Holzenergie-Geno

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Holzbeuge an der Immi im Dreisamtal 17.4.2010

 

 

Regenerative Energien aus naturbelassener Biomasse – aus der Region für die Region

Die Badische Holzenergie-Genossenschaft will gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aus den Regionen für die Regionen die Nutzung von regenerativer Energie fördern. Durch die Holzenergie-Geno werden vor allem kleine Projekte aus den Regionen finanziert und somit realisiert.
Investitionsziele:
Kauf und Finanzierung von Nahwärme-Anlagen für MFH, Gewerbe und Kirchen
Unternehmensbeteiligung aus Bereichen Contractoren, Biomasseproduzent, Forschung/Entwicklung Kesseltechnik
Produktion von Biobrennstoffen Pellet/Brikett.
Die Holz Geno wird sich durch Finanzierungen, Investitionen, Beteiligungen an Projekten und Unternehmen beteiligen.
Biomasse als „Öl der Zukunft“ ist wesentlicher Bestandteil der bundesweiten Energiewende.

Hallo liebe engagierte Energiemenschen,

Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die örtliche dezentrale Nutzung regenerativer Energie in der Region fördern. Mit Schwung, Kraft und Ungeduld wollen wir dies im Sinne der Energiewende voranbringen. Unsere gemeinsame Idee ist es, die Mittel der Genossenschaft in wirtschaftlich tragfähige kleine bis große regenerative Energieprojekte einzusetzen.
„Unserer Energie von hier“; mit diesem Leitsatz wollen wir örtliche Unternehmen und Partner für die Realisierung unserer Projekte einsetzen, um so letztlich, neben der regionalen Wertschöpfung und Umweltentlastung, eine nachhaltige Rendite zu sichern. Nach 2-3 Anlaufjahren streben wir eine Rendite von über 5 %/a an.
Jeder Genosse hat schon ab 1.000 € Einlage eine Stimme und kann sein Engagement jederzeit aufstocken, beenden oder als Mitglied der Genossenschaft dauerhaft am wachsenden Wert teilhaben.
In langer Vorarbeit hat es die Holzgeno geschafft, viele Individualisten und die Akzeptanz aller Politiker hinter sich zu bringen. Auch viele namhafte Akteure, Fachleute und Unternehmen sind Partner der Badischen Holzenergie Genossenschaft, wobei wir gleichzeitig für jeden weiteren Partner offen sind.

Badische Holzenergie-Genossenschaft

Oberer Gaisbergweg 19-21, 69115 Heidelberg
Verwaltungsanschrift: Zehntstraße 37, 68723 Plankstadt
Tel 06202 / 40 91 871, Fax 06202 / 40 91 822, info@holzenergie-geno.de
www.holzenergie-geno.de

Vorstand: Andreas Weber & Markus Wallenwein
Aufsichtsrat: Vorsitzender Dr. Ulrich Kaier, kaier.ulrich@holzenergie-geno.de

Holzenergie-Geno.de

Partner der Holzenergie-Geno

Die Holzenergie-Geno arbeitet bei Ihren Projekten, Investitionen und Beteiligungen mit starken Partnern aus den  egionen und der Holz und Pellet Industrie zusammen. Gemeinsam mit unseren starken Partnern wollen wir in der Region in kleinen Schritten die Energiewende schaffen. Partner aus den Bereichen
Contracting / Wärmelieferung
Energiecontracting Heidelberg AG
Bioenergie Shop GmbH

Pelletproduktion / Rohstoffhandel
EC Bioenergie Heidelberg GmbH – www.ec-bioenergie.de
Bioenergie Handel GmbH – www.bes-services.de

Regionalpartner
Bioenergie Shop Rhein-Neckar
Hema-Maier Mannheim GmbH
Südagentur GmbH Freiburg – www.suegagentur.de
Fesa Freiburg GmbH – www.fesa.de
Bioenergie Shop Freiburg – www.bioenergieshop.de
Winkler Energy Viernheim

Unser Partnernetzwerk soll und wird wachsen. Wir freuen uns auf viele weitere kleine und große Partner aus den Regionen zur gemeinsamen Erreichung unserer Ziele.

Contracting: Heizungsanlage und Gebäudedämmung

Heideberg/Rhein-Neckar, 27. November 2013. (red/ms) Der Wunsch, auf erneuerbare Energien umzusteigen, ist mittlerweile sehr präsent in der Gesellschaft. Doch häufig scheitert er an den finanziellen Möglichkeiten. Die Badische Holzenergie Genossenschaft will ein Konzept entwickelt haben, das schädliche Emissionen senkt, Energie einspart und für die Investoren und Kunden eine risikoarme Anlange ist. Im Pressegespräch erläutern Genossenschaftsvorstand Andreas Weber und Aufsichtsrat Dr. Ulrich Kaier die Details.

Noch steckt die Badische Holzenergie Genossenschaft in den Kinderschuhen: 27 Mitglieder, die gemeinsam 74.000 Euro als Einlage investiert haben. Bislang wurde nur ein Projekt umgesetzt. Doch man zeigt sich optimistisch, in der Zukunft Einiges bewegen zu können: Oft wird beim Thema Energiewende nur der Strom beachtet, die Beheizung dagegen stark vernachlässigt. Das ist jedoch ein riesiger Markt, sagt Dr. Ulrich Kaier. Der Diplomingenieur promovierte auf dem Gebiet “Fernwärme, dezentrale Energie” und leitete seitdem mehrere Unternehmen, die mit regenerativen Energien  arbeiten. Heute ist er im Aufsichtsrat der Genossenschaft. Gemeinsam mit Andreas Weber erläuterte Herr Kaier das Genossenschaftskonzept, wie man kostengünstig auf eine Beheizung mit nachwachsenden Rohstoffen umstellen kann – insbesondere, wenn die bislang einzige Alternative eine Ölheizung ist – beispielsweise, wenn Gebiete nicht durch Fernwärme oder Gas erschlossen sind.

Viele Privatpersonen, Gewerbebetriebe, Schulen und sogar ganze Kommunen wünschen sich, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das scheitert allerdings häufig an knappen Finanzen. Dabei sind die laufenden Heizkosten eigentlich sogar häufig geringer – allerdings ist die Umrüstung meistens sehr kostspielig. Daher setze man auf das Geschäftsmodell des Contracting : Hierbei liegen die Kosten für Umrüstungen und die Installationen nicht bei den Kunden, sondern allein beim Anbieter. Bei der Badischen Holzenergie sieht das dann etwa so aus:  Die Genossenschaft bezahlt die neue Heizanlage, nach Wunsch auch die Dämmung des Gebäudes und andere Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Dann wird ein Vertrag auf eine Laufzeit zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren abgeschlossen. Wenn dieser abgelaufen ist, geht die Heizanlage in den Besitz des Kunden über oder eine vereinbarte Restzahlung muss noch geleistet werden. Ähnlich wie beim Auto-Leasing.

Statt Heizöl oder anderen fossilen Ressourcen wird Holz als Brennstoff verwendet – oder besser gesagt Pellets: Das ist Brennmaterial, das aus den Überresten der Forstindustrie anfällt. Für einen Liter Öl bedarf es etwa zwei Kilogramm, um die gleiche Wärmeleistung zu erzeugen – dennoch kommt man damit billiger davon: Denn das Kilo Pellet-Material kostet nur etwa ein Viertel dessen, was ein Liter Öl kostet. Momentan wird noch wesentlich mehr Pellet-Material erzeugt als verbraucht wird. Somit ist die Heizmethode zumindest noch jetzt vollkommen nachhaltig – zumal der CO2-Verbrauch im Vergleich zu Öl um etwa 96 Prozent reduziert wird.

   Andreas Weber (links) und Dr. Ulrich Kaier von der Holzenergie-Geno
Für wen lohnt sich der Umstieg?
Die Genossenschaft will Holzpellet-Kessel mit einer Leistung zwischen 50 Kilowatt und 800 Kilowatt anbieten. Das reicht aus, um ganze Schulen oder kleine Gewerbebetriebe zu beheizen – für Ein-Familien-Häuser ist das allerdings viel zu viel. Hauptzielgruppe sind mittelgroße Gebäude, die keine Fernwärme nutzen können und mit alten Öl-Anlagen warm gehalten werden. Bislang hat die Badische Holzenergie nur ein Projekt umgesetzt – das allerdings mit großem Erfolg: Ein Mehrfamilienhaus in Lenzkirch mit 14 Wohneinheiten. Vorhanden war eine Ölheizung, die bereits 30 Jahre alt war, mit einem 85 Kilowatt-Kessel. Die Anlage verbrauchte jedes Jahr etwa 14.000 Liter Heizöl und verursachte durchschnittliche Kosten von mehr als 14.000 Euro.
Nach der Umrüstung zahlen die Bewohner nur noch 12.000 Euro pro Jahr. Außerdem wurde der CO2-Ausstoß um 37 Tonnen reduziert.  Die Investitionskosten in Höhe von etwa 45.000 Euro trägt ausschließlich die Genossenschaft. Für die Mitglieder dennoch ein lukratives Gechäft: Denn sie erhalten auf ihre Einlage derzeit 3,5 Prozent Rendite. Und sie haben als Mitglieder Einblick in alles, was die Genossenschaft macht.

Wer ist Nutznießer?
Der Vorstand und der Aufsichtsrat arbeiten ehrenamtlich. Dennoch steckt natürlich ein wirtschaftliches Interesse dahinter: Zum einen machen sie durch ihre Rendite Gewinn. Zum anderen durch die verrichteten Arbeiten: Genaugenommen führt die Genossenschaft nämlich gar keine Umrüstungen durch – sondern organisiert und finanziert sie. Ziel ist es, möglichst den gesamten Wertschöpfungsprozess in der Region durchzuführen. Beim Mehrfamilienhaus in Lenzkirch ist das laut Darstellung gelungen: Alle Leistungen wurden von Anbietern aus einem Umkreis von 60 Kilometern verrichtet. Auch der Brennstoff soll möglichst aus der Nähe kommen. Gerade noch zu verkraften seien Transportwege von bis zu 250 Kilometer, sagt Herr Weber. Wünschenswert wäre noch weniger, allerdings gäbe es nicht in jedem Dorf ein Pallet-Werk, diese seien eher rar. Um die Auftragsvergabe kümmert sich die Genossenschaft: Unter diversen Partnern, die verschiedene Arbeiten anbieten, sind auch zwei Unternehmen, von denen eines Herr Dr. Kaier und das andere von Andreas Weber gegründet wurden. Das soll allerdings nicht zu Konflikten führen – sagt Herr Weber: Wir wollen offen gegenüber allen sein. Wenn ein lokaler Anbieter die gleiche Arbeit günstiger verrichten kann, soll der auch bevorzugt werden. Hier geht es wirklich nicht darum, wer das macht, sondern dass es gemacht wird. Daher sei auch der Aufbau eines Partnernetzwerkes von zentraler Bedeutung: Bislang suche man Gespräche mit zahlreichen anderen klimabewussten Genossenschaften und Institutionen, um künftig effektiv kooperieren zu können. Ein Beispiel von vielen sei die KliBa.

Welches Risiko besteht?
Für die Kunden (Contracting-Nehmer) gäbe es quasi gar kein Risiko, meint Herr Dr. Kaier. Diese seien ja an der Investition nicht beteiligt. Somit wäre selbst das schlimmste Szenario – also der Bankrott der Genossenschaft – halb so wild, da sie nur zuzusehen bräuchten, woher sie jetzt ihren Brennstoff erhalten. Ob das tatsächlich im Ernstfall so einfach geregelt werden kann? Hierzu hätte man sich mehr Informationen gewünscht. Für die Mitglieder der Genossenschaft bestehe das gleiche Risiko, wie bei allen anderen Investes auch: Im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Allerdings mache man sich darüber eher wenig Gedanken: Wir bieten klimafreundliche Leistungen zu einem günstigeren Preis. Da wird die Nachfrage entsprechend hoch sein. Derzeit beträgt die Rendite 3,5 Prozent – das ist weit mehr als man auf Sicht auf jedem Sparbuch erhält. Doch wie sicher ist es, dass es dabei bleibt? Herr Weber scheint jedenfalls sehr überzeugt von dem Modell: Im gleichen Satz, in dem er sagt, man müsse realistisch sein und dürfe nicht zu viel versprechen, redet der frühere Banker von einer angestrebten Rendite zwischen drei und fünf Prozent.

Für 2014 sind derzeit sieben Projekte geplant – diese könnten nur an einer mangelnden Finanzierung scheitern, ansonsten sind sie bereits zugesagt – sobald genug Einlagen vorhanden sind, werden sie realisiert. Gerne würde man noch mehr machen – allerdings ist auch das davon abhängig, wie viele neue Mitglieder zu finden sind. Die Mindesteinlage für den Beitritt liegt bei 1.000 Euro, wobei auch höhere Summen eingelegt werden können. Das Stimmrecht bleibt paritär, richtet sich also nicht nach Höhe der Einlage. Wenn abgestimmt wird, hat jede Anleger eine Stimme. Insgesamt machte das Konzept einen soliden, gut durchdachten Eindruck von erfahrenen, im Markt aktiven Experten. Klar ist, dass hier nicht nur altruistisch gehandelt wird. Klar ist aber ebenso – wenn nicht maßlos übertrieben wurde – dass die Projekte der Badischen  Holzenergie Genossenschaft für alle beteiligten Parteien vielversprechend klingen.
27.11.2013, M. Schredle

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