uns peu à peu wieder entzogen wird. Unser Freiheitsdichter Friedrich Schiller hat es auf den Punkt gebracht. „Die ganze Weltgeschichte ist ein ewig wiederholter Kampf der Herrschsucht gegen die Freiheit.“ Deshalb sind wir heute hier: als Kämpfer gegen die Herrschsucht und für die Freiheit.
Die „Kritiker“ des Neuen Hambacher Festes behaupten, wir würden die Tradition von 1832 „okkupieren“. Es wäre eine linke Bewegung gewesen. Nein, es war ein bürgerlicher Aufstand gegen die Herrschsucht, ein Kampf für die bürgerlichen Rechte und Freiheiten, für die auch die Linke stand, als sie noch emanzipatorisch war und die sie heute, wo sie sich endgültig auf die Seite der Herrschsucht geschlagen hat, nur noch verbal hochhält, in der Praxis aber erbittert bekämpft.
Klingt Jacob Friedrich Siebenpfeiffers Rede, die er 1832 hier hielt, nicht aktuell?
„… Wir widmen unser Leben der Wissenschaft und der Kunst, wir messen die Sterne, prüfen Mond und Sonne, wir stellen Gott und Mensch, Höll’ und Himmel in poetischen Bildern dar, wir durchwühlen die Körper- und Geisterwelt: aber die Regungen der Vaterlandsliebe sind uns unbekannt, die Erforschung dessen, was dem Vaterlande Noth thut, ist Hochverrath, selbst der leise Wunsch, nur erst wieder ein Vaterland, eine frei-menschliche Heimath zu erstreben, ist Verbrechen. Wir helfen Griechenland befreien vom türkischen Joche, wir trinken auf Polens Wiedererstehung, wir zürnen, wenn der Despotism der Könige den Schwung der Völker in Spanien, in Italien, in Frankreich lähmt, wir blicken ängstlich nach der Reformbill Englands, wir preisen die Kraft und die Weisheit des Sultans, der sich mit der Wiedergeburt seiner Völker beschäftigt, wir beneiden den Nordamerikaner um sein glückliches Loos, das er sich muthvoll selbst erschaffen: aber knechtisch beugen wir den Nacken unter das Joch der eigenen Dränger; wenn der Despotism auszieht zu fremder Unterdrückung, bieten wir noch unsern Arm und unsere Habe; die eigene Reformbill entsinkt unsern ohnmächtigen Händen …“

Ein paar kleine Änderungen nur und wir haben den aktuellen Zustand Deutschlands. Was wollt ihr eigentlich, fragen die Gegner des Neuen Hambacher Festes, wir haben doch alles, was die Hambacher wollten: Demokratie, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, ein Grundgesetz, freie und geheime Wahlen und Wohlstand für alle. Ja, Zuckererbsen für jedermann, wie es sich der Zeitgenosse der Hambacher Heinrich Heine wünschte, sogar für jene, die sie nicht mit eigenen Händen erwarben. Es sind alle Voraussetzungen für ein gutes Leben für alle vorhanden. Noch, muss man hinzufügen, denn jene, die von Herrschsucht getrieben werden, sind gerade dabei, diese Grundlagen sowohl in materieller als auch in kultureller Hinsicht nachhaltig zu zerstören.
Fangen wir bei der Meinungsfreiheit an, die Voraussetzung für alle andern Freiheiten ist. Jeder kann seine Meinung frei und öffentlich äußern, so wie es das Grundgesetz garantiert, wird uns entgegengehalten. Widerspruch müsse man dabei in Kauf nehmen. So weit, so gut. Wie aber sieht die Realität aus?
Nehmen wir die „Gemeinsame Erklärung 2018“, mit der inzwischen mehr als 150.000 Bürger unseres Landes die Wiederherstellung von Recht und Gesetz an den Grenzen unseres Landes fordern. Es gibt zahlreiche Reaktionen, in den Medien, die wenigsten sind sachlich. Wir haben offenbar einen wunden Punkt getroffen. Noch nie sind zwei klare Sätze solchen Exegesen unterzogen worden. Die Kritik bezog sich dann vor allem darauf, was man uns unterstellte, nicht darauf, was wir wollen: Die Wiedereinsetzung der Rechtsstaatlichkeit.
Zu den öffentlichen Reaktionen gehört, dass Unterzeichnern zum Teil existenzbedrohende Sanktionen angedroht wurden. Der Verleger des LIT-Verlages Hopf wurde durch eine Kampagne zu einem Widerruf gezwungen, der an stalinistische Zeiten erinnert. Das ist kein Ruhmesblatt für die „Demokraten“, die das erzwungen haben. Denen ist ihr Vorgehen aber gar nicht peinlich. Im Gegenteil: Die Wissenschaftlerin Frau Ebner verkündet, ohne schamrot zu werden, dass sie mit ihrer „Forschungsgruppe“ alle 2018 Erstunterzeichner unserer Erklärung durchleuchtet hätte. Die meisten hätten ein „rechtes Umfeld“. Schamloseste Schnüffelei unter Verletzung aller Datenschutzbestimmungen ist heute nicht nur salonfähig, sondern wird von den Medien eifrig gefördert und verbreitet. Ebner leitet die Online Civil Courage Initiative, ein Netzwerk mit über einhundert NGOs, die im deutschsprachigen Raum gegen die Hassreden im Netz kämpfen. Dabei wird „möglichst innovativ“ vorgegangen. Es werden Fake-Identitäten aufgebaut, um Vertrauen zu erwerben, das es ermöglicht, interessante Informationen zu bekommen. Das kenne ich nur zu gut. Die Staatssicherheit nannte solche Fake-Identitäten „Inoffizielle Mitarbeiter“. Das Innovative an den Netz IM ist, dass sie im eigenen Auftrag unterwegs sind.
– Quelle: Berliner Zeitung ©2018
Diesem Beispiel, das zeigt, wie schlimm es um die Meinungsfreiheit in unserem Land bestellt ist, könnten weitere hinzugefügt werden.

In der taz wurde in einem Kommentar gefordert, dass Leute wie die Unterzeichner der Erklärung so angeprangert werden müssten, dass sie sich nicht mehr zum Bäcker trauen können. Tatsächlich wird von linken und keineswegs nur von linksradikalen Gruppen, immer mal wieder gefordert, diesem oder jenem Andersdenkenden kein Podium zu bieten, keinen Raum zu vermieten, kein Obdach zu gewähren, kein Essen und kein Bier zu servieren. Wirte, die sich diesen Vorgaben nicht beugen wollten, wurden schon mitten unter uns in Deutschland in den Ruin getrieben – und kaum einer hat es gemerkt. Das erinnert an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte, was denen, die solche Forderungen stellen und entsprechende Kampagnen betreiben, offenbar nicht auffällt.

Ich sehe keine „demokratiefeindlichen Kräfte“ unter den Unterzeichnern. In einer Demokratie gibt es normalerweise eine demokratische Rechte, wie es eine demokratische Linke gibt. In Deutschland ist diese Balance außer Kraft gesetzt, weil Politik und veröffentlichte Meinung alles anprangern, was dem linken Mainstream widerspricht. Es gibt keine Debatten mehr, kein Austausch und Abwägen unterschiedlicher Argumente. Das ist Gift für eine funktionierende Demokratie. Das heutige Deutschland wird einer Gesinnungsdiktatur immer ähnlicher. Wir wollen diese Schieflage wieder ins Lot bringen und fordern deshalb die Rückkehr der politischen Debatte.
Von den „Rechten“ wird ständig Distanzierung verlangt, die Linke dagegen denkt gar nicht daran, sich von Verbalradikalismus à la „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ oder die Gewaltanwendung der Antifa zu distanzieren. Die grölende, prügelnde, Steine schmeißende Antifa ist willkommenes Mitglied im „Bündnis gegen Rechts“.
Uns wird vorgehalten, es gäbe gar keinen Gesetzesbruch an unseren Grenzen. Das sagen zum Teil die gleichen Leute, die 2015 noch unsere Kanzlerin dafür gelobt haben, dass sie die Moral höher gestellt hat, als die Gesetze. Ich nenne nur Heribert Prantl von der „Süddeutschen“ und Kardinal Marx.

Als die Grenzöffnung täglich zehntausende Einwanderer anzog, also auf dem Höhepunkt der illegalen Masseneinwanderung, sagte Angela Merkel in der Sendung „Was nun?“ des ZDF am 13.November 2015: „Ich kämpfe für den Weg, den ich mir vorstelle, für meinen Plan, den ich habe, … aus Illegalität Legalität zu machen.“
Die Kanzlerin hat damit in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass es sich nicht um einen Unfall handelte, als sie im September 2015 die Grenzen für eine beispiellose Masseneinwanderung öffnete, sondern dass es ihr Plan war. Inzwischen wird der ungesetzliche Zustand an unseren Grenzen zu einer Art Gewohnheitsrecht erklärt.
Was ihr Plan ist, hat die Kanzlerin der Bevölkerung bis heute nicht verraten. Aber langsam wird klar, dass die Masseneinwanderung verstetigt werden soll, hinter dem Rücken der Bevölkerung, die das mit großer Mehrheit ablehnt.
Einerseits wird auf allen Kanälen geleugnet, dass die Masseneinwanderung ungebremst weiter geht, indem man die täglich 500 illegalen Einwanderer in unser Land, was im Jahr an die 200.000 ergibt, zum „tröpfeln“ erklärt. Andererseits taucht der einwandernde Familiennachzug anerkannter Asylbewerber in keiner Einwanderungsstatistik mehr auf.

Innenminister Seehofer, der vor seinem Amtsantritt markig getönt hatte, mit ihm wäre die Grenzöffnung von 2015 nicht passiert, setzt das illegale Grenzregime fort. Für die Öffentlichkeit hat er eine Verlängerung der Grenzkontrollen an der österreichischen Grenze angekündigt. Das ist aber eine Irreführung, denn die Kontrollen heißen nicht, dass eine einziger „Flüchtling“ zurückgewiesen wird. Nach wie vor kommen an die 80% der Einreisewilligen ohne Papiere. Sobald sie das Wort „Asyl“ sagen, werden sie eingelassen. Selbst wenn festgestellt wird, dass der Einlass Begehrende bereits in einem andern EU-Land Asyl beantragt hat, führt das nicht zu seiner Zurückweisung.

Keine Kontrollen will Seehofer mehr bei Flügen aus Griechenland durchführen lassen. Mit solchen Flügen kommen inzwischen ungezählte „Flüchtlinge“ ganz ungehindert nach Deutschland.

Nun soll die Bevölkerung an die nächste Stufe von Merkels Plan gewöhnt werden. Aufmerksame Leser des „Regierungsprogramms“ der CDU im letzten Bundestagswahlkampf fanden den überraschenden Abschnitt, dass Deutschland seinen humanitären Verpflichtungen aus „Resettlement und Relocation“ nachkommen werde. Da tauchten die beiden Begriffe zum ersten Mal in einer weit verbreiteten Veröffentlichung auf. Nachfragen im „begehbaren Wahlprogramm“ in Berlin ergaben, dass die dort eingesetzten Jungpolitiker nicht beantworten konnten, worum es sich dabei handelt. Nachfragen bei Wahlkämpfern vor Ort erbrachten auch keine Ergebnisse. Keiner der befragten Bundestagskandidaten konnte sagen, was Resettlement und Relocation bedeutet.

Vor Kurzem kam die Meldung, dass in Deutschland mehr als 10.000 Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten in Deutschland „eine neue Heimat finden“ sollen. Das heißt, sie werden in Deutschland angesiedelt. Nach Angaben des EU-Flüchtlingskommissars Dimitris Avramopoulos nimmt die Bundesrepublik die „Flüchtlinge“ im Rahmen eines EU-Umsiedlungsprogramms auf. Ein solches Umsiedlungsprogramm ist bisher vor der Bevölkerung geheim gehalten worden, geschweige denn, dass es jemals diskutiert oder gar demokratisch beschlossen worden wäre.

Aus „Illegalität Legalität“ machen heißt also, dass in Zukunft, in jedem Jahr neue Umsiedler nach Europa, das heißt, hauptsächlich Deutschland, gebracht werden. Und das, obwohl im letzten Jahr Deutschland mehr Asylbewerber aufgenommen hat, als alle anderen EU-Länder zusammen!

Weil aus anderen Mitgliedstaaten bereits Zusagen für die Aufnahme von insgesamt 40.000 Flüchtlingen vorliege, sei das Ziel des „Resettlement-Programms“, in der EU 50.000 Neuansiedlungsplätze zu schaffen, bereits erfüllt und werde wohl sogar übertroffen, jubelt der EU-Kommissar Avramopoulos.

Wie der Plan von EU und Kanzlerin Merkel für das nächste Jahr aussieht, wird uns noch nicht verraten. Aber aus sozialistischen Zeiten wissen wir, dass jeder Plan immer übererfüllt werden muss. Wir können uns also auf wachsende „Umsiedlungszahlen“ einrichten. Es wird daher höchste Zeit, sich mit den UNO- und EU-Umsiedlungsprogrammen zu beschäftigen.

Deutschland hat sich unter der Last der Masseneinwanderung bereits massiv verändert. Kein Volksfest, kein Weihnachtsmarkt mehr ohne Merkel-Poller, keine Veranstaltung ohne aufwendige Sicherungsmaßnahmen. Polizeilicher Rat an Frauen, nicht mehr allein joggen oder bei Dunkelheit nicht mehr ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen. Wohnungen und Einfamilienhäuser, die inzwischen Festungen gleichen, wo man vor wenigen Jahren noch die Schlüssel stecken lassen konnte, bewaffneter Wachschutz vor jüdischen Einrichtungen – das ist inzwischen trauriger Alltag in Deutschland.

Trotzdem wird uns allen Ernstes eine Statistik präsentiert, die angeblich sinkende Kriminalitätsraten beweisen soll. Wer hat gesagt, dass er nur der Statistik traut, die er selbst gefälscht hat? Churchill?
Zum Beispiel werden Gewalttaten, bei denen die Täter nicht ermittelt werden können, in der Statistik automatisch dem rechten Spektrum zugeordnet. Man muss inzwischen genau, manchmal zwischen den Zeilen lesen, wie einst in der DDR. Die Meldung hieß: „Fast zehn Prozent weniger Straftaten erfasst, als im Vorjahr“. Erfasst, nicht verübt. Dazu eine Anekdote aus der Realität: ein Manager steht auf dem Essener Hauptbahnhof im Wartebereich der 1.Klasse, als er von einer Gruppe junger Männer nicht biodeutschen Ursprungs umkreist, geschubst und überall befingert wird. Als sie von ihm ablassen und flüchten, steht er wie ein gerupftes Huhn da. Brieftasche, Handy, I-Pad, Fotoapparat, Koffer, Uhr – alles weg. Als er zur Bahnhofspolizei geht, um Anzeige zu erstatten, weigern sich die Beamten. Es wäre aussichtslos und würde deshalb nur die Statistik versauen. Die angeblich sinkende Kriminalitätsrate ist eine Irreführung der Bevölkerung – Orwell-Sprech.
So etwas kann nicht ohne Verrenkungen von „Experten“ wie dem Kriminologen Pfeiffer präsentiert werden. Um schönzureden, dass trotz allem die Straftaten der Einwanderer signifikant häufiger sind, als die Biodeutscher, muss man sich etwas einfallen lassen. Pfeiffer löst das Dilemma mit der unbewiesenen Behauptung, angeblich würde eher Anzeige erstattet, wenn der Täter ein Mohammed oder Ali sei. Nach meiner Erfahrung ist es eher umgekehrt. Besonders Straftaten krimineller Clans, deren Existenz inzwischen nicht mehr geleugnet werden kann, werden nur sehr zögerlich angezeigt, aus Angst vor Rache.
Wie steht es mit der Demonstrationsfreiheit? Nach wie vor ein durch das Grundgesetz garantiertes Recht. Man kann erfolgreich Demonstrationen anmelden. Sobald es aber eine Demonstration gegen die politisch-korrekten Meinungsvorgaben aus Politik und Mainstream-Medien ist, melden die Demokraten in Politik und Medien so lange Bedenken an, bis die Antifa auf den Plan tritt.

Wieder ein Beispiel: Im vergangenen Monat gab es in Köln eine Demonstration von Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft gegen die „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ genannte Zensurverordnung des ehemaligen Justizministers Maas. Das übliche breite Bündnis aus SPD, Gewerkschaftern, Linken, Grünen und Gelegenheits-Antifanten versuchte unter Bruch der Auflagen, Abstand zu halten, drei Stunden lang mit allem, was die Lungen hergaben, den Protest gegen die Zensur niederzubrüllen.

Das Pikante dabei: Weder wussten die lärmenden Linken, dass ihre Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau eine der besten Reden gegen das Maas-Gesetz gehalten hatte, noch hatten die Vertreter der Grünen Jugend, die den Protest gegen das Zensurgesetz „Nazi“ fanden, dass ihr Bundestagsabgeordneter Konstantin von Notz einer der eifrigsten Kämpfer gegen dieses Gesetz ist. Er wäre also auch ein „Nazi“.
Oder nehmen wir die Frauendemo gegen Gewalt, die im Februar diesen Jahres in Berlin stattfand. Laut Medien eine AfD-Veranstaltung, bei der Rechtsradikale eine führende Rolle gespielt haben sollen. Deswegen gab es eine Anfrage der Linke-Fraktion des Berliner Angeordnetenhauses an den Innensenator. Laut Auskunft des Berliner Senats lag die Teilnahe von rechtsextremen Kräften „im niedrigen einstelligen Bereich“. Alles andere ist Propaganda und Diffamierung des berechtigten Anliegens der Frauen. An der laut Gesetz immer noch illegalen Blockade des Frauenmarsches haben sich übrigens auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses beteiligt. Ich habe von keinerlei Besorgnis darüber gehört, dass Gesetzgeber dazu übergegangen sind, Gesetze mit Füßen zu treten. Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gilt in einer Demokratie für alle.

Wie steht es mit der Reisefreiheit? Kein Problem, Andersdenkenden wird immer häufiger empfohlen, doch auszureisen, wenn ihnen die Entwicklung in Deutschland nicht passt. Und tatsächlich verlässt alljährlich eine fünfstellige Zahl von Leistungsträgern enttäuscht unser Land.

Wir stehen hier, weil wir keine Lust haben, uns solche vergifteten Ratschläge zu Herzen zu nehmen. Wir sind hier, weil wir unser Land, unsere emanzipatorischen Errungenschaften, den Rechtsstaat und das Grundgesetz nicht kampflos der Demontage überlassen wollen.

Und ja: wir sind für die Herrschaft des Rechts. Alle, auch die Politiker, stehen unter dem Gesetz, nicht darüber. Niemand darf unter keinem Vorwand Recht und Gesetz für einen angeblich „höheres Gut“ außer Kraft setzen. Wenn das „neurechts“ ist, bitte sehr. Ich nenne das rechtsstaatlich.

Einer der zahllosen Kritiker des Neuen Hambacher Festes, Prof. Münkler, der, nachdem er selbst die Erfahrung machen musste, von seinen Studenten denunziert und diffamiert zu werden, daraus offensichtlich den Schluss gezogen hat, auf die Seite der Denunzianten und Diffamierer zu wechseln, hat behauptet, wir hätten keine positiven Bezugspunkte, im Gegensatz zu Linken, die sich hinter dem Bild von Rosa Luxemburg versammeln könnten.

Ach, die deutschen Professor´n…die manches besser wüssten, wenn sie nicht auch fressen müssten, wie der Liedermacher Wolf Biermann sang.

Die Linke hat sich nicht nur hinter Rosa Luxemburg versammelt, die am Ende ihres Lebens eine aktive Putschistin war und zu massiver Gewalt gegen die Weimarer Republik aufgerufen hat, die sich am 9.November 1918 formiert hatte. Nein, die 68er Linke, die gerade wieder bejubelt wird, ist mit Bildern von Massenmördern wie Mao, Pol Pot und Ho Chi Minh herumgelaufen, hat den vielfachen Mörder und Terroristen Che Guevara zu ihrem Idol gemacht, den Diktator Fidel Castro angehimmelt und in der DDR-Diktatur das bessere Deutschland gesehen. Solche „Vorbilder“ wollen und brauchen wir nicht.

Unsere Leitbilder sind die Widerstandskämpfer gegen Diktaturen, Menschen wie Joachim Fest, der sich schon als Gymnasiast dem Nationalsozialismus entzog, die Studenten der Weißen Rose, die ihr Vaterland von den Nazis befreien wollten, die Männer des 20. Juli, die bereit waren, einen Diktator zu töten, alle Deutschen, die Juden geholfen haben, unterzutauchen und zu überleben, die ihre zugeteilten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter menschlich behandelt haben und deshalb von ihnen in den Hungerjahren 1946/47 mit Care-Paketen versorgt wurden. Nicht zu vergessen die Aufständischen des 17. Juni 1953, Charta 77, Solidarnocs und die Wegbereiter der friedlichen Revolution 1989.

In Deutschland wurde die Tätergeschichte des Nationalsozialismus bis ins Detail aufgearbeitet. Dabei ist es den Tätern und ihren Nachkommen gelungen, ihre Schandtaten in die aller Deutschen umzuwandeln – in eine untilgbare Schuld, für die auch die Nachgeborenen bis in all Ewigkeit büßen müssen.

Wir orientieren uns am Widerstand: Welche Charaktereigenschaften bewahren den Einzelnen davor, sich als Werkzeug von Diktatoren anzudienen oder missbrauchen zu lasen? Was befähigt den Einzelnen, der Propaganda zu widerstehen, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie erfolgreich zu verteidigen? Was macht aus uns Menschen nicht eine folgsame, von Politik und Medien manipulierbare Masse, sondern selbstbestimmte Individuen, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen?

Was gibt uns Hoffnung gegen eine scheinbare Übermacht?
Die Friedliche Revolution von 1989 hat es gezeigt: Wenn sich genügend viele Menschen finden, die den Herrschenden die Legitimation absprechen und die Gefolgschaft verweigern, bricht auch ein bis an die Zähne atomar bewaffnetes System zusammen. Damals verschwand fast über Nacht eine ganze politische Klasse. Die Furcht davor steckt den Herrschsüchtigen bis heute in den Knochen. Deshalb wird immer wieder bestritten, dass es sich damals um eine Revolution gehandelt hat und behauptet, dass die „Wende“ eigentlich ein Werk von Politikern gewesen sei. Die Wahrheit ist, die Politiker hatten fast ein Jahr lang nichts zu sagen, sie mussten den Ereignissen hinterher rennen Auch heute dürfen wir nicht auf die Politik hoffen. Die ehemals emanzipatorische Linke wusste das: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun.
Unsere „Gemeinsame Erklärung 2018“ war ein Anfang. Sie konnte nicht totgeschwiegen werden. Der Versuch, sie durch Diskreditierung zu erledigen, ist gescheitert. Immer mehr Bürger überwinden ihre Angst und zeigen Gesicht. Das Schöne daran ist, dass sich die allermeisten Unterzeichner nicht einschüchtern und damit mundtot machen lassen.

Am 16. Mai um 15.00 Uhr werden wir die Petition offiziell dem Petitionssauschuss des Deutschen Bundestags übergeben. Das ist ein Etappensieg im Kampf um die Wiederherstellung der Meinungsfreiheit in Deutschland, dem wir weitere hinzufügen werden. Wir werden den politischen Druck aufrechterhalten, damit sich die Abgeordneten zügig mit dem Problem befassen und die Gesetzlichkeit wieder herstellen. Wir werden den Druck aufrechterhalten, bis es endlich eine politische Debatte über die Einwanderung gibt, die diesen Namen verdient. Wir werden Druck machen, bis die Politiker begreifen, dass sie nicht über die Köpfe der Bürger hinweg schicksalhafte Entscheidungen über die Zukunft unseres Landes treffen können. Über unsere Zukunft wollen und werden wir selbst entscheiden!
In diesem Sinne: Venceremos!
5.5.2018, Vera Lengsfeld, www.vera-lengsfeld.de

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