Berlin-Demo29-8-2020

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Gesichtsmasken zur Coronakrise - selbstgemacht im April 2020

Gesichtsmasken zur Coronakrise – selbstgemacht im April 2020

 

 

Reichstag-“Sturm” in Berlin – Connewitz-Terror in Leipzig
Das eine Ereignis, welches eine Viertelstunde dauert und bei dem es keinen einzigen Verletzten noch irgendwelche Feuer, nicht einmal Glasbruch gibt, nennen sie “Sturm auf den Reichstag”, beplärren einen “Angriff auf die Demokratie” und rufen nach Verboten und Staatssicherheit.
Das andere Ereignis, das sich über Tage bzw. Nächte hinzieht, bei dem vermummte Linksextremisten Mülltonnen anzünden, Barrikaden errichten und die Polizei mit Pflaster- und Ziegelsteinen bewerfen – jeder dieser Steinwürfe ist ein versuchter Mord –, verharmlosen sie zu “Krawallen”.
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Die drei Polizisten, die den “Sturm auf den Reichstag” verhindern, müssen weder Waffen einsetzen noch andere Gewalt ausüben, nicht einmal einen Helm tragen, nicht wie ihre Kollegen in Leipzig und andernorts ihre Gesundheit riskieren, doch schon einen Tag später werden sie vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz behängt. Ihre verletzten Kollegen in den Leipziger Krankenhäusern interessieren Herrn Steinmeier so wenig wie alle anderen von den Bodentruppen der Roten malträtierten All Cops are Bastards.
Wäre ich ein Verfassungspatriot und auch sonst ein bisserl sentimental, würde ich sagen: Dieser Präsident missbraucht mit seiner politischen Einäugigkeit und peinlichen Doppelmoral sein Amt, außerdem spaltet er mit seiner parteipolitischen Rhetorik die Republik. Ich bin aber bloß ein Beobachter oder meinethalben auch Connaisseur der mentalen Beschaffenheit des Homo bundesrepublikanensis in dessen Spätherbst, und als solcher muss ich konzedieren, dass die Figur Steinmeier, so viel degout sie bei Demokraten, Republikanern und Kulturmenschen auch hervorrufen mag, auf der schiefen Ebene Rau-Köhler-Wulff-Gauck nichts weiter als eine folgerichtige und völlig naturhaft wirkende leichte Erhöhung des Neigungswinkels verkörpert.
… Alles vom 12.9.2020 bitte lesen auf
https://michael-klonovsky.de/acta-diurna

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Es geht nicht um die Maske, es geht um die Lüge
Von Fabian Nicolay und Dirk Maxeiner
Als am vergangenen Samstag die Hubschrauber über der Corona-Demonstration kreisten, haben sie sicherlich auch eines jener schlauen optischen Geräte an Bord gehabt, die Gesichter erkennen und damit die Größe einer Menschenmenge recht zuverlässig ermitteln können. Den verantwortlichen Politikern dürfte die Kopfzahl der Demonstranten mittlerweile bekannt sein. Und sie wird ihnen nicht gefallen.
Aber es ist nicht nur die schiere Masse der Menschen, die ihnen Kopfzerbrechen bereiten müsste, sondern auch ihre Zusammensetzung.
Vor ihren Augen entsteht hier etwas Neues und etwas Merkwürdiges, das man mit dem bisherigen Mittel der Stigmatisierung auf Dauer nicht aufhalten wird. Wenn sich innerhalb des Parlamentes keine schlagkräftige Opposition mehr artikulieren kann, wird dies eben außerhalb des Parlamentes geschehen. Und da man offenbar nicht bereit ist, diesen politischen Kardinalfehler zu korrigieren, wird man den Weg bis zum bitteren Ende gehen müssen.
So ähnlich wie ein Fluss, den man aufstaut, sich einen neuen Weg sucht, wird sich auch die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik mäandernd durchs Land bewegen und unterwegs immer mehr an Momentum gewinnen. Die Entmachtung des Parlamentes, die von den gegenwärtigen Repräsentanten der Parteien vorangetrieben wurde, erhält ein spiegelbildliches Pendant, das kein Vertrauen mehr in Parlamentarismus, staatliche Strukturen und Medien hat. Was da am Ende rauskommen wird, kann niemand ernsthaft voraussehen.
Eine alte Weisheit gemahnt aber zur Vorsicht: Das Gegenteil von schlecht muss nicht unbedingt gut sein, es kann auch noch schlechter sein.
Die Demonstration „Querdenken“ war eine Zurschaustellung politischer Widersprüchlichkeiten, die nicht die Demonstranten, sondern die Politik aufzulösen bereit sein muss. Sie ist eine Warnung an eine Politik, die ihre Altersschwäche nicht erkennen will. Obwohl Widerspruch aus der Gesellschaft eine demokratische Selbstverständlichkeit ist, reagiert die Politik immer häufiger mit Schaum vor dem Mund und wird ausfällig wie ein vom Leben enttäuschter Greis.
https://www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article211635073/Geisel-Demokratische-Grundordnung-auch-fuer-Arschloecher.html

Der Staat trägt selbst die Maske der biestigen Gouvernante
Die Politik hat sich verselbstständigt und legt härtere Bandagen an, wo eigentlich Diskurs vorgesehen ist. Sie betreibt Meinungsbildung nicht mehr als Wettbewerb der besten Ideen und Konzepte, sondern als hypermoralisierte Haltungsaufforderung an den Wähler, der sich vor den täglichen Monstranz-Darbietungen zu verneigen hat. Dieses Verhalten postpolitischer Vordenker aus den parlamentarischen und medialen Büros hat große Folgen, die sich mit „Querdenken“ zum ersten Mal in aller Konsequenz offen zeigen.
Den Demonstranten geht es längst nicht mehr um die Frage, ob das Tragen einer Maske nun ein obrigkeitsstaatlicher Eingriff in Freiheitsrechte ist, dem man widersprechen muss. Die Maske ist längst zum allgemeinen Symbol einer Politik geworden, die ihrem Bürger ohne haltbare Begründung einen Maulkorb aufsetzt und ihn zum Untertan degradiert. Der Staat trägt dabei selbst die Maske der biestigen Gouvernante.
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Wer die zum Teil irrlichternden Behauptungen der Redner auf der Bühne vor der Siegessäule gehört hat, muss mitbekommen haben, dass sie allesamt die Anschuldigung der Lüge in den Raum stellen. Die Menschen fühlen sich hintergangen, weil Politiker nicht zuhören und Fehler nicht eingestehen, weil die Entscheidungsträger den Mangel an faktenbasiertem Wissen nicht einräumen und die von ihnen veranlassten „Zumutungen“ auf unbestimmte Zeit künstlich aufrechterhalten wollen. Diese Uneinsichtigkeit des Politikbetriebs widerspricht dem Geist einer freien Gesellschaft.
Dies ist eine Warnung vor einem Phänomen, das nicht einfach als politische Fehlgeburt oder fremdverursachte Massenhysterie abgetan werden sollte.
Im Gegenteil: Hier zeigt sich die Genese eines Widerspruchs, der sich aus den dem politischen Betrieb eigenen Ausgrenzungsstrategien nährt und sich immer mehr zum Paradox aufbläht, je weiter er sich von der Überzeugung moralischer Überlegenheit der Politiker emanzipiert. Die politische Elite gebiert ihre eigene APO und trägt sie im Kokon mit sich herum, voller Furcht, die eigene Brut könne aufwachen.
Enthusiastisch oder entsetzt: Das sind die beiden stereotypen pawlowschen Reaktionen, mit denen man als Beobachter auf die „Anti-Corona-Demonstration“ vom 29. August 2020 reagieren kann.

Im wahren Sinne des Wortes scheißegal
Enthusiastisch, weil für die einen endlich gewahr wird, dass es eine Querfront tatsächlich geben kann, der es gelingt, als „bürgerliche“ Allianz autark aufzutreten, dieses verloren geglaubte Surrogat demokratischer Mitte. Eine Querfront also, der es im wahren Sinne des Wortes scheißegal ist, wessen Geistes Kind in manchen Köpfen von Leuten spukt, die sich da so naiv-demokratisch im Schulterschluss üben. Diesen Leuten ist egal, dass sie diffamiert werden, weil sie längst die Altersschwäche des Kontrahenten erkannt haben und sich von ihm peu à peu verabschieden. Der Kontrahent heißt Establishment, System, Parlamentarische Demokratie. Die Demonstranten fordern willens oder unbewusst eine neue Verfassung, einen Systemwechsel. Zumindest verbalisieren das ihre Wortgeber.
Dem Enthusiasmus der einen steht aber das Entsetzen der anderen gegenüber. Was sich da im Verbrüderungsgestus übt – geprellte Mittelschichtler, unzufriedene Normalos, Impfgegner, Friedensbewegte, Reichsbürger, harmlose Esos und Ökos, Verschwörungstheoretiker und sinistre Radikalinskis, das wird von vornherein und in der medialen Dauerbeschallung als nicht satisfaktionsfähig gebrandmarkt. Es erinnert in vielem an das Aufkommen der Friedensbewegung, die dann insbesondere von den Grünen aufgesogen wurde. Verschwörungstheorien waren seinerzeit genauso verbreitet wie heute und eine zuverlässige Heimstatt der grünen Partei. Die heutige Parteispitze müsste sehr, sehr nervös sein angesichts der Bilder aus Berlin, denn da geht ein nicht kleiner Anteil ihrer Zielgruppe respektive Stammklientel spazieren. Bilder sagen oft mehr als tausend Worte, schauen Sie sich diese ikonografischen Fotos an. https://spark.adobe.com/page/QPcKb1YFPTyvY/

Da hat sich was zusammengerauft, fern jeder dialektischen „Logik“ und scheinbar angereichert von der Zentrifugalkraft einer immer schneller drehenden, realitätsverweigernden Politik, die den Bürger bevormundet, abkanzelt, desinformiert und mittlerweile existenziell bedroht. Die Geschädigten dieser arroganten Politik finden sich allesamt katapultiert in die Dauer-Quarantäne einer politisch jenseitigen Sphäre, wo sich Entfremdete und Entmündigte – unabhängig aus welchen politischen Sozialisationen sie stammen – solidarisieren, weil sie dort als Verstoßene ohnehin unter sich sind. Die Politik und die Medien haben diese Apartheid selbst herbeigeführt und betreiben sie mit Häme, Diskriminierung und Abwendung. Sie haben diese Menschen bereits aus den Augen verloren und sind sich nicht im Klaren, dass – je größer in der Zahl – die Widerständler nicht mehr zurückzuholen sind. Die Verlautbarungen des Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) sind beredtes Beispiel für diese fatalen Reflexe ideologisch motivierter Arroganz.
https://www.publicomag.com/2020/08/geisels-nase-und-das-grundgesetz/

Wer die hitzige Ansprache des Neffen John F. Kennedys, Robert Francis Kennedy junior, verfolgte, hat die volle Packung postpolitischer Abwendung vor Augen gehabt: Den Lügen des etablierten Politikbetriebs werden hier die Verschwörungstheorien einer zutiefst technik-, fortschritts- und wirtschaftsskeptischen Gemeinde gewahr, deren Weltbild sich geschlossen gegen alles Große wendet: Konzerne, Bündnisse, USA, Europa, Weltwirtschaft, westliche Werte. Diese Verschwörungstheorien setzen der zu überwindenden Zukunftsangst eine neue Angst entgegen, die sich so neo-marxistisch anfühlt, wie sie daherkommt: Es ist die Angst eines neuen Proletariats vor der Verelendung durch Ausschluss von Teilhabe (Güter, Produktionsmittel, Frieden, Meinungsbildung). Und wer ehrlich ist, kann diesen Verlust tatsächlich auf uns zukommen sehen.

Bemerkenswerterweise stach an der Siegessäule ausgerechnet die Rede eines Grünen durch fakten- und evidenzbasierte Nüchternheit heraus.
https://www.youtube.com/embed/_42U2BvRHdY
David Claudio Sieber ist in Flensburg als Kommunalpolitiker für die Grünen im Ausschuss für Bildung und Sport und im Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung tätig. Anstatt die Chance für eine Debatte zu erkennen, wurde von den grünen Schlafwandlern aber sogleich der Distanzierungs- und Abstrafungsmechanismus in Gang gesetzt.
https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/wirbel-um-rede-von-gruenen-politiker-aus-flensburg-bei-corona-demo-in-berlin-id29440997.html

Risse, die irgendwann zum Dammbruch führen
Wenn ein Tatortstar wie der Schauspieler Jan Josef Liefers in der Bildzeitung denjenigen Demonstranten beispringt, „die schlicht und ergreifend Angst um ihre Existenz haben“, dann zeigt dies, wie tief der Zweifel selbst in das traditionell eher linksgrüne Kulturmillieu eingedrungen ist.
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/liefers-ueber-die-corona-demo-meine-freunde-werden-nicht-radikal-aber-traurig-72657226.bild.html
Er erzählt vom Schicksal eines befreundeten Musikers, der jetzt auf dem Bau angeheuert hat, und beklagt, dass jeder, der Zweifel an den staatlichen Corona-Maßnahmen äußere, „sofort in Ecken geschubst“ werde. So entstehen Risse selbst im öffentlich-rechtlichen Einflussbereich, die irgendwann zum Dammbruch führen.
Auf den Bühnen der „Verstoßenen“ treten indes Zauberlehrlinge auf, die ihre Wortgewandtheit seit Jahren in Internet-Blogs schärfen konnten. Es sind die Protagonisten einer alternativen Intelligenz, die sich nicht durch die nomenklatura-orientierten, intellektuell uninspirierten Kader der etablierten Parteien hochdienen mussten. Diese Redner sind frei von Proporz-Denken, nehmen kein Blatt vor den Mund, haben eine Art Street-Credibility und sind unverschämt. Sie stehen den politisch etablierten Demagogen gegenüber und sind selbst Demagogen – frei von mainstreamiger Gefallsucht. Mit diesen Leuten muss sich die Politik endlich auseinandersetzen, nicht durch Abwertung oder Ignoranz, sondern durch inhaltliche und weltanschauliche Konkurrenz.

Als Beobachter der weitläufigen Demonstration der „Querdenker“ fühlt man sich wie zwischen Baum und Borke. So geht man „dazed and confused“ nach Hause, betäubt und verwirrt.
https://www.youtube.com/watch?v=3aQuvPlcB-8
Das wird vielen Teilnehmern so ergangen sein – nämlich, wenn man das Establishment als altersschwach und angreifbar, die neue APO aber als in Teilen irrational und überdreht wahrnimmt. Den Lügen des Establishments werden allzu häufig Verschwörungstheorien entgegengesetzt, die nicht minder jenseitig sind. Wer nichts mehr glaubt, glaubt alles. Beide Seiten sind schlußendlich einer politischen Ratio im klassischen Sinn abhold und setzen auf Reflexe, die den Systemwechsel heraufbeschwören. Wie gesagt: beide Seiten.
Komisch, bei den meisten Rednern der Querdenken-Demo gibt es dieses deutsche Gehabe, das trotz seiner fragmentierten Spielarten immer eine deutsche Sonderrolle im Auge hat, deren eitle Gesellschaftsromantik wie Stolz-Schmalz aus den Wortbeiträgen quillt. Als sei Berlin der Hort eines neuen Denkens, die „Frontlinie“ zu etwas Überaltertem, das es zu überwinden gilt. Diese romantische Überhöhung des Geschehens („Heute wird Geschichte geschrieben!”) benennt den Gegenspieler nicht eindeutig. Aber was anderes soll er sein, als unsere demokratische Grundordnung, deren Gralshüter in aktionistische Paranoia verfallen sind?
Es hilft nicht, wenn man einen Teil des Wahlvolks einfach zu Staatsfeinden erklärt und glaubt, das Abschreckungspotenzial sei schon Höchststrafe genug. Diese Menschen wurden von der Politik ins Abseits gestellt und agieren jetzt aus der Diaspora mit dem Image einer neuen APO, die sich nicht im Rechtfertigungswettbewerb um gesellschaftliche Anerkennung verkämpfen muss.
Diese neue APO hat den Sandsturm im Rücken. Unsere Polit-Eliten werden sich bald die Augen reiben, wenn ihnen der Sand ins Gesicht und ins Getriebe weht. Sie sollten sich den Fragen jetzt stellen, ihre bisherigen Standpunkte einem Fakten-Check unterziehen und, wo nötig, den ehrlichen Absprung schaffen. Ein erstes Signal wäre es, beide Masken abzuschaffen – die Altagsmaske des Bürgers und die Obrigkeitsmaske der Staats-Gouvernante.
… Alles vom 1.9.2020 von Fabian Nicolay und Dirk Maxeiner bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/es_geht_nicht_um_die_masken_es_geht_um_die_luege
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Dirk Maxeiner, geboren 1953, war Redakteur beim „Stern“. Anschließend bis 1993 Chefredakteur der Zeitschrift natur – der zu dieser Zeit größten europäischen Umweltzeitschrift. Seit 1993 arbeitet Maxeiner als freier Autor. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter Bestseller wie „Ökooptimismus“, „Lexikon der Öko-Irrtümer“ und „Hurra wir retten die Welt“. Maxeiner schreibt Kommentare und Essays für Magazine und Zeitschriften (unter anderem in DIE WELT). Er ist einer der Gründungs-Herausgeber von achgut.com. Weiterführende Links:
http://www.dirk-maxeiner.de/
http://www.amazon.de/Alles-grün-gut-ökologischen-Denkens-ebook/dp/B00KG699C8
http://www.amazon.de/Hurra-wir-retten-Welt-Klimaforschung/dp/3937989633/ref=sr_1_1
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Corona-Demonstration: Was bleibt
1. Vertrauensverlust in die Politik
Nicht nur die Berliner Polizei hat Vertrauen verloren, auch die gesamte Corona-Politik erlebt ein Gaubwürdigkeits-Desaster. Dabei geht es nicht um Verharmlosung der Gefährlichkeit der Pandemie; die gibt es auch. Es geht um den richtigen Umgang. Es sind die offiziellen Zahlen, die in krassem Widerspruch zur öffentlichen Verlautbarung stehen. 240 Patienten derzeit auf den Intensivstationen, sinkende Infektionszahlen und immer noch niedrigere Prozent-Werte von Angesteckten und noch weniger Erkrankungen bei immer noch weiter ausgedehnter Suche – diese Zahlen rechtfertigen nicht die ständigen Drohungen der Merkel und ihrer Söder mit wieder verschärften Maßnahmen.
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2. Es war bunt und divers
Die Demonstration war bunt und divers; Alexander Wendt und Alexander Wallasch haben das beschrieben. Immer wird ja Diversität und Buntheit eingefordert – nun zeigte sie sich und macht die Demonstration so schwer einzuordnen. Ein klares politische Ziel fehlt. Was genau soll jetzt geschehen? Das ging im Feiern und Fahnenschwenken ganz unterschiedlicher Farbkombinationen unter, von der Regenbogen- bis zur Kaiserfahne; sogar türkische Banner waren dazwischen, Bayerns Weißblau, Israel-Fahnen und die der USA und mehr. Es war jedenfalls bunt – anders als der Schwarze Block der Antifa. Offensichtlich steht eine bunte Bürgergesellschaft gegen die verordnete Einheitsgrauheit des rotgrünen Zeitgeists.

3. Signal der Unzufriedenheit
Was bleibt, ist ein Signal der Unzufriedenheit. Immer mehr Deutsche fühlen sich ganz offensichtlich in ihrem Land fremd. …
Die Welt ist kein Parteiprogramm der Grünen, das von der CDU umgesetzt wird. Die Leute wollen ihr Leben zurück, und die Corona-Gängelei ist nur der Höhepunkt einer ständigen Zumutung, die sich Politik nennt.

In der FAZ vom Samstag bekräftigt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Absicht, die „Chance der Krise nutzen“ zu wollen. „Nutzen”, das sind für ihn Euro-Bonds, gemeinsame Schulden, Besteuerungsrecht der EU-Kommission, und zwischen den Zeilen wird die Beteiligung des Bundestags als lästig und hinderlich abgetan. Wem hat die Pandemie dafür dieses Mandat erteilt? Inwiefern hat das Virus verlangt, weitere Souveräntitätsrechte nach Brüssel abzugeben, von denen er spricht und die demokratische Kontrolle der Politik weiter aufzuweichen?
… Alles vom 30.8.2020 von Roland Tichy bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/corona-demonstration-was-bleibt/
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Sturm auf den Reichstag: Falscher Alarm
Kurz nach dem „Sturm auf den Reichstag” floriert das beliebte Narrativ der durch Rechtsextreme bedrohten Demokratie. Das gebetsmühlenartige Warnen vor der rechten Gefahr birgt jedoch Widersprüche. Die Erzählung nützt so vor allem den Unruhestiftern.
Am Wochenende stürmten sie mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen zwar nicht den Reichstag, wohl aber die Prime Time im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Man fragt sich, warum Bauernfänger, Verschwörungstheoretiker und krude Populisten so leichtes Spiel haben. Eine Antwort könnte lauten: Die Parteien der politischen Mitte machen ihnen ihr Geschäft geradezu unerträglich leicht. Wie das?
Wie so oft kleidet sich die plausibelste Antwort in ein Paradoxon: Nichts nützt der populistischen Rechten in Deutschland so sehr wie der offiziös geführte „Kampf gegen Rechts“.
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Narrativ der durch Rechtsextreme bedrohten Demokratie
Indem der Bundespräsident die ganz große Keule gegen die Demonstranten vor dem Reichstag schwingt, macht er sich, übrigens zum wiederholten Mal, zu einem der Herolde der Erzählung, die von der durch Rechtsextreme bedrohten Demokratie handelt. Begründen will man damit den „Kampf gegen Rechts”, der im Deutschland der 2010er Jahre die gegen Totalitarismus jeder Art sich wappnende wehrhafte Demokratie abgelöst hat.

Kein Beleg für rechtsextreme Bedrohung
Spielen wir einmal hypothetisch durch, was wohl geschehen wäre, wäre vor dem Parlament statt ein paar Reichsbürgern und sonstigen Deppen der schwarze Block von Connewitz oder die Putztruppe der Roten Flora aufmarschiert. Oder der Mob von Stuttgart.
Viele Bürger werden sich jetzt am Kopf kratzen und fragen, warum ein solcher Vorfall als Beleg für die virulente rechtsextreme Gefahr herhalten muss. Noch einmal: Die soll in keiner Weise verharmlost oder kleingeredet werden, aber der Tag von Berlin taugt, wenn nicht alle Indizien trügen, nicht zur Illustrierung des Narrativs. Es sei denn, man unterlegt ihn mit einem dramatisch-düsteren Soundtrack, wie es der Bundespräsident getan hat.
… Alles vom 31.8.2020 von Michael Sommer bitte lesen auf
https://www.cicero.de/innenpolitik/Sturm-auf-den-Reichstag-Corona-Demo-Reichsburger-Demokratie

Wie Steinmeier einen neuen Mythos inszeniert
Frank-Walter Steinmeier hat die Ehrung von Polizisten genutzt, um die Berliner Demonstration und den vermeintlichen Reichstagssturm zu einen politisch motivierten Mythos zu verklären. Da werden Erinnerungen wach.

Was auch immer da während der nun von Medien und Politikern als „Sturm“ auf den Reichstag erzählten Ereignisse auf den Treppen des Reichstags passierte, der Bundespräsident hat in geradezu atemberaubender Geschwindigkeit darauf reagiert, seinen Terminkalender freigeräumt und die drei Polizisten und einige weitere am Montag in seinen Amtssitz eingeladen. Es sei den Geehrten gegönnt. Wenn schon Ex-EZB-Präsident Mario Draghi es bekommt, dann hat sicherlich ohnehin jeder deutsche Polizist das Verdienstkreuz verdient.
Die Ansprüche an das Prädikat des „Helden“ sind in unseren postheroischen Zeiten eben gering, und „Mut“ attestieren sich heutige Politiker schon selbst, wenn sie nur das mit besonders großem Eifer tun, wofür sie mit größter Wahrscheinlichkeit von den Parteifreunden und der Presse gelobt werden (Steuergeld ausgeben vor allem). Verglichen damit waren die Polizisten natürlich sehr mutig, wenn auch wohl die Bedrohungslage für ihre Gesundheit bei jedem Einsatz gegen Linksextremisten in der Rigaer Straße, gegen G20-Chaoten in Hamburg oder bei einer Razzia unter Clan-Mitgliedern sehr viel größer sein dürfte.
Der Auftritt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Polizisten vor der Presse ist bemerkenswert und dürfte in einer später einmal zu schreibenden Geschichte der politischen Inszenierung im spätmerkelistischen Zeitalter keinesfalls fehlen. Seine Worte zum „Sturm auf den Reichstag“ werden da sicherlich neben den Worten der Kanzlerin und ihres Pressesprechers über die „Hetzjagden von Chemnitz“ stehen. Damals übrigens hatte der frischgebackene Bundespräsident per Twitter zum Besuch eines Konzertes aufgerufen, an dem unter anderem die Kapelle „Feine Sahne Fischfilet“ teilnahm, die in mehreren Verfassungsschutzberichten als „linksextremistisch“ erwähnt wurde. In einem ihrer Lieder findet sich die Textzeile: „Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“.

Die Anwesenheit dieser Flaggen und ihrer abgedrehten Träger bei den Demonstrationen und auf den Stufen des Reichstags nutzt Steinmeier aber nun zu zwei politischen Zwecken, die für ihn als Staatsoberhaupt, das für alle Bürger sprechen und sie nicht spalten soll, unangebracht sind.
Erstens, um die anderen Demonstranten zu denunzieren und sie vor künftigen Demonstrationen abzuschrecken: “Wer sich über die Corona-Maßnahmen ärgert oder ihre Notwendigkeit anzweifelt, kann und darf dagegen demonstrieren. Mein Verständnis endet aber dort, wo Demonstranten sich vor den Karren von Demokratiefeinden und Hetzern spannen lassen. Wer auf den Straßen den Schulterschluss mit Rechtsextremisten sucht, aber auch wer nur gleichgültig neben Neonazis, Fremdenfeinden und Antisemiten herläuft, wer sich nicht eindeutig und aktiv abgrenzt, macht sich mit ihnen gemein.“ Weder dezidiert fremdenfeindliche, geschweige denn neonazistische und antisemitische Parolen bestimmten jedoch die Bilder der Demonstration am Samstag in Berlin. Den Steinmeier-Satz kann man also als Versuch ansehen, einen Mythos zu schaffen.
Damit sind wir beim zweiten Zweck. Es ist offenbar derselbe, der auch die Behauptung der vermeintlichen „Hetzjagd“ von Chemnitz motiviert haben dürfte: Rechtfertigung und Mobilisation von staatlichem Geld und öffentlicher Unterstützung für den so genannten „Kampf gegen rechts“ und die Ausrichtung des Verfassungsschutzes auf diesen.
… Alles von Ferdinand Knauss vom 1.9.2020 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/knauss-kontert/wie-steinmeier-einen-neuen-mythos-inszeniert/
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Reichstag: … in Gänsefüßchen ein sonderbarer “Sturm”
Der sogenannte Sturm auf den Reichstag ist heute im politmedialen Zirkus die große Nummer, mitunter begleitet von dem Wunsch, der Vorfall möge als eine Art Reichstagsbrand-Revival zu allerlei Ermächtigungen zwecks Oppositionszüchtigung genutzt werden können. Allerdings scheren einzelne Gazetten wie NZZ und Welt aus der Reihe, und sogar die Zeit setzt den “Sturm” in Anführungszeichen. ….
Gleichwohl bleibt es auch in Gänsefüßchen ein sonderbarer Sturm, bei dem sich das gesamte Angriffspersonal mit dem Rücken zum Eroberungsobjekt postiert, um Fahnen zu schwenken und Selfies zu knipsen, statt in die vermeintliche Bastille durchzubrechen, um sie zu plündern und zu verwüsten.
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berlin29082020minneapolis     Berlin 29.8.2020 gewaltfrei – Minneapolis gewalttätig
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Aus Finstermänner-(und -frauen!-)kreisen wird mir folgener Bericht zugesteckt: “Mein Neffe war zufällig dort, als das geschah. Die Polizei hatte die Absperrung geöffnet, jeder konnte durch. Daraufhin fragte er einen Polizisten, ob er auch rein darf, der bejahte, und er ging durch. Erst als viele Menschen auf der Treppe waren, kam eine Sondereinheit der Polizei und drängte sie zurück. Es war eine unglückliche Inszenierung, sagte er mir. Als er später im Auto die Nachrichten hörte, traute er seinen Ohren nicht. Jetzt habe ich selber erlebt, was Lügenpresse heißt, sagte er mir.”
… Alles von Michael Klonovsky vom 1.9.2020 bitte lesen auf
https://michael-klonovsky.de/acta-diurna
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Tumult vor dem Reichstag wird zum Heldenepos: Lenin lässt grüßen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der in jungen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und für eine von der DDR finanzierte Zeitschrift schrieb, lud zwei Tage nach dem „Sturm“ drei Polizisten in seinen Amtssitz, die auf einem Video der „Antifa Zeckenbiss“ zu sehen sind. Die hatte auch schon mit dem „Hetzjagden“-Video von Chemnitz manipuliert und die Republik Kopf stehen lassen. „Antifa Zeckenbiss“ ist ein Werkzeug der linken Glaubenskrieger in Politik und Medien, ebenso wie etwa das „Zentrum für politische Schönheit“ oder ein Jan Böhmermann vom ZDF.

Kollegen, habt Ihr sie noch alle? Könnt Ihr keine Videos im Netz finden, könnt Ihr sie nicht ansehen oder kapiert Ihr sie nicht? Was für ein Sturm? Es gab ein Anstürmen auf den Reichstag, “gestürmt” wurden nur die Treppen, und dann gab es Tumulte (siehe hier). Ich habe einen befreundeten, erfahrenen Polizisten, der die Szenen im Video sah, um eine Beurteilung gebeten. Sein lachender Kommentar: “Wenn das ein Sturm gewesen wäre, wären die drei Kollegen dort platt gemacht worden”.
Die Tumulte am Reichstag waren Kinkerlitzchen im Vergleich zu dem, was die Antifa anrichtet. Linksextremisten haben im Juli einem Polizisten in Berlin das Visier heruntergerissen, eine Flasche ins Gesicht geworfen, ja faktisch ins Gesicht geschlagen. Der Beamte kämpft bis heute um sein Augenlicht. Das wurde bis zu einer Presseanfrage von mir an die Berliner Polizei nicht einmal bekannt gemacht. Und die Reaktion Steinmeiers? Null. Kein Besuch am Krankenbett, keine Worte, nichts (zumindest wurde nichts öffentlich gemacht). Schlimmer noch: Das Staatsoberhaupt machte Werbung für die Band “Feine Sahne Fischfilet” mit ihren gewaltverherrlichenden Texten gegen die Polizei. Und ehrt nun die “Helden-Polizisten” vom Reichstag. Die haben einen tollen Job gemacht, keine Frage. Aber Helden? Das ist absurd. Man kann nur noch den Kopf schütteln über das, was hierzulande passiert.
.. Alles vom1.9.2020 bitte lesen auf
https://www.reitschuster.de/post/lenin-lasst-gruben-wie-ein-tumult-vor-dem-reichstag-zum-heldenepos-gemacht-wird/
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Freiheit als Event – Eindruck von der Demo
Einen Bericht eines Demo-Teilnehmers über sein Berlin-Demo-Erlebnis, der schon die Anreise als besondere Erfahrung schildert, aber auch das Geschehen selbst persönlich beleuchtet, wollen wir allen Interessierten näher bringen.
Dass der DLF seinen Verkehrsfunk abgeschafft hat, wurde mir das erste mal voll bewusst, als 2.000 m vor der Abfahrt Klein Marzehns der Verkehr auf der A9 Richtung Berlin schlagartig dick wurde und Warnblinkanlagen den heranrauschenden Hintermann auf den Stau aufmerksam machten. Jeweils zur vollen und halben Stunde hatte ich nach Verkehrsmeldungen gesucht – und keine gehört. Auch bei anderen Sendern nicht.
Wie alle anderen entschied ich mich, in Klein Marzehns abzufahren, um den Stau irgendwie zu umgehen. Direkt an der Abfahrt blockierten diagonal über die Fahrbahn aufgestellte Blink-Hütchen und ein VW Passat der Polizei („Vollsperrung“) die A9. Ich suchte nach der zusätzlichen Information „Unfall“, aber es gab sie nicht. Erst, als ich von der Autobahn herunter war, wurde mir das Ausmaß bewusst: viele Kilometer bis in die nächsten Gemeinden hinein quälte sich langsam eine schier endlose PKW-Schlange mit Kennzeichen aus L, HAL, SOK, SÖM, J, KYF, Z, WB usw. Offenbar wollten sie alle nach Berlin.

In einem Kreisverkehr nahm einer entnervt die volle Schleife und fuhr zurück. Ich winkte kurz aus dem offenen Fenster. Er hielt. Ob er etwas wisse, fragte ich. Na die haben die A9 dichtgemacht, meinte er. Wegen der Demo, oder? Na klar. Stau bis Berlin? Davon müssten wir ausgehen.

Ich beschloss, mich quer durch das Land, über Jüterbog bis zur A13 durchzuschlagen. Die ersten Kilometer kamen mir PKW aus dem Süden wie versprengte Schafe entgegen; alle schienen einen alternativen Weg nach Berlin zu suchen. Möglicherweise waren die Sperrung noch viel ausgedehnter. Nach 20 Kilometern war ich ganz allein auf weiter Flur. Auf den rund 90 Kilometern Umweg hatte ich Zeit zum Nachdenken und begriff, dass „der Staat“ (also die, wie man heute sagt, Regierenden) tatsächlich Angst vor dem Volk haben muss. Keine strategische Vorsicht, keine reine Gegenmaßnahme, sondern wirkliche Angst, wenn er schon 90 Kilometer vor der Siegessäule damit beginnt, dann Zustrom zur Demo zu sabotieren. Wie viele Tausende deshalb Berlin zu spät oder gar nicht erreichten, ist schwer abzuschätzen.

Mit fast zwei Stunden Verspätung kam ich über das Schönefelder Kreuz und die A113 problemlos bis auf wenige Kilometer an den Tiergarten heran. Ich parkte das Auto, stieg aufs Rad um und war 10 Minuten später am Ort des Geschehens. Kennedy hatte schon gesprochen. Den hätte ich gerne live gehört. Egal.
WER WAR IN BERLIN?
Leute, die ihre Lebensart zurück haben wollen, politisch heimatlos gewordene Grüne und andere Nichtwähler

Die Straße des 17. Juni war komplett besetzt – im wörtlichen Sinne, denn die meisten saßen auf mitgebrachten Decken. Wollte man die Leute mit wenigen Worten beschreiben, müsste man sie vielleicht bürgerliche Hippies nennen. Die Stimmung war ausgesprochen relaxt. Nirgends gab es Gerempel, alle gingen sehr rücksichtsvoll miteinander um, derweil durch die Lautsprecher nicht nur vehement kritisiert und angeprangert, sondern auch immer wieder Liebe und Frieden beschworen wurden.

Am sowjetischen Ehrenmal hatten junge Männer den T34-Panzer erklommen. Ich fühlte mich an Bilder erinnert, die man von den großen Anti-Vietnamkriegs-Demos aus den USA kennt. Nachdenklich bewegte ich mich Richtung Siegessäule. Hie und da durch schwere, süßlich-erdige Wolken von Marihuana-Rauch. Menschen lagen mit geschlossenen Augen da, lauschten den Reden und ließen sich die Sonne aufs Gesicht scheinen. Berlin hatte an diesem Tag so ziemlich das beste Wetter der ganzen Republik: heitere 24 bis 25 Grad.
Ich traf Leute aus meiner Region, sah Flaggen aus Portugal, Polen, Schweden, Australien, Russland und den USA. Es gab das bayerische Blau-Weiß, zamst Dirndl und Ledahosn, es gab ein als Steam-Punks verkleidetes Paar, welches das diesjährige WGT nachholte, es gab Krishna-Jünger und Damen, die aufreizend herausgeputzt meinen Blick suchten und den ihren tief und bedeutungsschwer hineinbohrten. „Hey, und jetzt macht mal alle das Herz! Schicken wir noch einmal ganz viel Liebe raus, denn nichts braucht die Welt so sehr, wie unsere Liebe!“ bellten die Boxen. Und die Leute standen auf, formten mit ihren Händen ein Herz und johlten obligatorisch auf den bekannten Party-Schlachtruf: „Hallo Berlin, seid ihr noch da?“
Je länger ich mein Rad durch die Reihen bugsierte, schob, hob, je öfter ich stehenblieb, mich umschaute, je mehr Reden ich hörte, je mehr Menschen ich beobachtete, desto klarer wurde mir, dass diese Bewegung bestenfalls das Potential hat, eine zweite Love Parade zu werden. Man kann sie gewähren, ihre Forderungen stellen lassen und genauso weiter machen wie bisher. Vielleicht wird aus Querdenken sogar ein kulturelles Berliner Highlight – Freiheit als Event. Aber weh – ich meine: wirklich weh – tat diese Demo keinem. Genau das hätte sie jedoch tun müssen, denn die andere Seite setzt auch auf Schmerz und wird deshalb auch nur durch Schmerz lernen.
Was die Macher um Querdenken meiner Ansicht nach noch nicht begriffen haben (und sie in meinen Augen etwas naiv macht) ist, dass die andere Seite nullkommanull Interesse an einem „gesellschaftlichen Dialog“ hat, den Querdenken anzustoßen versucht. Der Staat tut, als wäre er gut, doch hinter seiner scheinbar betulichen, unnachgiebig-sanften Art verbirgt sich eine eiskalte, glasharte Unterwerfungsabsicht. Bis zu dieser Erkenntnis ist Querdenken noch nicht vorgedrungen. Man kann mit postulierter „Liebe“ und mit freundlichem Winken keine Schlacht gewinnen, wenn die Gegenseite konsequent das Ziel verfolgt, Menschen zu entrechten. Wer nicht bereit ist, für die Freiheit echte Opfer zu erbringen, hat sie schon verloren.
Fazit dieses Tages waren vier Erkenntnisse:
– 1. Der Staat hat wirklich Angst vor dem Volk; seine Selbstsicherheit ist z.T. echt (weil längerer Hebel),
aber auch z.T gespielt
– 2. der Staat (die Regierenden und ihre Zuarbeiter) ist endgültig der Feind des Bürgers
– 3. es muss weh tun auf der anderen Seite, denn die andere Seite tut dem Bürger auch weh
– 4. eine Demokratie ist nur mit einer mobilen Bevölkerung möglich – ergo:
Bekämpfung des Autos = Bekämpfung der Demokratie
… Alles vom 2.9.2020 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/freiheit-als-event-eindruck-von-der-demo/
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Einige Kommentare:
Zu Punkt 4 im Bericht: Ein sehr interessanter Gedanke.
Man verhindert lokale und überregionale „Zusammenrottungen“ durch Verhinderung von individueller Mobilität, wie Sie eindringlich beschreiben. Nimmt man die wohl auf Dauer, zumindest mittelfristig, angelegte Maskenpflicht dazu, wird Gehorsam eingefordert, den die Regierenden gar nicht selber anordnen müssen, das machen die Menschen schon gegenseitig (Freundlich Aufforderung: MASKE! ) Individuelle Kommunikation wird deutlich reduziert. Unsinnige Quarantäne-Vorschriften sollen einschüchtern. Noch DDR light. Aber alles nur Verschwörungstheorien. Bestimmt!
2.9.2020, Obl
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Auch wenn ich die beschriebenen Demo-Eindrücke als sehr informativ empfinde,
sehe ich die Sache völlig anders als der Autor. Meiner Meinung nach, ist es momentan absolut richtig und erfolgversprechend friedlichen Protest zu organisieren und dafür möglichst große Menschenmassen auf die Strasse zu bringen. DAMIT können „die da oben“ nämlich rein gar nichts anfangen, was zu aktionistischen Gegenreaktionen führen dürfte. Gewalt gegen friedliche Demonstranten erzeugt Bilder, die im Zeitalter des Internets rasend schnell um die Welt gehen und genau diese Bilder entlarven die angeblichen Superdemokraten als das was sie sind, machtgeile Individuen, die jegliche Bindung zur Bevölkerung gekappt haben.
2.9.2020, Sac
Die einzige Möglichkeit: die absolute Friedfertigkeit der Massen
Was die Gewalt betrifft bin ich gänzlich anderer Ansicht als der Autor.
Zum einen hat diese Demo viele heimliche Befürworter, gerade weil sie friedlich geblieben ist. Menschen die vielleicht beim nächsten oder übernächsten Mal mitdemonstrieren – nur durch die friedliche Art zu demonstrieren werden es immer mehr werden. Gewalt – Extremismus zieht nur Extremisten an, nicht aber die Mitte der Gesellschaft – und genau die ist es die gebraucht wird. Nur eine große Masse wird etwas verändern können.
Zum Anderen ist es gerade die friedfertigkeit der Demonstrierenden die dem Staat Angst macht. Genau deshalb wird das kleine Spektakel am Reichstag so hoch gehängt, wobei denen nicht klar ist, dass viele Menschn denken können. Wenn drei Polizisten 200 Demonstranten aufhalten können, allein durch ihr Geschrei, dann müssen das sehr, sehr friedliche Demonstranten gewesen sein. Der Staat sieht nur die Chance die Demoteilnehmer zur Gewalt zu annimieren, denn nur dann können und dürfen sie „losknüppeln“. Auch deshalb wird die Anfahrt beschwerlich gemacht – denn genervte Menschen sind eher bereit selbst mal Gewalt anzuwenden. Und wenn dann die ganz normalen Bürger Angst haben müssen vor der Gewalt auf iner solchen Demo, dann kommen sie nicht mehr – und schon läuft sie sich tot.
Nein, die einzige Möglichkeit diesen Staat in die Knie zu zwingen ist die absolute Friedfertigkeit der Massen. Und gleichzeitig ist es genau das wovor dieser Staat Angst hat. Alle, die diesen Staat ausmachen haben doch schon einmal erlebt, wie das Volk mit Friedfertigkeit und Kerzenlicht eine Regierung, einen ganzen Staat hinwegwischten.
2.9.2020, W.D.
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… nur ein friedlicher Widerstand funktioniert
Erst einmal vielen Dank für den Leserbriefschreiber und seine Teilnahme an der Demo am Samstag. Ich möchte etwas zu den 4 Erkenntnissen ganz am Ende sagen:
zu 1 + 2) Absolute Zustimmung.
zu 4) Danke für diese (für mich neue) Betrachtungsweise! Diese Einschätzung wird mich sicher noch etwas beschäftigen, vielleicht kann jemand von TE das etwas aufbereiten?
zu 3) Hier kommt es doch ganz darauf an, was mit „weh tun“ bzw. „Schmerz“ (weiter oben im Text) gemeint ist. Ich bin der Überzeugung, daß in unserem Kulturkreis derzeit ausschließlich ein friedlicher Widerstand funktioniert, das größere Gewaltpotential hat ja ohnehin praktisch immer der Staat. Und, viel wichtiger, sobald der Widerstand gewalttätig wird, lässt er die Reihen des Gegners sich schließen und er verliert in der breiten Masse an Anschlußfähigkeit und Unterstützung. Das sahen wir an den 68ern und der RAF, das sehen wir in den USA mit der ANTIFA und BLM in Seattle, Portland, Kenosha, etc. Trotzdem kann und muß der Widerstand wehtun, aber eben gewaltlos. Und er tut dem Gegner dann am meisten weh, wenn man ihm Handlungsweisen aufzwingt, die er eigentlich nicht machen will und damit in einen offensichtlichen Widerspruch zu sich selber gerät. Zum Beispiel wenn der „Staat“, der nach außen durch und durch sein Gutsein, seine Menschenliebe, seine moralische Überlegenheit als Monstranz vor sich herträgt, selber Gewalt gegen einzelne oder mehrere Demoteilnehmer einsetzt. Oder wenn sich der Staat gezwungen sieht entgegen allem Meinungsfreiheitsbeteuerungsblabla eine Demo zu verbieten. Oder indem er 3 Polizisten zu Helden stilisiert, die angeblich 300 Bösewichte an den Stufen des Reichstages abwehren, andererseits aber 4 Polizisten benötigt, um eine 60-Jährige mit großem UZwaG am Boden zu fixieren, Schläge in den Nacken inbegriffen. Oder das die ersten 3 Polizisten dann nach Bellevue zu Frank-Walter eingeladen werden, die verprügelten Polizisten von G20, Connewitz, Kneipe Syndikat, Migrantifa-Unruhen in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg aber eben nicht. Oder das im ÖRR bzw. im Mainstream andere Bilder und Narrative verbreitet werden als in den freien Medien, und diese „alternativen Fakten“ (so meinte es Kellyanne Conway damals) in Wort und Bild auch zeigen bzw. nachweisen kann. Hier verliert der Staat bzw. verlieren seine Vertreter an Legitimation in der breiten Masse: sie predigen Wassen und saufen den Wein. Und dieser Verlust, der am Ende des Tages ein Verlust der Diskurshoheit ist, tut ihnen am meisten weh.
Niemand in unserer friedfertigen, gewaltentwöhnten Mitte wird mit dem Gewalttätigen sympathisieren.
2.9.2020, F.F.
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Der naive Deutsche neigt zur Verharmlosung
Mein Dank gilt dem Autor vor allem dafuer, dass er zu Recht auf die Naivität nicht nur der Demoteilnehmer hinweist, was den Gegner oder besser den Feind betrifft. Diese Naivität reicht bis weit in das intellektuelle Milieu hinein. Ganz offensichtlich will man die eigentlichen Ziele der MachthaberInnen genausowenig wahrhaben wie deren Bereitschaft zum Aeussersten bei der Verfolgung ihrer Systemtransformation. Da werden nicht wenige dieser Demonstranten und Appellierenden noch ihr blaues oder besser braunrotes Wunder erleben, wenn sie in der brave new world aufwachen. Offenkundig tut sich der westliche, resp. der deutsche Mensch sehr schwer, seinen Gegner zu erkennen und realistisch einzuschätzen. Er neigt bis zum bitteren Ende zur Verharmlosung und Realitivierung und das Ende wird kommen. Deutlich lieber als mit dem brandgefaehrlichen Gegner, zugegeben ungewoehnlicherweise in Gestalt der politischen MachthaberInnen, beschäftigt er sich immer noch mit seinen eigenen Auftritten, mit der Frage der Etikette, mit der Sorge um Legalität, mit der Sorge, nicht mit den Falschen, den Schmuddelkindern, zu demonstrieren, nur nicht mit dem, was Merkel und Co. mit illegalen Mitteln und jenseits aller Moral und Ethik durchsetzen. Die Geschlossenheit des buergerfeindlichen Lagers ist ein Erfolgsgeheimnis, wie es die Gruenen mit ihrem standrechtlichen Parteiausschluss wieder gezeigt haben. Leider fehlt es den“ Konservativen“ mental und taktisch an so ziemlich Allem, was sie im Kampf gegen die sozialistischen Globalisten erfolgreich machen wuerde. Der erste Schritt waere, den Feind, seine Ziele und sein Potential zu erkennen.
2.9.2020, R.E.
Ende der Kommentare
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Der erfundene Reichstagssturm
Antifa Zeckenbiss, bekannt geworden durch einen gestohlenen Videoschnipsel, der beweisen sollte, dass am Rande eines Trauermarsches für den 2018 in Chemnitz ermordeten Daniel Hillig „Hetzjagden“ auf Einwanderer stattgefunden hätten, hat wieder zugeschlagen. Nach dem überwältigenden Erfolg, dass die Kanzlerin die Legende über die erfundene Hetzjagd über die Medien weltweit verbreitete und Chemnitz als brauen Hochburg diskreditierte, gelang es auch ihrer neuen Fälschung breiteste Aufmerksamkeit zu verschaffen. Seit zwei Tagen tobt der von Zeckenbiss ausgelöste Mediensturm.
Wie vor zwei Jahren im Fall Chemnitz griffen Kanzleramt und Medien das von Antifa-Zeckenbiss manipulierte Video kritiklos und unhinterfragt auf. Anlass des medialen und politischen Tsunamis ist, dass am Rande der Freiheitsdemonstration am 29. August in Berlin, auf der sich zehntausende Menschen für ihre grundgesetzlichen Rechte eingesetzt haben, eine kleine Gruppe von nach Polizeiangaben 300 Personen, die Treppen am Reichstagsgebäude bestiegen hat. Warum die Absperrung zum Reichstag nicht gesichert war, warum dort überhaupt nur drei Polizisten postiert waren, wo wenige Stunden davor am Brandenburger Tor hunderte Beamte zeitweilig den Demonstranten den Zugang zur Straße des 17. Juni versperrten, bleibt auch nach der Sondersitzung im Abgeordnetenhaus vom Montag unbeantwortet. Sieht man sich aber die politischen und medialen Reaktionen an, bekommt man den Eindruck, dass die Begehung der Reichstagstreppe, wenn sie nicht stattgefunden hätte, um des Framings willen hätte erfunden werden müssen, um die Freiheitsdemonstranten zu diskreditieren.

Glücklicherweise kann man sich auf Youtube die Videos, dank Boris Reitschuster, auch das ungeschnittene Original, ansehen, und sich ein Bild machen. Ich sehe eine ziemlich bunte Menschenmenge, unterschiedliche Fahnen, auch Reichsflaggen darunter. Letztere werden als ziemlich einziger „Beweis“ angeführt, dass es sich um eine Aktion von Rechtsradikalen gehandelt habe, die einen „Angriff“ auf die „Herzkammer der Demokratie“ verübt hätten. Warum diese gefährlichen Rechtsradikalen ihren angeblichen Angriff dann vor drei Polizisten gestoppt und sich mit Jubelschreien begnügt haben, wäre eine Untersuchung wert. Augenscheinlich ist, dass die Rechtsradikalen auch unter diesen 300 Menschen eine kleine Minderheit waren und dass der Reichstag weder gestürmt, noch der Treppenaufgang an einer einzigen Stelle beschädigt worden ist.
Die „Erstürmer“ des Bundestages zogen sich widerstandslos vor dem Gewedel der Schlagstöcke, das aussah, als wollten die Polizisten Wespen vertreiben, zurück. Teilweise hoben sie die Hände, um ihre Friedlichkeit zu signalisieren. Hört und liest man aber auf das „entsetzte“ Geraune von Politikern und Journalisten bekommt man den Eindruck, es hätten sich mindestens die Szenen abgespielt, die man von linksradikalen Ausschreitungen gewohnt ist. Es gab aber weder Böller, Buttersäureattacken, Flaschen- oder Steinwürfe, noch brennende Barrikaden oder gar Polizeiwagen. Nach dem „Sturm“ fand sich auf der Treppe nicht einmal Müll, geschweige denn Hinterlassenschaften eines Angriffs.
Diesmal war es nicht die Kanzlerin, sondern Bundespräsident Steinmeier, der Antifa Zeckenbiss als Erster Geltung verschaffte. „Reichsflaggen und rechtsextreme Pöbeleien vor dem Deutschen Bundestag sind ein unerträglicher Angriff auf das Herz unserer Demokratie. Das werden wir niemals hinnehmen“, erklärte er am Sonntag. Bundestagspräsident Schäuble sekundierte:
„Es betrifft uns alle, wenn eine gewaltbereite, ersichtlich rechtsradikale Minderheit den Sitz der Volksvertretung stürmen will. Nach diesen Szenen sollte der Letzte verstanden haben, dass es auch Grenzen des Anstands gibt, wie weit man mitträgt, wer mit einem mitläuft. Der Verantwortung, sich bei seinem Protest nicht von Extremisten instrumentalisieren zu lassen, kann sich niemand entziehen.“
Schließlich ließ auch Regierungssprecher Stefan Seibert die Katze aus dem Sack: Das Demonstrationsrecht wäre am Samstag in Berlin missbraucht worden. „Das Ergebnis waren schändliche Bilder“. Damit meinte Seibert, dass „die rechtsextremen Demonstranten, die Barrikaden vor dem Reichstag durchbrochen und die Treppen des Gebäudes erklommen“ haben. Das Erklimmen von Treppen als staatsumstürzlerischer Akt ist nur überraschend für alle, die sich nicht erinnern, dass in Chemnitz vor zwei Jahren sieben Maulhelden einer geschlossenen Facebook-Gruppe mit einem Luftgewehr, das sich in der Garage eines Schwiegervaters befand, der Staatsumsturz zugetraut wurde.
Den drei aufgeführten Stellungnahmen folgte eine Flut ähnlicher Äußerungen zahlloser Politiker. Bei allen Einlassungen wurde der Eindruck erweckt, am Reichstag hätte sich ein Umsturzversuch abgespielt, der von der Freiheitsdemo ausgegangen wäre. Das änderte sich auch nicht, als Bild herausbekam, dass eine durchgeknallte Heilpraktikerin mit Rastalocken, nicht gerade ein Symbol von Rechtsextremisten, zum angeblichen Sturm aufgerufen hatte.
Ganz schnell kam nun die Forderung nach einem neuen Sicherheitskonzept für den Sitz des Bundestages auf. Bisher gab es wenig Akzeptanz für den alten Plan, vor dem Reichstag einen Graben ausheben zu lassen und Besucher nur noch durch unterirdische Sicherheitsschleusen ins Gebäude zu lassen. Damit wäre das Konzept der transparenten Demokratie, nach dem der Reichstag gestaltet wurde, endgültig ab acta gelegt.
Vor allem aber dient der Mediensturm über die Treppenbesteigung am Reichstag dazu, die Freiheitsdemonstranten insgesamt zu diskreditieren. Weil sich unter zehntausenden Demonstranten ein paar Rechtsradikale gemischt haben, wird die Manifestation friedlicher Demonstranten diskreditiert.
Wie sehr dabei wieder eine wirklich unerträgliche Doppelmoral zum Vorschein kommt, wird klar, wenn man sich erinnert, dass im September 2010 der Reichstag von Atomkraftgegnern regelrecht umzingelt wurde. Im Gegensatz zu den „Erstürmern“ des Reichstags von heute, brachten sie sogar Transparente an seiner Fassade an. Niemand von denen, die heute hyperventilieren und glauben, an das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte erinnern zu müssen, hat damals ähnliche Bemerkungen gemacht, weder der Bundespräsident, der Bundestagspräsident oder das Kanzleramt. Honi soit qui mal y pense?
… Alles vom 1.9.2020 von Vera Lengsfeld bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2020/09/01/der-erfundene-reichstagssturm/#more-5511

 

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Ankündigung: Berlin invites EUROPE am 29.8.2020
https://www.youtube.com/watch?v=llz453RYt4g

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