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Der Reiter von Thomas Rees am Pfeiferberg – Kamelberg 6.4.2007

 

 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das seit 2000 gültige Gesetz  soll den Ausbau der regenerativen Energien fördern über eine Umlage auf den Stromverbrauch, mit der der höhere Preis für Sonnen- und Windstrom bezahlt wird. 2000 betrug die EEG-Umlage 0,41 Cent pro Kilowattstunde Strom. Sie stieg bis 2009 auf 1,13 Cent und weiter auf 2,047 Cent in 2010,  auf 3,53 (2011) und auf 3,59 (2012). Für 2013 ist ein Anstieg auf 5,3 Cent pro kWh (Mehrwertsteuer) geplant. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit von energieintensiven Betrieben nicht zu gefährden, wurden vor allem Unternehmen der Zement-, Metall- und der chemischen Industrie von der Umlage befreit. Anfangs war die Hürde ein Stromverbrauch von 100 Gigawattstunden, diese wurde zunächst auf 10, dann auf 1 Gigawattstunde (seit 1. 1.2012) gesenkt. Dadurch hat sich die Zahl der befreiten Unternehmen von 406 (2006) auf 813 (2011) verdoppelt. Für das Jahr 2012 haben mehr als 2000 Unternehmen eine Befreiung beantragt wodurch für 105 000 Gigawattstunden Strom (23 Prozent) keine Umlagen bezahlt wird. Ohne diese Ausnahmen wäre Strom für Privatkunden um 1,29 Cent pro Kilowattstunde billiger.

Strompreis und seine Bestandteile in 2012 – Grafik: BDEW

Ein deutscher Privathaushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 kWh/Jahr zahlte 2011 durchschnittlich 906 Euro für Strom. Mit 13.6 % (siehe Grafik) davon bzw. 123 Euro finanzierte er den Ausbau der Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse. Weil aber inzwischen der Anteil an erneuerbarer Energie auf mehr als 20 Prozent gestiegen ist, sind auch die Kosten gestiegen. Deshalb muss die Energieumlage von derzeit 13,6 Cent um 1,7 Cent pro Kilowattstunde erhöht werden.

Die Energie- bzw. EEG-Umlage gewährt Betreibern von Solaranlagen oder Windrädern 20 Jahre lang einen garantierten Preis für den von ihnen erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Alle Privatleute bezahlen die EEG-Umlage, auch Erwerbslose und Geringverdiener, dazu Handwerker, Gewerbetreibende und Kleinbetriebe. 813 stromintensive Unternehmen sind bessergestellt und zahlen nur zehn % der eigentlich fälligen Umlage. Als stromintensiv gilt ein Unternehmen, das 1. als eine Gigawattstunde Strom – also eine Million Kilowattstunden – verbraucht und 2. Stromkosten über 14 oder mehr % der Bruttowertschöpfung hat.

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EEG hebelt Preisbildung aus
Preise sorgen dafür, dass Angebot und Nachfrage sich angleichen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde dieser Mechanismus aber über Jahre hinweg komplett ausgehebelt. Wer „grünen Strom“ produzierte, wurde mit einem staatlichen, für 20 Jahre garantierten Festpreis belohnt. Und zwar egal, ob der Strom benötigt wurde oder nicht. Ein Traum für finanzstarke Investoren, die auf Rendite-Jagd sind. Aber ein Albtraum für den ganz normalen Verbraucher, der am Ende für die Kosten geradestehen muss. So funktioniert Umverteilung von unten nach oben, aber keine Soziale Marktwirtschaft. Wenn die Energiewende gelingen soll, braucht es jetzt dringend mehr Mut zu Markt und Wettbewerb. Und zwar weit über die bisherigen Trippelschritte in Form von Ausschreibungs- und Direktvermarktungsmodellen hinaus.
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Fazit: Die Soziale Marktwirtschaft wird zwar ständig bemüht, aber nur noch selten befolgt. …. Alles von Carsten Linnemann vom 1.3.2017 bitte lesen auf
http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ueber-schiedsrichter-spielertrainer-und-sahra-wagenknecht/
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Dr. Carsten Linnemann, direkt gewählter CDU-Bundestagsabgeordneter aus Paderborn, ist Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/ CSU und kritischer Beobachter der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Koalition. Buch: „Die machen eh, was sie wollen“

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Stromspeicherung unterbrechungsfrei
54 Milliarden Euro als alleinige Förderung für die Erneuerbaren auszugeben ist schon etwas gewagt. Derzeit sind es etwa 20 Milliarden Euro pro Jahr, was per EEG als Zwangsabgabe für das EEG vom Stromkunden bezahlt werden muss. Aber darum geht es nicht. Sie wollen Glauben machen, man könne nahezu 100 % des volatil erzeugten Stromes speichern. Vorab aber wissen sie, dass 75 % der elektrischen Energie von unserer Industrie – und zwar mit allerhöchster Zuverlässigkeit unterbrechungsfrei und ohne wenn und aber abgefordert wird. Eine Kurzunterbrechung bei Gewitter von 20 Millisekunden bescherte mir – in meiner aktiven Zeit – umgehend einen vollen Schreibtisch mit sehr unangenehmen Forderungen. Sie beschreiben oder denken gar noch, Stromversorgung wäre ein Computerspiel. Das ist ein Geschäft, wobei Sicherheit und Zuverlässigkeit den allerhöchsten Stellenwert einnimmt – zumindest bisher.
Nun zur Speicherung ein kleines Rechenbeispiel eines Hochschullehrers, welcher übrigens in der Batterieforschung tätig ist : Im Winter gibt es kaum Ertrag mi PV und eine Flaute kann einen Monat anhalten. (Speicherbedarf dann : 52 TWh (70GW*31*24 h). Angenommen Wind- und Solarstrom kann mit einer Effizienz von 100 % gespeichert und mit 100 % Rückverstromt werden. Der Speicherbedarf beträgt 50 TWh (50×109 kWh), eine typische Bleibatterie (Auto) hat ca. 1 kWh. Zahl der notwendigen Batterien : 50×109 , die Ladeleistung dann 50 GW (380 GW wären notwendig) Zahl der Deutschen 80×106 ergibt dann pro Bürger 625 Batterien o.b. Art.
Nun die spannende Frage, was kostet diese Speicherung von 50 TWh mit Batterien den Bürger ? Derzeit kostet eine derartige Batterie 100 €/kWh und hat eine Lebensdauer von 10 Jahren.
Jeder Bürger muss alle 10 Jahre 62.500 € für die Speicherung „Erneuerbarer Energien“ zahlen, 6.250 € pro Jahr. Eine 4-köpfige Familie mit einem Stromverbrauch von 5000 kWh/a zahlt in diesem Szenario p.a. 25.000 € oder einen Speicherpreis von 5 €/kWh. Da kann man jetzt hin – und her rechnen, 31 Speichertage seien zu viel, dafür beträgt der Rückverstromungsgrad etwa nur 50 %. Mit der Bleibatterie ist der billigste Speicher gewählt. Die Tesla-Wunderbatterie wird in der Anschaffung auf dem deutschen Markt ca. 500 €/kWh kosten und eine Lebenszeit von 6 Jahren haben, mit abnehmender Speicherkapazität. Die Speichergeschichte nur auf die Haushalte zu reduzieren greift zu kurz. Es geht darum Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu erhalten. Anm.: 109 Sollte 10 hoch9 usw. sein. wurde wohl nicht umgesetzt !
2.6.2015, Werner Adrion

Naturgesetze ändern
Herr Adrion, Sie müssen das Ganze mit der zukünftig gültigen „Physik“ bewerten. Ihre und auch meine naturgesetzlichen Grundlagen haben lange genug gegolten.
Der Mensch forscht schon über hunderte Jahre an Stromspeichern, weit, weit länger als an Verbrennungsmotoren oder fossilen Speichern, unter Beachtungen der physikalischen und chemische Regeln. Hat uns nicht wirklich viel gebracht, nein, also müssen wir die naturgesetzlichen Regel ändern. Idealismus und guter Wille gepaart mit der richtigen Herkunft und der richtigen politischen Einstellung sind in Zukunft Massgebend für die Energielösungen!
Eine dokumentierte Nähe zu Freiburger Anti-AKW- und EEG-Schickeria, ist selbst für vermeintliche Rebellen nicht von Nachteil.
Noch immer sind Bleiakkumulatoren die zuverlässigsten, preiswertesten und wahrscheinlich auch nachhaltigsten Akku’s. Etwa seit 1790-1810. Das muss einem Zukunftsträumer schlimme Schmerzen bereiten.
Da es in der Gegenwart keine Hilfe gibt, muss die Lösung in der Zukunft liegen. Und diese Zukunft müssen wir “Gestalten”. Das aktuelle Disaster unserere Flatterstrom Generatoren ohne Speicherlösung darf uns nicht einschränken, in unserer Grenzlosen Kreativität, das Limit ist der “Sky”!
Aufgrund unseres Geldes und und angeregend durch den grenzlosen Einflusses der Badischen EEG Schickeria, schreibt der Energie-Guru Musk einen Brief an die NASA und schon gewinnen Wir beim Start in den Orbit, Energie, pure Energie. Das ist alles möglich, dank der neuen zukünftigen Physik, Sie wissen schon „ferne Planeten und fremdes Leben entdecken“ und wer ist wohl der Scotty vom Raumschiff Enterprise. Sie werden nicht darauf kommen, Herr Adrion. Sie werden nicht da rauf kommen. So sieht die Zukunft aus, toll oder! Herr Adrion wenn Sie herausfinden, wo er seine Tabellen kauft, geben Sie mir Bescheid. Danke.
4.6.2015, Dieter Neufed

 

 

Soldidarität: Alle Stromverbraucher an der EEG-Umlage beteiligen
Anstatt alle Stromverbraucher, also auch die energieintensive Großindustrie, und den Selbst-Stromverbrauch der fossilen und nuklearen Kraftwerke mit einer mäßigen Abgabe um 1 ct/kWh zu belasten, sollen die bisherigen Ausnahmen bleiben und der Eigenstrom aus Solaranlagen mit 4 bis 6 ct/kWh belastet werden. Wo ist da die Solidarität?….
Alles von Eicke Weber vom 5.4.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/solidaritaet-die-wirklich-hilft

EEG-Befreiung nur bei 100% Eigenversorgung
Es dürfte zwischenzeitlich jedem Leser aufgegangen sein, dass Prof. Weber in seinen BZ-Kommentaren nur für den eigenen Vorteil wirbt. Ansonsten hätte er nämlich erwähnt, dass sich die Selbstversorger mit Sonnenstrom ganz ungeniert der Solidarität der anderen Stromkunden bedienen, wenn sie nach wie vor 20% ihres Strombedarfs zu ungünstigen Zeiten aus dem Netz beziehen. Für diese Zeiten, in denen weder ihre PV-Anlage noch ihr Speicher Strom liefert, müssen konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden. Die Kosten der Leerlaufzeiten dafür werden gleichmäßig auf alle privaten Stromverbraucher je verbrauchter KWh umgelegt. Verursacht werden diese Kosten aber nur von den abgenommenen Strommengen, die wegen fehlendem Wind, Sonne und Speicherkapazität nicht regenerativ erzeugt werden können.
Wenn ich den Gesetzentwurf richtig verstanden habe, sollen nur die Eigenverbraucher an der EEG-Umlage beteiligt werden, die sich nicht vollständig selbst versorgen können. Das ist auch richtig so. Denn auch für sie muss konventionelle Kraftwerkskapazität für die Tage vorgehalten werden, an denen die Eigenversorgung nicht klappt. Sie verursachen damit überproportional zu ihrem aus dem Netz bezogenen Stromverbrauch Kosten. Wer sich die EEG sparen will, soll sich vom allgemeinen Stromnetz abklemmen. Ansonsten ist er ein Schmarotzer, den die Allgemeinheit abklemmen sollte, wenn die für seine Versorgung notwendige Produktionskapazität einmal nicht vorhanden sein sollte. Von einem Markt zu sprechen, der zusammenbricht wenn eine Subvention wegfällt, zeugt übrigens von einer seltsamen Vorstellung von Marktwirtschaft.
5.4.2014, R.Brombach
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Widerspruch zu Eicke Weber: Eigenverbraucher nicht von EEG-Umlage befreien
Herr Weber hat sich in mehreren BZ-Gastbeiträgen vehement gegen die Einbeziehung des Eigenverbrauchs von Solarstrom in die EEG-Umlage ausgesprochen. Gleichzeitig bemängelt er, dass sich die EEG-Umlage seit 2009 von damals 1,3 Cent je Kilowattstunde auf heute 6,24 Cent erhöht hat, obwohl sich der Auszahlungsbetrag an die Ökostromproduzenten lediglich von etwa zehn auf gut 20 Milliarden Euro verdoppelt hat. Er vermutet dahinter eine andere Berechnungsmethode oder böse Absicht. Merkt er denn nicht, dass die von ihm heftig verteidigte Befreiung des seit 2009 massiv gestiegenen Eigenverbrauchs der Solarstromproduzenten und die Ermäßigungen für energieintensive Industriebetriebe die Ursachen dafür sind?
23.5.2014, Dr. Bernhard Bernauer, Freiburg

 

EEG in D abschaffen oder aber EU-weit ausweiten
Um das EEG in Deutschland zum Erfolg zu verhelfen, müsste man eigentlich die CO²-Zertifikate, die EU-weit gelten, abschaffen. Dies wiederum würde dazu führen, dass die anderen EU-Staaten ihre Bemühungen zur Verringerung der CO²-Emissionen einstellen. Sinnvoller wäre, die Ausgabe von CO²-Zertifikaten zu reduzieren, um den Druck zu erhöhen, europaweit auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die Energiewende bisher liest sich im Frühjahr 2014 wie folgt: Zwei AKWs mit 2 MW abgeschaltet. 33 GW Windkraftanlagen am Netz und 32 GW Solaranlagen am Netz, Summe beider Erneuerbaren also 65 GW. Damit wurde eine Erhöhung des CO2-Eintrags um 2 % erzielt – keine Minderung, obwohl ca. 20 % regenerativ erzeugt wurde. Kosten aus dem EEG jährlich 20 Mrd €, die vom privaten Stromkunden bezahlt wurden. Aktuelle Netzlast etwa 42 GW, wobei 36 GW aus konventionellen Kraftwerken, 3 GW aus Wind und 3 GW aus Solar stammen. Fazit: Hohe Kosten und wenig Ertrag.
Die Crux liegt darin, dass mit EEG (in D) und Emissionshandel (in EU) zwei parallel laufende Gesetze existieren, die dem gleichen Zweck dienen und von denen eines überflüssig ist. Am besten wäre, das EEG auf ganz Europa auszudehnen und die Zertifikate dafür abzuschaffen.
7.3.2014

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EEG-Umlage – Nehmerländer und Geberländer

Die Differenz aus dem an der Strombörse für den Strom aus Wind, Solar, Wasser usw. erzielten Preis und den auf 20 Jahre fest garantierten Vergütungen zahlen Verbraucher und Unternehmen per Umlage über ihren Strompreis. Die Grafik zeigt, wie sich diese EEG-Umlagegelder auf die einzelnen Bundesländer im Jahr 2013 verteilten:
– 1. Platz Nehmerland: Nach Bayern flossen 770 Mio Euro mehr als deren Bürger per Umlage zahlten. Bayern ist also
der große Gewinner.
– 2. Platz Geberland: Die Bürger Baden-Württembergs bezahlten über ihren hohen Strompreis (Privathaushalt ca 0.27
Euro/kWh) insgesamt 1080 Mio Euro in den EEG-Ausgleichstopf ein.

eeg2013bundeslaender Mrd Euro EEG-Umlageempfänger (grün) bzw. -zahler (rot). Quelle: BDEW

Die Ökostromumlage wirkt sich also ganz unterschiedlich auf die einzelnen Länder aus.
Den meisten Ökostrom erzeugten in 2012: Niedersachsen 21,8 Mrd kWh, Bayern 19,4 Mrd kWh und Nordrhein-Westfálen 12,4 Mrd kWh. Dass Bayern Spitzenreiter ist unter den Fördergeldempfängern, liegt an seinen vielen Solar- und Biomasseanlagen.
Von den 1,347 Mio Ökoenergieanlagen in D sind 1,3 Mio Solaranlagen, 22.200 Windräder, 13.100 Biomasseanlagen und 7.200 Wasserkraftwerke.
26.2.2014

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., BDEW
www.bdew.de , www.bdew-statistik.de

 

 

EEG-Wahnsinnszahlen: 17 Mrd Euro Überzahlung – 33 TWh Überproduktion

Über 19 Mrd Euro haben die deutschen Verbraucher in 2013 für Strom aus erneuerbaren Energien bezahlt, der am Markt nur zwei Mrd Euro wert war. Somit wurden über 17 Mrd Euro zu viel bezahlt, also 215 Euro je Bundesbürger  bzw. ca 900 Euro für eine vierköpfige Familie.

Es gibt zu viel Strom aus Wind und Sonne: 2013 wurden 33 TWh (Tera Watt Stunden) Ökostrom am deutschen Bedarf vorbeiproduziert und entsorgt, indem man ihn z.B. nach Österreich, Frankreich oder Holland verramschte – bezahlen mussten ihn die Bürger gemäß EEG dennoch.
18.2.2014

 

Bilanz der erneuerbaren Energien zum Jahresende 2013

Knapp 22 Mrd Euro an EEG-Subventionen für die Erneuerbare Energien Sonne und Wind  wurden von Privatpersonen und Unternehmen im Jahr 2013 bezahlt. Der Erlös dieses Stroms an der Strombörse erbrachte genau 2 Mrd Euro. Diese Bilanz “22 Mrd Aufwand – 2 Mrd Ertrag” ist schlecht. Bedenklich wird sie im Hinblick darauf, dass der Aufwand vornehmlich vom kleinen Endverbraucher bezahlt wurde.
Nochbedenklicher erscheint diese Bilanz, wenn Meldungen aus der Schweiz zutreffen, dass alpine Wasserkraftwerke aufgrund des sehr billig importierten Stroms aus Deutschland nicht mehr lohnen und viele Berggemeinden um ihre Einnahmen bangen.
4.1.2014

 

 

 

 

 

KFW-Sonderkredit anstelle EEG
Die Energiewende braucht nicht nur ökologische, sondern vor allem ökonomische Lösungen. Die ganz Welt der Vergünstigungen (unübersichtliche , teilweise sogar ungerechtfertige Befreiungen) sowie die Vergütungen nach EEG sind doch längst nicht mehr tragfähig. Warum diskutiert man immer nur auf einer Seite der Medaille und läßt die andere Seite mit den sich bietenden Lösungen außen vor?
Bei den von mir seit Jahren geführten Korrespondenz mit der KfW (Vorstand) wird immer auf die weisungsbefugte Bundesregierung verwiesen. Die Antworten aus dem BMWi (Staatssekretäre) lauten immer gleich; “wir arbeiten daran” – aber Ergebnisse sind nicht sichtbar. Frage: Warum legt die KfW nicht ein Sonderkreditprogrmm für Solaranlagen auf (nicht das unvorteilhafte bestehende Programm) mit einem Zinssatz von 1 % fest für 15 Jahre, Laufzeit 15 Jahre unter v o l l e r Haftungsfreistellung der Durchleitungsbanken? Durch das geringe Produktrisiko (in der Folge praktisch keine Ausfallrisiken, da umbaubar) könnte die KfW noch mit einer kleinen Marge Gewinne erzielen und der Durchleitungsbank sogar eine Bearbeitungsvergütung zahlen. Eine Tilgungsrate von 2% (bei der Laufzeit der Technik zu tolorieren) bedeutet eine Belastung von € 600,00 im Jahr für einen Privathaushalt. Wenn man den selbst erzeugten Strom dagegenhält , spart man jährliche Stromkosten, die klar über den Kosten für die Finanzierung einer Anlage auf einem Einfamlienhaus anfallen würden. Diese Anreize richtig gesetzt, würden heute viele Dächer (auch im Verhältnis bei größeren Anlagen) mit PV Modulen in Betrieb gehen – und niemand bräuchte mehr die strittige EEG Vergütung von 5,3 cent!
19.4.2013, Bernd Alster

EEG-Kritik: Bürgerwindparks statt Investoren-Profit
Längst sind es nicht mehr nur die Idealisten und Öko-Unternehmer, die die Windbranche bestimmen, sondern Konzerne und Finanzinvestoren. Denen ist es meist egal, wie grün die Energie ist, mit der sie ihr Geld verdienen. Hauptsache, sie werden reich dabei. Johannes Lackmann nennt sie »die Heuschrecken und Drückerkolonnen«. Lackmann war Ende der neunziger Jahre Deutschlands oberster Ökostrom-Lobbyist. Erst hat er mitgeholfen, dass das EEG von einer vagen Idee zur Realität wurde. Als die Windräder dann standen, hat er sie gegen das Argument verteidigt, sie würden die Landschaft verschandeln und die Natur zerstören. Inzwischen sieht er die Windkraft auf andere Weise in Gefahr. Was, wenn sich herumspricht, wer von den Subventionen am Ende am meisten profitiert? In Vorträgen und Podiumsdiskussionen propagiert Lackmann deshalb das Konzept des »Bürgerwindparks«. Nicht mehr irgendwelchen anonymen, womöglich weit entfernten Investoren sollen die so lukrativen Windanlagen gehören, sondern den Leuten nebenan. In Lackmanns Heimat Paderborn ist das Modell schon Wirklichkeit. Ab 500 Euro Mindestkapital kann jeder Bürger zum Miteigentümer des Windparks werden. Auf diese Weise, so das Kalkül, fließt das Geld, das die kleinen Stromverbraucher für die Windenergie bezahlen, wieder zu ihnen zurück…..
Alles vom 13.12.2012 bitte lesen auf http://www.zeit.de/2012/51/Windenergie-KostenJohannes Lackmann früher: Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien BEE: www.bee-ev.de
Johannes Lackmann ab 2007: Vors. von Westfalenwind GmbH in Paderborn: www.westfalenwind.de

 

Überschuss-Strom nicht speichern, sondern in Autobahn-Oberleitungen für Trolleybus-Lkws

Der frühere Chef des Ökostromverbands BEE, Johannes Lackmann, hält die direkte Speicherförderung dagegen für unnötig. “Speicher gehören zu den teuersten Varianten, überschüssigen Strom zu verwenden”, sagte er. “Viel effizienter wäre es, den Strom für die Wärmegewinnung oder den Straßenverkehr zu verwenden.” Konkret könne man mit Tauchsiedern Fernwärme erzeugen und so Öl oder Gas einsparen. In Dänemark werde überschüssiger Windstrom bereits heute so eingesetzt. Zudem könne man große Mengen Überschuss-Strom durch neue Autobahn-Oberleitungen schicken, sagte Lackmann. Dort könnten mit Hybridmotoren ausgestattete Lkw wie Trolleybusse mit Strom fahren. Als Antrieb sei Windstrom bereits heute billiger als Diesel.
23.7.2012

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