Downtown-Street-Teams in FR

Ein ehrenamtliches Team von 15 jungen Menschen ist zwischen 11 und 2 Uhr im Bermudadreieck unterwegs, um zumeist alkoholisierten Jugendlichen zu helfen. Motto “Damit niemand untergeht im Bermudadreieck”. Träger sind evangelische Stadtmission mit Gemeinde Dreisam3, Heilsarmee und “International Christian Fellowship” Freiburg (ICF). Eigentlich rechneten die Ehrenamtlichen des “Downtown-Street-Teams” schon fest mit einer städtischen Finanzspritze für ihre Arbeit im Kneipenviertel. Nachdem vier Fraktionen Anträge zur Unterstützung des Präventionsprojekts mit Haushaltsmittelngestellt hatten, zog die Unabhängige Liste ihren Antrag zurück mit dem Vorwurf, das Team aus drei christlichen Gemeinden soll auf offener Straße missionieren. Doch die Stadtmission wehrt sich. Einerseits ist es nicht Ziel und zudem schlicht unmöglich, einen Jugendlichen Zustand der Betrunkenheit zu missionieren. Andererseits soll man froh sein, dass Jugendliche bereit sind, sich um Gleichaltrige nachts am Bermudadreieck zu kümmern.

Mission Bermudadreieck
“Downtown-Street-Teams” soll wegen Missionierens der städtische Zuschuss vorenthalten werden. ….
“Die wollen missionieren und die Jugendlichen für ihren Glauben gewinnen”, sagte die Stadträtin Ulrike Schubert (Unabhängige Liste) in der zweiten Haushaltslesung und begründete so, warum ihre Fraktion den Antrag auf Unterstützung zurückzog, den auch CDU, SPD und Junges Freiburg gestellt hatten. ….
Alles vom 13.4.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/mission-bermudadreieck–70856574.html

Downtown-Street-Team – Damit niemand untergeht im Bermudadreieck!
Diakonische Suchtprävention und Lebenshilfe für Jugendliche und junge Erwachsene im Freiburger Disco-Milieu.
www.downtown-freiburg.de
   

Die Ablehung der Downtows-Street-Teams macht mich sehr nachdenklich
Die in Ihrem Artikel geschilderte Diskussion im Stadtrat macht mich sehr nachdenklich. Besonders die pauschale Unterstellung an die Adresse der drei Gemeinden, mit ihrem Angebot für Jugendliche in Bermudadreieck nur missionieren zu wollen. Seit ich von dieser Initiative zum ersten Mal in der BZ las, war ich sehr beeindruckt. Da lassen sich Gemeinden von den Problemen in ihrem Umfeld ansprechen, stellen ein Angebot für betroffene Jugendliche auf, investieren viel knappes Geld. Für Jugendliche aus der ganzen Stadt und dem Umland. Junge Menschen engagieren sich darin, während ihre Freunde abfeiern. Als Vater von drei, inzwischen erwachsenen Kindern, war mir das immer eine Beruhigung und als aktiver Katholik ein Ansporn. Inzwischen habe ich die Leiter der drei Gemeinden und auch Mitarbeiterinnen des “Downtown-Street-Team” auch persönlich kennen gelernt und konnte mich von der Seriosität des Angebots persönlich überzeugen. Wenn unsere Jugendliche in Schwierigkeiten kommen und dann Ansprechpartner vor Ort sind, sollte uns das jede Unterstützung wert sein. Und was die Gelegenheit zum Missionieren angeht: haben Sie schon mal versucht, einen Betrunkenen von ihrer Meinung zu überzeugen?
15.4.2013, Alfred Lauber, Bremgarten

Mehrheit im Freiburger Gemeinderat stimmt für das Team
Das Downtown-Street-Team der evangelischen Stadtmission erhält je 10 000 Euro Förderung für 2013 und 2014. 17.4.2013

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