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Wasserkraftwerk Rheinfelden im April 2019

Wasserkraftwerk Rheinfelden im April 2019

 

 

Energie-, Corona-Gesundheits- und Klimawende
Wie Deutschland seine Atemgeräte aus dem Fenster wirft
Murphys Gesetz lautet: „Alles, was schief gehen kann, geht irgendwann schief“. So bleibt es auch nicht aus, dass ein Toast, der vom Tisch fällt, fast immer mit der Butter- oder Marmeladenseite auf dem Perserteppich landet. Der Grund – schon mal vorweg – ist die Höhe der meisten Tische. Aber der Grund ist egal, das Ergebnis ist ein Marmeladenfleck auf dem Teppich. Entscheidend für den Schaden ist am Ende die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brot überhaupt vom Tisch fällt.
Stellen Sie sich bitte mal das folgende hypothetische Szenario vor: Wir hatten einst ein gut funktionierendes Gesundheitssystem. Und weit und breit war keine Krise in Sicht. Doch irgendwann begannen die Medien zu trommeln: „Schulmedizin ist nicht nachhaltig und bedroht die Gesundheit der Bürger. Krankenhauskeime, Antibiotika, Intensivmedizin – alles schlecht, teuer und gefährlich. Die Pharmakonzerne sind böse und profitgierig…“ Die Lehrer lehrten es die Kinder: „Sanfte Medizin ist gut, Schulmedizin böse“. Diverse NGOs forderten: „Weg mit der gefährlichen Schulmedizin, die den Menschen nur schadet!“ Nach einiger Zeit der Propaganda gab es große Demonstrationen von gesunden Jugendlichen, die eine sofortige Abkehr von der Schulmedizin verlangten.
Die Politik geriet unter Druck und beschloss schließlich, die Gesundheitswende“ einzuleiten. Weg von der Schulmedizin, hin zur Naturmedizin wurde zum täglichen Mainstream. Die Gefahren der Schulmedizin wurden in den schwärzesten Farben geschildert. Eine Ethikkommission wurde gebildet, besetzt mit Bischöfen, Politikwissenschaftlern, Gewerkschaftern und Soziologen. Ärzte waren keine dabei. Die Ethikkommission bestätigte die neue Medizinpolitik der Regierung. Beschlossen und verkündet – bis 2035 wird die Schulmedizin im gesamten Gesundheitswesen durch sanfte Homöopathie ersetzt sein. Wir können uns das leisten und werden damit zu medizinischen Vorreitern, zum Vorbild für die ganze Welt. Und wenn ein Arzt anderes zu denken wagte, wurde er als Globuli-Leugner geächtet und als Pharmazie-Lobbyist gebrandmarkt.

„Sanfte Medizin mit Globuli“
Stellen Sie sich nun Krankenhäuser vor, in denen die Ärzte die Beatmungsgeräte aus den Fenstern in große Abfallcontainer werfen, die Intensivbetten und die Röntgenapparate verschrotten. Hochwertige Medikamente wandern tonnenweise in den Sondermüll. Über den Krankenhauseingängen hängen Plakate: „Wir stehen für eine nachhaltige und sanfte Medizin mit Globuli“. Die Medien jubeln, und die NGOs fordern, dass es schneller gehen muss – natürlich alles im Interesse der Gesundheit unserer Menschen. Neue Gesetze werden erlassen. Gesetze, die Paracetamol, Valsartan und die anderen „schmutzige Medikamente“ per Steuer teurer machen und ihre Verschreibung nur noch übergangsweise erlauben, nämlich, wenn Globuli nicht anschlagen. Ärzte gehen reihenweise ins Ausland oder in den Ruhestand. Es werden nur noch Homöopathen ausgebildet und eingestellt…

Sie werden jetzt sagen: „Aufhören! Das ist absurd, der Haferburg spinnt mal wieder“. Stimmt, das Szenario ist gesponnen. Aber etwas Vergleichbares ist in den letzten Jahren in Deutschland passiert.
Das Absurde hat einen Namen. Es heißt „Energiewende“. Bestfunktionierende Kraftwerke werden reihenweise verschrottet. Dafür werden in unvorstellbarem Ausmaß „Globuli-Stromerzeuger“ gebaut, die, genau wie Globuli, nur dann funktionieren, wenn man fest daran glaubt und nicht ernsthaft krank ist. Nicht Medikamente wurden verteuert, sondern der Strom. Nicht Fachleute bestimmten die Energiepolitik, sondern Energiehomöopathen. Der deutsche Esel ging aufs Eis tanzen und dreht dort nun seit Jahren fröhlich seine Kreise. Noch sind wir in keine echte Energiekrise geraten.
Doch wir sind plötzlich (Corona) aus heiterem Himmel mitten in einer Gesundheitskrise. Das gesellschaftliche Leben wurde weitgehend abgeschaltet. Wir merken gerade: Jetzt darf nichts Weiteres schiefgehen. Es ist privat nicht gut, wenn ausgerechnet jetzt die Waschmaschine schlappmacht. Weil keiner sie kurzfristig reparieren will. Es ist auch keine gute Idee, sich jetzt ein Bein zu brechen. Die Krankenhäuser sind auch ohne Beinbruch gut ausgelastet. Wir alle sind jetzt sehr verwundbar geworden. Auch die Gesellschaft. Jetzt können wir nicht noch einen Blackout gebrauchen.

Früher hieß das „Stromsperre“
Es ist unbestritten, dass bei zunehmender Einspeisung von Strom durch volatile Energiequellen wie Wind und Sonne die Wahrscheinlichkeit von Flächenabschaltungen oder gar Blackouts zugenommen hat und weiter zunimmt. Schon ab 2022 wird es durch die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke und der ersten Kohlekraftwerke zu einer erheblichen Versorgungslücke kommen, nämlich, wenn Wind und Sonne bei der Energie-Planwirtschaft mal nicht mitspielen. Wenn dann die Nachbarländer nicht genügend aushelfen können, müssen ganze Landesteile durch „Flächenabschaltungen“ vom Netz genommen werden – früher hieß das „Stromsperre“. Oder es kommt im schlimmsten Fall zum Blackout, bei dem das ganze Stromnetz zusammenbricht. Es dauert mehrere Tage, eher zwei Wochen, bis die Stromversorgung des Netzes wiederaufgebaut werden kann.
Während eines Blackouts bricht das normale Leben im Lande völlig zusammen, auch ohne Corona. Nichts von der Infrastruktur eines modernen Industrielandes geht mehr – rein gar nichts. Millionen Menschen sind plötzlich auf Hilfe angewiesen, die von den völlig überforderten Organen nicht in vollem Umfang geleistet werden kann. Die sich einstellenden Zustände bei einem Blackout habe ich in einem Artikel über Blackouts hier bildhaft beschrieben. Dieser Text ist nichts für Leute mit schwachen Nerven.

Doch kommen wir zurück auf Murphy: „Was passieren kann, wird passieren“. Das gilt nicht nur für Kernkraftwerke. Murphy stellt nicht die Frage: „Passt Euch der Zeitpunkt gerade für einen Blackout?“ So wie es schon 2012 ernsthafte Szenarien für eine Pandemie nach Art der jetzigen veröffentlicht wurden (Bundesdrucksache 17/2051 Seite 55), so mangelt es seit einiger Zeit nicht vor Warnungen aus berufenem Munde, dass unsere Energieversorgung zusammenbrechen könnte, vor zwei Wochen beispielsweise vom Chef der Kohle-Sparte von E.on, Andreas Schierenbeck.
Stellen Sie sich vor, die Corona-Krise ist auf dem Höhepunkt. Die Wirtschaft ist lahmgelegt. Die Krankenhäuser sind voll. Die Ärzte sind überlastet. Die Leute sind mit einer Ausgangssperre in ihre Wohnungen verbannt. Die Versorgung der Bevölkerung schwächelt. Die Ordnungskräfte können ihrer Funktion nur noch teilweise gerecht werden. Und Murphy beschließt, dass ausgerechnet in dieser Situation ein Blackout passiert. Vielleicht ausgelöst durch einen schweren Wintereinbruch wie 1979. Oder durch den Fehler einer Netzleitstelle, die wegen vieler Erkrankter nicht mehr qualifiziert besetzt werden kann.

Sie denken jetzt wohl: „Der Haferburg übertreibt schon wieder, mit seiner Blackout-Phobie. Derzeit wird doch durch die Abschaltung der Industrie viel weniger Strom gebraucht“. Kann sein.
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Die Warnflaggen wehen im Winde
Aber Überbedarf ist nicht die einzige mögliche Ursache für einen Blackout. Die Warnflaggen wehen im Winde, die Wahrscheinlichkeit nimmt stetig zu. Am 23.03. kam es zu einem großflächigen Stromausfall in Mannheim Neckerau, zum Glück nur lokal und für eine halbe Stunde. (Danke an Leser Achim K. für die Info). Und heute wird gemeldet, dass die Energieversorger anfangen, ihr Personal zu kasernieren. Was, wenn Coronaträger mit kaserniert werden? De Düvel schiet alltieds up de dickste Bült.

Bei einem Blackout in Zeiten gesellschaftlicher Krisen wird es viele Opfer geben. Krankenhäuser können jetzt keinen Stromausfall gebrauchen. Der Staat kann sich jetzt keinen Zusammenbruch der Kommunikationsmittel leisten. Es können leicht bürgerkriegsähnliche Zustände entstehen. Auch wenn wir es nicht glauben wollen, die Decke unserer Zivilisation ist dünn wie Papier. Manche Menschen werden rabiat, wenn es ans Eingemachte geht, wenn die Basis der Maslowschen Bedürfnispyramide für uns und unsere Familien nicht mehr gewährleistet werden kann.

Deutschland hatte vor 15 Jahren eine kerngesunde energetische Infrastruktur. Wir fingen damit an, die hochwertigsten Kernkraftwerke der Welt wegzuwerfen wie Müll. Nun kommen die Kohlekraftwerke dran. Heute schon taumelt die Energieversorgung öfters am Rande des Blackouts entlang, und wir haben die höchsten Strompreise der Welt.

Strom ist das Rückgrat der Wirtschaft und Gesellschaft. Damit sollte eine kluge Politik sorgsam umgehen. Jedes Kind weiß doch – es sei denn, es fehlte freitags regelmäßig in Physik – Energie lässt sich nicht wenden. Die vielen Wenden: Energie-, Verkehrs-, Agrar-, und Mobilitätswende verheißen nichts Gutes. Der Bogen war schon vor Corona überspannt. Wir haben nicht nur Kernkraftwerke weggeworfen, sondern die halbe Autoindustrie und jede Menge andere Industrie dazu.

Nach Corona kommt die Wirtschaftskrise
Die Politik hat jahrelang so getan, als könnte nichts anderes schiefgehen als mit Kernkraftwerken und mit Autoabgasen. Statt in guten Jahren vorzusorgen, wurde das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeschmissen und für jeden denkbaren Unsinn ausgegeben. Ein Neustart mit den exorbitanten deutschen Strompreisen wird für die Wirtschaft noch schwieriger. Schließlich kostet in vielen Nachbarländern der Strom nur die Hälfte. Auch wird sich rächen, dass die Autoindustrie ins Schleudern gebracht wurde. Die Strompreise werden für viele zusätzliche Arbeitslose sorgen. Bald heißt es für uns alle, den Gürtel enger zu schnallen.
Die deutsche Gesellschaft tanzt mit dem gleichzeitigen Ausstieg aus Kernenergie und Kohle auf der Schneide einer Rasierklinge. Wenn sich eine gesellschaftliche Krise wie Corona mit einem Blackout verbündet, dann kommt die ganze Gesellschaft ins Wanken. Politiker und Aktivisten sollten besser noch einmal nachdenken, bevor sie weiter die Axt an die bestehende Infrastruktur setzen.
Doch da habe ich leider nur wenig Hoffnung. Kaum wird der Corona-Hype Geschichte sein, höre ich die Energiewender schon krähen: „Klimawandel“. Es muss wohl alles noch viel schlimmer kommen.
… Alles vom 28.3.2020 von Manfred Haferburg bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_seine_atemgeraete_aus_dem_fenster_wirft

Ausgangssperre ist Lesezeit:
Manfred Haferburg ist der Autor des autobiografischen Romans „Wohn-Haft“. Als Schichtleiter im Kernkraftwerk kämpft er gegen Macht und Dummheit der Bonzen. Es macht ihn verdächtig, weil er sich der SED verweigert. Hexenprobe der Stasi ist eine erfolglose Anwerbung als Spitzel. Bald steht er auf allen schwarzen Listen seines Heimatlandes. Eine Flucht misslingt und eine Odyssee durch die Gefängnisse des „sozialistischen Lagers“ beginnt. Der Mauerfall rettet ihm das Leben und ein neues Leben in Paris wird aufgebaut, während sich in Deutschland die Spitzel im Bundestag breitmachen und die ehemaligen Genossen sich gegenseitig ums SED-Erbe den Schädel einschlagen. Ein Buch, dass den Leser schier atemlos umblättern lässt. (84 Kundenbewertungen: 4,8 von 5 Sternen)

 

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Haferburgs Rückblick 2019: Der Energie-Harakiri
Am 31.12.2019 geht das Kernkraftwerk Philippsburg 2 für immer vom Netz.
https://w3.windmesse.de/windenergie/news/33385-enbw-akw-abschaltung-atomkraft-philippsburg-block-2-erneuerbare-energie-ruckbau-mull
Es war eines der modernsten und bestgepflegten KKWs der Welt
und produzierte zuverlässig und sicher Strom
für den industriereichen, aber windarmen Süden Deutschlands.

Ich schätze seinen Zeitwert auf drei Milliarden Euro,
die sind nun futsch. Wann ein Blackout kommt, weiß niemand, weder ich noch die Regierung. Er wird nun ein bisschen wahrscheinlicher. Beim Warten auf den Blackout fühlt man sich wie in „Warten auf Godot“.
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Was außerhalb Deutschlands für Kopfschütteln sorgt, ist innenpolitisch ein Sieg auf der ganzen Linie. Die Mehrheit der Bürger, die Medien und selbst der größte Teil der politischen Opposition sind auf Klima- und Weltuntergang eingestimmt. Die Sojalatte-Adabeis der grünen Stadtbiotope sind am meisten begeistert. „Was soll uns die alberne Demokratie, wenn doch die Hütte brennt und wir alle morgen sterben müssen?“
https://www.fr.de/wissen/klimawandel-zehn-jahre-bleiben-rettung-planeten-12813280.html
Um die acht Jahre, die uns nur noch zur Weltrettung bleiben, ist es allerdings sehr still geworden. Klugerweise hat die Politik deshalb den Weltuntergang vom Jahr 2100 aufs Jahr 2050 vorverlegt. Das ist dringlich genug zum Motivieren, aber auch weit genug weg zum Überprüfen.
… Alles vom 27.12.2019 von Manfred Haferburg bitte leeen auf
https://www.achgut.com/artikel/haferburgs_rueckblick_2019_der_energie_harakiri

Manfred Haferburg ist der Autor des autobiografischen Romans „Wohn-Haft“. Als Schichtleiter im Kernkraftwerk kämpft er um Sicherheit gegen die Macht der Bonzen. Es macht ihn verdächtig, weil er sich der Einheitspartei verweigert. Die Hexenprobe der Stasi ist die erfolglose Anwerbung als Spitzel. Bald steht er auf allen schwarzen Listen seines Heimatlandes. Er wird „zersetzt“ und verliert alles. Eine Flucht misslingt und eine Odyssee durch die Gefängnisse des „sozialistischen Lagers“ beginnt. Der Mauerfall rettet ihm das Leben. Ein Buch, das den Leser atemlos umblättern lässt. (63 Amazon-Kundenbewertungen: 4,7 von 5 Sternen)
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Aus für Philippsburg – Ausstieg und Sicherheit der Stromversorgung
Zum Jahresende wird auch der zweite Block des Kernkraftwerks Philippsburg II im Landkreis Karlsruhe abgeschaltet. Der liefert bisher zusammen mit dem zweiten noch verbliebenen Kernkraftwerk Baden-Württembergs, Neckarwestheim II, rund 30 Prozent des Stromes für den Südwesten. Davon fällt jetzt rund die Hälfte weg, der Rest spätestens im Jahre 2022, wenn auch Neckarwestheim II abgeschaltet werden soll. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne): »Diese Menge müssen wir ersetzen!«
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Ob aus dem Ausland auch immer genügend Strom geliefert werden kann, ist fraglich. Denn auch in Frankreich gibt es immer mehr Stromknappheiten, und im Gebälk der europäischen Stromversorgung knirscht und kracht es immer häufiger. In der Studie heißt es denn auch: »Ob die Nachbarländer die von Deutschland benötigten Erzeugungsleistungen zur Verfügung stellen können und werden, wurde in der Untersuchung nicht überprüft.« Nach den horrenden Übertragungsverlusten, die beim Leiten des Stromes über weite Entfernungen entstehen und viel Geld kosten, fragt sowieso niemand mehr.
… Alles vom 27.12.2019 von Holger Douglas bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/philippsburg-ausstieg-und-sicherheit-der-stromversorgung/
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Einige Kommentare:
No discussion!
Wer die Versorgungssicherheit unseres Landes für wichtig erachtet ist AfD-Nazi, von daher ist jegliche Diskussion untersagt. Gleiches gilt für die Einhaltung des Grundgesetz.
27.12.2019, Auf, TO
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Kohlestrom aus dem Ausland ist besser!
Eine ziemlich kranke Einstellung, für ein grünes Gewissen seine eigenen Kraftwerke abzuschalten, und den Strom vom Ausland zu verlangen.
Als ausländischer Anbieter würde ich richtig was draufschlagen, um diese bescheuerten Deutschen ordentlich über den Tisch zu ziehen.
27.12.2019, Iso
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… bis zum “Endsieg”
Nun, niemand wird sich wirklich über ein „Blackout“ freuen. Aber ein altes Sprichwort lautet auch: „Aus Schaden wird man klug“. Also wird wohl dem meisten Mitkommentatoren ein „Blackout“ zwar nicht freuen, man sieht ihn aber als letzte „Lösung“, dass dieser irrsinnigen und lebensbedrohlichen „Energiwende“ der Garaus gemacht wird. Noch „reden“ sich die Politiker mit Studien ihre Energiewende schön“, obwohl schon heute klar sein sollte, dass diese auf Dauer ohne KKWs nicht funktionieren kann. Aber wie die deutsche Geschichte es ja gezeigt hat, man glaubt bis zuletzt an dem „Endsieg“ und danach waren alle wieder in „Widerstand“ oder nur kleine „Mitlauefer“…
27.12.2019, Eg19

 

 

Alternative Klimakonferenz in München – Blackout droht
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„Den Dingen auf den Grund gehen“
Alternative Klimakonferenz: Wegen Drohungen gegen das Tagungshotel zum Ex-Flughafen München-Riem verlegt / Abrechnung mit Merkels Energiewende
von Christian Dorn
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Programmatisch ist bereits der salomonische Satz eines Besuchers, bevor die Konferenz auf dem ehemaligen Flughafen München-Riem beginnt: „Wir kämpfen nur gegen Windmühlen.“ Tatsächlich findet sich unter dem Fachpublikum auch Lothar W. Meyer, Professor für Werkstoffwissenschaft und Mitglied von Vernunftkraft Niedersachsen, einer Bürgerinitiative gegen die Windkraftlobby. Jüngst erst, zur Anhörung vor Wirtschaftsminister Peter Altmaier, war der Gründer der Firma Nordmetall maßgeblich an dem Passus des neuen Gesetzentwurfes beteiligt, demzufolge Windräder zur nächsten Siedlung einen Mindestabstand von 1.000 Metern einhalten müssen.

Zynische Begründungen
Ein Etappensieg, den Befürworter wie Kritiker bereits als das vorweggenommene „Scheitern der „Energiewende“ bewerten (JF 48/19). Entsprechend aggressiv agieren Klimapaniker, die den ursprünglichen Tagungsort des vom Europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) veranstalteten Kongresses (das Hotel NH München Ost) bedroht hatten, nachdem der Tagesspiegel-Journalist Paul Gäbler eine Denunziationskampagne lanciert hatte, der sich neben Greta-Jüngern auch das Münchner Umweltinstitut anschloß. Das skandalöse Kündigungsschreiben der Hotelgruppe gegenüber den „Klimaleugnern“ erinnerte dabei unversehens an die zynischen Begründungen, mit denen Juden einst in der „Hauptstadt der Bewegung“ aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzt wurden. Was den aus Israel stammenden und in London tätigen Direktor der Global Warming Policy Foundation, Benny Peiser, sagen ließ: „Das ist hier der erste wissenschaftliche Kongreß in Deutschland seit der Nazi-Zeit, der verhindert werden sollte.“
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Wie zum Beweis war tags zuvor in der Presse zu lesen, daß der Verfassungsschutz vor Terroranschlägen im Namen des Klimaschutzes warnt, so Eike-Präsident Holger Thuß, der – unter Polizeischutz – zur Kongreßeröffnung in der heutigen Wappenhalle der Münchner Messe an das einstige Credo des Tagesspiegels von 1946 erinnerte: „Den Dingen auf den Grund gehen“. Dabei, so der Verleger Thuß, hätten wir kein Problem mit der Wissenschaft, sondern „ein Wissenschaftsvermittlungsproblem“.
Dies untermauerte James Taylor, Direktor am Heartland Institut (Illinois), der es bezeichnend findet, daß die Ideologen des Weltklimarats (IPCC) es als „Angriff“ werten, wenn andere Wissenschaftler ihre Thesen überprüfen wollen. So mußte der US-Forscher Michael Mann, Erfinder der für die Klimaalarmisten heiligen Hockeyschläger-Kurve, diesbezüglich eine Niederlage vor dem Obersten Gericht von British Columbia gegen den kanadischen Geographieprofessor Timothy Ball einstecken.
Beispielsweise, so führte Taylors aus, hätten die Wetterextreme (Hurrikans und Dürren) nicht zugenommen. Im Gegenteil seien in den USA und Mittelamerika (Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama oder Mexiko) Ernterekorde zu verzeichnen. Um der Propaganda des IPCC entgegenzuwirken, werde sein Institut zum Jahreswechsel eine neue Homepage freischalten, die alle relevanten Klimafakten zusammengefaßt präsentiere und sich besonders an Multiplikatoren und Politiker richte.
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Hier durfte die Expertise Peisers nicht fehlen, dessen Spezialgebiet alarmistische Weltsichten sind: Er verwies dabei auf die Apologeten der Apokalyptik vom PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), die ganz offen erklären, daß für die erforderliche „Klimarettung“ die Demokratie nur hinderlich sei. Wirklich katastrophal seien indes die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen der EU-Klimapolitik, die zu einer erheblichen Verteuerung der Energiepreise führe, zu steigender Energieunsicherheit und zu wachsender Abhängigkeit von Energieimporten.
Während sich China oder Indien am Wettbewerb ausrichteten, dächte Deutschland nur noch an die Klimarettung. Infolgedessen werde es demnächst von asiatischen Billig-E-Autos überschwemmt, die nur halb so teuer seien wie heimische Fabrikate. Damit drohe den deutschen Autoherstellern das gleiche Schicksal wie den Solarfirmen. Im Vergleich mit konventioneller Energie vervielfachten „erneuerbare“ Energien zudem den ökologischen Fußabdruck durch die Zerstörung der Landschaften, Wälder und Wildtierarten. Dies demonstriert beispielhaft der Energienutzungsplan im Berchtesgadener Land, der gleich fünf neue Wasserkraftwerke vorsieht, so daß laut der Süddeutschen Zeitung die Naturschützer nicht mehr wissen, „wogegen sie zuerst vorgehen sollen“.
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Künftig drohen großflächige Stromausfälle
Tatsächlich, so Peiser, werde der weltweite Energieverbrauch in den nächsten 20 Jahren um 30 Prozent steigen, was zwangsläufig einen CO2-Ausstoß impliziere, egal wie Deutschland und die USA sich verhalten, da die Schwellenländer bei der Emissionsreduzierung schon deshalb nicht mitmachten, da sie es gar nicht können. Ebenso obsolet sei die Mär von Öl- und Gasknappheit. So reichten die weltweiten Gasvorkommen, von denen bislang nur 50 Prozent bekannt seien, für über 250 Jahre.
Grotesk erscheinen da die aktuell verbreiteten Aufkleber für den nächsten „Klimastreik“ am 29. November unter dem Appell „Es reicht!“ und der Losung „# Neustart Klima“. Denn tatsächlich droht – durch das immer wahrscheinlicher werdende Blackout-Szenario – ein echter „Neustart“ mit unkalkulierbaren Kosten, wie Energietechnik-Professor Helmut Alt (FH Aachen) erläuterte. So habe Deutschland zuletzt am 12. Juni 2019 kurz vor einem großflächigen Stromausfall gestanden, eine Gefahr, für die die Steuerzahler pro Jahr 32 Milliarden Euro extra bezahlen, etwa durch die für die deutsche Seite kostenpflichtige „Entsorgung“ respektive „Verklappung“ des überflüssigen Wind- und Solarstroms in europäische Nachbarländer. Nicht zufällig habe Deutschland, derzeit noch hinter Dänemark, bald den teuersten Strom Europas.
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Weitere essentielle Vorträge widmeten sich etwa der „kalten Sonne“ (Sebastian Lüning), den naturgesetzlichen Schranken der Energiewende (Horst Lüdecke) oder der Kernenergie des 21. Jahrhunderts (Götz Ruprecht), ergänzt um den kämpferischen Appell („How dare you, Antifa!“) der jungen Youtube-Bloggerin Naomi Seibt. Grund für Greta und Rezo, sich schnellstens warm anzuziehen.
Europäisches Institut für Klima & Energie:
http://www.eike-klima-energie.eu
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http://www.vernunftkraft.de

29.11.2019, “Den Dingen auf den Grund gehen”, JF 49/19, Seite 13, http://www.jungefreiheit.de

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