Kernkraft

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Belchen mit Belchenhaus im Hochschwarzwald im Januar 2019

Belchen mit Belchenhaus im Hochschwarzwald im Januar 2019

 

 

Nuklearia – Information über Kernenergie
Die Nuklearia sieht in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung. Warum? Weil sie in weit mehr als ausreichendem Umfang zur Verfügung steht und das rund um die Uhr. Kernenergie verbraucht nicht solch riesige Landflächen wie Wind- und Solaranlagen, und sie ist grundlastfähig. Erneuerbare Energien sind eine sinnvolle Ergänzung, aber für ein Industrieland sind sie für sich allein weder ausreichend noch verlässlich. In der Bevölkerung sind Kenntnisse über Kernenergie nur unzureichend verbreitet. Anstelle von Wissen finden sich meist nur Fehlinformationen oder Mythen. Kernkraft betrachten viele als Bedrohung der Menschheit.
Gegen diese Fehlinformationen arbeiten wir und haben dazu den Nuklearia e.V. gegründet. Im Verein wollen wir Menschen informieren und Sachinformationen zu Kernkraft, Strahlung usw. weitergeben.

Der Verein Nuklearia e.V. ist gemeinnützig und ganz bewusst partei- und konzernunabhängig. Entstanden ist er aus der AG Nuklearia der Piratenpartei.
https://nuklearia.de/

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Atomkraft, ja bitte! Wie bitte?
Wer Klimaschutz will, sollte auf eine neue Generation von Kernreaktoren setzen. Sie würden nicht nur CO₂-arm Strom liefern, sondern könnten sogar den Atommüll selbst verbrennen.
Hinterher schimpften Kritiker über “Maßnähmchen”, über einen “Schlag ins Gesicht von 1,4 Millionen Demonstranten”, über ein Klimapaket “ohne Lenkungswirkung”. Knapp zwei Wochen ist es her, dass die Bundesregierung bekannt gab, wie sie bis zum Jahr 2030 die Klimaziele einhalten will – und seit knapp zwei Wochen hagelt es Schelte: Ein bisschen CO₂-Steuer hier, ein wenig Ökostrom-Forderung da, obendrein günstigere Bahntickets – man muss kein “Fridays for Future”-Aktivist sein, um sich über dieses Stückwerk zu wundern. Denn tatsächlich gäbe es eine so viel wirksamere Maßnahme!
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Deutschland braucht neue Atomkraftwerke.
Atomkraft? In Deutschland? Ist dieses Thema nicht spätestens mit dem Ausstiegsbeschluss von 2011 endgültig erledigt? Warum sollte sich das Land wieder Diskussionen über Kernenergie antun? Ganz einfach: Weil wir mit der CO₂-Bepreisung allein das Klima nicht retten werden. Und: Weil Physiker und Ingenieure in den vergangenen Jahren, unbemerkt von einer atomhysterischen Öffentlichkeit, gewaltige Fortschritte gemacht haben.
Inzwischen gibt es moderne Reaktoren, die Energie aus bereits angefallenem “Atommüll” gewinnen können. Allein aus den gebrauchten Brennelementen in den verschiedenen Zwischenlagern könnte Deutschland 250 Jahre lang komplett mit Strom versorgt werden. Die Reaktoren der sogenannten Generation IV würden damit nicht nur die Endlagerfrage lösen, sie würden auch die Menge des nutzbaren Urans um das 50- bis 80-Fache strecken, sodass es für Zehntausende Jahre Stromerzeugung reichen würde – und das alles klimafreundlich und emissionsfrei.
Wie geht das? Um dies anschaulich zu machen, muss man sich die Funktionsweise eines Kernkraftwerks in Erinnerung rufen: Im Reaktorkern werden Uran-Atomkerne gespalten. Dabei entsteht Wärme, mit der wiederum Wasser verdampft wird. Der Wasserdampf wird auf eine Turbine geleitet, die einen Generator antreibt, der Strom erzeugt. So weit, so gut. Oder eben auch nicht.
Denn ein Nachteil der bisherigen Leichtwasserreaktoren besteht darin, dass sie als Brennstoff Uran-235 benötigen, das aber nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Urans ausmacht.
Um eine kontrollierte nukleare Kettenreaktion in Gang zu setzen, werden die Brennstäbe mit Neutronen beschossen. Jede dadurch erzeugte Kernspaltung entlässt weitere Neutronen, die wiederum Kernspaltungen auslösen. Diese Kettenreaktion setzt unglaublich viel Energie frei. Ein einziges Gramm Uran liefert mehr Energie als die Verbrennung von zwei Tonnen Kohle.
Der Haken dabei ist: Die freien Neutronen, die “Antreiber” der Kettenreaktion, werden durch das Kühlwasser im Reaktor stark abgebremst. Das ist einerseits erwünscht, weil langsame Neutronen das Uran-235 leicht spalten. Allerdings bleibt der Großteil des Urans, das nicht spaltbare Uran-238, praktisch ungenutzt.
Aber was, wenn man statt Wasser ein anderes Kühlmittel verwendet – eines, das die Neutronen nicht so stark abbremst? Dann könnten die schnellen Neutronen auch das Uran-238 spalten – ein gewaltiger Vorteil! Nun, ein solches Kühlmittel gibt es: flüssiges Natrium. Reaktoren, die mit nicht abgebremsten Neutronen arbeiten, heißen “schnelle Reaktoren”. Sie sind in verschiedenen Varianten seit den 1950er-Jahren in Betrieb, auch als Strom erzeugende Leistungsreaktoren.
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Atommüll könnte zur Energiequelle werden
Uran-238 kommt in der Natur reichlich vor, es wird in Minen abgebaut. Auch die “abgebrannten” Brennelemente bestehen zum größten Teil aus Uran-238, und Anreicherungsanlagen lassen große Mengen abgereichertes Uran-238 zurück. Doch nicht nur Uran-238 wird in schnellen Reaktoren zum Brennstoff. Gerade der problematische Atommüll lässt sich verwerten: Die sogenannten Transurane – vor allem Plutonium – sind hochradioaktiv und zugleich so langlebig, dass man sie 300.000 Jahre lang lagern müsste, bis sie auf das niedrige Niveau des ursprünglichen Urans abgeklungen sind.
Beschießt man sie aber mit schnellen Neutronen und spaltet sie, minimiert sich diese Zeit für ihre Spaltprodukte auf ein Tausendstel. Sprich: Nutzen wir diesen Atommüll in modernen Kernkraftwerken als Brennstoff, ist die Radioaktivität der übrig bleibenden Reststoffe nach 300 Jahren nicht bedenklicher als das Uran, von dem sich ein paar Gramm in jedem Vorgarten finden. Bis dahin könnten wir diese Abfälle gut abgeschirmt in Castor-Behältern verwahren.
Das heißt: Der Atommüll, der über die vergangenen Jahrzehnte angefallen ist, könnte zur Energiequelle werden. Das Potenzial ist gewaltig. Allein aus den “abgebrannten” Brennelementen und dem abgereicherten Uran ließe sich die Bundesrepublik nicht nur komplett mit Strom versorgen – emissionsfrei und ohne ein einziges Gramm aus einer Uranmine. Denkbar ist ebenfalls, aus dem nuklearen Abfall Energie für Wärme- und synthetische Kraftstoffgewinnung zu schöpfen.
Natürlich gilt auch für die neuen Reaktoren: keine Technik ohne Risiko. Wer Natrium und seine heftige Reaktion mit Wasser oder Luft aus dem Chemieunterricht kennt, wird den Einsatz als Kühlmittel in Kernreaktoren für keine gute Idee halten.Doch der Eindruck täuscht: Natrium verbrennt mit relativ geringer Energiefreisetzung. Anders als viele glauben, bleiben Brände klein.
Bestes Beispiel dafür ist der russische Reaktor BN-600 im Kernkraftwerk Belojarsk. Nachdem er 1980 in Betrieb ging, kam es nach Angaben russischer Wissenschaftler in den ersten 14 Jahren zu 27 Natriumleckagen, davon sechs größere und 14 mit Bränden. Doch keiner davon führte zu größeren Sach- oder Personenschäden.
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Atommüll in Deutschland
Nach dem Abschalten aller Kernkraftwerke gibt es folgende Menge an radioaktiven Abfällen
Grafik:
27.500 m3 hochradioaktiv
300.000 schwach- und mittelradioaktiv
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Aber kann man russischen Angaben über Pannen in Kernkraftwerken wirklich trauen? Die Statistik ist immerhin plausibel, denn die Anlage ließ sich jedes Mal reparieren und ist noch immer in Betrieb. Heute sind die Startschwierigkeiten vorbei: Vom Nachfolger BN-800 sind keine Natriumbrände bekannt. Diese Anlage vernichtet als “schneller Brenner” Plutonium aus sowjetischen Atomwaffen.
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Weitere Abfälle
Grafik:
100.000 m3 Rückstäände aus der UrananreicherungsanlageGronau
220.000 m3 Abfälle ausder Schachtanlage Asse II

Apropos Plutonium: Ein weiterer Einwand lautet, dass in schnellen Reaktoren waffenfähiges Plutonium entsteht, sofern sie als Brüter arbeiten. Da ist etwas dran. Die strenge Überwachung der Anlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde ist daher unverzichtbar – was auch heute schon der Fall ist.
Das Funktionsprinzip ist nicht neu
Natrium als Kühlmittel bietet aber zudem Sicherheitsvorteile: Der Reaktor steht nicht unter dem gewaltigen Druck eines Leichtwasserreaktors, sondern arbeitet bei Normaldruck. Ein Leck ließe flüssiges Natrium nicht wie Wasser explosionsartig herausschießen, verdampfen und unter Umständen eine radioaktive Wolke freisetzen. Natrium liefe lediglich aus dem Leck heraus und würde sich verfestigen. Womöglich käme es zu einem gut beherrschbaren Natriumbrand.
Natriumgekühlte Schnellreaktoren zählen zur vierten Generation von Kernreaktoren, deren Entwicklung ein Zusammenschluss von 14 Staaten koordiniert, darunter Russland, die USA, Frankreich und Kanada. Deutschland gehört nicht dazu. Die Bundesrepublik hat es verpasst, diese Technik weiterzuentwickeln. Dabei stand auch Deutschland mit dem schnellen Brüter in Kalkar in den 1980er-Jahren kurz davor, das Atommüllproblem zu lösen, noch bevor es eines wurde. Doch mit der Atompanik nach dem Tschernobyl-Unglück 1986 kam für den Brüter das politische Aus. Das Funktionsprinzip natriumgekühlter Schnellreaktoren ist nicht neu; alle Anlagen zusammen kommen auf über 450 Betriebsjahre. Neu ist das Bestreben, die umfangreichen Erfahrungen in marktreife Produkte umzusetzen und diese in relevanten Stückzahlen zu bauen.
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Mit Abstand führend ist dabei Russland, auch in China sollen Schnellreaktoren ab Mitte des Jahrhunderts die vorherrschende Reaktortechnik stellen. Der nächste natriumgekühlte Leistungsreaktor dürfte 2020 in Indien in Betrieb gehen. Nach 25 Jahren Stillstand haben zudem die USA Anfang 2019 die Entwicklung schneller Reaktoren wieder aufgenommen. Zunächst will das Energieministerium einen Testreaktor bauen, als ersten Schritt, um den Rückstand zu Russland und China aufzuholen.
Frankreich hatte bis 2019 am Schnellreaktorprojekt “Astrid” gearbeitet, dem sich auch Japan angeschlossen hatte. Ende August erklärte die Forschungsbehörde jedoch, erst einmal keinen Prototyp bauen zu wollen. Sie sieht den Bedarf für Reaktoren der Generation IV erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts.
Deutschland hingegen steht mit seinem Atom- und Kohleausstieg international isoliert da. Kein anderer Staat wagt ein derart riskantes und teures Experiment.
Durch den Bau schneller Reaktoren stünde für Jahrtausende CO₂-arme Energie im Überfluss zur Verfügung – nicht nur für Deutschland, sondern auch für den schnell wachsenden Bedarf in Schwellen- und Entwicklungsländern. Worauf warten wir?
… Alles von Rainer Klute vom 1.10.2019 bitte lesen auf
https://www.zeit.de/2019/41/kernkraftwerke-atomkraft-energiewende-atommuell/komplettansicht
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Rainer Klute:
Jahrgang 1961, ist Diplom-Informatiker und Nebenfach-Physiker. 2013 gründete er den Verein Nuklearia e. V., dessen Vorsitzender er bis heute ist. Der Verein ist aus einer Arbeitsgruppe der Piratenpartei hervorgegangen und beschreibt sich als streng unabhängig von der Atomwirtschaft. Er setzt sich für eine “nukleare Re-Alphabetisierung” Deutschlands ein und hat rund 200 Mitglieder.
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Einige Kommentare::
… das Thema hat religiöse Züge
Kernkraftgegnern können Sie mit Argumenten nicht kommen. So vernünftig es wäre, moderne Atomkraft zu nutzen: das Thema hat religiöse Züge. Keine alteingesessene Partei, keine Regierung könnte auch nur andeuten, wieder in größeren Kategorieren auf Kernkraft zu setzen. Diese wäre sofort weg vom Fenster. Was soll man deshalb dazu sagen? ‘Im heutigen politischen Klima nicht vermittelbar’
1.10.2019,A.W.G, ZO
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Am Thema Kernkraft haben wir 2011 das erste mal gesehen, was passiert, wenn man populistischen und hysterischen Forderungen einer Partei nachkommt. Statt einer Sachdebatte um eine eventuelle Modernisierung bestehender Akw ist man lieber einer ökopopulistischen Forderung gefolgt, d uns heute die höchsten Strompreise gebracht hat.
1.10.2019, Li

Sicher?
Da bin ich eigentlich nicht beruhigt. Die Aufsichtsbehörden wurden eher soweit und gut etabliert, weil es so viel Kritik an der Atomenergie gegeben hat. Es klingt absurd, aber ich bin der Meinung, dass es die Gegner waren, die die Kernenergie sicherer gemacht haben.
Ihre beschriebenen Idealbedingungen an Sicherheit wird es nie geben, so wünschenswert sie auch sind. Und wir wissen alle, dass man nach jeder Katastrophe feststellen muss, dass wieder irgendein Risiko unterschätzt oder übersehen wurde. Bei Kernenergie wäre das unentschudlbar.
Und leider informieren Sie sehr einseitig, weil sie anscheinend nicht wahr haben wollen, dass die Probleme der erneuerbaren Energien mit der Volatilität längst gelöst werden können. Ich glaube, dass die Kernenergie sicherlich technisch weitergekommen ist. Aber seinen sie doch nicht so verbohrt und tuen sie nicht so, als ob dort die Entwicklungen stehen bleiben würden. Hier ist der Fortschritt wesentlich rasanter…
1.10.2019, L.B.,
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Sicher!
Ob ein Kernkraftwerk sicher ist oder nicht, entscheidet zum Glück nicht der Betreiber, sondern die Atomaufsichtsbehörde. Da bin ich ziemlich beruhigt. Was das Preisargument betrifft, wäre ich schon zufrieden, wenn wir gleiche Bedingungen für alle Stromerzeuger hätten, völlig unabhängig von der Technik – und natürlich inklusive Kernenergie. Die Versorgungsicherheit ist dabei auch ein Thema. Ein Solar- oder Windstromerzeuger kann ja nicht auf Abruf die gewünschten Strommengen liefern, sondern ist abhängig von dem, was das Wetter gerade bietet oder eben nicht bietet. Dieser Mangel muss sich natürlich im Preis niederschlagen. Als planbarer Erzeuger kann Kernenergie hier punkten, von CO2-Bepreisungen profitieren und zugleich Systemdienstleistungen verkaufen. Letztere dienen dazu, das Stromnetz stabil zu halten, insbesondere durch Regelenergie. Das ist umso wichtiger, je höher der Anteil volatiler Erzeuger (Sonne, Wind) im Netz ist.
1.10.2019, Rainer Klute
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Hochrisikotechnologie?
Der Artikel lässt es so aussehen, als wären alle Probleme der Kernenergie mittlerweile gelöst. Angenommen das wäre tatsächlich so (die Praxis ist ja meistens etwas komplizierter), blieben einige Probleme, die das Ganze ad absurdum führen:
Kernkraft war schon immer irrsinnig teuer. Allein die Summe der Subventionen seit den 50er Jahren ist atemberaubend. Für neue marktfähige Reaktoren wären erneut viele Milliarden an Steuergeldern nötig. Nimmt man die EPR-Baustellen Olkiluoto und Flamanville als Beispiel (11-15 Jahre Bauzeit, ca. 9-10 Milliarden € Baukosten) wird schnell klar, dass diese Technologie auch in abgewandelter Form keine Probleme lösen wird.
Hinzu kommt, dass es sich weiterhin um eine unversicherbare Hochrisikotechnologie handelt. Solche Anlagen unter Klimawandelbedigungen zu betreiben ist grob fahrlässig (auch die “neuen” werden wohl Kühlwasser brauchen, siehe Abschaltungen 2018; zunehmende Naturgefahren usw.).
Kernkraft ist auf stabile Staatengefüge angewiesen. Aktuelle weltpolitische Lage anschauen, hunderte Mio. zukünftige Klimaflüchtlinge plus entstehendes Kernwaffenfähiges Material addieren: Es werden hier mehr Probleme geschaffen als gelöst.
1.10.2019,IY, ZO
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Mutig. Und, so wie ich das sehe, richtig.
Ansonsten müssten bald mal hunderte Pumpspeicherwerke aus dem Ärmel geschüttelt werden, oder Kapazitäten in Norwegen – und die Stromtrassen sind auch noch nicht im Bau. Warum wohl? Vielleicht war man sich dessen schon länger bewusst?
Vielleicht hat mal wer nachgerechnet, was es bedeutet, intermittierende Wege der Stromerzeugung – schon nur für den heutigen Bedarf – zu puffern. Wie gross die Verluste sind etc..
Dabei ist es einfach:
ca. 1000h Nennleistung/anno: Photovoltaik
ca. 2200 Nennleistung/anno: Windenergie
7-8000h Nennleistung/anno: Kernkraftwerke
Will man Wohnraum erwärmen oder Mobilität ohne fossile Energieträger, dann bleibt nahezu nur der elektrische Strom.
Ja, man mag massiv EE ausgebaut haben, um nennenswerte Anteile des Strommix so zu erzeugen. Nichtsdestotrotz machen die EE, also alle heute installierten Anlagen, nichtmal 10% des Energiemix der BRD aus. Eine Kugel Eis.
1.10.2019, KM18
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Ich denke es ist wirklich an der ZEIT sich diesem Thema anzunehmen …..
Bin Greta fan und auf dem ‘weg zum veganer’ und liebe solar und wind power – und eher bisher gegen Atomkraft …
ABER hab die netflixserie ‘inside Bill Gates Brain’ auf Nefflix vor ein paar tagen gesehen: nach milliardenschweren Investitionen in Verbesserung der Sanitaeren anlagen – und von Impfungen – hat sich die Gates foundation mit ENERGIE und CLIMATE CHANGE
Seit ein paar jahren beschaeftigt www.terrapower.com
Gates (und der ist nicht ‘auf den Kopf gefallen’) kommt in seiner Analyse dazu dass Kernkraft im zentrum der reduction von cO2 steht ……
Es gibt zig youtubes dazu (er argumentiert dass wind und solar nicht im stande sind groessere ballungsraeume zu versorgen – sein beispiel tokio)
Es erschient mir in der Argumentation ziemlich stichaltig – den gesamten Energiebedarf der USA koennte man mit dem bereits angehaeuften Atommuell ueber 100 jahre lang decken……
Gates hat millionen oder wahrscheinlich millliarden bereits investiert und Xi wollte einen diser reaktoren in China bauen – aber derzeit wegen handeslkonflikt auf Eis gelegt……
es erscheint mir wert darueber in der oeffentlichen diskussion etwas meher Energie zu legen…..
danke ZON
1.10.2019, M.H., ZO
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Forschung einzustellen war grundfalsch: Deutsche Verdummung
Das mag alles richtig sein. Auch vielleicht der Ausstieg. Aber eines war grundfalsch; Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet einzustellen bzw. gesetzlich zu verbieten.

Dies war der Angst der Grünen geschuldet, dass doch was dran sein könnte an der Kernenergie. So wie die Kirche im Mittelalter natürlich wusste, das sich die Erde um die Sonne dreht, aber jeden verfolgte der genau das behauptete. Grüne Ideologie ist aus meiner Sicht rückwärts gerichtet. Technologischer Fortschritt ist zu bekämpfen. Autoindustrie, Gentechnologie, Transrapid, hohe Bahngeschwindigkeiten, Kernenergie. Alles nicht zukunftsweisend. Ich wette als nächstes ist die chemische Industrie dran.
10.10.2019
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Expertenmeinung, Streitgespräch: Warum nicht?
Ich möchte gerne einmal von einem echten Atomkraftexperten/Atomphysiker etwas über die Thematik „Atomkraft der in Zukunft“ hören. Eine echte Expertenmeinung, die die verschiedenen Kraftwerksarten vergleicht. Kein Informatiker, nicht Bill Gates (Terra Power/Werbefilm auf Netflix) und auch nicht Harald Lesch. Bittet doch so jemanden mal zum Interview oder Streitgespräch mit einem Atomkraftgegner.
Neben diesen Natrium-gekühlten Atommüllverbrennenden Kraftwerken, von denen ich vor kurzem das erste mal in besagter Netflix Doku gehört habe und jetzt hier, findet man auch das Konzept des Thoriumreaktors, der sicher sein soll und wenig strahlenden Müll produzieren soll. Immerhin wird ja in Deutschland auch noch an Fusionsreaktoren geforscht (auch umstritten). Ich vermute die Skepsis bei dem allem ist so groß, weil keiner wirklich versteht. Sonnen-, Wind- und Wasserenergie sind dafür „natürlich“ und selbsterklärend. Ich würde mich über mehr Aufklärung hier auf ZO freuen und möchte mich für eine sichere, belastungsarme, fossile-brennstofffreie Zukunft aussprechen.
P.S. Ich weiß es bestimmt nicht besser als der Autor, aber ob Natrium wirklich eher ungefährliche Brände verursacht? Kann dazu noch jemand Belege etc. liefern?
1.10.2019,
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Es klingt faszinierend, dass man mit den Schnellen Brüter,
den bis heute angesammelten Atomüll nutzbar machen kann. Leider arbeitet solch ein mit Natruim gekühlter Schneller Brüter nicht drucklos ( 10 bar statt 100 bar bei Leichtwassereaktoren). Wenn es eine Leckage gibt, dann explodiert der Reaktor und Natruim reagiert heftig mit Wasser. Solche Brände stellen ein Problem dar, welches aber kleiner zu bewerten ist als das entstehende waffenfähige Plutionium. China und Russland bauen solche neuen Anlagen, welche grundlastfähig sind und die Stromdellen bei Wind- und Solarkraftwerken zu kompensieren. Das CO² Problem könnte damit gelöst werden, dann kann die Gebäudeheizung elektrisch erfolgen und die E-Autos können klimaneutral geladen werden, vorrausgesetzt die Infrastruktur(Leitungsnetz) ist vorhanden.
Aber ich fürchte der Wiedereinstieg ist mit Argumenten einer überwiegenden Mehrheit politisch nicht mehr vermittelbar, obwohl die “Energiewende” ohne Speicher wie Prof.Sinn erkannt hat ins “Nichts” führt.
1.10.2019, Gri., ZO

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Die Kernenergie und das Bild, das wir von ihr haben – Technik ist immer politisch
Anna Veronika Wendland
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…. Den ersten Teil des Beitrags lesen Sie bitte auf JF ….
Die zivile Kernenergienutzung, so Jungk, erfordere ein derart hohes Maß an Absicherung der kerntechnischen Anlagen und Materialien vor Proliferation und Terrorismus, daß diese Vorkehrungen schließlich die Arbeitnehmer- und Bürgerrechte zersetzen würden. Die Anti-Atom-Bewegung übernahm diese Imagebildung der Kerntechnik bereitwillig. Ihr militanter Flügel sah sich ohnehin in Frontalgegnerschaft zum Staat. Er attackierte die Kernkraftwerke als Symbole des verhaßten rheinischen Kapitalismus, aber auch des Modell-Deutschland-Staates der SPD. So wurde die Kernenergie „rechts“ und ihre Gegner „links“. Die damals sich einbürgernden Ausdrucks- und Verfahrensformen der deutschen Kerntechnik schienen diese Vision zu bestätigen. Die Atomanlagen erschienen aus der Außensicht als Bastionen, die sich mit zonierten Zugangskontrollen und martialischen Sicherungsanlagen gegen die Bevölkerung abschotteten.
Vor kurzem brachte Christian Meyer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, das Kunststück zustande, gar nicht mehr mit den traditionellen Argumenten von Macht- und Staatsnähe zu begründen, daß Kernenergie „rechts“ sei – was im real existierenden Energiewende-Staat ja auch reichlich absurd wäre. Es reiche zu wissen, twitterte Meyer, daß die AfD für Kernenergie sei. Dieses Bild der AfD-Atomkraft ist der vorläufig letzte Akt in der Geschichte der „Rechts“-Verortung der Kerntechnik. Es ist ein Abgrenzungsakt, den man nötig zu haben glaubt, weil die Diskurs-Fronten gerade wieder in Bewegung kommen. Die Kohleausstiegs-Politik der Bundesregierung ist eine Reaktion auf die klimapolitische Mobilisierung – aber sie riskiert damit gleichzeitig die Sicherheit unserer Stromversorgung, weil sie vorher schon die Kernkraft in die Wüste geschickt hat. Nun sucht man sein Heil im russischen Gas als Backup für grünen Flatterstrom.

Doch folgt man den Empfehlungen namhafter, rechter Sympathien gänzlich unverdächtiger Klimawissenschaftler wie James Hansen, so ist eine CO2-neutrale Industriegesellschaft unter gleichzeitiger Beibehaltung ihres Wachstums- und Entwicklungsversprechens nur mit intensiven Prozessen der Energieumwandlung möglich, nicht aber mit energiearmen und extensiven Lösungen, wie sie die Erneuerbaren anbieten. Der einzige derzeit im großtechnischen Maßstab nutzbare, energieintensive und gleichzeitig CO2-arme Prozeß ist die Kernspaltung. Diese Position wird neuerdings auch als „Ökomodernismus“ oder „Ökorealismus“ bezeichnet.

Das „rechte“ Image der Kernenergie ist kulturell und politisch hergestellt worden – und genau deswegen ist es umkehrbar. Die antinukleare Meistererzählung war nur deswegen so erfolgreich, weil niemand ihr eine alternative Sichtweise gegenüberstellte.

Ökorealisten schauen auf die Potentiale einer Technologie, nicht auf ihre Images. So könnte man, die entsprechende Form öffentlicher Finanzierung und Verwaltung vorausgesetzt, auch ein Kernkraftwerk als Bürgerkraftwerk betreiben. Umgekehrt straft die aktuelle Entwicklung das von der Öko-Bewegung gern gepflegte Image von den sanften, dezentralen und somit automatisch demokratischeren Umgebungsenergien Lügen. Rund um die „Erneuerbaren“ tummeln sich heute Großkonzerne, Subventionsjäger und Lobbyisten. Die Finanzierungsmodelle der Energiewende haben zu einer gigantischen Umverteilung von unten nach oben, aus den Taschen von Mietern und Kleinverdienern in die Aktiendepots von Grundbesitzern und Investorengruppen geführt. Eigentlich sollte das Linken zu denken geben. Technik-Determinismus ist also vollkommen fehl am Platze.

Das „rechte“ Image der Kernenergie ist kulturell und politisch hergestellt worden – und genau deswegen ist es reversibel. Derzeit haben Atomgegner die Diskurshegemonie: Katastrophale Unfälle, unbewohnbare Landschaften und unbeherrschbarer Atommüll dominieren alle Diskussionen, was in bizarrem Gegensatz zur gänzlich unspektakulären Betriebserfahrung der deutschen Kerntechnik steht. Diese antinukleare Meistererzählung, nicht die Unzulänglichkeit der deutschen Kernkraftwerke ist es, die Deutschland nach Fukushima in den überhasteten Atomausstieg getrieben hat.

Doch sie war nur deswegen so erfolgreich, weil niemand ihr eine alternative Sichtweise gegenüberstellte. Will man Akzeptanz für die Kernenergie zurückgewinnen, muß man erstens eine unanfechtbare technische Lösung präsentieren – etwa einen inhärent sicheren, atommüllfressenden Vielzweckreaktor wie den Dual-Fluid-Reaktor (DFR) – und zweitens die kulturell-politische Produktion dieser Technologie wieder selber steuern. Man darf also das Sprechen über Kernenergie nicht mehr jener Diskurskoalition aus Grünen, SPD, Umwelt-NGOs und Medien überlassen, die bislang alleine bestimmte, was über „Atom“ gesagt werden durfte und was nicht. Dazu bedarf es einer Gegen-Diskurskoalition, in der sich parteienübergreifend all jene organisieren könnten, die für evidenzbasierte Politik eintreten.

Theoretisch könnten die Aufklärer und Ökorealisten sogar Teile der Grünen und der Klima-Jugendbewegung zurückgewinnen. Einstweilen singen letztere noch das traditionsgrüne Lied von der schönen neuen Welt ohne Kohle und Atom. Aber das könnte sich ändern – entweder infolge schlechter Erfahrungen, wie der eines großen und opferreichen Stromausfalls, oder infolge besseren Wissens. Dazu gehört Wissen über die Realitäten der Energiewende genauso wie Wissen über neue Formen von Kerntechnik sowie über den Forschungsstand der Strahlenbiologie, was Ängsten vor Super-GAU und Strahlung den Garaus macht. Und dazu gehört die Erkenntnis, daß es aller diskursiven Umkleidung zum Trotz keine rechten oder linken Formen von Stromerzeugung gibt, sondern nur funktionierende und nicht funktionierende.
11.7.2019, Technik ist immer politisch – Die Kernenergie und das Bild, das wir von ihr haben ,
Junge Freiheit 29/19, Seite 18
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Dr. Anna Veronika Wendland, Jahrgang 1966, ist Osteuropa- und Technikhistorikerin am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Forschungsbedingt arbeitet sie gelegentlich in Kernkraftwerken. In ihrer Freizeit schreibt sie für die Online-Plattform salonkolumnisten.com sowie für Energie-Blogs und engagiert sich für den Verein Nuklearia, der sich die kerntechnische Re-Alphabetisierung der Deutschen zum Ziel gesetzt hat.
https://nuklearia.de

 

 

Kernkraft: Tabuisierungen bringen mich auf die Palme
In Zeiten des Klimawandels erleben Atomkraftwerke und Kernenergie eine Renaissance. Vor allem für die meisten deutschen Umweltaktivisten bleiben sie aber Teufelszeug. Die Technikhistorikerin Anna Veronika Wendland will gegen Halbwissen und falsche Glaubenssätze vorgehen

Betrachtet man ihre Opferbilanz im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit, also die Anzahl an Todesfällen pro Megawattstunde, steht die Kernkraft jedenfalls besser da als Kohle oder Wasserkraft. Und das selbst dann, wenn man die großen Unfälle aus der Vergangenheit einbezieht. Das ist so, weil der Aufwand, der für die Sicherheit eines Kernkraftwerks betrieben wird, heute unglaublich hoch ist. Im Ergebnis sind die Anlagen konkurrenzlos sicher gegenüber anderen großtechnischen Systemen, ob das nun die fossile Energiewirtschaft ist oder die Chemieindustrie. Egal, ob man nun auf ganz normale Arbeitsunfälle schaut oder auch Unfälle mit ionisierender Strahlung in die Bilanz einbezieht. Schon wegen ihrer niedrigen Opferzahlen sollte man die Kernenergie wählen. Sie ist eigentlich eine Niedrigrisiko-Technologie.
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Heutige Anlagen sind dafür ausgelegt, solchen Ereignissen – in der Fachsprache EVA, Einwirkung von außen – standzuhalten. Das gilt für Erdbeben, Flugzeugabstürze oder Terroranschläge. Im Fall eines Flugzeugabsturzes kann die Anlage von einem verbunkerten Notstandsgebäude aus kontrolliert abgefahren und nachgekühlt werden. Die Sicherheitsperformance deutscher Kraftwerke hat international einen exzellenten Ruf. Im Ausland treffe ich immer wieder auf vollkommenes Unverständnis darüber, dass wir diese Kraftwerke abschalten.
… Alles vom 4.4.2019 bitte lesen auf
https://www.cicero.de/wirtschaft/atomkraft-kernenergie-energieversorgung-energiewende
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EVA – Einwirkung von außen
HEY HO, ich bin sprachlos! Folglich muss ich schreiben! Frau Wendland, das ist absolut hervorragend u vielleicht sollten Sie ob Ihrer Statements Polizeischutz beantragen? 1.000 characters sind in diesem Fall sehr wenig! Ich hatte damals Chemie-LK; wir waren zu elft, also just ein Fußballteam, leider nur ein “Mädchen”. In Kleingruppen lernt man besser u schneller u jeder von uns hätte nach dem Abi theoretisch eine Atombombe oder ein AKW bauen können!
Die meisten von uns waren gegen Atomkraft, das war eben trendy! Inzw haben viele ihre Meinung geändert, weil der seitens Merkel praktizierte Ausstieg ein Griff ins Klo ist, q.e.d.!
Frau Wendland, Sie sollten einmal bei einer dieser selbstherrlichen Talkdamen auftreten, am besten zusammen mit dem Hofreiters Toni! Ich denke, dass er nach wenigen Sekunden auf 180 sein wird und …(besser nicht schreiben!) Das Akronym EVA war mir unbekannt, ich kannte nur GAU. War Eva nicht der Ursprung allen Übels, aller Sünde? Mir fehlen itzo etwa 2.000 Zeichen!
4.4.2019, B.M., CO
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Unterstützung Nuklearia
Hallo Herr Keil, ich war von dem Interview genauso beeindruckt wie Sie und habe gleich mal recherchiert. Nuklearia kann man unterstützen: https://nuklearia.de/verein/spendenbescheinigung/
Außerdem großen Respekt, Frau Wendland. Ich wünsche mir auch, dass wir uns als Gesellschaft mehr den rationalen Lösungen zuwenden als uns von irrationalen Ängsten treiben zu lassen.
12.4.2019, M.L.
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Atomkraft und Endlagerung der nuklearen Abfälle
Sehr geehrte Frau Dorethee Sehrt-Irrek, man will die Atomkraft nicht, weil es keine Endlager gibt? Diesen Unsinn versucht man bereits seit Jahren einem unwissenden Publikum weiß zu machen. Es sind die KKWs der 4. Generation, die den Atomabfall als Rohstoff nutzen und damit billigsten Strom ( 0,34 cent Kwh) herstellen, ebenso

CO² freien Kraftstoff. Die neuen KKWS , eines davon der DFR (Dual Fluid Reaktor)
eine deutsche Entwicklung, ist im Internet für jeden Interessierten zugänglich.
Diese KKWs der 4. Generation sind inhärent sicher wegen ihrer Doppelkühlung ist
ein GAU ausgeschlossen. Ich habe diese Technologie Frau Dr.Merkel mit einer
E-Mail vorgeschlagen. Es wurde mir ausweichend geantwortet: “Auch diese Technologie käme in der Kommission zur Sprache.” Das war es dann. Man wollte
keine echte Lösung des Energieproblems, sondern die linksgrüne Ideologie durchsetzen. Zu viele Leute profitieren von diesem Schildbürgerstreich Frau Merkels.
12.4.2019, R.S., CO
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Hervorragendes Interview
Danke an Cicero und an Frau Raß. Und selbstverständlich an Frau Wendland für ihren Kampf gegen die „Mythisierung“ in Deutschland. Die breite Masse ist jedoch weiterhin gerne uninformiert und ungebildet und will auch 74 Jahre nach dem schlimmsten anzunehmenden moralischen GAU (als Folge einer rein mythischen Nachfolge der deutschen Bevölkerung seiner politischen Führung) weiterhin dem „Mythischen“ huldigen und weigert sich über den deutschen Tellerrand hinauszublicken. – Eine korrigierende Anmerkung darf ich mir erlauben: Die Lust am Leiden und an der Buße ist nicht eine „typisch christliche Vorstellung“, sondern eine ausschließlich typisch protestantische Vorstellung.
4.4.2019, H.M.
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Tabusierungen …
das ist ein grundsätzlich wunder Punkt. Wenn eine Richtungs-Entscheidung wie z.B. Energiewende getroffen wurde, darf alles andere nicht mehr in frage kommen. Entsprechend wird die öffentliche Kommunikation gelenkt pro Entscheidung gegen Alternativen, halt alternativlos, alles andere verdammenswert! Zur Kernenergie, grundsätzlich sehe ich unsere AKW´s als betriebssicher an. Aber in der Gesamtaufrechnung aller Kosten ist eine Schlußrechnung für Kernenergie nicht möglich. Wir kennen nicht die Kosten der Einlagerung über mehrere Jahrzehntausende. Wir überblicken nicht was in so einem langen Zeitraum passieren kann, was wir heute nicht erahnen, im Gegensatz zu den Ewigkeitskosten z.B. bei Steinkohle. Mit dem geringst möglichem Aufwand das maximale erreichen, aber auch Verzicht darf dabei nicht tabuisiert werden. Wem genug zu wenig ist dem ist nichts genug (Epikur 342-271 v.Chr.)
10.4.2019, T.P., CO

Über jahrtausende strahlender Atommüll
Thomas Poth, ich habe gerade einen Kommentar geschrieben, er scheint noch in der Prüfung von CICERO. Darin lege ich gerade die Angstmacherei von den tausenden Jahren strahlenden Atommüll offen. Atommüll ist Rohstoff für den DFR
Dual Fluid Reaktor der 4. Generation von KKWs. Sie können sich im Internet über den DFR umfassend informieren. Der DFR kann auch Thorium zu Strom verarbeiten, wird aber aus eigensüchtigen ideologischen Gründen (Frau Merkel) totgeschwiegen.
10.4.2019, R.S., CO
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Japan – Hochtechnologieland
Industrienation Japan: Weltweit gibt es etliche Reaktorbauer, die jeweils eine eigene Sicherheitsphilosophie haben. Die deutsche Sicherheitstechnik ist auf der Erde absolut als führend anerkannt. Wir hatten vor Jahren Techniker und Wissenschaftler eines japanischen Herstellers zu einem längeren Symposium in D mit dem Resultat, dass zwar die Exzellenz deutscher Sicherheitstechnik bejaht, die Kosten dafür jedoch als inakzeptabel hoch betrachtet wurden. Damit kam es nicht zu einer ursprünglich beabsichtigten Kooperation!
Das Lächerliche dabei ist, dass man KKW mit deutscher Sicherheitstechnik in D abschaltet, während Kraftwerke in Nachbarländer mit tw. fahrlässiger Sicherheitstechnik fröhlich weiterlaufen. Ob diese Logik (?) darauf beruht, dass im Falle eines unkontrollierten Nuklearunfalles (an den ich schlichtwegs nicht glaube!) eventuell austretende Radioaktivität an der deutschen Grenze haltmacht?
… der wesentliche Radioaktivitätsbeitrag auf der gesamten Erde kommt aus dem Boden. Das ist sowohl bei uns so als auch auf dem Meeresboden. Demgegenüber ist ein Eintrag von zusätzlicher Aktivität durch einen Reaktorunfall wie in Fukushima bereits in einem Abstand von ca. 50 m von der Küste entfernt eine nicht mehr messbare Größe. Ich hätte kein Problem damit, dieses Wasser zu trinken, denn meine radioaktive Belastung durch Medizin, Bergwandern, Skifahren, Fliegen usw. ist um Größenordnungen höher! Lassen Sie sich einmal Ihre häuslichen Wände vermessen und Sie werden erschrecken, welche Aktivitäten Sie in Ihren Zimmern vorfinden: Radioaktivität aus den Baumaterialien, bspw. von Kalium-40. Also bitte vergessen Sie doch Ihre von Ideologie geprägten Bedenken, sondern informieren Sie sich objektiv über Radioaktivität und ihre Wirkung in der und auf die Umwelt!
5,4,2019, G.ST, CO
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Typische Apokalypsenpolitik
der Grünen. Jedes Kind lernt in Physik das Strahlung natürlich in bestimmten Umfang, Dauer und Größe gefährlich ist. Das bestreitet doch kein normal denkender Mensch. Das niemand in Kühlwasser badet ist u.a. zwingende Logik. Nur ist Geschäftsmodell der Grünen, die sonst nichts anderes hat außer Umwelt – solange es ihnen nützlich erscheint – nach allen Facetten der Kunst apokalyptisch böse zu reden. Das Frau Wendland in der eigenen Partei Spießruten läuft ist doch klar. Das rüttelt jemand mit Wissen und Erfahrung am Umweltzaun, der aus Papier besteht und droht einzureißen. Also ist es besser niemand an den Zaun zu lassen, soll heißen, bloß nicht inhaltlich wissenschaftlich auseinandersetzen. Wenn Grüne etwas als umweltgefährlich einstufen, dann hat das so zu sein, sie sind ja die Umweltaktivisten.
Sie arbeiten mit Unwissen und Angst, rekrutieren so Angstwähler, die es nicht interessiert, wie dies technisch dauerhaft erwirtschaftet werden kann und ob die Szenarien überhaupt stimmen.
5.4.2019, E-G.K.
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Tabuisierungen
Das Thema ATOMSTROM müsste eigentlich heißen KERNKRAFTSTROM. Das Wort ATOM hat einen negativen Anstrich bekommen. Wir benötigen einen angstfreien Umgang mit der Kernenergie – wie auch Frau Wendland erwähnt. Fotovoltaikanlagen sind letztendlich nur einsatzfähig durch die Umsetzung von KERNFUSIONEN unserer Sonne, wenn auch Teile der Kirche von einer göttlichen Gabe sprechen. Wirtschaftlich betrachtet ist diese Technik in unseren Breitengraten kaum als alternative Lösung zu betrachten. Die Strahlung aus Kernkraftwerken ist z.B. geringer als in manchen Gebirgsgegenden aus der Natur. Der Ausstieg aus der Kernkraft war auf alle Fälle zu früh und entstand nur aus dem Kalkül des politischen Stimmenfanges. Fukushima als Grund für einen Ausstieg zu nennen ist Unsinn, hat jedoch zu einer gewaltigen Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Unsere Nachkommen werden es noch bedauern, dass wir die Kernkraftforschung vernachlässigt haben.
5.4.2019, J.L.
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Fukushima liegt nicht in Deutschland!
Ein Naturereignis wie in Japan ist in D nicht möglich: Japan liegt in einem erdbebengefährdeten Gebiet, wir auf einer relativ stabilen Scholle: weder ein Tsunami noch ein Erdbeben würde daher die deutschen Kraftwerke gefährden können. Nichtsdestotrotz: Sollten Ideologen die Sicherheit hinterfragen wollen, dann bitte auch die Tatsache, dass wir im erdbebenaktivsten Gebiet Deutschlands (oberrheinischer Graben) die größten Chemieanlagen und etliche Biochemieanlagen stehen haben, deren Zerstörung D und weite Teile Europas vermutlich unbewohnbar machen würde.
Die Kernkraft-Hysterie der Deutschen ist eine der Hysterien, die nur hier möglich sind (“German Angst”) Ich kann das nur so sehen, dass ein potentiell möglicher Unfall (und sei die Statistik noch so gering dafür) von den deutschen KKW-Gegnern “privatisiert” wird (“bitte nicht bei uns!”), während die unabwendbare Folge des CO2-Ausstoßes über die gesamte Erdbevölkerung “sozialisiert” wird.
5.4.2019, G.ST, CO
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Großartig!
Frau Wendland hat meine höchste Anerkennung. In all den infantilen Wirrnissen endlich eine vernunftgeleitete Analyse unserer Energieerzeugung. Ich werde nämlich wahninnig ob der sonst auf mich hereinprasselnden Ignoranz auf nicht überbietbarem Niveau! Grundlage unseres Wohlstandes sind unsere Köpfe, genau: technischen Köpfe und die Industrieprodukte, die daraus entstehen. Das braucht Energie. Was tun wir: Kernenergie = böse => abschalten. Fossile Energieerzeugung = CO2 => abschalten. Richten sollen es die “Erneuerbaren” Wind Wasser Sonne… ungeachtet der Probleme: Unsichere Versorgung, immer mehr Backups im Hintergrund, Flächenfraß, massenhaft Vogel- und Insektenmord (Wind-, Biomasse- (=Mais!), …) Und das in Kombination mit massenhafter Elektrifizierung des Verkehrs, also massiv steigendem Strombedarf mit Akkutechnologie, die für sich allein nach heutigem Stand ein Ökodesaster sind. Aber alles wird gut, wenn man in die Medien schaut… Das bereitet mit körperliche Schmerzen…
6.4.2019, W.F.
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Immer wieder “Deutsche Schuld”
Immer wieder taucht in Zeitungsbeiträgen die Wörter “Deutsche Schuld” auf. Begibt man sich aber mal auf die Suche danach und liest Bücher renommierter englischer und australischer Autoren, sieht das alles ganz anders aus. Bücher von Christopher Clark, Jim Macgregor / Gerry Docherty und Gerd Schulze-Rhönhof oder James Bacque und Andreas von Bülow geben in ihren Büchern die Quellen ihrer Aussagen an die jedermann studieren kann wenn er will. Uns Deutschen einen Schuldkomplex einzureden um uns zu melken, das steckt dahinter. Betrachtet man das Verhalten der d. Politiker der Vergangenheit hat man den Eindruck dass sie sich treudoof verhalten haben und über den Tisch gezogen wurden. Aber lesen sie selber und recherchieren Sie die in den Büchern angegebenen Quellen.
6.4.2019, H.G.

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