Bevormundung

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November-Herbst 12.11.2018

November-Herbst 12.11.2018

 

 

Überwachungs- und Bevormundungsstaat: Die deutsche Lust an der Aufregung
Denunzierende Schüler und schnüffelnde Lehrer. Treibt Deutschland auf den nächsten Überwachungsstaat zu? Nein, es ist bloss eine Gesellschaft in Dauererregung.
Was ist nur los mit Deutschland? Nichts gelernt aus zwei Diktaturen? Es werde dort wieder geschnüffelt und denunziert, liest man. Die AfD will linke Lehrer an den Pranger stellen und fordert Eltern und Schüler auf, weltanschaulich unliebsame Elemente online zu enttarnen. Der besorgte Direktor der Geilenkirchener Gesamtschule, Uwe Böken, sagt in der «Tagesschau»: «Was da im Netz passiert, ist reine Denunziation, und das kennt man eigentlich nur aus totalitären Systemen.»
Doch die Linken schlagen zurück. Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat eine Broschüre veröffentlicht. Darin werden «Erzieher*innen» angeleitet, «völkisch» gesinnte Elternhäuser zu identifizieren. Die SPD-Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Geleitwort beigesteuert. Die Schrift heisst «Ene, mene, muh – und raus bis du!».
Die «Bild»-Zeitung nennt es die Schnüffel-Fibel. Man könne dort nachlesen, woran man Kinder von rechten Extremisten erkenne: Das Mädchen trage Zöpfe und werde zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge körperlich gefordert und gedrillt.

Er sei entsetzt, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Bernstiel. «Unfassbar, dass eine mit Steuergeld finanzierte Broschüre junge Mädchen mit Zöpfen und Kleidern als potenziell völkisch bezeichnet.»
Deutschland, atme durch! Es ist alles halb so schlimm. Das sagt sich, wer die Denunzianten-Portale besucht und die Schnüffel-Fibel liest. Die Portale kann man durchaus als eine unsympathische Variante von Elternratgeber ansehen. Zum Pranger eignen sie sich nicht, denn die Lehrer bleiben durch ihre Persönlichkeitsrechte geschützt.
Und es stimmt auch nicht, dass die Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung Zöpfe und Kleider als heisse Spur auf der Suche nach Nazi-Eltern ausgibt – die Passage ist eine unbeholfene Milieuschilderung. Das kann nerven, wie auch die Fixierung der Autoren auf den Rechtspopulismus obsessiv wirkt. Aber damit hat es sich. Weshalb dann die ganze Aufregung? Weil die Deutschen sich gern aufregen. Ohne die Lust an der Angst geht es ihnen schlecht.
… Alles vom 1.12.2018 bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/international/die-deutsche-lust-an-der-aufregung-ld.1441131

 

Köppel: Merkel denunziert ihr eigenes Volk – Hetzjagden
„Weltwoche“-Chef Roger Köppel: “Ich kann nur sagen, das ist ein Mythos, ein Märchen. Das ist eine happige Sache, wenn eine Regierungschefin ein Volk denunziert. Ihr eigenes Volk denunziert. Eine Stadt denunziert. Ohne dass man sich die Mühe macht, die Fakten zu zeigen und zu prüfen.“
Für ihn bestätige sich damit, dass Deutschland in einer Hysterieblase gefangen sei. Das Land sei in einem oberflächlich propagierten, nach außen propagierten Gutmenschentum gefangen. Man sei nicht mehr in der Lage, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen.
Es gehe nur noch um die Politik: „Wir sind die Guten, das sind die Bösen, wer differenziert ist auch ein Böser, alle sind Rechtsextreme.“ Es sei unglaublich, was hier abgeht, meint Köppel und er erteile diesem „Denunziationsjournalismus“ eine Absage.
…. Alles vom 6.11.2018 bitte lese nauf
https://www.epochtimes.de/politik/welt/weltwoche-chefredakteur-kann-es-nicht-fassen-eine-regierungschefin-die-ihr-eigenes-volk-denunziert-a2628303.html

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