DSM – Streit um Neuauflage der Psychiater-Bibel

Ein Buch legt fest, was in der Psychiatrie als krank zu gelten hat. Nun streitet die Fachwelt über die Neuauflage. … Ein zentraler Punkt der Kritik war der Vorwurf, mit dem DSM-5 werde der Begriff einer psychischen Störung inflationär ausgeweitet, bis am Ende jeder Mensch zum Patienten werde.
Alles von Claudia Füssler vom 13.8.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/gesundheit-ernaehrung/die-normierung-der-seele–63080777.html 

Neuauflagenentwurf DSM-5 “Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders” seit 2009 online: www.dsm5.org

DSM-V: Erste Einblicke in das neue Psychiatrie-Handbuch
Die American Psychiatric Association hat einen Entwurf für die 5. Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V) im Internet vorgestellt. Es werden einige wesentliche Änderungen in der Klassifikation psychiatrischer Erkrankungen vorgeschlagen, für die in den nächsten Monaten Änderungsvorschläge entgegen genommen werden. Das DSM wurde erstmals 1952 herausgegeben und hat sich seither neben dem International Classification of Diseases (ICD) der Weltgesundheitsorganisation, das nicht nur psychiatrische Erkrankungen umfasst, zu einem grundlegenden Klassifikationsystem entwickelt, das in viele Sprachen übersetzt wurde. Derzeit gilt die 4. Auflage aus dem Jahr 1994 (deutsch seit 1996), die 2000 überarbeitet wurde. Zuvor war eine grundlegende Revision beschlossen worden, zu der sich fast 400 internationale Forscher auf 13 Konferenzen getroffen hatten.  Rund 25 Millionen US-Dollar soll das Projekt gekostet haben, das sich im Vorfeld wegen einer zu großen „Geheimhaltung“ kritisiert wurde. Dieser Vorwurf ist jetzt entkräftet, da die Entwürfe vorliegen. Die APA hat eine Frist von drei Monaten gesetzt, in der Änderungsvorschläge eingereicht werden können. Danach soll eine Version erstellt werden, welche die American Psychiatric Association im Mai 2013 vorstellen will.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40054, 12.2.2010

Burn-out, die deutsche Spezialität nicht in DSM-5
Der Name klingt zwar international, aber außerhalb Deutschlands wenig bekannt. In anderen Ländern gelten eigene Bezeichnungen für Erschöpfungszustände im Zusammenhang mit Arbeit. Sie beziehen sich meist nur auf Gesundheitsberufe. In den USA ist vor allem die compassion fatigue häufig, die Mitleidserschöpfung. Bezeichnend ist folgendes Beispiel: Als der Freiburger Psychiater Mathias Berger seinen amerikanischen Kollegen David Kupfer auf das Burn-out-Syndrom ansprach, verstand dieser zunächst nicht, wovon der Deutsche sprach. Kupfer ist maßgeblich beteiligt an der Neufassung des US-Klassifikationssystems für psychische Störungen (DSM-V). Berger wollte wissen, ob das Burn-out Eingang in das neue System finden würde. Die Antwort lautete Nein – »no global future« fürs deutsche Syndrom…..
Alles vom 1.12.2012 auf http://www.zeit.de/2011/49/Burnout-International

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