Deutscher Wald wichtig?

Der Deutsche Wald trägt mit seiner Forstwirtschaft nur mit 0,1% bzw. 2 Mrd Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Der Wald bedeckt 31% der Landesfläche bzw. 11 Mio Hektar. Im Jahr 0 war fast ganz Germanien bewaldet. Um 1800 waren fast alle Wälder abgeholzt – in Mitteldeutschland gab es Sandstürme.
Der Wald ist zu 30% im Besitz der Länder.
Unser Wald war urprünglich vorherrschend Buchenurwald, später Nadelholz-Plantagen.
Im Wald stehen 28% Fichten, 23% Kiefern, 15% Buchen und 10% Eichen.
Im Wald arbeiten nur noch 19000 Personen, gegenüber 26000 in den 90er Jahren.

Peter Wohlleben: Wald ohne Hüter
Einer der letzten Urwaldriesen fällt rauschend zu Boden. Mit ihm verschwinden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Schachbrettartige Plantagen mit fremden Baumarten beanspruchen plötzlich tausende von Quadratkilometern, und die Großmaschinen, die das Holz ernten, hinterlassen auf Jahrzehnte verwüsteten Boden. Sie glauben, wir sprechen über Urwaldvernichtung in der Dritten Welt? Nein, wir sprechen von Deutschland.
In “Wald ohne Hüter” berichtet der Förster und Umweltschützer Peter Wohlleben sachkundig und verständlich vom Verschwinden der heimischen Urwälder, dem Zusammenspiel von Wald, Wild und Wetter, und der unheilvollen Rolle, die Jagdinteressen und Forstwirtschaft dabei spielen. Er führt uns in die geheimnisvolle und bedrohte Welt der Buchen, und wir erfahren Staunenswertes über das Zusammenleben und die Kommunikation von Pflanzen. Mit viel Courage benennt der Autor Ross und Reiter einer erschreckenden Misswirtschaft, die im Namen des Bürgers und Steuerzahlers, und unter dem Etikett des Umweltschutzes ausgeübt wird. Doch der Optimismus hat den engagierten Förster noch nicht verlassen. “Noch nie gab es für den Einzelnen so viele Möglichkeiten, politische Prozesse zu beeinflussen wie heute. Grund zur Besorgnis gibt es nur dann, wenn diese Möglichkeiten nicht genutzt werden.”
Wald ohne Hüter, ISBN: 978394061018,  € 12,90
http://www.peter-wohlleben.de/

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