Pellets

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Blick nach Norden über Bernau-Dorf zum Spießhorn am 23.7.2008

 


(1) 14.8.2006 – Pellets zum Spielen

 

Mit gutem Gewissen feuere ich meine Kachelöfen
Die grünen Ökofunktionäre drehen an der Angstschraube. Jetzt sind die Besitzer von Holz- und Pelletheizungen dran, deren Anlagen angeblich die Luft verpesten. Die Partikel seien sogar im Verdacht, Krebs zu erzeugen, Kreislaufstörungen zu verursachen oder das Erbgut zu schädigen. Mit der Panikattacke steigt ein mit 2,1 Millionen gefördertes Projekt in die Ursachenforschung ein. Politik und Wirtschaft warten auf Ergebnisse. Die Betreiber der Ökoholzheizungen dürften mit einer Verordnung zum Einbau von Filteranlagen ihr Gewissen beruhigen. Glücklicherweise finden sich im Hochschwarzwald natürliche Indikatoren für gesunde Luft. Es sind dies die Flechten an Bäumen. Besonders der bei uns auf dem Wald weit verbreitete gemeine Baumbart wächst nur in Gebieten mit hoher Luftqualität auf Nadelbäumen und Birken. In Deutschland gilt der gemeine Baumbart als stark gefährdet. Und mit gutem Gewissen feure ich auch morgen wieder einen meiner fünf Kachelöfen an. Beim nächsten Grillfest am offenen Ökofeuer aus trockenem Buchen- und Fichtenholz gönne ich mir und meinen Enkelkindern dann eine am Stecken gebratene Ökowurst.
17.5.2013, Kurt König, Feldberg-Falkau
Zu 8. Mai 2013: http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/feinstaub-aus-der-oeko-energie–71730545.html

 

Holzpellets – aus Sägespänen zusammengepresste Energie

Holzpellets sind kleine, praktische Dübel aus Holz, die schon viele Menschen statt Heizöl oder Erdgas in ihren Heizungen verwenden. Sie sehen so ähnlich aus wie die braunen Kraftfutter-Dübel, die Hasen oder auch Pferde gerne fressen. Pellets brennen viel länger und besser als normales Holz, weil sie aus Sägespänen bestehen, die Maschinen mit großer Kraft fest zusammengepresst haben. Sie sind umweltfreundlicher als Heizöl oder Erdgas, denn man kann sie leicht aus Abfällen von Sägewerken herstellen, die man sonst wegwerfen müsste. Außerdem ist es nicht gefährlich, sie zu lagern oder zu transportieren.
Von den Holzdübeln bleibt nach dem Verbrennen erstaunlich wenig übrig – 1000 Kilogramm Pellets erzeugen nur etwa drei Kilo Asche. Weil sie für die Umwelt viel verträglicher sind als andere Heizstoffe, wollen Umweltschützer durchsetzen, dass mehr Pellets verwendet werden. Bei der Verbrennung von Pellets entsteht nämlich immer nur so viel Kohlendioxid (CO2 ), wie das Holz früher aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Weil Holz nachwächst, können neue Bäume das CO2 dann wieder aufnehmen. Von Erdöl und Erdgas haben wir nur eine begrenzte Menge auf der Erde. Leider nehmen die kleinen Holzdinger viel Platz weg, denn eine Heizung frisst viele davon. Auf gar keinen Fall dürfen sie nass werden – sonst zerfallen sie sofort wieder zu Sägespänen.
Die meisten Pellets stellen die Schweden her: Im Jahr 2003 haben sie ganze 1,5 Millionen Tonnen des gepressten Sägemehls produziert.
Josephina Maier, 10.9.2005

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