Christenverfolgung in Nahost

“Wir leben heute in einer Art drittem Weltkrieg, nur dass nicht alles gleichzeitig passiert, sondern zeitversetzt. Damals wart ihr (die Juden) es, die leiden mussten. Jetzt sind wir an der Reihe” – so Papst Franziskus im September 2014. Die Christenverfolgung in Ägypten, Irak, Libanon, Nigeria, Somalia, Syrien … im Namen Allahs erfolgt dank Internet sichtbar. Seit dem 11. September werden Christen in muslimischen Gesellschaften des Nahen Ostens und Afrikas verfolgt. Im Irak leben heute noch 400.000 Christen, gegenüber 1,4 Mio in 2003. In der Stadt Mossul hat IS 30.000 Christen vertrieben bzw. umgebracht. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof Dionysios Isa Gürbüz spricht im NZZ-Interview von Völkermord. “Wo bleibt der Aufschrei wegen der Christenverfolgung?”, fragt Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses (Beten allein wird nicht helfen, Spiegel 50/2014 vom 8.12.2014, S. 128): “Wann immer sich Israel gegen Angriffe radikaler Palästinenser zur Wehr gesetzt hat, ziehen tausende Menschen aufgebracht durch die Strassen westlicher Großstädte. … Wenn aber gleichzeitig unzählige Christen in Israels Nachbarländern umgebracht werden, bleiben die Straßen leer, die Politiker schweigen”

 

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