Deutschland unser Wunschland

Die meisten Bundesbürger wollen in keinem anderen Land leben als in Deutschland und zu keiner anderen früheren Zeit. Dennoch nehmen Kritik, Wutbürger, Dagegen-Sein, Angst, Selbsthass und Unzufriedenheit gegenüber Politik, Medien und “den Anderen” zu. Ein beklemmendes Gefühl der Unsicherheit macht sich breit. Oder liegen die Gründe für schlechte Laune allesamt bei uns selbst:    .
1) Verhängnisvolle Entscheidungen vergraueln Beziehungen und Partner.
2) Die Weigerung, sich auf etwas festzulegen und etwas zu wagen, führt zu Vereinsamung und Versingelung.
3) Online-Sucht am Smartphone zerstört althergebrachte Aspekte des gesellschaftlichen Lebens – Vereine, Gespräche, Wirtshaus, Neugier, Muße, … Wir daddeln in der virtuellen Welt herum und verlieren die Wahrnehmung in der realen Welt: “Wer sitzt neben mir in der Strassenbahn? – keine Ahnung.”
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Wir haben es selbst in der Hand, unsere Stimmungstiefs aufzuhellen – wenn wir nur wollen. Wirklich? Und liegen die Gründe für die schlechte Laune nicht auch irgendwo, worauf der kleine Bürger keinen Einfluß (mehr) hat?
24.5.2016

Diese zwei Fragen muß man jedem Wutbürger stellen
Es gibt zwei Dinge, die ich die politik- und medienverdrossenen Wutbürger gern einmal fragen würde. Erstens: In welchem anderen Land der Welt würden Sie lieber leben als in Deutschland? Zweitens: Zu welcher Zeit in der Vergangenheit hätten Sie gern in Deutschland gelebt? Ich rätsele darüber, woher der ganze Ärger kommt. ….. Alles vom 23.5.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/debatte/kolumnen/das-echte-leben/article155617093/Diese-zwei-Fragen-muss-man-jedem-Wutbuerger-stellen.html
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Erstens: In welchem anderen Land der Welt würden Sie lieber leben als in Deutschland? Eigentlich würde ich schon ganz gerne ich Deutschland bleiben…wenn unsere Politiker nicht alles tun würden, was gegen nationales Denken ist, für das man sich ja mittlerweile schämen muss.
Zweitens: Zu welcher Zeit in der Vergangenheit hätten Sie gern in Deutschland gelebt? Zu der Zeit, als wir noch nicht der EU angehörten und wir uns nun von Brüssel sagen lassen müssen, was wir Deutschen zu tun oder zu lassen haben und das nur, um die Profitgier einiger weniger befriedigen zu müssen.
Christoph Koock
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Warum gibt Deutschland seine Grundsicherheit auf?
Leben würde ich gerne wieder in Südamerika, wo ich herkomme, aber nur wegen den Menschen und das freundlichere, lockere Umfeld. Aber dort ist es momentan noch viel chaotischer und vor allem gefährlicher als hier. Langsam kommen auch solche Probleme nach Deutschland, was ich unglaublich schade finde. Denn genau diese Grundsicherheit, die man hier hat, schätze ich unglaublich. Diese trivialen Sachen, die Deutsche als selbstverständlich sehen, aber nach und nach aufgeben, dank falsch verstandener Menschlichkeit. Viele Errungenschaften des Sozialstaates, Gesundheitssystem, gesellschaftliche Werte die über viele Jahrhunderte errungen wurden, sind in Gefahr. Das stimmt mich sehr bedenklich.
manno
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Ali – es liegt etwas in der Luft
“Ich stelle fest, dass sich viele in die Zeit ihrer Jugend zurück wünschen. Das Haar war voll, der Bauch nicht da und man war leistungsfähiger und mutiger.” Das liegt in der Natur der Sache. Dennoch beneide ich meinen Sohn nicht sehr um seine Jugend, heute. Ich würde mit ihm nicht tauschen wollen, denn es “liegt etwas in der Luft”. Nach der damaligen Lektüre unseres Wallraffs waren wir entrüstet darüber, was mit “Ali” gemacht wurde. Islam war überhaupt kein Thema, die Leute waren OK ! Manche “Alis” heute, sind ganz andere Kaliber. Und sie stehen heute mit einem völlig anderen Anspruch da. Ein Anspruch, der nicht mehr so oft mit Leistung in Deckung zu bringen ist. Dafür umso mehr mit Mut, der – unter der Hand – unsere Exekutive bereits einknicken lässt.
O.Leander
Bitte definieren Sie für uns den Begriff “Wutbürger”.

Diskreditierungs-Keulen gegen die Bürger
Man bemerke die stetig abnehmende Schlagkraft dieser Diskreditierungs-Keulen, die sehr gerne von den Medien bei ihren Kampagnen und Erziehungsversuchen zur Anwendung kommen. Was musste man sich nicht alles anhören in unserem Land, dessen vorzügliche Eigenschaft doch die Meinungsfreiheit und Freiheit der Sprache sein soll (Gymnasialunterricht anno 1970..1980). Da wurde man als “Nazi”, “Rassist”, als “Hasser” betitelt. Als klar wurde, dass in den allermeisten Fällen ein Nachweis dieser Behauptungen nicht möglich sein konnte, wurde abgemildert auf “Dunkeldeutsche” und “Wutbürger”. “Besorgte Bürger” wurde in seiner Bedeutung invertiert. Diese Begriffe bieten den Vorteil, nicht justiziabel sein zu können und dennoch unterschwellig eine diskriminierende Wirkung entfalten zu können. Eine demokratisch gewählte und keineswegs irgendwelcher illegalen Tätigkeiten bezichtigte, neue Partei in der Landschaft wird grundsätzlich mit dem Attribut “rechtspopulistisch” wiedergegeben. Als wenn Politiker nicht alle irgendwie populistisch wären. Interessenten und Anhänger der AFD sind “Fans”, so etwas ähnliches wie Fussball-Rowdies. Liebe Medien, liebe Frau Doktor Gaschke, auch lieber Herr Gauck, bemerken Sie bitte, dass dies alles untaugliche Versuche sind. Sie festigen nur den Zuspruch zu jenen, die sie doch verhindern wollen. Denn Ihre Keulen treffen große Bevölkerungsteile, die ganz im Sinne der gymnasialen Schulbildung der 70er Jahre denken – und um Frau Gaschkes Frage zu beantworten – genau diese Zeit in Rückerinnerung sehr schätzen.
O.Leander
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Trend geht abwärts
Ich sehe den Hauptgrund für die miese Stimmung darin, dass der Trend abwärts geht: Wengier Rente, Unsicherheit im Berufsleben, länger arbeiten müssen, Verrohung der Sitten, etc Es ist nicht der absolute Zustand wichtig, sondern der Trend. In der Wirtschaftswunderzeit ging es den Leuten schlechter als heute, aber es ging aufwärts. Wer fleißig war, konnte sich ein Leben aufbauen, bei Arbeitslosigkeit hat ihn das soziale Netz aufgefangen, ohne dass er sein Hab-und Gut verscherbeln musste.
24.5.2016, Schnabbel

Ihr Kommentar/Artikel offenbart doch wieder das gleiche Schema wie immer bei der Frage, warum der Zustand in Deutschland so ist wie er ist und warum die Stimmung so mies ist. Sie schieben die komplette Verantwortung auch wieder auf die Bürger, stellen diese als unfähig dar ihr Leben zu ordnen und als mehr oder weniger weltfremde Menschen. Ebenso kommen Sie mit dem ewig platten Spruch, dass Deutschland doch wohlhabend ist.
Ja, insgesamt betrachtet ist Deutschland wohlhabend, aber eben nur insgesamt, denn sehr sehr vielen Menschen geht es seit gut 15 bis 20 Jahren mit jedem Jahr ein wenig schlechter, weil eben von dem Wohlstandzugewinn nichts mehr bei den Durchschnittsbürgern ankommt. Dazu kommt diese überhebliche Art ständig so zu tun (auch Sie machen es indirekt) als wäre der Normalbürger zu dumm zu verstehen wie gut es ihm eigentlich geht und wie toll doch alles eigentlich ist. So ändert sich an der Stimmung nichts, denn die Menschen mögen vielleicht wirklich teilweise so dumm wie Politik und Medien immer wieder indirekt behaupten sein, sie merken aber schon, dass etwas grundlegend schief läuft und wir uns von einer sozialen und demokratischen Marktwirtschaft immer weiter entfernen und all die Probleme in Deutschland und Europa nur durch immer mehr Geld und Tricks übertüncht werden anstatt sie endlich anzupacken und zu lösen.
Oh ja, immer der Vergleich mit anderen Ländern wo vieles schlechter ist. prima. Warum nicht der Vergleich mit Deutschland als es hier noch besser lief? Angst vor der Wahrheit, dass dieses Land schleichend vor die Hunde geht?
Und es geht nicht um gebratene Tauben im Mund, es geht darum Chancen zu haben mit ehrlicher Arbeit einen Lebensstand zu finanzieren der vorher ohne Probleme möglich war und sich keine Sorgen darum machen zu müssen, dass man in der Rente plötzlich mit jemanden auf gleicher Stufe steht der niemals gearbeitet hat.
Es geht um Gerechtigkeit, Gleichheit, gute Bildungschancen, gute Ausbildungen und eine Politik die dieses Land fit für die Zukunft macht und nicht den Eindruck erweckt es gegen die Wand zu fahren.
Mag ja sein, das die derzeitige Politik gut ist, dann aber bitte erwarte ich eine wirklich begründete Erklärung wofür die derzeitige Entscheidungen gut sind, wo der Weg hinführen soll und wie die Zukunft aussehen soll. Da kommt aber nichts außer Sprüche das wir Bürger ja nicht verstehen können was läuft und man es deswegen gar nicht erst erklärt.
Ihre Haltung und die der Politik ermöglichen den Stimmungsverfall erst, beschleunigen ihn sogar immer mehr.
Quer
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Diese zwei Fragen muss man jedem Journalisten stellen
1) Wieso wird die Wahrheit unterdrückt, respektive vorgekaut? Der Bürger wird für zu einfältig gehalten, die VOLLE Wahrheit zu vertragen. Deshalb bekommt er, wenn überhaupt, Nachrichten manchmal…erwachsenenpädagogisch aufbereitet oder nur partiell zu hören (lesen). Z.B. wird ihm unterstellt, es würde ihn nur unnötig aufregen, wenn Nationalitäten genannt werden. Dabei ist es unumgänglich(!) will man Erfolge oder Probleme der Integration benennen.
2) Wo ist der investigative Journalismus hin, der auch unangenehme Wahrheiten auf den Tisch bringt und schonungslos aufklärt, GERADE wenn es dem System nicht passt? Man hat den Eindruck, sowas ginge nur in eine Richtung. In die andere geht man homöopatisch bis gar nicht, um Meinung zumachen. Keine Nachrichten. So entsteht nicht ganz unbegründet das Label Einheitspresse. Hat da der Herausgeber oder der Presserat den Daumen drauf?
Das sind Fragen, die sich nicht nur AFD-Wähler stellen. Ist die Wahrheit eine andere als die, die man veröffentlicht, kann sich schon Wut breit machen und revolutionäre Züge annehmen. Mit: “Alles ist gut! Legt Euch wieder hin!”, kann man dem Bürger doch nur solange kommen, bis er misstrauisch und zum Wutbürger wird. Wer DANN NOCH verheimlicht, relativiert, beschönigt und verschleiert, hat zurecht diese Wut auf sich gezogen. Der spaltet. Und so haben sich zwei verbitterte Lager gebildet. Die, die die VOLLE Wahrheit wollen, weil es Grundlage der Demokratie ist – und die, die nur Positivnachrichten lesen und weitergeben möchten, weil man stets den anderen zu unreif für das andere hält. Das treibt teils absurde Blüten.
24.5.2016, Asper, WO
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Wie gut es uns geht
Ich habe, wohl im Unterschied zu die meisten Kommentatoren tatsächlich in viele Länder gelebt und gearbeitet, Ich wohne sehr gerne in Deutschland weil die preise stabil sind, weil Rechtssicherheit herrscht, weil die preise für Lebensmitteln niedrig sind, weil es demokratisch ist, weil die meisten “Eingeborene” nett sind, weil es vier Jahreszeiten gibt (Nicht nur trocken grün oder nass grün), weil der Lebensstandard hoch ist, weil Frieden herrscht….und so weiter, Ich denke das die meisten Deutschen gar nicht wissen wie gut es hier ist.
Däne
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Sozialromantisches Experiment – Budapest 9/2015
Sie blendet den Zeitfaktor aus. Sie ignoriert den “Trend”, der seit einiger Zeit zu sehen ist und der nicht wie Mode umkehrbar ist, sondern von biologischen Faktoren abhängt und einer mathematischen Funktion folgt. Was heute gerade noch sehr gut funktioniert, wird morgen und übermorgen nicht mehr funktionieren. Wir stehen vor krassen Veränderungen. In Kenntnis bereits vorhandener Probleme, lassen sich die Lebensumstände in Deutschland und den anderen westlichen Nationen vorhersagen. Es ist diese Vorhersage, die den Ärger bereitet. Denn wir wollen nicht, dass zerstört wird, was bereits erreicht wurde. Als Mitglied der Babyboomer-Generation möchte ich die Fortschrittlichkeit unserer Gesellschaft erhalten, in der Staat und Religion ihre Rollen klar verteilt haben und gelernt haben, friedlich zu ko-existieren. Weshalb sollte man das Erreichte wegen eines sozialromantischen Experiments in den Modus des Mittelalters oder noch weiter zurück-katapultieren ? Das wäre doch strohdumm !

Wenn man sich in der eigenen Stadt nicht mehr zuhause fühlt
Gehen Sie einfach mal an einem beliebigen Wochentag auf den Hamburger Hauptbahnhof und zählen Sie die Deutschen. Es sind nicht viele – und sie werden sie erkennen. Dann setzen Sie sich in eine U- oder S-Bahn und lauschen den Gesprächen. Falls Sie deutsche Sprachfetzen aufschnappen, haben Sie Glück gehabt. Das ist der Zustand zurzeit in Hamburg. Wenn Sie das als angenehm empfinden, sollten Sie einen Umzug nach HH ins Auge fassen. In meinem Freundes-, Bekannten und Kollegenkreis sind die Menschen nur noch fassungslos, dass man solche Zustände – ja, das Wort trifft es – von Seiten der Politik zulassen konnte. Aber klar, Frau Merkel & Co werden ja chauffiert und bekommen das nicht mit. Nein, ich bin kein Wutbürger, ich versuche, mich den Umständen zu arrangieren und ich versuche, den Menschen und sein Schicksal hinter jedem ausländischen Gesicht zu sehen. Aber wenn man sich in der eigenen Stadt nicht mehr zuhause fühlt, weil man sich wie ein Fremdkörper vorkommt – wo denn dann ?
24.5.2016, JPS
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Ich lebe gerne in dem Deutschland vor September 2015
Oder noch lieber in dem Deutschland, in dem die Straftäter von Koln, Berlin, Bad Godesberg ,….noch nicht in Deutschland angekommen sind, und ich mir sicherer sein konnte, dass meine Frau und Kinder wohl behalten zu Hause ankommen. Ein Deutschland, in dem die Innenstädte noch zum Flanieren einluden. Hätte ich damals gewußt, daß heutzutage Religion(!) wieder Staatsdoktrin in Deutschland wird, hätte ich mich sogar stark politisch engagiert, damit es nicht soweit kommt. Leider ist die Chance verpasst. Ich glaubte an die Aufklärung, Technologie und Eroberung des Weltraums. Jetzt kriegen wir Mittelalter 2.0 mit Scharia und aggressiven Analphabeten.
Konservative fühlen sich in dem Land, in dem sie wohnen, meistens nicht nur sehr wohl, sondern sie sind auch stolz auf die Institutionen, die es geschaffen hat, und die Werte, zu denen es sich bekennt. Und wenn eine bestimmte Politik diese Institutionen beschädigt oder die Werte verachtet, dann wollen sie weder in ein anderes Land ziehen, noch in eine andere Zeit springen, sondern das verteidigen, auf was sie stolz sind. Im Falle des modernen Deutschlands wären das Institutionen wie ein funktionierendes Sozialversicherungssystem, ein hoch qualifizierendes Bildungssystem, sowie pluralistische und regierungskritische Medien. Die Werte wären unter anderem: Fleiß, Ehrgeiz, Ordentlichkeit, technischer und organisatorischer Perfektionismus, Sparsamkeit, Geringachtung von Profitstreben, Selbständigkeit, Bildungslust, Ehrlichkeit, Kinderfreundlichkeit, Meinungsvielfalt, Rechtstreue.
24.5.2016

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