Dachgeschossausbau in FR

Jeder will nach Freiburg, Wohnungsknappheit und Mieten steigen. Das ist die eine Seite, die andere: Jeder, der  jetzt  Wohnraum schaffen will, ist zunächst der Böse: Die Kommune, wenn sie ein neues Quartier (Güterbahnhof-Nord) oder gar einen neuen Stadtteil (Dietenbach) schaffen will; der Privatmann, wenn er in den Garten bauen bzw. sein Haus aufstocken möchte. .
Anders als bei unserer weit verstreuten Verwandtschaft in den USA: Da wird ein Neubauvorhaben zunächst einmal begrüßt und mit reichlich Tips versehen. Weder Neid, Argwohn bzw. Häme noch Drohung per Rechtsanwalt.
In Freiburg brauchen wir beides: Neubaugebiet wie Nachverdichtung. Dr. Löser von Ecotrinova hat in einem kleinen Areal in Herdern Wohnraum für 1500 Menschen nachgewiesen, wenn man die üppigen Behörden-Parkplätze unter die Erde verbannt bzw. den ÖPNV fördert. ECOtrinova geht dabei von nur vierstöckiger Bebauung aus mit Wohnblöcken z.B. à 16 Wohnungen.
http://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/wohnraum-statt-parkplatzorgie/

 

Dachgeschoßausbau nutzen – Aktion der Freie Wähler
Die Wohnungsnot ist groß in Freiburg, zusätzlicher Wohnraum wird dringend gebraucht. Die Fraktion der Freien Wähler will deshalb ein „Aktionsprogramm Dachausbau“ starten und schlägt vor, dass alle mit dem Wohnungsbau befassten Akteure, also die Stadtverwaltung, Wohnungsbauunternehmen, Architektenkammer, Wohnbaugenossenschaften, die Freiburger Stadtbau, Handwerksinnungen, Haus- und Grundbesitzervereinigungen usw. Geld und Arbeitszeit investieren, um kurzfristig ein Dachausbau- und Dachaufstockungskataster für die Stadt Freiburg erstellen zu lassen!
Um aber den Flächenverbrauch und die Abholzung von Wäldern so gering wie möglich zu halten, müssen auch die brachliegenden Potentiale im Dachausbau ausgeschöpft werden. Momentan werden viele Dachgeschosse überhaupt nicht oder nur als Abstellkammern genutzt, obwohl dieser Platz in wertvollen Wohnraum umgewandelt werden kann. Es könnten kurzfristig hunderte Wohnungen entstehen, ohne dass ein einziger Quadratmeter Grund und Boden zusätzlich benötigt wird.
Gleichzeitig müssen die Genehmigungsverfahren für Dachausbauten und Aufstockungen so einfach und unbürokratisch wie möglich gestaltet werden. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung wäre die Beauftragung eines externen Unternehmens zur Erstellung einer Liste aller potentiellen Dachflächen, die für einen Dachausbau oder eine Dachaufstockung geeignet sind. Parallel hierzu müssen die Chancen und die Fördermöglichkeiten zur Dämmung und zum Ausbau von Dachgeschossen beworben werden, um die Eigentümer zu animieren, in den Bestand zu investieren.
Nicht nur die Verwaltung, auch die sonstigen Akteure auf dem Wohnungsmarkt sollen sich aktiv, auch finanziell beteiligen. Immerhin werden sie auch von einem Erfolg des Programms profitieren. Die Kreishandwerkerschaft Freiburg hält das Aktionsprogramm für eine sinnvolle Initiative. Auch die Handwerkskammer Freiburg sieht Potential im Dachgeschossausbau und die meisten Fraktionen im Freiburger Gemeinderat unterstützen unseren Vorschlag. Umso bedauerlicher, dass die Verwaltung bremst und den Standpunkt vertritt, dass die Potentiale für Nachverdichtung und Dachausbau weitgehend ausgenutzt seien. Dennoch hoffen wir, dass ein für November anberaumtes „Fraktionsgespräch Dachausbau“, neuen Schwung und Bewegung in das Thema bringt, vor Allem aber zu zusätzlichem Wohnraum führt.
7.7.2016, www.freiburg.de/amtsblatt
www.freie-waehler-freiburg.de

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