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Blumenwiese am 29.6.2012

 

 

Wahrzeichen des deutschen Verwaltungswahnsinns: AKW Mülheim-Kärlich
In Deutschland boomt seit einigen Jahren der Rückbau von Atomkraftwerken. Das Ziel ist jeweils die Entlassung aus dem Atomgesetz. Ein Besuch beim AKW Mülheim-Kärlich, das nach dem Bau nur 13 Monate lief und nun verschrottet wird. In unmittelbarer Nähe zum Deutschen Eck in Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fliesst, war das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich für Jahrzehnte das Wahrzeichen der gleichnamigen Gemeinde..

Deutschland ein Schildbürgerland? Schon der völlig überhastete Beschluss zum kompletten Ausstieg aus der Kernenergie nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan 2011 sorgte bei vielen Beobachtern im Ausland und Inland für Stirnrunzeln. Ein Schildbürgerstreich par excellence traf jedoch bereits rund 25 Jahre zuvor das Atomkraftwerk (AKW) in Mülheim-Kärlich, das sich noch bis etwa 2025 im Rückbau befindet. In den dann immerhin 50 Jahren seit Baubeginn 1975 ist das Kernkraftwerk nur unglaubliche 13 Monate im Leistungsbetrieb gelaufen – vom 1. August 1987 bis zum 9. September 1988. Der Fall des rheinland-pfälzischen AKW ist auch eine Geschichte des deutschen Verwaltungswahnsinns.

Der Schildbürgerstreich kostete RWE und dessen Aktionäre schätzungsweise 5 Mrd. €. Davon entfallen 3,5 Mrd. € auf den Bau, 1 Mrd. € auf den Rückbau und Hunderte Millionen auf die zehn Jahre Stillstand, wie die Verantwortlichen des Essener Stromkonzerns erklären. Von 1988 bis 1998 wurde das Kraftwerk unter voller Betriebsstärke der Mitarbeiter auf Stand-by gehalten, inklusive Erhaltungsarbeiten, Revisionen und Wartungen. Als Ausgleich für den beträchtlichen Schaden durfte RWE schliesslich 107 Terawattstunden (TWh) auf andere Kernkraftwerke übertragen. 2004 erhielt der Konzern dann die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung durch die Verwaltungsbehörden.
… Alles vom 7.2.2019 bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/wirtschaft/wahrzeichen-des-verwaltungswahnsinns-ld.1457672?mktcid=nled&mktcval=107&kid=_2019-2-7
 

World’s Dumbest Energy Policy
Wie sehen uns die anderen? After giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal. Dumb environmental policies are routine across Europe – see Emmanuel Macron’s riot-inducing fuel tax in France – but even by that standard Germany’s new plan to abandon coal is notable. Having wasted uncountable billions of euros on renewables and inflicted some of Europe’s highest energy prices on German households and businesses, now Berlin is promising to kill the one reliable power source Germany has left. That plan comes via a blue-ribbon commission that recommended over the weekend that Germany phase out coal-fired power.

“Dumme Umweltpolitik ist Routine in ganz Europa – siehe Emmanuel Macrons Benzinsteuer in Frankreich, die zum Aufstand führte – aber sogar nach diesem Standard ist Deutschlands neuer Plan, die Kohle aufzugeben, bemerkenswert. Nachdem man unzählige Milliarden Euro für Erneuerbare verschwendet hat und damit deutschen Haushalten und Geschäften einige der höchsten Energiepreise Europas aufgehalst hat, verspricht Berlin nun, die einzige Energiequelle abzuschaffen, die Deutschland noch hat…” (gemeint ist die Kohle)
… Alles vom 29.1.2019 bitte lesen auf
https://www.wsj.com/articles/worlds-dumbest-energy-policy-11548807424

World’s Dumbest Energy Policy, also „Der Welt dümmste Energiepolitik“ – so titelt das Wall Street Journal, eine der angesehensten Finanzmarkt-Zeitungen aus New York, die wahrlich nichts mit US-Präsident Trump zu tun hat, sondern ganz nüchtern mit Business, Aktienbörse und Finanz.
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Deutsche Dummheit (Annalena Baerbock (Grüne) sinngemäß: “Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose und gespeichert wird er in den Stomleitungen”) gepaart mit Gesinnungsethik und Größenwahn sind das eine, die Fakten das andere. Und über die Fakten argumentiert das US-amerikanische “Wall Street Journal”.

Betrachten wir die Fakten: Am heutigen Samstag, den 2.2.2019, liegt laut
https://www.electricitymap.org/?page=country&solar=false&remote=true&wind=false&countryCode=DE
der Energiebedarf in Deutschland bei ca 64 GW (Giga Watt), also 64 Milliarden Watt. Dieser verteilt sich etwa wie folgt:
(1) 15 % bzw. 9.44 GW von AKWs, Wirkungsgrad 99% der installierten Leistung
(2) 46 % bzw. 29.6 GW aus Kohle, Wirkungsgrad 65 % der installierten Leistung.
(3) 10 % bzw. 6.6 GW aus Erdgas, Wirkungsgrad 23 % der installierten Leistung.

(4) 5 % bzw. 3.33 GW aus Windkraft, 6% der installierten Leistung.
(5) 5% bzw. 3.33 GW aus Solar, wie Wind.
(6) nahe 0% Wasser/Pumpspeicher
(7) nahe 0% Bio/Gärfäkalien

(1)-(3) liefern ununterbrochen und zuverlässig Grundlast, auf die die Industrie angewiesen ist. Die Erneuerbaren sind leider nicht grundlastfähig. Solange wir es nicht schaffen, nachhaltig erzeugten Strom bei ökonomisch akzeptablen Umwandlungsverlusten zu speichern, solange sind wir auf (1) – (3) angewiesen. Kein Vorstandsbeschluß irgendeiner politischen Partei kommt an diesen technologischen und physikalischen Gegebenheiten vorbei. Nun das waghalsige Gedankenexperiment: Wir schalten Kohle und Atom ab und fragen Annalena Baerbock (s.o.), woher der Strom kommt. Antwort?
2.2.2019

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Kreuzzüge gegen die Vernunft – Ausstieg aus Kohle und Atomkraft
Kein Mensch mit Verstand wird bestreiten wollen, dass sich die Menschheit mittelfristig von Energie aus Kohle, Erdöl, Gas verabschieden muss.
Aber nur Irrsinige steigen aus Kohle und Kernenergie gleichzeitig aus, ohne zuvor die Energieversorgung zu vertretbaren Kosten und mit gleichwertiger Versorgungssicherheit zu organisieren.
Diese Irren regieren Deutschland.
…. Alles vom 2.2.2019 von Wolfgang Heles bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/herles-faellt-auf/kreuzzuege-gegen-die-vernunft/

China?
hinesische Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen stieg im Jahre 2018 um ziemlich genau das Volumen der gesamten deutschen Kohlestromerzeugung im selben Jahr. Im Herbst 2018 waren in China so viele Kohlekraftwerke im Bau, wie dem gesamten Bestand an Kohlekraftwerken der USA entsprechen. Es bleibt abzuwarten, ob die restliche Welt uns bei dem Versuch der Deindustrialisierung des eigenen Landes folgen wird? Ich habe da allerdings so eine Vermutung …
2.2.2019, R.L., TO
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Über 0,34 % Emissionsanteil weniger die Welt retten? Nein
Ein guter Text, ich stimme Ihnen in fast allen Punkten zu. Es ist ein Irrsinn von den rd. 30.000 Kohlekraftwerken weltweit – 1380 sind im Bau, weitere in Planung – die deutschen 106 abzuschalten, die übrigens zum (großen) Teil nach Osten verkauft werden! Von den gesamten errechneten CO2-Emissionen tragen die 106 Kraftwerke mit 0,34 % bei! Der Verkehr in D. hat einen Anteil von 0,33 %. Wer hier die Welt retten will, kann nicht denken, sondern ist verblendet. Ähnlich verhält es sich bei Feinstaub durch Autoabgasen, und NOx ist derselbe Popanz, insbesondere, da dieses Gas um rd. 2/3 zurückgegangen ist seit Mitte der 90er-Jahre.

Dass Kinder und Jugendliche als rebellische Macht auftreten können (Fridays for Future), ist unverantwortlich und ein Missbrauch und zeugt außerdem weder von Verantwortung noch von der Qualität der Schule, denn die Lehrer müssten, insbesonder an den Gymnasien, die tatsächlichen Fakten auf den Tisch bringen und die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge lehren. Dazu haben die Gymnasiallehrer ein Universitätsvollstudium absolviert!
Diese Verblendeten und, man kann sie schwerlich nicht als „Irre“ bezeichnen, wollen „Schuld“ auf sich nehmen und erheben den Anspruch, eine Rettung der rd. 8 Mrd. Menschen durchführen zu können, und das ist nichts anderes, nach meiner Meinung, als der neuerliche Ausbruch einer verrückten Hybris des „Am-deutschen-Wesen-soll-die-Welt-genesen“!

Doch, man kann und darf nicht versuchen, Nationen abzuschaffen, weil wir Menschen uns durch Gruppenzugehörigkeit definieren, also durch die Kultur und die davon abhängige Zivilisation. Auch wir im gesellschaftlich atomisierten Deutschland gruppieren uns instinktiv mit anderen, die uns v. a. in Denkweise und Verhaltensweise etc. gleichen. Die Sprache selbst ist nicht so wichtig, dafür lernte man Fremdsprachen.
Die Globalisierung ist eine wirtschaftliche Angelegenheit. Eine Einheitskultur kann es nicht geben, weil die Zugehörigkeit dann nicht mehr gegeben ist. Man definiert sich selbst durch Abgrenzung in allen Aspekten der Kultur/Zivilisation – überall zu beobachten bzw. insbesondere an der Absentierung und engem Zusammenschluss/Abgrenzung der Muslime. Das bedeutet, dass man wirtschaftlich durchaus in regem Austausch steht, zusammenarbeitet zum Nutzen aller – nicht wie die Chinesen, die im Wesentlichen aufkaufen und bei sich benutzen – und miteinander regen und guten Austausch auf allen Ebenen pflegt. Das ist etwas ganz anderes als z. B. ein Einheitsstaat Europa oder gar die derzeit in der Praxis angestrebte totale Selbstaufgabe der Nation zugunsten eines Allerweltlandes ohne politische wirksame allgemeingültige Struktur. Das, was dabei herauskommt ist ein Zerfall der Gesamtgesellschaft und ein Zusammenfinden in Einzelstrukturen – die Anfänge haben wir ja mit den Arabern, die ihre eigene Kultur mitsamt ihrer Zivilisation (Gesetze) teils schon durchsetzen.
Eine in dieser Weise meiner Ansicht nach völlig falsch verstandene Globalisierung zerstört und führt zurück in unangenehme, gar finstere Zeiten. Schuld daran ist ein grünlinker Faschismus, der sehr stark im Auftreten und in Behandlung anderer an den Beginn des Faschismus Hitler’scher Prägung erinnert. Es darf nicht weiter die Dummheit und Verbohrtheit fröhliche Urstände feiern.
2.2.2019, B.W., TO

 

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